Ausgabe 
(13.5.1944) 131
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iamlliche Tageszeitung

Anlsblall des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Naiio

jOzictlisien ß re me ns

Amtliche» Verlcündungsblan des Reichsstatlhalters in Oldenburg und Bfemen

14. Jahrgang

Sonnabend, den 13. Mai 1944

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yvorragender Erfolg unserer Bomben- und Torpedoflieger - Großangriff des Feindes in Süditalien beg

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Eigener Bericht

Berlin, 12. Mai. Das Seegebiet von war in den Abendstunden des Don- iMs der Schauplatz einer erregenden licht in d er deutsche Kampf- und Tor­jäger einen überraschenden Angriff ein stark gesichertes Nachscliub- der Anglo-Amerikaner flogen. Das iommando der Wehrmacht meldet als dieses Unternehmens die Versenkung sieben vollbeladenen Frachtern mit BRT. und eines Zerstörers sowie die digung von 12 Frachtern mit 86 000 eines Tankers von 9000 BRT., eines misers der „Dido"-Klasse und dreier Ge- ilwslörer.

Her der rein zahlenmäßigen Bedeu- einer Ausschaltung von 20 iidelss ch iffen mit 145000 BRT.

schnellen Fahrzeugen des Geleit­es sieht der enge Zusammenhang, lern der Angriff aus der Luft mit dem in des a n g 1 o - a m e r i k a n i s c li e n silangriff s an der Front zwischen Golf von Gaeia und der Adria ge­rn werden muß.

In Gegner begann seine Offensive zu sie In den Morgenstunden des Freitags gab ihr die für jeden anglo-amerikani- lei Angriff charakteristische Anhäufung Materials, das in seiner Massierung di.e ilegene einzelkämpferische Leistung des feilen Soldaten an der süditalienischen ,-y^ »I ausgleichen und Ubertreffen 50 II.

Von Gibraltar aus versuchte der änge- 3 m Feindgeleitzug auf der alten, Kap ; Forcas und Algier vorbeiführenden vzugsiraße Sizilien ' und Süditalien zu whea, 11 m die Nachschubgüter der Offen- aheranzuschaffen.' Ihre Vernichtung ent- ::lalso einer Entlastung, die den deut- Verteidigern in den Bergstellungen :Abruzen von den Kameraden zuT See ’idii wurde.

[hnfklärer hatten den feindlichen Ge- in den Mittagsstunden des Donners- üideckt, wie er, von leichten Kreuzern faiörern gesichert, sich 'dicht an' der Manischen .Küste entlang bewegte. Grolle der Transporter lind der Umfang Gdeitzugsicherung ließen die Bedeutung Kren, die der Gegner diesem Konvoi zu- ■£! halle.

Air die deutschen Kampf- und Torpedo- l !» bei günstigen Witteruugsverhält- n den Abendstunden des 11. Mat den Ergebnissen der Aufklärung ihren gegen den nun im Seegebiet von r fahrenden Geleitzug flogen, zeigte d« außerordentliche Maß an Abwehr- tdasdem Konvoi durch Bestückung der j[or mit leichten und mittleren Flak- witzen und durch die Begleitung von «Huzern, Kreuzern und Zerstörern ge- 1 war. Den ahgreiienden deutschen Wigen schlug ein Abwehrfeuer stärk- GtwaÜ entgegen.

■ahrend sich die Frachter durch Ein- den Blicken der Angreifer zu ent-

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Der Führer ehrt Koga

Aus dem Fiihrerhauptguar- i2. Mai. D er Führer hat an den das nachfolgende Telegramm ge- '■ „Eure Majestätl Unter dem liefen « des heldenhaften Einsatzes Ihres nchefs, des Großadmirals Yneichi ■ i } l , n( * | n Würdigung seiner geschicht- 'erdienste in dem gemeinsamen j' U M Serer Waffen habe ich dem ge- i Helden das Ritterkreuz des Eisernen juit Eichenlaub verliehen. Adolf

wfeier für den Großadmiral

jjMo, 12 Mai. Ganz Japan ehrte den . ene n Admiral

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Koga, am Freitag- ■ , . eine Minute des Schweigens, “> e . c ^ en Ueberreste den Flammen 1 V 4 Wurf ^ en - Die Trauerzeremonie iji ‘ n 'v ä3 änheit des Ministerpräsiden- .j-,;. Amtlicher Milglieder des Kabi- h *‘ e "oEer Vertreter des Heeres und

hhr f Schaft im Tempel Nischi Hon- ri,n Tokio statt:

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12. Mai.

'"A 30 trh U T? e am Freitag zwischen 14.30 r V; re , r »er Pruntruter Zipfel von meh- ' :3 g üb 611 » ß * u 9 zeu 9 en ln nordöstlicher ■va 15 fn* r en ’ einzelnes Flugzeug ■v:i u „ n c-j r * n der gleichen Gegend “ wo ö- Udosten i>i s in die Gegend des B S j Fluc i z eug umkehrte und in !t diöa -9dorf, Hasle, Rügsau, Sumiswald f^r.uö rn° l rt r. Wur ^ e beobachtet, wie die 4 % Fa,ls ^i

irmen absprang. Das

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u Von J er Besatzung konnten unn ai| fgegriffen und interniert l 5 4 n V n it0re Grenzve rletzung er- kt-'iUn?o Dhr durch ein nordamerika- 3 bei Le Dentier in Richtung «köbiin b ländete es um 16.27 Uhr. 9e Besatzung wurde interniert.

ziehen versuchten, warfen sich feindliche Jagd- und Zerstörerstreitkräfte' den deut­schen. Flugzeugen entgegen, suchten sie in Luftkämpfe zu verwickeln und an einem gezielten Bomben- und Torpedowurf zu hin­dern. In diesen Luftkämpfen vermochten die deutschen Flugzeuge neben ihrer eigent­lichen Aufgabe des Bombardements mehrere Feindmäschinen zu beschädigen und eine zweimotorige ,,Beaufighter'’ abzuschießen.

Die Wucht des Abwehrfeuers und die Ausweichbewegungen der Schiffe des Ge- leitzuges vermochten jedoch nicht die Treff-, Sicherheit der deutschen Törpedohieger zu beeinträchtigen. In sich immer wiederholen­dem Anflug suchten die deutschen Flieger die lohnendsten Zielobjekte heraus und ließen ihre Bomben und Torpedos die größ­

ten Schiffe treffen. Nach dem Torpedotreffer in die Breitseite des Tankers hüllte der 1 lammende Schein der brennenden Oelmen- gen das Schlachtenpanorama bei der herein­brechenden Nacht in ein gespenstiges Licht. In die Rauchschwaden mischten sich die Mündungsblitze der Flak, die ,Leuchtspur­geschosse tier Jäger und der Fianmienschein dgr getroffenen Feinddampfer. '

Es kann mit Sicherheit angenommen wer­den, daß die vom Oberkommando der Wehr­macht in der gewohnten Zurückhaltung nur als beschädigt gemeldeten Frachter und Geleitzerstörer wie auch der Leichte Kreuzer so schwere Schäden davongetragen haben, daß ein Teil von ihnen kaum die schützenden Häfen erreicht haben dürfte.

Beieits im April haben unsere Kampf- und

Torpedofliegergeschwader drei schwere An­griffe auf Geleitzäge vor der nordafnkani- schen Küste durchgeführt. Bei diesen An­griffen hatten sie neun Schiffe mit 75 000 BRT. sowie fünf Zerstörer versenkt und 32 Schiffe mit insgesamt etwa 225 000 BRT. so­wie drei Zerstörer schwer beschädigt. Durch die kühnen Schläge unserer, Flieger hat da­mit der Feind in kurzer Zeit eine hohe Ein­buße an wertvollstem Schiffsraum gehabt. Auch die Verluste an wichtigen- Geleilfahr- zeugen durch diese Luftangriffe bedeuten einen empfindlichen Ausfall für den Gegner. Diese Erfolge unserer Kampf- und Terpode- flieger sind um so höher zu werten, da sie durchweg gegen eine außerordentlich starke und konzentrierte Abwehr gelingen werden müssen.

Die Grundlagen unserer ruhigen Zuversicht

Die Wendung im Osten —- Churchills Sturheit im Süden — Bereit für die große Bewährungsprobe

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung dr. w. sch. B e r 1 i rt , 12. Mai. Was flieh seit dem Ausrollen der sowjetischen Friihjahrs- offensive im Raum nordwestlich und west­lich von Jassy, an den verschiedenen Fronten ereignet hat, erscheint im wesent­lichen, einschließlich der verstärkten anglo- amerikanischen Luftangriffe auf den Kon­tinent, als Aufmarsch für die Durchführung größerer militärischer Unternehmungen. Wir sind uns durchaus darüber klar, daß dieser Sommer gewaltige Schlachten von entscheidender Bedeutung bringen wird und daß die Gegner bestimmt etwas im Sinne der Pläne von Teheran unternehmen wollen, die nach Churchills Worten konzentrische An­griffe gegen die Festung Europa „von Oslfen, Süden und Norden her“ ins Auge gefaßt haben. Wir sind in jeder Beziehung vorbe­reitet und gerüstet für den Zeitpunkt, an dem die gegenwärtige Ruhe vor dem Sturm plötzlich ihr Ende finden könnte.

Kein „Dünkirchen" auf der Krim

Was die Ostfront betrifft, so haben die Sowjets auch nach dem durchschlagenden deutschen Abwehrerfolg zwischen Pruth und Moldau weiterhin Gelegenheit zu der Feststellung gehabt, daß sich die Kampf­und Kräfteverhältnisse inzwischen wesent­lich verändert haben. Auf der Krim hat der heldenhafte Widerstand unserer Trup­pen auch nach der Aufgabe von Sewasto­pol dem Gegner die Hoffnung zerschlagen, dort wenigstens zum Teil noch so etwas wie ein Gegenstück zu Dünkirchen zu erreichen. Obgleich die Sowjets nach dem Durch­bruch durch die Sperriegel ihre Kräfte nach Bölieben einsetzen konnten, während wir im Sinne der geplanten Räumung der Krim auf den fortlaufenden Abtransport bedacht sein mußten, haben sich selbst auf unserer Seite hie und da aufgestiegene Sorgen um das Schicksal unserer Truppen auf der Krim als grundlos erwiesen.

Die . Zerschlagung- des sowjetischen Brückenkopfes östlich von Kischinew muß die Sowjets ebenfalls stutzig machen. Solange Absetzbewegungen in unserem strategischen Plan standen, waren die Sowjets es bisher so gewohnt, daß sie von Brückenköpfen aus stets ihre Vorwärtsbe­wegung forfsetzen konnten. Jetzt aber ist es anders gekommen, uiid die Symptome für eine neue Lage an der Ostfront werden noch sinnfälliger in Erscheinung treten, wenn der Gegner an anderen Front­abschnitten zum Angriff schreiten sollte.

Die Italienfront

Jedenfalls ist der militärische und politische Plan, den die Bolschewiken mit ilvrsr Früh­jahrsoffensive verbanden, und der auf den Durchbruch ln den wehrwirtschaftlich und strategisch besonders wichtigen Balkanraum zielte, gescheitert: Die Voraussetzungen für die. weiteren . Sommerpläne der . Sowjets konnten daher nicht in dem Maße verwirk­licht werden,, wie sie in Teheran gedacht waren. Das gleiche gilt in besonderem Maße von der Italienfront. In einer seiner letzten Reden hat 1 Churchill erkennen lassen, daß er mit der ihm 'eigenen Sturheit weiterhin, trotz der Erfahrungen von Cassino und Nettüno, an einem einmal begonnenen Abenteuer festhalten, möchte. Deshalb wun­dern wir uns nicht, wenn, an dieser Stelle beginnend, wie es nach dem am Freitag­morgen angelaufenen Angriff an der italieni­schen Front den Anschein hat, die neuen S o m m e r a k t i o n e n unserer west­lichen Gegner ein ge leitet werden sollten.

Die Erfolgsmeldung unserer Luftwaffe vor Algier deutet darauf hin, daß die Cegner weiterhin dabei sind, ihre Südfront, zu ver­stärken. Wir warten auch hier gelassen der Dinge.

Das größte Abenteuer der Gegner

Wie und wann darüber hinaus die Bri­ten und Nordamerikaner zu dem angekün­

digten., Großangriff-auf die Festung Europa von Westen her schreiten wollen, warten wir ebenfalls ruhig ab. Wir nehmen ganz gewiß nicht alles ernst, was auf der an­deren Seite in diesem Zusammenhang in der letzten .Zeit geredet und’ geschrieben worden ist. Sowohl fn den pessimistischen Stimmen im Hinblick auf den bisherigen Mißerfolg der Luftoffensive und auf die zu erwartenden riesigen Opfer als auch in den Prahlereien über märchenhafte Vor­bereitungen mag viel Bluff und Tarnungs­absicht enthalten sein. Wir jedenfalls ken­nen die Stärke unseres Feslungswalles im Westen und verlassen uns. auf die Worte des Genefalfeldmarschalls Rommel, die jeden Zweifel daran beheben, daß die Stärke unserer Verteidigung auch allen Möglich­keiten der Ueberraschung gewachsen ist.

Damit ist nicht gesagt, daß wir uns über das Ausmaß der zu erwartenden großen Schlacht und über die gewaltigen Anforde­rungen nicht klar wären, die in der höch­sten Steigerung noch einmal an die Front und an die Heimat gestellt werden dürften. Auch der Gegner weiß ganz genaii, um was es für ihn bei dem kommenden Kampf geht und daß ein Fehlschlag des „größten Aben­teuers" in seiner Geschichte ihm die letzte Hoffnung nehmen wird, diesen Krieg mit einem Erfolg zu beenden.

fs ist durchaus zweckmäßig, damit zu rechnen, daß der feindliche Angriff nicht nur gegen die vordere Front des Atiantik- walles stoßen, sondern soweit als möglich in die Breite und auch tn die Tiefe zu drin­gen versuchen wird. Der Kampf wird zwei­fellos schwer werden, aber wir ’ sind uns auch in der zu erwartenden Bewährungs­probe unserer Stärke, der Ueberlegenheit unserer in vielen Feldzügen erprobten Trup­pen und der im Bombenkrieg aufs äußerste gehärteten Widerstandskraft der Heimat be­wußt, und wir wissen, daß wir für unsere Freiheit und für unsere Zukunft in Schlach­ten zu kämpfen haben werden, die so oder so nach dem Kriegsabschniit des Aufmar­sches beginnen werden.

Sieben Sowjetdivisionen am Dnjesfr zerschlagen

Erfolge gegen Banden im Süden der Ostfront und in Kroatien — Schwerer Schlag gegen Feindschiffahrt

dnb. Aus dem Führerliauptquar- lier, 12. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In unserem verengten Brückenkopf west­lich Sewastopol leisteten die deutsch­rumänischen Verbände auch gestern dem mit überlegenen Kräften anstürmenden Feind unter Abschuß einer größeren Anzahl von Panzern hartnäckigen Widerstand.

Vor T u a p s e versenkte ein Unterseebool ein sowjetisches Torpedoboot.

Bei der gestern gemeldeten Zerschlagung des feindlichen Brückenkopfes am unteren Dnjestr haben die unter Führung des Generals der Infanterie Buschenhagen stehenden Truppen sieben feindliche Schüt zendlvisionen sowie Teile einer Artill^rie- und Flakdivision zerschlagen. Außer Tau­senden von Gefallenen verloren die Bolsche wisten 2000 Gefangene, über 000 Geschütze und Granatwerfer, 334 Maschinengewehr sowie zahlreiche andere Waffen und Kriegs­material.

Im rückwärtigen Gebiet südlich P o 1 01 k haben Verbände des Heeres und der Polizei zusammen mit landeseigenen Freiwilligen bei schwierigen Witterungs- und Gelände­verhältnissen, hervorragend unterstützt durch Kampf- und Schlachtflieger der Luftwane, starke sowjetische Banden in dreiwöchigen harten Kämpfen eingekesselt und zersch a- gen. Der Feind hatte hohe blutige Verlusle. Weit über 6000 Tote wurden gezahlt, 6700 Gefangene wurden eingebracht, 102 Ban en- lager, 264 Bunker und Kampfstande zerMör und zahlreiche schwere und lelcb e ^ a |e " sowie umfangreiches Kriegsmaterial erbeulet

oder vernichtet.

Bei wiederholten Angriffen sowjetischer Flugzeuge auf ein deutsches Getelt vor der nordnorwegischen Küste wurden IQ feind liehe Flugzeuge durch Jäger und Bordna abgeschossen. Ein eigenes Sicherungsfahr­zeug ging verloren. . .

führte der Feind südlich östlich des Golfes von

In Italien Aprilia und

G a e t a zahlreiche schwächere Angriffe, die unter hohen blutigen Verlusten für ihn abgewiesen wurden.

Leichte deutsche Seestreitkräfte versenk­ten in der Adria ein größeres feindliches Motorschiff.

Im Kampf gegen kommunistische Banden auf dem Balkan hat die mit deutschem Aus- bildungspersonal durchsetzte 392. kroatische Infanterie-Division unter Führung des Ge­neralleutnants Nickel in den letzten vier Monaten einen großen Teil des kroatischen Kernlandes freigekämpft. Die Kommunisten verloren in diesen Kämpfen 3000 Tote und 1200 Gefangene, 16 Geschütze, 185 Ma­schinengewehre, zahlreiche Versorgungsla­ger und 'Munition wurden erbeutet oder vernichtet.

Verbände deutscher Torpedoflieger grif­fen am Abend des 11. Mai im Seegeblel

östlich Algier ein feindliches Nach­schubgeleit an und versenkten sieben Frach- ler mit 49 000 BRT. und einen Zerstörer. Zwölf weitere Frachter mit 86 000 BRT., ein großer Tanker, ein leichter Kreuzer sowie zwei Zerstörer wurden beschädigt.

Nordamerikanische Bomber griffen ge­stern am späten Nachmittag Orte in Siid- westdeulscliland an. Besonders in Saar­brücken entstanden Schäden und Ver­luste unter der Bevölkerung. 31 feindliche Flugzeuge wurden vernichtet. 16 weitere Flugzeuge wurden bei Nachtangriffen über den besetzten Westgebieten abgeschossen.

Vorpostenboote beschädigten in der Nacht zum 11. Mai vof der niederländischen Küste zwei britische Schnellboote so schwer, daß mit ihrem Untergang zu rechnen ist. Ela eigenes Voiposlenbool ist gesunken.

Die Sowjets sollen die Ostsee beherrschen

Ein raflinlerter Plan Lippmanns, des jüdischen Busenfreundes Roosevelts

Drajithericht unseres Vertreters

hw. Stockholm, 12. Mai. Der jüdische USA-.Journalist Walter Lippmann, ein .Bu­senfreund Roosevelts, veröffentlicht in der im jüdischen Bonnier-Verlag in Stockholm erscheinenden Zeitung „Dagens Nyheter’ einqn Artikel, der ausdrücklich das Recht der Sowjetunion auf Zutritt zum „offenen Wasser" bejaht und von der Lösung die­ses Problems das künftige Verhältnis zwi­schen der Sowjetunion und den Westmäch­ten abhängig macht Im jetzigen Kriege sei es den Sowjets nicht gelungen, den Weg durch die Ostsee und das Schwarze Meer zu öffnen. Es dürfe daher nicht zur Wie­derherstellung der Neutralität der Anlieger­staaten kommen. Künftig müsse garantiert werden, daß die Ostsee ein offener Weg zwischen der Sowjetunion und den West­mächten bleibe.

Dazu müßten Dänemark, Norwegen, Finn­land und auch Schweden bestimmte militä­

rische Verpflichtungen auf sich nehmen. „Sie dürfen nicht neutral sein, keine schaukelnde Außenpolitik haben und sich auch auf kei­nen neuen Genfer-Liga-Fakt verlassen.“ Es bleibe für diese kleinen Staaten nur eine Zukunftsmöglichkeit: „die Verbündeten ihrer Nachbarn zu werden".

Deutschlands Verbündete? Nein, natürlich Verbündete der Sowjetsl Der Beitrag des Roosevelt-Agitators paßt vorzüglich zu der neuen Norwegen-Diskussion. Da die West­mächte einen Konflikt mit der Sowjetunion nicht riskieren können, liefern sie, sogar zum Schaden ihrer eigenen Interessen, die kleinen Lander der Zwischenzone den Bol­schewisten aus in der eitle* Hoffnung, da­durch der bolschewistischen Expansionsgier den Rachen stopfen zu können. Lippmann bestätigt, daß es nicht, nur um Finnland und Norwegen geht, sondern genau so um Däne­mark und Schweden, um Griechenland und die Türkei.

Einzelpreis 15 Rpf.

Am Morgen nadi dem Gefecht

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Sollten hat das i'orpostvnboot nach einem Ge­leit durch den- Kanal festgemacht, ln der Nacht wurden Schnellboote abgewiesen. Ehe sich die Besatzung zur Ruhe begibti werden die ff aßen klargemacht3 Magazine werden gefüllt.

PK-Aufn , Kriegsberichter Goer (Hü)

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Von unserem Brüsseler Mitarbeiter Dr. Heinrich Toetter

In den letzten Monaten und vor allem in den letzten Wochen hat sich in Bel­gien ein beachtlicher Stimmungsum­schwung vollzogen. Seit Jahr und Tag wußte man zwar, daß Deutschland sich am Atlaritikwall gründlich auf die anglo-ame- rikanische -Invasion vorbereitete,- aher die Englandfreupde dieses Raumes blieben doch von der britischen Agitation berauscht'. Erst als am 1. Februar dieses Jahres' die Schleusen der flandrischen Entwässerungs­kanäle und -graben geschlossen Wurden und der Grundwasserspiegel in weiten flan­drischen Gebieten sich zu heben begann, da spürte man hierzulande erst den vollen Ernst, mit dem das Reich im Westen in die Entscheidung geht. Man begann be; sorgt. darüber nachzudenken, daß Belgien wieder Kriegsschauplatz werden könne. Schnell schwand die Vorstellung dahin, daß es, ganz gleich, wie die Entscheidung aus­fiele, für das Land noch einmal so glimpf­lich abgehen könne wie im Jahre 1940..

Seitdem nun seit Beginn des Monats April die anglo-amerikanische Luftwaffe auch flandrische und wallonische Städte heimsucht und man allerorts in Belgien dies als Vorspiel eines Landungsversuches deutet, hat gerade die bisher anglophil ein­gestellte Bevölkerung aufgehorcht. So hatte man natürlich nicht gerechnet. Eine flä­mische Zeitung schrieb dieser Tage, daß die Anglophile in Belgien im gleichen Maße abnehme, als die Terrorangriffe der Anglo-Amerikaner häufiger würden. Das trifft zu. Zwar gibt es in Brüssel und dort, wo die Bevölkerung noch weniger in Mit­leidenschaft gezogen wurde, immer noch Leute, die Englands Methoden aus mili­tärischen , Gründen entschuldigen möchten. Aber geht man nach Gent, Kortrijk, Na- mur, Loewen, Mecheln, Hasselt usw„ so ist es geradezu auffällig, wie die hier mit­telbar oder unmittelbar vom Luftterror be­troffenen Menschen sich gegen England wenden. 1

Dabei ist es für kejnen ein Geheimnis, daß die britischen und amerikanischen Flie­ger VerkeUrsanlagen und andere ihnen wichtig erscheinende Ziele treffen möch­ten. Aber selbst dort, wo es dem Feind gelingt, Bomben auf solche Ziele zu wer­fen, da ist dieser unverhältnismäßig ge­ringe Teilerfolg von der Bevölkerung Flan­derns und Walloniens mit Hunderten, ja Tausenden von Toten, mit zerstörten Häu­sern und Kulturgütern bezahlt „Sie kön­nen und wollen nicht zielen", das ist die Antwort, , die man in den Krei­sen der Ausgebombten immer wieder hört. Gewiß, wenn man als Deutscher, der. die Trümmerstätten seiner Heimat kennt, durch cfle zerstörten Wohnviertel ’ flandrischer Städte geht, kann man nicht mehr so be­eindruckt sein wie die hier einheimische Bevölkerung. Doch wird durch die Bom­bardements in Belgien auch uns Deutschen besonders kiaß vor Augen geführt, wie unmenschlich und rücksichtslos England selbst gegenüber jenen Völkern verfährt, die es mit seinem Krieg „befreien" möchte. Was die deutsche Propaganda mit ihrer klaren Herausstellung der britisch-amerika­nischen Terrormethoden in den Hochbur­gen der westlichen Anglophile nicht er­reicht hat — das besorgen unsere Feinde jetzt täglich mit wach­sendem Erfolg.

Sicherlich war die Ueberflutung weiter flandrischer Gebietsteile mit Ueberschwsm- mung oder Ansumpfung von Afokern, Wie­sen und Gehöften für die flämischen Bau­ern eine billere Pille. Aljer die Art und Weise, mit der die deutsche Militante:v/al- tung im Aufträge der Wehrmacht diese kriegsnotwendige Maßnahme rinn hfii'irte, zeigt im Vergleich zu jdon feindlichen T.uft- methoden den ganzen ungeheuren Kon*