Geschäftsstellen;
Bremen: Geeren 6'8. Rul 2 19 31; NacHtrur und sonntags 2 47 65; OOernstraBe 86. Ruf 2 19 31; Syke: Miihlendamm 2; Br.-Hemellngen: Bahn hofstraBe 6, Ecke Poststraße, Ruf 4 34 58; Br.- Vegesack: Rohrstr. 24( Ruf 4 u. 8; Br.-BIumen thal. Kapt.-Dallmana-Str. 41/43. Ruf 88 u. 89
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Der Rundfunk von heul!
leichsprogramnt: 7.30-7.45: Zm fe, lallen: Beton und Stahlbeton. J23H1H -i icht zur Lage. 15.30-16:SolislEM^r; Marx. 16—17: Ausgewählte Open- nft " tmusik. 17.15-18.30: Bunter Mohre a , 10—19: Der Zeitspiegel. 19.15-I9J *T' es ite. 20.15—21: Äuftriüsariea und •fe *. Ni srn und Operetten. *21—22 Die Bunte Sf^
ormusik von Schubert, Respigbi, LX i Hermann Siraön. 20.15—21: „Msir*" Jtscher Kammermusik": StreichgsateS t >11, Werk -131, von- Beethoven, jjfipiüfc imeiderhan-Quartett. 21—22: Hugo r.:: d seines Lebens von Joachim vos Ddbäu
7m al wöchentlich
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Parteiamtliche Tageszeitung
* Amtsblatt de» Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Naiiol||gpjOzialisien Bremens
Amtliches Verlcündungsblaw des Reiehsslatlhalters ln Oldenburg und Bremen
14. Jahrgang
Donnerstag, den 11. Mai 1944
Slrategisdier Mißerfolg der Bombenoffensive
£in bezeichnendes britisches Bekenntnis - Deutsche Feststellungen über den Luftkrieg voll bestätigt
fl die bekanntesten militärischen Mit- aiipr der englischen Presse, so der Haupt- ‘1 Liddell Hart in der „Daily Mail" und Tümdlunksprecher Cyrill Falls in der Lirated London News“, übereinstimmend Jj ausführlich alles das bestätigen, was w , eit längerer Zeit über die Entwicklung „Luftkrieges festgestellt haben. Es müssen L sehr zwingende Gründe dafür vor- L daß Falls und Hart, denen sich auch riScrutator in der „Sunday Times“ an- Lu ganz ungeschminkt dem englischen ,vü, s „i erklären, daß alle Hoffnungen zu- aniengebrochen seien, die man in Eng- ,,d an die allmähliche Steigerung der lombenoffensive bis zum gegenwärtig ersten Höchststand geknüpft habe. Das Hl in gleicher Welse von der Fehlspeku- ,li,n, durch den Bombenterror das Rück- il der deutschen Iielmattront zerbrechen können, wie auch für die Rechnung, die eine entscheidende Schwächung der lurch und oiht w.-™ ■ „Ischen Rüstungsindustrie und auf die
>el daran. Der S^Ssol?' - ta ™ 8 äeS Verkehr5WesenS Zlelte/
* Hdell Hart schildert im einzelnen, wie von 1940 an. von Jahr zu Jahr die r Deutschland abgeworfene Bombenlast üciert habe, und wie sich dann immer Her die Ueberzeugung als ein großer an-erwiesen habe, daß die Deutschen eher bestimmt zusammenbrechen miiß- Selbst nach der äußerst möglichen In- ivierung der Bombenoffensive seit dem ian dieses Jahres sei, so muß Liddell bekennen, die gewünschte Wirkung
eutschlandsender: 17.15—18J: OidnstK-i f¥® e * )en -
Bas Phänomen der deutschen Widerstandskraft
!s! sucht verzweifelt nach einer Erklä- " für dieses ihm fast ' unglaublich er- ,e:ende Phänomen der deutschen Wider- iEkralt, Wenn er_ meint, daß entschei- Kit Resultate viel eher 3ürcir~j>!ötzliclve Kris als durch einen sich lange hln- fcenden Druck hätten erzielen lassen, weil k Druck den Deutschen Zeit genug säen habe, sich auf den Bombenkrieg inslellen, so bedeutet das im Grunde äs anderes als eine Bestätigung unserer »sasgesprochenen Feststellung, daß der Ebenkrieg, je länger je mehr, die &le Widerstandskraft zu stählerner äde geschmiedet hat.
———— «fai kommt ein weiteres, sehr b.emer- V erlafBü ^ uswertes Eingeständnis, das wir festhalten ■■ »slen: Erst neuerdings (1) habe man Ziele Gewählt, von deren Zerstörung man sich i direkte Wirkung auf die militärische
land weder das Menschenmaterial noch die Hilfsquellen für diese Aufgaben besessen habe. Die Hoffnung, die Cyrill Falls noch auf die Verstärkung durch die Amerikaner setzen möchte, erscheint ihm selbst offenbar als recht zweifelhaft. Wenn auch die Amerikaner,: so sagt er, auf ihren ersten Angriffsflügen keine nennenswerten- Verluste erlitten hätten, so habe der Feind doch bald die Schwäche der neuen Waffe ermittelt, neue Gegenwaffen erfunden und neue Taktiken entwickelt, so daß die deutschen Jäger allmählich die Oberhand gewonnen und den amerikanischen' Bomberformationen eines Tages „erstaunliche Verluste" beigebracht hätten.
Auch Cyrill Falls glaubt nicht daran, daß man durch Bombenangriffe entscheidende Schläge gegen die Verkehrsanlagen führen könne. Selbst das beste Verkehrsnetz der Welt im Westen des Reiches, in Belgien und Nordfrankreich sei nicht leicht zu stören und könne verhältnismäßig schnell wieder in Ordnung gebracht werden. Schließlich kommt Cyrill Falls zu der Einsicht, daß die der deutschen Produktion durch ^ die Bombenoffensive zugefügten Schäden wahrscheinlich geringer seien als das, was die Engländer und Amerikaner zur Durchführung ihrer Angriffe an Wirtschaftsreserveri ■erst investieren müßten.
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Linie 41 I k*v-““ rjjn • direkte Wirkung auf die militärische n. a. mi * : ,..El, »3- P verspreche. Das ist eine ganz eindeu- beusmi . —: Bestätigung dafür, daß man. bisher fast
schließlich darauf ausgegangen ist, das ■hche Volk, die Frauen, die Kinder und äs, die Wohnhäuser und die Kultur- i-ta durch barbarisch gemeinen Terror : ‘reffen.
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die behauptete Umstellung der Bom- ferangsmethoden anbetrifft, so ist sie “taute noch eine freche Lüge, wie die SK Äaii Tenwangriffe auf die Reichshaupt- Am Sonntagt' au f Osnabrück und andere deutsche
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Ij'i beweisen. Darüber ' hinaus äußert ■4 Hart (jj e stärksten Zweifel an den i-:chen und amerikanischen Erfolgsmel- Aber erhebliche Zerstörungen des i'Wssystems im Westen. Aehnliche Angaben habe man 4chon bei den “-enangriffen auf Mittelitalien gehört ’i® später an Hand der Tatsache, daß wtschen trotzdem ihren Nachschub L Tora gebracht hätten, zum Widerruf jungen worden.
t such t nach Gründen, die zu der gro- -■“täuschung über die tatsächliche :3 Un g des Luftkrieges gegenüber den
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W**' - .»■ p 1ers P an ^ten Erwartungen geführt
4?® upukk 1 i-,. r gelangt zu der Erkenntnis, daß : T !‘gorstSchlagkraft der Bomber über-
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fraglich hohe Bomberausfälle
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-ders im Hinblick auf die Wirkungen 3 all S C e n Abwehr muß Cyrill
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11 “is ln die jüngste Zeit ihrem •isj“ ,, ei ^ählt .haben, grausam Lugen i- jlJ ändern man monatelang mit der 2Ü 3 operiert hat, daß die deutsche 9' w „ nahezu gelähmt und zertrüm- '•< 1 un ° bei Beginn des Invasionsaben- noc h wirksam werde in Er- L= i,ü H r j* en können, muß sich die eng- ‘ i 5 !, ( ,a ° le amerikanische Oeffentlich- pj,! Wle aus allen Himmeln gestürzt 1 5 , :e wenn Cyrill Falls feststellt, b«t a eruste der britischen Nachtbom- '-d* q-? "Fetrorangriffen eine sehr ge- '•,C7 ejreicht haben und daß man •I länno , ^ Ausfälle dieses Umfanges sei „ r e ' sfe n könne. Unglücklicher-
ünd Sm öqlicb gewesen, neue riji j Taktiken zu entwickeln, die >li n ; k r . ? r l°lgreichen deutschen Ab-
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hätten gegenübergestellt wer-
^"' :,! VdI’ ntlere Bedeutung kommt dem s 7on Cyrill Falls zu, daß Eng-
Damit ist natürlich keinesfalls gesagt, daß Churchill und die Häuptlinge der britischen und der nordamerikanischen Luftgangster aus diesen Tatsachen die Folaerung ziehen werden. Falls ist daher, der Auffassung, daß die Engländer und Nor.damerikaijer so viel in ihren Bomhenoffens.iven investiert, hätten, daß sie damit wohl fortfahren würden. An eine Veränderung des Kräftea.ufwandes für sie sei. zunächst nicht mehr zu denken.
Unausweichliches Invasionsabenteuer
Das erstrebte Ziel lasse sich nicht durch die Bombenoffensive erreichen, sondern setze vielmehr den Einsatz der anderen Waffen voraus. Nicht durch den Bombenangriff, sondern nur durch d i e d 1 r e k t e Eroberung könne man einen Hafen oder ein Arsenal wirklich außer Kraft setzen. Das wieder bedeutet, daß ohne den Versuch des Invasionsabenteuers die Briten und die Amerikaner schon heute jede Hoffnung auf einen entscheidenden Kriegserfolg fahren lassen müßten.
Man versteht, warum die englische Presse in ihren Vorinvasionswarnungen sich immer besorgter äußert, und wenn beispielsweise die „Piqtnre Post“-die Aeußeiung eines englischen Offiziers wiedergibt, der die bevor
stehende Aufgabe mit der vergleicht, eine Stadt -wie Burmingliam von heute auf morgen zu verrücken und sie in völlig betriebsfähigem Zustand auf einen anderen Platz zu schaffen. Die Entwicklung des Luftkrieges sollte der gegnerischen Oeffentlichkeit jedenfalls ; zeigen, daß die .Wirklichkeit ganz anders aussehen kann, als man sich das früher in schönen Piänen ausgemalt hat.
Mehr Amerikaner als Briten über Deutschland abgeschossen
ep. Stockholm, 10. Mai. Die USA.- I.uftwaffe verlor ln den ersten vier Monaten dieses Jahres mehr Bomber über Europa als die englische, wie Sir Archibald Sinclair ln der Dienstagsitzung den Unterhaüsmit- gliedern bekanntgab. Die Verluste der britischen Luftwaffe bezifferte der englische Luftfahrtminister auf 1041. Die USA.-Armee- luftwaffe hingegen habe bet ihren Operationen über Deutschland und Nordeuropa nach den Erklärungen Sinclafrs 1117 Bomber verloren.,
Selbstverständlich sind diese Zahlen aus begreiflichen Gründen viel zu niedrig eingesetzt. Sie zeigen jedoch die schlecht verhehlte Genugtuung der Briten darüber, daß jetzt auch die Yankees gehörig zur Ader gelassen worden sind.
Brückenkopf Sewastopol hat seine Aufgabe erfüllt
Deutsche und rumänische Krlmvethände stehen für neuön Efnsatj bereit '
Eigener Bericht.
BZ. Berlin, 10. Mai. In der Zurücknahme der deutschen Front im Südabschnitt der Ostfront war die Räumung des Krim- Brückenkopfes Sewastopol als notwendig und daher . unumgänglich einbeschlossen. Wie an allen anderen Abschnitten galt es jedoch auch auf der Krim möglichst lange nocti feindliche Kräfte festzuhalten und sie dem Einsatz an.anderer Stelle zu entziehen. Allein die Tatsache, daß die Sowjets nicht zhr gleichen Zeit, in der sie ihren Angriff gegen die 'Südukraine bei Uman auslösten, auch die Zugänge zur Krim zu sprengeh vermochten, sondern die eine Aktion erst nach der anderen auslösten, bezeugt, daß die deutsche Absicht Erfolg hatte. Die Sowjets sahen steh gezwungen, verhältnismäßig bedeutsame Verbände vor den Riegelstellungen der Krim liegen zu lassen. Diese Wachstellung vor den Zugängen zur Krim verhinderte zwar den Einsatz der deutschen und rumänischen Divisionen zu einem Gegenstoß aus dem Krim-Raum heraus in den Rücken des nach Westen ,drän- genden Feindes, verminderte aber andererseits auch die Wucht und den Erfolg des bolschewistischen' Stoßes selbst, da die an der Krim gebundenen Verbände in der Südukraineschlacht fehlten.
Nach dem Anlaufen der sowjetischen Armeen an die Karpaterischwellen und dem
Steckenbleiben der Offensive im rumänischen Stromlauf blieb die Krim weit
im Rücken des Feindes
eine deutsche Stellung, die für die Bolschewisten Schließlich untragbar war. Die bolschewistische Führung sah sich daher gezwungen, . zur Verstärkung der Krimbewachung zahlreiche Divisionen abzuzwet- gen und ihnen: zunächst, die Aufgabe- der Eroberung der Krim zu stellen. Inzwischen hatten jedoch die deutschen und rumänischen Krimdivisionen im wesentlichen die ihnen gestellten Aufgaben erfüllt, und konnten sich vor dem nunmehr in voller Stärke anrennenden Feind absetzen, um den Hafen Sewastopol zur Evakuierung zu. gewinnen. Die Kämpfe- der letzten Tage galten deshalb der ungehinderten Durchführung der deutschen Evakuierungsmaßnahmen.
Noch liegen die genaueren Einzelheiten über Planung uhd Durchführuhg der Großaktion nicht vor, so daß sich lediglich feststellen läßt, daß 1 es’ den Bolschewisten bei ihrem Vorstoß durch die Krim von Osten und von Norden nicht gelang, den zur Abwicklung der deutschen Räumung notwendigen Hafen, ln ihre Gewalt zu bringen Und so die Planmäßigkeit der Räunfung zu stören. Mit bewundernswerter Tapferkeit haben sich die zum Kampf eingesetzten Divisionen für die Durchführung des Unternehmens geschlagen und es der
Die Räumung der Trümmer Sewastopols
Sowletangriffe hei Jassy, am Sereth und an der Moldau abgeschlagen
dnb. Führerhanptquartier, 10. Mal. Das Oberkommando, der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Brückenkopf Sewastopbl stehen deutsche und rumänische Truppen weiterhin in schweren- Kämpfen mit den vordrin- genden Bolschewisten. Im Zuge unserer Absetzbewegungen wurden die Trümmer der Stadt Sewastopol gerä um t. Schlachtflugzeuge vernichteten am gestrigen Tage 30 sowjetische Panzer. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden 19 feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Im Raum von Jassy, östlich des Sereth und auf dem Westufer der Moldau scheiterten örtliche Angriffe der Bolschewisten..
Schnelle deutsche Kampfflugzeuge vernichteten nördlich Murmansk drei sowjetische Schnellboote sowie zwei Han
delsschiffe mit insgesamt 2600 BRT. Bef Angriffen auf deutsche Stützpunkte fm Hohen Norden verloren die Bolschewisten 19 Flüg- zenge.
An d,er italienischen Südfront wurden mehrere feindliche Vorstöße abgewehrt. Stoßtrupps sprengten zahlreiche feindliche Kamplstände- Kampfflugzeuge griffen Schiffsziele am Landekopf von N e 11 u n o mit gutem Erfolg an. Zwei Frachter mit Insgesamt 5000 BRT., zwei' größere Landungsfahrzeuge und ein Zerstörer wurden schwer getroffen. Die Vernichtung eines Teiles dieser Schiffe ist wahrscheinlich.
Bef seinen Angriffen gegen Orte ln den besetzten Westgebieten und den Vorstößen ln den Raum von Luxemburg und Saarbrücken verlor der Feind gestern 19 Flugzeuge. Einzelne britische Flugzeuge warfen ln der letzten Nacht Bomben auf das Stadtgebiet von Berlin.
Glückwünsche des Führers zum rumänischen Nationalfeiertag
dnb. Berlin, 10. Mai. Der Führer hat aus Anlaß des rumänischen Nationalfeiertages dem König von Rumänien und Staalsfulirer Marschall Antonescu ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm .ber- sandt.
Schiffe für den nächsten Krieg
eu Lissabon, 10. Mai. Mit der Möglichkeit eines weiteren Krieges wird in bntisch- nordamerikanischen Kreisen schon P-lzt ge "echnet. So meldet Reuter aus Washington,
daß die USA.-Seeschiffahrtkommission zur
"eit einen Plan studiere, ^mzu °lge eine Anzahl der sogenannten „Liberty -Sc 01 “ eine Nachkriegsreserve bilden soll, ■■ Falf eine“ weiteren Krieges verwandt zu
werden. •
Den plutokratisehen bedenkenlosen Ge-
.nicht.
100000 Radiogeräts beschlagnahmt
ep. Budapest, 10. Mai. Rund 100 000 Radiogeräte aus jüdischem Besitz konnten von den ungarischen Behörden bisher sichergestellt werden. Im einzelnen wurden allein in Budapest mehr als 60 000 Apparate und in der Provinz rund 20 000 Apparate beschlagnahmt Die Zahl der durch die Polizei schon vor längerere Zeit eingezogenen jüdischen Rundfunkapparate beträgt gleichfalls rund 20000. Die ungarischen Zeitungen betonen, daß nunmehr das Abhören feindlicher Sender und die Weiterverbreitung von Agita- tionsraeldungen der Achsengegner durch Juden unterbunden sei.
Chrysler entläßt 5000 Arbeiter
ep. Lissabon, 10. Mai. Die nordamerikä- nische Autofabrik Chrysler gab am Dienstag die Entlassung von 5000 Rüstungsarbeitern bekannt Sie erfolgte, weil Infolge eines Streiks der Lastkraftwagenfahrer des Werkes die Heranschaffung von kriegswichtigen Arbeitsmaterialien 'großenteils lahmgelegt worden war.
Führung ermöglicht, weitgehend vollständig die Krimverbände für einen weiteren Einsatz aus ihrem alten Kampfraum herauszuziehen.
Im einzelnen gibt das Oberkommando der Wehrmacht zu der Räumung Sewastopols bekannt: Die am Montagabend zur Auffüllung der mitgenommenen Stoßdivisionen herangeführten feindlichen Verbände griffen bei Nacht aus 1 dem-Einbruchsraum im Südab- schnitt heraus nach Nordwesten an.- Gleich.- zeitig stürmten weitere starke Kräfte auf dem Nordufer der Ssewernaja-Bucht vor. Die Angriffe von Norden wurden durch energische Gegenstöße aufgefangen. Im Südabschnitt vermochte der Feind dagegen unter schweren'Verlusten einige 1 Höhen zu gewinnen, von denen aus die im Flachland liegende Stadt durch Artillerie beherrscht werden kann. Am Dienstagmorgen stellten sich die Sowjets in-den von Südosten bis zum Stadtrand führenden Schluchten erpeut bereit. Sofort griffen unsere von Jägern gesicherten Schlachtflieger diese Truppenansammlnngen an. Sie vernichteten trotz heftiger Abwehr zahlreiche Panzer durch Bombentreffer, während die begleitenden Jäger neun Sowje.tfiug- zeuge zum Absturz brachten.
In den Trümmern der Befestigungen, In den Steilhängen der Schluchten und in den Ruinen von Gehöften und Häusern setzten steh unsere Truppen erbittert zur Wehr. Immer wieder versuchte der Feind, durch Artillerie und Bomber ihren Widerstand zu brechen, wobei unsere gegen Erd-'und Luftziele kämpfende Flak 10 sowjetische Flugzeuge vernichtete. Die Grenadiere behaupteten aber trotz des immer schwerer werdender! Druckes ihre Linien, bis die Stadt von den kräften durchschritten war, die bisher im Nord- und Ostabschnitt abgeriegelt hatten. Dann gaben auch sie nach, lieferten dem Feind schwere, von Schlachtfliegern unterstützte Straßenkämpfe und setzten sich halt westlich von Sewastopol von neuem fest. Durch hochgehende Minen, Bombenwürfe und Artilleriefeuer hatten die in die Stadtbezirke eingedrungenen Bolschewisten erhebliche Verluste. Außer den über 30 durch unsere Luftwaffenverbände außer Gefecht gesetzten Sowjetpanzern blieben zahlreiche vor den mit schweren Waffen bestückten Straßensperren Hegen.
In der Nacht zum 10. Mai bereitete der Feind weitere Vorstöße gegen den jetzigen die Hafenanlagen und Flugplatz zwischen Stadt und Kap Cherson umfassenden Briik- kenköpfe vor. Unsere Kampfflieger bombardierten die erkannten Truppenbewegungen, so daß die Sowjets den beabsichtigten Angriff noch nicht durchzuführen vermochten. Tiotz der Räumung von Sewastopol gehen die Kämpfe weiter. Immer noch sind hier starke feindliche Kräfte gebunden Der Sinn des Widerstandes im Südwesten der Krim wird damit erfüllt.
Das Eichenlaub verliehen
dnb. Führerhauptquartier, 10. Mai. Der Führer verlieh am 4. Mai daj Eichenlaub zum Ritterkurez des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Wilhelm E g gern a n n , Kommandeur eines norddeutschen Grenadier-Regiments, als 468. Soldaten der deutschen Wehrmacht.;
Oberstleutnant Eggemann wurde am 5. 9. 1908 im Achimer Kreis Bersenbrück als Sohn des Landwirts E. geboren. 1928 trat er ln ein Neustettiner Grenadier-Regiment ein und wurde 1938 zum Hauptfeldwebel, 1939 zum Oberleutnant befördert. 1944 erfolgte seine Beförderung zum Oberstleutnant.
Eichenlaubträger gefallen
dnb. Berlin, 10. Mai. Bef den schweren Abwehrkämpfen fm Osten fand Eichenlaubträger Major und Regimentskommandeur Konrad Hupfer den Heldentod.
Einzelpreis 15 Rpf.
Der,nicht zu unterbrechende S'rom
Fine Serie neuer l’uhgoschiitzp vvrsuiulfertig unf dem Wege zur Front,'— Die vom Reichs- minister für Rüstung und Kriegsproduktion Speer in selbstuerantivortlicher Tätigkeit ge- führte und vom Arheitsfanatismus aller in ihr Schaffenden tatkräftig unterstützte deutsche In~ dustrie versorgt unsere Truppen mit allen er • /orderlicherl Waffen . Sch erl-Bilderdienst
’ ' (Kohierowski)
Umaftity
Von
Walter Wolnowski .
Vor etwa 60 Jahren führten die Engländer auf Neuseeland einen ihrer unzähligen Kolonialfeldzüge . gegen einen Maorb-Stamm, .dessen Häuptling lieber als freier Mann kämpfen 'uncf sterben als in der Knechtschaft leben wollte. Im Laufe der Kämpfe, die sich länefere Zeit hinzogen, ging den Engländern der Proviant aus, so daß die Truppen vor,Hunger und Entbehrung kaum noch imstande waren, den Kampf fortzusetzen. Da meldeten sich vor den englischen. Linien Abgesandte des Maori-Häuptlings, der seinen Gegnern Lebensmittel überbringen und dem englischen Kommandanten mitteilen ließ, daß er es ailehne, mit einem Feind zu kämpfen, der nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sei. Wenige Wochen später, nachdem die. Engländer endlich Nachschub erhalten hatten, wurde der Maori-Stamm besiegt und sein Häuptling von den Engländern kurzerhand erschossen.
Dieses wenig bekannte Beispiel englischer „fairness", eines Begriffes, der von England aus in die Sporlsprache nahezu aller Völker eingedrungen ist und soviel wie „Anständigkeit" und „Ritterlichkeit" bedeuten soll, hat sich in unzähligen Fällen wiederholt, wo die englischen „gentlemen", die „Edelleute". der britischen Insel, zur Durchsetzung "ihrer brutalen egoistischen Machtziele zu den Waffen griffen. So haben sie 1857 die bis aufs Blut gequälten indischen Sepoys vor ihre Kanonen gebunden und grausam „zerblasen", haben sie während des Mahdi-Aufstarides im Sudan 1898 die furchtbarsten Gemetzel veranstaltet Und im Burenkrieg den „very good Sport" des -,',Schweinestechens" veranstaltet; britische Kavallerie attackierte, scliwerverwundete Buren und stach sie njit ihren Lanzen erbarmungslos zusammen.
Der heutige Premierminister Winston Churchill, der vor über 40 Jahren aus deD britischen Kolonialgrausamkeiten als Reporter der „Daily Mail“ und „Morningpost“ bare Münze schlug und sich schließlich ein Vermögen von 200 000 Mark mit seinen bluttriefenden. Sensationsberichten zusammenschrieb, schildert in seinem kaltschnäuzig hingehauenen, Immer wieder eine erschütternde und herzlos grausame Gesinnung verratenden Buch „Weltabenteuer im Dienst" Einzelheiten über die Art, mit der England' mit anderen „widerspenstigen“ Völkern umzuspringen pflegt. Mit Behagen erzählt er, wie er selbst in Indien als Leutnant Schießübungen auf lebende Scheiben — fliehende Inder — veranstaltet habe. „Diese Schießscheiben übten eine zu große Anziehungskraft auf mich aus, als daß ich der Lust, darauf zu schießen, hätte widerstehen können . . . Ich hatte ohne Zweifel das Abenteuer gefunden, nach dem ich gesucht hatte.“
Diese kleine Kostprobe britischer Frivolität, die sich ihrer, auch noch ungeniert rühmt, genügt uns vollauf. , Sie ist ein Schlüssel zum Verständnis des uns zunächst unfaßbaren Terrors, den eben derselbe Winston . Churchill durch den hemmungslosen Luftkrieg entfesselt hat. Erst vor wenigen Tagen haben anglo-amerikanische Jagdflieger auf einem Bahnhof auf der Strecke zwischen O s n a b r ü-c k und Oldenburg ähnliche Schießübungen auf lebende Ziele veranstaltet, wie sie Churchill aus eigenem Erleben- aus Indien berichtet. 19 Tote, 16 Schwerverletzte und eine große Zahl von Leichtverletzten waren das Ergebnis des „very ’ good sport", den die feindlichen Jäger im wiederholten Tiefflug ausübten, als sie in die aus den Zugabteilen flüchtenden Zivilreisenden, darunter viele Frauen und Kinder mit sadistischer Freude hineinfeuerten. Dabei handelt es sich hier nicht um