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s Tageszeitung
AinlsblatI des Regierenden Bürgermeisters der Freie 3
ien Bremen
Bremen: Geeren 6 8. Hut 2 19 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; Obernstraße 86. Hut 2 19 31; Syke: Mühtendamm 2; Br.-Hemelingen; Bahnhotstraße 6, Ecke Poststraße, Hui 4 34 58; Br.* Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumen* thal. Kapt.-Dallmann-Str. 41'43. Ruf 88 u. 89
der Naiio^^ozialisien Bremens
Amtliches Verkündungsblan des Roich«s!afthalters ln Oldenburg und Bremen
14. [ahrgang
Mittwoch, den 10. Mai 1944
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flb -Wänn '"' ll biete). “ iver *«(| ! j
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Iwangsverlchickung der Ukrainer und Eaukalier
Rücksichtslose Maßnahmen Stalins zur Zersplitterung und Vernichtung der-ihm unbequemen Völker
Uistum
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fägl. 4.00 u. 7, 00
lugendverbot emmetr. Täglich *• . Ern volks-i 1 au.« dem sremiit-
der \orkriP2R- E'H. El «e A u Reismuller, Lud- de). Lisi Karl- 6 nicht zugelass
Sögestr 4.30 7.00 Dhr. ™rtly mit Jla ‘•O Giachetti, Lu- ul Kemp u. a, die neueste «endliche nicht
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» Ostertorstein* inerstag! Tägl. lir. „Schaberisk es Lustspiel 3« Paul Hörbi- Hans Richter, aasen.
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«ontiidricht unserei
Berliner Schrfftleitung
Berlin, 9- Mal Die sowjetische Regieführt in diesen Monaten eine Zwangs- dedlung größten Maßstabes durch, / die flseichnend für die Pläne des Kremls im
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bolschewistischen Ueberflutung
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bestens btji!
all, Br.-Lesum, nerstag; „Vor- ; Luise Ulrich, Hans Moser, Für Ju-gend-
udi. Dienstag „Dir weiße Albach-Retty.j kar Sima u, a. rahre zugelass.
, Vogisack.
täglich 19.15 Dann in dem rzanginbowli <f .| ehenschau.
•Io, Bre-itestr. r Donnerstag: Wandlung des Annelies Bein- Jugendverb, n.-Blumenthal, erstag, 7 TThr: Ein Ufa-Filra
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Ist. Als sowjetische Truppen in den *n Monaten dieses Jahres die ukraini- ib Gebiete wiederbesetzt hatten, gehörte den ersten Anordnungen der bolsche- chen Zivilkommisare, daß die Teile der alnischen Bevölkerung, die nicht leeresdienst, zu Schanzarbeiten und zur idsetzung der Nachschubwege herange- werden konnten, nach Sibirien und d en u r a 1 i s c h e n Raum ausgesiedelt ■den, während Angehörige der kanka- liehen Sowjetrepubliken In die dem feien am meisten zugenetgten Gebiete [iipiaiut'wunlen
[(bereinslimmende Aussagen von Flüchten aus dem Kaukasus ergeben, daß der Ml jetzt auch eine Zwangsumsiedlung ter Seihe kaukasischer Kleinvölker und innie angeordnet hat, von der vor allem Volksstämme der Balkaren, Kabardiner Schuhhall! WtfllMlh wlschaier, Berg-Osseten, Tschetschenen mfl«|^ |nguschen betroffen W erden. In der'letz- Zeit hat sich die Zwangsumsledlung auch die Terek-Kosaken erstreckt. Bei den sljenannten Völkern handelt es sich ans- eßlich um Mohammedaner id mit Aussnahme der Karbadiner und Men um turksprachige Völker.
Cie Ziele dieser Zwangsverschickung sind a Hie die Ukrainer, so. zeichnen siclrvor a auch die Kaukasusvölker durch eine üe Heimattreue aus, die den Internatio- Bkrangsbestrebungen des Kremts als ®%lich erscheinen, und die zu beseitigen, -den Krieg als eine willkommene Ge-, ieit ansieht. Der freiwerdende noid- Nische Raum soll mit Georgiern Iran s'k a u k a s i e n aufgefüllt wei- ,uch das georgische Volk gehört zu igen Völkern des Kaukasus, die steh idem Bolschewismus nur-mit äußer Widerstand unterworfen ■ haben. Wie Ffehtlingsaussagen ergeben, sehen die i» in ihrer Zwangsumsiedlung in den kaukasischen Raum ebenso wie die tr und die nordkaukasischen Volker iei Verschickung nach Sibirien und in italischen Raum den Versuch einer i’äjtsam en Zersplitterung und ichtung ihres Volkstums Gaukelspiel der Verfassungsänderung Sowjetunion, die den .einzelnen So- itpubliken „Freiheiten" gewähren sollte, -4durch diese Maßnahmen als ein außen- hcher Trick unterstrichen, dessen in- Mckwirkungen auf das Selbständig- ’Elühl durch die Zwangsumsiedlung
_ - soll. Es ist selbstver-
® :ch ' daß Stalin in den Ländern, die er “Nie Lockung der Verfassungsänderung -owjetunion einzufügen versuchen will,
Aui unserem Gesthofs- bericht für 1)(J
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Blfanztummi Einlagen intguaml Kapital und ft'iirr»..
B E R L I N W
Französische Sir, fli-ü
der Ueberschrift; „Was der Kreml über Polens Zukunft denkt“ erschienen ist Der Artikel aus der Feder des Moskauer Mitarbeiters des jüdischen Blattes stellt die Lage Polens folgendermaßen dar:
1. Polens Befreiung von den Deutschen kann nur durch die' Sowjetarmee verwirklicht werden.
2. Jede polnische Regierung, die sich die Freundschaft Moskaus erhalten will, wird ln Grenzberichtigungen auf Kosten des Feindes, nicht aber auf Kosten des verbündeten Sowjetrußlands einwilligen, müssen.
3. Keine polnische Regierung, die den klerikalen Faschismus und den Antisemitismus duldet, kann auf Sympathien Sowjetrußlands rechnen, da die Sowjetunion beides als Verbrechen ansieht.
4. Niemand, der Moskaus Sympathien für Berling und Frau Wassiiewska kennt, wird daran zweifeln, daß die „Union polnischer
Patrioten“ eine große Rolle ln Polens Zukunft spielen yrird.
5. In Sowjetrußland ist der Glaube verbreitet, daß das Vorkriegspolen wie auch das Exilkomitee in London den Katholizismus als Instrument gegen die Sowjets benutzt.
Der Artikel schließt mit der Behauptung, daß die Zukunft Europas die Sowjetunion/ ebensoviel angehe wie England.
Diese Auslassungen der „Yorkshire Post" sind kennzeichnend für die Stellungnahme Englands gegenüber der Sowjetunion. ' In der Erklärung, Polen könne nur durch die Sowjetarmee befreit werden, gesteht man den Verkauf Polens .an den 1 Bolschewismus ein für den Fall, daß es den Alliierten gelänge, den. Sieg zu erringen. Die Bemerkung in Punkt 2, daß die Polen auf Grenzberichti- gungen auf Kosten der Sowjetunion nicht rechen durften, beweist, daß sich England von vornherein mit einer Aufteilung
Am Montag 184 Feindfiugzeuge abgeschossen
Erbitterte Lu fl sch lachten in Schiechlwetterzonen — Dichte Kondensstreifen zwangen zum Blindflug
Eigener Bericht
BZ. Berlin, 9. Mai. Bet ihrem Montag- Angriff auf Berlin und Orte in Mitteldeutschland glaubten die USA.-Flieger, sich wieder das schlechte Wetter zum Verbündeten machen zu können. Doch diese Hoffnung erwies sich als eine Fehlrechnung. In harten und erbitterten Luftkämpfen büßten die Terrorflieger 86 Flugzeuge, darunter 68 viermotorige Kampfflugzeuge, ein. Das bedeutet wieder den Anstalt von 700 Mann fliegenden Personals. Zusammen mit 14 bei Angriffen gegen Bahnlinien im besetzten Westgebiet, 13 von der Marineflak, Siche- rüngsfahrzeugen und zum Geleitschutz eingesetzten Jagdfliegern vor der norwegischen Küste, über dem Kanal und der Ostsee sowie 71 im Osten abgeschossenen Flugzeugen betragen "die Verluste des FehideV am Montag 184 Flugzeuge.
Die in den Morgenstunden über Holland in das nordwestdeutsche Reichsgebiet einqpflogenen nordamerikariischen Bomberverbände wurden trotz der starken
j Behinderung durch die Wetterlage unmittelbar nach Ueberfliegen der Reichsgrenze fortgesetzt von starken deutschen Jagdfliegerverbänden angegriffen. Die Luftkämpfe, die immer wieder durch das Vorstoßen der deutschen Jäger und Zerstörer durch die Jagdsperren gegen die Bomberpulks gekennzeichnet waren, setzten sich auf dem ganzen Flugweg der amerikanischen Verbände fort. Besonders im Raum westlich der Elbe entwickelten sich wieder au qedehnte Luftschlachten.
■ Während einige amerikanische Bomberverbände hier zu Angriffen auf mitteldeutsche Orte abzweigten, drangen die anderen Teilkräfte des Feindes wieder zur Reichshauptstadt vor. Sie waren bis über das ^Zielgebiet, über dem eine dichtgeschlnssene Wolkendecke lag, weiteren laufenden Angriffen der deutschen Jagdflieger ausgesetzt; gleichzeitig wurden die A n 9 re 'fer bei Erreichen der Berliner Sperrzone von einem konzentrierten Flakfeuer in Empfang- genom men. Auch der Rückflug der angeschlage
Schwere Kämpfe bei Sewastopol
113 anglo-dmerikanische Flugzeuge abgeschossen
UidfiML ..... ... .
di« Dose VIM darfnirg««* 1 * feiert werden soll, leni So gröndlitk VIM von k* 1
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IlCf H w ' 1 i . , ' “ u, ‘ CI lILUlUljCIi VC13ULIICII Willi
Draktisdiist , . lr,len Umsiedlungsmaßnahmen ergrei- „ . "T'Hk' wie er sie jetzt im Nordkaukasus
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sie jetzt im Nordkaukasn ,!3| 3er Ukraine durchführt.
Verpachtung Polens an die Sowjets
f Eigener Bericht
: Jsrtin, 9. Mai. Die Wallfahrt des ka- Cf en Pfarrers Stanislaus Orlemanski t Pnngfield im USA.-Staate Massachu- Stalin nach Moskau hat in der Welt- .uenkeit die Debatte über die Bolsche- "--“gsabsicht des Kremls gegenüber ^ “topa erneut in den Mittelpunkt ge- cu’.? d- eTn Versuch verbun-
Rfrk 0 ■ 1 a " zu offenbar geworden ist. So “ eine bekannte katholische Autorität Gebiete der russisch-polnischen ^ . ‘“iünore Bojanowski, nach einer s.., lS j' len Agenturmeldung aus Wor- . “ der Reise des polnischen Paters i “Ski nach Moskau geäußert.
ql ? e , r Visicht Bojanowskis, der zur ü-» ,.! ozese w ' ,e Orlemanski gehört, hat -v' 5 ' 1 Von Stalin in Moskau den Auf- 4n v seinen Efeßoß auf die sechs i ‘'° r< f aine rik aner polnischen Volks- v ; ‘ e ™ 2U machen und zu versuchen, ■ rung i n Washington zu veranlassen, SUch h ^ orderun 9en der Sowjetunion Usch “ er Lösung der polnischen Frage te sn e * lsl i s chen Sinne einverstanden zu “‘rieh c,' „ubar, so erklärte Bojanowski, fk-s. fänn mit Roosevelt und Churchill pSiwJJ . re *fs darüber'geeinigt, Polen an L .” Union anc„.i„g, en " 0( j er zu „ver-
t -- ,. Aus dieser weitge-
iiL 1 Äußerung suche der Kreml nun •tjj j .R Uen zen zu ziehen. ,
I in das jetzt im Nordkaukasus
Ijb-j Ukraine durchexerziert werden , ° as Schicksal an, das die Polen ^äi'e t, ^ er ' w ' r ' < fi c hung dieser Pläne t.,j naben würden. Den Rekrutie- • >™ erun 9 en und Erschießungen wiir- ,:-i,;''’ enver schickungen folgen, die -uen Raum von Polen entblößen
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 9. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Räum von Sewastopol dauern die schweren Kämpfe an. Bei der Abwehr starker feindlicher Luftangriffe wurden durch Schlacht- und Jagdflugzeuge 46, durch Flakartillerie der Luftwaffe 10 weitere Sowjetflugzeuge abgeschossen.
Nördlich Jassy blieben schwächere Angriffe der Bolschewisten erfolglos. Deutsche und rumänische Fliegerverbände bekämpften nördlich Tiraspol und östlich des Sereth feindliche Bereitstellungen mit guter -Wirkung.
Im Landekopf von Nettuno wurden einige örtliche Vorstöße des Gegners ab- gewiestfn.
Oberleutnant zur See d. R. Pollmann, Kommandant eines Unterseebootjägers, versenkte im Mittelmeer sein zwölftes feindliches Unterseeboot.
Vor der nordnorwegischen Küste wurde
von leichten Sicherungsstreitkräften der Kriegsmarine im Zusammenwirken mit der Luftwaffe ein sowjetischer Schnellboötver- band zersprengt und dabei ein Schnellboot vernichtet Bordfiak, Sicherungsfahrzeuge uud Marineflak sowie zum Geleitschutz eingesetzte Jagdflieger brachten vor der norwegischen Küste, über der Ostsee und dem Kanal dreizehn feindliche Flugzeuge zum Absturz.
Nordamerikanische Bomber richteten am gestrigen Tage erneut Terrorangrtffe gegen das Reichsgebiet. Sie warfen auf die Reichshauptstadt und im Raum von Braunschweig Spreng- und Brandbomben, die Gebäudeschäden und Verluste unter der Bevölkerung zur Folge hatten. Luftverteidigungskräfte vernichteten bei diesen Angriffen 86 nordamerikanische Flugzeuge, darunter 68 viermotorige Bomber. Ueber den besetzten Westgebieten verlor der Feind weitere 14 Flugzeuge. In der letzten Nacht warfen einige britische Flugzeuge Bomben auf Osnabrück.
Vorstoß nach Indien auch im Süden
Immer mehr Ueberläufer - Zehn Tschungking-Divisionen eingekesselt
dnb. Tokio, 9. Mai. Japanische Truppenteile die vor kurzem einen wichtigen Stützpunkt des Feindes eingenommen hatten, sind am 7. Mai gemeinsam mit frei-incli- schen Truppen über die südliche burmesischindische Grenze in das indische Mutterland eingedrungen.
Japanische Truppen, die den wichtigen Stützpunkt Pamila besetzten, verlegten den aus der Umgebung von Tmphal fliehenden feindlichen Truppen den Ruckzugundve wickelten sie in heftige Kampfe liehe Verstärkungen, die von hnphal aus den Versuch machten, ihre verlorener! Steilungen wiederzuerobern, . erleiden täglich große Verluste. .
finden. Die Briten lassen ihre nl Anla f en . 1 i ,^ Gebiet der Tschin-Höhen in Flammen auf-
9e i h n n Nord China beseht für die
Tsehunqkiiig-Divisionen in Starte
80 000 Mann, die in Nord-Honan ^eingesetzt
zehn
von
i,, J 6mi über Polens Zukunft
” ^ P 0 i n i sc h e F fa 9 e '
, 'om c en Ea'l Orlemanski wieder in -'.^5 tj ri!nti gerückt worden ist, erhält u T- 1C * 1tun ß durch einen Artikel *'**teh Snr! Ulischen Außenminister Eden n .Aorkshire Post“, der unter
waren, infolge des blitzschnellen Zupackens japanischer motorisierter Tnjp^n im Ge-
ihrem
birgsgebiet keine Möglichkeit mehr
Crhirksal zu entrinnen. Seit aem o. iviai entwickelten sich japanische VermcWungs- aktkmen gegen die eingekessaltei. Truppen Die Erfolqe der japanischen A ™ ee " un
M ,*» •"«»''2 S Ä
bekanntgegeben. Insgesamt wurden 712 feindliche Flugzeuge vernichtet.
Staatsbegräbnis für Koga am 12. Mai
dnb. Tokio, 9. Mai. Das Marineministerium gab bekannt, daß das Staatsbegräbnis für den verstorbenen Großadmiral Koga im Tsukiji-Honganji-Tempel, Japans größtem budhistischen Heiligtum, in Tokio am 12. Mai stattfinden wird.
Oeneralsfreikversuche in Portugal
ep. Lissabon, 9. Mai. Ein Generalstreik versuch wurde am Montag von der portugiesischen Regierung im Keime erstickt. Zahlreiche aufrührerische Elemente wurden verhaftet. Die Kommunisten hatten wieder viele Flugblätter verteilt. Polizei und Nationalgarde sind in Alarmbereitschaft
1030 Streiks in drei Monaten
ep. Lissabon, 9. Mai. 1030 Streiks in den USA. verzeichnet eine am Montag veröffentlichte Statistik des Washingtoner Kriegsarbeitsamtes während der ersten drei Monate dieses Jahres. Das bedeutet eine Steigerung von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das im gleichen Zeitraum 653 Streiks aufwies.
Für die ersten drei Monate dieses Jahres giht die Statistik folgendes Bild: Im Januar 330 Streiks (195 im Januar 1943), im Februar 340 Streiks (210 im Februar 1943) und im März 360 Streiks (248 im März 1943).
Einzelpreis 15 Rpf.
Wachtposten auf Samos
Polens . zugunsten der Sowjetunion einverstanden erklärt hat.
Besonders bemerkenswert ist Punkt 3, .in dem darauf hingewiesen wird, daß Moskau auf keinen Fall einjen „klerikalen Faschismus“ dulden werde. Diese Feststellung paßt schlecht zu den' von England fleißig , aus- gestreuten Meldungen, wonach in der Sowjetunion der Kirche wieder eine führende Rolle, zugewiesen worden ist. Daß Moskau den jüdischen „General“ Berling ünd das Mannweib Wanda Wassiiewska bereit hält, um gegebenenfalls eine moskau- hörige polnische „Regierung“ zu bilden, ist keine Neuigkeit der „Yorkshire Post“, sondern hinreichend bekannt. Dagegen ist wieder Punkt 5 des Artikels der „Yorkshire Post“ von besonderem Ifiteresse, weil er nochmals die Kirchenfeindlichkeit des Kreml unterstreicht und zum Schluß noch einmal die Seelenverwandtschaft zwischen PUitokratie und Bolschewismus hervorhebt.
i(t3. t'’
f nuhlttssig bpolxuhh'L (Irr l'osten tltts Meer. Z» .semen b u/!t‘n hrgl das Städtchen 'ligttm. Vhcr die scli/nule Meerenge grillten die Berge der ’J iirhei herüber, l'bc-knegsber. Zwilling (Sch)
nen Feindverbände stand im Zeichen heftiger Luftgefechte. Einige schwer angeschiar gene Bomber, die aus ihren Formationen ausscheren mußten, versuchten, sich mit Nordkurs auf See .oder auf schwedisches Gebiet zu retten. Aber nur wenigen Maschinen gelang dieser Versuch. Eine von ihnen stürzte an der schwedischen Siidost- küste ins Wasser und sank, während eine andere in Siidschweden notlanden mußte.
Eine Nachrichtenagentur „United Preß“ gibt die Härte dieser Schlechtwetterschlacht durch folgenden Bericht wieder: „Bei dein amerikanischen Luftangriff am Montag ist es zu Luftkämpfen von bisher noch nie dagewesener Wildheit und Verbissenheit gekommen. Die Piloten unserer Formationen, die Braunschweig bombard iert, hattfi{i. ij und infolge des kürzeren An- gna ÄEf] ugwege i' früher zurückkehrten als die gegen Berlin eingesetzten Maschinen, berichteten, daß über hundert Messerschmitt 109 lind Focke- W-ulf 190 durch die-Wolkendecke brachen und sich auf die amerikanischen Formationen stürzten, bevor diese ihr Ziel erreichten
Die Piloten, von denen viele, oftmals Berlin und andere stark verteidigte Ziele angegriffen hatten, erklärten, daß' diese Angriffe die wildesten ge-yvesen seien die sie jemals erlebt hätten. Unter Mißachtung täglicher Vorsicht hätten sich die deutschen Jäger -auf die Bomber geworfen und geradezu selbstmörderischen Wagemut bewiesen.' Andere Piloten, die von dem. Angriff auf Berlin zurückkehrten, berichteten, daß auch die Kämpfe über Berlin sehr heftig gewesen seien, daß aber das Wetter doch der schlimmste Feind gewesen sei. Die Temperatur sei auf 45.G ra d unter Null gefallen, als unsere Bomber, die mehr als 6500 Meter hohe Wolkenschicht durchbraeh'en. Es entwickelten sich- dabei derart dichte Kondensstreifen, daß die nachfolgenden Bomber zum Instrumen tr n f I ng übergehen mußte n.“
Das'Eichenlaub verliehen
dnb. Führer hauptquartier, 9. Mal. Der Führer verlieh am 4. Mai das Eichen- laüb zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant d. R. Erich Lorenz, Kommandeur eines Grenadier-Regiments, als 467. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Nationalfeiertag in Rumänien
dnb, B u k.a r e s t, 9. Mai. Unter Führung seines Staalsiiihrers Marschall Antones- c u begeht Rumänien am 10. Mai seinen Nationalfeiertag, den Tag der Erinnerung an Rumäniens Wiedererweckung und nationale Freiheit. Dieser Tag, an dem sich seit dem 10. Mai 1887 alle großen Ereignisse zur Konsolidierung des Rumänentums vollzogen haben, ist im völkischen Leben Rumäniens fest verankert und damit der bedeutendste Feiertag des rumänischen Volkes.
Der diesjährige 10. Mai gewinnt seine be^ sondere Bedeutung dadurch,.daß das rumänische Volk wieder mitten'in einem schweren Ringen um seine ^nationale Freiheit steht, die es gegen den Wellfeind Bolschewismus zu verteidigen gilt, der seine Grenzen bedroht und Rumänien wie ganz Europa der Versklavung und Verelendung zuführen möchte. Seit dem Beginn dieses großen Kampfes steht das rumänische Volk unter seinem Marschail treu an der Seite Groß- deutschlands, das zusammen mit der rumänischen Armee in treuer Wäffenkameradschaft mithilft, Rumäniens Boden gegen den wilden Ansturm aus dem Osten, zu verteidigen, in diesem gemeinsamen Sehicksalskampf wird das rumänische Volk von Marschall Anto- nescu, dessen hervorragende Leistungen im Kampf für die Freiheit im rumänischen Volk höchste Anerkennung finden, zum endgültigen Sieg geführt werden.-
Der Führer gratuliert Hans Pfitrner
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 9. Mai. Der Führer hat Professor Hans Pfitzner zur Vollendung seines 75. Lebensjahres ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übersandt.
Vmfüel det faimrn?
Von
Marine-Kriegsberichter
Dr. Hanns H. Reinhardt
Im Küstenvorfeld der besetzten Westgebiete ist eine erhöhte Aktivität des feindlichen Minenkrieges bemerkbar. Ueber- einstimmend melden die Sicherungsverbände und Minensuch-Flottillen von Kanal und .Biskaya eine erhebliche Steigerung, vielfach sogar eine Verdreifachung der Räumerfolge vor allem seit den ersten Wochen des Monats März. Dieses Ansteigen der Zahl der von unseren Minensuchverbänden unschädlich gemachten Feindininen läßt darauf schließen, daß der Gegner in diesem Stadium des Kampfes, das man als Vorphase entscheidungsschwerer Operationen betrachten kann, alles daran setzt, die Bewegungsfreiheit der deutschen Kriegsschiffs- und Geleitverbände, entlang den Küsten der Biskaya und des Kanals zu beeinträchtigen.
Will man einen Vergleich zwischen der Absicht dieser Vorfeldoperationen und dem . Luftkrieg gegen Landziele ziehen, so könnte man eine Zerschlagung feindlicher Eisenbahnknotenpunkte und Verschiebebahnhöfe und eine Dezimierung des rollenden Materials als taktische Parallele ansehen, denn beide Operationen dienen dem Zweck, den Feind bei der Verschiebung von operativen Reserven, Kampfmitteln . und Kampfkraft zu behindern und ihn damit außerstande zu setzen, anrollenden Angriffsbewegungen hinreichend schnell einen eigenen Schwerpunkt entgegenzustellen.
Wenn sich aber der Feind von der Intensivierung seines Minenkrieges eifte nachhaltige Beeinträchtigung der deutschen Bewegungen im Küstenvorfeld versprochen hat, so kann man schon jetzt feststellen, daß unsere Minensuchverbände bisher keinen Augenblick- aufgehört haben, die Situation zu beherrschen. Mit anderen Worten: Es ist dem Gegner nicht gelungen, die SchiffsÜewegungen im Vorfeld der französischen Küste zu lähmen. Nach wie vor fahren unter dem Schutz der bewährten Sicherungsverbände unsere Geleite durch die Dover-Enge, obwohl der Gegner nicht nur durch die immer neuen Verminungen, sondern auch durch den Einsatz seiner Schnellboote und Fernkainpfbatterien alles tut, um diesen wichtigen Verkehr und die Bewegungen unserer Seestreitkräfte zu stoppen.
Die Minen, die im wesentlichen in diesem Kampf Verwendung finden, sind heutq komplizierte Fernzündungsminen, auch Magnetminen genannt; im Gegensatz zu den früher hauptsächlich verwandten Kontaktminen, die beim Berühren ihrer empfindlichen Stoßkappen detonierten, werden diese Minen bereits gezündet, wenn das Magnetfeld eines Eisenschiffes über sie hin- weggeht. Jahre des Krieges, die zugleich ein unablässiger Wettlauf zwischen den deutschen und britischen Sperrspezialisten in der Abwehr der jeweils letzten Feindkonstruktion. und in der Erfindung neuer, gegen die Räumverfahren des Gegners unempfindlicher Minen waren, haben die Minenwaffe und ihre Geräte zu einer wahren Wissenschaft der Vernichtung werden lassen, die keinen Augenblick in ihrer Fortentwicklung verhält. Während zum Beispiel bei Beginn des Krieges die Magnetmine durchweg als Grundmine angewandt wurde, die in flachem Wasser auf dem Grunde liegend detonierte und so den Schiffsboden zersprengte, kann heute die Magnetmiue auch als Ankertaumine aüftreten, also in der Form, wie früher nur die Kontaktminen verwandt wurden.
Diese Entwicklung wurde notwendig, weil die Grundminen nur in flachem' Wasser, also bis, zu etwa 40 Meter Tiefe auf das Magnetfeld des Schiffsbodens reagierten, in größerer Tiefe jedoch wegen des schwächer werdenden Magnetstroms nicht mehr zu verwenden waren. Die Verwendung der Magnetmine, in der Form einer verankerten Mine, die vermöge ihres Auftriebes io gewisser Tiefe unter der Wasseroberfläche teht, ermöglicht nunmehr die Verwendung der Magnetmine auch in größeren Tiefen,