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(4.5.1944) 122
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parteiamtliche Tageszeitung

l toisblafl des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hanse stadt Bremen

14. Jahrgang

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters >n Oldenburg und Bremen

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Donnerstag, den 4. Mai 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Hilfe dient Chören Apotheke i

Beginn einer neuen Kampfphase an der Ostfront

lolschewistische Großangriffe am Sereth Eigene Abwehrerfolge Starke Panzerverluste des Geg

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jflhtberidit unserer Berliner Schriftleilung Berlin, 3. Mai. Auf den Schlacht- Ostens zeichnet sich eine neue

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liphase ab, die die kurze Spanne der Sauten Kampftätigkeit abzulösen sich blickt und außer dem Süden der Front , .. -1 fe Sowjetunion auch weitere Ab-

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ijbeziehen scheint. Am Dienstag setzten Sowjets am mittleren Sereth, in dem nordwestlich von Jassy, zu einem *7in an, der mit außerordentlich mas- L Kräften auf schmälstem Front­

en zusammengefaßt und vor allem ' starker Panzerunterstützung. vorgena­nnte. ...

Härle des Ringens in diesem Raum,

offensichtlich nur einen der Brenn

ILile der neu auiyeilammten Sowjetoften- n bilden wird, spiegelt sich in der Ver- L jklung von 240 Panzerkampfwagen, die Ü "k Pak und Luftwaffe ausgeschaltet wur- Insgesamt hatte der Gegner 350 Pan- Unäiapiwagen in die Schlacht geschickt, Sir da ei einen Durchbruchserfolg errin- g zu können.

Das Oberkommando der Wehrmacht weist hin, daß die Abweisung des ersten fiifsstoßes der Sowjets als ein ausge-' scliener Abwehrerfolg gewertet werden landein deutsche und rumänische Trup- ia gleicher Weise hervorragend betei- sind, Die Bereitstellungen des Gegners sei jedoch -darauf schließen, daß er in h kommenden Tagen erneut an dieser üe angreifen wird, wobei er wahrschein- seine Vorstöße am unteren Dnjestr und £di von Jassy' wieder auflebfen lassen li um durch fliese gekoppelten Vorstöße Konzentrierung der deutschen Abwehr- aa nach Möglichkeit zu verhindern, .gegenwärtige Situation im Osten zeigt jäher diesem neuen Offensivbeginnen 4a anderen Abschnitten weitere Ruhe, üglich durch örtliche Kampftätigkeit wird. Vor Sewastopol haben die offenbar ihre Bereitstellungen noch lendet, während diese Zeitspanne Ir deutschen Führung zur planmäßi- Kterführung der Räumungsmaßnah- benutzt wird. Die feindlichen Gegen- ifiäe im Raum von K o 1 o m e a, wurden »den deutschen und ungarischen Trup­ps den neu eroberten Stellungen abge- Ra Sie trugen noch keineswegs das Anzeichen eines Großangriffs, wie er auch T an dieser Stelle erwartet werden : Eine gleiche Entwicklung ist südwest- ' von Kowel zu erwarten, -wo der -t vorerst mit schwächeren Kräften das ^den deutschen Truppen gewonnene Ge- '2 neu zu erobern versuchte.

Der sowjetische Großangriff am rumänischen Sereth

A Berlin, 3. Mai. Die starken, von der cklärung seit Tagen im Raum nord- ®d> Jassy beobachteten feindlichen N traten in den Morgenstunden des ;.a beiderseits des rumänischen S e - ziim erwarteten Großangriff an. Mit riehen, von etwa 350 Panzern und roden von Schlachtfliegern unterstiitz- visionen versuchten die Bolschewisten starker Artillerievorbereitung . die ««rumänischen Linien nach Süden zu --brechen. Schon beim ersten Ansturm Wen sich drei Schwerpunkte ab. Zwei ^ Jen lagen auf dem östlichen Sereth- ' er dritte Keil wurde westlich des ; ««gesetzt. Daneben führte ,der Feind - nördlich eine Reihe von Fesselungs- 7i ! n west 'icher Richtung.

L edsste Stoß erfolgte am rechten _,-«en Flügel gegen die in den letzten - e n vorverlegten Stellungen der

f an J.f r -Grenadier - Division .CjroTßde.ütsch-1 auf über 10Q0. Auch die rumänischen Ver- lana . Trotz des Massenansturms hiielten | bände kämpften mit großer, Bravour. Bei' aber die Grenadiere und Füsiliere ihre Grä- suiel-haft war üip Halhinrr pinpe rnmänicrlior ben und überließen die Vernichtung ein

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gebrochener Panzerrudel den hinter ihnen stehenden eigenen Panzern uiid Sturm­geschützen. UeberaH,' wo es die Lage er­forderte, traten Verbände des Heeres und der Waffen-H und, Schulter an Schulter mit ihnen rumänische Truppen 7 zu Gegen­angriffen an und stellten ip allen Abschnit­ten'.^die alten Linien Widder- her..

Besonders hart waren die Kämpfe im Ge­fechtsstreifen eines Füsilier-Regiments, wo 42 schwere Sowjetpanzer gefolgt von starker Infanterie, vorübergehend einbrechen konn­ten. Die in der vordersten Schützenlinie liegenden Füsiliere vernichteten im Nah­kampf zehn der Kampfwagen, weitere acht blieben zerschossen oder gesprengt vor dem Regimentsgefechtsstand liegen. Die Reste des Panzerkeils zögen sich vor dem dann einsetzenden Gegenangriff in entlegene Tä­ler zurück. .

Von den insgesamt 160 im taufe des Ta­ges vernichteten Sowjetpanzern Wurde die Mehrzahl im Abschnitt der Panzer-Grena- dier-DivisionGroßdeutschland zur Strecke gebracht. Das Panzer-Regiment dieser Di­vision schoß davon 56 ab und erhöhte da­mit die Zahl der von ihm seit März' vorigen Jahres vernichteten feindlichen Kampfwagep

spielhaft war die Haltung eines rumänischen Brigade-Kommandeurs, der trotz Verwun­dung in heftigstem Artiileriefeuer die Füh­rung seiner Truppe nicht abgab, bis auch in seinem Abschnitt die Wucht der feind­lichen Angriffe erlahmte.

Großen Anteil an dem Abwehrerfolg hatte die Luftwaffe. Von dem Augenblick an, als der Feind zum Angriff antrat, bom­bardierten die Ju-88- und He-111-Geschwa- der zusammen mit Schlachtfliegern und ru­mänischen Staffeln die feindlichen Panzer­verbände. Immer wieder gerieten die von unseren Truppen zurückgeworfenen Panzer­gruppen in den Bofhbenhagel, der jeden Versuch zur Bildung neuer Stoßkeile int Keime erstickte. 65 Panzer wurden durch unsere Flieger vernichtet und weitere 45 durch schwere Beschädigungen äußer Ge­fecht gesetzt. Mit über 200 zerstörten oder .bewegungsunfähig geschossenen Panzern hat der Feind somit weit über die Hälfte seiner zum Angriff angesetzten Kampf­wagen verloren.

Die zur Unterstützung der Stoßdivision eingreifenden bolschewistischen Flieger­verbände hatten - ebenfalls empfindliche Verluste'. Messerschmitt- und Föcke-Wulf- Jäger drängten die feindlichen Geschwa­der unter Abschuß von 22 Sowjetflugzeu-

160 Sowjetpanzer abgeschossen

Durchbruchsversuch am Sereth vereitelt - Tenorangrift auf Florenz

dnb. Aus dem Füfjrerhau fc pt- quartier, 3. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

stärkten Kräften seine Angriffe fort. Sie wurden in erbitterten Kämpfen abgeschlagen. Das Schlachtgeschwader 77 unter Füh- _ ... .... ,, . . rung des Kommodore Eichenlaubträqer

Beiderseits des mittleren S er e th traten Oberstleutnant Bruck hat sich bei den

die Sowjets gestern auf schmaler Front mit starken Infanterie- und Panzerkräften und unter Einsatz von zahlreichen Schlachtflie­gern zu dem dort erwarteten Angriff an. Der angestrebte Durchbruch wurde durch den zähen Widerstand mul die sofort ein­setzenden Gegenangriffe der deutschen und rumänischen Truppen vereitelt. In harten Kämpfen wurden 160 Panzer abgeschossen, davon 65 durch deutsche und rumänische Kampf- und Schlachtflieger, die die Kämpfe des Heeres hervorragend unterstützten. Der Gegner erlitt schwere blutige Verluste.

Zwischen den Karpaten und dem oberen Dnjestr scheiterten örtliche Angriffe der Bolschewisten. Ungarische Truppen .Ver­nichteten mehrere feindliche Einheiten;- Süd­westlich Kowel setzte der Feind mit ver-

Kämpfen an> der Ostfront besonders bewährt.

Im Landekopf von N e 11 u n o wurden mehrere Angriffe verlustreich für den Geg­ner abgewiesen. Von der italieniscjien Süd­front werden keine Kampfhandlungen- von Bedeutung gemeldet. Deutsche Kampfflie­ger bombardierten in der letzten Nacht mit guter Wirkung Munitions- und Versorgungs­lager des Feindes im Landekopf von Nettuno.

Nordamerikanische Bomber richteten ge­stern einen Terrorangriff gegen Wohnvier­tel der Stadt Florenz. Zahlreiche Häu­ser wurden zerstört. Die Bevölkerung hatte Verluste. Fünf Feindflugzeuge wurden ab­geschossen.

Einige britische Flugzeuge warfen in der vergangnen Nacht Bomben auf westdeut­sches Gebiet.

Mord, Quälerei, Verschleppung

Immer neue sadistische Methoden der bolschewistischen Eroberer"

Eigener Bericht

BZI Berlin, 3. Mai.Mit den Bolschewisten kamen die Teufel in unser Dorf, sagte der Gutsarbeiter Popescu aus T a r i g r a d (Bessarabien) aus. Er erzählte, wie ein jüdi­scher Kommissar einen 77jährigen Mann, der nichts aussagen konnte, weil er kein Wort russisch verstand, eine sogenannteHals­krause anlegte, und ihn damit langsam zum Tode folterte. Deutsche Soldaten fanden nach der Wiederbesetzung eines Dorfes bei Tarnopol den greisen Pfarrer Jan Skow- ronek, mit Händen und Füßen an ein Kreuz genagelt auf. Im Dnjestr wurde ein Boot mit 200 polnischen'rinern, Frauen und Kin­dern durch bolschewistische Artillerie ver­senkt.

InCzernowitz wurde der Ausnahme­zustand verhängt. Wer zwischen 19 und 7 Uhr aüf der Straße angetroffen wird, wird

Ungarns Juden kommen in Ghettos

S'e werden in der Nähe großer Fabrikanlagen untergebracht

1 tüT' 0 * 11 unserer Berliner Schriftleitung 3. Mai. Die Juden in Ungarn ^ u 9e der Reinigungsaktion der ^S'erung in Budapest von jetzt ab in usammengefaßt werden, wobei be- iiiri' 81 ^ 9 eac htet werden., wird, daß 'Wn e n .Wohnstätten in der Nähe \v a M j ' r 'hanlagen errichtet werden, j er Standorte der Ghettos ge- re Becle utung im Hinblick auf j. le 9 der auch Ungarn wie die v ,? T des e uropäischen Südostens' , ^ arkerem Maße berührt.

(j er anglo-amerikanischen U j 6 Werc * en also nicht nur die Sond ° er un 9 aris chen Bevölkerung ' s '56t^ rn a . Uc ^ zwangsweise zu-

' j 'Wßrde auch Wert darauf ge- 6 S ® anze Stadtgebiet von Buda- '«ierjj 6 , hattos zu verteilen, *o daß ' bfi 1 3ude n den gleichen Beschwer- d-ö^griffen ausgesetzt würden j au P tst ädtischen ungarischen ; i^. derFa11 ist '

: n! J® D r'ttel der gesamten Einwoh- r -: V etfr .Pest jüdisch ist, bereitete U £, r 7?^ n 9 s t e Hung geeigneter Vier- L.'-igkerto n ? der Ghettos gewisse ^'4der d i e jedoch durch das Ver- ^ Vorn^ arisc hen Bevölkerung über- ' E sind . In einer amtlichen

en Juden berühren. Aus die-

Mitteilung wird darauf .hingewiesen, daß die Hausbesitzer den Beweggründen der Regie­rung Verständnis entgegengebracht und die Durchführung der Maßnahmen, erleichtert haben.

Die strenge Absonderupg der Juden von den Ungarn ist in erster Lime ein Problem geistiger Abschirmung gegenüber defätisti­schen Beeinflussungsmöglichkelten. Die For­men der Maßregel sind im einzelnen ver­schieden. Zu einer Ghettobildung ist man vorwiegend dort übergegangen, wo der große Prozentsatz der Juden an der Ge- meindejjevöikerung öder ihr ohnehin ^hon dichtes .und ghettoartiges Zusammenleben die Voraussetzungen bot. und zwar vo allem in der kriegsnahen Zone, so in Ml j- kolc Kaschau und anderen Städten Nord­ungarns. In Satoraljaujhely wurde ein^an­derer Weg gewählt: die Konzentration in einem abgesonderten Stadtteil für alle J - den der Stadt selbst und der umliegenden

Ge Da e s ln B d ud a pester Wohnungsamt macht in­zwischen ausdrücklich darauf aufmer , SS die leer werdenden Wohnungen vor

allem Landesverteidigungszwecken und o

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bringung von Ausgebombten dient.

erschossen. , In allen von den Sowjets be­setzten Städten begann , die GPU. (NKWD.) sofort mit einerSäuber ungsaktio n. Tausende von Bewohnern, vor-allem solche, die mit Offizieren der rumänischen Armee verwandt sind, wurden deportiert. Sämtliche über eine bestimmte geringfügige Menge hinausgehenden Lebensmittel müssen abge­geben werden. Ebenfalls verlangt eine wei­tere Verordnung die Ablieferung von Klei­dern, Schuhen und Wäsche. Die Bnkowl- n a wurde zur Sowjetprovinz erklärt. Alle männlichen Bewohner von 16 bis 60 Jahren wurden- sofort eingezogen und an weit ent­fernte Frontabschnitte geschickt oder zu Arbeitsmannschaften zusammengefaßt und ins Innere der Sowjetunion verschickt.

In den besetzten Städten der Moldau mußte die Bevölkerung Fragebogen ausfül­len. Wer einen roten Fragebogen ausfüllte und sich damit zum Kommunismus bekannte, wurde sofort in die Sowjetarmee eingereiht und an ebenfalls entfernt liegende Front­abschnitte geschickt. Wer-einen gelben aus­füllte, wurde in eine sogenannteArbeits­gemeinschaft" gepreßt und ebenfalls ins In­nere der Sowjetunion transportiert. Mehrere Flüchtlinge berichten von Massenerschie­ßungen auf den Marktplätzen von P o to­se h a n i und D o r c h a i.

ners

gen immer wieder von ihren Zielen afci unci zwangen sie zum wirkungslosen Notabwurf der Bomben. In der gemeinsamen Abwehr deutscher und rumänischer Heeres- und Luftwaffen-Verbände brach somit der erste Ansturm, mit dem die Bolschewisten den operativen Durchbruch nach Süden erzwin­gen wollten, schon im Vorfeld der eigent­lichen Hauptkampfstellungen blutig zusam­men. Noch in der Nacht führte der Feind zur Auffüllung der seinen Angriffsverbän­den geschlagenen Lücken weitere Kräfte heran. Wenn unsere Luftwaffe die an- rückenden Reserven auch wiederholt fassen und schwer treffen konnte, so ist doch mit weiteren Durchbruchsversuchen der So­wjets zu rechnen.

/-Vru.-iirr/re Uran her ffieijcn eine deutsche blak- Stellung un. Doch fallen ihre Bomben abseits t on den ,Geschützen auf das freie Feld. Die Kunoniere bleiben feuerbereit an ihren Ge­schützen, um den Gegner, sobald er in ihren lf- irkungsbereich kommt, mit ihrem Geschoß­hagel einzudecken. PK-Kriegsber. Freytag

Schweizer Abwehr schoß Briten ab

ep. Zürich, 3. Mai. Amtlich wird in Bern mitgeteilt:Es ist festgesleilt worden, daß das Flugzeug, welches in der Nacht vom 27. zum 28. April 1944 auf der Gräppelenalp abstürzte, ein englisches Bombenflugzeug war. Qie Untersuchung hat ferner ergeben, daß der Absturz der beiden englischen Bombenflugzeuge in jener Nacht sowohl bei Hitzkirch als auch auf der Gräpelenalp auf Treffer unserer Fliegerabwehr zurückzufüh­ren ist." .

USA.-Bomber griffen eigene Boote an

ep. Tokio, 3. Mai. Bei einem Versuch von zwei USA.-Torpedobooten, mit.Unterstützung von Kampfflugzeugen einen Angriff auf- die japanischen Stellungen im östlichen Teil der Insel Neu-Britannien zu unternehmen, Wurde ein Torpedoboot durch die. japanische Ver­teidigung beschädigt und gezwungen, auf den Strand zu Taufen. Gleichzeitig wurde ein Kampfflugzeug der Westmächte abgeschos- Sen.

Kurze Zeit danach nahten erneut mehrere feindliche Kampfflugzeuge, die von einem Flugzeugträger aufgestiegen waren. Sie-hiel­ten das gestrandete Torpedoboot für ein ja- . panisches, -undbei»bärfHöR?S r SS',-,1Mtt Erfolg";- Tands und dett MifiisfSri'praskl-entWt*dCr D o

Als das zweite feindliche Torpedoboot ver- suchte, die Besatzung des ersten zu retten, wurde es ebenfalls von eigenen Flugzeugen mit BoVdwaffen angegriffen und schwer be­schädigt.

Rooseveit an dritter Stelle

Eigener Bericht

IPS. Berlin, 3. Mai. Der republikanische Se­nator O. Brewster auf dem Staate Maine be- zeichnete am Montag den Präsidenten Roose­veit als einen derschlechtesten Re­genten", die je aut der Welt herumge­laufen sind. Wörtlich führte er aus:Aus dem Chaos in den inneren Angelegenheiten des Landes hat er USA. in ein weiteres Chaos der diplomatischen Angelegenheiten hineingeführt. Die Führung unserer auswär­tigen Politik ist auf eine geradezu tragische Weise mißhandelt worden. Der Erfolg Hulls in Moskau, wurde alsbald durch die Konfe- renz in Teheran wieder beseitigt, da der Präsident sich von Harry Hopkins leiten ließ, dessen Unfähigkeit langsam .in ganz USA. bekannt wird." Bezeichnenderweise hat Präsident Rooseveit auch bei einer Um­frage des MagazinsLook" dieser Tage schlecht abgeschnitten. Auf die Frage näm­lich, welches die tüchtigsten Männer der USA. sind, gab die Mehrzahl der Leser die Antwort:Der Generalstabschef der USA.- Armee, G. C. Marshall". Am zweitbesten schnitt Cordel! Hüll ab, und erst an dritter Stelle folgte Rooseveit.

Oberst Cristofini erschossen

ep. Lissabon, 3. Mai. Der Gründer der nordafrikanischen Falange, Oberst Cristo­fini, ist am Mittwochmorgen in Algier er­schossen worden. Oberst Cristofini war vor kurzem vom Gerichtshof der französischen Dissidenten in Algier zum Tode verurteilt worden.

Sobranjeabgeordneter ermordet

e. p. Sofia, 3. Mai. Der bulgarische So- branjeabgeordnete Gawril L e n k o f f aus der Stadt Ferdinand in Nordbulgarien ist dort am Montag ermordet worden.

Flah hei Nettuno

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Abkommen zwischen Spanien und England sowie den USA.

dnb. Madrid, 3. Mal. Die Verhandlun­gen Spaniens mit England und Amerika über das Treibstoff-Embargo und sonstige schwebende Wirtschaftsfragen haben zu einem Abkommen geführt, wodurch die Be­ziehungen Spaniens zu den in Frage kom­menden Ländern geregelt werden. Die Re­gelung hat eine bestimmte Einschränkung der spanischen Wolframlieferungen an Deutschland zur Folge, während die Sper­rung der anglo-amerikanischen Oellieferun- gen an Spanien wieder aufgehoben wurde.

Anleihen für die Alliierten im Irak

dnb. Antakya, 3. Mai. Die irakische Re­gierung beschloß die Auflegung zweier An­leihen, die eine im Betrage von zwei Mil­lionen Dinar mit dreimonatiger Kündigungs­zeit und dreiprozentiger Verzinsung und die andere im Betrage von einer Million Dinar, einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Ver­zinsung von 4 Prozent. Die Anleihen gelten der Finanzierung von Aufbauarbeiten im Irak, d. h. von Unternehmungen, die den

Alliierten als kriegswichtig erscheinen und für die das Geld aus der irakischen Wirt­schaft herausgepreßt werden muß.

Gandhis Zustand ernst

Eigener Bericht

BZ. Lissabon, 3. Mai. Der Gesundheits­zustand Gandhis macht den schuldbewußten britischen Behörden in Indien sichtlich Sorge. Die britisch-indische Regierung teilt mit, daß sich der Gesundheitszustand Gandhis seit seinem letzten Fieberanfall nicht gebessert hat und daß Gandhi sich jetzt in der Behandlung von Spezia'isten befindet. In Gandhis Befinden ist eine Ver­schlechterung eingetreten, sein Blutdruck ist weiter gesunken, sein Allgemeinbefinden gibt zu Besorgnis Anlaß Diese wiederhol­ten Hinweise lassen vermuten, daß man mit dem Ableben Gandhis rechnet.. Trotz dem scheinen die Briten nicht gewillt zu sein, den Todkranken aus der Haft in Puna zu entlassen.

Die britisch-indische Regierung erwähnt am Mittwoch in ihrem Bericht zum ersten mal, daß Gandhi an Anämie leidet.

Die Mite Smpiee-Kofffemz

Von unserem Vertreter in Stockholm

Hans Wendt

Last not least", zeitlich, aber nicht der Rangfolge nach zuletzt, lautet das eng­lische Wortspiel. Zuletzt, aber deshalb trotz­dem nicht minder bedeutsam findet .«ndlich eine Beratung zwischen den Lenkern Eng-.

minien statt. Churchill, Eden, Beaver­brook und andere haben mit den Beherr­schern der Sowjetunion und denen der Vereinigten Staaten verhandelt. Es haben Konferenzen zwischen den ausschlaggeben­den Mächten der antieuropäischen Liga und mit den zahlreichen kleinen Mitläufern stattgefunden. Es hagelt immer mehr Spe­zialberatungen über alle möglichen The­men: Kriegführung, Luftfahrt, Währung,

neuerdings sogar sogenannte Sozialpolitik. Nur zu einem waren Churchill und die Seinen, im Gegensatz zum vorigen Krieg, diesmal bisher nie .gekommen, aus einer Rastlosigkeit und Ratlosigkeit heraus, die ihre Schwäche offenbart: zu einer Em­pire-Konferenz. Aber nun, wenn auch erst nach mehrmonatiger Ankündigung und Vorbereitung, ist es so weit. Sie be­gann jetzt in London, der Hauptstadt des vormaligen Empires. Diese Stadt hat seinen Aufstieg aus Blut und Verrat gesehen, seine Größe und .seinen Glanz: jetzt sieht sie es in Blut und Verrat, wie es begonnen, ver­enden. So lauten Wille und Verlauf der Geschichte.

Dieletzte" Empire-Konferenz. Ist das nicht ein allzu voreiliger'Titel für eineVer- ahstältung, deren Zielsetzung eigentlich Empirereform, ein neues Kapitel, Macht und Größe, mindestens Versuch zur Ver­meidung eines Auseinanderfalls sein,sollte?

Der Entschluß zur Abhaltung dieser Zu­sammenkunft geht auf die Zeit zwischen Quebec und Teheran zurück. Zwischen jenen Konferenzen, die scheinbar vorwie­gend der Kriegführung, in Wirklichkeit aber weitgehend dem Streben gewidmet waren, irgendwie ein Gleichgewicht, eine stabile Struktur zwischen den anglo-ameri- kanisch-sowjetischen Verbündeten zustande zu bringen. Schon Quebec war ein Signal: es lautet nicht unglaubhaft, wenn gute In­formationen versichern, Churchill Jiabe jene englisch-amerikanische Konferenz durch eineBlitzreise" nach Kanada improvisiert, um an Ort und Stelle den Tendenzen zur Aufsaugung des größten Domihlons durch den großen nordamerikanischen Nachbarn entgegenzuwirken. Nach Teheran würde klar, daß England nur noch die Möglich­keit habe, durch den Versuch einer Em­pirereform sein Machtsystem auf neue Grundlagen zu stellen und damit vielleicht Reste der einstigen Herrlichkeit zu retten.

Die bitteren Erkenntnisse, die Churchill neben den Folgen seiner ziemlich schwe­ren Erkrankung, mit nach London brachte, bewirkten die Einberufung der jetzigen Konferenz Bisher sind die Dominien, also die mächtigsten und entwickeltsten der ehe­maligen Kolonien, die sich im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten und Irland nicht kämpfend, sondern evolutionär aus der früheren Abhängigkeit erhoben haben, über­haupt nie ln die Lage gekommen, zu einer anderen Orientierung als der englischen, zu einer anderen Zentralsonne als London Stel­lung zu nehmen. Noch das Wesfrainster- statut von 1931, das sie auf der Grundlage der Konferenz von 1926 dem Hamen nach u selbständigen, unabhängigen und gleich­berechtigten Staaten machte, beließ sie doch in der Abhängigkeit von der englischen Wehr- und Handelsmacht, von der außen­politischen und geistigen Leitung durch das Mutterland. All das hatte, trotz der -Hion damals eingetretenen Minderung der sng- llischen Macht, vollkommen ausgereicht, di.