Ausgabe 
(2.5.1944) 120
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Jcirisiäjniillche Tageszeitung L& der Naiionalsozi<

9 Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen v-w-j -w -i-

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Bremen! Geeren 6'8. Ru! 2 19 31! Nachtru! und sonntags 2 47 65; Obernstraße 86. Ru! 2 18 31; Syke: Möhlendamra 2; Br.-Hemelingen: Bahn* hofstraße 6, Ecke Poststraße. Ruf 4 34 58; Br.- Vegesack: Rohrstrl 24, Ruf 4 u. 8; Br.*Blumen- thal, Kapt.-Dallmann-Str, 41/43, Ru! 88 tu 89

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verlriindungsblaö des Reichsstaithalters in Oldenburg und Bremen

14. Jahrgang

Dienstag, den 2. Mai 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Bremen als Frontabschnitt des groben Krieges

Der Regierende Bürgermeister der Hansestadt zur Lage Überblick über die Leiden Bremens im Luftkrieg Maßnahmen, die das Funktionieren und den nationalsozialistischen Geist der Verwaltung bezeugen Was 1943 geleistet wurde Feierlicher Appell im Bremer Rathaus

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Eigener Bericht

:g reme n, 1. Mai. Am Tag der Na- ilen Arbeit fand im neuen Rathausfest- I ein Appell der leitenden bremischen l,|en vor dem Regierender Bürgermei- Obergruppenführer Böhmcker, ilt. Hierbei gab das Oberhaupt der Hanse­ln verantwortlichen Funktionären bremischen Verwaltung eine Rückschau »j j iS staatliche Bremer Leben im Jahre Dl die bedeutsame Angaben und Aus- Be bezüglich aller Faktoren gab, die für 8 Schicksal des Bremer Gemeinwesens ii Bedeutung sind. Einen besonderen Raum jijtn dabei die Angaben über die Lei- Brcmens im Luftkrieg und die üäus resultierenden Gegen- und Hilfs- (ahmen ein.

; Gesamtbericht, der bereits am An- des Jahres erfolgen' sollte, wurde we­der schweren Dezemberangriffe auf !, Mai verschoben. Das alte Rathaus m«ns wurde bekanntlich in Mitleiden- u't gezogen, und die vielen Arbeiten, die , Terrorangriffe mit sich brachten und = verschiedenen Kriegswirtschaftsämter das höchste befasteten, hatten die Rück- i; immer aufs neue verschoben. Nun säen dem Regierenden Bürgermeister Erstattung seines Jahresberichtes der yji um so geeigneter, als er .seinen Mit- stem mit besonderem Stolz auf di^ Be- Eüaing ständig wachsender Schwierig- öi seinen Dank für die trotzdem in alt- 3 K Geist geschehenen Pflichterfüllung aalten konnte.

«Appell in dem großen, die Schwere Knegslebens zeigenden , Saale begann te Verlesung der Namen der im Jahre Soldaten an der Front gefallenen Sr. Angestellten und Beamten und liifen Mitarbeiter, die an der Heimat- Bh_ Leben ließen. Stehend hörte die Hielte maßgebliche " Beämtenschal t' r cd den Regierenden Bürgermeister r gegebene Ehrenliste an als Verpflich-

Ed Ansporn, empfanden so die in ihrer S unter Gefahren Zurückbleibenden das s: der Toten.

äeg, Bürgermeister Böhmcker führte dann Minen u. a. aus!

Frontabschnitt Bremen wird gehalten

illsidiim vorigen Jahre an dieser Stelle hen sprach, habe ich bereits darauf Wesen, da 11 das Jahr 1943 uns vor noch kte Auigaben und Gefahren stellen

* als es die bisherigen Kriegsjahre haben, daß ich aber die Gewißheit haß sich die bremische Verwaltung Anforderungen des schwerer werden- tnilkneges voll gewachsen zeigen 4 und dal! es komme', was da wolle ' (r Frontabschnitt Bremen gehalten werde wie alle übrigen

'Piironten dieses größten Krieges aller . a Es ist mir eine besondere Freude Genugtuung, daß meine Erwartungen, in die Leistungsfähigkeit und Ein- leitschatt der bremischen Verwaltung auch im vergangenen Jahre ® Erfüllung gegangen sind, obgleich de Kriegsjahr weit schwerer war als ^gegangenen.

Jäere Anerkennung verdienen na- » wiederum die Schutzpolizei; LS- ... nn d Feuerschutzpolizei, die den - en Dienst bei der Bekämpfung von u, der Rettung von Menschenleben 1 Wgung von Toten und Verwunde- Mi letzten Jahre mit vorbildlicher ere .F sc haft wahrgenommen haben, hinaus mußten wesentliche Teile olizei Bremens bei dgn schweren nV a f . andere Städte zur Unterstüt- F t dortigen LS-Polizei und Feuer­

polizei

singesetzt werden.

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denverordnung eine ungeheure ÄrbeitsTast zu bewältigen, hatte, ist angesichts der schweren Folgen der Luftangriffe nicht wei­ter verwunderlich. Auf Grund der Erfah­rungen, die bei den schweren Luftangriffen auf andere Städte gemacht worden sind, wurden rund um die Stadt

Auffangplätze und Durchgangsläger

eingerichtet, in denen die bei einem Groß­angriff aus der Stadt planlos hinausslrö- mende Bevölkerung aufgefangen, betreut und mit dem Nötigsten versorgt werden soll. Während die Auffangplätze die Aufgabe haben, den Obdachlosen erste ärztliche Hilfe zu gewähren, Mütter und Kleinkinder zu versorgen und Kranke sowie Gebrechliche mit Fahrzeugen zu den Durchgangslagern weiter zu leiten, werden in diesen alle Ob­dachlosen verpflegt, mit der notwendigen

In den Durchgangslagern sind ferner Ver­waltungs-Dienststellen eingerichtet, die mit bremischen Beamten besetzt sind, die die Aufgabe haben, die Obdachlosen nament­lich zu erfassen, die Orts- und Berufsgebun­denen auszuscheiden und Bedürftige mit den notwendigen Bezugsberechtigungen zu ver­sehen.

Auch im abgelaufenen Jahr hat das Er­nährungsamt Abt. B wiederum große Leistungen vollbringen müssen. Das Aufgabengebiet hat sich gegenüber dem Vorjahre erheblich* vergrößert. Die Arbeit ist immer vielseitiger und komplizierter ge­worden. Ein Blick in die Tagespresse genügt schon, um zu erkennen, in welch' großem Umfang laufend Neuregelungen auf dem Er­nährungssektor getroffen werden müssen. Die täglich eingehenden neuen Bestimmun­gen mußten vom Ernährungsamt für die

Erstbekleidung und mit Fahrgeld versorgt. I Präxis bearbeitet, ergänzt und durchgeführt

werden. An die. Mitarbeiter des Amtes wer­den von Monat zu Monat höhere Anforde­rungen gestellt. Die Vergrößerung des Auf­gabengebietes hat im übrigen zur Folge gehabt, daß das Ernährungsamt sich im Fe­bruar 1943 von dem Wirtschaftsamt sowohl verwaltungsmäßig als auch räumlich völlig getrennt hat.

Ueber die allgemeine und mit der länge­ren Dauer des Krieges zu erwartende Er­schwerung der Bewirtschaftung von Gütern des zivilen Verbrauchs hinaus haben die wiederholten Terrorangriffe auf Bremen das Wirtschaftsamt vor Sonderaufgaben gestellt, die organisatorisch und technisch nur bei schärfster , Zusammenfassung und Anspannung des gesamten Amtsapparates auf die Fliegerschadenabwicklung gelöst werden konnten. Die Warenverknappung und die Erfahrungen auf dem Gebiete des (Fortsetzung auf Seite 2)

ImÄprill392TerrorfIugzeugeüberdemReichvernichtet

Bisheriges Rekordergebnis der deutschen Luitabwehr Anglo-Amerikaner verloren 11000 Piloten

Eigener Bericht BZ. Berlin, 1. Mai. Nachdem Im März 1944 bereits 1234 anglo-amerlkanische Ter­rorflugzeuge bei Angriffen auf das Reichs­gebiet abgeschossen worden waren, hat sich diese Zahl im Monat April auf 1362 ver­nichtete feindliche Bomben'- und Jagdflug­zeuge erhöht.. Darunter befinden sich 1126 viermotorige Bomber und 266 Fernjäger. In diesen Zahlen sind jedoch nicht die Flugzeugverluste enthalten, die der Feind über den besetzten Westgebieten, über Ita­lien, Nordeuropa und dem Balkan erlitten hat. Auch die über nexitralem Gebiet, vor allem über Schweden und der Schweiz not­gelandeten oder abgestürzten englicschen und amerikanischen Flugzeuge und endlich

die bekanntenstillen Verluste", die erfah­rungsgemäß 20 vH. der vom OKW. ver­öffentlichten Abschüsse betragen, sind hier­bei nicht berücksichtigt.

Die nordamerikanische Luftwaffe hat im April den Hauptanteil dieser Verluste zu tragen gehabt. Sie hat weit über tausend Flugzeuge eingebüßt oder 80 vH. der April­verluste ' des Feindes erlitten. Der Ausfall von 1392 Terrorflugzeugen bedeutet für den Feind einen-Verlust von 11 000 Mann flie­genden Personals, von 5000 Flugmotoren, 14 000 Maschinengewehren und 3000 Bord­kanonen. Um' nur eineneinzigen viermoto­rigen Großbomber, der ein Gewicht von 30 Tonnen hat, zu erbauen, sind rund drei- hUnderttausend Arbeitsstunden notwendig.

Der vierte USA.-Tagesangriff auf Berlin

Bei ihrem vierten Tagesangriff auf die Reichshauptstadt am Sonnabend waren die Wetterbedingungen für die deutsche Luft­abwehr teilweise einigermaßen günstig. Die feindlichen Bomberverbände hatten fast zwei Stunden gebraucht, um sich über England zu Angriffsformationen zu sammeln. Hier­durch hatten die Feindgeschwader schon so­viel von ihrem taktischen Aktionsradius ein­gebüßt, daß sie diesmal ohne Täuschungs­manöver auf sturem Ostkurs in Richtung Berlin flogen.

Ueber Holland und Belgien lag. noch eine geschlossene Wolkendecke, die den Einsatz, unserer Jäger noch nicht ratsam erscheinen-, ließ. Erst in der Nähe der Reichsgrenze lockerte sich die Wolkendecke. Die. ersten Luftgefechte spielten sich etwa im Raume Ungen-Meppen ab und steigerten sich von Minute zu Minute. Ein von .diesem Flug

zurückgekehrter USA.-Pilot berichtet, daß die deutschen Jäger in Wellenwie die Besessenen angegriffen hätten.

Im Raum Braunschweig Magde­burg steigerten sich die Kämpfe zwischen den deutschen Jägern und den inzwischen bereits stark auseinandergezogenen Bomber- pu-lks zu einer der erbittertsten Luftschlachten dieses Krieges. Der Feind versuchte hier seine Verbände noch einmal zusammenzuschließen, um sei­nen Angriff auf Berlin so zusammengefaßt wie möglich durchzuführen. Ein amerikani­scher Bordfunker erklärte nach seiner Rück­kehr über die Kämpfe:Ich habe nie etwas Schlimmeres erlebt". Zu diesem Zeitpunkt wurden zahlreiche Bomber abgeschossen, die noch ihre volle Bombenlast an Bord hatten.

Ueber Berlin selbs.t wurden die in Ein- zeipulks aufgesplilterten Geschwader der

8. USA.-Luftflotte von einem außerordentlich massierten Flakfeuer empfangen. ' Der An­griff trug ausgesprochenen Terrorcharakter; die Luftgangster bombardierten fast aus­schließlich Wohngebiete. Auch die in breiter Front,sich nach Westen zuruckflüchtenden Bomberverbände wurden immer wieder dezi­miert, ohne daß die eingesetzten Fernjäger des Feindes unsere Messerschmitt oder Focke-Wulf abdrängen konnten.

In dieser dreistündigen Luft­schlacht über West- und Mitteldeutsch­land zeichnete Sich Oberleutnant Hans H-einSrieh -K ö n i g Staffelkapitän in -ektenv Jagdgeschwader, durch den in kurzer Zeit erzielten Abschuß von vier viermotorigen Terrorbombern besonders aus. Insgesamt verloren die Amerikaner 129 Flugzeuge bei diesem Angriff auf Berlin. Damit haben sie bei ihren vier bisherigen Tagesangriffen auf Berlin insgesamt 400 Flugzeuge, in "der Mehrzahl viermotorige Bomber, verloren.

Eie nordamerikanischen Terrorflieger ha­ben im April zum erstenmal eine neue Tak­tik anzuv,'enden versucht, um ihre hohen Ausfälle herabzumindern. Neben ihrem nor­malen Jagdschutz haben sie ihren Bomber­gruppen noch eine zusätzliche Sicherung dadurch zu geben versucht, daß sie selb­ständig operierende Fernjagdverbände vor- ausschigkten, um die deutschen Jagdkräfte schon zu einer Zeit zum Kairipf zu stellen, in der sie noch nicht voll aktionsfähig sind, also beim Start, beim Anflug oder beim Sammeln in der Luft. Unsere Jäger sollten auf diese Weise bereits in Kämpfe ver­wickelt werden, ehe sie überhaupt einen Bomber sichteten. Diese Taktik ist, wie die hohen Verlustzahlen des Feindes eindeutig beweisen, völlig mißglückt.

Ehrung von

71 neue Kriegsmusterbetriebe ernannt

schaffenden Deutschen in der Jahrestagung der Reichsarbeitskammer Ansprache Dr. Leys

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s;\ 6 te . S ' C * 1 auc h im vorigen Jahre ;-'j a rem ' sc 'i e Verwaltung im wesent- i-jriif 111 ' die Folgen dieser schweren e , 211 beseitigen oder zu mildern. " -äüd wiederum

^ rsor 9e für die Obdachlosen

i if e ?! un ^ e - Das Quartieramt J" re 1943 eine gegenüber dem , ese ntlich erhöhte Anzahl von

' .a-J.;?,, 2 " betreuen. Vor allem stellte «"«' ***** fläiuis^ .'ifl B a . n S Y on Unterkünften auf L K wLIl(e»' ,, , ® Ic bsleistungsgesetzes und der

^uM-V^ljEf^kvings-Verordnung gewaltige t La/ 9 6 des Amtes. Großen

* u f h die Verwaltung von- v- p" er "dngung von Hausrat ange- k lne noc h bessere Betreuung ^betroffenen für die Zukunft zu ssv^e"'. bat das Quartieramt 18 sapTrt,.' 1 ? den e inzelnen Polizeidistrik- ''.'iStjY, ' Das ermöglicht einmal eine f Abfertigung der Volksge- durch den den Außen- ^hVii-- en Außendienst, verstärkt UT- r f* te ' e * ne ständige Ueber- ohnungen in den einzelnen Ir H Etfasstmg der Quar-

_ ..' eh den Außendienst, der im

j i . er heblich durch Heranzie-

, !! ° r '9 en weiterer bremischer . ^ e * c hsbehörden verstärkt

..'««jangenen Jahre die Fest- nach der Kriegssachschä-

dnb. Berlin, 1. Mai. In einem Indu­striebetrieb bei Berlin fand als festlicher Auftakt zum 1. Mai, dem nationalen Feier­tag des deutschen Volkes, die diesjährige Taqunq der Reichsarbeitskammer statt, in deren Verlauf 71 Betriebe zu Kriegsmuster­betrieben erklärt wurden. Ferner erhielten 14 Betriebe die hohe Auszeichnung als NS.- Musterbeiriebe. Neun Männern wurde der TitelPionier der Arbeit" verliehen.

Oberbefehlsleiter Marrenbach verlas unter lebhaften Beifallskundgebungen die Urkunden des Führers zur Ernennung der Pioniere der Arbeit durch den Reichäorga- nisationsleiter Dr. L e y und Reichsmmister F u n k und gab die zu NS.-Musterbetneben und Kriegsmusterbetneben ausgezichneten Betriebe bekannt. Eine Reihe Volksgenos- sen, die sich in der Rüstungsindustrie be­sonders bewährt haben, erhielten aus den Händen von Reichsorganisationsleiter. Dr. Ley und Reichsminister Funk Knegsver-

dl Dann r sprach Reichsorganisationsleiter Dr

Lev Es ist eine bewußte Luge , so sag er wenn unsere Feinde erklären, daß der deutsche Arbeiter seine Arbeit n F- un 'f. Zwang vollbringt. Sie wissen gen^u So gu wie- wir, daß derartig unvorstellbare Lei­stungen wie sie der deutsche Arbeiter un ter schwerstem Bombenterror ond geradezu übermenschlichen Anstrengungen vo brmgt, nur auf freiwilliger Basis durchgeiuhri we^

den können. Die vorzügliche und v ° rb ' ld

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gleichermaßen vertreten sind. Den Begriff des entrechteten Proletariats kennen wir nicht mehr. Bürgertum und Proletariat sind zu einer unzerbrechlichen . Volksgemein­schaft zusammengeschmolzen worden und werden jetzt unter den Schlägen eines.har-, ten Schicksals zu Stahl gehärtet.

Wir haben das Recht auf Arbeit verwirk­licht und kennen den Begriff Arbeitslosig­keit nicht mehr; und wir werden ihn auch niemals wieder, kennenlernen, während die britische und nordamerikanische Staatsfüh­rung trotz unbegrenzter Möglichkeiten und unvorstellbaren Reichtums heute schon wie­der für die Nachkriegszeit in banger Sorge um das Arbeitslosenproblem schweben. Das kapitalistische Wirtschaftssystem braucht derartige Reservearmeen von Millionen ar­beitsloser Menschen, um willige Arbeits­kräfte zu haben, die man nach Willkür und Laune ausbeuten kann.

Bei uns wächst eine Jugend heran, die die verstaubten Vorurteile nicht mehr kennt, und die allein im Wettkampf um die beste Leistung und um ein Höchstmaß von Können im Beruf ihren Lebensgrundsatz sieht. Der­jenige Unternehmer ist bei uns wahrhaft so­zialistisch, der dem Arbeiter durch modern­ste Maschinen, lichte Arbeitsplätze und eine vernünftige und saubere Arbeitsvorbereitung die größtmögliche Leistungschance bietet, und derjenige Arbeiter ist ein wahrer So­zialist, der die ihm gebotene Chance ergreift. Arbeiter und Unternehmer sind für uns gleichberechtigte Soldaten der Arbeit, die den Auftrag der Nation unter Hergabe all ihres Könnens und all ihrer Kraft erfüllen müssen.

Im heutigen Deutschland soll kein Talent unentdeckt bleiben, und Partei, Staat und Wirtschaft bemühen sich, schon in der Ju­gend die Besten und Fähigsten auszulesen. Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude ist heute für die Welt ein anerkannter Be­griff geworden. Wir haben die Versprechun­

gen des Marxismus um die Jahrhundert­wende erfüllt, der deutsche Arbeiter ist zu Millionen auf eigenen Schiffen gefahren, er hat die schönsten Länder, Städte und Orte des Mittelmeeres, -in Italien, der Adria, bis nach Nordafrika, Madeira und den Azoren, sowie im Nordmeer bis zum Nordkap hinauf kennengelernt. Ganz zu schweigen davon, daß der deutsche Arbeiter zum erstenmal sein eigenes Vaterland in allen Gauen ge­sehen und lieben gelernt hat.

Der Nationalsozialismus setzte "alle Kräfte ein, um den Volkstod der Systemzeit zu ver­hindern. Ich erwähne in diesem Zusammen­hang das große und einmalige Sozialwerk Mutter und Kind der NSV., ihre zu tau­senden in allen Gauen, in Stadt und Land errichteten Kindergärten und das Mutter­schutzgesetz für die werktätigen Frauen. Die materielle Voraussetzung für die Schaffung gesunder Familien wurde durch Ehestands­darlehen, Beihilfen, Kindergelder und an­deres geschaffen.

In unserer nationalsozialistischen Wirt­schaftsordnung wird und muß der Lohn ein rechter sein, denn er kann immer nur dem entsprechen, was produziert wird, und der einzelne kann nur den Anteil an dem Ge­samtlohngefüge haben, wie es seine Lei­stung verbürgt. In unserer Wirtschafts- und Sozialordnung wird es Lohnstreitigkeiten überhaupt nicht geben können, da sie sinn­los sind und von Böswilligen ausgehen könnte. Mitten im Kriege führen wir lohn­ordnende Maßnahmen durch, die Voraus­setzungen zu weiteren Leistungssteigerun­gen ergeben.

Deutschland und Europa sind erwacht und haben die kapitalistische sowie die bolsche­wistische Gefahr erkannt und schaten sich um den Führer als den Vorkämpfer des neuen und jungen Zeitalters, um endlich die Macht des Goldes und des Juden zu brechen und eine stolze, frohe und gerechte Welt der Arbeit und der Kultur aufzubauen.

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Zum musischen Wettbewerb der Jugend x Von

Gebietsführer Willy Lohel

Jugenderziehung erhält Inhalt und Form durch drei Kräfte: Die. Führung, die Gefolg­schaft und jenes innere Gesetz, das beide miteinander verbinden soll. Dieses Gesetz leitet sich ab aus der herrschenden Weltanschauung, empfängt durch sie Gestalt und Wesen. Zu einem solchen Gesetz, das seinen Ursprung in der Weltanschauung findet, gehört immer eine Gemeinschaft, die in sich den Willen trägt, nach diesem Ge­setz zu leben, es zu verkörpern- und zu verwirklichen. In unserem Fall sind es un­sere Führerinnen und Führer, die, abgesehen von ihrer blutmäßigen und charakterlichen Bindung, die Gesetze unserer Weltanschau­ung durch sich»und an sich selbst verwirk­lichen.

' Mit dem Auftrag, die deutsche Ju­gend zu führen und zu erziehen, können und dürfen nur Mejischen betraut werden, die an das geistige, weltanschauliche und politische Schicksal unseres Volkes gebun­den sind. Das vergangene Jahrhundert wollte in seinen entscheidenden Kräften von einer solchen Festlegung nichts wissen. Man faselte'ja von einer vollkommenen Freiheit und überließ es*den Erziehern, nach eigenen Wünschen und Ideen als alleinige Beherr­scher des Erziehungswesens zu schalten und zu walten. Die sogenannte intellektuelle Schicht des deutschen Volkes leugnete die völkische Bindung und verkannte die Not­wendigkeiten einer einheitlichen klaren Ausrichtung. Das innere Gesetz, nach dem die meisten Erzieher deutscher Vorkriegs­jugend handelten, war losgelöst von Blut und Boden, schwebte in jener Asphaltsphäre, die wohl durch wissenschaftliche Autorität mit Museumskenntnissen erster Güte einen Teil der Jugend bilden kann, die aber nicht in der Lage ist, eine echte, freie und im Charakter wurzelnde A.u t o r i t ä t zu schaf­fen. Auch die veränderte Zwangsautorität nach 1918,- der sogenannten Achtung der schrankenlosen Freiheit der Jugend", er­lebte das Gegenteil von der deutschen Not­wendigkeit. Die verantwortlichen Kräfte, -angeblich ^nüchterne Rechner;- batleiu- jten* Hauptfehler begangen, zu vergessfen, daß man mit einer Jugend nicht rechnen kann, wenn man nicht zumindest den höchsten Wert dieser Jugend, die Zukunft des deutschen Volkes, in diese Rech­nung als eigenes und letztes Ziel einbezieht, Es fehlte damals das Verantwortungsbewußt­sein gegenüber dem Ganzen. Im Gegenteil, jüdische Schmutzfinken wühlten ohne Ach­tung und ^.nstand im tiefen Geheimnis des jungen Menschen herum, schmierten über Primaner, Tertianer usw. Das Minderwertige wurde hervorgekehrt und zum wesentlichen übersteigert. Das Schlimmste aber war, daß moderne deutsche Pädagogen mit den Juden I-Iirschfeld, Löwe und Freud Wetteiferten. Diese Herren wollten zum selbständigen Denken anregen und waren entrüstet, wenn ein junger Kerl sich eine eigene Meinung bildete und ihr Ausdruck zu verleihen wagte. Trat aber das Gegenteil ein, daß ein Junge oder ein Mädel infolge der an­gerichteten erzieherischen Verwirrung, nicht nur geistig, sondern auch sittlich haltlos wurde, so waren es. dieselbenFreunde" der Jugend, die verächtlich über dieJu­gend von heute aus einer zynischen Ver­antwortungslosigkeit heraus ihr weises Haupt schüttelten und das traurige Los be­klagten, eine solche Jugend erziehen zu müssen.-

In der nationalsozialistischen Bewegung, in Adolf Hitler, fand die Jugend sich wie­der. Wertvollste Teile der deutschen Jugend wurden zur treibenden Kraft der deutschen Revolution. Die nationalsozialistische Ju­gendbewegung hat sich aus ihrer Weltan­schauung heraus, aus der Idee, ihre Eorm gegeben. Es ist der Weg zur eigenen Art.

Wir haben den ständigen Auftrag, dafür zu sorgen, daß die Jugend immer wieder als Garant der Zukunft in unserem Volk steht und die gesunde Gegenkraft gegen jede Verkehrung unserer Revolution bedeu­tet. Dazu ist es erforderlich, den gesunden rassischen Instinkt für Wahrheit, innere Freiheit und Recht von den dem Alter an­haftenden Hemmungen zu befreien, Tat­kraft find Entschlossenheit zu stabilisieren. Die nationalsozialistische Jugend will einen radikalen Gehorsam gegen die inrtere Stimme, die unbelasteter, unvoreingenomme­ner ist als die des Alters. Sie muß und sie will auch das Ursprüngliche, das Natür­liche. Sie steht der Natur näher, als die Erwachsenen. Das sihd Energien und Ele­mente, die wir gerade in diesem gewaltigen Ringen besonders wachhalten und immer wieder wecken müssen. Diese Kräfte müssen stets aufs Neue mobilisiert -werden, denn letzten Endes bilden sie allein die Voraus­setzung zur Entwicklung schöpferischer Leistungen.

Wir Nationalsozialisten verstehen deshalb auch unter Jugendführung und Jugendbe­wegung die bedeutendste Möglichkeit, die junge Mannschaft eines Volkes in ihrem Wert aufwärts zuführen. Nur durch das Sichbewußtwerden des deutschen Mä­dels und Jungen, durch die Bindung zum Ganzen durch die Ehrfurcht vor dem Gött­lichen und Großen, vor der Herrlichkeit der Schöpfung, werden schöpferische Begabun­gen wirksam.

Wenn auch die Auseinandersetzungen der Gegenwart uns kaum Zeit lassen, Begabun­gen, Anlagen in größerem Ausmaße zu för­dern, so meine ich, ist es gerade dann erst recht unsere Pflicht, unseren Mäddln und Jungen die Möglichkeit einer Vorwärtsent-