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Parteiamtliche Tageszeitung
* Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatihalters in Oldenburg und Bremen
Vr, 119 • 14. Jahrgang
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30. April/1. Mai 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
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Feiertag der Arbeit - Gedenktag des Kriegsziels
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Zum 1. Mai 1944
Von
Paul Seiler,
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19.15—19.30 Frontberichte. 20.15-22 Unterhaltungssendung. 22 . 20-21 0 «'' y Tanz- und Unterhaltungsorchestern:»!
Deutschlandsender: 17.15-18 Siliiis sik von Joseph Haydn und Mi *~ 18—18.30 Solistensendung .Auch tka ■■ könnpn uns entzücken'
Konzert mit Hamburger Künstlern.
Das zeitgemäße Rezept'
Semmelklöße. Man legt 3—4 Semmeliä't'aa drückt sie nach einigen Stunde»fetoi-t darunter pro Semmel einen geslnk; fei Mehl und für das Ganze 1B ni i; Man sticht von der Masse mit da u
Deshalb kann dieser 1. Mai nur ein Tag ■jiDankes an den schaffenden deut- i Menschen sein, der — gleichgültig, reichem Platz er auch stehen mag — fc-icli in Anspruch nehmen kann, seine
ries. Wasser getauchten LöM Bü Blicht getan zu haben; diese Pflicht, die man in kochendem SalzwasserJÄJ »«anderes ist als der lähmende Zwang, -Man reicht eine. Krautertunke im , , , . ,, , t
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tv "heute behält jeder Betrieb-so Seine Arbeitskräfte; Dienstverpflich- hd'Ael' 111 '* Besc hränküng des Arbeitsplatz- Ver tongen als harte Kriegsnotwen- V-O an n - Vom tl eu tschen Arbeiter ein hohes “ ! -0»iv, ^ ationa ler Einsicht und sozialer
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! h ve SZS ^ en er I° rt I er lichen und leider I Ire * z hgigk e itsbeschrän- t a p r ehen In.keinem nationalsozialisti- h Stp°^ ramni unt I wer <Ien deshalb nach : *ij ?! eines Tages wieder fallen f nG tl ann wird d i e Betriebsge- k-r. Weiter bestehen, deren Führung ' -bin 3 Ur " G e ' n wandfreier sozialer Um- It'v.iv/ Un 3 en ' durch Entwicklung bester “... '® a Ihoden und durch saubere und ;, i;>„~ : ,“ ehai t dIun g der Gefolgschaft die recht? 6 ' 1 ^ 113 ^ i,lrer schaffenden Men- fi , e )Ug mobilisierte und ihre Lei- oriab !■* ZU ei ’I la I t en bestrebt war. Es ■Brno J Jf* 1 ' wenn irgendwo aus der ,i.ö ,. a - <*!» schaffenden Menschen
•«' die v* e Ges Krtegsalltages im Wis- an ,' otw endigkeit des Sieges diszi- ^ätet v 6re lLwilligst tragen, der Schluß er den würde, daß damit ein für
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5 er 1. Mai, der in den ersten Monaten (■i nationalsozialistischen Revolution seines •o i|js;enkämpferischen und gemeinschaftszer- gsfaden Charakters entkleidet und zum ■ ; g der nationalen Arbeit, zum Festtag des pilsdien Arbeiters erhoben wurde, trägt Hk in diesem Jahr das harte Gesicht des Sneges. In einer, Zeit, in der Millionen deut- g»t Männer an allen Fronten Europas mit iii Waffe in der Hand für die Erhaltung ar Heimat ihr Leben einsetzen und in der. c Hause yon den arbeitenden Männern und lasen täglich Höchstleistungen in der Rü-. HT mT ffj fcmraoduktion und Ernährungssicherung ' - ’ j pilöracht tverden, verlangt niemand nach
Kuschenden Festen und Feiern. Die wenigen eilsfreien Stunden dieses 1. Mai müssen ;ö'!os der Entspannung und Erholung des Kiffenden Menschen dienen; sie können ein kurzes Atemholen sein, um morgen «der mit der gleichen Bereitschaft und derselben Kraft am Arbeitsplatz zu stehen, rlt sie die deutsche Arbeiterschaft in den 20.!5-2 AbO|cJ hier uns liegenden schweren Jahren einbewiesen hat.
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tium kapitalistischen AusbeuferStaaTdö-ir nienden Arbeitsmenschen mißhandelt Ed mißachtet. Denn die beispiellose Diszi- «nd Leistung des deutschen Arbeiters, *k sie in diesem Kriege als begliik- erleben, resultieren nicht ß einem irgendwie ausgeübten staatlichen ‘•Hg, sondern sie sind Ausdrucksformen •6 Pflichtgefühls des einzelnen gegenüber “Gemeinschaft. Diese Pflicht aller- “fls ist schweigsam, sie verträgt keine Reklame, weil sie als eine Selbstver- nfatwTünd empfunden wird. Beschämt und
willigst- 'Proipek!«,"»•» steht man hin und wieder vor gen und Bamnwj*! verdienten Arbei skameraden, dem
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u paar Worte des Dankes gesagt oder / Auszeichnung übergeben werden sol- and der — fast im Tone einer Entschuldig — erwidert, er habe „nur“ seine ‘- Jf getan. Solche Männer und Frauen damit unbewußt _zum Erzieher und' k W der Betriebsgemeinschaft, wenn sie /Ibst auch gar nicht wahrhaben und /n wollen. Sie sind auch die treuesten -•wertvollsten Mitarbeiter des Betrie"bs- /Mer als Arbeitsbeauftragter der Na- Lösung seiner materiellen .. Produktionsaufgaben den
•fl >9 großen Auftrag hat, die ihm als /Schaft anvertrauten Menschen zu -aationalsozialistischen Betriebsgemein- "//usamnienzuschweißen. Und diese / e “ der Menschen- und Mannschafts- ’ m Betrieb dürfen nicht etwa auf i : .J‘ e «uhigere Friedenszeiten'' vertagt /' n ' sonder n stehen heute als gebiete- orderun g vor jedem Betriebsführer '■ , : '. S L lnem Politischen und betrieblichen den n das in diesem Kriege - wh bewiesene disziplinierte Versa Ger Gefol g schaft befreit
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Das Lied der Arbeit. So bauten wir einst KdF. : Schiffe, und so wird es wieder werden!
allemal die betriebsozialen Fragen gelöst wären. Das Gegenteil ist wahr, daß nämlich unser Sieg, der von Soldaten, Arbeitern und Bauern erkämpft wird, durch die Werke des deutschen Sozialismus gekrönt wird, d. h. daß dieser gigantische Weltkampf eben in der Lösung der sozialen Probleme seinen geschichtlichen Sinn erhält. Alle Mauern Werden .eingerissen sein, die den selbstverantwortungsbereiten Betriebsführer in der Sorge um das soziale Wohlergehen seiner Gefolgschaft einengen wollen, und alle Fesseln beseitigt werden, die den fähigen deutschen Arbeitsmenschen von dem ihm nach seiner Leistung zukommenden Platz in der Volksgemeinschaft fernhalten wollen. Hier liegt das Kardinalproblem wirklicher Sozialpolitik: alle in Erscheinung tretenden Arbeits- und Lebenserschwernisse für den schaffenden Menschen hinwegzuräumen und eine soziale Lebensordnung zu verwirklichen, die deshalb gerecht ist, weil jedem Glied der Volksgemeinschaft ohne-Rücksicht auf^erkunft und Besitz der Platz eingeräumt wird, der durch eigne Leistung und tatsächliches Können errungen wurde. Für diese Ordnungsgesetze unseres ersehnten Sozialstaates stehen wir heute im Kampf, in einem. Ringen auf Leben und Tod, um den kapitalistischen Ausbeutern endgültig die Giftzähne auszubrechen und uns damit das Recht zu sichern, unseren arbeitenden Menschen den Lebensstandard einräumen zu können, der ihnen als Ertrag eines harten und arbeitsreichen Lebens zu- kranmt.
Gerade ein 1. Mai mit lebendigen Erinnerung an Kriege im wirklichen
der iiiimer noch die vor dem Gemeinschaftsgeist verlebten Feiertage des deutschen Arbeiters bringt die Tatsache wieder zum Bewußtsein, daß wir auf dem besten Wege waren, mit friedlichen Mitteln unser soziales Deutschland zu bauen, als uns dieser Krieg mit seiner grausamen Faust ein unerbiUhches Hal gebot. Dieser Krieg, von dem der Führer einmal gesagt hat, daß ihn unsere vom Judentum gelenkten Gegner noch einmal vom .Zaune gebrochen haben, weil sie
eigenen unterdrückten und - ausgebeuteten 'Arbeitermassen das „böse Beispiel" eines deutschen Sozialstaates fürchteten, in dem das Recht auf Arbeit für jeden’ Volksgenossen und eine gerechte Ordnung des volksgemeinschaftlichen Lebens nicht inhaltslose -Rhrasen' blieben, sondern feststellbare Tatsachen geworden waren.
Darum begreift das arbeitende und kämpfende deutsche Volk, warum es diesen unerbittlichen Kampf bis zum siegreichen ' Ende in vorbildlicher Disziplin und Einsatzbereitschaft durchstehen muß. Wir wissen es — jriillionen von arbeitenden Menschen , aus den übrigen Ländern Europas ahnen es zumindest: Am Tage des Sieges wird sich aus dem Glutofen dieses Weltkampfes die sozialistische Freiheit Europas als Flammenzeichen unseres nationalsozialistischen Jahrhunderts erheben.
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Stg. Es spricht für den Rang des ersten Mai unter den deutschen Feiertagen, daß im Jahre 1944 wie früher bei uns Arbeits- ruhe herrscht. „Wahnsinn" schreit ein sorgenvoll an sein Leistungssoil denkender Belriebsführer, „ausgerechnet im fünften Kriegsjahr halten wir die Maschine an, während wir sonst sagen, es käme auf jede Stünde an . . Halt, Freund! Wohl knausern wir mit jeder Viertelstunde und Holen aus uns mehr heraus, als wir jemals leisten zu könnnen glaubten. Wir vermögen aber unsere eigenen sozialistischen Grundsätze nur deshalb unter dem Druck der Kriegsnot zeitweilig zähneknirschend außer Kraft zu setzen, weil der deutsche Arbeiter weiß, daß der Sozialismus deshalb nicht von Adolf Hitler verraten wird, sondern daß diese Kriegsmaßnahmen ja der Rettung des von der plutokratisch-bolschewistischen Welt angegriffenen " sozialistischen Aufbaus dienen. Daß das nicht eine Propagandaphrase ist, weiß niemand so gut wie der, welcher heute der treueste Sohn des Vaterlandes ist, der deutsche Arbeiter. Deshalb sei er und sein großer Glauben geehrt mit dem lür heutige Verhältnisse fast unerhörten Ereignis eines arbeitsfreien Werktages.
Der 1. Mal war, und Ist das außerhalb des neuen Europas auch jetzt noch, ein Feiertag der Dritten und Vierten Interna
tionale. Hitler hat ihn nicht ins nationalsozialistische Deutschland übernommen, um einstige Sozialdemokraten und Kommunisten mit der Anerkennung einer liebgewordenen Gewohnheit zu poussieren oder aus Angst, sondern um dem ehrlich ringenden Weltanschauungskampf des deutschen Arbeiters aus jener Zeit, : da er noch den Marxisten folgte, seine Achtung zu bezeugen, und vor allem, um die große Versöhnung von Arbeit und Vaterland Sozialismus und Nationalismus zu feiern. Schließlich ist der Grundton unserer Nationalflagge nicht ohne Sinn revolutionär, und der Name unserer Partei unterstreicht, daß sie vom schaffenden Menschen gegründet wurde und hochgehalten .wird.
So ruhen die Maschinen am 1. Mai 1944. Wir wissen, was das materiell, produktionsmäßig bedeutet. Aber einmal ist unsere Produktionsstärke, von der der Feind faselt, sie sei den Terrorfliegern zum Opfer gefallen, von gigantischer Größe und verträgt diesen Feiertag, und zum anderen vertreten wir als der nach wie vor über der Situation stehende Teil der Kriegführenden, nicht den materiellen, sondern den idealistischen Standpunkt. Gewiß, den hatten wir 1914—18 auch und wurden dann trotz unseres Idealismus von der Masse auf seiten des Gegners zugedeckt. Aber auch damals war es nicht die Masse an Kanonen und Soldaten, die uns überrannte, sondern die Masse von um ihren Sieg Wissenden, die uns fertig machte. Wir stellten Idealisten an unsere Landesgrenzen, ohne deren Idealismus zu nähren und ohne diesen Idealismus im damals zum Schieberparadies gewordenen Deutschland allgemeinverbindlich zu machen. Darum erlagen wir de; Masse des Materialismus, weit der Idealismus hei uns nicht den entsprechenden Umfang halte. Heute ist dieser Idealismus Kennzeichen eines aus tausend tückisch beigebrachten Wunden blutenden Volkes, das oft nicht mehr weiß, wo es sein Haupt nachts zum Schlafen hinlegen soll. Das mit immer heißer gärendem Zorne und immer gewaltiger nach Entladung suchender Wut Mord an seinen Frauen und Knaben und Mädchen mit ansehen muß. Wie anders wäre so etwas zu ertragen, wenn nicht jeder wüßte: wir opfern beslen Lebensbesitz, teuerstes Blui, weil wir damit unsere einst von uns In einem schwachen Augenblick verschenkte Freiheit erkaufen! Wir gewinnen diesen Krieg mit U-Booten
Origimtlzeichmmg von Richard Flegel
und Fliegern, mit Riesengeschützen und Maschinenpistolen, wir gewinnen diesen Krieg mit Hilfe eines genialen Kriegsplangeheimnisses — wir gewinnen den Krieg aber noch mehr durch die unwiderstehliche Macht bergeversetzenden Glaubens. Den hat niemand außer uns. Mit diesem Glauben hat eine Handvoll Braunhemden das Deutsche Reich erobert und das charaktervollste Volk des Abendlandes für sich gewonnen.
Wer darum heute sagt: „wir gewinnen nicht" oder fragt „können wir gewinnen?", ist gegenüber der erdrückenden Mehrheit ganz anders denkender Deutscher nicht nur einfältig und klein, sondern durchbricht die nationale Solidarität, stumpft die Riesen- waiie unserer seelischen Festigkeit. Er gehört an den Laternenpfahl. Die SA., die im Endkampf um die Macht blutige Verluste unter den Streichen desselben Untermenschentums hatte, das heute die Luft unseres Gaues mordend und sengend durchstreift, die SA., die im Zeitabschnitt unmittelbar vor dem Endsiege gehetzt, gejagt war und
obdachlos wie heute die Ausgebombten-
eine solche SA., stolz nnd siegesgewiß, ist nunmehr die ganze deutsche Arbeiterschaft, unser gesamtes deutsches Volk.
Der Tag seines Glaubens, der Tag der deutschen Arbeit, soll darum bet uns einschneiden in das Band der Arbeitstage wie nirgendwo auf der Erde. Mögen sie geifernd staunen, die falschen Sozialisten draußen, die uns hassen, weil nicht mehr der jüdische Intellektuelle, sondern der Mann vom Wiener Baugerüst bei uns regiert! Deutschland ist und bleibt der Hort des wahren Sozialismus, des zum Zeichen feiert den ersten Mai auch im Kriege! Denket dabei an unser Lied, wo es nach dem „Es ruhen die Maschinen" hinterher weiter heißt: „schonwanketJudasThro nl"
Die „Bremer Zeitung"
erscheint am Montag, dem 1. Mai, ft i c h t. - Nächste Ausgabe am Dienstag.