Ausgabe 
(27.4.1944) 116
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Bremen: Geeren 6-8 Hut 2 19 31: Nachtrul und sonntags 2 47 65: ObernstraBe 86 Ruf.2 19 31; Syke: Mühlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahn- bofstraBe 6, Ecke PoststraBe. Rul 4 34 58: Br.- Vegesack: Rohrstr. 24, Rut 4 u. 8; Br.-BIumen Htal. Kapt.-Dallmann-Str. 41'43. Ru! 88 n. 89

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fdiieiamiliche Tageszeitung

"des Regierenden Bürgermeiaiers der Freien HansesWl .Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsb 1 att des PeichsstatJhalters n Oldenburg und tremen

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and ler, das ist in Bremen oeversen, WachtstraBe 27/29 T .i, r. 2 66 66, angeboten werden. Tdrdrfci enstergriffe und unentbehrliche Be ingskorper müssen innerhalb um ochen nach Beschaffung des Ersatzes, dort m Auftrag zu geben ist bei den andigen Vertrauenshändler aboeM- erden. Den Transport hat der Abliefera lichtige zu übernehmen, dem die fo

14. Jahrgang

Donnerstag, den 27. April 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Generaloberst Hans Hübe tödlich verunglückt

f ggesbefehf des Führers an die Wehr macht Staatsakt in der Neuen Reichskanzlei Der Reichsmarschail sprach

ir die abgelieferten Gegenstände ,, td die Kosten des Ausbaues kann hei i auwirtschaftskammer eine Entschä u n g beantragt werden.

Die Gauwirtschaftskammer ist für. ^ "fragen über die Anordnung und i:i ircbführung zuständig.

Auf eine 40]ährige Dienstzeit V::l Stern der Erste Vorstandsbeamte ichsbankhauptstelle, ReichsbanldM ilhelm Schack, zurück. In erfolgrrr ufbahn war er an einer Reihe voa ir stalten des Ostens und Westens Ist

ichsbankstelle Böuthen, Anfang ichsbankstelle in Koblenz. Ab i. t 42 wurde er an die Reichsbankiatipliti Bremen berufen. Reichsbankdiiti hack hat sich seit dieser Zeit mit grell eresse allen Bremen betreffenden *> laftlichen Fragen gewidmet

Unier dem HoheHaHln

dnb. Berlin, 26. April. Der Oberbefehlshaber einer Panzer-Armee, Ge- jjraloberst Hans Hube, ist am 21. April bei einem Flugzeugunfall ams Leben gekommen.

Der Führer hat aus Anlaß des Todes von Generaloberst Hube den fül­lenden T a g e s b e f e h 1 an das Heer erlassen:

Am 21. April 1944 ist Generaloberst Hube, nachdem er zum General- berst befördert und ihm für seine hervorragende Tapferkeit und Führung sei­ger Armee das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen worden war, bei einem Flugzeugunfalt tödlich ver- * unglückt.

Seinen Soldaten ein in schwersten Kämpfen hell leuchtendes Vorbild an Tapferkeit und unerschütterlichem Glauben an den Sieg, war er seinem Vater­land ein: Schild und Schwert an allen Fronten. Seine Panzerarmee hat auf den Schlachtfeldern dieses Krieges hervorragenden Anteil an den ent­scheidenden Erfolgen. Sein begeisternder Glaube an unser nationalsozialisti­sches Soldatentum wurde zur Kraft und Stärke seiner Männer, die in seiner Person die Einheit von Soldatentum und Nationalsozialismus verkörpert fanden.

Immer nur an den Brennpunkten und zu den schwersten Aufgaben einge- sitit, hat Generaloberst Hube' sich unsterblichen Ruhm in der Armee und im deutschen Volke erworben. Ein jäher Tod hat ihn nach Verleihung der höch­sten deutschen Tapferkeitsauszeichnung im Kampf um unser Großdeutsches geich herausgerissen. Das Heer senkt vor diesem großen Soldaten, der nur dem Volke und der Zukunft Großdeutschlands lebte, die Reichskriegsflagge. Sein Name wird in seiner tapferen Armee, ln unserem Heer und Im ganzen deut­schen Volk unvergessen bleiben. Adolf Hitle r.

Staatsakt im Beisein des Führers

... fär den so jäh aus dem Leben gerissenen

)m ^Vertrauenshändler erstattet we~< biriloberst Hans Hube hatte der Führer

Kl Staatsakt angeordnet, der am iwoch in Anwesenheit Adolf Hitlers im Mosaiksaal der Neuen lsichskan z 1 e i in Berlin stattfand, Bi bei dem Reichsmarschall Her­um Gör in g die Persönlichkeit dieses Soldaten in ihrer ganzen beispiel- Größe würdigte.

Sich dem Staatsakt, an dem die Ober- kählshaber' der Wehrmachtteile, General- ftnrschälle, nahezu sämtliche Reichs- felfr und Reichsleiler, zahlreiche hohe Wer von Wehrmacht, Staat und Par- uwie der befreundeten und verbündeten men teilnahnien, wurde Generaloberst

37 wurde er Erster Vorstandsbeamtai fo, lu[ dem i v a 1 i d e n f r i e d h of an

Ortsgruppe Hemelingen-K.. -- ,

Schulungs- und Sprechend in *

ausbessernngswerk. Teiln^---

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ederungen, Walter' und Warb « »-«

bände, NS.-Frauenschaft, Ortsgm» NS.-Frauenschaft

btellung Volks.nm-Andan^» Uhr Sitzung der CJrls-A»«-» ibertistraße 89 . h m

rtsjugendgruppe Osten-Hob 0 Uhr Heimabend.

NS.-Kriegsopferversorgung

ichliche Schulung. F ori , SPl 3 | Domsbaide

Seite so vieler, ihm voraufgegangener Kfi: leuchtender Namen unter militiiri- tifo Ehren zur letzten Ruhe gebettet.

Mosaiksaal ruhte auf erhöhtem Podest Bten von reichem Blumenschmuck, vie- ic Kränzen und Lorbeergrün der mit der 'Kbskriegsflagge bedeckte Sarg, auf dem fcltietm und Degen lagen. Vier Generale Heeres sämtlich Ritterkreuzträger u en die Ehrenwache. Neben ihnen stän- NSDAP. Jfcrzei Ritterkre zträger der Panzerwaffe |

i-Milte. Mittwoch t' den Ordenskissen. Links lind rechts

körperlicher Leistung. In den Friedensjahren, die dem unglücklichen Ausgang des ersten Weltkrieges folgten, hat er sidh für 'die Aus­bildung der gesamten deutschen Infanterie als Kommandeur des Infanterieausbildungs- stabes und später der Infanterieschule ganz besondere Verdienste erworben; er hat sein soldatisches Pflichtbewußtsein in die' Herzen der jungen Waffenträger der Nation, die ihm anvertraut waren, fest e.ingepflanzt. In den Kämpfen und Schlachten der letzten Jahre ist dann der einarmige General an Einsatzfreudigkeit und Tapferkeit Hundert­tausenden deutschen Soldaten eio leuchten­des Vorbild geworden.

Was Generaloberst Hube .in diesem gro­ßen Schicksalskampf unseres Volkes gelei­stet hat, gehört der Geschichte an. Wenn dereinst von dem kühnen Vormarsch durch Sowjetrußland in den Jahren 1941/42 be­richtet werden wird, namentlich von dem Durchbruch durch die Stalin-Linie, der Er­

oberung von Nikolajew und der Vernich­tungsschlacht, von dem Vormarsch zur Wolga und den Operationen im Raum von Stalingrad, immer, wird dann auch seih Name genannt werden. Stets haben sich in Vormarsch und Angriff sein Heldenmut und seine Fähigkeiten als Kommandeur größe­rer Einheiten bewährt. Und als ihn das Ver­trauen des Führers nach "Sizilien entsandte, hat er sich hier gegen die feindliche Uebermacht unter ungünstigsten Bedingun­gen auch als Verteidiger besonders ausge­zeichnet In voller Anerkennung dieser Verdienste und dieser Fähigkeiten hat der Führer ihm dann den Oberbefehl über eine seiner bewährtesten Panzerarmeen über­tragen.

Die Heldentat von Kamenez-Podolsk

Erst kürzlich ist in der Oeffentlichkeit ge­würdigt worden, was Generaloberst Hube als Oberbefehlshaber in erfolgreichen Groß­operationen in den vergangenen harten Wintermonaten im Kampf gegen den wil­den Ansturm der sowjetrussischen Massen erreicht hat, ich brauche es hier nicht im einzelnen zu wiederholen. Nur einer* be­sonderen Heldentat sei heute an seiner Bahre gedacht, des Durchbruchs durch die Umklammerung im Raume von K a nv,e - nez-Podoisk. Dieser von General­oberst Hube geführte Durchbruch ist und bleibt eine der glänzendsten Waffentaten der ruhmvollen'", deut­schen Kriegsgeschichte. In .diesen harten Wochen, die höchste Besonnenheit, unbeug­same Tatkraft und kühnste Entschlüsse er­forderten, gelang es ihm, die schwersten Frontal- und Flankenangriffe .der Sowjets abzuwehren und mehrere feindliche Pan­zerkorps in seinem Rücken zu zerschlagen und zu überrennen. So hat er die Masse seiner Verbände kampfkräftig zurückfüh­ren und anschließend wieder zu neuem An­griff vorwärtsreißen können.

Die neue Angriffsbewegung seiAer Armee im. Osten war seine letzte große Tat. Sie er­füllte bis zur letzten Stunde seinen kühnen Geist. Wahrhaft, er war F r o n t k ä m'p f e r im besten Sinne des Wortes. Wie oft hat er in Stunden der Gefahr dem Tod ins Agge gesehen, wie oft durch rücksichts­

losen persönlichen Einsatz seine Soldaten mitgerissen und zu höchsten Taten ange­spornt. Als Heerführer war er nicht nur mit seinem Stabe, sondern mit allen seinen Män­nern bis zum jüngsten Grenadier eng ver­bunden. Er lebte als Kamerad unter Kame­raden. In entscheidenden Stunden war er vorn, weilte dort, wo gekämpft wurde, wo die Batterien feuerten und der Angriffskeil der Panzer gegen den Feind rollte.

Mir persönlich, das möchte ich ihm heute noch nachrufen, stand er besonders nahe, einmal als Kamerad, dann aber auch als Heerführer, der auf das engste Zusam­menwirken seiner ihm unterstellten Einhei­ten mit der Luftwaffe stets allergrößten Wert gelegt hatte.

Ueber seinem Grabe wehen heute die leuchtenden Banner des von unserem Füh­rer geschaffenen Großdfeutschen Reiches, dem Generaloberst Hube in unwandelbarer Treue diente, für das er lebte und für das er starb. Zum letzten Male hallt zu ihm der Marschtritt der deutschen Infanterie, aus der von jeher größte Soldaten und Heerführer hervorgegangen sind und aus deren Reihen auch er empor'gestiegen ist. Sein Geist aber wird immer mit seinen Soldaten weiterleben. Er wird bei ihnen sein, wenn draußen an der Front seine Panzer mit donnernden Mo­toren gegen den Feind anstürmen.

Einer der Besten zur großen Armee

Mit dir, du unerschrockener Soldat, küh- rnftr Panzergeneral und ausgezeichneter Heer­führer, ist einer der Besten, die das graue Ehrenkleid des Soldaten tragen, zur Großen Armee abberufen. Dein Wirken reicht weit hinaus über die kurze Spanne deines Erden­lebens. Und wenn nach einem Wort Heinrich v. Treitschkes die Geschichte durchaus männliche Züge trägt, so hast du sie in un­serer Epoche durch dein mannhaftes Han­deln prägen helfen. Für dich werden für alle Zeiten deine Taten zeugen. Was du voll­brachtest, dankt dir der Führer, dem du mit Leib und Seele verschworen warst, dankt dir das deutsche Volk, aus dem'du geboren bist. Solange sich deutsche Jugend für Waf­fentaten begeistert, so lange sie mit stolzem Sinn und tapferen Herzen bereit ist, für die (Fortsetzung auf Seite 2)

Voller deutscher Abwehrerfolg am unteren Dnjestr

Hohe Sowietverluste nordwestlich Jassy - Bodengewinn bei Luzlc - Bastia beschossen

dem Sarg hatten die Traditions- 'wn des ehemaligen Infanterie-Regiments '«wie des jetzigen Infanterie-Regiments -denen der Verstorbene, angehört hatte, -Wellung genommen.. Von der Stirnwand A ein goldgefaßtes Hakenkreuz, lind **!* erstrahlten- sechs Reichsadler von Höhe trauenimflorter Pylonen.

achdem die Witwe des Dahingeschie- -®, (tdührt von Generalleutnant Freiherr ,J fhüngen, und die übrigen . Ange- An vor der Bahre Platz genommen hat- . taf der Führer in Begleitung des

Schulungsheim des. Postamtes^^^^^

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Das verlang' e Leute, d ie t oder besser y-e . seine r t zur Zeit regieren MilUone n ^ von h undert ' und u!nsch abet ^ "

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«rschails Hermann Göring ein. rend sich die Trauergemeinde von hin n er h°b, schritt Adolf Hitler zum t !', a 1 Jiüßte den toten Heerführer und 5 sich dann der Witwe zu, der ,er ' die Hand drückte.

Der Reichsmarschall spricht -

p&! ^ er °t sc hen Klänge aus derGöt- " gespielt von

rtKnru-- Leitung von

»t. 1 , Heger, verklungen waren, ergriff Reichsmarschail das Wort. ta/J 1,fen v °n der Gewalt des Todes, so t . it , r Reichsmarschail,stehen wir wie- hdie er ® a hre eines unserer Besten. Mir ij. ^Jbnerzliche und ehrenvolle Pflicht r.; ( i 0 Heimgegangenen' Generalobersten ^ ierVpt ten Llankesworte zu sprechen.

dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier, 26. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Raum von Sewastopol beschränk­ten sich die Sowjets gestern infolge ihrer hohen Verluste ln den letzten Tagen auf örtliche Angriffe, die abgewiesen wurden. Am unteren Dnjestr traten die Bolschewisten auf breiter Front zum Angriff an. Unsere Truppen errangen in schweren Kämpfen, wirkungsvoll unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, einen vollen Abwehrerfolg. Oertliche Einbrüche wurden aufgefangen oder durch schwungvolle. Gegenangriffe be­reinigt. Der Feind verlor zahlreiche Panzer. In den Kämpfen hat sich die Brandenbur- gische 257. Infanterie-Division unter Füh­rung des Generalleutnants Freiherrn v 9 n M a u ( ch e iJ'h e i m , genannt Bechtols­heim, besonders bewährt.

Nordwestlich Jassy stießen deutsche und rumänische Truppen überraschend vor und fügten dem Feinde schwere Verluste an Menschen und Material zu. Die Bolsche­wisten verloren 22 Panzer, 70 Geschütze 'und über 600 Gefangene. Zwischen den Kar­

paten und dem oberen Dnjestr wehrten un­garische Truppen feindliche Gegenangriffe ab. Südwestlich und nordwestlich L u z k brachten eigene Angriffsunternehmen Ge­ländegewinn.

Im Landekopf von N e 11 u n o wurden feindliche Vorstöße blutig abgewiesen. An der italienischen Südfront wurden im Ab­schnitt einer Infanteriedivision in der Zeit vom t. März bis- 24. April 30 feindliche Panzer, mehrere Geschütze sowie zahl­reiche Bunker durch Stoßtrupps gesprengt. Ini oberitalienischen Raum schossen deut­sche und italienische Jäger 13 feindliche Flugzeuge, in der Mehrzahl viermotorige Bomber, ab.

Leichte deutsche Seestreltkräfte be­schossen Bastia auf Korsika mit guter Wirkung.

Vor der nordnorwegischen Küste brachten Sicherungsfahrzeuge eines deutschen Ge­leits im Seegebiet von B o d ö drei angrei­fende feindliche Flugzeuge zum Absturz. Ueber den besetzten Westgebieten wurden gestern 16 britisch-nordamerikanische Flug­zeuge vernichtet. In der vergangenen Nacht

warfen feindliche Störflugzeuge Bomben aut Orte in Westdeutschland.

Eigene schwere Kampfverbände griffen in der vergangenen Nacht Ansammlungen in den Häfen der englischen Siidoslküste mit guter Wirkung an.

Der rumänische Heeresbericht

dnb. Bukarest, 26. April. Das .'Oberkom mando der rumänischen Armee gibt unter dem 25. April bekannt: Der von Panzern un­terstützte Angriff der Sowjets auf den Brük- kenkopf Sewastopol wurde abgewiesen. Der Feind verlor 27 Panzer. Am unteren Dnjestr trat der Feind nach heftiger Artillerievorbe­reitung, unterstützt von zahlreichen Flug­zeugen, auf breiter Front zum Angriff an. Südlich Tighina und südlich Dubossari sind heftige Kämpfe im Gange. Im mittleren Bessarabien keine besonderen Ereignisse. Nordwestlich Jassy'' warf ein Gegenangriff unserer Truppen den Feind in seine Aus­gangsstellungen- zurück. Die deutsch-rumä­nische Luftwaffe' war besonders rege. Sie schoß zehn feindliche Flugzeuge ah und zer-, störte zahlreiche Brücken.

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Neue Erpressungsversuche an Schweden

Das Schwergewicht des schwedischen Warenverkehrs liegt Im Güteraustausch mit Deutschland

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und Brillanten , -z des Eisernen Kreuzes, per- uerreichen.

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung d Berlin, 26. April. Schweden^ ableh­nende Antwort auf die anglo-amerikamsche Forderung, die Warenlieferungen an Deutschland einzustellen, hat seltsain ge­nug _ sowohl in den, USA. als auch m England Erstaunen hervorgerufen. Nachdepi Staatssekretär Hüll die schwedische Ant­wortnote- alsnicht zufriedenstellend be­zeichnet hat, droht Washington den Schwe- offen mit dem. bevorstehenden Warenlieferungen durch

den ganz Entzug jeglicher

die Westm'ächte und zugleich mit dem völ­ligem Ausschluß aus dem Handelsverkehr mit den Alliierten in der Nachkriegszeit.

Es heißt in Washingtoner Regierungskrei­sen, daß der erste Schritt der Westmächte gegen das angeblichwirtschaftlich auf den Scheideweg" gedrängte Schweden darin be­stehen soll, daß man die 17 (!) Prozent sei­ner jetzigen Einfuhr aus alliierten Quellen drosselt. Auch damit, daß man jeden mora­lischen, Anspruch Schwedens auf Nach- kriegsliefenmgen der Alliierten abiehnen

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Der Duce bei einer neuen Division

Besichtigung neuaufgestellter faschistischer Verbände

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dnb. B e r 1 i n , 26. April. Der Duce besich­tigte am Montag auf einem Truppenübungs­platz eine der neu aufgeslellten Italienischen Divisionen, die unter deutscher Anleitung nach den neunten Erfahrungen ausgebildet und mit den besten Waffen ausgerüstet wor­den sind. _ ..

Der Duce befand sich in der Begleitung des Marschalls G r a z i a n i und wurde von Generalfeldmarschall Keitel empfangen. Es ist eine Ehre für euch", net Mussolini sefeen Soldaten zu,auf diesem Truppen­übungsplatz ausgebildet zu werden. Es ist die gleiche harte Schule, aus der jene deut­schen Armeen kommen, die nun schon fünf

Jahre lang gegen jede Uebermacht siegreich undunerschüttert kämpfen. Ihr sollt die Schande des 8 . September auslöschen, die nur durch Kampf ' und Blut wieder gutge­macht werden kann. Ich bin sicher, daß es füreuch ein Festtag sein wird, wenn ihr ge­gen,die Feinde Italiens Jenseits des Gärigli- ano kämpfen werdet".

Mussolini nahm an mehreren Gefechts­übungen teil und unterrichtete sich ein­gehend über Ausbildungsstand und Schlag­kraft der neuen Verbände. Er-wurde dabei von seinen Soldaten immer wieder begeistert begrüßt.

werde, hofft man Schwedens Haltung in der Lieferungsfrage nach Deutschland erschüt­tern zu können.

Dabei sollen diesefreundlichen Aus­lassungen" amerikanischer Regierungsmän­ner und der USA.-Presse beileibe keine Drohungen" gegen Schweden sein, wie in Washington zynisch erklärt wird, und auch keinZwang" auf Neutrale, wie Hüll mit frommem Augenaufschlag beteuert. Indessen läßt sich die Tatsache nicht leugnen, daß man durch derlei Erpressungsmethoden Schwedens Wohlverhalten in der Frage des Ilandelverkehrs mit Deutschland zu erzwin­gen hofft.

Was nun Schwedens Haltung gegenüber den neuen Erpressungsversuchen der West­mächte bestimmt, mag die von einem ame­rikanischen Regierungsbeamten getroffene Feststellung andeuten, daß Schweden näm­lich tritt Deutschland nicht um seiner schö­nen Augen willen Handel treibe. Das Ver­halten Schwedens erklärt sich daraus, daß Schweden letzt ebenso wie nach dem Kriege Deutschland als handelspolitischen Partner einfach braucht, daß dagegen die USA. einmal froh sein werden, wenn ihnen jemand ihre kümmerlichen Erzeugnisse ab­kauft. die andere viel besser hersteilen können. In Schweden herrscht daher die Meinung vor, daß das Schwergewicht des schwedischen Warenverkehrs im Güteraus­tausch mit Deutschland und nicht mit den Westmächten liegt.

Der Duce im Führerhauptquartier

Benito Mussolini uird bei seinem Besuch im Hauptquartier des Führers vom Reichsminister daß Auswärtigen begrüßt.. Links der deutsche Botschafter in Italien Rahn.

Aufn.: Presse-Hoffmann

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Dr.

Von

Hermann Baumhauer

Deutschland war stets ein Volk ohne Raum, Norwegen ein Raum ohne Volk. Es scheint, betrachtet man die norwegische Ge­schichte, geradezu ein Wesensgesetz des Landes, daß eine ewige Haßliebe herrschte zwischen Mensch und Raum. Mußte das so sein?

Norwegen lebt aus den Gegensätzen, wie Frankreich aus der Harmonie seines Maßes lebt. Dank dem Golfstrom sieht das.Nord- kap keine Eisscholle, und in Svolvär auf den Lofoten ist es Wintertags wärmer als in Berlin oder Wien. Aber ein paar Kilometer hinter der Küste fegen in Finnmarken ark­tische Stürme über kahle Fjällrücken, und mittwegs zwischen Oslo und Bergen sieht sich der Mensch einer bäum- und humus­losen Mondkraterlandschaft ausgeliefert, wie sie wilder kein nordischer Landstrich auf­zuweisen hat. Wer ahnen will, vor welche Schwierigkeiten diese Gegensätze des Raums den Siedler, Verwalter, Soldaten und Po­litiker stets gestellt haben, braucht nur zu bedenken, daß beispielsweise das heute von der Dienststelle Bergen des Reichskommis­sars betreute Gebiet so groß ist wie ganz Holland und trotzdem nur eine Eisenbahn­linie. hat.

Es ist darum nicht verwunderlich, wenn diese schwer zugängliche Landmasse zwi­schen Gebirge und Meer geizte mit dem Lebensraum und ihn sich nur mühsam ab- ringen ließ. Es ist desgleichen nicht ver­wunderlich, wenn schließlich der geogra­phischen Aufsplitterung eine Unzahl eigen­willigster bauernköniglicher Gebilde ent­sprach, die, in talschaftlicher Abgeschlos­senheit zur Selbstbestimmung erzogen, sich (wie die alten Germanen) lange gegen alle einheitsstaatlichen Gewalten zur Wehr setz­ten, Und es ist schließlich erst recht nicht erstaunlich, daß Kargheit des Lebensrau­mes, Feindseligkeit der Natur - und selbst­herrliche Lebenstradition ln Zeiten des In­neren Bevölkerungsdrucks den Norweger stets viel eher aus den Fjorden heraus, als in die Täler hineingetrieben haben. So war es in den Wikingerjahrhunderten, so war es zur Zeit von Harald Schoenhaars Eini­gungskriegen und so blieb es bis zu den modernen Jahrzehnten der Amerikaverlok- kung der Handelsschiffahrt.

So romantisch, kühn und ruhmreich je­doch diese Wikingerepoche gewesen seift mag, so notwendig auch Haarfagres Samm­lungsversuche waren in einer Zeitenwende, in der das Schicksal nicht mehr den muti­gen' Einzelgängern, sondern nur noch dem geeinten Staatsganzen politische Fruchtbar­keit zugestand,- und so lukrativ auch Ame­rika-Auswanderung und Handelsschiffahrt für viele Norweger. geworden sein mögen: sie alle schleuderten beste norwegische Volkskraft aus dem Lande heraus. Sie alle richteten den Blick in die Ferne, statt auf die Heimat. Und sie alle zehrten an der inneren Substanz Norwegens, verringerten sein politisches Schwergewicht im Spiel der Mächte und trieben es immer wieder in Pe­rioden der Unfruchtbarkeit oder Abhängig­keit.

Die letzte dieser Perioden war die eng­lische. Sie war zugleich die privatkapita­listischste und antisozialste! Denn mit ihr begannen sich, Insbesondere in Krisen­jahren, die traditionellen Sünden Norwegens am heimatlichen l.ebensraum am sichtbar­sten und in großem Stil an der Masse des eigenen Volkes schadlos zu halten durch eine unverantwortliche staatliche Sozial­politik,

Reichskommissar Terboven hat einmal im Rahmen eines Vortrags dieser Sozialpolitik, die sich mit Vorliebe tarnte hinter dem frommen . Märchen vomhohen norwegi­schen Lebensstandard" und hinter der Be­vorzugung des Industriearbeiters und hinter vereinzelten, zweifellos beachtlichen pri­vaten sozialen Bemühungen, ins Gesicht