Ausgabe 
(17.4.1944) 106
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ARZNEIMITTEL

mieiamiliche Tageszeitung

W des Begierenden Bargermeister» der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

,106 14. Jahrgang

Montag, den 17. April 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Getrennter Marsch - gemeinsamer Sieg!

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Die Mächte des Dreierpaktes tagten in Tokio Erfolgssicheres Fazit der Erneuerungsmächte

Denkwürdige Rede des japanischen RegierungschefsTojo

BZ. Berlin, 16. April. Wie soeben bekanntgegeben wird, fand in Tokio eine Zusammenkunft der bevoll- aächti3t ejl Vertreter der Eineuerungsmächte statt, welche sich einst zur Abwehr einer heimtückischen Bedrohung jties Lebens zum weltumspannenden Dreimächtepakt zusammenschlossen. Die bedeutungsvolle Tagung, die die enge polnisch-militärische Zusammenarbeit für die Endphase des großen Krieges unserer Zeit festlegte, war im Gegen- jjli zu den innerlich unsicheren, händlerischen Konferenzen der plutokratisch*bolschewistischen Untergangskoali- eine stolze Demonstration schicksalhafter und siegesgewisser Verbundenheit.

Carl Hönning

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Deutsche Nachrichtenbüro teilt hierzu

Tokio, 16. April. In der Amts- l, 8 des Kaiserlich Japanischen Mini- isidenlen General To jo trat die ge- e technische Kommission der Staa- DreiniSchtepaktes zu einer Sitzung en, zu der seitens der Generalkom- 'diesmal auch die militärische Kom- hinzugezogen wurde. Dementspre- taben neben den Mitgliedern der [ommission, nämlich dem Kaiserlich Minister der auswärtigen An- jheiten, Shigemitsu, dem Bot­in des Großdeutschen Reiches, H. G. Huer, und dem Geschäftsträger des lUikanisch Faschistischen Italiens, G. liicipini, auch zahlreiche militärische verständige an den Besprechungen teil-

Anbetracht der Bedeutung dieser Zu- 'ikunit waren auch der Kaiserlich ;;sthe Ministerpräsident General H. »id der Kaiserlich Japanische Marine- !ti Admiral S. S h i m a d a persönlich lagen. Sämtliche Anwesenden legten in h Meinungsaustausch ihre Ansichten lieh der Maßnahmen dar, die ertor- sind, um die gemeinsamen Kriegs­lagen Japans, Deutschlands, Italiens Verbündeten zum siegreichen m fuhren. Die Beratungen führten zu vollständigen Uebereinstimmung der «lagen.

Ministerpräsident Tojo

Lütginn der Sitzung der technischen Knion der Dreierpaktmächte gab Mi- ? :::isident General Tojo einün Ueber- i '-3*r die allgemeine Kriegsla|e.Wohl ~ Amerika und England," so erklärte ' .die zu Beginn des Krieges Nieder­es Niederlage erlitten, seit dem letzten a Gegenangriff von allen Seiten ver- und im Osten und Westen an der 'he der Achsenmächte unter Aufbie- z-er Kräfte anzugreifen versucht. Aber '5 gelang es ihnen, unsere feste Stel- erschüttern, im Gegenteil wurde der an den Endsieg unserer Staaten und Unbesiegbarkeit unserer Positionen j .]'j 2U Tag mehr gefestigt.

..anderung verfolge ich den tapfe- der deutschen und italienischen se» in Europa. Besonders groß ist - Freude, wenn Ich höre, daß die "'shrmacht an der italienischen , aen Vormarsch des Feindes vollkom- | wehte gemacht hat, daß sie -den An- London in großem Stil wieder auf- ;J Js " hat und daß die italienische -Mil Schritt für Schritt ihre Er- _g erlebt und an der vorderen Front slnaa en Krieges wieder auftritt.

' e Feinde England und Amerika, i»ir?i' iUld an 9 esi chts dieser Lage täg- fc, , s ver M n den in letzter Zeit noch Isller die bevorstehende Errich- S l t , erIWc iten Front in Europa. r, h! ;l, Ahenteuer is * es gerade, worauf Sj | | s t eit langem wartet. Es ist j,, F ? "eberzeugung, daß in einem U .. * tlie deutsche Wehrmacht den >ji a j" 11, zerschlagen, sondern dar- Li, s er anglo-amerikanischen Ar- l| i ,. Vern ich lenden Gegen- . . en wird, der den Endsieg un- ^irou htC bescll leunigt.

Sk,, r. h as,atiscilen Raum sichert Japan k:il j er I l ete . ties Südens und macht die

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sind entschlossen, sie zu zerschlagen und I Zusammenarbeit noch mehr vertiefen und niemals vorher die Waffen nfederzulegen. mit vereinten Kräften gegen den gemein- Obwohl wir im Osten und Westen getrennt Samen Feind Vorgehen. Wir wollen mit kämpfen, wollen und werden wir unsere I Deutschland und Italien und ihren Verbün­

deten in Europa stärker und enger denn je Zusammenarbeiten, wollen jeden Versuch unserer Feinde, uns zu trennen, zunichte machen und damit- in Ostasien und Europa Hand in Hand den Endsieg erkämpfen und unsere gemeinsamen Ziele verwirklichen.

Ich weiß, daß Deutschland und Italien diese Auffassung teilen. Ich begrüße es sehr, daß gerade in diesen Tagen die Kommission zusammengetreten ist und wünsche ihrer Arbeit von Herzen vollen Erfolg.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Einige Kampfkameradschaft gegen Haßkoalition

Die innere Verbindung aller Weltkriegsschaupläfye

BZ. Bremen, 16. April. Zur Kundgebung von Tokio drahtet uns unser Berliner Schriftleiter Dr. Walther Schneider;

Die besondere weltpolitische Be­deutung der Dreierpaktkundgebung in Tokio gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt springt in die Augen. Die Bezeichnung als Sitzung der Technischen Kommission 'wird ihr kaum gerecht. Stark unterstrichen wurde ihr Gewicht durch die persönliche Teilnah­me des Premierministers General Tojo und des Marineministers Admiral Schimada. Auch daran wird- man im Lager der Feind­koalition nicht achtlos Vorbeigehen, daß die militärischen Berater an der Zusammenkunft beteiligt waren- Die Gegner möchten immer den Kopf gegenüber der Tatsache in den Sand stecken, daß die Dreierpaktmächte trotz v ihrer räumlichen Entfernung voneinan­der durchaus und Höchst wirksam in der Lage sind, ihre Kriegführung von den Ge­sichtspunkten einer einheitlichen Strategie her auszurichten.

.'Cassino wirkt zweifellos bis nach Burma, und wenn Roosevelt aus Gründen der innenpolitischen Rücksichtnahme sich gezwungen sähe, die Strategie im Stillen Ozean auf neue Grundlagen zu stellen, vom

InselKüpfen abzugehen und zum Frontalan­griff mit stärksten Kräften gegen den pazi­fischen Verteidigungsring daß großost­asiatischen Raumes zu schreiten, so würden die hier eingesetzten Kräfte, vor allem der Schiffsraum und die Flotteneinheiten, wie­derum bei der etwaigen Durchführung eines Invasionsunternehmens gegen die F e s t ü n g Europa entscheidend fehlen. Auch ohne die Möglichkeiten der inneren Linie bei der militärischen Zusammenarbeit der Dreier­paktmächte besteht somit für diese durch­aus die Möglichkeit, im Rahmen des globa­len Krieges eine einheitliche Strategie durch­zuführen und

die militärischen Pläne wirkungsvoll aufeinander abzustimmen.

Die entscheidende Voraussetzung dafür ist, daß es innerhalb der Dreierpaktmächte keine offenen-oder latenten Interessengegensätze gibt, daß ihre Zielsetzungen vielmehr auf völlig übereinstimmenden Ordnungsprinzi­pien'beruhen. So waren auch affe Worte, mit denen der japanische Premierminister die gewaltigen Leistungen der deutschen Wehrmacht würdigte und in denen er seiner Freude über die beginnende Erneuerung der

«ü Japans, die den Endsieg onim 'Äfß'cli stärker durch rtljj, ene Mitarbeit der ostasiati- *1 fort-rt, "!"* Völk er und durch die h ;s 5»k. ( r ? lten (ie Nutzbarmachung der !! «ner(T' |Ue ' len tlieses Raumes. Ja- - ;a li a |, c u ** er lich gewiß, diese Stel- * und den Kernel vernictitend zu iEnd« Krieg bis zum sieg-

. 211 führen.

" Wehrmacht ist mit tat-

ri'üloT u f zun 3 Burmas und- Schul- :s : |j,- Jfl'l 6er indischen National- ' Ts CViv rmes sc h-indische Grenze j,r - el ein ?eriickt und .hat dort j-j;'/ 1 ! 1 militärische Erfolge er- - tin * ' :e Nationalarmee kämpft j Re 9ieningschefs Subhas

Jjs, jn- , ' Jr, ter Mitwirkung nicht JiBto-,. n ganz Ostasiens für die 'isst,, j-n"rtariandes. Wir stellen mit 7is n ^reiheitsbewe-

!> ' Sinn? DZ n e Indien zu er- L;We,^ js L , Dle «6 Tatsache ist ein fe c , v lr , da ß unser gemein- / re un d der. unterdrückten

>am seaner Verwirklichung

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Zoi| 1M !* ,Bd ' i un d Amerikas traten rntner offener zutage. Wir

51 amerikanische Terrorflugzeuge abgeschossen

Vordringen unserer AngrilfsverbändewestlichTarnopol-Auf der Krim nachdrängende Sowjets zum Stehen gebracht

dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier, 16. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Südwestteil der Krim brachten deutsche und rumänische Truppen die unseren Be­wegungen nachdrängenden Bolschewisten in harten Kämpfen zum Stehen und ver­nichteten 28 feindliche Panzer. In heftigen Luftkämpfen und durch Flak wurden 36 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Am unteren Dnjestr und bei Orhei scheiterten zahlreiche Angriffe des Feindes am Widerstand unserer von der Luftwaffe hervorragend unterstützten Truppen. Oert- liche Einbrüche wurden abgeriegelt. In den letzten Tagen hat sich hier die 7. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 11 unter Führung von Oberleutnant Henk besonders hervorgetan. Nordwestlich Jassy fügten unsere Truppen den Bolschewisten bet ört­lichen Vorstößen hohe blutige Verluste zu.

Oestlich S t a n i s 1 a u wurden sowjetische Kampfgruppen nach Süden zurückgeworfen. Wiederholte feindliche Angriffe am Strypa- Abschnitt scheiterten. Westlich Tarnopol drangen unsere Angriffsverbände, unter­stützt von Kaampf- und Schlachtfliegern, in erbitterten Kämpfen weiter vor. Die Be­satzung von Tarnopol leistet am Westrand der Stadt den immer wieder anstürmenden Sowjets weiter heldenhaften Widerstand.

In der vergangenen Nacht griffen starke Verbände schwerer deutscher Kampfflug­zeuge den Bahnhof S a r n y an. In den Ziel­räumen wurden zahlreiche Explosionen und Brände beobachtet.

Südlich P 1 e s k a u griff der Feind, unter­stützt von Panzern und Schlachtfliegern, auch gestern den ganzen Tag über an. Er wurde unter hohen blutigen Verlusten abge­schlagen. In den beiden letzten Tagen wur­den dort 72 Panzer vernichtet.

Im Landekopf von N e 11 u n o führte der Feind stärkere Vorstöße gegen einige un­serer vorgeschobenen Stützpunkte südwest­lich L i 11 o r i a , die nach vorübergehendem Verlust im Gegenstoß zurückerobert wurden. An den übrigen Fronten verlief der Tag ohne besondere Ereignisse.

Nordamerikanische Bomber griffen gestern mehrere Orte in Rumänien, unter anderem das Stadtgebiet von Bukarest, an. Es entstanden Gebäudeschäden und Verluste unter der Bevölkerung. Durch deutsche und rumänische Jäger sowie durch Flakartillerie wurden nach bisherigen Meldungen 20 feind­liche Flugzeuge, in der Mehrzahl viermo­torige Bomber, vernichtet. Bei Vorstößen nordamerikanischer Jagdverbände nach Nord- und Mitteldeutschland wurden am 15. April 31 feindliche Flugzeuge abgeschos-

waffe, Marineflak und Hafenschutzboote be­sonders aus.

Wahllose Tiefangriffe

nid. Oldenburg, 16. April. In den Mittagsstunden des Sonnabend flogen feind­liche Jägdverbände in den nordwestdeut­schen Raum ein. Dabei griffen sie einzeln oder in kleineren Gruppen, aus der auf- gerissenen Bewölkung hervorstoßend, im Tiefflug den Bahn-, Schiffs- und Straßen­verkehr sowie wahllos kleinere Orte und Bauernhöfe in nahezu sämtlichen Kreisen des Nordseegaues mit Bordwaffen an. Der angerichtete Sachschaden ist im ganzen ge­ring. Leider sind nach den bisherigen Fest­stellungen auch zwölf Personen ge­fallen und 48 verwundet.

Bei den einen Höhepunkt des Luftkrieges anzeigenden Angriffen der zum äußer­sten entschlossenen feindlichen Luftstreitkräfte ist eine Einstellung der Be­völkerung unserer bedrohten Gebiete auf allergrößte Vorsicht und sofortige Bereit­schaft zu allen nur möglichen Luftschutz­maßnahmen angezeigt. Es gilt dies ganz be­sonders dann, wenn einzelne feindliche Flugzeuge angezeigt werden. Wer beim Ertönen des Alarmsignals zö­gert, die Lullschutzräume auf

sen. Bei der Abwehr dieser Angriffe zeich- rz u s u c h e n , kann in ä- erste Ge- neten sich leichte Flakbatterien der Luft- Ifahr geraten.

Brillanten für Oberst Graf Strachwitj

Führer einer Kampfgruppe als elfter Soldat der Wehrmacht ausgezeichnet

dnb. Berlin, 16. April. DerFührerver- lieh am 15. April 1944 das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum R»terkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst d. R. Hya rinth Graf Strachwitz, Führer einer Kampfgruppe, als elftem Staaten der deut­schen Wehrmacht. Oberst Graf Strachwit

flat diese höchste Tapferkeitsausze chmng für unzählige hervorragende Waffentaten auf den verschiedensten Schauplatzen dieses Krieges erhalten.

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s tg. _ Graf Hyazinth Strachwitz ist ursprünglich P « »rühm-

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reichen Draufgängergeist l^er ^nighch

Kämpfer der NSDAP. Der Graf er ^ h ^J ; als ich ihn, den Kommandeur des Panzer

regimenlsGroßdeutschland", vor ein^n Jahr

in seinem ukrainischen Teldquar er suchte, mit großer Wärme von seinem Ein­

satz als ff -Reiterführer in Schlesien vor dem Kriege. Als ich ihn damals, es war gerade der große Vernichtungssieg über das im Frühjahr 1943 bei Bjelgorod angreifende so­wjetische Panzerkorps errungen, nagh sei- '-Tiern Rezept fragte, erklärte mir der alte Jäger; er röche eben den feindlichen Panzer, wie er ein Stück Wild ipi Busch zu wittern gewohnt sei und packe ihn dann unver­mutet . . . Der später, Anfang Juli, ge­fallene tapfere Adjutant, Hauptmann von Seydlitz, fügte noch lächelnd hinzu, daß der Panzergraf nicht umsonst .in Friedenszeiten jeden Monat ein paar Tage sein schlesisches Gut verließ, um bei seinem thüringischen Panzerregiment zu üben und sich über die Weiterentwicklung dieser großartigen Waffe auf dem Laufenden zu halten.

Graf Strachwitz ist ein mittelgroßer, ge­sund aussehender Mann, der gewohnt ist, einfach und ohne jede äußere Aufmachung aufzutreten. Nur einmal habe ich ihn, bei einem Vortrage vor bekannten deutschen Heerführern, in schwarzer Hniforrc mit allen Orden gesehen. Für gewöhnlich Laf mar. ihn in einer unscheinbaren Drillichbluse

ohne alle anderen Abzeichen als den Hoheitsadler auf der Brust und die Rang­abzeichen des Reserveobersten, auf den Schultern. Das Eichenlaub mit Schwertern, das er damals schon besaß, legte er bloß bei besonderen Gelegenheiten an. Ein glück­hafter Draufgänger und instinktsicherer Tak­tiker, ein hervorragender Kenner derlin der Panzerwaffe verborgenen Möglichkeiten, er­ledigte er mit seinen Großdeutschlandpan- zern -voT einem Jahr ih fünf Tagen iln be­rühmten schwarzen Schnee von Bjelgorod über 150 Kampfwagen des Feindes.

In gleich entscheidender Weise brach der von Oberst Strachwitz geführte Panzerver­band im jetzigen Aprilmonat an der Narwa-Front in das tiefgegliederte Stellungs­system der im dichten Wäld verschanzten Bolschewisten ein. Es ging um eine wich­tige Korrektur des Frontverlaufes, wie ihn die schweren Winterkämpfe hinterlassen hatten. Jeder Panzerführer weiß, daß Einsatz von Kampfwagen im Waldgebiet meister­liches Können und unbeschreibliche Sicher­heit in der Anlage solcher Operationen er­fordert. Der Panzergraf brachte dieses Kunst­stück fertig. Mit den Soldaten unserer Pan­zerwaffe und dem ganzer, deutschen Heere freuen wir Nationalsozialisten ur.s vor Het­zen über die heute bekamtgeqebens Beloh­nung solcher Talen rait der höchsten deut­schen Tapferkeitsarrzeichnrug,

italienischen Wehrmacht Ausdruck gab, von siner «sichen Herzlichkeit und von einer solchen inneren Wärme getragen, daß sie im schreienden Gegensatz zu den nervösen Auseinandersetzungen im Feindlager stehen.

Diese unzertrennbare Kampfgemeinschaft ist darin begründet, daß die Dreierpakt­mächte nach ihrem Siege sich nicht gegen­seitig zu fürchten brauchen, sondern wissen, daß das untrennbare Zusammenwirken sie einmal vor dem gemeinsamen Vernich­tungswillen der Gegner gerettet hat und daß zum anderen dieses Zusammenwirken allein ihnen Leben, Freiheit und sicheren Aufstieg in der Zukunft zu sichern vermag.

Der Dreierpakt ist eben nicht, wie das auf der Gegenseite der Fall ist, eine nur künstlich durch den Haß zusammengehal­tene Koalition, sondern eine Gemeinschaft von Nationen die von gleichen. Grundsätzen 'der' zwischenstaatlichen Ordnung und der" übernationalen Zusammenarbeit ausgehend zu gleichen Zielen streben. Diese Einigkeit und die innere und äußere Stärke der ge­meinsamen Kriegführung gegen eine in den tieferen Gründen doch uneinige und aus­einanderstrebende Koalition sichert den Sieg.

Oherst d. li. Graf älracnwitz, der um elfter Soldat der deutschen Wehrmueht dns Eichen­laub mit Sclneerlern und Brillanten trägt. PK.-AuJn, Kriegsber. Schmeck 1Scherl)

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Von

Generalleutnant Schmetzer

Auf Grund der Eindrücke einer eingehen­den Besichtigungsreise schildern die nach­stehenden Ausführungen von berufener militärischer Seite für den Parteipresse- Sonderdienst die Maßnahmen und Erfolge der Vervollkommnung der Verteidigungs- kralt des Atlantikwalls in den vergangenen Monaten. Die Einzelheiten über den Aus­bau der Befestigungsanlagen und die Durch­führung vielseitigster Uebungen der Truppe, die auf jede Möglichkeit vorbereitet wurde, waren bis jetzt noch nicht bekanntgegeben. So können wir dem Feind in Ruhe zurulen; Come ln hereinspaziert!

Bremer Zeitung 11

Ich komme gerade von einer Bereisung ^es ganzen Atlantikwalls zurück, und.st e d?s voll frischer, ich kann wohl sagen,. tiefer Eindrücke.

Schon hinter der eigentlichen Front von Morgen, da, wo die Eingreif-Reser- ' v e n die zahlreichen Panzer-Einheiten, die Ausbildungsverbände und allerhand Stäbe und Versorgungs-Einrichtungen liegen, gings an. Da wird auf Teufel-komm-raus ausgebildet, exerziert, scharf geschossen und geübt, einzeln, in kleineren, dann im größeren Verband und schließlich mit allen Waffen. Besonders die vielen Panzer machen dann überall die Straßen und das Gelände unsicher. Was sich so ein fachmännisches Gehirn nur immer an Schwierigkeiten und Hemmnissen, an Ueberraschungen, Fallen und Tricks ausdenken kann, kommt dran. Und schließlich hat man eine Truppe und eine Führung, die alle erdenklichen Einsätze, Gegenstöße, Gegenangriffe und Verschiebungen geübt hat, Weg und Steg kennt, so wendig und durchgebildet ist, daß ihr die dreckigste Lage, vor die sie der Ernstfall stellt, hei weitem nicht so schlimm vorkommt wie das, was sie von ihren Uebungen her gewohnt ist!

Alarm mit anschließender Uebung ein Kapitel für sich! Da wird alles mit betroffen, was überhaupt eine Waffe bedienen kann. Die Ausbildungs-Einheiten, die Stäbe und Kommandanturen mit den letzten Schrei­bern, Zeichnern, Fahrern, Pferdewärtern, Or­donnanzen, Köchen; das Bodenpersonal von Flugplätzen, die' Kolonnen, motorisiert oder pferdebespannt, Bahnpersonal, durchreisende Urlauber und Kommandos, die Männer von der OT., von Werkstätten, Parks und Ver­pflegungsämtern. Da gilt es, Unterkünfte zu verteidigen, Sperren zu schließen und zu besetzen, Brände zu löschen, verschüttete oder vertrichterte Straßen und Wege frei zu machen, den Verkehr zu regeln,' Ein- und Ausladungen durchzuführen, Brücken zu sichern, bewegliche Stoßgruppen in Marsch zu setzen, luftgelandeten Feind anzugreifen und durcbgebrochene Panzer abzuwehren. Und solche Alarme platzen mitten in die Dienst-, Essens, Schlafenszeit herein, wie's gerade trifft, und müssen klappen!

Nicht zu verqessen: Der Ausbau der Stel­lungen! Auch hier hinter der Front, Ort­schaften, Barackenlager, Unterkünfte, Mu- nitions- und Verpflegungslager, Fabriken, Bahnhöfe müsset; zur Verteidigung einge­richtet, Anklammerungs- und Sperr-Stütz- puikte, Riegel- und Auffangstellungen, Brückenköpfe ausgebaut, Beobachtungsstel­len eingerichtet werden.

Und nun vor an die Küste 1 Tm Wachdienst wechr-eln die eingesetzten Kräfte häufig je nach t.andegefnhr und Sitht. Steht ;n der Küste eine Brandung, daß kein Boot iurebkommt, oder ist klare Sicht, stel­lenweise auch hei ablaufendcm Wasser und bbe komm' man mit weniger Posten