Ausgabe 
(13.4.1944) 102
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„jieiamiliche Tageszeitung

■ imUbla» des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblaü des Reichsslaiihaliers in Oldenburg und Bremen

ST- li Jahrgang

Donnerstag, den 13., April 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

129 nachnewiesene Abschüsse!

Feldafing.

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’^s-Wulf und Messerschmitts mähten unter den Terrorbombern — Feindliche Langstrecken/äger nützen wenig Angriffsplan des Feindes kam^zum Jrqgen — Mo/ocfi Roosevelt will die Irrsinnseinsäfye weiter fortsetyen

Mle richt unserer Berliner Schriftleitung !w sch Berlin, 12. April. Nach ihren li« Erfolgen vom Ostersonnabend und 0 S iersonntag hat die deutsche Luftver- gen nordamerikanischen Bomber- ,aden am Dienstag wieder einen beson- - schweren Schlag versetzt, indem sie 129 ^ÄÜeiije, davon 105 viermotorige Bomber, “‘Wb, < rtiele und damit die Verlustbilanz der lftLSS,® *»* nischen Bomberverbände Im versrährt ftai AuI ihrer Osteroffensive auf mindestens [tochlnen, ungerechnet die „stillen Ver- die aullallend hohe Zahl der Lan-

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rlusle an fliegendem Personal sind mit d 2300 Mann sicher nicht zu hoch ver- lagt.

Bomberverband des Feindes flog, wie amtliche deutsche Darstellung besagt, Nordwestdeutschland ins

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Verband seinen Weg über die Östsee D und von Norden her das Reichsgebiet itreichen versuchte. Die Vereinigung

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CARL BIRKENST0C1 ^Verbände sollte unter Umgehung des erstarken Raumes von Berlin etwa im s der unteren Oder erfolgen. Beide Sünde führten ■ zahlenmäßig starke Be- Verbände von Langstreckenjägern mit, den Bombern bis zum Zielgebiet Schutz in sollten.

to'i dieses starken Einsatzes von Lang- eünjägern konnten die deutschen Luft- iiigungskräfte wiederum einen großen iaisatz der eingeflogenen Bomberver- a vernichten. Bereits über See wurden -»indpulks von deutschen Jagd- und siiergeschwadern gefaßt und, erlitten ri ihre ersten Verluste. *

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irend einzelne deutsche Jagdstaffeln feindlichen Jagdschutz in schwere ämpfe verwickelten, konnte das unserer Jagdwaife aut die Bomber angesetzt werden.

■a über nordwestdeutschem Gebiet fiel iganze Reihe Viermotoriger den heftigen -in deutscher Jäger zum Opfer. Auch » Weiterflug nach Osten sah sich Feindverband laufenden Angriffen hi deutscher Jagdkräfte ausgesetzt,

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verlängerti/ifSrhnittßi^ had der über die Ostsee ankommende and ebenfalls schon auf. See unsere Äb- m spüren bekam.

Mi die laufenden schweren Angriffe aieabereits viel Feindflugzeuge zu B orn- “lotwürfen gezwungen, so daß bei Dienstagangriff der USA. - Luftwaffe ® sin eigentlicher. Schwerpunkt in der birdierung der Ziele zu erkennen ist. Luftschlacht erreichte ihren Höhepunkt, ■;i »ach seiner Vereinigung nunmehr ' ®sen fliegende Verband mit Nord- u,s das Reichsgebiet wieder verließ. Mts im Raum von Rostock und Inse.l Fehmarn entwickelten ■“Ochmals schwere Luftkämpfe, die den icff 601 "'iederum viele viermotorige löl . *^ en - Auch der inzwischen zur cingetroffene neue Jagdschutz fu » Se ^ er ' uste nicht verhindern. •' °nnung, d a ß (j er Ei nsa |; Z von nord- ™ n ' sc ' len Fernjägern ,j. “ en Großbombern eine weitgehend ^® te . Durchführung ihrer Angriffs-

;«m o g U c hen i conn {g | mu ß nac h den fliegenden Erfahrungen von der .■“f auch abgeschrieben werden. Auch . af» Längstreckenjägern, den zwei- >-» i.Ughtnings" und den einmotori-

■ _ underbolts'.', deren - Reichweite , «zuwerfende Zusatztanks bis weit

■ ^gebiet vergrößert wurde, fiel eine

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zum Opfer.

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feindlichen Lang-

enjäger schon beim Anflug teil-

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der hart bedrängten

«sU»"■-“““ue sie zunächst zu huj. " le l 11 sohlen, die das entschei- le unserer Jäger bildeten.

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:: taktische Ueberlegehheit

ä, T,J. wachte bald die Großbom-

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' diesen Tagen ganz deut-

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r^3fcn ;,"; e Dp utschen aus der Luft oej a ' e f Entsprechend sind die k 7 ' 5 “fcs; f ., a ? °' amer ikanischen Nach- solch phefaßi, in denen es im- t m än , n üroßen Unternehmungen fee )n '® deutschen Jäger wieder fet || et V' r ‘ z'"irgen können”, ifei! oipcii führungspläne, 'Ufer Hartnäckigkeit abge* 1

wickeltes Angriffsprogramm schließlich doch hoch zur*Aufsplitterung, Verdrängung ,und Ausschaltung der deutschen Jagdab-- wehr zu gelangen, wird aber immer deut­licher zur Illusioji Nach der ersten Kata­strophe von Schweinfurth gestand Roose­velt, daß sich die amerikanische Luftwaffe solche Verluste, wie sie jetzt dicht gedrängt und steigend an drei Tagen zu verzeichnen waren, nicht jeden Tag gestatten könne. Heute will man wohl die amerikanische Oeffentlichkeit nach der Ueberwindung des ersten Schocks an solche Verlustziffern gewöhnen, wenn man immer­hin zunächst schon achtzig Flugzeuge als nach dem -Angriff von Dienstag als vermißt meldet. Wie die nordamerikanischen Pilo­ten selbst die Stärke und Schlagkraft unserer Jagdabwehr entgegen den Hoffnun­gen ihrer Führungsstäbe beurteilen, das erkennt man aus den Aussagen einzelner von ihnen, die eine Newyorker Zeitung ver­öffentlicht.

Es heißt da unter anderem: „Die großen Bomber mußten sich von dem Augenblick an, als sie den Kanal überflogen, mit Feuer aus allen Rohren gegen die deutschen Kampfflieger wehren. Die Schlacht war eine der wütendsten, die jemals auszufech­ten waren. Unsere Jäger mußten teilweise umkehren und es unseren Bombenflugzeu­gen allein überlassen, mit den deutschen Jägern fertig zu werden. Manchmal sah nian dreihundert deutsche Jagdflugzeuge gleichzeitig in der Luft. Ganze Schwärme deutscher Jäger griffen unsere Staffeln von 1 rechts an. Durch unsere Ferngläser konnten wir beobachten, wie sie immer wieder in die Bomberformationen einbrachen. Wenn ein fliegender Koloß zu taumeln anflng,

dann war er auch schon erledigt. Dann hängten sich fünfzehn Focke-Wulf an unse­ren Schwanz und flogen so dicht unter uns, daß wir das bärtige Kinn deis Piloten genau erkennen konnten. Wir sahen, wie sie die Gruppe unter uns angriffen.”

Ein amerikanischer Pilot zählte 78 deut­sche Jäger und sah sechs Gsoßbomber im Feuer der deutschen Jäger albstürzen. Ein anderer faßt seine Eindrücke wie folgt zu-" sammen: „Ich habe schon zwei Flüge nach Mitteldeutschland mitgemächt. Der letzte jedoch war noch' erbitterter als die voran­gehenden." .

Zahlen über angebliche deut­sche Jägerverluste trösten will, so is*t das nur ein kläglicher Ver­such, über die eigene Katastro­phe hinwegzutäuschen. Auch in der englischen Oeffentlichkeit hat man sich bereits über diese maßlosen Ueberlreibun- gen lustig gemacht. Wir lassen unumstöß­liche Erfolgsziffern für sich sprechen, die der Gegner immerhin schon in der allgemei­nen Größenordnung zugehen muß, wenn er auch das ganze Ausmaß der Niederlage ver­schweigt.

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Hilflose Uebertreibung dier deutschen Verluste

Angesichts der Sturheit, die d!e nordame­rikanischen und englischen Führilngsstäbe an den Tag legen, rechnen wir durchaus nicht damit, daß der Gegner bald die Hoff­nungslosigkeit seines Vorhabens erkennt, unsere Jagdgeschwader schachmatt zu setzen. Sie werden bei Tage und bei Nacht ebenso zur Abwehr bereitstehen wie unsere Flugzeugindustrie weiter arbei­ten wird, um im verstärkten Maße die Jagd­flugzeuge zu liefern. Die' kampferprobten Jäger, denen wir für ihren Mut und Schneid bei der Verteidigung des Luftraumes über der deutschen Heimat aus tiefstem Herzen danken, erhalten fortlaufend Nachwuchs an jungen Flugzeugführern, die es ihren er­probten Kameraden gleichtun wollen. Ohne Opfer und Verluste 'auch, auf unserer Seite geht es, das wissen wir, in s'olcHen heißen Luftschlachten gewiß nicht ab. Aber wenn die amerikanische Luft­kriegführung die eigene Oef­fentlichkeit mit phantastischen

232 Bomber, 55 Jäger in drei Tagen

dnb. Berlin, 12. April. Daß unsere Luft­verteidigung auch mit dem zahlenmäßig starken Jagdschutz der feindlichen Bomber­angriffe feTtig wird, und daß es ihr trotz­dem immer wieder gelingt, an die Bomber­verbände heranzukommen und sich dort ihre Opfer herauszuschießen, beweisen die Abschußziffern vom Ostersonnabend, Oster­sonntag und vom Dienstag. Zum Vergleich seien die Abschüsse von viermotorigen Bombern und die Abschüsse von feindlichen Jagdflugzeugen an diesen drei Tagen ge­genübergestellt:

8. April: 65 viermot. Bomber, 22 Jäger

9. April: 62 viermot. Bomber, 9 Jäger

11. April: 105 viermot. Bomber, 24 Jäger

zusammen: 232 viermot. Bomber, 55 Jäger Neben der sich immer mehr verstärkenden deutschen Jagdwaffe, bei der der Schwer­punkt der Abwehr der feindlichen Luft­angriffe liegt, ist es aber auch die deutsche Flak-Artillerie, die einen großen Anteil an den Abschußerfolgen hat, und die gerade in letzter Zeit durch ihre neuen Ab­wehrmethoden bemerkenswerte Erfolge er­zielte.

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Die Haichssc/ude der l\Sl)AI \ leldafmg am Starnberger See besteht nn Frühjahr 1944 zehn Jahre , lk ir bringen ans diesem Anlaß erstmalig einen Bericht über Erfolg und Ziel dieses ein­zigartigen Krziehungsinstitutes im kulturpolitU sehen Teil . Fot. Reichsschule Feldafing

Spanien

4öt medet Spanien

Von unserem Vertreter in Madrid

Hanns Decke

Abwehrerfolge im Süden der Ostfront

Höhengelände nordöstlich Jassy genommen — Sowjetangriffe südöstlich Ostrow im Gegenstoß abgeschlagen Die schweren Verluste der Terrorbomber — Deutsche Unterseeboote versenkten 37000 BRT.

dnb. Aus dem F“ührerhaupjquar- t i e r, 12. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Wfekannt:

An der Nordfront der Krim setzten sich deutsche und rumänische Truppen unter harten Kämpfen auf weiter südlich gelegene Stellungen ab. Eine große Zahl feindlicher Panzer wurde abgeschossen. Im Zuge der auch auf der Halbinsel Kertsch eingeleiteten Absetzbewegungen wurden Stadt und Hafen Kertsch nach Zerstörung aller kriegswich­tigen Anlagen geräumt. Schwere Kämpfe mit den stark nachdrängenden Bolsche­wisten sind im Gange.

Bei Owidiopol östlich der D n j e s t r - Mündung wehrten unsere Truppen heftige feindliche Angriffe ab und vernichteten vorgedrungene Kräfte der Sowjets. 20 feind­liche Panzer wuiden dabei vernichtet. Am unteren Dnjestr südöstlich Orhei und nord­westlich" Jassy scheiterten von Panzern un­terstützte sowjetische Durchbruchsversuche. Nordöstlich Jassy warfen schnelle deutsche Truppen den Feind zurück und nahmen ein wichtiges Höhengelände. Mehrere abge­schnittene feindliche Kampfgruppen wurden vernichfet.

Zwischen Stanislau und dem weiterhin zäh „verteidigten T a r n o p o I nahmen deutsche und ungarische Verbände gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand erneut eine Anzahl Ortschaften .In den Kämpfen der letzten Tage hat sich hier die Tiger- Abteilung 506 unter Führung von Haupt­mann Lange besonders bewährt.

Im Kampfgebiet von Kowel zerschlugen unsere Truppen sowjetische Kräftegruppen.

Südöstlich Ostrow wurden laufende mit neu zugeführten Kräften und starker Schlachtfliegerunterstützung vorgetragene Angriffe der Sowjets in erbitterten Kämpfen zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen. In den letzten Tagen hat sich das 1. Bataillon des Luftwaffen-Jäger-Regiments 25 unter Haup.t- mann Gehrken besonders hervorgetan.

Wachfahrzeuge der Kriegsmarine schossen über der Narwa-Bucht vier sowjetische Bomber ab.

An der italienischen Südfront wurden gestern' wiederum durch Stoßtrupps meh­rere Stützpunkte und Bunker des Gegners mit ihren Besatzungen in die Luft ge­sprengt*

Im Raum' von Nettuno erzielten unsere Fernkampfbatterien in Materiallagern des Gegners starke Explosionen und anhaltende Brände.

Deutsche Kampf- und Torpedoflugzeuge führten in der letzten Nacht einen Angriff gegen den britisch - nordamerikanischen Nachschubverkehr im Mittelmeer. Sie vernichteten dabei im Seegebiet von Algier trotz starker feindlicher Abwehr aus einem Geleit zwei Zerstörer und beschädigten sechs Frachter mit 42 000 BRT. durch Bom­ben- und Torpedotreffer so schwer, daß mit der Versenkung eines Teiles dieser Schiffe zu rechnen ist.

Am gestrigen Tage erlitten no£damerika- nische Bomber bei Angriffen gegen Mittel­und Ostdeutschland erneut schwere Ver­

luste. In heftigen Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden 129 feindliche Flug­zeuge, darunter 105 viermotorige Bomber, abgescliossen. In mehreren d*er angegriffe­nen Orte, besonders im Stadtgebiet von Stettin, entstanden Schäden und Verluste unter der Bevölkerung.

Bei geschlossener Bewölkung führten bri­tische Bomber in der vergangenen Nacht einen Terrorangriff gegen die Stadt Aachen. Im Stadtgebiet entstanden Schä­den, die Bevölkerung hatte Verluste. Trotz schwieriger Abwehrbedlngungen' wurden bei diesem Angriff sowie über den besetz­ten Westgebieten 22 feindliche Flugzeuge vernichtet. Einige britische Flugzeuge war­fen außerdem Bomben, im Raum von Hannover. \

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht mit guter Wirkung Ziele in Ostengland an.

Sicherungsfahrzeuge eines deutschen Ge­leits brachten in der Loire-Mündung vier britischfe Jagdbomber zum Absiurz.

Unsere Unterseeboote versenkten fünf Schiffe mit 37 000 BRT. sowie zwei Zer­störer und ein Minenräumboot.

Nach wenigen Minuten gesunken

Zum Angriff auf das Geleit im Mittelmeer

dnb. B e r li n , 12. April. Deutsche Kampf­und Torpedoflugzeuge griffen, wie der heu­tige Wehrmachtbericht meldeten der Nacht zum 12. 4. erneut die britisch-nordamerika­nische Nachschubschiffahrt 4m westlichen Mittelmeer an. In überraschendem Vorstoß gegen ein im Seegebiet von Algier nach Osten laufendes Geleit überwanden unsere Flieger die starke feindliche Ab­wehr und trafen schon in^den ersten Minu­ten einen mit hoher Fahrt Taufenden Zer­

störer so schwer, daß das Kriegsschiff über die gesamte Schiffslänge brannte und alsdann sank.

Ein zweiter Zerstörer wurde durch einige Torpedotreffer ebenfalls vernichtet. Die deutschen Flugzeuge trafen mit ihren Bom­ben und Torpedos noch sechs beladene Frachter mit rund 42 000 BRT. schwer. Es wurde beobachtet, wie einer der Transpor­ter, der in Brand geraten war, bereits nach wenigen Minuten unterging.

Roosevelt bezahlt die Toten von Schaffhausen in bar

Blut und Tränen afs Geschäftsunkosten - So führt die jüdische Hochfinanz Krieg I - Kostenvoranschlag für die

Invasion auch schön aufgestellt

Eigener Bericht

m. Berlin, 12. April. Der Vertreter der Vereinigten Staaten von Nordamerika in Bern hat der schweizerischen Regierung j „als erste Zahlung für die Wiedergut -1

angelten, und ja auch dem Papst seine zer­störten Kulturgüter bezahlen wollten, nicht zu haben. So wollen weiterhin die Schweiz der Luftgefahr überlassen, um die schweize­rische Einflugstrecke nach Deutschland be­nutzen 'zu können. Sie ersetzen Menschlich-

machung der durch die Bombardierung von ^ und ghrgfühl durch Dollars, wie sie ja Schaffhausen entstandenen Schäden einen j s C j, on herausgerechnet haben, daß die

Wechsel in Höhe von einer Million Dollar j nVasi ' on voraussichtlich mehrere 100 Mill. überreicht. Dollars verschlingen wird. Das Blut und die

Den Schweizern wäre entschieden wohler gewesen, wenn der Botschafter • die bin­dende Erklärung abgegeben MUe kunfüg

werde kein Gangster-Bombenflugzeug me

den Schweizer Luftraum durchfliegen. Für derartige Garantien des Anstandes i

doch die Doliarikaner, die mit zwei Fingern die Million aus ihrer Westentasche heraus

Tränen, die fließen werden,' berührt die ver- judeten Yankees nicht im mindesten. Man darf auf die Reaktion der Schweiz auf die schnöde Kaltherzigkeit, Menschenleben als Geschäftsunkosten anzusehen, um so ge­spannter sein, als die Schweiz in diesen Wochen genötigt war, einen sehr erheb­lichen Teil ihres Exportes nach den USA. abzubauen und eine große Zahl von Arbei­

tern brotlos zu machen, weil die Amerikaner nicht den Schweizern freies Verfügungsrecht über ihre in Nordamerika erzielten Erlöse einräumen. Sie können wohl Gold und Devi­sen hereinnehmen, nicht aber, was für sie viel wertvoller ist, für die Verkaufserlöse Rohstoffe und Lebensmittel erstehen. Im laufe der Zeit hat die Schweiz so große Dollarbestände übernommen, daß sie jetzt aus Angst, in der Dollarflut untzukommen, zur Schonung der eigenen Währung den Export vermindern mußte. Der Wert der einen Million, die die Washingtoner Regie­rung wahrhaft großzügig zur Verfügung gestellt hat, ist also auch praktisch be­deutungslos. Das ist die Kehrseite der USA.-Buße, die bei Liebt betrachtet, nichts anderes als eine gelungene Schie­bung der Wallstreetjuden ist, die Roosevelt völlig beherrschen.

Es ist ein Grundzug des spanischen Cha­rakters, daß er negativ gegen das Fremde, Neue, Ungewohnte, Ausländische reagiert und sich nact) der mehr oder weniger ge-‘ waltsamen Erledigung einer Einbruchs­epoche immer wieder auf die überkomme­nen Ideale, und- Worte besinnt und auf sie zurückgreift. Diese Macht der Ueberliefe- rung, die wie der Ausbruch eines Vulkans die dünne Kruste einer Periode der Er­schlaffung und Gleichgültigkeit zersprengt, wenn die innere Spannung ihren Gipfel­punkt erreicht hat oder der äußere Feind vor den Toren steht, hat ihre Wurzel in dem historischen Geschehen, dem das Land seit der Zeitenwende, ja noch vor ihr un­terworfen war. Es war ein stetiger, nie ab­reißender hartnäckiger, gegen alle Völker der Welt geführter Kampf um den Na­tionalstaat, der zum erstenmal unter den katholischen Königen Ferdinand und Isabella nach der Verteibung der letzten Mauren aus der Halbinsel Ende' des XV. Jahrhunderts seine Verwirklichung fand, den jedoch schon die Nachfolger Philipps I. weder in seiner Ausdehnung noch Macht aufrechterhalten konnten und der unter den boubonischen Königen- endgültig in poli­tische und wirtschaftliche Abhängigkeit von den mächtig gewordenen Nachbarn geriet.

Es lag wie ein Verhängnis über Spanien. Solange es von Männern regiert wurde, ln deren Adern das gute, klare, stolze und kompromißlose Blut der iberischen und ger­manischen Stammväter floß, — und wir kön­nen Kaiser Karl V. und seinen Sohn, den spanischsten aller spanischen Könige, Phi­lipp II., unbeanstandet dazu rechnen —, war Spanien groß, ein Weltreich, dessen boden­ständige Kultur an erster Stelle in Europa stand, und das aus seinem Schoß die Gestal­ten hervorbrachte, die in allen Volksschich­ten heute noch als vorbildilch gelten. In den folgenden Jahrhunderten gab es zwar noch nationale Höhepunkte, die erkennen ließen, daß der echte Geist der Hidalgos allfes an­dere als erstorben war, aber es waren und blieben meteorische Erscheinungen am grauen Himmel eines dekadenten Nieder­gangs; sie erbleichten und verschwanden wieder unter dem Abrollen des unerbitt­lichen Weltgeschehens, in ddln Spanien kein Gewicht mehr in die Waagschale zu legen hatte. Man denke an die Karlistenkriege und den Sieg über Napoleon, dem Spanien die erste Niederlage beibrachte, obwohl es sich nur mit Messern und Sensen wehrte und über keine dem Korsen gleichwertige Waf­fen und Heere verfügte. /

Das hauptsächliche und grundlegende Kennzeichen' für das heutige Spanien ist die Tatsache, daß es zum ersten Mal wieder seit 300 Jahren von einer Persönlichkeit ge­lenkt und regiert wird, die nicht nur ein Spanier ist — viele der führenden Politiker der früheren Regime einschließlich der Volksfrontrepublik waren auch Spanier —, sondern auch unabhängig spanisch fühlt, denkt und handelt

Spanien ist darum wieder Nationalstaat. Das lange und schmählich unterdrückte Na­tionalgefühl feiert berechtigte Triumphe über eine Umwelt, die sich dem Land durch eine Verkettung schicksalhafter Gescheh­nisse durch ihre materielle Ueberlegenheit aufgedrängt hatte. Die Erhebung begann un­ter ungünstigsten äußeren Vorzeichen. Die Wenigen, die sich um den jüngsten Geneial des Heeres, Franco, scharten, hatten prak­tisch nicht viel mehr als ihren unbändigen Willen, alles, was sie besaßen und vertra­ten, auf die Karte „Spanien" zu setzen, und das feste Vertrauen in die echten vaterlän­dischen Elemente ihres Volkes, die ebenso wie sie unter dem Joch der politischen und wirtschaftlichen Unterdrückung eines feind­lichen Auslandes seufzten, daß sie sich

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