Ausgabe 
(12.4.1944) 101
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Bremen: Oeeren 6/8, Ruf 2 19 31: Nachtruf und sonntags 2 47 65: Obernstraße 86. Ruf 2 19 31? Syke: Mühlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahn hofstraBe 6. Ecke Poststraße, Ruf 4 34 58: Br. Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 n. 8: Br -Blumen thal, Kapt.-Dallmann-Str, 41/43. Ruf 88 tt. 89

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Bsung des Kreuzworträtsöls aus Nr 1 Waagerecht: 1. Genf, 4. Haag, 8. /■

tin 2a Erlau 22. EmWa. ^ s, 25. Esse, 26. Ines inkrecht: 1. Gala, 2. Eton, 3. Nota imer, 5. Alk, 6. Amen, 7, Garn, n, e, 14. Stein, 15, Hebe, 16. Eros 18 Ir- toherichfs, Nuß, 21. Los. 1

Wie aus dem Ei gepellt

i ich, die Pellkartoffel, rundlichgfif ihrhaff, ohne Schälverluste und fir es zu gebrauchen, Mit mirsportiw Zeit, Geld und Vorräte.

iher:

diieiamiliche Tageszeitung

Kiiifcbl 30 ^ e ® R e gi ere nc * en Bürgermei sters der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkünduncrsblatt des Reichssialfhalfers in Oldenburg und Bremen

14 . Jahrgang

Mittwoch, den 12. April 1944

Deutschland bleibt Herr der Situation

Unsere Operotionen an der Ostfront verlaufen dank gigantischer soldatischer Leistungen ordnungsmäßig

In ruhiger Erwartung des Tages „D"

Vtbrmachtbericht verzeichneten Tat- Wunden, dafl die Abselzbewegun- , den vorgesehenen Frontabschnitten

* weiterhin ordnungsmäßig verlaufen hl alle krampfhaften Bemühungen der

* in den Ablauf der Operationen ein- Lj„ und ihnen an einzelnen Stellen sjlaslrophenartige Wendung zu geben, Scheitern verurteilt werden konnten. ,.,11 da, wo es dem Gegner einmal ge- ,'ju stürmischen Nachdrängen seiner ij.jijjg überlegenen Kräfte einen Eln- di ,u erzielen oder Umklammerungs- rfjuogen anzubahnen, wird sein Vor­zimmer wieder durch Abriegelungen,

, -----.—jgimgen oder kühnen Durchbruch

,“ a, „ la Lot ' 11: Imker . 12-Analom (ttienzt Gegenangriffe bewirken dort, - * in Frontverlauf sich nicht ganz ent­

ern! unseren taktischen Berechnungen ideelle, die erforderlichen Korrekturen. Ortsbezeichnungen des heutigen Wehr- Tiraspol, Orhei, Delotyn, oswilz und Brody, charakterisieren wie- das Auf und Ab dieses wogenden ,«Verlaufes.

:;r eines ist man sich dabei vollkom- ilar, daß in diesem gewaltigen Ab- igen von unseren Truppen das denk- Berste an Einsatzbereitschaft, an sierfahrung, an körperlicher und seeli- leistang verlangt wird. Es sind K(, die in dieser Schwere und in die­lt vielleicht einmalig in der Kriegsge- dastehen und für die kein Wort des Lüfür unsere Soldaten stark genug sein

Den Entschluß, so große Gebiete im Osten aufzugeben, den wir uns aber auf Grund un­serer gewaltigen Erfolge im vorausgehenden Verlauf des Krieges im Osten leisten konn­ten, hatte man vielleicht im westlichen Feindlager nicht erwartet, und darum ist man jetzt offenkundig aus militärischen wie auch aus politischen Gründen enttäuscht. Es mag Bluff und der Versuch zur Intensivie­rung des Nervenkrieges sein, wenn jetzt aus London berichtet wird, daß nach den Er­klärungen eines amerikanischen Divisions­stabes das Invasionsdatum nunmehr end­gültig festgelegt und als der Tag ,,D“ be­zeichnet sei. Aber irgendwann einmal wer­den sich die Engländer und Amerikaner

doch entschließen müssen. Aus Washington wird in diesem Zusammenhang berichtet, daß Roosevelt es mit Heftigkeit abgelehnt etwas über den Inhalt einer Note zu sagen, die ihm von Moskau zugestellt wor­den sei.

So wird also schließlich doch einmal der Tag kommen, an dem unsere westlichen Gegner den weitaus größten Teil ihres Kriegspontentials beim Versuch einer In­vasion Europas in die Waagschale werfen müssen. Dabei steht über allen politischen Motiven die militärische Notwendigkeit. Denn wie England und Amerika zu einem Erfolg ihrer Kriegführung gelangen könnten,

wenn sie nicht den Versuch eines militäri­schen Angriffes auf den Kontinent machen,, ist völlig unerfindlich, nachdem sich die Hoffnung, daß man das deutsche Volk mo­ralisch durch Terrorangriffe in die Knie zwingen könnte, völlig zerschlagen hat. Für diesen Zeitpunkt aber ist unsere militäri­sche Führung unter allen Umständen

aufs stärkste und ganz erfolgsicher gerüstet.

Zur siegreichen Durchführung dieses Krieges gehören die stärksten Nerven und absolutes Vertrauen auf höchste Einsatzbereitschaft und größte Kampfkraft der Truppe.

Panzerverbände brachen Widerstand in der Bukowina

Feindlichen Angriffsgruppen in die Flanke gestoßen — Der deutsche Abwehrerfolg südlich Pleskau - Kämpfe an der Nordfront der Krim - Britischer Kommandotrupp auf Rhodos bis auf den lebten Mann niedergemacht

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lohn dieses Einsatzes ist in der Tat- m erblicken, daß unsere militärische aj den Verlauf der Operationen fest in lud behalten hat und bis zu der Linie ;en konnte, von der aus unter Be- lligung weiterer strategischer Not- jwllen die Abwehrschlacht in eine he übergeleitet werden kann. Die Mt der Kämpfe ist durch den Willen * militärischen Führung bedingt, • sich f jir keinen Umständen im Hinblick Industriewerk in den Dona«-!* Ike Gesamtheit der Kriegführung, die die gauen sucht zum sotortlp», r,„j ew wegtlichen Gegner mit ein-

spa eren_ ■ ..Bslf.i^ttaimu8, das Gesetz des Handelns ent-

i» lassen.

hat sich zwar jüngst ganz offen ” Methode des Bluffs und der Täu- . jH*p* n ® w bekannt, als er von den In- jl, ! iplinen sprach, aber daß vor Mona- - Teheran ein gemeinsamer strate- „ wurde, nach dem ., - ‘ ,sc he Angriffe auf die Festung LH*™ Osten, Süden und Westen her i s ii? 1 * wer< ^ en sollen, darf wohl als ,-ebstverständlichkeit angenommen ■■-lan kennt die englische Mentalität f,™ diejenige Churchills zu gut,

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sp<ueren i/jciu>u* ui ‘ u * r . Stenotypistinnen, zuvei»,‘ guter Auffassungsgabe,.»' mit Lebenslauf Zeugnisahrflr ten, jetzigem, Gel,a,t ; K fordprung sowie

hesten Dienst^ntrittstermin . zu richten unter Kem-L-«

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 11. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Nordfront der Krim dauern die schweren Kämpfe mit überlegenen feind­lichen Infanterie- und Panzerkräften an.

Südwestlich und westlich Odessa zogen sich unsere Truppen auf die befohlenen Ziele zurück. Nordöstlich Tiraspol wurde ein feindlicher Einbruch abgeriegelt, west­lich Orhei eine Einbruchsstelle aus den letzten Kampftagen eingeengt.

In der östlichen Bukowina brachen deutsche Panzerverbände starken sowjeti­schen Widerstand, stießen feindlichen An­griffsgruppen in die Flanke und fügten ihnen zusammen mit rumänischen Truppen schwerste Verluste zu. Im Raum südlich Stanislau entrissen deutsche Panzergrena­diere zusammen mit ungarischen Gebirgs- truppen die vorübergehend verlorengegan­gene Stadt Delatyn dem Feinde.

Zwischen Tschernowitz und Brody wurde die Säuberung des Geländes von verspreng­ten feindlichen Kräften, die sich hartnäckig wehren, fortgesetzt. Die tapfere Besatzung

von Tarnopol hielt weiterhin starken feind­lichen Angriffen stand.

Südöstlich O s t r o w rannten die Bolsche­wisten nach Zuführung neuer Kräfte wie­derum vergeblich gegen unsere Stellungen an. Die Bereinigung eines örtlichen Ein­bruchs ist noch im Gange. Südlich Pleskau griffen die Sowjets auch gestern nicht wie­der an. Seit dem 31, März haben hier deut­sche Truppen unter dem Oberbefehl des Ge­nerals der Artillerie Loch und unter Führung des Generalleutnants Matzky die Durchbruchsversuche weit überlegener feindlicher Infanterie- und Panzerverbände vereitelt und dem Feind hohe Menschen- und Materialverluste zugefügt. U. a. wur­den 306 feindliche Panzer und Sturm­geschütze sowie 121 Flugzeuge vernichtet. In diesen Kämpfen haben sich die ober­schlesische 8. Jägferdivision unter Führung des Generalleutnants Volckamor von Kir­chensittenbach sowie Sturmgeschützeinhei­ten unter Major Ernst Schmidt besonders bewährt.

An dem Erfolg der Abwehrschlacht hat die Luftflotte des Generals der Flieger Pflug­beil hervorragenden Anteil. Fliegende Ver­

bände unter Führung von Oberst Kühl und ein Flakregiment unter Oberstleutnant Bulla zeichneten sich besonders aus.

In mehreren Abschnitten der italienischen Südfront drangen Stoßtrupps in stark ausge­baute feindliche Stellungen ein und vernich­teten zahlreiche Bunker und Stützprnkte des Gegners mit ihren Besatzungen. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor eine Anzahl Gefangener.

Italienische Torpedoflugzeuge versenkten in der letzten Nacht vor Anzio einen feind­lichen Transporter.

Ein an der Westküste von Rhodos ge­landeter britischer Kommandotrupp wurde im Kampf bis auf den letzten Mann nieder­gemacht.

Bei der Abwehr feindlicher Bomberangriffe auf Ziele in den besetzten Westgebieten wurden am 10. April und in der vergange­nen Nacht 20 feindliche Flugzeuge abge­schossen.

Nach einem Tagesvorstoß eines schwäche­ren feindlichen Fliegerverbandes in den nordwestdeutschen Raum flogen britische Störflugzeuge in der letzten Nacht nach West- und Mitteldeutschland ein.

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Plutokratische Schwäche für unblutige Sturmangriffe

„Vorbereitende Invasionsdiplomatie" — Drohungen und Druckmittel der Kriegsbankrotteure

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Weiciie S älter« alidnd- F, . , ,V-| r , 'J[’ sere militärische Führung bleibt W ,1* h AT Siediert.« 15#-'«"»ständig in ihren Entschlüssen.

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Pr ‘ ln ' lt. April. Oberst Otto Bü- Ä am 22. 8. 1896 in Kiel, n \J,.7^ reilz nac ^ ^ en schweren " «blich Orel im August 1942, als

Von unserem Vertreter

hw. Stockholm, 11. April. Der Zusammen­hang zwischen Hulls Drohungen gegen die noch nicht genug für die Plutokraten arbei­tenden Neutralen und der Verletzung der Neutralität durch englisch-amerikanische Terr.orbomber und Minenleger wird in der englischen Presse zynisch unterstrichen. Man nennt die Ueberfliegungen Südschwe­dens nach Hulls Rede -bezeichnend. Die Einstellung der Alliierten werde wohl eine Verschärfung der Blockade gegen die Neu­tralen bedeuten. Der politische und wirt­schaftliche Druck auf die Neutralen werde verstärkt. Schweden und die übrigen Neu­tralen müßten sich, so erklärt das englische Blatt zum erstenmal (?) während des Krie­ges auf „unerbittliche“ Forderungen aus Washington und London gefaßt machen.

Schwedische Meldungen aus England und den USA. besagen, nach Cordell Hulls

er mit Teilen seines Panzerregiments aus eigenem Entschluß bis in die feindliche Ar­tilleriestellung vorstieß, dort vier Batterien zusammenschoß und anschließend eine be­herrschende Höhe unter Vernichtung von 16 Sowjetpanzern in eigene Hand brachte. Als Kommandeur des Panzerregiments „Groß- deutschland" ist er im März bei den harten Kämpfen im Osten gefallen.

Major Knuht, geboren am 31. 12. 1908 in Berlin, war wenige Tage von seinem Hel­dentod für eine tapfere Waffentat im Raum

Drohungen seien verstärkte Druckmaßnah- ifien gegen alle Neutralen zu erwarten, ■ be­sonders gegen Schweden, Spanien, Portu­gal, die Türkei und Irland. Gegenüber der Schweiz werde man mit Rücksicht auf ihre Lage etwas vorsichtiger verfahren . . . Die schwedischen Darstellungen sprechen mit Recht von vermehrtem Druck, denn die

Pressionen der Feinde gegen alle kleinen- und neutralen Staaten haben faktisch .nie aufgehört. Eine Londoner Meldung spricht von der Einleitung einer politischen Offen­sive gegen die Neutralen. Eine Newyorker Meldung stellt Hulls Erpressungsversuche gegen die Neutralen als neuen Schritt „vor­bereitender Invasionsdiplomatie“ hin.

Die U-Boot-Verluste der USA. im Pazifik

172 U-Boote von der Achse versenkt

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c-; ese ^ enn nun Engländer und Ame- zweite Front zu \ Ch , ten - “ Man “acht kein 7--. \, e ürc htungen, daß die ver- :: ; ,j ‘ mac hte vielleicht den Luft- 1 5:iv:J r ° ße Bedeutung beimessen oie/r * e *" anc * 0 ffensive mit Ar- , d 9 es müde werden könn- *;,v‘* ben fassen.“

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keine Osterreisen machen dürfen oder wol­len und dergleichen mehr. Das gehört zu den | seit Jahr und Tag beliebten Methoden der Engländer und. Amerikaner, sich und die anderen über die Wartezeit hinwegzu­trösten. Ihre Erfindungsgabe auf diesem Ge­biet ist groß. Alle paar Tage werden durch sämtliche Kanäle der plutokratischen Welt­publizistik und Agitation neue Nachrichten des Inhalts verbreitet, im Interesse kommen­der Operationen sei dieses G e b >et_ gesperrt, jenes Nachrichtenmittel eingeschränkt, die­ser General habe eine Abschiedsrede gehal- ten, jener Truppenteil sei mit d « atzten Oelung versehen worden. Neutra e richterstatter werden mit Vorliebe zur er- breitung von Gerüchten benutzt, die dw Vorstellung Vorschub leisten sollen, nächsten Augenblick schon konne et *“ Gewaltiges geschehen. Mit dieser Vorstd

lunq von m ö g 1 i c h e r w e i s e sofort k m-

menden gewaltigen Ereignissen wird

Tnvasionsvorbereitungen (seit zwei Jahren gespielt.

dnb. Tokio, 11. April. Der Oberbefehls­haber der USA.-Flotte im Pazifik, Admiral Nimitz, betonte seinerzeit, daß die Untersee­boote im Pazifik eine der wichtigsten Waf­fen sein werden. Dennoch wurden seit Aus­bruch des Großostasienkrieges bis Ende

von Cassino mit dem Ritterkreuz ausgezeich­net worden. Der Feind hatte unter dem Schutze künstlichen Nebels mit Panzern eine Kampfgruppe überflügelt und die Verbin­dung zweier Regimenter unterbrochen. Ma­jor Knuht raffte schnei herangeführte Reser­ven zusammen, warf sich an deren Spitze dem Feind entgegen und stellte die Verbin­dung zu den abgeschnittenen Teilen wieder her. Bei den weiteren Kämpfen in Italien fand dieser tapfere Offizier den Heldentod.

Hohe Feindverluste bei Kowel

dnb. Berlin, 11. April. Die Kämpfe im Raum von Kowel kosteten die Sowjets je­den Tag erhebliche Verluste. So vernich­teten oder erbeuteten die unter dem Befehl von General Hoßbach stehenden 'Verbände eines Panzerkorps in den Tagen vom 4. bis 7. April insgesamt 13 Panzer, 160 Geschütze verschiedener Kaliber, 277 Maschinen­gewehre, 45 Granatwerfer, 112 Panzerbüch­sen, 214 Maschinenpistolen, weit über 1000 Gewehre, ferner 33 Lastkraftwagen sowie große Mengen an Munition und Gerät.

Straßenkämpfe in Fez

Eigene Meldung

BZ. Madrid, 11. April. Die Versuche des Generals de Gaulle, sich zum unum­schränkten Herrscher von Französisch-Ma- rokko zu machen, haben erneut zu schweren blutigen Zusammenstößen in F e z geführt. Die Errichtung neuer Polizeiwachen im Ein- geborenen-Viertel stieß auf einen Steinhagel aus allen Fenstern und von allen Dächern. Männer, Frauen und Kinder gingen den Polizeimännern dd Gaulles mit den primi­tivsten Schlagwerkzeugen zu Leibe. Die An­gegriffenen schossen.

Allgemein wird in Fez über die Schreckensherrschaft Klage geführt, welche

Februar 1944 bereits 172 U-Boote der USA. versenkt und 62 weitere schwer beschädigt. Inzwischen haben sich die Verhältnisse für die Amerikaner weiter verschlechtert. Allein in der Woche vom 31. März bis zum 5. April wurden vier Unterseehoote versenkt.

die Senegalschützen nach der blutigen Nie­derwerfung der Februar-Unruhen in der Stadt ausüben. Plünderungen, Einbrüche in arabische Häuser, Ueberfälle auf Frauen und Mädthen gehören zu den täglichen Ver­gehen der Senegalesen. Die gaullistischen Behörden rächen sich für den Widerstand der Eingeborenen gegen die Zwangsmaß­nahmen mit Verhaftungen marokkanischer Notabein.

Späh- und Stoßtrupptätigkeit

dnb. Berlin, 11. April. An der süditalieni­schen Front kam es am Montag bei beider seitiger Späh- und Stoßtrupptätigkeit nicht zu größeren Kampfhandlungen. Mehrere zum Teil mit Hunden vorfühlende' Schleich- und Stoßtrupps des Feindes wurden abgewiesen. Ein deutscher Stoßtrupp, dem es ge­lang, sich mehrere Tage lang im feindlichen Gebiet aufzuhalten, hat dem Feind hinter der Front erhebliche Verluste zugefügt. Durch Zielfeuer der deutschen Artillerie wurde wiederum ein feindliches Munitions­lager in Brand geschossen.

Ein Drittel der Einwohner ermordet

dnb. Rom, 11. April. In dem rund 22 000 Einwohner zählenden in der süditalienischen Landschaft Lukanien liegenden Provinz­hauptort Matera wurde rund ein Drittel der Bevölkerung von den Bolschewisten er­mordet Im Januar hatte ein bolschewisti­scher Ämtsbürgermeister die „Verwaltung“ der Stadt übernommen. Als erste Amts­handlung ordnete er die Verhaftung aller Kaufleute. Aerzte, Rechtsanwälte, Notare usw. an, die verurteilt und erschossen wur­den. Anschließend wurden sämtliche Geist­lichen verhaftet und die Kirchen ge­schlossen.

Einzelpreis 15 Rpf.

Im Süden der Ostfront

I\uch der Abseizbeivugttnf: haben die Grvnadia* re neue Stellungen bezogen. Die Sowjets rücken langsam und vorsichtig über das hugelise Ge- lande nach. Auf mehr als 1000 m kann man sie trotz ihrer weißen Tarnkleidung, die in diesen Apriltagen zum letzten Mal getragen wird, mit bloßem Auge erf^jjien. Lebhaftes Feuer von allen Seiten zwingt die Sowjets , Entfernung zu halten. Aufn. Kriegsber . Elle (UHJ

lieoß-S(Jtakqkai

Von

Walter Lammert

Die politische Arbeit National­chinas verläuft in Richtung der völligen Ausschaltung anglo-amerikanischer Ein­flüsse und Nachwirkungen sowohl auf gei­stigem wie auf wirtschaftlichem Gebiet und auf die Erreichung einer Staatsform, die der Lebensart und der Kultur seiner Be­wohner gerecht wird. Es ist das Ziel der chinesichen Nationalregierung, einen poli­tisch geschlossenen Volkskörper zu bilden,~ der als Teilhaber der ostasiatischen Wohl­standssphäre auch militärisch in der Lage ist, zusammen mit Japan, mit dem Na­tionalchina ein Bündnis hat, sich gegen jede Bedrohung zu schützen, nicht zuletzt auch gegen die bolschewisxischen Zersetzungs­versuche, die auf dem Wege über Tschung- kingchina immer noch an das junge Staats­wesen herangetragen werden.

Es ist ein Beweis für die Kraft und den Emst der Regierung Nationalchinas, daß seine Wehrmacht jetzt schon Seite an Seite mit Japan gegen die gemeinsamen Feinde kämpft und in dieser Form auch unser Ver­bündeter im Kampf gegen den anglo-ameri- kanischen Imperialismus ist. Es bedarf kei­ner Frage, daß Nationalchina im wesent­lichen noch ein Zukunftsbegriff ist, denn um ein Land von so riesiger Ausdehnung wie China und mit einer viele hundert Mil­lionen betragenden Bevölkerung zu einem einheitlich gelenkten Staatswesen umzu­formen, bedarf es einer Reihe von Jahren. Man muß berücksichtigen, daß die Zerfalls­periode des großen chinesischen Kaiser­reichs mit einer völligen Unterhölung der geordneten Verwaltung auf allen Gebieten durch fremde Einflüsse verbunden war. Diese Einflüsse gingen hauptsächlich von den USA. und Großbritannien aus, die ganz Ostasien zu einem Ausbeutungsobjekt ihrer Interessen machen wollten. Letzten Endes ist der Krieg, den Japan mit seinen Ver­bündeten in Ostasien führt, ausschließlich gegen den anglo-amerikanischen Vorherr­schaftsanspruch in diesem Raum gerichtet. Heute ist dieser anglo-amerikanische Ein­fluß in Ostasien schon "Völlig gebrochen. Amerika, das seine Stützpunkte auf die Ost­asien vorgelagerten Inselgruppen, insbeson­dere auf die Philippinen ausgedehnt und sich im Bunde mit England auch an der ostchinesischen Küste eingenistet hatte, ist für* Ostasien unschädlich gemacht worden.

Wir deuteten an, daß es nicht so leicht ist, die verderblichen Auswirkungen der jahrzehntelangen Einfluß- und Zersetzungs­arbeit des anglo-amerikanischen Imperialis­mus zu beseitigen. Ein gutes Beispiel dafür bietet Schanghai, das mit rund drei N^i- lionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Welt und, die bedeutendste Hafenstadt Chi­nas ist. Hier hatte sich Anglo-Amerika durch „Konzessionen“ nicht nur politische und wirtschaftliche Stützpunkte inmitten eines Nervenzentrums Chinas geschaffen, sondern auch militärisch alle Vorbereitun­gen getroffen, um die Gewalt eines Tages völlig an sich zu reißen. Diese internatio­nalen Konzessionen, die innerhalb Schang­hais fremdvölkische Staatswesen bildeten, sind inzwischen aufgehoben. Dafür ist ein Großschanghai'geschaffen worden, das unter einheitlicher chinesischer Verwaltung steht.' Die Konzessionen sind also gewisser­maßen von der Gesamtstadt aufgesogen worden. Diese Stadt war nicht nur im Laufe der letzten hundert Jahre in ihrer Ausdeh­nung und Bevölkerungszahl gewachsen, ge­wachsen waren auch mit ihr die Unsitien, die Verderbnis, das' Unwesen dunkler Nächte, die alle in ihren Auswirkungen und in ihrer Wirksamkeit nicht durch einen Federstrich oder durch die Schaffung einer Verwaltungseinheit auszumerzen sind. Es wäre auch falsch, zu glauben, daß die be­rüchtigte „Hölle von Schanghai" ausschließ­lich von üblen Geschäftemnchein westlicher Heikunft oder dem verbrecherischen Aus-