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rieiamHiche Tageszeitung
jofsblaö des Re gierenden Bürgermeistera der Freien Hansestadt Bremen
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Bremen: Geeren 6/8. Rot 2 19 31: Nachhut und sonntags 2 47 65: Obernstraße 86. Rut 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2: Br.-Hemelingen: Bahn. holstraBe 6, Ecke PoststraBe, Rul 4 34 58: Br.. Vegesack: Rohrstr. 24. Rut 4 tt 8: Br -Blumen- thal. Kapt.-Dallmann-Str. 41/43. Rul 88 0. 89
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatf des Reichsstaithalfers in Oldenburg und Bremen
. 14 . Jahrgang
Dienstag, den 11. April 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
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pwere Schläge der deutschen Kampfflieger
/jetische Nachschubzentren im Bombenhagel — Luftschiachten bei Braunschweig und über der Ostsee Zusammengefaßte Terror-Angriffe auf das Reich verhindert
In TVtmnnl
., w ai unserer Berliner Schriftleitung Trlin 1°. A P ri1 ' Konzentrierte Andrerer deutscher Kampfflugzeuge lielische Nachschubzentren geben Seht der Ostschlacht während der " ihr besonderes Charakteristikum.
in den Vorlagen S a r n y ange- ’ ,. or den war, richteten sich die letz- limbardements vor allem gegen Kiew, s, und Korosten. Ganz augenschein- Ln diese Luftwaffenangriffe in en- if iunfflenhang mit der neuerlich ge- la Angrifswucht der Sowjets, die zu jiuirar, nachdem bereits vor Ostern [lälärung weitere Bereitstellungen des , B gemeldet und der Druck im Raum Öfosa sich verstärkt hatte.
Oberkommando der Wehrmacht weist ^Schwere der Abwehrkämpfe sowohl Fronten der' Krim als auch bei hin, wenngleich die Räumung dieser idt nicht als aktueller Erfolg der m Angriffe gewertet werden (a die Aufgabe Odessas ganz offenlange geplant war, nachdem die wegung in diesem Raum vorberei- rde. Die Aufgabe der Luftwaffe war die wichtigen Bahnknotenpunkte im igebiet des Gegners anzugreifen, teanlagen zu zerstören und vor allem imelten Nachschubgüter des Geg- vgmichten. Die Tatsache, daß diese ie sich allnächtlich wiederholten und andere Punkte trafen, läßt auf die unserer schweren Kampfverbände Eine Betrachtung *der angegriffe- klischubzentren auf der Karte läßt liisse auf die Bereitstellungen des zu. Korosten wurde, durch die im Raum um Schifomir westlich tonnt, von hjer führt eine Bahnlinie, imopol. Fastow liegt zwischen Kiew ivel und bildet einen bedeutenden tenpunkt. Korosten und Sarny wie tow liegen auf der von Kiew west-
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Waffe während der Ostertage über dem Reichsgebiet, die am Ostersonnabend mit einem massierten Vorstoß in den mitteldeutschen 1 Rauifi begann und am ersten Ostertag den ostdeutschen Raum und das Ostseegebiet‘zum Ziel hatte. Am Ostersonnabend entwickelte sich ostwärts Braunschweig eine halbstündige schwere Luftschlacht, in der die feindlichen Bomberverbände auf einen konzentrierten iClassen- angriff deutscher Jäger und Zerstörer stießen, nachdem bereits auf dem Anflug heftige Luftsämpfe vom Feind zu bestehen gewesen waren. Wie am Sonnabend war auch der amerikanische Bomberverband am Sonntag von starken Jagdvgrbänden begleitet, die die Bomberpulks abschirmen sollten, aber nicht die empfindlichen Verluste ver
meiden konnten, die den Bomberpulks durch die deutsche Jagdwaffe zugefügt wurde. Sie beziffern sich auf 156 Feindflugzeuge, davon allein 127 viermotorige Bomber, zu denen die stillen Verluste zu rechnen sind, die vor allem am Ostersonntag besonders hoch gewesen sein müssen,. da allein aus Schweden 11 Notlandungen von den bei den schweren Luftkämpfen über der Ostsee beschädigten USA.-Bombern gemeldet werden. Mit größter Wahrscheinlichkeit sind über der Ostsee selbst eine erhebliche Anzahl weiterer Maschinen verlorengegangen. Die amerikanische Bomberführung hatet die Verluste des Sonnabends durch Ihren neuerlichen Angriff am Sonntag dadurch zu vermeiden versucht, daß sie ihren in mehreren Wellen aufge^liederten Bomberstrom auf
der längsten Strecke des Anflugweges 'über die Ostsee leitete, ohne sich durch die Neutralität Schwedens behindern zu lassen. Auf Grund des Eingreifens der deutschen Luftverteidigung entwickelten sich bereits über Dänemark, Schleswig-Holstein und den Buchten der Ostsee heftige Kämpfe, in denen der Feind seine ersten Opfer bringen mußte. Die Wucht der Luftverteidigung nahm den .angreifenden Feindverbänden die Durchschlagwirkung eines zusammengefaßten Bombardements, eines der Hauptziele der deutschen Abwehrmaßnahmen überhaupt, das parallel geht mit dem Witten, das Verhältnis zwischen angreifenden Feindbombern und ahgeschossenen Maschinen des Gegners möglichst in die Höhe zu schrauben.
USA.-Massenüberfliegung Schwedens
Zahlteiche Gangster beim Rückflug notgelandet oder im Meer versunken
Von unserem Vertreter hes. Stockholm, 10. April. Nach „diplomatischen" und „psychologischen" Vorbereitungen traten' die Engländer und Amerikaner die schwedische Neutralität zu Ostern in einer Weise mit Füßen, die deutlich genug von vollständiger Verachtung für die kleinen Staaten und rücksichtslosem Haß gegen ganz Europa spricht. Englisch- amerikanische Terrorbomber überflogen in Massen schwedisches Gebiet. Sowohl am Ostersonntag als auch in der Nacht zum Ostermontag und am Morgen des zweiten Ostertages wurde Schweden in großem Umfang zum Auf- und Rückmarschgebiet zu und von Terrorunternehmungen gegen deutsche Ostseegebiete gemacht. Am Ostersonntag landeten zehn USA.-Terrorbomber, ein elfter stürzte nahe der Küste Ins Meer und
Ktrwel führenden Bahnlinie undj ^Cuschlaqplätze für die Strecken Rowno und Luck.
feindlidier Terrorflieger
»J« übrigen Sektor des Luftkrieges «starke Aktivität der U S A. - L u f t -
Süd- und Südostschwedens. Einige waren durch deutsche Flak- oder Jagdtbeschießung übel mitgenommen, andere hatten Motorenstörungen. Die Besatzungen, zusammen hundert' Mann, wurden interniert. Ein Teil der schwedischen Montagpresse erklärt, die schwedische Jagdfliegerei sei am Ostertag
in regelrechte Kämpfe mit amerikanischen Viermotorigen verwickelt worden.
Die Zusammenhänge zwischen den politischen Pressionen und Erpressungsversuchen sowie den Massenverletzungen der schwedischen Neutralität durch die europafeindlichen Mächte liegen auf der Hand: die neuesten schwedischen Meldungen aus Washington kündigen erneut englisch-amerikanische Förderungen an Schweden an. In amerikanischen Kreisen werde erklärt, Schweden müsse etwas „geduckt" werden. Das schwedische Außenministerium hat bestimmte englisch-amerikanische Behauptungen über Schwedens Wirtschaftspolitik dementieren lassen.
Der Sdilag gegen Korosten
dnb. Berlin, 10. April. Schwere deutsche Kampfverbände setzten in der Nacht znm 10. 4. an der Ostfront ihre Angriffe gegen wichtige rückwärtige Verbindungen des Feindes mit einem zusämmengefaßten Schlag gegen den bereits wiederholt schwer getroffenen Bahnknotenpunkt Korosten fort. Um Mitternacht wurden die Betriebseinrich-
Schwerer Krach in Algier
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Leder o von de Gaulle abgefallen und nach Südalgerien abmarschiert
Von unserem Vertreter
V' ch Y' 10 - April- Seit dem Ein- .*» Kommunisten in das de Gaulle-
h i Wle ki^r noch nie. Im Mit- s ellt die von den Vertretern Mos- jrchgesetzte Absetzung Girauds als »Ishaber. Giraud hat sich damit *?r ßbüemnden, sondern er drängt ’ ™ die restlose Unterwerfung de taTi . den w >Hen des Kremls der . c keil bekannt wird. Giraud greift scharf an: „Sie haben die Ge- epublik verletzt! Ich weigere en mir angebotenen Posten anzu-
tIn ^' raU( Is Freund Pucheu er- htiT /' iraut * s Arzt gleichfalls verur- » fr{ en J s1, beginnen sogar de Gaulles
von ,i VOn illm abzuiallen. Abge- ij. r , Generälen und Stabsoffi- Hl . U eS| tlie nac b Spanien geflohen ' ‘.mm HUe von offener Auf-
kts Fall rtIairika selbst - Der sensa- , 11 . eser Art ist der Abfall des “ e Hautecloi
hra ir-b nü/ftiS 1 5 io,...;' «autecloque,
Gaulles' “- 1 ! der
der sich als den Namen Lec- war bisher der
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"’te Giraud französischer a ber kein Sowjetfreund ist,
erkannte bald, daß sein Freund de Gaulle Moskaus Werkzeug geworden war. Seitdem hatte er die Rolle eines stillen Beobachters gespielt. Er hielt seine Truppen abseits von denen de Gaulles und von denen Girauds. Vermehrte sie und verschaffte sich Kriegsmaterial, daß er von Badoglio-Italienern und zum Teil auch von amerikanischer Seite erhielt. Als sich der sowjetische Kurs in Algier immer deutlicher abzeichnete, brach Leclero seine Beziehungen zu de Gaulle ganz ab und zog mit seinen Truppen und einigen hundert Offczieren und Unteroffizieren nach Südalgerien. Hier schlossen sich ihm algerische Eingeborene an. Nach den neuesten Berichten will Leclero nicht nur gegen die kommunistischen Unterdrücker, sondern vor allem auch gegen die Amerikaner, die er für die Entwicklung verantwortlich macht, Krieg führen.
Die Aktion Lecleros steht in keiner Verbindung mit der Aufstandsbewegung in Südmarokko, wo sich vor Monaten schon Anhänger Girauds und ebenfalls mohammedanische Notabein in Hohen Altai verschanzt haben, um im gegebenen Augenblick loszuschlagen. Die Anglo-Amerikaner, die nur die Aktion Lecleros ernstnehmen, bezeichnen diese Aufstandsbewegung als eine „innerfranzösische" Angelegenheit und benut-
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insbesondere in den -t j.' ,<ln G'Benburg, Bersenbrück - , ;' e A er ' Us te unter der Zivil- - ’Zd’/ trasen: itt Oldenburg vier ^ rei Verwundete, im Kreise 1( , r '' undete ' im Kreise Lingen s id* y im ^ re * se Wittlage fünf . .. 20 Vet 'vundete, im Kreise
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’Gesamtverluste unter der Zivilbevölkerung innerhalb des Gaue* Weser-Ems betragen bei diesen Angriffen sieben Gefallene und sechs Verwundete.
Bei einzelnen Bombenwürfen feindlicher Störflugzeuge in den späten Abendslunden des Sonntag, insbesondere auf Osnabrück, entstanden nur verhältnismäßig geringe Beschädigungen an Wohnhäusern Personenverluste.
aber keine
Soldatentod zweierRittertyeuzträger
dnb. Berlin, 10. April. Major K i r *
im Februar ira Osten den Heldentod.
, MajO /m J ri h r 91 0 V< ]n ivl/gdeburg^ebpren" ist°irn Februar in 9 Ausübung' seines Dienstes tödlich verunglückt
zen sie, um die Verweigerung der Anerkennung de Gaulles zu begründen.
Neue Opfer in Algier
ep. Lissabon, .10. April. Admiral Derrien, der während der Kämpfe in Tunesien Bizerta befehligte, steht jetzt vor dem algerischen gaullistischen Sondergericht für Kommu- nistengegner als neues Opfer.
Moskau wünscht griechisdien Tito
Von unserem Vertreter
hw. Stockholm, 10. April. Die Sowjets haben zur sogenannten griechischen „Regierung“ in Kairo über Ostern die Beziehungen abgebrochen. Sie verlangen die Anerkennung eines von ihnen eingesetzten Bandenhäuptlings, der auch in diesem Lande ein Sowjetregime herbeiführen soll.
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tungen, Hunderte abgestellter Güterwagen und eine Anzahl Transportzüge sowie Versorgungsbetriebe in Korosten von, unseren Kampfgeschwadern mit großen Mengen von Spreng- und Brandbomben bekämpft. Gleichzeitig wurden auch der Bahnhof Schepetowka und das Nachschublager Zwishel von unseren Kampfflugzeugen angegriffen. Auf der Strecke Korosten—Kowel beschädigten unsere Kampfflieger weitere drei nach Westen fahrende Transportzüge.
Blutiger Abflug
dnb. Berlin, 10. April. Die am Ostersonntag nach Norddeutschland eingeflogenen USA.-Bomber wurden auch beim Abflug von deutschen Jagd- und Zerstörerfliegern unausgesetzt verfolgt. Flakartillerie der Luftwaffe griff ebenfalls wirkungsvoll in die Kämpfet ein, Zahlreiche Abschüsse feindlicher Flugzeuge wurden bobachtet.
Generalinspekfeur für den Führernachwuchs des Heeres
dnb. Berlin, 10. April. Durch die am 1. März im Oberkommando des Heeres erfolgte Ernennung des „Gerieralinspek- teurs für. den Führernacbwuchs" werden nationalsozialistische Erziehung und Führung sowie einheitliche Ausbildung des gesamten Führernachwuchses im Heere in eine Hand gelegt.
Damit unterliegen Erziehung und Ausbildung der Offiziersbewerber von ihrer Einstellung bis zu ihrer Beförderung zum Leutnant und der Unteroffiziersbewerber bis zum Abschluß ihrer Ausbildung zum Unteroffizier einer einheitlichen Ausrichtung und straffen Zusammenfassung.
Diese Neuordnung gilt sowohl für die Berufssoldaten, als auch fiir die Freiwilligen und Wehrpflichtigen, die während des Krieges ihre Pflicht als Soldat erfüllen.
Durch enge Verbindung mit der Hitlerjugend und durch Unterstützung und Ausrichtung ihrer vormilitärischen Ertüchtigung stellt der Generalinspekteur sicher, dali das Heer einen den Forderungen der Front entsprechenden körperlich leistungsfähigen und wehrfreudigen Führernachwuchs erhält.
Alle diese Maßnahmen gipfeln in dem Gedanken, der Front den Nachwuchs an Führern zuzuführen, der in dem harten Ringen des fünften Kriegsjahres auch einer feindlichen Ueberzahl überlegen ist.
Uber 2 000 norwegische Seeleute ertranken
Die Hälfte der in alliierten Diensten fahrenden Handelsschiffe versenkt
dnb. Stockholm, 10. April. Wie „Stockholm Tldningen“ aus London meldet, hat die norwegische, in Diensten der Anglo- Amerikaner fahrende Handelsflotte seit dem 9. April 1940 ungefähr fünfzig Prozent verloren. Mehr als zweitausend norwegische Seeleute kamen hierbei ums Leben.
Meuterei in Süditalien
Dr. V. L. Rom, 10. April. In dem zwischen der Adriatischen Küste und Foggia gelegenen Truppenausbildungslager Apricena soll es nach verläßlichen Meldungen zu einer Meuterei gekommen sein. Die in? Lager zur Ausbildung befindlichen polnischen und tschechisch en Verbände verweigerten Durchführung des Befehls. Zur Unterstützung der 5. Armee an die Front Cassino abzugehen. Das Lager wurde von kanadischen und -indischen Truppen umstellt, die die Entwaffnung der Polen und Tschechen durchführten. Unter den Verhafteten und Abgeurteilten befinden sich auch einige polnische Hauptleute. Anlaß zur Meuterei sollen -politische Fragen im Zusammenhang mit Sowjetrußland gewesen sein.
In der griechischen Fremdenlegion in Arabien sind nach Moskau*- Meldungen gleichfalls Unruhen ausgebrochen.
Imredy fordert Einheitsfront
dnb. Budapest, 10, April. Im Blatt „Estiuj- sag“ fordert der frühere Ministerpräsident und bekannte Führer der Partei der ungarischen Erneuerung, Imredy, mehr Tempo.
Die neue Lage habe den rechtsstehenden Parteien ganz andere und günstigere Organisationsmöglichkeiten eröffnet. Die auf anti- bolschewistischer, rassenschützlerischer und sozialer Grundlage stehenden Parteien und "Gruppierungen dürften sich nur das eine Ziel vor Augen halten: eine politische Lage herbeizuführen, welche die restlose Auswertung aller Kräfte der Nation zur Gewinnung des Krieges ermögliche. Deshalb setze er sich für die volle Zusammenfassung der Kräfte und die Errichtung einer großen einheitlichen politischen Organisation ein.
Führerglückwunsch zum kroatisdien Staatsfeiertag
dnb. Berlin, 10. April. Der Führer hat dem kroatischen Staatsführer, Dr. Ante Pa- velitsch, aus Anlaß des kroatischen Staatsfeiertages ein in herzlichen Worten gehaltenes Telegramm übermittelt.
Telegramm des Führers an Professor Filoff
dnb. Berlin, 10. April. Der Führer hat dem Mitglied des bulgarischen Regent- schaftsratas, Professor Filoff, zu seinem Geburtstage ein ln herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt.
Seit vielen Tagen bere.nneri die Btdschcttisten mit stärkster U eher macht die Stadl 1 arnopol. Am tapferen W idersland der Besatzung schein terlen eher bisher (die feindlichen Angriffe. Unser Bild zeigt: Sicherungstrupps durchstreifen dus brennende Tarnopol.
PK.-Kriegsberichter Lechnnr
Im bolivianischer Kabinett wurden Außenminister: VaÜvieso, Finanzminisior: Zri-co, Kriegs- minister: Pinto, LandwirischaftsminiUer: Nogales.
die öitetSotuhaß
Von unserem Berliner Vertreter
Dr, Walther Schneider
•Roosevelts Außenminister Cordeil Hüll hat den Drang verspürt, an das amerikanische Volk und an die Weltöffentlichkeit über denRundfunk eine Osterbotschaft zu richten. Der Drang Stammte nicht von innen, sondern kam von außen. In einer Vorankündigung hatte der Washingtoner Korrespondent der United Preß darauf verwiesen, daß Hüll auf die wachsende Kritik des Kongresses an der amerikanischen Außenpolitik antworten werde. Großspurig und prahlerisch war dann versichert woi- den, daß Hüll nunmehr diese Außenpolitik mit ganz klaren Worten, so klar wie nie zuvor, umreißen und festlegen würde. Was aber tatsächlich der völlig vergreiste und verkalkte USA.-Außenminister zu bieten vermochte, war weiß Gott nicht, wie es die britische Botschaft in einem ersten Kommentar wahrhaben wollte. „Eine feine Rede voller Saft und Kraft“, sie wirkte kaum wie eine dünne Wassersuppe, sondern eher wie abgestandenes Spülwasser.
Ebenso wenig wie Churchill unlängst in seiner Rundfunkrede irgendeine Andeutung darüber machen konnte, wie er sich die Zukunft der Welt vorstelle, vermochte Huü auch nur das geringste zu den brennenden militärischen und politischen Fragen zu sagen, auf die die englische und amerikanische Oeffentlichkeit eine Antwort erwartete. Was er an programmatischen Andeutungen vorzutragen wußte, fällt bei näherer Betrachtung sofort in sich selbst zusammen. Dieser Teil der Ausführungen Huils stützt sich auf den Gedanken einer Organisation von vier Großmächten, der Vereinigten Staaten, des britischen Empire, der Sowjetunion und Tschungkingchina. „Ohne eine dauerhafte Verständigung dieser vier Mächte sind alle Organisationen nur pa- pierne Schöpfungen." Damit hat Hüll seinem „Plan" von vornherein schon die Grabrede gehalten.
Zunächst einmal geht aus dieser Darlegung hervor, daß nach der Meinung des Weißen Hauses bei der künftigen Gestaltung der. Dinge die Ansicht anderer großer und kleiner Staaten — nebensächlich sein soll und geradezu programmatisch übergangen wird. Was die dauernde Einigkeit angeht, so machen sich darüber gerade auch in England und in den Vereinigten Staaten immer mehr nachdenkliche Leute die größten Sorgen. Wenn in den Vereinigten Staaten die kritische Auffassung immer stärker hervorgetreten ist, daß Roosevelt und Hüll keine zielklare Außenpolitik haben, so doch eben aus der Erkenntnis heraus, daß eine tatsächliche und dauernde Verständigung zwischen den vier von Hüll genannten Großmächten nur noch denkbar ist, wenn sich England und die Vereinigten Staaten immer, unter allen Umständen und absolut dem Willen des Kreml unterwerfen. Daß Churchill und Roosevelt dazu bereit sind, weil sie sich in ihrer Kriegführung vollständig von Moskau abhängig fühlen, das kann man allerdings längst als eine feststehende Tatsache ansehen. Wie Churchill mußte auch Hüll die Atlantik-Charta abschreiben. Er sprach zwar ein paar Worte darüber, reduzierte aber ihren Gehalt auf einige niemanden mehr bindende, ganz vage Richtlinien. Von den Problemen der Grenzziehung will er gar nichts wissen.
Der einzige zü treffende Satz in dieser Osterbotschaft findet sich da, wo sie auf die militärischen Ereignisse in Italien zu sprechen kommt, „die Ereignisse haben sich“, so sagte Hüll, „nicht unseren Hoffnungen entsprechend entwickelt“. Es spricht auch nur für die vollkommene Unsicherheit der Grundlagen, auf denen die amerikanische Außenpolitik steht, wenn Hüll in seiner Rundfunkrede einen besonders starken