Geschäftsstellen;
Irenes: Seeres 6/1, Ist 21131: NKhöttl Ml «onntat« 2 47 65; Otenutrele 66, Bai 2 16 31) Syke: Müilendamn 2; Sr.-Beaelisies: 6«hn* hafeltale 6. Eds* Po»lltt«8e, Bsl 4 34 51; Bre Vegesack: Rokrstr. 24. Bai 4 1.1: *r Hanes, tili, K»pt.-D*!lmaim$U. 41/43. Rtll 36 I. «2
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Petiots sehr erleichtern
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■teiamiliche Tageszeitung
"m lsblad de» Reg ierenden Bürgermeigfwg de r Freien Hansestadt Bremen
3. 14 . Jahrgang
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblali des Beichssfatthalters in Oldenburg und Bremen
Ostern 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
LEBEN, DAS IMMER
Sieqhofle Muie f ;, :a
• Von
Kurt G. Stolzenberg
je mehr ein Mensch sich freut auf zeitlich Ehr’ und Gut’, |e weniger hat er zu ew’gen Dingen Mut.
Je mehr hingegen er wart’t auf die ew’gen Dinge,
Je mehr und mehr wird ihm das Zeitliche geringe.
Angelus S i 1 e s i u s (Joh. Scheffler)
seinem'Besuch im Nordseegau Weser-Ems bezeichnete- Egenfeldt die Mutter und den Soldaten als die Schicks^Isträger „Irlands: Beide setzen ihr Leben ein, um Leben zu gewinnen iss eines Kindes und das der Gesamtheit. Solange die deutsche ihrem Volke Kinder schenkt, kann es nicht vergehen, tauge Deutsche mit der Waffe in der Faust das Reich vertei- fea, um durch ihr zum Opfer gebotenes Lebensblut sein Be- iei zu sichern, lebt ständig neu verjüngt die Nation. Welch' göttliches Wunder, daß das Tausende von Jahren im Herzen erleichtern. ii". 5 Xiopas atmende Volk der Deutschen heute, wie zu alter Zeit f die Kleidung ( j IS thiingshaft die Grundsätze der völkischen Gesundheit und Nagefunden,, woraus geschlossen wi, öchkeit der Menschheit vorlebt, während andere Völkergruppen Petiot auch ein Kind ermordet ha th der Scheinblüte weniger Jahrhunr^rte rettungslos absinken, “W sie das große Geheimnis nicht mitnahmen beim Auszug aus »Scholle unseres Erdteils oej^r es später verloren! Der berühmte :iin der Weisen, in dem die einen goldenen Gewinn,
ermark-Orgel“ für Gotenhafea D eiermark stifteten seinem Patenin Gotenhafen eine Orgel. Die „Steie
rrral l< uriveJ l,ij •
luderen, tiefer ahnend, ewige Jugend suchten, ist dem Volk,
rgel“ wird nun bald Tn derStadtiuSr ” ir an 9 ehörel1, ™ mer ein stiller, unbewußter Urgrund seines " "■%* gewesen. Er brauchte .von den Bauern und Jägern, See-
Blind Fächern, Handwerkern und Soldaten nicht besprochen •erden. Die Achtung vor der Heiligkeit des richtigen Lebens, hi Weltordnung zugrunde liegt bis ans Ende der Welt, war ^verständlich. ‘ Nicht in der Art ängstlicher Schonung oder Schneesturm überrascht, AmWim Flei Jeschwörung fremdartiger Mysterien, sondern in seinem ..dijta Gebrauch und unbekümmerten Einsatz für die- Allge-
enhafen erklingen und von.der h Verbundenheit des Gebirgig® ark mit der Seestadt Coteiiie
h in den Stubaier Alpen geriete
ungen in solchen Schneesturm, da BmL Der nordische Mensch betet nicht
dem Gletscher biwakieren hsten Morgen gelang ihnen der Al tr Hütte, doch hatten zwei
rere Erfrierungen an Gesicht Hin lenksame Forschen der mittelalterlichen Gelehrten unserer
3 Füßen erlitten, daß sie von ä
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ASTORIA: NacbmilugsimtilJH 14.00, Abendvorstellung 16.50 W • Atlantic-Cafe: NachmittagsloeiUl 15.30, Abendkonzert M *"
Astorla-Progranw:
4 Carlo Medinf, die unübtrtfelMo Musikalclowns. 5 Johns » 0» Trampoiinakt. Dora Dorette, -- deutsche Vortragsmeistens. « monte, der ausgezeichnete WJ akt. 3 Wlllards io iM»T» Italo, ein Jongleur von KM» Jo Amaro und Maliika. «*»■ Tanzschau. Willi Fe®** 11 :. Worte Humor. Ottilie »M'g. zückende Wiener Vgit jBj® rin. Else Höllhuber 11 I« fantasien. Val» Hö* ** * ..pt Sängerin Ina Thalir W J 1
SSKKSi
Aflanfl«
Heinz Hendrick»
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er wirkt.
Seine Art wirft das Leben nicht leichtherzig in die Waag- i aber sie, entzieht es auch niemals den Kämpfen und Ge- :r. mit denen das Erdendasein uns bedrängt. Darum das
i ob die Abschließung des Lebens etwa in Klöstern wirklich .
:ht abgeholt und ins Krankeita Wohlgefällig. sei, oder ob es, nicht vielleicht eine Verletzung t werden mußten. Gebotes darstelle, zu werken und zu streiten mit den
hin der Welt.
!»ben, aus dem Sieg wächst, lebt auch nicht in her Besorgnis, es könne das Lämpchen verlöschen, und fe nicht im rohen Stegreif, da tierische Kraft sich aus- fe drängt, ohne einen großen Sinn darin zu suchen. Lebens- der Unvergänglich ist, weht allein im mächtigen, auf und ^«wellendem Atem eines Volkes, wie das unsrige es ist. Bi Lebensodem strömt bald beengt, bald bei rasendem Her- - Wd mühsam keuchend, dann wieder in tiefen Zügen Gottes "ttsich aufnehmend — nie versickert er.in ungestört gehen- -Jd schließlich kaum noch wahrnehmbarer Gleichmäßigkeit, verröchelt es in krampfiger Vergiftung wie bei solchen, die tiügerischem Boden gingen. Solange unsere Art den ihr Senen Gesetzen folgt und nicht von dem Grund des ihr zu- *eenen Wirkens abirrt, ist sie unvergänglich.
‘ !s e Erkenntnisse sind wunderbarerweise in einer Zeit neu t and vorder still wachsenden Gefahr einer immer größer ■rhk' ^ er 9 e ^ 7 * c ' 1 ^ e il gerettet, da die Entwicklung der «heit viele Lockungen brachte, sich von der einst ein- * unt * natürlichen Lebensanschauung zu entfernen. Denn i'-hs r ^ ermane au f einsamem Waldhof oder der deutsche des Mittelalters niemals in gleicher Gefahr^ ihre Wesens- verlieren, wie die Geschlechter, die mit Hilfe kunstvoller ... i " len nic ht nur über die Oberfläche der Welt dahinsausen, toi 11 K° 9ar . * n ^ en tiefsten Schlünden der Meere und in den ‘ da» n ' ic * len Höhen des bewölkten Himmels. Viele glaub- i, . nnFch Einbruch des technischen Zeitalters nicht nuT _L ainen ver 9 a ngenen Zeitabschnitt ein Strich gemacht sei, r,j.; ‘ p 1 unter die alte Gattung des Menschen. Narrheit, die ^''.rJperanto-Homunkulus von einem modernen Menschen ", ““'sehe Bosheit, die die Zivilisation der Neuzeit zum- .f-jll J 1, damit blühende Menschlichkeit zu ermorden; statt ■"inri UrC h w °tilabgewogene Gabe. Denn selbstverständ- ,-k cm d as moderne Zeitalter und das Stadium sachlichen 4 ä il" ails 'P die Wunderwelt einst unbekannter Wirkensmög- ifj 'i' Aaußerungen und Mitte 1 des Letfens, nicht Muri aus dem Menschen gemacht werden. Der Friese
; ; i "b 0 “ er auf schwerfälligen Kuffen das Nordmeer befährt nt * s eeboot. Die Rasse, der er entstammt, blüht unbe-
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dem ura >ten Gesetz ihrer Kräfte, ihrer Impulse krafte. _. f rip0 u»W,-«iisB^ ^Notwendigkeiten. Daß .sie das vermag im Jahre Ein
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li^u^aadertundviervundvierzig nach jener Zeitenwende, o-rof« ,f dt ■'FAimJ rW * rrun 9 snrichtete, verdankt sie dem großen Denker »•'S.”umT^Pfer, der -
' F'iinanrf ' se ' Q Volk aus dem schließlich beginnenden 'Cr s ;. -, er se 'ner Gesinnung und Gesittung heraushob. Ver- irim ' der sie, ohne auf das Geschrei „Rückschrittler' zu achten, unbekümmert neu einpflanzte in den
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^er fa .^ T ^°den. Öie anderen, deren Verwirrung keinen ‘•'ajij-r p 1 dränfjten sich um unsere Grenzen mit dem Lächeln . enn 3 sc hätzung oder der giftigen Eifersucht, die ahnt, 'der w -!' recl ’ t gesetzt wird.-Und so erneuerte sich wie nie J^ j.. ulen de Kampf gegen die Deutschen.
,le j?. e ' die Deutsche führten, hatten immer das. gleiche .' :?1 tarn» 16 ,^ rie 9 e ' die gegen Deutschland geführt wurden " dieselbe Maske, die dem ersteren Antlitz seine '■f, , entlieh, um Irrtum zu stiften und Betrug durch- ' -'Laben » Um diese Osterzeit sehen wir fromme Mienen e Bew egungen bei denen, die wider unser neu ge- fcl^j trolz Not un d Tod des Einzelmenschen immer Mirr»n n S ^ , °ll ; sleben zu' Felde zogen. Wir lassen uns 'itä dip u- nn es ist Scheinleben, das die Völker führen.
‘ .nu^te sich erneuernden Lebens getrieben werden -e yiiu. n ? cht für ein Lebensrecht wie. wir, sondern 'Nm . Anwendung; Sie wissen nichts von jenem
-.l'^kaa.n c- de , r Soldatentugend, die Sieg und Ewigkeit im
leben etwa der Idee der Geburtenbeschränkung
Art einer ^1,1»»
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■von Menschen von Kindesbeinen an jam J“*'-i,s R a n 9 e schützt verkommen. Sie kämpfen mit der In- vUt \Vnf,; Ses Und nächtlicher Tücke, ohne tiefere Gedanken ' ü/rit, j. I und Warum, nicht vom mächtigen, letzte Kräfte Vp aauplun 9swillen erfüllt, sondern von mörderisch A?, r F mchtun 9 sdrall g besessen.
: ^ ^stehungi Wir erkennen über Mythe und von KW ente Ueberlieferung hinweg den großen Sinn dieses • : Miiinr un . ser Dasein zu Beginn des Frühlings gesetzten v ' :rtd erneu ert sich unser Leben, auch eä
'"rie-nff 1 "!! Reich der von den Alten Hel genannten Todes abren schien, leben, das aufersteht und ewig isi
F%v no v_ ihm gehört dieses Volk, das, dermaleinst zum
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ener Geschlechter, sich sieghaft einer ganzen
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Jt ii «ii.n» ehender ,md Verführter erwehrt und nicht unter- n| i es denkt nicht an zeitliche, sondern an ewige
roto: Emde-RJF.
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BZ. Wieder Ist ein Winter zu Ende, der manchem von uns mit höchster Sorge um das deutsche Schicksal erfüllte. Zum drittenmal, als'im militärischen Kampf mit dem Kommunismus die Gefahr für Europa riesengroß ward, läßt uns der Frühling aufatmen. W^s da draußen an der Ostgrenze sich seit 1941 in jedem Ostwinter abspielt, ist unglaublich und oft bedrückend genug, so daß die Millionen daheim jedesmal im Februar und März auf Wintersende mit der beklommenen Frage warteten: Hält der Deich? Und nun beginnt wieder wie in den Vör- jahren der Druck von unserer Brust zu weichen. Die der Ostfront gestellte Aufgabe wurde abermals erfüllt: Sie wich aus, wo Halten Ströme von Blut gekostet hätte Sie warf sich sofort in Gegenangriff, wo der Augenbfick eine Gunst andeutete. Sie steht. Weiter westtich afs eingangs des Winters. Aber sie steht, und immer noch weit im Vorfeld des Reiches.
Unfaßbar erscheint uns oft die Planung, die dem Willen des großen Führers entspringt, der den Krieg sich immer wieder untertan zu machen Versteht. Kein Mensch kann die Wechselfällö des Kriegsgeschehens ausschalten. Der einzige aber, der selbst aus ihnen mit geheimnisvoller Gabe den Keim zu kommenden Erfolgen birgt und sie noch immer zu entscheidenden Fortschritten auf den Sieg hin wendete, steht nicht bei den anderen, sondernbeiuns. In dem, was im Süden der Ostfront, bei Cassino, in unseren bombardierten Städten und in den ungeheuren Wällen am Weltmeere geschieht, lebt eine atemberaubende Größe, die für die meisten unter uns daheim und an der Front vom schweren Alltag verhüllt ist, ab und zu aber auffunkelt wie die strahlende Brünne eines Ritters, wenn ihm beim nächtlichen Ritt ein Windstoß seinen dunklen Mantel lüftet . . . Wer ahnt, wo in Ereignissen, die nach dem Willen unserer Feinde unseren Tod bedeuten sollen, von dem mylhischen Genie eines Hitler der Ansatzpunkt für weltbedeutende Entwicklungen gefunden ward? Er, dessen klares, festes Antlitz einem aus dem dunklen Hintergrund eines unserer erfolgreichsten Plakate der Kampfzeit ohne irgendeine andere Parole als den großen Namen Freund und ' Feind bannte, denkt in anderen Dimensionen als Churchill — Stalin — Roosevelt. Diese drei Ungleich-Gleichen vereinten sich zum Gegenspiele gegen einen einzigen, der nicht nur in seinem ganzen bisherigen Leben bewies, daß er größer ist als jeder einzelne von ihnen, der sie sogar unmerklich mit dem gewaltigeren Willen, dem tieferen Wissen und unerschöpflicherer Kraft auf die Wege ihres Verderbens bringt.
In einen großen, weitreichenden Rahmen ist das Geschehen unserer Tage gestellt Erkennen wir seine gigantischen Umrisse, so vermögen wir sogar die gewaltige Schlacht an der östlichen Grenze des Abendlandes nur noch als Teil zu nehmen. Dann verstehen wir recht die überlegene Ruhe, mit der des Reiches verantwortlicher Führer die Dinge, die er lange vor uns erkannte und berücksichtigte, an sich herankommen läßt. Er .überließ eine voreilige Welt dem hysterischen Triumphgeheul, mit dem sie immer wieder voreilig den vermeintlichen Sieg feiert. Nichts aber geschieht in Wirklichkeit in diesem Krieg, woran unsere Führung nicht maßgeblich beteiligt ist.
Unruhe und Zweifelsucht herrschen, wie unsere Feinde es zuweilen offen eingestehen, im Lager des Gegners. Sphinxartig erscheint ihnen immer mehr die auf ihren Tag wartende Sicherheit der deutschen Seele. Sähen sie die Ereignisse seit 1939 in der Gesamtschau der schon Jahrzehnte vorher begonnenen Entwicklung, so würden sie wissen: es ist der Krieg der Höhepunkt im Ringen überstaatlicher Kräfte gegen die Erneuerung des Abendlandes. Diese Erneuerung wird getragen von der bisher noch immer siegreich gebliebenen nationalsozialistischen Bewegung. Diese Volksbewegung ist nach allen Krisen ihrer Geschichte noch immer zum Erfolg gekommen. Das Format der Erfolge vergrö ßerte sich seit 1933 ständig — muß nicht auch die Stärke des Widerstandes zu-
ehmen? So soll der Deutsche Ostern feiern im Geiste des Bismarck-Wories: „Ich habe das Vertrauen, daß Gott dieses Deutsche Reich, das mit soviel Hammerschlägen und Blutvergießen auf dem Schlachfielde zusammengefügt und gegründet ist doch nicht wieder zerreißen lassen, sondern auch für. fernere Zeilen Zusammenhalten werde.
ERSTEHT!
Ze&etnüq Metten ...
Von
Kriegsberichter Hans Metzler
(PK) So viel der Krieg in uns auch aus den Angeln hob, eines blieb unverrückbar: das Bild unserer Mutter. Hier ist heiliger Bodeh, den kein Spott, kein Schmutz und kein Zweifel zu betreten wagen. Hier spüren wir das Maß der Dinge, den Urgrund unseres Wesens, die Ewigkeit des Lebens. Denn Mütfer- sterben nie, auch wenn sie mit dem Sterben ihrer Kinder vielfältigen Tod erl&iden.
Die Zeit ruht schwer auf den Müttern. Haben wir uns sch'on überlegt, wie schwer sie an diesem Kriege tragen? Ihnen: bleiben Warten und Bangen, Sorgen und Schmerz und der Tod des Liebsten. Und nicht nur das: der Krieg ist unmittelbar in ihre eigene, friedliche Welt eingebrochen. Oft hat er ihr Heim zerstört, ihren Grund zerschlagen. Sie wohnen in engen Räumen unter fremden Leuten. Das alles ist fast zuviel für einen Menschen, selbst für eine Mutter. Aber ihre Liebe ist stärker als jede Not.. Und so lesen wir denn den Brief: „Lieber Bubi Es ist alles wohl recht schwer. Aber wenn Du nur wieder heimkommst — dann ist alles gut . . ." An diese Tapferkeit und Liebe wollen wir in schweren Stunden denken.
Aber auch in anderen Stunden wollen wir daran denken» denn aüch unsere Frauen sind in dieser Zeit zu Müttern geworden. Mütter unserer Kinder, ihr liebstes und größtes im Feld . . » Hier verwischen die Grenzen' das ewig Weibliche -ist das ewig Mütterliche, Sinnbild unseres Heims, unserer Heimat, für die -wir- als Soldaten die Waffen führen.
Wer aber noch eine Frau sucht und.sich nicht im Klaren darüber ist, wo und wie er wählen soll, dem sei ein Rat gegeben: wähle deine Frau so, daß sie vor und neben deiner 'Mutter bestehen kann. Achte nicht so sehr auf die äuße- .ren Vorzüge, sondern auf die inneren Werte, die im Laufe • der Jahre nicht an Glanz verlieren, sondern sich wie die Sonne ständig aufs neue verschenken. Denke immer daran, daß deine Frau nicht nur Freundin und Geliebte sein soll, sondern, vor allem Mutter — Mutter deiner Kinder. Nicht nur Fortpflanzen sollten sich die Menschen, so lehrte es Nietzsche, sondern „Hinauf- und Höherpflanzen" Die Ehe sei der Garten dafür.
Wo immer sich in dieser Weise zwei Menschen zusammenfin- den, da kann ^s keine Frage nach Krieg oder Frieden mehr geben. Liebe ist Sehnsucht zum gemeinsamen Leben, zur Ehe, zum Kind. Wo Kinder eine Frage werden, ist das Leben schon fragwürdig geworden. Unsere . Gegenwart läßt keinen Raüm- dafür. Sie zeigt» daß es nur Weniges gibt, was in einer solchen Zeit noch bestehen kann. Die Liebe aber ist der Mittelpunkt davon. Um sie kreisen im tiefsten Grunde unseres Herzens alle unsere Gedanken. Glücklich wird immer nur der sein, der liebt und wiedergeliebt wird. Lesen wir es nicht unseren Kameraden von den Augen ab, wenn sie den Brief ihrer Frau in ihren Händen halten, die Bilder ihrer Kinder anschauen? Diesen Schatz kann ihnen niemand nehmen.
Diese Liebe aber setzt eines ieiver Kleinode der Seele voraus, wie sie Adalbert Stifter nennt, die nie verlorengehen können und uns in jeder Not des Lebens einen Anhalt gewähren: nämlich die sittliche Schönheit, „des einzigen Dinges, das sich nie abniitzt und zum tausendsten Male ebenso entzückt wip zum ersten Male". Liebe kann aber nicht nur verschankt, sondern muß auch erworben werden. Und wßnn sie erworben ist, , gilt es. sich ständig' aufs neue wieder um sie zu bemühen. Das ist das Geheimnis all derer, die sich ein ganzes Leben lang ihre Liebe bewahrten.
Wir sind uns alle darüber klar, daß zu einer Heirat im Krieg und Frieden noch manches andere gehört. Aber was vermögen zwei Menschen nicht alles zu schaffen, die sich aus ganzem Herzen zugetan sind! Sorgen dürfen dabei gar nicht fehlen, nicht niir leicht und angenehm soll die Verwirklichung ihres innigsten Wunsches sein, denn durch diese Schwierigkeiten zeigt sich beizeiten, was an ihnen selber ist. Die Ehe ist nicht nur gemeinsame Freude, sondern gemeinsame Aufgabe und Pflicht. Tausende und aber Tausende haben diese Schwierigkeiten gemeistert. Während sich die anderen überlegten, gründeten sie ein Heim. Ihr leben hat damit einen tieferen Sinn bekommen. Es hat gleichsam Wurzeln gefaßt, ist heimisch geworden. Und wenn der Mann auch fallen sollte, so bleiät er in seinen K i n dem doch lebendig. Die Frauen aber müßt ihr selber fragen, ob sie lieber allein geblieben wären, als nun dieses schwere Opfer bringen zu müssen. An ihrem Geschick erweist sich die Wahrheit des alten Satzes, daß es besser ist zu sterben, weil man lebte, als zu leben, weil man nie geliebt. Denn Leben umfängt' wie die Liebe Not und Leid, und der Tod ist von allem nur-ein: Teil, nie das Ende.
Nein, — Ehe und Kinder sind auch' im Kriege keine Frage, weder für den Mann, noch für die Frau. Im Gegenteil: beides erscheint gerade im Kriege notwendiger denn je. Nicht allein mir deshalb, weil unser Volk Kinder braucht und \yir alle den Krieg selbst mit dem Siege noch verlieren würden, wenn ihp keine junge Generation zu nützen vermag, sondern auch um unser selber willen. Was bleibt am Ende von all unseren Bemühungen und Hoffnungen übrig? Ein Haus, ein Kind, ein Baum._
das Wenige ist auch hier das Meiste. Dieses aber wollen wir in einer Art auskosten und erfüllen, wie es uns und unserer Zeit gemäß und würdig ist. Das muß der sehnsüchtige und heifje Wunsch all derer sein, die Frau und Mann für das Leben suchen. Wir brauchen keine Puppen und keine gestutzten Jünglinge, sondern als Männer Frauen aus unserem Holz und als Frauen Männer, die sich und die Zeit zu behaupten vermögen. Eine harte Zeit fordert ein hartes Geschlecht, nur so wird die Zeit vom Menschen bestimmt. Die Zeit aber verströmt wie Wasser zwischen den Fingern. Nur was wir ihr mit ganzem Herzen abringen, ist unser, nur wo wir liehen und den Willen zur Ehe und zum Kinde haben, wird das Flüchtige beständig und wir selber Teil eines größeren' Lebens.
Sehen wir da nicht wieder das Bild unserer Mutter vor uns? Als kostbarstes Erbe schenkte sie uns das Leben, das wir weiter- zutragen haben. Es gibt kein heiligeres Gut als das Leben selbst. Das Bild der Mutter sei dabei aber nicht nur für den Mann in seiner Wahl bestimmend, sondern ebenso für die Frau in ihrer Haltung. Sie ist die Trägeiin des Lebens. Sie wird wieder Mutter sein und als solche das Wesen und Gesicht ihrer Kinder in demselben Maße bestimmen, wie ihre Mutter sie bestimmte. In ihren Händen ruhen Sitte, Zucht und Ordnung der Zeit. In den Frauenkemenaten der mittelalterlichen Burgen wurde-, das Rittertum als verpflichtendes Ideal geboren. Im erbitterten ffngen dieser Jahre wird unter den Herzen und Händen der Fräüen ein neues Geschlecht heranwachsen, das auch unsye Zukunft meistern wird. Nur aus einer gefestigten, sicheren Fraulichkeit heraus wird eine starke, männliche Weit erwachsen^ In diesem Sinne blüht aus den Sehnsüchten und Träumen der Mädchen -das Kommende. Die t.auterkeit ihrer Art, die Sauberkeit Jhres Herzens, die Gediegenheit ihres Charakters bestimmen so das Wesen des Jahrhunderts. Ihr Ideal wird für ihren Geliebten und für ihre Kinder verpflichtend sein, — am Ende stammt alles aus der Liehe.
So wurzeln Mann und Frau in unserer Zeit. Liebe zueinander und Achtung voreinander sind die Grundlage 'ihrer Ehe.' Die gegenseitige Treue' ist das Maß, nachdem auch die Ehre dieses