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Bremen: Oeeren 6/8, Rut 2 IS 31; Nachtnil und sonntags 2 47 65; Obernstraße 88. Rat 2 19 31! Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Balmhofstraße 6. Ecke Poststraße, Ruf 4 34 58; Br.« Vegesack: Rohrstr. 24. Rnf 4 n. 8: Br.-Blumen* thal, KapL-Dallmann-Str. 41/43, Rut 83 n. 89
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arieictmlllche Tageszeitung
U des Regierenden Bärgermaiater» der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkiindungsblatl des Reichsstatthaliers in Oldenburg und Bremen
Sonnabend, den 8 . April 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
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1 i n , 7, April. Ser britische Innen- ' (, 4in ery deutete in einer aufseheir- jen Erklärung an, daß sich in den Uien Monaten Lebensmittelmangel in B a | s nicht außerhalb des Bereichs Väqlichkeiten“ angesehen werden ü» Er traf diese Feststellung vor dem Unterhauses, als er die Gründe b indische Hungerkatastrophe im Jahr zu definieren versuchte und K Frage antworten sollte, ob aus- y, Vorbereitungen getroffen würden, 1 Wiederkehr der erschütternden jnage britischer Regierungskunst in
ausiuschließen.
Argumentation Amerys ließ erkennen, ■ britische Regierung sehr wohl die ; iner indischen Hungerkatastrophe -hatte, jedoch aus den bekannten
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eurer- iebter »gehen muß elkers 4/ß- ntr, rerdeo tinark untren ie T^e- aigem besten ichten »dingt Lang- lerlin
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in Bremen,'OlJwbiirf. U» Xordht»jjn . aufgenoiDin». t jalirisje fftpliliche AmhiHüii sfantl. Aiw-hlußpriifuj. nHhmeslt«*i\18—35 auRsetznng:: Gute abjwck! lüldung,, charÄklerlicbe Et . und . häiwwirtiohtftüfb« K • nisse. Flir Miidel untsr 11 erfoljrt Einsatz als \'SV,- sVhüterin.' Auskunft erteilt: Tfeichnhumi deutsch, friiv-i f4audiPDstst#ilIe Weier-E». dttnbnrg (t)Itll».), Hiarw' fVrurWf:
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godon geltehl begründete indilche Auffäffigheit
isnminister Amery kündigt neue Hungerkatastrophe an — Britannien unfähig, sein Weltreich noch lange zu halten
politischen und militärischen Gründen nicht gewillt - war,, entsprechende Gegenmaßnahmen, einzuleiten.' So gab Amery die kriegsbedingte Einstellung der Einfuhren von Reis die Schuld, der mangelhaften Regierungsapparatur „zur Kontrolle der Reiserzeu- gung im eigenen Lande, deiü M^nsum, läfer Zunahme der Bevölkerung ünd der Begreh-, zung des Schiffsraumes. Besonders der letzte Grund habe die englische Regierung daran gehindert, die notwendigen Reserven heran- zutjringen, um durch dieses Warenangebot die inflationistischen Tendenzen zu unterdrücken.
In seinen Entschuldigungen für die kommende neue Hungerkatastrophe wies Amery dann weiter auf Pflanzenkrankheiten und ungewöhnlich starke Regenfälle hin, so daß die Getreideernte Anlaß zur Besorgnis gebe; Er fügte hinzu: „Die Sicherstellung gewisser
Ueberschuß-Mengen Reis geht der vorsätzlich vorsichtigen Politik der Regierung zufolge etwas langsam vor sich,
ein besonderes Hindernis dabei ist Je- ■ doch der Mangel an Vertrauen, der durch die Erfahrungen der beiden letzten Jahre Bedingt ist . .
Im Hintergründe dieser Auskünfte vor dem Unterhaus steht die starke Besorgnis Londons über, die Ereignisse an der indischburmanischen Grenze und ihre politische Auswirkung auf die gärenden indischen Massen. Die von Amery umrissenen Ursachen mußten von einer vorsorglichen Regierung in Rechnung gestellt werden. England dachte nicht daran. Rechtzeitig entsprechende. Maßnahmen einzuleiten. Die Art der Ankündigung einer neuen Hungersnot unterstreicht, daß die britische Regierung auch jetzt noch keinerlei Vorsorge trifft,
Id harten Kämpfen feindliche Gruppen zersdilagen
nicht Gegenangriff» deutscher und rumänischer Truppen - Weiterer Bodengewinn nördlich Czernowitsch sowjetische Angriffe nördlich Kowel gescheitert - Blutige Verluste des Feindes in Italien - Im Golf von Genua Artillerie-Schnellboot versenkt
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Ans dem Führerhauptquar- l April. Das Oberkommando der licht gibt bekannt:
In nördlich Odessa sowie zwischen und Prulh griffen die Sowjets er- is. Durch Gegenangriffe deutscher panischer Truppen wurden ln harten l feindliche Kampfgruppen zerschlagt zahlreiche Panzer, Geschütze und Waffen vernichtet. Nördlich iinowitsch gewann auch gestern itgriff unserer Divisonen weiter Bo- i Abschnitt Stanislau-Tarnopol und Brody brachen unsere Truppen im feindlichen Widerstand und warfen fjets unter Abwehr heftiger Gegen- t weiter zurück. Flier hat sich der “ Klippel, Kompanieführer in einem is-Regiment, durch besondere Tap- B ausgezeichnet.
recht. Bremen-Horn, AIihE »lidi Kowel scheiterten stärkere
der Bolschewisten.
h N a r w a - Front brachen unsere >ain stark ausgebaute feindliche Stelein und wiesen Gegenangriffe der
!l) äb.
Villen zerstörten eigene Stoßtrupps ifa Bunker und vernichteten einen M des Gegners mjt seiner Besatzung, iwl halte hohe blutige Verluste und f ite Anzahl Gefangener. Feuerüber- Uifter Artillerie verursachten in Mart Explosionen und anhaltende Uunkampfbatterien nahmen das Ha- *1 von Anzio und Nettuno bei Tag uhl virksam unter Feuer. ,™arlillerie-Regiment 135 (mot.) hat der Kämpfe in Italien seinen -“gieugabschult erzielt.
■tnngsfahrzeuge der Kriegsmarine j™ j m . Go 'f von Genua ein feind- Juilerie-Schne 1 boot und beschädig- ''etteres so schwer, daß mit seinem -; s 5 tu rechnen ist.
‘•Jesvorstöfien feindlicher Fliegerver- / “ äs sii dostdeutsche Grenzgebiet J "wn feindliche Flugzeuge abge- Außerdem verlor der Feind durch rt ' Hleidi gungskräfte über dem ita- - Kaun sechs Flugzeuge.
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“S'iBe feindlich
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y", "“'unener Flugzeuge nchte- Eig.nh.im-Mj.^.Jlj jäjF'ri’J ' öer vergangenen Nacht gegen
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, wir-- und Westdeutschland.
Erke Pel*«r»u• r0 | o. ,
G «rrans Heldentod
i-flü' ^ A P r n. Im Osten starb den 1 ; e neralmajor Gurran, Träger ,,;«Vum ^ isernen Kreuz.
1 -,J or J’ühI Gurran, Kommandeur
■'-’uek ' 1 ^ S20n ' der am 111 J anuar ■ Ov/ qeboren wurde, er-
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I.V/r—7« PJJ Hl |gt virl'7. H«Mn, Ter x.P«j, „ Dann n,c ",.fi,,n(ii. " V, niub'ß B« Fordtr»
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Führungskunst und beispielhafte persönliche Tapferkeit das Ritterkreuz .des Eisernen Kreuzes. Der General war aus dem Unteroffizierskorps hervorgegangen.
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dnb. Berlin. 6. April. Major "Werner Friedrich, am 7. 11. 1909 als Sohn des Lokomotivführers F. geboren, hat am 23. Dezember 1943 an der Ostfront den Heldentod gefunden. Führer eines norddeutschen Grenadier-Regiments, hielt er. Mitte Dezem? ber gegen alle Angriffe des- Feindes seine Stellungen. Mehrmals e»geschlossen, kämpfte er sich mit wenigen Grenadieren wieder frei und warf die Sowjets im Gegenstoß zurück. Die Verleihung des Ritterkreuzes für sein zähes Ausharren hat der tapfere Offizier nicht mehr erlebt.
Neue Ritterkreuzträger
dnb. Führerhauptquartier, 7. April. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Hans Krebs, Chef des deneralstabes einer Heeresgruppe; geboren am 4. März 1898 in Helmstedt (Gau Südhannover-Br.) als Sohn eines Oberlehrers.
Major Wilhelm Osterholt, Ba- taiilonskommandeur in einem pommerschmecklenburgischen Füsilier-Regiment, geboren am "12. Januar 1914 in Bad Oldesloe (Gau Schleswig-Holstein), als Sohn des Buchdruckers O.
Hauptmann Hermann Volk, Abteilungskommandeur in einer kürhessischen Panzer- jäger-Abteilung, geboren am 8. Juni 1916 in Frauenzell (Kreis Kempten/Allgäu) als Sohn des sRektors V.
Häüptmann d. R. Kai Bräundle- Schmidt, Regimentsadjutant in einem norddeutschen Grenadier-Reg., geboren am 19. Juni 1917 in Flensburg (Gau Schleswig- Holstein) als Sohn des • Sehiffsreeders B.-S., im Zivilberuf ist er Schiffsreeder.
Oberleutnant Anton Schröter, Führer eines rheinisch-westfälischen Füsilier-Batl., geboren am 2. März 1920 in Heilsberg (Gau Ostpreußen) als Sohn des Bauunternehmers Schröter. 1
Oberfeldwebel Fritz PI i s k a, Zugführer -in einem Holzmindener Panzerpionier-Ba- taillön, geboren am 20. Dezember 1915 in Gelsenkirchen.
um eine Wiederholung des Massensterbens in Indien zu vermeiden. Die verleumdeten deutschen Kolonialmethoden waren anders 1
Brifisdies Krieqssdiiff explodiert
dnb. Istanbul, 7. April. Im Hafen von Beirut explodierte ein britisches Kriegsschiff. Es gab zahlreiche Tote. Die Ursache der Explosion ist unbekannt.
USA.-Schiff zerschellt
dnb. Stockholm, 7. April. Ein amerikanisches Handelsschiff wich nur 60 Meter von der britischen Küste entfernt vom Kurs ab und lief durch einen Hagelsturm und schweren Seegang auf ein Felsenriff auf. Dabei zerschellte es in Stücke. 12 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden: 62 der amerikanischen Besatzung ertranken.
„Roosevelt gefährdet die Zukunft"
Von unserem Vertreter
ws. Lissabon, 7. April. Wie „Newyork Times“ zu berichten weiß, erklärte auf einer Kundgebung in Dallas der Präsident der bekannten USA.-Oelgesellschaften „Sun Oil Company“, daß die Einrichtung einer O eile i t u n g vom Mittleren Osten in das Mitteltneer durch die nordamerikanische Regierung selbst eine sehr ernste Gefährdung des zukünftigen Weltfriedens darstelle und praktisch gar nichts anderes sei, als ein direkter Anlaß zum nächsten Weltkrieg.
„Mißtrauen, Zynismus, Wirrwarr"
ep. Lissabon, 7. April. In einer Rede in Omaha richtete Wendeil Willkie außerordentlich scharfe Angriffe gegen Roosevelt und seine Berater, die, wie er feststellte, mit ihrer Politik lediglich allgemeines Mißtrauen, Zynismus und Wirrwarr gesät hätten. Alles dies, erklärte Willkie, erschwere zusätzlich den Krieg und sei die logische Folge der Tatsache, daß die Roosevelt-Regierung ständig die politisefie' und militärische Kriegführung durcheinander bringe. N i e hätten Roosevelt und seine Berater eindeutig erklärt, wofür Nordamerika eigentlich kämpfe, sondern hätten dip USA. auf eine Politik festgelegt, die in geheimen Konferenzen von Geheimagenten ausgear- beitet worden sei. Das einzige Ergebnis ihrer Machenschaften sei eine allgemeine Konfusion, Enttäuschung und Erbitterung im alliierten Lager.
Enthüllungen über den Defaitismus in Ungarn
Aus der politischen Wundertüte einer europafeindlichen Clique — 40 Seiten falsche Prophezeihungen
Von unserem Vertreter
am. Budapest, 7. April. Mit der Auflösung der K 1 e i n 1 a n d w i r t.e p a r t e i ist, wie sich immer klarer herausstellt, ein Sammelplatz des Defaitismus 'in Ungarn beseitigt worden. Der Parteichef, Tibor von Eckardt, schon im März 1941 nach USA. emigriert, hatte dort ein ungarisches. „Nationalkomitee“ gegründet.- In enger, Verbindung, mit der Klein-Landwirte-Partei arbeiteten sowohl die sozialdemokratischen Abgeordneten als auch “ie Vertreter des „Legitimismus“ zusammen. Als Beweis für die verräterische Einstellung dieser Cliquen, deren geistige Häuptlinge der sozialdemokratische Abgeordnete Peyer, der Legitimist Graf Sigray und der Abgeordnete der Klein- Landwirte-Partei, Bajcsy-Zsilinski, Waren mag u. a. ein Memorandum der Unabhängigen Klein-Landwirte-Partei an den damaligen ungarischen Ministerpräsidenten von 40 Seiten herangezogen werden.
Es ist am 31. Juli 1943, also fünf Tage
nach dem Sturz Mussolinis, verfaßt und überreicht worden.
In diesem Memorandum heißt es u. a., daß die italienischen Vorgänge „agch dem
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' h °!*' '• April. Der Oberbefehls- . rtetikanischen Mittelmeer- , J 3 ^ a * ce r, hat seltsame Er- .• - J* eben ' die nur in zweierlei * ! sind. Entweder haben die
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S uj S V len Terrorverbänden ' - r ' uste zugefügt und auch ;o _ na a,1 dere Einschätzung ;• durfte) handgreiflicher, meer-Kriegsschauplätzen. rj i ‘ m "nterstellte englisch- s-Zwa*!»- 6 , 6 ' ta 9liyb ungefähr
von den Kampf- ■■ a “ Ansätzen der
General Eaker hat offenbar vergessen, daß es nicht so sehr auf die Anstrengungen als auf die Erfolge ankommt. Wenn die deutsche Luftwaffe ihre Einsätze rationeller gestaltet, so bedeutet, das zehn- oder zwan- ziqtache Uebergewicht der Engländer und Nordamerikaner keineswegs »Uiendeine Uebeflegenheit. Daß eine q.u a n l a t ve Uebermacht besteht, ist bekannt*und er härtet nur um so nachhaltiger den Eindruck von den deutschen Kampfleistungen im Süden. Im übrigen hat dieser Tageem Kominternblatt in Schweden den besten, Korn mentar über die englisch-amerikanischen Anstrengungen: an der Südfron^ von smn geqeben, in dem.es dort hieß, mlt d ® r *r‘ oljerung Roms sei bei Fortsetzung des b
herigen englisch-amerikanischen Marsch
tempos kaum vor Weihnachten 1997 zu rechnen. __
Der Unlerstaatssekretär im USA.-Außenmlniste- rium Stettinius traf am Freitag in London
' *
„Kümmerliche Führereigenschaften, „tr" USA -
■ssn -
meinte die „Ftew tork Tune* .
müßten“, denn dem baldigen Ausscheiden Italiens aus dem Bündnissystem werde das ganze Dreierpaktsyslern zusammenbrechen. Die Verfasser des Memorandums wiesen stolz darauf hin ,daß ihre Parteileitung 1940 ganz allein gegen die Ratifizierung des Anschlusses Ungarns an das Dreimächteabkommen gestimmt habe. Dann wird der ungarische Ministerpräsident darauf aufmerksam gemacht, daß die Niederlage der Achse u n - mittelbar bevorstände.
Das Memorandum befaßt sich dann mit der internationalen Rechtslage Ungarns und kommt (ZU dem Schluß, daß sich aus dem Dreimächtepakt für Ungarn keinerlei Verpflichtungen (!) ergäben. So sei auch die Kriegserklärung Unqarns an die Sowjetunion und an die USA. im Gegensatz zum Geiste der ungarischen Verfassung erfolgt. Ungarn könne daher seinen kriegführenden Zustand beenden, wann immjr es wolle, „ohne daß der geringste Schatten des Vertragsbruchs oder der Biindnlsuntreue auf Ungarn fällt.“
Zur Vorbereitung müßten die Judengesetze beseitigt und mit „Siidsla- wien“ eine Aussöhnung angebahnt werden. Besonders erheiternd wirjeen die Teile des Memorandums, die sich mit einer,, anglo- amerikanischen Hilfe für einen derartigen Verrat befassen.
Inzwischen haben die Verfasser des Memorandums, die heute alle hinter Schloß und Riegel sitzen, feststellen müssen, daß die erwartete angloramerikanische Armee nicht nur die östliche Hälfte, sondern auch die westliche Hälfte Ungarns, ja sogar den gangen Südosten Europas „vermieden“ hat.
Der Verrat Badoglios hat nicht zu dem erwarteten Zusammenbruch der europäischen Frönt in Italien .geführt und auch' die englisch-amerikanische Invasion agf dem Balkan nicht ermöglicht.
Die Cliquen hinter dem Memorandum waren in den letzten Monaten bemüht, in Ungarn nach französischem Vorbild eine „Volksfront“ zu errichten. Jüdische Rechtsanwälte rosaroter und dunkelroter Färbung versuchten, eine „gemeinsame Front der Arbeiter, Bauern und der Intelligenz“ zu schaffen. Weder die Arbeiter noch die Bauern Ungarns haben sich daran beteiligt, und es blieben nur jene Intellektuellen übrig, die sich seit zwei Wochen *in Budapest nicht mehr auf den Straßen sehen lassen und die seit dem 5. April einen gelben Stern tragen müssen.
Bom hilft sich seihst
Von unserem Vertreter rd. Rom, 7. April. Die angesichts der schwierigen Versorgungslage Roms und sei-
ner 2,3-MilIionen-Bevölkerung getroffene Anordnung, daß jeder Römer berechtigt ist, mit eigenen Transportmitteln eine bestimmte Menge Lebensmitteln für sich und seine Familie in der näheren und weiteren Umgebung der Stadt zu kaufen und nach Rom einzuführen, hat ihre unverzügliche Wirkung gezeitigt. Seit Inkrafttreten der Anordnung sind viele Tausende von Römern mit Transportmitteln jeder Art, darunter auch zu Pferde, Esel oder Maultier, unterwegs, um aus den Landprovinzen Lebensmittel nach Rom zu bringen. Die Bevölkerung gibt ihrer Befriedigung über die Anordnung Ausdruck, durch die es möglich sein wird, den bisher Rom beherrschenden Schwarzhandel in erträglichen G?enzen zu halten.
Gleichzeitig erging die Abweisung, daß die für Lebensmitteltransporte bestimmten, leer aus Rom nach dem Norden fahrenden Lastkraftwagen des Gouvernats Rom unentgeltlich Zivilpersonen mitzunehmen haben, die Rom verlassen wollen. Auch hier wurde beobachtet, wie viele Hunderte von Römern von dieser Fahrgelegenheit Gebrauch machen. Es wird geplant, die Bevölkerungsziffer Roms, die normalerweise 1,3 Millionen betrug, auf den Stand vor dem September 1943 zurückzubringen,
Dr. Goebbels auch Oberhaupt von Berlin
dnb. Berlin, 7. April. Der Führer hat dem Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels, in Abweichung von den diesbezüglichen Bestimmungen des Gesetzes über die Verfassung und Verwaltung der Reichshauptstadt die Lenkung der Verwaltung der ReichshaupUtadt zur Konzentration ihrer Kräfte, insbesondere für die Zwecke des Krieges, übertragen.
Reichsminister Dr. Goebbels, dessen bisherige Funktionen als Reichsleiter und Gauleiter der Partei sowie als Reichsminister durch diese Ernennung nicht berührt werden, führt in seiner neuen Eigenschaft die Bezeichnung „Stadtpräsiden t”. Nach seinen persönlichen Richtlinien und Weisungen leiten dfer Oberbürgermeister die Gemeindeverwaltung und der Vizepräsident, auf den die dem bisherigen Stadtpräsidenten zustehenflen Aufgaben und Befugnisse übergehen, die staatliche Verwaltung der Reichshauptstadt gemäß den Bestimmungen des Gesetzes über die Verfassung und Verwaltung der Reichshauptstadt. Die Stellung der Reichshauptstadt in ihrem Verhältnis zu den obersten Reichs- upd preußischen Landesbe- üörden bleibt unberührt.
Bauten für die Energieversorgung
SS
Der sich ständig steigernde Ausbau unserer Rüstungsindustrie brachte einen starken Euer - giemehrbedarf mit sich. Daher mußten die bestehenden Kraftwerke vergrößert und Neubau* anlagen erstellt werden. Reichsminister S p e c r obliegt als Generalinspektor für Wasser und Energie die Planung dieser Anlagen. — Unser Bild zeigt: ZJeber 15 Meter unter die Flußsohle reichende Tief bauten für die Gründung eines Flußkraflwerkes. ,
(Scherl-Bilderdienst-Aiitoflex)
Arnuifmiithe Seeienrnkwifep
Von
Konteradmiral a. D. Tägert
In London berichtete man kürzlich über eine bevorstehende Interpellation im Kongreß der Vereinigten Staaten über Mißstände auf den neu erbauten Handelsschiffen. Die Vorwürfe, die man darüber hören wird, sind schwer: Die Schiffe be 1 * kommen Risse mit erinem'Geräusch, das sich anhört wie Kanonenschüsse, und wenn diese Risse einmal begonnen haben, verlängern sie sich wie Laufmaschen bei den Damenstrümpfen. Wenn diese Schiffe auf den Wellenkämmen stehen, zittern beide Enden wie Gelee. Die Kongreßmitglieder Magnuson und Senator Wallgren haben neun Notschiffe in dieser Weise bersten sehen. Sie werden den Antrag stellen, daß diese Schiffe nicht zu Transporten benutzt werden sollen, ehe nicht eingehende Untersuchungen stattgefunden haben.
Es handelt sich offenbar um Schiffe des sogenannten Liberty-Typs; dieser Notfrachtertyp hat sich nicht bewährt. Man ging zu ihm über, da die zahlreichen letzthin in den Staaten neu entstandenen Werften nicht imstande waren, sofort hochwertige Schiffe zu bauen. Ein mit Automobil-Motoren angetriebenes Standard-Schiff, die „Seeotter", hatte sich als völlig unbrauchbar erwiesen. Die Liberty-Schiffe, von denen etwa 1200 gebaut werden sollten, sind derbe Schiffe mit einer Tragfähigkeit von etwa 10 500 Tdnnen. Mit Stofe wurde berichtet, daß sie genau so gleichförmig seien wie Automobile, die aus einer Serienreihe kommen. Mit jedem Schiff, das gebaut werde, gehe die Arbeit schneller voran. Es werde angestrebt, daß ein Schiff innerhalb von 65 Tagen nach seiner Kiellegung fertig sei zum Auslaufen,
Die Reklameabteilung des bekannten Großunternehmers Henry Kaiser prahlte sogar damit, daß auf einer dieser Judenwerften ein 10 500 Tonnen Frachtschiff nach der nur zehn Tagen vorher erfolgten Kiellegung von Stapel gelaufen sei. Die englische Fachzeitschrift „Engineering" kritisierte diese Art von Reklame auf das schärfste, indem sie darauf hinwies, daß die gesamte Zeit von zehn Tagen ja lediglich zum Zusammenfügen vollständig fertig gemachter .Schiffsteile gedient habe.
Dieses Hasten gach Rekorden war wohl einer der Hauptgründe, daß sehr bald Klagen laut wurden, die Schiffe des neuen Typs müßten bereits nach wenigen Fahrten zu gründlicher Ueberholung eine Werft gehen. Als „lahme Enten" hatte bereits ein englischer Gewerkschaftsführer die neuen Notfrachter bezeichnet, als willkommene Beute für die Herren U- Boot-Kommandanten. Der Vorwurf rührt daher, daß man den Schiffen keine modernen Schiffsmaschinen, Turbinen oder Dieselmotoren, gegeben hatten, sondern veraltete Kolben-Dampfmaschinen, welche die Schiffsgeschwindigkeit auf nur elf Seemeilen brachten.
Im Konvoidienst erfahrene Seeoffiziere erklärten, daß man heutzutage eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 17 Seemeilen für Geleitzüge benötige, denn Konvois von zehn Seemeilen Geschwindigkeit beständen oft aus Schiffen, die bei stürmischem Wetter so gut wie gar keine Fahrt voraus machten. Man kann sich vorstellen, mit welcher Sorge die Führer solcher Schiffe jedem schweren Seegang entqegensehen, wenn ihre Schiffe auf jedem Wallenkamm anfangen, an den Enden zu zittern wie eine weiche Masse. Seemännische Vorsicht verlangt dann sorofäl- tigstes Beigedrehthalten des in seinen Grundfugen erschütterten schwachen Fahrzeugs. Jeder U-Boot-Angriff aber macht rasche energische Kursänderungen des Konvois nötig, welche die Schiffe schwerster
gegnen-
Taktik