Ausgabe 
(6.4.1944) 96
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7 tnal wöchentlich

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RM dgsdil. Zustellseböhr M ,,t|icb 2,30 RM (einsAl.

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Oboe Verbindlichkeit#'

ütcmeräeitung

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ijrieicmxiliche Tageszeitung der Nationalsozic

des Regierenden Bargermeisters der Freien Hansestadt Bremen , ,, , , ,

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Bremen: (leeren 6/8, Rut 2 18 31; Nachtrnt nnif sonntags 2 47 85; ObermtraBe 86, Rul 2 18 31; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelingen: Bahn- hofstraSe 6. Ecke PoststraSe, Rut 4 34 58; Br.# Vegesack: Rohrstr. 24. Rut 4 n. 8: Br.-Blumen- tbal. Kapt.-Dallmann-Str. 41/43. Ru! 88 U. 89

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiatthalters in Oldenburg und Bremen

, 96 - 14 . Jahrgang

Donnerstag, den 6. April 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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1 einigen Wochen werden dielt r des Lehrganges wieder an die Fit

nw andelbare deutsch-rumänische Waffentreue

Ichsaußenminister von Ribbentrop:Der deutsche Soldat wird Rumänien wie seine Heimaterde verteidigen 11

Dnb. Berlin, 5. April. Der Reichsminister des Auswärtigen von libbentrop gewährte dem Berliner Vertreter der rumänischen Nach­richtenagentur Rador eine Unterredung und beantwortete ihm einige Deutschland und Rumänien gemeinsa m interessierende Fragen. Die Agen- lar veröffentlicht hierüber folgende Meldung:

me:Was ist Ihrer Ansicht nach, ' leichsa'ußenminister, der Zweck der ,., en sowjetischen Erklärungen an Ru- ' e i in denen behauptet wird, die dort -tdiiingenen Sowjettruppen verfolgten . bH militärische Ziele? Die Sowjetunion be-

. ß zeigten die Scharfschüh fehlige keine Aenderung der Ordnung liliens und erhebe auch keinen An­kauf einen Teil d,es rumänischen Ter- r.:»!

wort:Für jeden Kenner der So- letzten 25 Jahre niel die Molotow-Erklärung alles an- ili eine Ueberraschung. Der politische war immer ein Teil der sowjetischen

Ja V .^FitCiiübrung. Hierfür gibt es genug Bei-

ren und ihren, entsagungsvol i,. Bemerkenswert ist dabei übrigens, ... Machthaber des Kreml zur politi- List zu greifen pflegen, wenn ihre

der der Oeffentlichkeit wenig i wird, wieder aufnehmen. Die Ml.

Kriscbe Kraftentfaltung den Höhepunkt ischritten hat.

Sri unserer Auffassung ist der wahre ii für diese jetzige Taktik der Wunsch «ins, den Feldzug nach den furchtbaren sn der letzten Jahre mit möglichst ge- pg weiteren Verlusten zu beenden. Die >it!s kennen die Unbeständigkeit des

draußen aber wissen, wen sie. iben, wenn einer auf demMinken Ar blatt und Adlerkopf auf gra trägt, auch wenn das WortSei®

" nicht daneben stände. Und sie bri n Respekt und Dankbarkeit entgege chon so mancher Scharfschülzed durch seine meisterlichen Schie

gen in einer Weise Entlastung c ,, . . .

hat, wie sie kaum für möglich eil *f cks S, f r "

3 3 lue schon einmal nahe am Sieg waren,

i niedlich doch eine schwere Nieder- F eiisiecken zu müssen. Man möchte

ungssdriebn d« IhMiM fe,';

Ir, Finnland mit scheinbar gemä- Fo'derungen aus dem Kriege zu bluf- lis beim, man will es in eine Falle um es dann zu erdrosseln. Daher iierben um Bulgarien, die Drohun- ii Ungarn und Jetzt die Lockung lim ä n i e n.

irden, wäre.

blickt. Da dies jedoch zu weit führen würde, nur eine Gegenfrage:

Was, meinen Sie, wäre z. B. aus den vi­talen englischen Interessen lm Vorderen Orient schon heute geworden, wenn nicht die deutsche Armee mit ihren Verbündeten die gesamte sowjetische Kraft heute an der Ostfront bände und in Schach hielte? Wäre dem nicht so, glauben Sie, daß das britische Imperium in diesem Augenblick noch über einen Tropfen Oel verfügen würde?

Auf Ihre Frage, wie ich die Situa­tion Englands und Amerikas gegen­über Moskau beurteile, gibt es nur eine Antwort: vollkommene

Hilflosigkeit.

Man hat in London und Washington die sowjetische Politik niemals begriffen. Dar­

um fällt man auch von einem Erstaunen ins andere. Das einzige Gefühl, das in Eng­land und Amerika bereits heute ziemlich allgemein verbreitet ist, ist, daß Churchill wie Eden, Roosevelt wie Huil von der Sowjetregierung dauernd an der Nase her­umgeführt werden. Daher sind die Be­ziehungen zwischen den Bundesgenossen im Osten und Westen trotz aller gegenseitigen Beteuerungen auch alles andere als bril­lant. Neben der brutalen Machtentfaltung und damit verbundenen rücksichtslosen po­litischen Methoden ist es aber vor allem die große Sorge vor der Ausbreitung des Bolschewismus innerhalb der Arbeiter­massen in den westlichen Staaten sglbst, die den Keim zu ernsten Schwierigkeiten enthält.

Wenn Sie mich fragen, ob die West­mächte der Politik des Kreml eines Tages entgegentreten werden, so kann ich dazu nur folgendes sagen:

Wenn jemals die Bolschewisten die

deutschen Heere besiegen und nach

Europa eindringen würden, so hätten

weder England noch Amerika selbst wenn sie wollten die nöti­gen Machtmittel, um der bolschewi­stischen Politik hier entgegenzutre­ten. Deshalb sind es auch allein die Heere der verbündeten europäischen Nationen, die den Bolschewismus Zu­rückschlagen können und Zurück­schlagen werden.

Und über eins müssen wir uns dabei im klaren sein, nämlich daß wir in unserem Kampf gegen den Bolschewismus mit den Divergenzen im gegnerischen Lager nicht rechnen, noch gar uns jemals darauf verlas­sen dürfen. Nur Phantasten können mit sol­chen Gedanken spielen. Europa ist viel­mehr in diesem Kampf gegen den Bolsche­wismus auf sich selbst gestellt und ganz auf seine eigene Kraft angewiesen. Die verbündeten europäischen Völker wissen dies auch, und ich bin felsenfest überzeugt, daß sie diese härteste Bewährungsprobe in ihrer Geschichte bestehen und den Sieg über (Fortsetzung auf Seite 2)

Wahre Völker siegen mit erhobener Stirn

Proklamation des Marschalls Anionescu an das rumänische Volk nach dem Terrorangriff auf Bukarest

srstag, 6. April, voii 12,30 bis U n dem durch folgende Punkte bwes-j Seehausen Hasenbüren - .All« önemoor Dwoberg HasbergaJ ;en sowie von 15 bis 16.30 Uhr in - 1 Agende Punkte begrenzten Raume; ft Seckenhausen Ristedt Noriml Ringmar* Winkelsett, Hockensberj ^ stedt Annenheide Huchlin) sschießen der Flakartillerie statt

jedoch, jeder Rumäne weiß, £i: von solchen Beteuerungen zu hal­bst Das Schicksal ihrer Landsleute in line «jährige Tätigkeit blickt und in der Bukowina vor eini-

_ . ---w. /»»Jitiren war eine furchtbare Lehre für

Snmänen; denn die bolschewistische , bleibt immer die gleiche: erst eine ....... feiert b«ä 1 f* Zusicherung der. Freiheit und Un-

5ja r 9 e .. D-.hctr 37. boigkeit, dann Forderung militärischer

Rankte, dann Besetzung durch die (itaee, dann Einzug der GPU. und K Liquidierung der Intelligenz, Ver­tier Frauen und Kinder nach

-ister Friedrich Dahnken, ^ 2, bei der Firma A. Segmü 1 Co," irituosen-Import, zurück.

Walther W i e b e r, Bachstr. 27.

silberne Hochzeit begehen e 1 und

Frau Else geb. Helberg, ^

dlu e h m an r n e ünd°Dau ei S äJ^elendung der _

hönebeckersrt. 107. j

Unter im Hoheilsarü«

NSDAP.

ruppe Gi-öpelingen^ SP^ h a aBS Hl]5 , 9.30 Uhr, im G ® me "? S berVoll*' iP r ! ch lZ g J pnichT?Poliii^. l !i

U. Warte der G ) ied ., fo 3 nn , VowJ ,V. " Herr Reichsminister,

ie. Uniformierte m on 1 willkommen.

NS.-Kriegsopferversorg«»? ^

hierfür Papenstr.

. ak ! ' :

. ...Chur- ii im Unterhaus über die Molotow- :.;9S e sagt, daß er höchst befriedigt opiei*"- - j^reml die Bewunderung der

ErhoIungsfü K 0 | 5 p liö( H her tliese Erklärun U

m 11- Ih s P ätssl!E!

i bleiben- .

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und re!f , . W ^bensW 1!l '

alt Valentine im seltsamen Lache #

Sander, der ^<*

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ierzig Jahre alt ^e '' "

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. dann: Einverleibung des betref- 7 Staates in die Sowjetunion. Tatsäch­lich die Sowjets diese Gleichmache- M die Aufsaugung bodenständigen

--ns zu einem System b e i s p i e 1- b Brutalität entwickelt. Das weiß Ule Welt. Deshalb fallen auch auf Wienspielertricks der Sowjets wohl die Dümmsten

herein."

Wie denken Sie hier-

ii»fa°I : "^ e Erklärung hierfür ist , Churchill gehört gewiß nicht 4 F u mst en, von denen ich eben Hr, ande 't sich bei ihm daher nur liuii euc helei, denn dieDinge i [J? Ild stehen nicht zum ifcÄdtm-vn 11 er h en nt dort täglich klarer, seines 'J |irkt _ >B gegen Stalin in Europa ein- nrehr ausrichten kann, und man ijni, j d >eser Zustand eines Tages e Di« TT katastro P hale Folgen haben <6 om« Unrulle im englischen Volk ist ilentinos Giesi ^j se in. Si c h erl ^" s£ r^fc 4 jjj, ' 1 i nd die Opposition gegen die Jahre.alt__se.. 6dunk »^I«he Poii tik ist ständig im Wach-

bisjoim n J! n , dem Mann, der Finnland, lüä, ''en, den gesamten Balkan, 0| die ganze traditionelle eng- di« Se r*l 0 .. an Stalin preisgegeben h rklar ung Molotows recht ge- "j abnpn^ 111 hat Molotow seine Er- ^rrchili?" 6 ^ en ' was tot der alte Spie- _ Lofort tritt er im Parlament

i!! Htikrh em er vor h urzel11 erät der \v ärta we g en der Sowjets, 'Ua.bäf J_ lm Per zu zucken, über Bord äse E r vi- tut er jetzt so, als ob er Ms ob mn 3 glaube und stellt es so 'hseit z 0 L G ' e ^ a h r für die englischen

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, sehr c ' fde9 ' a. ; * lur Qle enguscnen

iebte. E r.jcleid* 1 pjr.se- ^ '* .^ oslt «u nicht mehr kommen r-««/-hmack g eK 0 ,dene .., te !los möchte ,n.

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> ,, n , möchte er damit die r.-b n°rge des englischen Vol- en ,! s über die fatale Ent-

, en glisclien Außenpolitik be-

haorteilen Sie, Herr Mini- ' -eV v ° n Großbritanni- d.» etein igten Staaten i-ä? r . Politischen Spiel der dich ^ ie ' daß die Sowjet-

. "ens ri 6 ^ efa hr für den Bestand ; frsteHen könnte, und daß

1. *e Gefahr die Westmächte

! ' 3 t n )U e ' der Politik des Kreml

dem einen Teil Ihrer .. , le d ' e Sowjetunion für

,.* f i.-d ' c p t- habe ich mich schon ketüpnili< i geäußc-t. Dazu

r,r sa ilf n .' *>e-

dnb. Bukarest, 5. April. Der rumänische Staatsführer Marschall Antonescu rich­tete nach der ruchlosen Bombardie­rung von Bukarest durch anglo- amerikanische Bomberverbände eine Pro­klamation an das rumänische Volk.

Der Marschall erinnerte eingangs an die entscheidenden harten Zeiten, in denen das rumänische Volk mit seinem Blute die hei-., ligen Grenzen des Landes und die Gräber, der Väter verteidigte. Statt auf Verständnis und Gerechtigkeit bei einer Seite zu stoßerv die von Rumänien niemals bedroht noch angegriffen worden sei, habe man die schnöde Tat des Bombardements erfahren, die un­schuldigen Menschenleben, Väter und Müt­ter, Greise und Kinder hingemordet habe.

Es seiim Namen der Zivilisation ein Volk getroffen worden, das jahrhunderte-

Trotz geblieben sei, ein Volk, das sein Da­sein und seine Ehre mit Würde und unter Opfern verteidigt habe.Im Namen der Zi­vilisation sei eine Hauptstadt getroffen worden, die die Mühe von Jahrhunderten erbaut habe. Dieser unnütze Schlag habe den Glauben an Anstand und an das Recht erniedrigt Die Rumänen hätten dennoch aber trotz dieser gewissenlosen Tat ihren Glauben an die Gerechtigkeit nicht verloren, eine Gerechtigkeit, die allerdings nicht eine leere Heuchelei sei.

Abschließend fordert der Marschall vom rumänischen Volk, daß es seine mannhafte Haltung unangetastet bewahren solle, un­angetastet im Glauben, ungebeugt in. der Entschlossenheit, sein Recht zu verteidigen.

Die wahren Völker siegen nicht auf den Knien, sondern mit erhobener Stirn. Denn

lang ein Bollwerk der Christenheit und der die Zivilisation der Welt, die heute hier von Zivilisation allen widrigen Zeitläuften zum I Menschen beleidigt wurde, die wir niemals

Rumänische Soldaten schlagen sidi tapfer

Feindsender versuchen, Rumäniens Armee zu verleumden

dnb. Bukarest, 5. April. Als Antwort auf die Versuche feindlicher Sender, die ru­mänische Armee zu verleumden, veröffent­lichten die rumänischen ' Blätter am Mitt­woch einheitlich an führender Stelle fol­gende Feststellung:

Feindliche Rundfunksender haben seit einigen Tagen ihre Agitation beinahe aus­schließlich gegen unsere tapfere Armee ge­richtet, und zwar hinsichtlich ihrer Haltung wie ihrer kämpferischen Werte. Indem sie gewollt die reinen rumänischen Realitäten des Kriegsschauplatzes ignorieren, der heute einen Teil des Volkskörpers unseres Landes in sich schließt, versuchen diese feindlichen Sender vergeblich, der Armee Schande ins Gesicht zu schleudern, wenn sie behaup­ten, daß rumänische Einheiten, die in Bes- sarabien und in der Bukowina kämpften, sich andauernd dfem Feind ergäben, und daß die feindlichen Angriffe unseren Trup­pen schwere Verluste zufügten, weil zahl­reiche Gefangene gemacht würden.

Die Antwort auf diese neuerlichen Ver­suche, unser Vertrauen zu erschüttern, gibt diesmal der rumänische Soldat selbst durch seine Taten aus überliefertem Heldentum, das gleichermaßen geehrt wird vom Ober­kommando unserer Armee wie in den deut­schen Wehrmachtberichten sowie in der Wertschätzung der öffentlichen Meinung der neutralen Länder. Nicht Desertion vor der Pflichterfüllung, kein Uebergehen in die

Armee jahrhundertealter Unterdrücker, nicht bolschewistische Angriffe mit Verlusten und Gefangenen in und aus unseren zur höchsten Kraftentfaltung geschlossenen Röihen, son­dern tapferes Festkrallen an der Scholle der Väter und stürmischer rumänischer Angriff überall, wo der Stiefel des Unterdrückers unseren Boden geschändet hat.

So hat am 31. März eine rumänische In­fanterie Abteilung östlich der Jijia einen Großangriff geführt, wobei es ihr nach fünf­stündigen hartnäckigen Kämpfen mit den Sowjettruppen gelang, diese über den Pruth zu werfen. So vermochte am gleichen Tage der von einem Bataillon eines Jäger-Regi­ments geführte Gegenangriff den Feind 15 Kilometer weit nach Osten über den Volo- vatz-Bach zu werfen. So gelang es am 1. April einer von deutschen Kampfwagen begleiteten Dorobantzen-Abteilung, feind­liche Kräfte im Gegenangriff zehn Kilo­meter über die Jijia zu werfen. Dabei wur­den Gefangene gemacht und viel Kriegs­material erbeutet. So führten am 3. April Kavallerie-Einheiten, verstärkt durch Teile eines großen deutschen Panzerverbandes, einen schwungvollen Gegenangriff im Raum nordöstlich von Jassy, wobei sie zwei von den Sowjetgruppen kurz vorher besetzte Ortschaften zurückeroberten. Das sind Waf­fentaten, die heute sprechen, so wie sie gestern gesprochen haben, und so wie sie immer sprechen werden]"

beleidigt haben, bedarf heute mehr denn je unserer Armee, unserer Herzen, unseres Kampfes und unseres Zusammenschlusses. Mit Gott vorwärts! Mit diesem beendet der Marschall seine Proklamation.

Ein reiner Terrorangriff

dnb. Bukarest, 5. April. Der Luftangriff auf Bukarest am Dienstagnachniittag war der erste amerikanische, den die rumä­nische Hauptstadt erlebte. 1941 und 1942 hatte.es einige nicht sehr..bedeuteßde sowje­tische Luftangriffe auf Bukarest gegeben. Der rein terroristische Charakter des An­griffs ist jedem einzelnen der Tausende und aber Tausende von Bukarestern klar, die an diesem strahlenden Frühlingsnach­mittag nach dem Angriff durch die Straßen der Stadt zogen, um sich diej Zerstörungen anzusehen. Am Bukarester Beispiel vom 4. April zeigt sich ganz klar, daß die Ame­rikaner sich dazu hergegeben haben, Zu- treiber- und Hilfsdienste für die Sowjets zu leisten.

Mancher, der das bewegliche und spon­tane Naturell des Rumänen kennt, war am Dienstag erstaunt über die Selbstbeherr­schung und Gelassenheit, mit der die Be­völkerung der Hauptstadt diesen Angriff überstanden hat. Weiter aber zeigte dieser Angriff, daß Bukarest tatsächlich auf feind­liche Terrorangriffe vorbereitet ist. Das sieht man zum Beispiel daran, wie prompt und schnell der Luftschutz funktionierte, wie sofort nach der Entwarnung die Schäden beseitigt wurden.

Ritterkreuz für Generalstabsdief der rumänischen Luftwaffe

dnb. Berlin, 5. April. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes an den Kö­niglich-Rumänischen Generalmajor Gheor- g h i u , Chef des Generalstabes der rumäni­schen Luftwaffe.

Der rumänische Heeresbericht

dnb. Bukarest, 5. April. Das Oberkom­mando der rumänischen Armee gab am Dienstag bekannt:In Mittelbessarabien

und im Norden der Moldau keine wichti­gen Operationen, Während des Dienstags griff eine größere Anzahl anglo-amerikani- scher Bomber die Hauptstadt Bukarest an. Es entstanden Schäden und Verluste unter der Bevölkerung. Eine große Zahl der feindlichen Flugzeuge wurde von deut­schen und rumänischen Jägern und von der Flak abgeschossen.

Gegenangriffserfolge im Süden der Ostfront

Neue deutsche Kräfte im Kampf 44 USA -Bomber beim Angriff auf Bukarest abgeschossen

dnb> Fiihrerhauplquar 1 J e r 5. April. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Oestlich des unteren Dnjestr führten die Sowjets mehrere vergebliche Angriffe. Um eine Einbrurhsstelle wird noch gekämpft. Zwischen Dnjestr und Pruth sind heftige Kämpfe mit anfreifenden sowjetischen Panzerverbänden im Gange. Auch von deut­scher Seite werden neue Kräfte in den Kampf geworfen. Nördlich Jassy na men rumänische Truppen ein vom Feind stark besetztes Höhengelande und fügten den Bolschewisten hohe Verluste zu.^ Im Raum nördlich Tschernowitz kämpfte sich eine nördlich des Dnjestr

stehende

deutsche Kräftegruppe weiter au d,e be fohlenen Ziele zurück. Zwischen St an is- 1 a u und T a r n o p o 1 sowie im Raum sud lieh und nordwestlich Brody nahmen um sere Truppen in Gegenangriffen zahlr f"® Ortschaften und warfen die ® olscbe ^ kn mit hohen Verlusten zurück. Die Verteidi ger von Tarnopol hielten auch gestern wie

Starke deutsche Kampffliegerverbände griffen in der vergangenen Nacht den feind­lichen Nachschubstützpunkt K o r o s t e n an. Es entstanden in Bahnanlagen und im Stadtgebiet starke E«ylosionen und ausge­dehnte Brände. Unsere Angriffe im Raum von Kowei gewannen trotz zähen feind­lichen Widerstandes In weiterem Vordrin­gen mehrere Höhen und Ortschaften. Eine Sturmgescliützbrigade vernichtete dabei allein 37 feindliche Geschütze.

Südlich P 1 e s k a u brachen erneut den ganzen Tag anhaltende Durchbruchsver­suche der Sowjets zusammen. Der Feind hatte wiederum schwere blutige Verluste.

Im Hohen Norden griffen die Bolsche­wisten im Kandalakscha-Abschnitt mehrere Male mit überlegenen Kräften einen unse­rer vorgeschobenen Stützpunkte an. Sie wurden mit wirksamer Unterstützung durch Sturzkampfflieger verlustreich abgewiesen.

Aus Italien werden außer erfolgreichen eigenen Stoßtruppunlernehmen, bei denen Gefangene eingebracht wurden, keine be­sonderen Kampfhandlungen gemeldet. Un­

sere Fernkampfartillerie bekämpfte bei Tag und Nacht das Hafengebiet von A n z i o und N e 11 u n o . Bei den Kämpfen der ver­gangenen Wochen im Landekopf von Net- tuno hat sich das Fallschirmjäger-Lehr- bataillon unter Führung von Major Herr- mann besonders ausgezeichnet.

Ein Tagesangrfff nordamerikanischer Bom­berverbände gegen das Stadtgebiet von Bukarest verursachle Schäden und Ver­luste unter der Bevölkerung. Durch deutsche, rumänische und bulgarische Luftverteidi­gungskräfte wurden 44 feindliche Flugzeuge vernichtet. An diesem Erfolg haben rumäni­sche Jagdflieger besonderen Anteil.

Britische Störflugzeuge warfen in der letz­ten Nacht Bomben auf einige Orte im rheinisch-westfälischen Gebiet

Nach abschließenden Meldungen haben »ich die gestern bei dem Angriff auf einen norwegischen Marinestützpunkt gemeldeten Abschüsse feindlicher Flugzeuge auf 16 er­höht. Damit wurde etwa die Hälfte der An­greifer vernichtet. ,

Großadmiral Däniü am Atlantik

Der Öbarbttjehlshubtir der Kriegsmarine, Groß udmiral Do mix , überzeugt sich selbst immer nieder an allen Ironien von der hmsatzbereil - schuft der Kriegsmarine, Unser Bild zeigt: Der Flottillenchef einer Zerstörerflottille be­richtet dem Großadmiral über die letzten er­folgreichen Einsätze seiner Boote .

PK-Kriegsberichter Sämisch (Sch)

ZttqtaHd

m IhiiukeH Ozean

Von

Vizeadmiral Lützow

Vizeadmiral Lützow, der auf Grund einer Einladung der Deutschen Arbeitsfront kürz­lich eine Vortragsreise durch den Gau Weser-Ems unternahm und vor den Hörern der Volksbildungsstätten der Hansestadt Bremen vor vierzehn Tagen sprach, schil­dert in seinem Aufsatz die Beschränkungen der britischen Machtstellung im Indischen Ozean durch die Auswirkungen des Krieges.

Die Wende zum 20. Jahrhundert sah die Briten als unbestrittene Machthaber in In­dien und Burma, am wichtigsten Punkt der Südküste Arabiens- in Aden, .sowie auf der malaiischen Halbinsel, auf den meisten der kleinen Inseln des Indischen Ozeans und in ganz Australien, in Südafrika, Kenya, Ugan­da, Britisch-Somaliland und Aegypten. Der Unabhängigkeitswille der Buren wurde bis 1902 durch Zermürbung ihrer Wehrkraft mit Hilfe eines kriegerischen Massenaufgebots und mit Hilfe von Konzentrationslagern, de­nen 26 000 Frauen und Kinder zum Opfer fielen, gebrochen. Da auch Holländisch- Indien, wenn auch nicht formell dem briti-, sehen Machtbereich eingegliedert, von der Gnade der Briten lebte, so schien deren Vorstellung vom Indischen Ozean als einem britischen Binnen­meer der Verwirklichung nahe gerückt zu sein. 1907 gelang es' sogar, die plumpen Ausdehnungsansprüche Rußlands nach Sü­den von der Annäherung an den Persischen Golf fernzuhaiten. Nach dem ersten Welt­krieg wurde dem Deutschen Reich seine blühende Kolonie Ostafrika weggenommen. So wurde Britannien allmächtig im In­dischen Ozean.

Vergleichen wir diesen stolzen Besitz­stand und Einfluß Großbritanniens während der letzten Jahrhundertwende mit seiner geejenwärtigeh Stellung dort, so stellt sich uns von selbst die Frage: für wen hat Croßbritannien im Raum dieses Ozeans Macht und Schätze gesammelt? In der Wirt­schaft Australiens nämlich macht sich seit mehr als 10 Jahren das Vordringen des nord­amerikanischen Einflusses und Geldes gel­tend. Südafrika steht nach einem Einge­ständnis seines Ministerpräsidenten. Smuts aus den letzten Jahren unter dem Einfluß keiner änderen Macht so sehr als unter dem der Vereinigten Staaten. Das Schiffahrtsab- kömmen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten aus dem Jahre 1940 überließ den Seeverkehr zwischen Nord­amerika einschließlich Kanadas und Indien, der bis dahin alleiniges Vorrecht der britischen Flagjge war, dem Sternenbanner! ebenso auch den Seeverkehr zwischen Nordamerika undOstasien sowie Australien. Um diesen Seeverkehr im Bereich des Atlan­tischen Ozeans beaufsichtigen zu können, setzten sich die Nördamerikaner in den westafrikanischen Stützpunkten wie Mon­rovia, Bathurst, Freetown und Lagos gegen­über der nahe gelegenen brasilianischen Küste fest und bauten darüber hinaus lei­stungsfähige Land- und Luftverbindungen quer durch Mittelafrika aus von Nigerien, Kamerun und dem Kongostaat nach dem Roten Meer und Indischen Ozean, um auch diese Wege nach dem ersehnten Absatz­markt für nordamerikanische Erzeugnisse, Indien, beherrschen zu können. Nord­amerikanisches Geld fand anstelle des eng­lischen Eingang in den Kongostaat zur Aus­beutung der reichen Rohstoffquellen. Mit Recht warf eine französische Zeitung vor drei Jahren den Vereinigten Staaten vor, sie handelten unter fortwährender Verletzung ihmr Monroe-Doktrin nach dpm Wahlspruch: Afrika den Amerikanern". Auch nach dem Nahen Osten griff diese Habgier über. Eia

der starken feindlichen Angriffen stand