Ausgabe 
(5.4.1944) 95
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leiamiliche Tageszeitung && der Ncxtionalsozic

Ma tt des Regierenden Bürgermeist ers der Freien Hansestadt Bremen \lT BMMtl'fllvMS J AH DhIhIihhI

^14. Jahrgang

Geschäftsstellen'.

Bremen: Oeeren 6/8. Ruf 2 18 31; Nacbtrat and «onntags 2 47 65; Obernttraße 86. Rul 2 19 31: Syke: Mflhlendamm 2: Br.-Hemelinges: Bahn- holstraBe 6. Ecke Poststraße, Rut 4 34 58; Br.- Vegesack: Rohrstr. 24. Ruf 4 u. 8: Br -Blumen- tlial, Kapt.-Dallmann-Str. 41/43. Rul 83 0. 8k

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abhängig v °n den Bartavonä^

- des Regenenerungsprozesses.,

:r Leistungsanforderung an die- Schaltung. Fest steht jedoch'sck* daß mit diesem Verfahren den en Rohren mindestens erneut ihrer bisherigen Lebensdauer 3 t wir d. Darüber hinaus läßt sich I : Prozeß auch noch nach Abläufe t bis zur restlosen Aufzehrung de ivorrates mehrmals wiederholen, =, nseren. Rundfunkröhren in Zfc ofern sie sachgemäß behandelt tine recht beachtliche Lebensd» ert ist. Durchgebrannte Sora sich allerdings nicht wieder si n-.

zählte Empfangsgeräte, verschiede füllen die Regale der Wedau war die Nachricht von der Eii-

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstaithalters in Oldenburg und Bremen

Mittwoch, den 5. April 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Die NSV. ist Hüterin des deutschen Leben s

Ausführungen Oberbefehlsleiter Hilgenfeldts bei seinem Besuch im Nordseegau Weser-Ems

Eigener Bericht Oldenburg, 4. April.

in:

Weser-Ems eintraf, ent-

Ober-

Hilgenfeldt, der am Mon-

j \ordseegau

heute vor den Amtsträgern und w^en Mitarbeiterinnen der National- rischen Volkswohlfahrt .im Olden- p schloß die Leitgedanken des von BV. aufgebauten Werkes und die Not- ilglceiten, die sich aus dem Kampf um aijälligen Sieg für die nationalsozia- da Volkspflege ergeben, vornehme alte Saal, in den der stell­ende Gauleiter Joel den auf Einla- Gauleiter Wegener zu einem jijijen Aufenthalt im Gaubereich ein- iüen Leiter des Hauptamtes für pohlfahrt der NSDAP, geleitete, bot südliches Bild durch den Schmuck i.lingshaft frischem Grün. Außpr den üi'ern und Mitarbeiterinnen aus der Arbeit hatten sich führende Person­en der Gauleitung eingefunden, der Oberbefehlsleiter nach Begrü- rorten des Gauamtsleiters Denker zu sangen von grundsätzlicher Bedeu- rc-rtrat, fühlte man wieder einmal be- -j deutlich den Unterschied zwischen lilgeblichen Männern des deutschen und jenen Leuten im Lager des deren politisches Auftreten sich ulen Programmen und Phrasen lügneri- Hmnanität erschöpft. Vor uns stand dar und lebenspraktisch ein National-

,.Lebensspenders in die OelfenlbdÄit dessen persönliche Erfolge und

drangen, als auch schon wahre Br riefen mit Anfragen, Paketen en mitkranken Röhren in 1 nklinik einliefen. Viele Geialt-lij scheuten sogar eine mnstänäs irt nicht, um ihrePatienten sic

u Parole eines kampfbereiten Idealis- ües weit in den Schatten stellen, was rasierenden Schwachköpfe und ver- h .Sozialisten' der Plutokratien an eilen planen und ruhmredig

Vorhaltungen machte, » es gefährlichen Drama^am M « 3

' und Stelle abzuliefern. Weil B * Glocke hängen, umi dann prak- lren sind allein mit dem einen! beweise schuldig zu bleiben. So Verfügung stehenden Gerät bi« ti unmittelbare Lebensnahe und Voll­er Zeit regeneriert worden. Weile bis aus reichen Erfahrungen schöpft, :ern die Regale und sehen ihrer bi fen eindringlichen Appell Hilgenfeldts, .Genesung entgegen. Von den der auf diese Weise mit neuer ift versehenen Röhren wird daß die Ergebnisse äußerst zufnede 1 sind und die Rundfunkapparatec eistungsstärke wiedererhalten habe

S. vom Führer befohlenen Gründung

waren zwei Grundsätze als maß hinerkannt worden. Mit ihnen stellte du große Idee über die Liebestätig s affen Sinne oder die ungesunde eine

EL-Arbeit nicht als Nachfolgerin cha- * Bestrebungen von einst anzusehen, s in diesem größten Sozialwerk dör die Grundhaltung einer mEpoche zu erkennen.

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und warf ihn in d< ® ~ idurch, daß sich dieser i» jp Uck mit einem Bein and i Geländer' anklaminemj^

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i April. In einer Sonder- I das Algier-Komitee am General de Gaulle zum ober- ^ehlshaber der französischen Dissi- ' !J nitkräfte in Nord- und West- ernennen. Damit ist General Gi- li.'a-' Vos dem ; n der am tij c h en Mittei- -'l die Rede ist, praktisch seines - snthoben. Gleichzeitig gehen auf e Gaulle die Befugnisse eines '-Präsidenten" über.

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9 e »f. 4. April. Außenminister Hüll .m-v an , fl0c h eine Erklärung zum glJtldsJ Schaffhausen abgegeben, die ! lieh 611 " de kb en Bedauerns 1 'ergeht 6 -..' , 7 '. daßjede nur menschen- i: 1 Msic htsmaßnahme" angeordnet liirt ? 6 "Wiederholung eines sol- : | en Falles zu vermeiden".

_ 5 auh; Hüll, die Schäden und '' iJi 61 ' un d Verletzten mit USA- : l«en zu können.

--n heuchlerischen Aeußerungen s ' ett uns folgender Satz:In . °mberoperaUonen gegen die "ic leg D Smasc ^ ner * e üeß eine bmher infolge einer Kette

These der neuen großen Idee stellt fest: nicht mitzuleiden mitzukämp­fen sind wir da! Die andere große Richtschnur war die Erkenntnis der Hitler­bewegung, daß der Ruf nach der Hilfe einer Gemeinschaft niemals größer werden dürfe als das P fl i c h t g e f ü h 1 d e r Gemein­schaft. ' Nationalsozialistische Volks­pflege wendet sich an die, welche stark sind und damit die Verpflichtung haben, zu helfen, und sie wendet sich dabeB zuerst an die starke Gemeinschaft aller.

Hiermit unterstrich Hilgenfeldt einen der deutschen Weltanschauung gemäßen Kern­satz, wie er in tatkräftiger Beherzigung in deutscher Urzeit ebenso lebendig war wie zur Zeit eines Hanseatentums, das sich für das Wohlergehen des sozial Schwächeren immer verantwortlich fühlte. Weil die Wohl­fahrtspflege des Nationalsozialismus, so führte Oberbefehlsleiter Hilgenfeldt weiter aus, dem Leben eng verbunden ist, betrach­

tet sich die NSV. als Hüter und Diener des

Lebendigen. Der Geist, der diese Arbeit auf- nannte viele treffende Beispiele aus der

richte, sei der Geist der Verantwortlichkeit und nicht ein auf berechnende Werkgerech­tigkeit zielender Sinn. Der solchen, Dank heischenden Sinn überwindende Geist sei es, der das Werk baue. Derjenige, der Hilfe von der Gemeinschaft empfängt, würde sich deshalb auch nie geringer fühlen müssen als der Geber.

Am Beispiel eines Kernstücks der NSV.- Arbeit wies der Redner dann die Absicht der modernen Volkspflege nach: Im Hilfs­werkMutter und Kind" erweist sich der unmittelbare Zusammenhang unse­rer Weltanschauung mit der Schöpfung. Hier wird, was t der Herrgott uns schenkt, gehütet und gepflegt. Der Dienst an der Mutter als der Trägerin gottgeschenkten Lebens stelle das Schönste dar, was man sich denken könne. Der Mutter Kraft und Hilfe zu geben, sei ebenso notwendig, wie

die Kinder gesund zu erhalten. Der Redner

Praxis, um damit-eindeutig die alles über­windende Zielsetzung klarzustellen, die sich gerade mit diesem während eines opfer­reichen Krieges aufgebauten Werk ver­bindet.

Es gebe nur zwei Formen des letzten Ein­satzes für die Zukunft von Volk und Reich: das Soldatsein und das Muttersein; mit dem Bekenntnis zum darin begründeten Glauben an den Sieg schloß Erich Hilgenfeldt.

Stellvertretender Gauleiter Joel dankte dem Gaste des Gaues für seine bedeutsamen Darlegungen und-umriß nochmals den Geist der deutschen Revolution, wie er sich in der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt schöpferisch offenbart.

Die Teilnehmer der vom Oldenburgischen Staatsorchester umrahmten Kundgebung sammelten sich zum Schluß im Gedenken an den Führer.

14 Zerstörer und Korvetten im Nordmeer versenkt

Abwehrerfolg bei Pieskau Hohe Panzerverluste der Sowjets Terrorangrifl auf Budapest

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 4. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Westlich Bere- s o w k a scheiterten erneute Angriffe der Sowjets. Im Raum von Tschernowitz, nördlich des Dnjestr, stehen, unsere Trup­pen bei schwierigen Wetter- und WegeVer- hältnissen weiterhin in schweren Kämpfen. Die Stadt T a r n o p o 1 wurde gegen erneute heftige Angriffe der Bolschewisten gehal­ten. Dabei hat sich das Grenadier-Regiment 949 unter Führung von Oberst Schönfeld hervorragend bewährt. Im Raum von Brody griffen die Sowjets an mehreren Stellen vergeblich an. Gegenangriffe unse­rer Truppen zerschlugen feindliche Kräfte. Nördlich von K o w e 1 kam es zu heftigen örtlichen Kämpfen. Hauptmann B o 1 m und

Hauptmann Reiche, Bataillonsführer in vergangenen Nacht ebenfalls die ungarische

einem Grenadier-Regiment, haben sich im Kampfraum von Kowel durch beispielhafte Tapferkeit hervorgetan.

Südlich Pieskau setzten die Sowjets ihre Durchbruchsversuche nach Zuführung weiterer Kräfte fort. Unsere Truppen er­rangen in harten Kämpfen erneut einen vollen Abwehrerfolg und vernichteten 24 feindliche Panzer. Damit verloren die Bol­schewisten ln diesem Abschnitt in den letz­ten drei Tagen 172 Panzer.

In Italien wurden nordwestlich Cassino starke feindliche Stoßtrupps abgewiesen. Ge­fangen? wurden eingebracht.

Ein nordamerikanischer' Bomberverband führte in den Vormittagsstunden des 3. April einett Terrorangriff auf Budapest. Ein weiterer schwächerer Verband griff in der

Hauptstadt an. In Wohnvierteln entstanden Schäden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Durch deutsche und ungarische Flakartil­lerie sowie durch deutsche und ungarische Jäger wurden 17 feindliche Flugzeuge ab­geschossen.

Im Nordmeer grillen unsere Unterseeboote in den letzten Tagen feindliche Kriegsschiff­verbände an und versenkten 14 Zerstö­rer und Korvetten, darunter mehrere Großzerstörer derTribal"-Klasse. Im Zu­sammenhang mit diesen Kampfhandlungen versuchten gestern britische Trägerflug­zeuge, einen norwegischen Stjitzpmlkt der Kriegsmarine anzugreifen.' 'Der ArigrfIT würde durch die eigene Abwehr zersplittert und kam nicht zur vollen Wirkung. Hierbei wurden durch das SchlachtschiffT 1 r p i t z" vier, durch ein Vorpostenboot zwei feind­liche Flugzeuge abgeschossen.

Japaner versenkten 2 Kreuzer und 1 Flugzeugträger

140 Feindflugzeuge abgeschossen oder zerstört Große japanische Erfolge im Südwestpaziiik

! p ? ur ^ er hütung solcher Vor- .rh l*; 1 !' ® r 9riffen worden waren, r r'p!. ,9 aus Versehen über . I<n , auf der Nordseite des

~ rf Bomben ab." Demnach : h-, ero iyberfälle auf deutsche ' fei * 1 ? . auen und Kinder ge- jü: "vli, danen deutsche Kultur- 3 s * ei * Schutt- und Asche y' e,ne Versehen, sondern ' ' l ® n ! te Taktik und damit

.- j,'? lm Sinne Hulls und sei- > nter männer.

^erimg des Luflraumas

: April. Die scharfe Reaktion 'ira Volkes auf den Angriff °® un t in der Presse wei- ,/ H ' ? ie ..Neue Aargauer

r - . ..wir verlangen Einge-

- - r.. 50 wie* sie vorliegt,

dafür, daß solche .ralitätsverletzungen end- e .v e .'' )en w >e die Ueberflie- ' 5i<ät, ,V,ll I fe ' i s gibt auf diese ', >rr J er * e ! z ung keine diploma- : 7 r ' lerte Entschuldigung mit ^--ladendeckung" als Qult-

" ! ' E5 ^Ä"5 strikie Res P ektie -

dnb. Tokio, 4. April. Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Dienstag folgende Sondermeldung bekannt:

Starke feindliche Flotteneinheiten wur­den am 29. März südlich des Karolinen- Archipels gesichtet. Die japanische Luft­waffe nahm sofort den Kampf auf und flog vom 29. März bis 1. April mehrere scharfe Angriffe. Dabei wurden zwei Kreuzer und ein Flugzeugträger versenkt, zwei Schlacht­schiffe und ein anderes großes Kriegsschiff sowie mehrere weitere Schiffe schwer be­schädigt oder in Brand gesetzt.

Zwischen dem 30. März und dem 1. April versuchte die feindliche Luftwaffe mehrfach, japanische Stellungen auf den Palau-Inseln anzugreifen. Bef diesen Operationen wurden annähernd 80 feindliche Flugzeuge abge­schossen.

Ein feindlicher Luftangriff gegen die Mar- shall-Inseln, die Ost-Karolinen und das Bis­marck-Archipel wurde durch die erfolgreiche japanische Abwehr zum Scheitern gebracht. 60 feindliche Maschinen wurden abgeschos­sen oder zerstört.

Die Amerikaner sind im Südpazifik erneut zur Offensive übergegangen und haben stärkste Kräfte in diesem Gebiet konzen­triert. Die Amerikaner verfügen dort über mehr als zehn schwere Einhei­ten, das heißt, Schlachtschiffe und Flug­zeugträger, die durch einen starken Ver­band von Kreuzern, Zerstörern und Spezial­schiffen abgeschirmt sind. Obwohl der Feind in den bisherigen Kämpfen die gemeldeten schweren Schiffsverluste einstecken mußte, heben Tokioter Sachverständige hervor, daß er noch über beachtliche Kräfte verfügt, mit denen die japanische Verteidigung zu

rechnen hat. .

Die Zusammenstöße südlich der Karo­linen und im Gebiet der P.alau-Gruppe sind

nur als Auftakt zu weiteren Operationen anzusehen. Die Tatsache, daß die Ameri­kaner. vor allem mit ihrer Luftwaffe Vor­gehen, wird dazu beitragen, die bevorstehenr den entscheidenden Auseinandersetzungen zu beschleunigen. Es ist daher in nächster Zeit mit weiteren Meldungen über den Ver­lauf Öfeser Kämpfe zu rechnen.

Erfolgreicher Kampf im Nordmeer und im Pazifik

Dfahlbericht unserer Berliner Schriftleitung

. Berlin, 4. April. Die Meldung des Wehrmachtberichtes über die Versenkung von 14 feindlichen Zerstörern und Korvet­ten lenkt erneut ^iie Aufmerksamkeit auf den stillen, aber erfolgreichen Kampf unse­rer U-Boote. Bemerkenswert ist, daß sich unter den versenkten Einheiten mehrere Großzerstörer derTribal"- oderVolks- stamm' -Klasse befinden.

Gleichzeitig gibt das kaiserlich-japanische Hauptquartier die Versenkung von zwei feindlichen Kreuzern und einem Flugzeug­träger bekannt. Dieser japanische Erfolg wurde von der japanischen Luftwaffe in einem Gefecht gegen starke feindliche Flot­teneinheiten südlich .des Karolinen-Archi- pels erzielt. Gleichzeitig gelang es den Ja­panern, zwei Schlachtschiffe und ein ande­res großes Kriegsschiff sowie mehrere wei­tere Schiffe schwer zu beschädigen oder .in Brand zu setzen.

Die deutsche und die japanische Meldung sind dadurch interessant, daß sie das durch die Ereignisse im Osten und an der Luftfront etwas in den Hintergrund getretene Ge­schehen des Seekrieges erneut hervortreten lassen. Die Betrachtungen, die vor einiger

Eine Verlustrecbnung Churchills

England und das Empire sollen 667000 Mann »ingebüßt haben

Drahtbericht unseres Vertreters hw. Stockholm, 4. April. Churchill gab am Dienstag im Unterhaus Ziffern über die angeblichen englischen und Em P*?'' e * Kriegsverluste bekannt. Danach sollen sic die Verluste in den ersten vier Jahren des Krieges auf 667 000 Mann belaufen. Die Hälfte dieser Verluste, so beteuerte Chur­chill, entfalle aut das Vereinigte Köni 8 rel ? h ;

Laut Mitteilung Churchills verlor Indim 109 800 Soldaten und Offiziere; es g Australien mit 74 338 Toten, Vermißtennd Verwundeten, Neuseeland mi 25 717 buü afrika mit 23 825, Kanada mit 16 697 und die Kolonien mit rund 25 000 . England se bst ist an den Gesamtopfern mit ^ ^ 7 '

Vermißten und Verwundeten .beteiligt Die britische Handelsschiffahrt verlor nach An gäbe Churchills 30 314 Mann.

Seine Statistik sagt auch nichts darüber, wo die Truppen der Dominien eingesetzt worden sind Die meisten mußten nämlich nicht zum Schutz ihrer eigenen Heimat, son­dern für die Interessen und*zur Entlastung Englands gegen Europa kämpfen. Ueberdies handelt es sich gerade bei den hierfür her­artgezogenen Empire-Verbänden ^um Elite­truppen, so daß obendrein bei der geringe­ren Bevölkerungszahl die Verluste beson­ders schwer wiegen.

Nur bei den 30 314 Seeleuten der Han­delsflotte, die Churchill ebenfalls als gefal­len meldet, dürfte England selbst das Haupt­kontingent gestellt haben. Selbstverständlich ist gegenüber diesen Zahlen Churchills die größte Skepsis erforderlich; sie haben allen­falls den Wert von Teilgeständnissen.

Zeit an dieser Stelle über den Kampf unse­rer U-Boote gegen die feindlichen Geleit- zerstörer angestellt wurden, erfahren jetzt durch den OKW.-Bericht eine neue Unterstreichung. Damals wurde ausgeführt, .daß Ha«nd in Hand mit der in Abwehr und Angriff gewaltig verstärkten Aktivität der deutschen Luftwaffe auch ein Anwachsen der Tätigkeit unserer U-Boote zu verzeich­nen ist.

Diese Entwicklung, die nun schon über ein halbes Jahr dauert, trägt freilich nicht das gleiche Gesicht, das der U-Bootkrieg in seiner ersten Phase aufwies. Wenn damals die Aufgabe der U-Boote in erster Linie in der Versenkung feindlichen Transportraums bestand, so richtet sich der Kampf jetzt vor allem gegen die feindlichen Geleitschiffe. Die Erfolge, die in diesem Kampfe bereits er­zielt worden sind, und, wie der neue OKW.- Bericht ausweist, laufend weiter erzielt wer­den, müssen eines Tages ihre Folgen zeigen. Denn mit den Geleitzerstörern sinkt ein we­sentlich kostbareres Schiffsmaterial auf den Grund des Meeres als es die Transport­schiffe seihst sind. Eine entscheidende Schwächung des feindlichen Bestandes an Geleitzerstörern führt notwendig gleichzeitig zu einer Verminderung der Transporte selbst, da diese ohne Geleitschutz zur wehr­losen Beute unserer U-Boote werden. Wäh­rend aber versenkte Transporter verhältnis­mäßig schnell durch Neubauten ersetzt wer­den können, besteht eine solche Möglichkeit für den Ausfall an Zerstörern nur in einem weit geringeren Maße.

Die japanischen Erfolgsmeldungen aus dem Pazifik berichten fast in jedem Falle über die Versenkung schwerer und schwer­ster feindlicher Kriegschiffe. Die Einheit der deutsch-japanischen Kriegführung wird auch in dieser Tatsache deutlich. Während die japanische Kriegsmarine und Luftwaffe die Hauptkraft der feindlichen Flotten auf sich zieht, führen die U-Boote nach einem offenbar festgelegten Plan eine Art von Spezialkampf gegen bestimmte kleinere; aber lebenswichtige Einheiten der Feind­flotte. Schon heute zeigt sich, daß der Einsatz von Zerstörern des Gegners in­folge der bisherigen sehr hohen Verluste dieser Typen immer schwieriger wird, so daß der Feind sich auf der Suche nach neuen U-Boot-Bekämpfungsmitteln gezwun­gen sah, verschiedene neue Schiffstypen als ausgesprocheneAnti-U-Boot- schiffe" zu bauen.

Daß der Gegner auch mit diesem Versuch keinen durchschlagenden Erfolg erzielen kann, beweist die Tatsache, daß seit Be­ginn dieses Jahres 80 solche Geleitsiche- jungsschiffe versenkt worden sind, wozu noch zehn weitere so schwer beschädigte kommen, daß mit ihrem Totalverlust zu rechnen ist. Diese Behinderung der feind­lichen Trarisportschiffahrt an allen Fronten des Krieges muß sich eines Tages aus­wirken.

Die iSalioiKtlsoziulislische V olksicohlfahrt betreut in vorbildlich eingerichteten Kinder­tagesstätten die Sprößlinge, während die Mutter arbeitet. Lachende Gesichter den ganzen Tag über sind der schönste Ansporn fiir den Ar beitseinsalz der deutschen Frau .

Fot. Presse-Hoffmann

Ittatat - mf. -CHqtiitk

Von Walter Wolnowski

Je mehr die Politik einer Regierung vom rein moralischen Prinzip durchdrungen ist, um so tiefer und kluger wird eine der­artige Politik sein. Ein schönes Wort für- wahr. Es stammt von John Qincy Adams, dem sechsten Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Es ist immerhin bemerkenswert, daß aus­gerechnet Englands Außenminister Eden in einer seiner letzten Reden ohne zu erröten behauptet hat, dieser Ausspruch des Ameri­kaners Adams sei auch der Hauptgrundsatz -seiTresretgietien-politisehen Glaubensbekennt­nisses. Es wäre sehr reizvoll, einmal zu untersuchen, wieweit die englische Politik im Laufe der letzten Jahrhunderte auf mo­ralischen Prinzipien aufgebaut gewesen ist. Man käme zu einem wahrhaft niederschmet­ternden Ergebnis, wollte man die englische Politik des Raubes, der Erpressung und der rücksichtslosen Ausbeutung anderer Völker mit den Maßstäben der Moral messen. Als klassische Beispiele brauchte man nur die jahrhundertelange Knechtung des irischen Volkes, die Millionen zusammengeschosse­ner und verhungerter Inder, die 20 000 hin­ter dem Stacheldraht englischer Konzentra­tionslager zugrunde gegangener Burenfrauen und -Kinder, die Hungerblockade . gegen Deutschland im ersten Weltkriege oder die hoch in die Tausende gehenden Zahlen der durch den Luftterror in Deutschland Ermor­deten anzuführen. Man würde damit aber doch nur einen Bruchteil dessen aufzählen können, was eine verhältnismäßig kleine, von Juden gelenkte Clique in der Londoner Ciiy und in der Downingstreet unter dem Deckmantel der politischen Moral der Menschheit angetan hat.

Ein Engländer hat auch das Wort geprägt: Recht oder unrecht mein Vaterland". Dieses harte, stolze Wort kann man nur so auslegeri, daß alles, was auch immer Eng­land politisch im weitesten Sinne getan hat und noch tut, nur zum Besten des englischen Volkes bis hinab zum letzten seiner Söhne geschehen ist und noch geschieht. Wie aber vereinbart sich mit einer solchen These die Tatsache, daß das größte Imperium, das die Welt je gesehen hat, eines der reichsten Staatengebilde dieser Erde, nicht einmal in seinen/Mutterlande der sozialen Krisen Herr werden konnte? Es glaubte zu dem letzten Mittel eines blutigen Krieges greifen zu müssen, um das eigene englische Volk, das bewußt und voller Spannung miterlebt hatte, wie im Herzen des Kontinents die Führung eines von seinenBesiegern" anderthalb Jahrzehnte lang ausgepreßten Volkes alle seine sozialen Fragen radikal anpackte und Zug um Zug zu lösen begann, von den eige­nen innerpolitischen Schwierigkeiten abzu­lenken.

In Gesprächen mit einfachen Engländern ist Deutschen häufig vor dem Kriege gesagt worden;Ja, wenn wir euren Hitler hätten!" Und das trotz aller Verleumdungen durch die jüdisch verseuchte englische Presse und den Rundfunk, die von Monat zu Monat den Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland prophezeit halten, weil Hitler schon allein wegen seiner wahnsinnigen Wirtschaftspolitik" Schiff­bruch erleiden müsse, da ln seiner gelenk­ten Wirtschaft nicht mehr das Geld, sondern die Bedürfnisse seiner Volksgenossen den Umfang der Produktion bestimmten.

Und. heute, nach viereinhalb Jahren Krieg? Während in Deutschland kein Mensch dar­über diskutiert, ob es nach dem Kriege Ar­beit, Wohnungen, KdF.-Reisen und Volks­wagen geben wird, fürchtet die große Masse in England die Zeit nach dem Kriege noch weit mehr als alle Mühsalen und Gefahren des Krieges selbst. Sie ahnt und die in­nen- und außenpolitische Entwicklung gibt ihr schon jetzt die unheimliche Bestätigung dafür, daß England, auch wenn es den Krieg nicht verlieren sollte, so doch niemals den Frieden gewinnen würde. In derfreien Luft der Demokratie" hat jeder Engländer, soweit er nicht der herrschenden dünnen Schicht des Adels oder der Finanzarisi/ikr#-