Ausgabe 
(29.3.1944) 88
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tor jeiamiliche Tageszeitung

i„i.hl aif des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

^ 14 . Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des 'Reichsstatthallers m Oldenburg und Bremen

Mittwoch, den 29. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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■ibericht unserer Berliner Schriftleitung h Berlin, 28. März. Nachdem ritTagen die englische und amerika- 1 Presse ihren großen Kummer über Verlauf der Kämpfe bei Cassino Aus- „eben hat, bricht sie nun noch ein- (ii, so lautes Klagegeschrei aus, daß ml den Gedanken kommen könnte, der wolle mit Gebärden der Ver- irgendwelclie anderen Pläne ileietn. Aber die Tatsachen, von denen liiislen Betrachtungen .des Feindes leB decken sich auch mit den mili- ihen' Feststellungen, die auf unserer 9 e SChloiitiSit gemacht werden können. Und so muß ’w 5 das sc b r eckliche Jammern der Geg- Ausbruch der tatsächlichen

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ton Enttäuschungen und als Symptom Niedergeschlagenheit gewertet

li* Enttäuschung der anglo-amerlkanl- *n Oeffentlichkeil über die erbitterte IM um Cassino Ist aber durcliaiis ver­geh, Wir erinnern nur (Jaran, was der isindant der Luftstreitkräfte der West- ile in Italien, der nordamerikanische leral E a k e r vor knapp zwei Wochen irisch sagte, als die Bombenangriffe mehreren hundert anglo-amerikanischen jMigen und das schwere Artilleriefeuer iie deutschen Stellungen in Cassino i Höhepunkt erreicht hatten. Eaker, der »März'gemeinsam mit den Generalen Inander und Clark einen besonders neren Bombenangriff auf Cassino beob- fele, Irat selbst als Sprecher in einer iie Vereinigten Staaten und England (Baien Rundfunkreportage vor das und sagte nach einer Meldung sBern wörtlich folgendes: „Heute haben Cassino ausgeräuchert. Ich beobachtete, Cassino zusammengeschmolzen ist.

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fi der bereits verzeichneteu Feststel­lies „Exchange Telegraph”, daß die feht um Cassino zu Ende gegangen und w Taktik des Luftbombardements ein wer Fehler gewesen sei, der zu einem nRückschlag für die Alliierten geführt t stoßen jetzt fast alle nordamerikani- aZeitungen, an der Spitze die „Newyork Lin das gleiche Horn. Der Militär-

ta Ritterkreuzträger

Führerhauptquartier, 28. März. Der - :i verlieh das Ritterkreuz des Eisernen ® an; Major Wilhelm Busse, Füh- Mes Göttinger Grenadier-Regitnents; *? mann - Axel Freiherr von dem l . t j J le '.^ r ei t h o r s t,. Bataillonskom- •® in einem Potsdamer Grenadier-: Hauptmann Herbert K ompeh, ™Sskommandeur in einem Flak-Regi- .. Leu iMnt d, R. Heinz Georg B e h - - ste ^ vertre tender Kompanieführer in ..„ I' »iärz im Wehrmachtbericht ge- a "7er-Abtei!ung 5, geboren am 11. in Bremen als Sohn des ./Hnnbeamten Heinrich Behrens; Feld- „ c ? ärti W o 1 f f, Zugführer in einem -scii-mecklenburqischen Füsilier- Re- a,.'; f „ reiten Abis T w i 11.? m e y e r , St ab eines schlesischen Fiisilier-

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"srkreuz nach dem Heldentod

Jn'g?' 28 ' März ' Hauptmann, d. R. ‘emh«, . u , m P H Batteriechef in einem ksf ^k'badischen Artillerie-Regi-

'^bsche^An 631 ^ 11 W H sma bei einem Dentin; 3nff seine 'B-Stelle im Nah- Komn „ loasei1 verteidigt, naclr Ausfall -v r-, lec befs einer Grenadier-Kompa-

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r'/'rlien r p n3 an 9 er i ssen , einen er- P veitpr egenst °ß unternommen und L i«i.,., en -Angriff blutig abgewiesen. ''S *‘"f ^üffentat wurde der vor- 'iiisn« - e [ le ' 0ffizier mit dem Ritter- Vag L r e l C ^ ne ^' Bevor ihn die Nach- ireirki , erlie nnung seines Soldaten- tetüuan. l ant ' er den Heldentod.

•eiae, si„ " er ' 3ert A m a n n hat als “jud , Im P esc Bütz-AbteiUmgarördlich i " en Angriff der Sowjets auf- * Sturm« ln , s °f° r tigem Gegenstoß mit 41 S«schlfl eSC ^ 1 ' itzen den Feind > n die k*'™ 6 Weit» en -^' s er ' n z Ü9iaem Nach-* ■telluag (t- 1 r jJ c !* w ärts sich bildende Be- ^’ ,e Sekn S »i ^ e ' n d es erkannte, zögerte - um 71, n e ' auc ^ it diese Itineinzu- ■*dieser , r ^ er ?^' a gen. Wenig spater ^Undim 1 ' 6 .' 1 " 96 Stur martilierist bei htk i.. Qsfalrrt schwer verwundet Die Auszeichnung er nicht mehr

~sü e j Heinz T h i e m e hat als .'. : ’ w iWn l .c-1 1 • Fanzerjäger-Kompanie .. iin srk,, acas ' sc * !en Crenadier-Regi- f : ers ten feindlichen

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kritiker der „Newyork Herald Tribüne" schreibt, daß Cassitio den angelsächsischen Völkern die große Illusion geraubt habe, daß man den Sieg schon allein durch den Masseneinsatz von Flugzeugen erreichen könne.

Daran, daß sich die Engländer und.Ameri­kaner heute wie aus allen Himmeln gefallen Vorkommen, ist in erster Linie die Groß­mäuligkeit der amerikanischen Generale an der Italienfront schuld. Dabei hält den Rekord an sinnloser Prahlerei wohl zweifel­los General Eaker. ‘

Die anglo-amerikanischen Truppen, die .Cassino ohne große Verluste besetzen woll­ten, „wenn der Rauch der Schlacht sich ver­flüchtigt hat“, sind heute von der ErltilUing dieser Hoffnung weiter entfernt als je Viele Stützpunkte in der Stadt, die der Gegner schon einmal in seinem Besitz hatte, sind heute wieder in unserer lland. .Nach den prahlerischen Vöraussagen der führenden amerikanischen Militärs kann man sich in der Oeffenllichkeit auf der feindseite die Entwicklung in Cassino fast nur noch als in Hexerei begründet erklären. Tatsächlich machte die „New York Herald Tribüne“ dje Bemerkung, daß die unwahrscheinliche Lei­stung der 1. deu.tsdi.ien. Fallschirmdivision, die in den Vereinigten Staaten den. Bei­namen „die grünen Teufel“ “lhcilien habe, als so ungeheuerlich betrachtet wa-de, daß viele Amerikaner wirklich an Hexerei glaubten.

Auf der gleichen Linie der Geständnisse und Selbstanklagen bewegen sich auch die Ausführungen der amerikanischen Soldaten­zeitung „Stars and Stripös" und des kanadi­schen Blattes „Maple Leaf”. „Stars and Stri­pes" wehren sich gegen jeden Versuch eines weiteren Selbstbetruges. Ganz offen wird er­klärt, daß der Feldzug bei Cassino nach

zwölf Tagen der heftigsten Angriffe sich als ein völliger Fehlschlag erwiesen habe. Seit fünf Tagen führten die Neuseeländer und die indischen Truppen in Cassino und an den Hängen des Cassinoberges geradezu einen Verzweiflungskampf, ohne irgend­welche Gewinne verbuchen zu können. Um­gekehrt hätten die Deutschen nicht nur ihre Kräfte verstärkt, sondern es auch verstan­den, sich in die alliierten Linien einzufiltern und ihre Stellungen zu verbessern.

Was man auch auf der Gegenseite an Er­klärungen vorzubrrngen sucht, sei es das vermutliche Netz von unterirdischen Gängen und andere Dinge, es läuft schließlich doch alles auf die Tatsache hinaus, daß der Feind in der wütenden Enttäuschung über eine fehlgeschlagene große Hoffnung, wider Wil­len ein Hohelied auf die Tapferkeit unse­rer Soldaten anslimmt, die an der Italien­front. tatsächlich Unvergleichliches geleistet haben,

„Junge zähe Nazitypen"

ep. Lissabon, 28. März. Die guten Nerven der deutschen Fallschirmjäger und ihr bei­spielloser Kampfeswille' werden von sämt­lichen Kriegskorrespondenten der Londoner Blätter als Gründe für das Fehlschlagen der großen Offensive gegen Cassino bezeichnet. „News Chronicle" erklärt; „Tn Cassino stehen Truppen, die es vorziehen, eher zu sterben, als schlappzutnachen".

„Daily Heräld" schreibt: „Die wenigen Ge­fangenen, die wir machten, waren kampf­bereit. Sie waren alle jung und äußerst zähe Nazitypen. Wenn jemand noch einen weiteren. Beweis für die Kampfesqualitäteh der deutschen Truppen in Cassino haben wolle,* dann möge er das folgende Beispiel ansehen: Ein Fallschirmjäger in Cassino

hatte seinen Posten drei Stunden lang allein

gehalten. Als er aber schließlich mit einem Bajonett im'Leibe im Sterben lag, da lächelte er und rief aus: „Sieg Heil!".

Auch der Bericht des „Daily Telegraph" gibt zu, daß die „außergewöhnlich zähe Wi­derstandskraft der deutschen Fallschirm­jäger" so entschieden war, daß sie in diesem Kriege noch nicht übertroffen wurde. Nach dem Luftbombardement von Cassino war jedermann davon überzeugt, daß niemand mehr in der Stadt leben könnte. Als dann aber die Infanterie zum Angriff ansetzte, seien die Trümmer lebendig geworden und überall deutsche Maschinengewehre in Aktion getreten. Schließlich war ein großer Teil der Stadt in der Hand der Anglo-Ameri­kaner, aber die Gegenangriffe der Deutschen ließen alle Vorteile wieder verlorengehen.

Churchill schweigt zu Cassino

dnb. Stockholm, 28. M-irz. Churchill er­hielt am' Dienstag im Unterhaus zahlreiche Anfragen über die Lage in Italien und be­sonders über die erfolglosen anglo-amerika­nischen Angriffe bpi Cassino. Churchill, dern diese Fragen sichtlich unangenehm waren, versuchte sich mit der kurzen Bemerkung aüs der Affäre zu ziehen, daß er seine ,’,Ent- läuschung dariibei, daß keine schnelleren Fortschritte gemacht würden, nicht vor­bei ge", Er hoffe, daß das Hans vm diesem Eingeständnis befriedigt sei. Als ein .Ab­geordneter, der gleich den "änderen durch diese spärliche Mitteilung keinesfalls zu­friedengestellt war, .den Premieiminister an seine Worte erinnerte, daß das britische Volk über Rückschläge ebenso unterrichte! würde wie über Erfolge, wußte Churchill nichts Besseres zu tun, als sich hinter seine sattsam bekannte Verlegenheitsphrase. zu verstecken, er könne nichts weiteres sagen, da dies „dem Feind nützen“ Lonne.

Schwerer deutscher Luftangriff auf Bristol

Weitei heftige Abwehrschlacht im Süderkder Ostfront '•*- 20USA Flugzeuge über Südwestfrankreich abgeschossen

dnb. Aus dem Führer haupt quar­tier, 28. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt;

Bei N I k o 1 a j e w wurden Angriffe der Sowjets in erbitterten Nahkämpfen abgewie­sen. Nordwestlich davon vereitelten Jäger und Gebirgsjäger in schneidigen Gegenan­griffen den Versuch der Bolschewisten, einen Brückenkopf über den Bug zu erwei­tern. Im Raum von B a 11 a sind weitere schwere Kämpfe ini Gange. Zwischen Dnj es tr und Pruth griffen starke deut­sche Schlachtfliegerkräfte in die Kämpfe ein. Sie zerstörten zahlreiche feindliche Panzer und eine große Zahl motorisierter und be­spannter Fahrzeuge."Dabei vernichtete Major R n d e 1 wiederum neun feindliche Panzer. Er hat damit in mehr als 1800 Einsätzen allein 202 feindliche Panzer vernichtet. Süd­lich Proskurow, nordwestlich Tscher- nowitz, bei Tarnopol und im Raum von B r o d y nimmt die Abwehrschlacht mit unverminderter Heftigkeit ihren Fortgang. Unsere Truppen leisten den sowjetischen Angriffskräften erbitterten Widerstand.

Die Besatzung von K o w e 1 wies erneut feindliche Angriffe ab. Nördlich Kowel ge­wannen unsere Divisionen im Angriff weiter Boden und zerschlugen feindliche Gegenan­griffe. Bei den Kämpfen im Raum von Kowel hat sich der Leutnant Klapperstück, Zugführer in einer Sturmgescluitz-Brigade, durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet.

Zwischen Dnjepr und Tschaussy errangen unsere Truppen gegen die mit Unterstützung durch zahlreiche Panzer und Schiachtflieger angreifenden Bolschewisten erneut einen vol­len Abwehrerfolg. Der Feind verlor wiede­rum mehrere tausend Tote und zahlreiche schwere und leichte Waffen. Im Rajum süd­östlich O s l r o w kam es zu wechsel vollen örtlichen Kämpfen.

Im Nordabschnilt der Ostfront hat sich das Grenadier-Regiment 1B2 unter Führung von Major Hase zusammen mit unterstellten Infanterie- und Pioniereiuheiten besonders ausgezeichnet. Im Hohen Norden an der Llza-Front nahmen ostmürkische Gebirgs­

jäger mehrere feindliche Ilöhenstellungen Zielgebiet.

Die Schwerter für ff-Oberführer Schuld!

Tapferer Brigadekommandeur nach dem Heldentod ausgezeichnet

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dnb. Führerhauptquartier, 28. März. Der Führer hat dem M-Oberfüh­rer Heinrich Schuldt, Kommandeur der 2. lettischen ^-Freiwiiligen-Grenadier-Bri- gade, als 5ö. Soldaten der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. H-Oberführer Schuldt hat am 15. März bei den schweren Kämpfen im Nordabschuitt der Ostfront den Heldentod gefunden,

-Oberführer Schuldt hat Unter schwierig­sten Verhältnissen die J9. lettische H-Frei- willigen-Infanterie-Division, die aus der 2. lettischen ^-Freiwilligen-Grenadier-Bri- gade hervorgegaugeu ist, im Einsatzraum aufgeslellt und ausgebildet. Daß es gelang, aus meist unausgebildeten lettischen Frei­willigen einen zu höchsten Leistlingen im Bewegungskrieg geeigneten Kampfverband zu schaffen, ist sein Organisationstalennt, seinem hohen militärischen Können und sei­ner unvergleichlichen Tatkraft zu verdan- ken.

Als die Bolschewisten Milte Januar 1944 mit weit überlegenen Kräfften beim rechten Nachbarn einen Einbruch.erzielten und zum Durchbruch erweitern wollten, setzte ft- Oberführer Schuldt das Aeußerste daran den nach Westen vordringenden Feind mit schweren Schlägen in der Flanke zu tref­fen. Er fügte den sowjetischen StoßdivisIo­nen schwere Verluste zu und erreichte da­durch einen bedeutenden Zeitgewinn dei für die Operatidnen der Armee ausschlag­gebend war. .

Als das Vordringen der vom Feind neu

herangeführten Divisionen mit de schwa­

chen eigenen Kräften nicht mehr zu verhin

kämpfenden Infanterie dern war, entschloß sich er

der Stellung ermöglicht. Im De

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sich mit seiner Kampfgruppe einkesseln zu lassen, um dadurch den von allen Seiten starb der junge angreifenden Gegner auf s ' ch " i zl ® " U "

das Absetzen der eigenen Trappe *u er

leichtern. Daß dieser entscheidende £:rf g errungen werden konnte, und daß die

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Kampfgruppe Schuldt in den folgenden schweren Rückzugskämpfen mit fast immer offener linker Flanke ihr Ziel erreichte, ist neben der Tapferkeit und Härte der letti­schen Freiwilligen maßgeblich der hervor­ragenden persönlichen Tapferkeit und Ent­schlußkraft des -Oberführers Schuldt zu verdanken.

M-Oberführer Schuldt wurde am 14. Juni 19Ü1 in Blankenese bei Hamburg als Sohn eines Reeders geboren. Nach Ablegung des Abiturs Wurde er Seeoffizier und schied als Leutnant zur See aus der Marine aus. Im Dezember 1933 trat er als ü-Untersturm-, tührer in die „Leibslandarte Adolf Hitler" ein und war dort bis 1939 Kompaniechef. Nach seinem Einsatz im Poienfeldzug als Bataillons - Kommandeur im M - Regiment „Deutschland" und im Westen als Bataillons­kommandeur des ^-Regiments „Germania" wurde Schuldt 1941 Regiments-Kommandeur. Er hat sich besonders bewährt bei den Kämpfen vor..Leningrad und bei den harten Winterkämpfen im Raum Kaluga—Juchnow, wo er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Als Kampfgruppenkommandeur war er wieder entscheidend beteiligt an der Ab­wehr der bolschewistischen Massenangriffe zwischen Don und Donez ' in den Winter­kämpfen 1942/43. Für die unerhörte Härte, mit der er sich in diesen schweren Kämp­fen bewährte, wurde er am 2. April 1943 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausge­zeichnet.

Ritterkreuzträger Heitmann vor der Hapag

nid. Hamburg, 28. März. Die Hamburg- Amerika-Linie hielt am Dienstag, einen Be­triebsappell zu Ehren von Ritterkreuzträger Kapitän H e 11 m a n n und der Besatzung des Blockadebrechers „Osorno" ah. Betriebsfiih- r’er Dr. Hoffmann hieß Kapitän Hellmann und die anwesenden Mitglieder seiner tapie-

Führer an der Cassino-Front

CfneruljeldmurschaU Kessulrin g mit lüchenluttülriiger CenerullnUnnnl II <> i d r i c h, Divisiunsl.ommttmlntr unterer hehlvnliujteii Fallschirmjäger von Cassino FK-Kriegsberiehler Czirnich (1’ltZ — Sch)

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und vernichteten Kampfanlagen mit deren Besatzungen.

In Italien kam es gestern zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung. Deutsche Schlachlflugzeuge bekämpften feindliche Schiffsziele vor Anzio mit gutem Erfolg. Ein Frachter wurde versenkt, drei weitere be­schädigt.

Bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe auf deutsche Flugplätze in Südwestfrank­reich wurden am gestrigen Tage 20 nord­amerikanische Flugzeuge abgeschossen. Einige feindliche Störflugzeuge drangen in der letzten Nacht in das rheinisch-westfäli­sche Industriegebiet vor.

Starke deutsche Kampfgeschwader führ­ten in der Nacht zum 28. März einen schwe­ren Angriff gegen Bristol. Durch den Ab­wurf einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben entstanden bereits während des zusammengefaßten Angriffes umfang­reiche Zerstörungen und Großbrände Im

ren Besatzung auf das herzlichste im Namen der Hamburg-Amerika-Linie willkommen, die stolz darauf sei, in Kapitän Hellmann den ersten Ritterkreuzträger der Handels­marine zu besitzen ,der in vier Fahrten trotz aller Gefahren und Widerstände das schöne Schiff der Reederei wieder wohlbehalten in die Heimat gebracht habe. Er benutzte die­sen feierlichen Anlaß, um gleichzeitig allen Kameraden der Betriebsgemeinschaft der Hapag zu gedenken. Er gab dabei bekannt,, daß allein sieben Arbeitskamera­den der Hapag das De u t sc h e Kreuzin Gold trügen.

Kapitän Hellmann schilderte dann die Fahrten, die er mit der „Osorno" und schon, vorher seit 1939 mit anderen Schiffen als Blockadebrecher gemacht hat. Die letzte Fahrt mit der „Osorno" sei die schwerste gewesen, und der Feind habe keine An­strengungen gescheut, Schiff und Ladung zu vernichten. Der aufopfernde Geist seiner Besatzung habe es ihm ermöglicht, allen Gefahren zu trotzen. Er sei stolz darauf, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für diese einzigartigen Leistungen seiner Männer er­halten zu haben. Ihnen gebühre vor allem der Dank aller, daß die Fahrten des Schiffes immer gelungen seien.

Britenkomber griffen schwedisches Rote-Kreuz-Schiff an

dnb. Mailand, 28. März. England hat sich eines neuen Bruches der internationa­len Vereinbarungen schuldig gemacht. Wie die italienische Presse meldet, haben engli­sche Bombenflugzeuge in der Adria In der Höhe von Ancona das schwedische Rote- Kreuz-Spitalschlff „Allaron" angegriffen. Das Schiff sandte SOS-Rufe aus.

Briten-Hochkommissar in SUditalien

ep. Stockholm, 28. März, Der frühere bri­tische Botschafter in Brasilien, Sir Noel Charles, ist zum britischen Hochkommissar in Süditalien bestimmt worden. Sir Noel Charles ist bereits nach Italien unterwegs. Man vermutet in London, daß er der Nach 1 folger von Mac Millan im sogenannten „be­ratenden Ausschuß für Italien" werden wird.

Von

Außenminister Shigemitsu, Tokio

Nordamerika und England, die im Dezem­ber 1941 den Krieg gegen uns erzwangen, haben kürzlich in aller Oeffentlichkeit die Absichten dargelegt, die sie mit diesem Kriege verfolgen. Sie haben erklärt, daß ihr Ziel sei, Japan zu erobern und unser Land auf den Zustand vor der Meiji-Restau- ration zurirckzuwerfen, und vor allem un­sere militärische Kraft zu zerschlagen, die ihneii bei der Erreichung dieses Zieles so sehr, im Wege ist. Sie haben sich damit gebrüstet, daß sie diesen Krieg so lange führen würden, bis es ihnen gelungen sei, Japan zu bedingungsloser Kapitulation zu zwingen. Was bedeutet nun eine Rückfüh­rung Japans auf den Zustand vor der Meiji-Restauration? Asien mit sei­ner jahrtausendealten geistigen Kultur war so sehr in- Lethargie und Indolenz versun­ken, daß es dem Ansturm Amerikas, Eng­lands und anderer Mächte mit überlegener materieller Zivilisation nicht standhalten konnte. Diese Länder bemächtigten sich wäh­len der letzten Jahrhunderte Asiens, indem sie es von Westen her überschwemmten und ein Land nach dem anderen eroberten. Die Gebiete Arabiens und des Islam, In­dien, Burma, die malailche Halbinsel, Java und selbst die Philippinen wurden ihre Ko­lonien. Das kontinentale Ostasien erhielt vom Norden bis zum Süden kolonialen oder halbkolonialen Charakter.. Durch diese Aus­beutung Asiens begründeten sie den außer­ordentlichen Wohlstand ihrer eigenen Länder. ' - -

Um China zu unterwerfen, zögerten sie nicht, den Opiumkrieg zu inszenieren,'und um schließlich auch Japan in die Knie zu zwingen, setzten sie ihre Flotten ein. Die englische Flotte, die Kagoshina bombar­dierte, oder die amerikanische Flotte, die unter Kommodore Perry in die Bucht von Shimoda einlief, hatten als Ziel nichts an­deres als die Eroberung Japans.

Das sind die Zeiten, die Amerika und Eng­land jetzt gerne wieder für Japan herauf- f(ihren möchten.

Die Politik dieser Länder, China gegen Japan einzusetzen,, ist eine ausgezeichnete Illustration "zu dem sogenannten Weih­nachts-Memorandum von Austen Chamber- 'lain, dem britischen Außenministern von 1926, in dem das. Sprichwort .vom Teilen und Herrschen als Grundsatz der englischen Politik erklärt wurde, der sich in Europa unter dem Schlagwort der „ballance of power" und in China als Politik der „open door and equai opporlnity"' (offene Tür und gleiche Chance für Alle) auswirkt.

Als Amerika und England beschlossen, Japan nicht zu gestatten als Großmacht zu existieren, schlugen sie politisch den tra­ditionellen Weg des divide et imperia ein, indem sie ihr Monopol der Rohstoffquellen und ihre organisatorische Stärke in die Waagschale warfen. Dieser Krieg ist von ihnen lange vor Pearl Harbour begon­nen worden. Während der verflossenen bei­den Kriegsjahre sind nun diese Kräfte der Agression dank der unwiderstehlichen Kraft unseres Heeres und unserer Flotte aus dem größten Teil Ostasiens vertrieben worden, obgleich noch immer die Aufgabe verbleibt, sie aus ganz Asien hinauszufegen. Nur wenn diese fremden Eroberer ausgeschaltet sind, kann Ostasien sich in seinem wahren Ge­sicht entwickeln. Das ist konkret durch un­sere neue China-Politik und darüber hinaus unsere neue Ostasienpolitik bewiesen wor­den. Und das ist auch durch die gemein­same Erklärung definiert worden, die von der Konferenz der Großostasiatischen Nation beschlossen wurde. Diese Erklärung basiert auf den folgenden fünf fundamenta­len Punkten;

Erstens, daß Asien nicht länger eine Kolonie oder Halbkolonie der Anglo-Ame-

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