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jieutsame Stellungnahme der Partei — Reichsjugendführer Axmann sprach zum Verpflichtungstag — Rede
Alfred Rosenbergs auf der 1200 -Jahrfeier in Fulda
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Eigener Bericht
26. März. An zwei für die A.^.tt, r .rhidHe bedeutsamen Stätten, Bi.'.-"-«^liuburg und Fulda, wurden I) an Jugend und politische Führer- Losungsworte des germanisch-deut- 5Knopfes ausgegeben.' A x m a n n und enberg wählten mit der Kaiserpfalz Harz und der heute ihre 1200-Jahrteier n Stadt Fulda, die einst wichtiger Judier Zentralpunkt des mUtelalter- j:i Deutschland war, ein Forum besonde- iiidiingüchkeit. Gilt es doch, und der
■jr ist der beste Anlaß, für alle Zukunft * großen Gedanken des universalen ta j h j m Volke neu zu verankern und U l Europa zu der Blüte zu führen, wie n einer Zeit herrschte, als das Abendlich ihren natürlichen starken Mittel- in der deutschen Geschichte hatte.
iü Rede des Reichsjugendführers
lei allen Kaiserpfalz am Harz, an der Klille des ersten Reichsgründers König Bich, sprach Reichsjugendiührer Artur m zu den in nahezu Millionenzahl 3 im Deutschen Reich ihren Verpflich-
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Bremcröeitung
jileiamtliche Tageszeitung der Naiionalsozi«
H des Regierenden Bürgermeistera der Freien Hansestadt Bremen rlna "R nir«Vi a a
Bremen: Geeren 6'8. Ruf 2 19 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; ObernstraBe 66. Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2 : Br.-Hemelingen: Bahnhofstraße 6. Ecke Poststraße. Ruf ,4 34 5S; Br.. Vegesack; Robrstr. 24. Ruf 4 u 8; Br Blumenthal. Kapt. Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 n. 89
der Naiionalsozialisien Bremens
Amtliches Verkündungsblait des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen
. 14 . Jahrgang
Montag, den 27. März 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Kleinkunslgegsn.liii! u ,<tag feiernden Jungen und Mädeln und äm Ellern. Der tiefe Sinn dieser Ver- i;ung einer opferwilligen und einsatz- !n Jugend in ihrem heiligen Ernst S von der vor ihrem Reichsjugendfüh- ;iQuedlinburg angetretenen Jugend mit äs» Schwurhand bekräftigt.
“ Axmann bezeichnete einleitend die iälung als eine Feier des Dankes Jugend an die Eltern. Dieser gebühre vor allem den Müttern, deren iorge trotz der harten Prüfungen die- u'Sges den Kindern gelte. Die Dank- fcder Jugend müsse -nicht nur in Wor- aJem in stillen Taten des Alltags Ausdruck finden.
■pfr Gehorsam, der Anstand und die ik gegenüber der Mutter ist die grölte Freude für den Vater“,
B Reichsjugendführer. „So betrachte 7! vorbildliche Haltung im Elternhaus ■ in schönsten Kriegseinsatz." In diese pfrkeil schließe die Jugend auch ihre ■“r ein, die ihr unter erschwerten 'üssen als treue Freunde und Kame- -’äs Rüstzeug für die Zukunft gegeben. Die Jugendführung aber er- 4 um diesen Jungen und Mädeln eine , ' e Erfüllung ihrer in der Hit- f .;^ entl bovorstehenden Pflichten, ^chsjngendführer verwies auf die viel- Kriegseinsatzaufgaben der deut- _ !Md und gedachte der Leistungen ;-? f ™ in den Luftnotgebieten _-j> Worten: „Ich habe nur den einen -■ «nd die Hoffnung, daß ihr alle vom i„,j., eisl ^ er Hingabe beseelt und er-
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4l-?ü nd,a9e der zukünftige» Ein- ,T e ‘t “«eichnete der Reichsjugend- j r : ; es «ndheit der Jugend und unter- ti m ? r ^ emn 9' um des Volkes willen Eilten 6n Und die ^ re ^ ze H sinnvoll
'tr*™ Zeit sei eine wetter- jild 7 Ju 9end, aus ihr erwachse es un,, esiegbaren deutschen Soldaten.
*■: ? n A en gewandt, verwies Axmann . 7' e Aufgabengebiet der Wehr- '■äa?a lnd v die Tätigkeit der Sonder- -'■Kämnf , er_ Jugend. Die helden- des Heeres, der Luftwaffe, lne un( i der Waffen-li liefer
ten diesen Jungen ein leuchtendes Beispiel. Das Vorbild aller aber sei der unvergleichliche deutsche Infanterist. Die Wahrfreu- d i g k e i t unserer männlichen Jugend im fünften Kriegsjahr belegte Mer Reichsju- gendführej mit der Feststellung, daß nach den Berichten aus allen Teilen des Reiches die Zahl unserer jungen Kriegsfreiwilligen* aus der Hitler-Jugend ständig im Steigen begriffen sei.
Den Jugendlichen, die ihre Berufsarbeit in den Betrieben und auf den Bauernhöfen aufnehmen werden, prägte Axmann ein:
Bedenkt immer, daß die Arbeit vom Volke her geadelt ist; sie ist nicht nur Voraussetzung für das Dasein des einzelnen, sie ist notwendig für die Ewigkeit unseres Volkes.“
Allen Berufen sei die gleiche Ehre gemein; allein die Leistung rechtfertige Unterschiede. Das Programm des Führers, die fähigsten Söhne unseres Volkes zur Führung zu berufen, sei heute Wirklichkeit geworden. Das Reich Adolf Hitlers biete einer gewissenhaften und fleißigen Jugend jede, Möglichkeit des Aufstieges,, die zu nützen den Charakterstarken und den Tüchtigen Vorbehalten sei. „Eure Zukunft“, so beendete Arthur Axmann seinen Appell an die zukünftigen Jungarbeiter und Jungbauern, „liegt also in euch selbs t“.
Die Reichsfeier schloß mit einem . eindrucksvollen Bekenntnis zum Reich. Reichsjugendführer Axmann vereinigte in dieser Stunde die gesamte deutsche Jugend an der heiligen Ruhestätte Heinrichs I., die der Verpflichtungsfeier im fünften Kriegsjahr einen gleichnishaften Rahmen bot. Im Geiste dieses Einigers der germanischen Stämme und Begründers des ersten Deutschen Reiches gelobe die Hitler-Jugend treue Gefolgschaft Adolf Hitler, dem Schöpfer unseres neuen Großdeutschen Reiches. „Sein Reich", so sagte er, „wird nicht untergehen, da es auf den festen Grundlagen der geistigen und weltanschaulichen Einheit begründet ist und aus dem Boden der Rasse und des Volkes wächst.
Dieses Reich ist unsere gottgewollte Sendling. Es wird bestehen, wenn wir die Höchstwerte unseres Blutes leben, die Ehre, die Treue und die Tapferkeit und den Opfersinn.
In diesem titanenhaften Ringen um die Freiheit des Reiches haben wir nun Gelegenheit, uns durch die Tat in diesen Eigenschaften zu bewähren. Indem wir für Deutschland arbeiten und leben, wollen wir die Helden verehren und der Gefallenen gedenken.
Am Tage der Verpflichtung schlügen die Herzen der Jugend für den Führer, der
nur Kampf und Sorge für sein Volk und seine Jugend gekannt habe. „Darum geloben wir, ihm durch alle Gefahren in Treue, strengem Gehorsam, Liebe und Dankbarkeit zu folgen, selbst wenn das Schicksal die Grenzen unseres Willens zu übersteigen .droht und bitten den Herrgott, daß er uns die Kraft gebe, diese Schwur bis an uns die Kraft gebe, diesen Schwur bis an das Ende unseres Lebens zu halten."
Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach in einer von den Fuldaer Nationalsozialisten für den Tag der 1200-Jahrfeier der Stadt vorbereiteten Feierstunde zur Führerschaft des Gaues Kurhessen und zur Bevölkerung Fuldas. In einer umfassenden Schau bezog er die stolze Vergangenheit der alten Stadt in das Geschichtsbild des Reiches und Europa ein, wie es die nationalsozialistische Bewegung sieht. Ueber alle Kämpfe und Auseinandersetzungen der Geschichte hinweg sei der germanisch-deutsche Mensch als das ewig Konstante anzusehen, das auch die Zukunft in sich trage. Die mit großer Begeisterung aufgenommene Rede war umrahmt von Chor- und Orchestermusik sowie vom Vortrag deutscher Dichtung.
Germanentum trug das Abendland des Mittelalters
Nach Begrüßungsworten des Stellvertr. Gauleiters Karl Gerla'nd stellte Reichsleiter Alfred Rosenberg die nationalsozialistische Betrachtung als eine Darstellung des Charakters einer bloßen Entwicklungsforschung gegenüber. In der Erinnerung an das Erbe der Vergangenheil seien die drei Kräfte Antike, Christentum und Germanentum immer besonders betont worden. Im Gegensatz zur Betrachtung der Geschichte in der Vergangenheit empfinde unsere heutige Auffassung das nordische Wesen als das Konstante. Der germanische Kern der Vergangenheit liege in der Reichsidee, die bereits in den germanischen Herzogen lebendig gewesen sei.
Reichsleiter Rosenberg entwarf ein großes Bild unserer germanisch-deutschen Geschichte und zeichnete
die leuchtenden Gestalten deutscher Herrscher, die aus dem Dunkel der Geschichte als Sinnbilder der Reichsidee hervorragen.
Nach einem Hermann, nach Theoderich, nach Karl dem Großen und Otto dem Großen, nach dem Zusammenbruch von 1648 habe Preußen durch den Begriff dar Staatsraison die germanische Substanz und den Reichsgedanken gerettet. Viele Deutsche hätten dann im Bismarck-Reich die Vollendung der Reichsidee gesehen: aber das Reich, das mußte im Jahre 1918 an seiner Weltanschau- ungslosigkeit zugrundegehen. Aus diesem tiefsten Zusammenbruch aber habe sich die höchste Erhebung unseres Volkes ln der nationalsozialistischen Idee entwickelt. Diese Idee sei die eigentliche Trägerin des Reichsgedankens, weil sie eine
Fallsdhirmjäger schlugen alle Angriffe ab
D/e schweren Kämpfe um Cassino dauern an
dnb. Berlin, 26. März. An der süditalienischen Front nahm der Feind, wie nach seinen Bereitstellungen zu erwarten war, am Morgen des 25. März, seine mit Panzern unterstützten Angriffe gegen den Nord-' und Ostrand der Stadt Cassino wieder auf. Sie wurden durch stärkstes Artilleriefeuer und rollende Luftangriffe -vorbereitet und Unterstützt.” Sämtliche Vorstöße des Geg-. ners konnten von unseren zäh Widerstand leistenden Fallschirmjägern in' vorbildlicher Zusammenarbeit mit den schweren Waffen und der Artillerie zurückgeschlagen werden. Erbitterte Nahkämpfe forderten auf beiden Seiten erhebliche Verluste. .
Auch bei diesen schweren Kämpfen um Cassino haben sich wieder in erster Linie die Fallschirmjäger der 1. Fallschirmjäger- Division unter ihrem Kommandeur Generalleutnant H e i d r i c h ausgezeichnet, die hervorragend durch unsere Artillerieverbände unterstützt wurden, welche Bereitstellungen feindlicher Panzer und Infante-
Die Schwerter für General Heidridi
^ondeuf der tapferen Falfschirmjäger von Cassino ausgezeichnet
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von r • dem Feind in den >‘--i \y id a * sino s ° zähen und er-
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Inmitten seiner
4 de r n c r ? U ? utnan t Heidrich die „„j r ssel stellung von Cas- ^ ^4 ein b D lWet mitden Einheiten Anoio.s Eojlwerk, das zu stür- v 's 6 tr vo ro n ! eriitdnern trotz ihrer ist j er i ragenen Angriffe nicht ’ hervn-V e ’ nze 'ne Soldat volt- '■ Teistungen und
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Urmi- i-s'-i-wivisiun uaum
'jm e f e r ReRimenfern 8 leich ’
“ti v'l , J . eneral 'eutnant Heid-
‘herie ^ 111 ^' mrae l sprangen und
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Weltkrieg als Freiwilliger und Führer einer
Maschinengewehr-Kompanie mit und <h ente
dann in der Reichswehr weiter. 1938 zur Luftwaffe überqetreten, verschrieb er sich der jungen Fallschirmjägerwaffe und stellte, nachdem er unter dem jetzigen Genera.ljeld- marschall Rommel auf der Potsdamer Kriegsschule als Taktiklehrer gewirkt hatte, das erste deutsche Fallschirmjäger-Bataillon auf. Für seine im Kampf um Kreta bewiesene umsichtige und geschickte Führung wurde er am 14. Juni 1941 mit dem R- tte Tk reuz
ausgezeichnet. Später nannte ihn der Wehrmachtbericht mit seiner 1. Fallsc.inmjager- DiVision wiederholt wegen der besonders erfolgreichen Operationen an der Italie front.
Die Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vor wenigen Wochen, am 5. Februar 1944, war die Anerkennung des Führers für die vorbildlichen
Leistungen der Fallschinnjäger-Division. Bei den zur Zeit noch andauernden Kämpfen an der Front von Cassino lebt Genera ll®“ ' nant Heidrich Tag für Tag »einen Wahl spruch: „Die Kameradschaft macht nicht halt vor dem persönlichen LebensVre.s meinen Soldaten. Wir sind eine Gemeinschaft
ieansammlungen in der Nähe des Bahnhofes Cassino wirksam mit zusammengefaß- tem Feuer belegten.
In den sogenannten „ruhigen" Abschnitten der Südfront wurden zahlreiche deutsche Stoßtruppunternehmen durchgeführt. Nach einigen besonders glücklichen Unternehmungen eines im Ostteil der Südfront eingesetzten Regiments kam zwischen den einzelnen Bataillonen und Kompanien ein wahrer Wettstreit der Stoßtruppspezialisten zustande. Wenn eine Kompanie ein erfolgreiches Unternehmen gegen die feindlichen Linien gemacht hatte, so folgte meist in kürzester Zeit eine ähnliche Tat der Kompanie des Nachbarabschnittes. So wurden innerhalb von drei Tagen von sechs Stoßtrupps des Regiments u. a. sieben Häuser mit feindlicher Besatzung, zwei Panzer vom Typ „Sherman“ mit ihrer Besatzung und drei feindliche Beobachtungsstellen durch Sprengungen vernichtet. Darüber hinaus fielen den Stoßtrupps, die trotz schweren feindlichen Abwehrfeuers nur Leichtverwundete hatten, zahlreiche automatische Waffen in die Hände.
Alle Kampfhandlungen des Heeres wurden von unseren Schlachtfliegern unterstützt, die wiederholt Stellungen und Truppenansammlungen der Anglo-Amerikaner bombardierten. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen fünf feindliche Flugzeuge ab.
Charakterfrage darstelle. Deutschland habe in ihr die Quellen seiner ureigensten Kraft wieder entdeckt. Die nationalsozialistische Idee erkenne die gleichen Charakterwerte beim Feldherrn ebenso wie beim einfachen Soldaten, beim Politiker ebenso wie beim schaffenden Menschen. Dafür sei das Ritterkreuz ein Symbol, das zugleich den Ehr- und Pflichtgedanken der Reichsidee in sich schließe.
Alfred Rosenberg stellte fest, daß die Reichsidee durch den Nationalsozialisus eine neue Prägung erfahren habe, die in 14 Jahren Kampf um die politische Macht in Deutschland gehärtet worden sei. Erst im Kampf bilde sich eine allen bewußte Anschauung vom Sinn der Auseinandersetzung. Ebenso wie in den Kampf jahren der nationalsozialistischen Bewegung sich der Sinn ihres Ringens jedem Mitkämpfer klar abzeichnet, so erkenen wir im gegenwärtigen Wettkampf,
daß kein Krieg bisher einen tieferen Sinn gehabt hat als der gegenwärtige.
Es stünden 2000 Jahre bewußt gelebter Geschichte ebenso auf dem Spiel wie die Opfer des ersten Weltkrieges, wie die Opfer der nationalsozialistischen Bewegung im Kampf um die Macht, wie schließlich alle Gestal- tungsk-äfte ■ des euronäischen Kontinents. Dieser Kampf gehe um.das Leben selbst. Uns slünden gegenüber die Weltausbeutung vom Westen und die Weltzerstörung vom Osten. Dieser Kampf bedeute die härteste Prüfung aller schdoferisclien Kräfte. Das Reich stehe vor uns als die Verpflichtung vor der Zukunft und halte heute den rettenden Schild über alle Nationen. Europa s.
Reichsleiter Rosenberg gab zum Schluß seiner umfassenden Rede ein mitreißendes Bild aller jener europäischen Kulturwerte, für die wir heute gegen die Schmutzfinken aus Ost und West im Kampf stehen. Die Geschichtsschreibung werde einmal feststellen,
daß das Deutsche Reich In der Stunde größter Bedrohung dieses Europa durch seinen Einsatz gerettet habe.
Dieser Kampf gehe um die Rettung Europas und sei zugleich die größte Chance der deutschen Geschichte.
Stellvertr. Gauleiter Gerland dankte Reichsleiter Rosenberg für seine Ausführungen und verlas ein Telegramm an den Führer und die Antwort des Führers- darauf.
Jagd im Indischen Ozean
Auch in (len Ginciissem des Indischen Ozenns sind die. feindlichen Schiffe vor den deutschen U-Booten nicht sicher. Auch hier wird der ?'iachschuh des Gegners empfindlich getroffen.
l’k.-Kriegsmarine (All — Sch)
Weiterhin hartes Ringen im Südabschnitt
ßalti und Pr oskurow geräumt - Abwehrerfolg zwischen Dnjepr undTschaussy
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 26. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am unteren , ukrainischen Bug wurden mehrere Vorstöße und Uebersetzversuche der Sowjets zerschlagen. An der gesamten Front zwischen Perwomaisk und östlich Brody stehen unsere Truppen in schweren Abwehrkämpfen, In deren Verlaut die Städte B a 11 i und Proskurow geräumt wurden. Bei Tarnopol vernichtete einer unserer Panzerverbände in entschlossenem Vorstoß 25 feindliche Geschütze.
In den erfolgreichen Abwehrkämpfen südlich der Pripjetsümpfe hat sich der Major der Reserve Strobel, Führer eines Artillerie-Regiments, durch besondere Tapferkeit hervorgetan.
Zwischen Dejepr und Tschaussy griffen die Bolschewisten nach heftiger Artillerievorbereitung mit mehreren Schützen-Divi
sionen und Panzerverbänden an. In harten Kämpfen errangen unsere Truppen einen vollen Ab'wehrerfolg. Oertliche Einbrüche wurden in schneidigen Gegenstößen bereinigt. Eingebrochener Feind im Nahkampf vernichtet. Südöstlich .Witebsk führten die Sowjets Infolge der an den Vorlagen erlittenen hohen Verluste nur vergebliche örtliche Vorstöße.
Im Hohen Norden wurden feindliche Angriffe im Kandalakscha-Abschnitt zerschlagen.
In Italien wurden bei Cassino von Artillerie unterstützte starke feindliche Stoßtrupps unter hojien Verlusten für den Gegner abgewiesen. Von der übrigen Front wird nur beiderseitige Späh- und Stoßtrupptätigkeit gemeldet.
Einige feindliche Störflugzeuge drangen in der vergangenen Nacht nach Westdeutschland und in den Raum von Berlin vor.
tflofttieut Deal 4 fsMt deuhsh
Von unserem Vertreter in Vichy Josef Berdolt
Der erste Empfang der deutschen Presse durch den neuernannten Minister für Arbeit und nationale Solidarität Marcel Deät brachte eine Ueberraschung: Marcel Deät sprach fließend und fehlerlos deutsch. Damit ist er der erste Minister Frankreichs, .der die deutsche Sprache beherrscht. Deät spricht nicht nur ein' klassisches Deutsch, sondern er beherrscht auch all die neu entstandenen Fachausdrücke, die jetzt noch nicht im Wörterbuch stehen, wie Arbeitseinsatz, Betreuung, Betriebsführer, Gefolgschaft usw.
Als seine Hauptaufgabe schilderte Marcel Deät den französischen Arbeitseinsatz innerhalb der europäischen Front. Auf diesem Gebiet gibt es die beiden Möglichkeiten, die schon von den Vorgängern Deäts in Angriff genommen wurden: das sogenannte Speer-Bichelönne-Pro- gramm, das den französischen Arbeitseinsatz im Rahmen des europäischen Wirtschaftsplanes in Frankreich selbst vorsieht, wobei vor allem die Familienväter und die älteren Arbeiter Verwendung finden sollen, und ferner die Entsendung französischer Arbeiter nach Deutschland, wozu vor allem die französische Jugend heranzuziehen ist. „Die französische Jugend muß arbeiten", erklärte Deät, „sie muß sogar mehr arbeiten als im Frieden, denn es gilt, diesen Krieg fiir Europa zu gewinnen. Wenn Deutschland seine Jugend an den Fronten einsetzt, so ist es selbstverständlich, daß Frankreich mindestens seine Arbeiter restlos an der Front der Arbeit einsetzt." Bei dieser Einstellung ist Marcel Deät überzeugt vom deutschen Sieg, der für ihn der Sieg Europas ist.
Die erste Pflicht des Arbeitsministeriums ist nach dem Willen von r Deät die Sorge für den Arbeiter selbst. Es genügt ihm nicht, die in Frankreich bisher sehr geringen Löhne auf den europäischen Stand zu bringen, sondern er sieht seine Aufgabe darin, dem Arbeiter auch die erforderliche Ernährung zu sichern. So grotesk es klingt, so ist doch Tatsache, daß in dem an sich reichen Frankreich der Arbeiter weit schlecher ernährt wird als in anderen europäischen Ländern und besonders in Deutschland. „Wie soll der Arbeiter an Europa glauben, wenn er nicht satt zu essen hat?" fragte Marcel Deät. Es sollen Institutionen geschaffen werden, die als ganzes den Rahmen einer neuen sozialen Ordnung in Frankreich darstellen. Mit dieser neuen Ordnung will Deät auf Grund der französischen Arbeits-Charte sofort beginnen. Zunächst ist es nötig, daß die unsozialen Betriebsführer beseitigt werden und der Geist der Volksgemeinschaft in das l.eben des arbeitenden Frankreichs einge- fülirt wird.
In seinem zweiten Ministerium, dem neugeschaffenen Ministerium für nationale Solidarität, will Deät zunächst eine neue Verwaltung aufbauen, welche die bereits bestehenden, rein sozialen Organisationen und Einrichtungen zu koordinieren hat. Es bestehen in Frankreich bereits das „Nationale Hilfswerk", das „Komitee zur Arbeiter-Soforthilfe' (COSI), dai hei Bombenschaden eingesetzt wifd, das „Rote Kreuz", die Gefangenen-Fürsorge, die Betreuungsorganisation für die in Deutschland arbeitenden Franzosen und ihre Familien in Frankreich und die Hilfsorganisation gegen die Kriegsschäden. Zu ihrer Unterstützung und vor allem, um diesen Institutionen die erforderlichen Hilfstruppen zur Verfügung zu stellen, beabsichtigt Deät eine „Soziale Miliz" aufzustellen, die neben der politischen Miliz Joseph Darnands eine Vereinigung aller jener Franzosen sein wird, die guten Willens sind. Die „Soziale Miliz" wird keine Polizeilruppe sein, sondern eine Organisation, etwa der NSV. vergleichbar. Deät sprach davon als einer Armee des Fria-
im am 28. Juli Er machte den