Ausgabe 
(27.3.1944) 86
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USD AP. Verk örperung des Reichsgedanhens

jieutsame Stellungnahme der Partei Reichsjugendführer Axmann sprach zum Verpflichtungstag Rede

Alfred Rosenbergs auf der 1200 -Jahrfeier in Fulda

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Eigener Bericht

26. März. An zwei für die A.^.tt, r .rhidHe bedeutsamen Stätten, Bi.'.-"-«^liuburg und Fulda, wurden I) an Jugend und politische Führer- Losungsworte des germanisch-deut- 5Knopfes ausgegeben.' A x m a n n und enberg wählten mit der Kaiserpfalz Harz und der heute ihre 1200-Jahrteier n Stadt Fulda, die einst wichtiger Judier Zentralpunkt des mUtelalter- j:i Deutschland war, ein Forum besonde- iiidiingüchkeit. Gilt es doch, und der

jr ist der beste Anlaß, für alle Zukunft * großen Gedanken des universalen ta j h j m Volke neu zu verankern und U l Europa zu der Blüte zu führen, wie n einer Zeit herrschte, als das Abend­lich ihren natürlichen starken Mittel- in der deutschen Geschichte hatte.

Rede des Reichsjugendführers

lei allen Kaiserpfalz am Harz, an der Klille des ersten Reichsgründers König Bich, sprach Reichsjugendiührer Artur m zu den in nahezu Millionenzahl 3 im Deutschen Reich ihren Verpflich-

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Bremcröeitung

jileiamtliche Tageszeitung der Naiionalsozi«

H des Regierenden Bürgermeistera der Freien Hansestadt Bremen rlna "R nir«Vi a a

Bremen: Geeren 6'8. Ruf 2 19 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; ObernstraBe 66. Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2 : Br.-Hemelingen: Bahn­hofstraße 6. Ecke Poststraße. Ruf ,4 34 5S; Br.. Vegesack; Robrstr. 24. Ruf 4 u 8; Br Blumen­thal. Kapt. Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 n. 89

der Naiionalsozialisien Bremens

Amtliches Verkündungsblait des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

. 14 . Jahrgang

Montag, den 27. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

Kleinkunslgegsn.liii! u ,<tag feiernden Jungen und Mädeln und äm Ellern. Der tiefe Sinn dieser Ver- i;ung einer opferwilligen und einsatz- !n Jugend in ihrem heiligen Ernst S von der vor ihrem Reichsjugendfüh- ;iQuedlinburg angetretenen Jugend mit äs» Schwurhand bekräftigt.

Axmann bezeichnete einleitend die iälung als eine Feier des Dankes Jugend an die Eltern. Dieser gebühre vor allem den Müttern, deren iorge trotz der harten Prüfungen die- u'Sges den Kindern gelte. Die Dank- fcder Jugend müsse -nicht nur in Wor- aJem in stillen Taten des Alltags Ausdruck finden.

pfr Gehorsam, der Anstand und die ik gegenüber der Mutter ist die grölte Freude für den Vater,

B Reichsjugendführer.So betrachte 7! vorbildliche Haltung im Elternhaus in schönsten Kriegseinsatz." In diese pfrkeil schließe die Jugend auch ihre r ein, die ihr unter erschwerten 'üssen als treue Freunde und Kame- -äs Rüstzeug für die Zukunft gege­ben. Die Jugendführung aber er- 4 um diesen Jungen und Mädeln eine , ' e Erfüllung ihrer in der Hit- f .;^ entl bovorstehenden Pflichten, ^chsjngendführer verwies auf die viel- Kriegseinsatzaufgaben der deut- _ !Md und gedachte der Leistungen ;-? f in den Luftnotgebieten _-j> Worten:Ich habe nur den einen - «nd die Hoffnung, daß ihr alle vom i,j., eisl ^ er Hingabe beseelt und er-

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4l-?ü nd,a9e der zukünftige» Ein- ,T et«eichnete der Reichsjugend- j r : ; es «ndheit der Jugend und unter- ti m ? r ^ emn 9' um des Volkes willen Eilten 6n Und die ^ re ^ ze H sinnvoll

'tr* Zeit sei eine wetter- jild 7 Ju 9end, aus ihr erwachse es un,, esiegbaren deutschen Soldaten.

*: ? n A en gewandt, verwies Axmann . 7' e Aufgabengebiet der Wehr- 'äa?a lnd v die Tätigkeit der Sonder- -'Kämnf , er_ Jugend. Die helden- des Heeres, der Luftwaffe, lne un( i der Waffen-li liefer­

ten diesen Jungen ein leuchtendes Beispiel. Das Vorbild aller aber sei der unvergleich­liche deutsche Infanterist. Die Wahrfreu- d i g k e i t unserer männlichen Jugend im fünften Kriegsjahr belegte Mer Reichsju- gendführej mit der Feststellung, daß nach den Berichten aus allen Teilen des Reiches die Zahl unserer jungen Kriegsfreiwilligen* aus der Hitler-Jugend ständig im Steigen begriffen sei.

Den Jugendlichen, die ihre Berufsarbeit in den Betrieben und auf den Bauernhöfen aufnehmen werden, prägte Axmann ein:

Bedenkt immer, daß die Arbeit vom Volke her geadelt ist; sie ist nicht nur Voraussetzung für das Dasein des ein­zelnen, sie ist notwendig für die Ewig­keit unseres Volkes.

Allen Berufen sei die gleiche Ehre gemein; allein die Leistung rechtfertige Unter­schiede. Das Programm des Führers, die fähigsten Söhne unseres Volkes zur Füh­rung zu berufen, sei heute Wirklichkeit ge­worden. Das Reich Adolf Hitlers biete einer gewissenhaften und fleißigen Jugend jede, Möglichkeit des Aufstieges,, die zu nützen den Charakterstarken und den Tüchtigen Vorbehalten sei.Eure Zukunft, so beendete Arthur Axmann seinen Appell an die zu­künftigen Jungarbeiter und Jungbauern, liegt also in euch selbs t.

Die Reichsfeier schloß mit einem . ein­drucksvollen Bekenntnis zum Reich. Reichs­jugendführer Axmann vereinigte in dieser Stunde die gesamte deutsche Jugend an der heiligen Ruhestätte Heinrichs I., die der Verpflichtungsfeier im fünften Kriegsjahr einen gleichnishaften Rahmen bot. Im Geiste dieses Einigers der germanischen Stämme und Begründers des ersten Deutschen Rei­ches gelobe die Hitler-Jugend treue Gefolg­schaft Adolf Hitler, dem Schöpfer unseres neuen Großdeutschen Reiches.Sein Reich", so sagte er,wird nicht untergehen, da es auf den festen Grundlagen der geistigen und weltanschaulichen Einheit begründet ist und aus dem Boden der Rasse und des Vol­kes wächst.

Dieses Reich ist unsere gottgewollte Sendling. Es wird bestehen, wenn wir die Höchstwerte unseres Blutes leben, die Ehre, die Treue und die Tapfer­keit und den Opfersinn.

In diesem titanenhaften Ringen um die Frei­heit des Reiches haben wir nun Gelegen­heit, uns durch die Tat in diesen Eigen­schaften zu bewähren. Indem wir für Deutschland arbeiten und leben, wollen wir die Helden verehren und der Gefallenen gedenken.

Am Tage der Verpflichtung schlügen die Herzen der Jugend für den Führer, der

nur Kampf und Sorge für sein Volk und seine Jugend gekannt habe.Darum geloben wir, ihm durch alle Gefahren in Treue, strengem Gehorsam, Liebe und Dankbar­keit zu folgen, selbst wenn das Schicksal die Grenzen unseres Willens zu überstei­gen .droht und bitten den Herrgott, daß er uns die Kraft gebe, diese Schwur bis an uns die Kraft gebe, diesen Schwur bis an das Ende unseres Lebens zu halten."

Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach in einer von den Fuldaer Nationalsozialisten für den Tag der 1200-Jahrfeier der Stadt vor­bereiteten Feierstunde zur Führerschaft des Gaues Kurhessen und zur Bevölkerung Ful­das. In einer umfassenden Schau bezog er die stolze Vergangenheit der alten Stadt in das Geschichtsbild des Reiches und Europa ein, wie es die nationalsozialistische Bewe­gung sieht. Ueber alle Kämpfe und Aus­einandersetzungen der Geschichte hinweg sei der germanisch-deutsche Mensch als das ewig Konstante anzusehen, das auch die Zukunft in sich trage. Die mit großer Begeisterung auf­genommene Rede war umrahmt von Chor- und Orchestermusik sowie vom Vortrag deutscher Dichtung.

Germanentum trug das Abendland des Mittelalters

Nach Begrüßungsworten des Stellvertr. Gauleiters Karl Gerla'nd stellte Reichs­leiter Alfred Rosenberg die nationalsoziali­stische Betrachtung als eine Darstellung des Charakters einer bloßen Entwicklungsfor­schung gegenüber. In der Erinnerung an das Erbe der Vergangenheil seien die drei Kräfte Antike, Christentum und Germanen­tum immer besonders betont worden. Im Gegensatz zur Betrachtung der Geschichte in der Vergangenheit empfinde unsere heu­tige Auffassung das nordische Wesen als das Konstante. Der germanische Kern der Vergangenheit liege in der Reichsidee, die bereits in den germanischen Herzogen le­bendig gewesen sei.

Reichsleiter Rosenberg entwarf ein großes Bild unserer germanisch-deutschen Ge­schichte und zeichnete

die leuchtenden Gestalten deutscher Herrscher, die aus dem Dunkel der Ge­schichte als Sinnbilder der Reichsidee hervorragen.

Nach einem Hermann, nach Theoderich, nach Karl dem Großen und Otto dem Großen, nach dem Zusammenbruch von 1648 habe Preußen durch den Begriff dar Staatsraison die germanische Substanz und den Reichs­gedanken gerettet. Viele Deutsche hätten dann im Bismarck-Reich die Vollendung der Reichsidee gesehen: aber das Reich, das mußte im Jahre 1918 an seiner Weltanschau- ungslosigkeit zugrundegehen. Aus diesem tiefsten Zusammenbruch aber habe sich die höchste Erhebung unseres Volkes ln der nationalsozialistischen Idee entwickelt. Diese Idee sei die eigentliche Trägerin des Reichsgedankens, weil sie eine

Fallsdhirmjäger schlugen alle Angriffe ab

D/e schweren Kämpfe um Cassino dauern an

dnb. Berlin, 26. März. An der süditalieni­schen Front nahm der Feind, wie nach sei­nen Bereitstellungen zu erwarten war, am Morgen des 25. März, seine mit Panzern unterstützten Angriffe gegen den Nord-' und Ostrand der Stadt Cassino wieder auf. Sie wurden durch stärkstes Artilleriefeuer und rollende Luftangriffe -vorbereitet und Unterstützt. Sämtliche Vorstöße des Geg-. ners konnten von unseren zäh Widerstand leistenden Fallschirmjägern in' vorbildlicher Zusammenarbeit mit den schweren Waffen und der Artillerie zurückgeschlagen werden. Erbitterte Nahkämpfe forderten auf beiden Seiten erhebliche Verluste. .

Auch bei diesen schweren Kämpfen um Cassino haben sich wieder in erster Linie die Fallschirmjäger der 1. Fallschirmjäger- Division unter ihrem Kommandeur General­leutnant H e i d r i c h ausgezeichnet, die hervorragend durch unsere Artilleriever­bände unterstützt wurden, welche Bereit­stellungen feindlicher Panzer und Infante-

Die Schwerter für General Heidridi

^ondeuf der tapferen Falfschirmjäger von Cassino ausgezeichnet

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4 de r n c r ? U ? utnan t Heidrich die j r ssel stellung von Cas- ^ ^4 ein b D lWet mitden Einheiten Anoio.s Eojlwerk, das zu stür- v 's 6 tr vo ro n ! eriitdnern trotz ihrer ist j er i ragenen Angriffe nicht hervn-V e nze 'ne Soldat volt- ' Teistungen und

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Weltkrieg als Freiwilliger und Führer einer

Maschinengewehr-Kompanie mit und <h ente

dann in der Reichswehr weiter. 1938 zur Luftwaffe überqetreten, verschrieb er sich der jungen Fallschirmjägerwaffe und stellte, nachdem er unter dem jetzigen Genera.ljeld- marschall Rommel auf der Potsdamer Kriegs­schule als Taktiklehrer gewirkt hatte, das erste deutsche Fallschirmjäger-Bataillon auf. Für seine im Kampf um Kreta bewiesene umsichtige und geschickte Führung wurde er am 14. Juni 1941 mit dem R- tte Tk reuz

ausgezeichnet. Später nannte ihn der Wehr­machtbericht mit seiner 1. Fallsc.inmjager- DiVision wiederholt wegen der besonders erfolgreichen Operationen an der Italie front.

Die Verleihung des Eichenlaubs zum Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes vor wenigen Wochen, am 5. Februar 1944, war die An­erkennung des Führers für die vorbildlichen

Leistungen der Fallschinnjäger-Division. Bei den zur Zeit noch andauernden Kämpfen an der Front von Cassino lebt Genera ll® ' nant Heidrich Tag für Tag »einen Wahl spruch:Die Kameradschaft macht nicht halt vor dem persönlichen LebensVre.s meinen Soldaten. Wir sind eine Gemeinschaft

ieansammlungen in der Nähe des Bahn­hofes Cassino wirksam mit zusammengefaß- tem Feuer belegten.

In den sogenanntenruhigen" Abschnitten der Südfront wurden zahlreiche deutsche Stoßtruppunternehmen durchgeführt. Nach einigen besonders glücklichen Unternehmun­gen eines im Ostteil der Südfront eingesetz­ten Regiments kam zwischen den einzelnen Bataillonen und Kompanien ein wahrer Wett­streit der Stoßtruppspezialisten zustande. Wenn eine Kompanie ein erfolgreiches Un­ternehmen gegen die feindlichen Linien ge­macht hatte, so folgte meist in kürzester Zeit eine ähnliche Tat der Kompanie des Nachbarabschnittes. So wurden innerhalb von drei Tagen von sechs Stoßtrupps des Regiments u. a. sieben Häuser mit feind­licher Besatzung, zwei Panzer vom Typ Sherman mit ihrer Besatzung und drei feindliche Beobachtungsstellen durch Spren­gungen vernichtet. Darüber hinaus fielen den Stoßtrupps, die trotz schweren feind­lichen Abwehrfeuers nur Leichtverwundete hatten, zahlreiche automatische Waffen in die Hände.

Alle Kampfhandlungen des Heeres wurden von unseren Schlachtfliegern unterstützt, die wiederholt Stellungen und Truppen­ansammlungen der Anglo-Amerikaner bom­bardierten. Deutsche Jäger und Flakartil­lerie schossen fünf feindliche Flugzeuge ab.

Charakterfrage darstelle. Deutschland habe in ihr die Quellen seiner ureigensten Kraft wieder entdeckt. Die nationalsozialistische Idee erkenne die gleichen Charakterwerte beim Feldherrn ebenso wie beim einfachen Soldaten, beim Politiker ebenso wie beim schaffenden Menschen. Dafür sei das Ritter­kreuz ein Symbol, das zugleich den Ehr- und Pflichtgedanken der Reichsidee in sich schließe.

Alfred Rosenberg stellte fest, daß die Reichsidee durch den Nationalsozialisus eine neue Prägung erfahren habe, die in 14 Jah­ren Kampf um die politische Macht in Deutschland gehärtet worden sei. Erst im Kampf bilde sich eine allen bewußte An­schauung vom Sinn der Auseinandersetzung. Ebenso wie in den Kampf jahren der national­sozialistischen Bewegung sich der Sinn ihres Ringens jedem Mitkämpfer klar abzeichnet, so erkenen wir im gegenwärtigen Wett­kampf,

daß kein Krieg bisher einen tieferen Sinn gehabt hat als der gegenwärtige.

Es stünden 2000 Jahre bewußt gelebter Ge­schichte ebenso auf dem Spiel wie die Opfer des ersten Weltkrieges, wie die Opfer der nationalsozialistischen Bewegung im Kampf um die Macht, wie schließlich alle Gestal- tungsk-äfte des euronäischen Kontinents. Dieser Kampf gehe um.das Leben selbst. Uns slünden gegenüber die Weltausbeutung vom Westen und die Weltzerstörung vom Osten. Dieser Kampf bedeute die härteste Prüfung aller schdoferisclien Kräfte. Das Reich stehe vor uns als die Verpflichtung vor der Zu­kunft und halte heute den rettenden Schild über alle Nationen. Euro­pa s.

Reichsleiter Rosenberg gab zum Schluß seiner umfassenden Rede ein mitreißendes Bild aller jener europäischen Kulturwerte, für die wir heute gegen die Schmutzfinken aus Ost und West im Kampf stehen. Die Geschichtsschreibung werde einmal fest­stellen,

daß das Deutsche Reich In der Stunde größter Bedrohung dieses Europa durch seinen Einsatz gerettet habe.

Dieser Kampf gehe um die Rettung Europas und sei zugleich die größte Chance der deutschen Geschichte.

Stellvertr. Gauleiter Gerland dankte Reichsleiter Rosenberg für seine Ausfüh­rungen und verlas ein Telegramm an den Führer und die Antwort des Führers- darauf.

Jagd im Indischen Ozean

Auch in (len Ginciissem des Indischen Ozenns sind die. feindlichen Schiffe vor den deutschen U-Booten nicht sicher. Auch hier wird der ?'iachschuh des Gegners empfindlich getroffen.

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Weiterhin hartes Ringen im Südabschnitt

ßalti und Pr oskurow geräumt - Abwehrerfolg zwischen Dnjepr undTschaussy

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 26. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am unteren , ukrainischen Bug wurden mehrere Vorstöße und Uebersetzversuche der Sowjets zerschlagen. An der gesamten Front zwischen Perwomaisk und östlich Brody stehen unsere Truppen in schweren Abwehrkämpfen, In deren Verlaut die Städte B a 11 i und Proskurow geräumt wurden. Bei Tarnopol vernichtete einer un­serer Panzerverbände in entschlossenem Vorstoß 25 feindliche Geschütze.

In den erfolgreichen Abwehrkämpfen süd­lich der Pripjetsümpfe hat sich der Major der Reserve Strobel, Führer eines Ar­tillerie-Regiments, durch besondere Tapfer­keit hervorgetan.

Zwischen Dejepr und Tschaussy griffen die Bolschewisten nach heftiger Artillerie­vorbereitung mit mehreren Schützen-Divi­

sionen und Panzerverbänden an. In harten Kämpfen errangen unsere Truppen einen vollen Ab'wehrerfolg. Oertliche Einbrüche wurden in schneidigen Gegenstößen berei­nigt. Eingebrochener Feind im Nahkampf vernichtet. Südöstlich .Witebsk führten die Sowjets Infolge der an den Vorlagen er­littenen hohen Verluste nur vergebliche örtliche Vorstöße.

Im Hohen Norden wurden feindliche Angriffe im Kandalakscha-Abschnitt zer­schlagen.

In Italien wurden bei Cassino von Ar­tillerie unterstützte starke feindliche Stoß­trupps unter hojien Verlusten für den Geg­ner abgewiesen. Von der übrigen Front wird nur beiderseitige Späh- und Stoßtrupp­tätigkeit gemeldet.

Einige feindliche Störflugzeuge drangen in der vergangenen Nacht nach Westdeutsch­land und in den Raum von Berlin vor.

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Von unserem Vertreter in Vichy Josef Berdolt

Der erste Empfang der deutschen Presse durch den neuernannten Minister für Arbeit und nationale Solidarität Marcel Deät brachte eine Ueberraschung: Marcel Deät sprach fließend und fehlerlos deutsch. Da­mit ist er der erste Minister Frankreichs, .der die deutsche Sprache beherrscht. Deät spricht nicht nur ein' klassisches Deutsch, sondern er beherrscht auch all die neu ent­standenen Fachausdrücke, die jetzt noch nicht im Wörterbuch stehen, wie Arbeits­einsatz, Betreuung, Betriebsführer, Gefolg­schaft usw.

Als seine Hauptaufgabe schilderte Marcel Deät den französischen Arbeitseinsatz innerhalb der europäischen Front. Auf diesem Gebiet gibt es die bei­den Möglichkeiten, die schon von den Vor­gängern Deäts in Angriff genommen wur­den: das sogenannte Speer-Bichelönne-Pro- gramm, das den französischen Arbeitseinsatz im Rahmen des europäischen Wirtschafts­planes in Frankreich selbst vorsieht, wobei vor allem die Familienväter und die älteren Arbeiter Verwendung finden sollen, und fer­ner die Entsendung französischer Arbeiter nach Deutschland, wozu vor allem die fran­zösische Jugend heranzuziehen ist.Die französische Jugend muß arbeiten", erklärte Deät,sie muß sogar mehr arbeiten als im Frieden, denn es gilt, diesen Krieg fiir Eu­ropa zu gewinnen. Wenn Deutschland seine Jugend an den Fronten einsetzt, so ist es selbstverständlich, daß Frankreich minde­stens seine Arbeiter restlos an der Front der Arbeit einsetzt." Bei dieser Einstellung ist Marcel Deät überzeugt vom deutschen Sieg, der für ihn der Sieg Europas ist.

Die erste Pflicht des Arbeitsministeriums ist nach dem Willen von r Deät die Sorge für den Arbeiter selbst. Es genügt ihm nicht, die in Frankreich bisher sehr geringen Löhne auf den europäischen Stand zu bringen, son­dern er sieht seine Aufgabe darin, dem Ar­beiter auch die erforderliche Ernährung zu sichern. So grotesk es klingt, so ist doch Tatsache, daß in dem an sich reichen Frank­reich der Arbeiter weit schlecher ernährt wird als in anderen europäischen Ländern und besonders in Deutschland.Wie soll der Arbeiter an Europa glauben, wenn er nicht satt zu essen hat?" fragte Marcel Deät. Es sollen Institutionen geschaffen werden, die als ganzes den Rahmen einer neuen sozialen Ordnung in Frankreich darstellen. Mit dieser neuen Ordnung will Deät auf Grund der französischen Arbeits-Charte so­fort beginnen. Zunächst ist es nötig, daß die unsozialen Betriebsführer beseitigt werden und der Geist der Volksgemeinschaft in das l.eben des arbeitenden Frankreichs einge- fülirt wird.

In seinem zweiten Ministerium, dem neu­geschaffenen Ministerium für nationale Soli­darität, will Deät zunächst eine neue Ver­waltung aufbauen, welche die bereits be­stehenden, rein sozialen Organisa­tionen und Einrichtungen zu ko­ordinieren hat. Es bestehen in Frankreich bereits dasNationale Hilfswerk", dasKo­mitee zur Arbeiter-Soforthilfe' (COSI), dai hei Bombenschaden eingesetzt wifd, das Rote Kreuz", die Gefangenen-Fürsorge, die Betreuungsorganisation für die in Deutsch­land arbeitenden Franzosen und ihre Fami­lien in Frankreich und die Hilfsorganisation gegen die Kriegsschäden. Zu ihrer Unter­stützung und vor allem, um diesen Insti­tutionen die erforderlichen Hilfstruppen zur Verfügung zu stellen, beabsichtigt Deät eine Soziale Miliz" aufzustellen, die neben der politischen Miliz Joseph Darnands eine Ver­einigung aller jener Franzosen sein wird, die guten Willens sind. DieSoziale Miliz" wird keine Polizeilruppe sein, sondern eine Organisation, etwa der NSV. vergleichbar. Deät sprach davon als einer Armee des Fria-

im am 28. Juli Er machte den