Ausgabe 
(24.3.1944) 83
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arleiamiliche Tageszeitung

W des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches VerJründungsblati des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

Freitag, den 24. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Der Mord an General Seyffardt aufgeklärt

liiterhältige Ermordung eines verdienten niederländischen Soldaten durch eine jüdische Terroristenbande

U Berlin, 23. März. Am 5. Februar »■je seinerzeit gemeldet — der Füh- ' Niederländischen Freiwilligen-Le- Generalleutnant Seyffardt, einem fei- jliirdanschlag zum Opfer. Durch um- 0Sf Ermittlungen der Sicherheitspolizei r Anschlag nun seine volle Aufklä- , gefunden. Die Verbrecher sind ge- '■ [jen. Der Mord hat seine Sühne ge- ta Mil der Aufdeckung des Verbre- , ge |ang es, eine von Juden geführte v:. urjstische Mörderbande unschädlich zu ; j„, Die Ermittlungen haben ergeben,

der Mord an einem um sein Land ver- j,, ehrenhaften und untadeligen Sol- i, von Juden angezettelt und von er- liitlien Subjekten durchgeführt wurde. ) r Mord an Generalleutnant Sevffardt, frühere langjährige Generalstabschef

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lh Terrorflugzeuge abgesdiossen

ktiewechselvolle Kämpfe im Süden der Ostfront - Angriffe aufCassino iiMimengebrocfien - Terrorangriffe aut Berlin und Frankfurt a.M.

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istrerhard. 1430 ge- ’ 1 - ’t und ürtiicr-lceit ■ "j nicht im Kampf shoh eiten Grksena f.Miries- ■gierungs-

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der niederländischen Wehrmacht, der als Generalleutnant den höchsten militärischen Rang seines Landes erreicht hat, war stets ein erbitterter Feind des Bolschewismus. Obwohl er mit seinen 70 Jahren bereits seit längerer Zeit im Ruhestand lebte, stellte er sich als erster zur Verfügung, als es darum ging, auch in den Niederlanden eine Freiwilligenlegion gegen den Bolsche­wismus ins Leben zu rufen. Seine aufopfe­rungsvolle Arbeit und seine Persönlichkeit waren der Anlaß, daß sich immer zahl­reichere Freiwillige aus allen Teilen der Niederlande zur Sh -Standarte „Westland" und „Legion Nederland" meldeten; die schließlich eine beträchtliche Stärke er­reichte. Englandhörige und reaktionäre Kreise versuchten mehrfach, die Arbeit des Generalleutnants Seyffardt zu sabotieren. Als sie keinen Erfolg ihrer Störungsmanö-

ib.Aus dem Führerhauptquar- i, 23. März, Das Oberkommando der Imaclil gibt bekannt:

i: der Krim wurden Angriffe der So­li bei Kerisch und am Ssiwasch-Brücken- ! von deutschen und rumänischen Trup-

ibgewiesen.

Ililthädiere feindliche Angriffe gegen un- Irückenköpfe am unteren ukrainischen sowie einige Uebersetzversuche blieben

l;los.

»Ischen dem mittleren ukrainischen Bug fa Dnjestr, am Dnjestr selbst und im 3 Proskurow—Brody toben weitere «re wechselvolle Kämpfe mit überlege- ieindlichen Kräften. 34 feindliche Pan- 'wden dabei abgeschossen. Unteroffi- lodewald im Nachrichtenzug eines Är-Regiments vernichtete in diesen innerhalb von 45 Minuten fünf flirte Panzer im Nahkampf.

von Kowel schlug erneute

ar,gewiesenes p scher und : die sich ia bt ■ , schüfen kibe:-:: gewordener tan. aufgaben smelaäijtS

Nachdea wir i« v HeimatbmU Ni: bekeamen labtt lieh, einen beifaH aufgaben durch ein ssi matgebiet, das rieb ■

matvereine des p * 1 F"t der Bolschewisten zurück und

*! von zehn in die Stadt eingedrunge- kindlichen Panzern sechs ab. Nord- ffitli Kowel brachten unsere Truppen vordringenden Feind nach hartem ijl mm Stehen. Südöstlich Witebsk feien erneute von Panzern unterstützte

Friesen im Kre* ^chsversuche der Sowjets. An der

sowiei—js?

‘i-Front griff der Feind mehrfach ver­leb an.

ten schweren Abwehrkämpfen im Sü- fe Ostfront hat sich das Grenadier- ®eiil 850 unter Führung von Oberst- W Schmid besonders hervorgetan. :i Cassino brachen mehrere von Pan- 1 unterstützte Angriffe gegen den Nord- « Ories in unserem zusammengefafi- Abwehrfeuer zusammen. An der Adria- wurden feindliche Vorstöße abgewie- lä J bei erfolgreichen eigenen Stofi- Wernehmen mehrere Stützpunkte des I l ! s ™ ^>e Luft gesprengt. ä ® er ikanische Bomberverbände grif- * 2 . März unter Ausnutzung einer ge- >(nen Wolkendecke die Reichs- P s t a d t an und warfen ohne Erd- 1 w'i"® J” 11 * Dvenribomben auf meh- „»^biete. Trotz ungünstiger Ab- «i . ln 8 Ul, R en wurden durch Flakartille- i ™: lche Flugzeuge, darunter 13 vier- "omber, abgeschossen. Nach Stör-

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«tken w PfbÜnde am 23 ‘ März ein ln 'orten gehaltenes Telegramm

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ist eine 23. März. Zur Feier des 25.

daruffl . Bic^ : P» \-=’J : ründung der faschistischen

.■ ^^»talteten die Faschisten Berlins ü stun de, in deren Rahmen der St ?- after in Ber ^ n - A n f u s o , J.irbfij rt " e bielt. Er wies zunächst auf ^’7 ? v(t. GS Päschismus in der vertan- ec- p 11,1,nc | f- arrl dann auf den Neu- f" snr ar f e ' ln den letzten sechs Mp- s . ec b en - Die italienische Soziale ( >e dp Sa c te der Botschafter, wird ’ 2 ö Fasc bismus in seinen sieg- •’ dal >, ren 9 e l e bt hat. Sie ist stark, ’ :f > Hor- eS ^ Italien hinter sich hat, : trügen, die durch die harte

j' äI -ferl» B i 6 dern Lande durch den ■’A-hjj" ? n Leiden den Glauben an n R ? eillzi g mögliche geistige > i’.,;.; . nze lmenschen bewahrt ha- '’ eiton 1 j Che , S0zia le Republik muß , ’esunr.i. es Wideraufstiegs erfassen ■- ,, S p eD ' die Italien als Nation ; M- 5 ; a1 ,' c . h vereinigt. Sie besitzt in .' der 7 »i ( ® l P en Lenker ihrer Ge- •la B-s. . ^dolf Hitler das bewun- " die L 6 ! eines Volksführers dar- ■—■ S n-- , Ligenschatten seiner 5 brinat er bebt, anspannt und ’ trwH. 0 8 “ 9 ® un * Go« das Le- u-jj. n Wlr mit unseren deut- J zu sammcn kämpfen, die ■ , ar ri»- von Cassino, von

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angriffen einiger feindlicher Flugzeuge auf Orte in Mitteldeutschland unternahmen bri­tische 'Bomberverbände in der letzten Nacht Terrorangriffe auf Orte des Rhein-Main- Gebietes, besonders auf Frankfurt am Main. Im Stadtgebiet entstanden beträcht­liche Schäden. Die Bevölkerung hatte Ver­luste. Nachtjäger und Flakartillerie vernich­teten hierbei 55 viermotorige Terrorbomber. Oberleutnant Becker, Flugzeugführer in einem Nachtjagdgeschwader, schoß in einem Einsatz allein fünf feindliche Bom­ber ab.

Deutsche Kampfflugzeuge griffen Einzel­ziele in London mit guter Wirkung an.

Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine brachten vor der holländischen Küste von drei erfolglos angreifenden feindlichen Flug­zeugen zwei zum Absturz und schossen das dritte in Brand.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. Berlin, 23. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalleutnant Helmuth P r i e ß , Komman­deur der am 4. Februar im Wehrmacht­bericht genannten ostpreußischen 121. In­fanterie-Division; Hauptmann Emil Mez, Bataillonskommandeur in einem fränkisch­sudetendeutschen Grenadier - Regiment; Hauptmann d. R. Dr. Josef Rüger, Ba­taillonskommandeur in’ einem bayerischen Panzer - Grenadier - Regiment; Hauptmann Ulrich von Hauff, Bataillonskommandeur in einem Freiburger Jäger-Regiment; Ober­leutnant Kurt Unruh, Flugzeugführer in einem Kampfgeschwader; Oberfeldwebel Hans Rittei, Zugführer in einem rhei­nisch - westfälischen Grenadier - Regiment; Oberfeldwebel Paul Georg Schubert, Zugführer in einem Küstriner Pionier-Ba­taillon. Hauptmann von Hauff ist in den Kämpfen nordwestlich Witebsk gefallen.

ver sahen, wurde von jüdisch-kommuni­stischer Seite der Beschluß gefaßt, den ver­dienten Soldaten zu beseitigen, um auf diese Weise seinö Arbeit lahmzulegen.

• Der Anstifter dieses Mordes war der kom­munistische Funktionär Dr. med. Kastijn, Chef einer Terrorbande, deren Aufgabe es war, alle den Juden und Kommunisten miß­liebige Persönlichkeiten zu beseitigen. Der Jude Leo Frijda und der typisch intellek­tuelle Kommunist Jan Verleum erhielten von Kastijn den Mordbefehl. Die Täter schossen den 70jährigen Generalleutnant an seiner Wohnungstür, als er das Haus ver­lassen wollte, nieder. Die sofort aufgenom­menen umfassenden Fahndungen und Er­mittlungen haben zur Feststellung der ge­samten Terrororganisation geführt, die die­sen und andere Morde vollführt hat. Sämt­liche Mitglieder der Mörderbande wurden ermittelt und festgenommen. Frijda und Verleum haben den heimtückischen Mord gestanden Darüber hinaus mußte Verleum auch die Anschläge auf den Generalsekre­tär Reyden und den' Landwirtschaftsmini­ster a. D. Postuma zugeben. An der Ermor­dung des ehemaligen Landwirtschaftsmini­sters war auch Kastijn selbst beteiligt. Kastijn hat sich seiner Verurteilung durch Selbstmord entzogen. Der Jude Frijda und ein großer Teil der übrigen Ter­roristen wurden von einem Polizeistand-I

gericht zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde sofort votlstreckt.

Der Mord an Generalleutnant Seyffardt ist ein typischer Beweis dafür, wie die Ar­beit der anständigen Niederländer von jü­discher Seite sabotiert wird. Der Führer hat einem Regiment der W-FreiwiHigen-Panzer- Grenadier-Brigade „Nederland" den Namen „General Seyffardt" als einem Blutzeugen seines Volkes verliehen.

Neues Panzerbekämpfunosmittel

Drahtbericht Unserer Berliner Schriftleitung

b. Berlin, 23. März. In Berliner militäri­schen Kreisen werden jetzt erstmals Einzel­heiten über ein neues deutsches Panzer­bekämpfungsmittel bekannt, das von den erprobenden Truppen „Goliath“ getauft wurde. Der kleine etwa 50 cm hohe unbe­mannte Panzer wird auf einem zweirädrigen Fahrgestell zum Einsatz gebracht, dort aus- geklingt und von der Bedienungsmannschaft aus der Deckung ferngesteuert feindlichen Panzern entgegengeschickt. Die am Wochen­ende im Reich anlaufende deutsche Wochen­schau wird die Einsatzmöglichkeit dieses Panzerbekämpfungsmittels zeigen. Auf dem im Bild gezeigten Uebungsfeld wird ersicht­lich, wie der ferngesteuerte Miniaturpanzer dem als Feindpanzer markierten Fahrzeug entgegenrollt und es beim Auftreffen zur Explosion bringt.

Den Bolschewisten entkommen

Wie Schwerterträger Major Rudel die deutschen Linien erreichte

dnb. Berlin, 23. März. Der bekannte deutsche Sturzkampfflieger Major Rudel, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Schwertern, war am 20. März von einem Flug gegen den Feind nicht zurückgekehrt. Inzwischen ist er jedoch — nach abenteuer­lichen Ereignissen hinter den sowjetischen Linien — wieder bei seiner Gruppe ein­getroffen. .T* . ... ;

Beim Einsatz !m Südabschnitt der Ostfront stießen die Flugzeuge des Majors Rüde! und seines Rottenkameraden auf stärkere feindliche Gegenwehr. Der Rottenkamerad mußte sich zur Notlandung entschließen, und Major Rudel landete kurz entschlossen neben ihm, um die Besatzung dieser Ma­schine aufzunehmen. Auf dem schlammigen Boden vermochte er jedoch nicht wieder zu starten Bald tauchte eine Anzahl bolsche­wistischer Soldaten auf, so daß die deut­schen Flieger beschlossen, sich nach Westen zu unseren Linien durchzuschlagen. Sie konten ihre Verfolger abschütteln. Aber der breite Fluß, dessen eiskalte Fluten sie auf ihrem Weg nach Westen durchschwimmen mußten, bot ein neues, schwer zu nehmen­des Hindernis. Dabei verließen Major Ru­dels Bordfunker, den Ritterkreuzträger Ober­feldwebel Henschel. die Kräfte, so daß er in dem eisigen Wasser ertrank. Als Ma­jor Rudel bemerkte, daß sein treuer Bord­funker, mit dem er die Mehrzahl seiner weit über 700 Feindflüge gemeinsam ge­

flogen hatte, im Fluß unterging, schwamm er, der inzwischen bereits das andere Ufer erreicht hatte, noch einmal zurück, um ihn zu retten. Der Versuch blieb aber leider vergeblich. Beim Durchschwimmen des Flusses hatten die beiden anderen Kame­raden ihre Kräfte derart erschöpft, daß sie die weitere Flucht vor einem plötzlich auf- tauchpn,den sowjetischen Spähtrujip nicht mehr durchnielteV und dem Fefna'Tri die Hände fielen.

Nur Major Rudel, dessen sportlich ge­stähltem Körper die Strapazen nichts an- haben konnten, entkam den Verfolgern, die in der Dunkelheit mit Maschinenpistolen hinter ihm herfeuerten. Im Zickzacklauf, mit einem Pistolenschuß durch die Schul­ter, setzte Major Rudel seinen Marsch — barfuß und nur noch mit Hemd und Hose bekleidet — in westlicher Richtung wei­ter fort. Gegen 22.30 Uhr kam er in ein von den Sowjets besetztes Dorf, mußte aber, da er bemerkt worden war, weiter fliehen. Während Reiter-Patrouillen und Spürhunde die Gegend absuchten, hatte er sich seitlich der Straße mitten auf das freie Feld hingeworfen. Man fand ihn glücklicherweise nicht, und gegen 1 Uhr nachts konnte er endlich seinen Marsch nach Westen fortsetzen. Nachdem er bis morgens gegen 8.30 Uhr noch 15 bis 20 Kilometer barfuß marschiert war, traf er auf rumänische Soldaten und war gerettet.

Reichsverweser vereidigte Ungarns neue Regierung

Der erste Ministerfat unter Vorsfa des Ministerpräsidenten und Außenministers Dome Sztojay

dnb. Budapest, 23. März. MTI. mel -1 er vertiefen wolle, soweit das in seiner

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det: Der Reichsverweser empfing am Mitt­woch um 17 Uhr Ministerpräsident Döme Sztojay und die Mitglieder der neuen Regierung in Audienz. Nach der Audienz leisteten Ministerpräsident und Außenmini­ster Döme Sztojay und die Mitglieder der Regierung im Zeremoniensaal der könig­lichen Burg ln die Llände des Reichsver­wesers den Amtseid.

Die Mitglieder der Regierung führten nach der Eidesleistung unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Döme Sztojay im Pa­lais des Ministerpräsidenten Ihren ersten Ministerrat durch. Ministerpräsident Sztojay begrüßte die Mitglieder der Regierung und gab mit deren Ueberelnstimmung hinsicht­lich der erfolgreichen Tätigkeit der Regie­rung seiner Zuversicht Ausdruck. In dem Ministerrat, der drei Stunden dauerte, be­sprachen die Mitglieder der Regierung die dringlichsten aktuellen Fragen.

Ungarns neuer Regierungsdief

Eigener Bericht

he. Berlin, 23. März. Er habe in der Hauptstadt des Großdeutschen Reiches über 15 entscheidungs volle -fahre verbra , nein — er sei kein Fremder in Berlin. Von 1925 bis 1933 sei er als Mihtarattache hier tätig gewesen, und im Dezember ihn der Reichsverweser wieder na< *. ® er - lin geschickt, als ungarischen Gesandten.

Döme Sztojay spricht ein fJ leß ^®, S Deutsch. Das Gesicht ist asketisch schmal, weiß schimmern die -kurz geschm en Haare, die Gestalt ist schlankundelastisch sieht ihm den Honvedoffizier auf den an. Er habe wahrend des Weltkrieges als Major im GeneralsUb Dienst auf dem serbischen und «ali^

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Kriegsschauplatz getan, und es sei

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hungen ansehe, die zwischen sein lande und Deutschland bestehen.

Macht stehe.

Er sei seit 1925 bis heute eigentlich immer in der Reichshauptstadt gewesen, bis auf jene zwei Jahre, da er die Leitung der Prä­sidialabteilung des Honvedministeriums übernahm und zum Feldmarschall-Leutnant ernannt wurde. Ja, eine schöne militärische Karriere, von der er in der Kadettenanstalt zu Pecs kaum zu träumen gewagt hatte.

Sztojay leistete die diplomatischen Vor­arbeiten des Beitritts Ungarns zum Anti­

komintern- und Dreimächtepakt. Er warb mit der Wärme des alten Frontoffiziers für eine politische und militärische Zusammen­arbeit zwischen beiden Ländern, ein auf­richtiger Freund des neuen Deutschlands, der bei allen ideellen und persönlichen Bin­dungen als ehemaliger Generalstäbler illu­sionslos genug war, um sich zum Inter­preten der Ansicht zu machen, daß Ungarns nationales Eigenleben in der Sturmflut der gegenwärtigen Zeit nur im Bunde mit Deutschland gewährleistet sei.

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„Horthy schuf die erhoffte Einheit

Die ungarische Presse begrüßt die neue politische Wendung

dnb. Budapest, 23. März. Die ungarische Presse geht ausführlich und grundsätzlich „auf die jüngsten politischen Ereignisse des Landes ein. „Függetlenseg“ schreibt: „Jene Politik, die Julius Gömbös eingeschlagen hat, ist wieder zur Geltung gekommen und hat ihren ursprünglichen Sinn erhalten. In den historischen Stunden hat der Reichsver­weser die stets erhoffte Einheit des nationa­len Ungarns geschaffen, Ungarn, das in enger Schicksalsgemeinschaft mit dem mäch­tigen Deutschen Reich lebt, weiß, daß seine Zukunft nur auf der alten bewährten Grundlage gesichert werden kann. Im tiefen und aufrechten Gefühl dieser Freundschaft begrüßt die ungarische Oeffentlichkeit die hier eingetroffenen deutschen Truppen als aufrichtige Waffenkameraden und Brüder. Die Nation hat verstanden, daß die einzige Möglichkeit ihres Fortbestandes nur in der entschlossenen Ausdauer liegt.

„Pesti Hirlap" hebt hervor, tiefe Beruhi­gung erfülle das ungarische Volk darüber, daß die Regierungskrise eine Lösung gefun­den habe. „Das Vertrauen, das unser deut­scher Bundesgenosse gegenüber der neuen Regierung hegt, ist eine Gewähr dafür, daß Deutschland und Ungarn auch in der Zu­kunft harmonisch Zusammenarbeiten wer­

den. Diese Freundschaft und waffenkame­radschaftliche Zusammenarbeit ist eine jahr­hundertealte geschichtliche Tradition bei­der Völker. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet das ungarische Volk auch das Eintreffen der deutschen Truppen und schöpft daraus die Beruhigung, daß die Schrecken des gegenwärtigen Krieges nicht über das Gebiet Ungarns kommen werden.'

In „Magyarerszag" heißt es: „Die ungari­sche Oeffentlichkeit hat die Ernennung der neuen Regierung mit größter Beruhigung, mit Vertrauen und Hoffnung aufgenommen. In der Zusammensetzung der Regierung kommt die Zusammenfassung der nationalen Kräfte symbolisch zum Ausdruck. Was die Außenpolitik betrifft, so ist für die Oeffent- lichkeit am meisten beruhigend, daß im Zusammenhang mit der Ernennung mit be­sonderem Nachdruck auf die zwei Grund­pfeiler des deutsch-ungarischen Verhältnis­ses hinweisen: die traditionelle Freundschaft und waffenkameradschaftliche Zusammen­arbeit, die stets ein Grundpfeiler der un­garischen Politik war und bleiben wird. Wir führen einen Freiheitskampf gegen die Vlut des Bolschewismus, und in diesem Kampf stellt sich die freiheüli°bende Nation geschlossen und in militärischer Disziplin hinter die neue Regierung."

Die teeiqwMe in UnqutH

Von unserem Berliner Vertreter

Dr. Walther Schneider

Die militärisch-politischen Ereignisse in Ungarn sind ein harter und entscheidender Schlag gegen die politischen und militäri­schen Spekulationen der Westmächte. Eben­so wie der Nervenkrieg gegen Finnland, so zielte auch die unterirdische Wühlarbeit der feindlichen Agitation in Ungarn darauf hin, die Geschlossenheit des europäischen Widerstandes gegenüber der bolschewisti­schen Bedrohung, der sich die Briten und Amerikaner selbst schon unterworfen haben, an wichtigen Rand- und Nahtstellen so auf­zulockern, um gewissermaßen durch eine politische Hintertür den Weg in die Festung Europa zu öffnen, nachdem der Glaube an die Möglichkeit eines frontalen militäri­schen Ansturmes vor allem durch die Er­fahrungen auf dem italienischen Kriegs­schauplatz aufs stärkste erschüttert wor­den ist.

Der starre Schematismus im Denken Chur­chills legte den Gedanken nahe, noch ein- mal wie am Ende des ersten Weltkrieges nach Unterminierung der Widerstandskraft im europäischen Südosfen von dort aus zu einem Einbruch in das Herz des Kontinents gelangen zu können.

Es war wirklich eine große Torheit un­serer Feinde, wenn sie annahmen, daß ge­rade nach den Erfahrungen von 1918 und 1919 Deutschland und die bedrohten Völker in Ost- und Südosteuropa diesmalig nicht ganz besonders auf der Wacht sein würden, um eine Wiederholung der Ereignisse von 1918 zu verhindern. Es trifft sich eigenartig, daß die ungarische Bekanntgabe der Be­schlüsse über die Intensivierung des gemein­samen Kampfes gegen die bolschewistische Gefahr mit der 25. Wiederkehr des Tages zusammentrifft, an dem damals die schwäch­liche Regierung des Grafen Karolvi die Macht an den Juden Bela Khun auslieferte und damit die fürchterlichsten Tage der un­garischen Geschichte heraufbeschwor.

Damals, vor 25 Jahren, begann Nikolaus von Horthy die nationalen Kräfte seines Landes zu sammeln und zum erfolg­reichen Kampf gegen die bolschewistische Schreckensherrschaft zu führen. Ein Viertel­jahrhundert später steht das neue Erwachen (Ungarns" wieder ■-im'-ZSeTChnn • des^Namens Horthy. Noch einmal mußte der nunmehr 75jährige Admiral und Reichsverweser den Entschluß fassen, mit allen Widerständen aufzuräumen und in engster Verbundenheit mit Deutschland die Voraussetzungen zu schaffen, durch die allein sein Land vor dem Abgrund einer erneuten Bolschewisierung zurückgerissen werden kann.

Die Widerstände, mit denen es jetzt end­gültig Schluß zu machen galt, repräsentieren ganz gewiß nicht das ungarische Volk, es waren die Juden, die sich hier noch ein überlebtes starkes Einflußreservat zu sichern gewußt hatten, und mit ihnen zusammen bestimmte defaitistische Kreise, die ihrer Wesensart nach auffällig an das Regime Karolyi erinnerten, und die im Ausland, vor allem in England, den Eindruck zu er­wecken gewußt hatten, als ob sie für den weiteren politischen Weg Ungarns im Sinne einer achsenfeindlichen Tendenz bestimmend werden könnten. Damit und mit all jenen Spekulationen, die an diese Erscheinungen geknüpft wurden, ist es nun ein für allemal aus. Die Männer der neuen Regierung, an ihrer Spitze der Feldmarschalleutnant Szto­jay, sind uns als bewußte Nationalisten und als entschlossene Freunde der engsten deutsch-ungarischen Zusammenarbeit be­kannt, und sie bieten die Bürgschaft dafür, daß von nun ab das wiedererwachte wirk­liche Ungarn den ihm vom europäischen Gemeinschaftsschicksal gewiesenen Weg unerschütterlich bis zum Ende gehen wird.

Gerade im Feindlager wird man sich der Bedeutung der durch den Reichsverweser vollzogenen Regierungsumbildung im Zu­sammenhang mit den gemeinsamen militä­rischen Sicherungsmaßnahmen in diesem für die Kriegführung so bedeutsamen Raum nicht entziehen können. In allen Aeuße- rungen der Feindpresse, die bisher zu die­sen Ereignissen vorliegen, kommt die maß­lose Enttäuschung darüber zum Ausdruck, daß man sich wieder einmal von verräte­rischen Emigranten-Kreaturen hat in die Irre führen lassen. Aus der Giftküche die­ser politischen Hetzer, die in Wirklichkeit nur eine hauchdünne und jetzt endgültig ausgeschaltete Schicht im ungarischen Volk darstellten, hat man bereitwilligst in den letzten Tagen die wildesten Gerüchte über­nommen. Darin hieß es unter anderem, daß der Reichverweser von Horthy und sein Kriegsminister Ludwig von Csaty gefangen­gesetzt worden seien, derselbe Kriegs- "*uister, der auch in der neuen Regierung sein bisheriges Amt weiterführt. Ferner sollten militärische Zusammenstöße erfolgt sein. Auch hätten sich Banden zum Wider­stand gegen deutsche Truppen gebildet.

Aus der Menge der in den letzten Tagen hauptsächlich von Reuter verbreiteten Feindlügen über Ungarn sei nur folgende kleine Blütenlese gebracht:

Reuter am 21. März: „Ein angeblich „un­garischer Diplomat“ erklärte nachdrücklich, die amtliche deutsche Darstellung, daß eins engere militärische und politische Zusam­menarbeit zwischen Deutschland und Un­garn begonnen habe, sei ohne Ermächti­gung Budapests erfolgt und stehe in direk­tem Widerspruch zu den Tatsachen. — Die Deutschen haben den ungarischen Reichs­verweser, Admiral Horthy, und den ungari­schen Oberbefehlshaber General Ghochy daran gehindert, nach Ungarn zurückzu­kehren. — Horthy sitzt gefangen im Buda- pester- Schloß. — Unbestätigte Berichte er-