Ausgabe 
(21.3.1944) 80
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Parteiamtliche Tageszeitung

* ^„bloö des Regierenden Bürgermeister» der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiatthaliers in Oldenburg und Bremen

. 14 . Jahrgang

Dienstag, den 21. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Ilervenkrieg-Schwindel gegen Finnland entlarvt

Amtliche finnische Feststellungen strafen die Agitation der Feindmächte und Schwedens Lügen

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Hannover — R n , M “ n " 0ttt «i BeT Hannover - Uv Mitte: l.-SV ilÄ'^ä Sachsen: Tuja

wr'bericht unserer Berliner Schriftleitung , ich Berlin, 20. März. Nachdem Fätirer in zwar kurzen, aber sehr klaren i/äberzeugenden Ausführungen zum Ner-

Freital - Bcl^ns^ Plamtzer SC 8:1.

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Lm gegen Finnland Stellung genom- *bii beginnen die Nebel zu zerilattern, hinter ihnen zeichnen sich die Umrisse wirklichen Tatbestandes ab, die die

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Gelbwti! Hg; -Juten-vn f , W 5:0; Alemannin Aachen - SV inw, Vingst - Viktoria Köln 2 : 4 . V “ ,ai Moseltand: Schwameil Esch - Wa.ssecbillig 6:2i Moielland laal* Düdelingen 1:2; TuS Neuen« .i baden 4:1.

Westmark: KSG Ludwigshaien - K* TSG Saargemünd - VIR fmfaihi Baden (Endrunde): V» fcSa Miihlburg 3:1.

Nordbayern: 1 . FC Nürnberg -EC' 4:0: WTSV Schweinlurt - VH fiüq, Südbayern (Städtespiel): Munds - 2 : 1 .

Württemberg:’ Stuttgarter Kitim ■ freunde 8:1.

Wien: Wiener AC - Rapid 2:i; tm Vienna 4:1: FC Wien - Amateun: Sudetenlaad (2. Endspiel): NÜC: gen NSTG Brüx 1:7.

Böhmen/Mähreu (2.

SV Prag Gbell 4:1.

Lösung des Kreuzworträlielnai

Waagerecht: 1. Isel, i Siti, 1.1 Gasse, 10: Senat,. U. Fakir, 111 13. Sperlinge, 17. Stand, il, »§ Schlagzeilen. Alarm, 21. Ruine, 22. Rate. Ute Senkrecht: 1. Ibis, 2. Sälen 1,.

Salat, 5. Essig, 6. Iw 1 ® Gefreiter, 13. Stola, 14. Ebiiu 16. Ebene, 17, Saar, 19. Eget

llirlie Agitation mit Hilfe auch höchst Siger „Neutralen“ auf echt jüdische ,i,r verschleiern wollte. Die Erklärungen Führers gegenüber dem Berliner Korre­laten von „Stockholms Tidningen“ hn in ganz Europa und darüber hinaus starken Eindruck hervorgerufen, finnischen Blätter veröffentlichten die fcung des Führers an erster Stelle in ifiet Aufmachung mit mehrspaltigen felagzeilen. „Der Zweck der sowjetischen isgungen: Finnlands Vernichtung", so jfi eine der Schlagzeilen des finnischen ü „Uusi Suomi", während „Hufvud- inladet" das Interview unter das Motto „Die eigene Kraft des Volkes ist die nee Garantie für seine Existenz".

J):e Sowjets wollen ihrem Opfer die tilge um den Hals legen, um es bei pas- sier Gelegenheit abzuwürgen“, dieses ferworl wird von der spanischen Mon- ueitung „Hoja del Lunes" als Schlagzeile iblt. Sie unterstreicht weiter ohne Um- reife, daß die anglo-amerikanischen Ver­übungen überhaupt keinen praktischen nl haben. Die dänische Zeitung „Social- nktaten” hebt in der Unterüberschrift Führererklärung besonders hervor: in Finnland den Kampf aufgibt, geht (feer sehr dunklen Zukunft entgegen", [ihn türkischen Pressebild erscheinen die nie des Führers durchweg unter auffälji-

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„Manchester Guardian": vjets wollen Finnland unterjochen

re absolut zutreffend der Führer den ganzen Nervenkrieges gegen Finn­land vor allem die englisch-amerikani- i,iu«r * iWc * le ' e * ' n ^' esem Zusammenhang OtU’iDiü 1 ^ iennzeichnet hat, muß indirekt sogar die ~5che Zeitung „Manchester Guardian" *** Leitartikel unter der Ueberschrift ’-s und Finnland“ unterstreichen. Wenn Fahrer sagte, daß weder England noch Vereinigten Staaten einem siegreichen •jttraBIand, selbst wenn sie es wollten, * d' e geringsten Vorschriften über ^endgültige Zielsetzung machen könnten, üas der „Manchester Guardian" ' nie sehr interessante Feststellung, daß fwe und amerikanische Garantien nutz- ®i würden. Um übrigen seien solche iben den Finnen überhaupt nicht ange- ’»orden. Die Sowjetunion gedenke die Seüellten Bedingungen

Ser ,,FinnIand auf lan 9 e Sicht

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QUS fw Die amtliche iinuische Erklärung

bat aun auc b die finnische ,3 , se ** )s . t eine amtliche Mitteilung «Lv.n.ifil'' , die sellr nüchtern die ganze eit der Nachrichtenpolitik ent- “ er die jüdischen Agitatoren im •t* 11 JittTm !?■ den ' etzten Tagen operiert (»«*••* ss'anrh j ^ eItö ffentlichkeit und vor 5ren F, däS flnnisc he Volk selbst irre- ache R„„^ ar behau ptet worden, daß die A,C**0 iutlichlr^?. er ' un 9 nic ht nur der weiteren sonde ™ auch dem finnt

di e J a 9. vor dessen Beschlußfassung .m v »J e IS i^ hen Bedingungen die Auf- « Kn n i„ eia ? lcdt habe, die der schwe­dischen^ 11 S ?‘ nen Außenminister rsilldl hau r’ esan dten in Stockholm fc— e ' In der amtlichen finnischen

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Veröffentlichung wird jetzt festgestellt, daß dieses Gespräch zwischen dem schwedischen Außenminister Günther und dem finnischen Gesandten Gripenberg bereits am 6. März stattgefunden hat, daß diese Mitteilung als eine schwedische Meinungsäußerung der finnischen Regierung, dem finnischen Staats­präsidenten Ryti, dem Feldmarschall Man­nerheim und dem Plenum des Reichstages vor dessen Stellungnahme zur Kenntnis ge­bracht worden sei. Die schwedische Mittei­lung habe keinerlei Angaben über eine etwaige Aenderung der sowjetischen Hals­abschneiderbedingungen enthalten, so daß der finnischen Regierung mir diese Bedin­gungen mit dem Datum vom 10. März Vor­gelegen haben.

Es war also alles nur ein aufgelegter plumper Schwindel, wenn den Finnen ein „großzügiges Entgegenkommen" Stalins suggeriert werden sollte. Den Westmäch­ten kam es nur darauf an, die Finnen ent­sprechend den Plänen Stalins in eine Falle zu locken und ihre militärische Wider­standskraft so vollständig zu lähmen, daß die Bolschewiken, wie der Führer sagte, nur noch zu gegebener Zeit die Schlinge zuzuziehen brauchten. Die Enttäuschung darüber, daß der schnelle und durchschla­gende Erfolg dieses Nervenkrieges zunächst ausblieb, veranlaßte dann Reuter und einen Teil der schwedischen Presse zu der Dar­stellung, als ob die finnische Regierung ge­genüber ihrem Parlament, gegenüber dem Feldmarschall Mannerheim und gegenüber dem ganzen Volke ein falsches Spiel getrie­ben habe. Diesen Schwindel hat jetzt die amtliche Bekanntmachung der finnischen Regierung restlos aufgedeckt.

Es ist selbstverständlich, daß die Sowjets im Verein mit den Briten und Amerikanern und mit verblendeten Helfershelfern das Spiel noch nicht aufgeben, sondern alles daransetzen werden, um doch noch zu dem gewünschten Erfolg zu gelangen. Die Hart­

näckigkeit sowie die verlogenen Methoden zeugen dafür, wie der Führer scharf her­aushob, daß die Gegner, vor allem die Sowjets, selbst nicht m^ehr an die Möglich­keit glauben, mit militärischen Mitteln zu ihrem Ziele zu gelangen, sondern daß sie vielmehr vor keinein Mittel zurück­schrecken, um die Geschlossenheit des europäischen Widerstandes durch politische Intrigen zu erschüttern und zu sprengen. Die finnische Regierung und das finnische Volk haben auch weiterhin selbst darüber zu entscheiden, wie sie »mit den feindlichen Waffen des Nervenkrieges fertig werden wollen.

Neue Unverschämtheiten

Drahtbericht unseres Vertreters

hw. Stockholm, 20. März. Die schwedische Presse hat sich in ihrer fortgesetzten Beein­flussungskampagne gegen Finnland jetzt einen neuen Bundesgenossen verschrieben, da die bloße Gemeinschaft mit deT Sowjet- gesandtin Kollontay auf die Dauer wohl doch etwas zu einseitig gewirkt hat. Als Kronzeugen dafür, daß die finnische Regie­rung nicht die Interessen des finnischen Volkes wahrnehme, sondern diese vielmehr weit besser anderswo vertreten würden, laßt die Stockholmer Presse einige ameri­kanische Reporter — zumeist Juden — auf­marschieren, die das finnische Gastrecht ausnutzen, um an den Umtrieben gegen den finnischen Widerstandswillen teilzunehmen und nun nach der Rückkehr nach Stock­holm spaltenlang in der schwedischen Presse gegen Finnland Stimmung machen, wofür ihnen natürlich gute Honorare gezahlt werden.

„Stockholms Tidningen“ an der Spitze druckt die Fabeleien eines Mister Shanke von der „Associated Preß“ ab, der sich fol­genden kleinen Trick ausgedacht hat, um Finnlands Kampf als aussichtslos und die

Kapitulation vor den Sowjets als einzige Möglichkeit hinzustellen: Marschall Manner­heim habe, so erzählt er, seiner Regierung mitgeteilt, daß ein Widerstand auf die Dauer unmöglich sei, Aber nicht genug damit, daß der Marschall von Finnland hier als Hel­fershelfer der Sowjets hingestellt werden soll — verbunden mit diesen plumpen Kombinationen wird ein Angriff auf die finnische Regierung selbst, weil sie nach Ansicht des allwissenden USA.-Reporters den Reichstag nicht genügend informiert habe. Alle sind eigentlich über Finnlands Lage und Interessen informiert: die Sowjets, die Yankees vom Typ des Mister Shanke und vor allem die Stockholmer Presse — nur nicht die Finnen selbst.

Die ..Dagens Nyheter" haben sich als gleichwertigen Kronzeugen den USA.-Repor- ter Fleischer verschrieben, der seine ganze Wut in wilde Anklagen gegen die finnische Zensur kleidet. Er enthüllt vor den entsetz­ten Schweden, daß diese Zensur Finnland in­zwischen .eine „illegale Presse aufgezwun­gen" habe. Wenn es eine solche geben sollte, dann dürften die USA.-Reporter in­folge ihrer guten Beziehungen zu diversen Gesandtschaften am besten wissen, wo sie gedruckt wird.

Dieses Zeugnis ist ein ganz interessanter Hinweis darauf, bis zu welchem Punkt die Einmütigkeit in Finnland bereits gediehen (st. Natürlich wissen auch die Amerikaner zu erzählen, daß die finnische Regierung im Widerspruch zu ihrem Volke handele, und daß sie den Reichstag nicht richtig infor­miert habe. Immerhin, zu einer sachlichen Feststellung mußten sich selbst diese USA.- Agenturen entschließen, nachdem sie unver­richteter Sache aus Helsinki in das für In­trigen ergiebigere Stockholm zurückgekehrt sind: daß nämlich ein tiefes finnisches Miß­trauen gegen die Sowjets bestehe, das sich nicht mit juristischen Erklärungen begnüge, sondern alle Erfahrungen mit den Russen eus sieben Jahrhunderten als Stütze umfasse.

Verstärkter Feinddruck zwischen Bug und Dnjestr

Winniza geräumt — Hohe Sowjetverfuste bei erfolglosen Angriffen — Starke Angriffe in Cassino abgeschlagen 25 Flugzeuge über Südostdeutschland abgeschossen — Schwerer Angriff auf Hüll

dnb. Aus dem Führerhauptquar-|Er wurde nach Abschuß von zehn Panzern tier, 20. März. Das Oberkommando der Jabgewiesen.

Wehrmacht gibt bekannt: [ Im Landekopf von Nettuno führte der

1 Gegner südwestlich Aprilia mehrere von starker Artillerie unterstützte, aber erfolg-

Am Brückenkopf Nikolajew, im Raum Wosnossensk und nordöstlich Perwomaisk blieben erneute feindliche Angriffe erfolg­los. Eine Kampfgruppe unter Führung des Hauptmanns K a 1 b e r 1 a k hat sich bei die­sen Kämpfen besonders ausgezeichnet. Zwi­schen dem mittleren ukrainischen Bug und dem Dnjestr verstärkte sich der feindliche Druck. Die Stadt Winniza wurde nach Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen befehlsgemäß geräumt. Oestlich Pros- kurow wurden Teile mehrerer sowjetischer Schützendivisionen durch entschlossene Vor­stöße unserer Panzerverbände zerschlagen. Hierbei hat sich die Panzeraufklärungs- Abteilung 16 unteT Führung des Haupt­manns Schiller besonders bewährt. Auch zwischen Proskurow und Tarnopol wurden den Bolschewisten durch erfolgreiche Ge­genangriffe hohe Verluste zugefügt. Im Raum Krzemieniez und bei Kowel stehen unsere Truppen weiter in schwerem Ab­wehrkampf.

Im Gebiet'der Pripjetsümpfe und am Süd­ufer des Pripjet scheiterten zahlreiche Vor­stöße der Sowjets. Südöstlich Witebsk kam es zu schweren örtlichen Kämpfen um eine Höhenstellung, die mehrfach den Besitzer wechselte. Im Nordabschnitt der Ostfront griff der Feind nur an der Narwafront an.

lose Angriffe. Die Verteidiger von Cassino schlugen gestern erneut alle feindlichen An­griffe, die während des ganzen Tages mit starker Artillerieunterstützung geführt wur­den, ab.

In den Abendstunden des 19. März be­schädigte ein Verband deutscher Torpedo­flugzeuge beim Angriff auf ein feindliches Geleit vor der nordafrikanischen Küste fünf beladene Frachter mit über 30 000 BRT.

Schwächere nordamerikanische Bomber­verbände flogen am gestrigen Tage bei un­sichtigem Wetter von Süden nach Südost­deutschland ein und warfen an mehreren Stellen Spreng- und Brandbomben. Die Schäden und Verluste sind gering. 25 feind­liche Flugzeuge, darunter 24 viermotorige Bomber, wurden vernichtet. In der letzten Nacht warfen einige britische Störflugzeuge Bomben in Westdeutschland und im Raum von Berlin.

Deutsche Kampfgeschwader griffen den britischen Hafen Hüll mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben an. In den Ziel­räumen entstanden ausgedehnte Brände und schwere Zerstörungen.

Durch Sonderstreitkräfte, Botdflak von Handelsschiffen und Marineflak wurden in

der Zeit vom 11. bis 20. März 41 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Ausgedehnte Brände in Hüll

dnb. Berlin, 20. März. Ueber den Angriff schwerer deutscher Kampfflieger-Verbände gegen den Hafen Hüll an der Humber-Miin- düng in der Nacht zum Montag melden die zurückgekehrten Besatzungen, daß der Ab­wurf der Spreng- und Brandbomben auf die befohlenen Ziele bei guter Sicht erfolgte. In den Hafenänlagen und Versorgungsein­richtungen dieser wichtigen ostenglischen Stadt wurden zahlreiche Bombenvolltreffer erzielt und ausgedehnte Brände beobachtet. Von den Führern der deutschen Kampfver­bände wird die Wirkung dieses zusammen­gefaßten Angriffs als gut bezeichnet.

.... und der Angriff auf den Geleitzug

Von ebenso guter Wirkung war das Un­ternehmen deutscher Torpedoflugzeuge ge 1 gen einen feindlichen Geleitzug im See’ gebiet von Baugie vor der nordafrikänischen Küste. Der eine halbe Stunde dauernde An­griff unserer Tofpedoflieger wurde von Be­leuchtungsflugzeugen unterstützt, so daß die abgeworfenen Torpedos gut im Ziel lagen. Trotz heftiger Abwehr der feindlichen Si­cherungsstreitkräfte erlitten, wie bereits ge­meldet, fünf voll beladene Handelsschiffe der Anglo-Amerikaner so schwere Beschä­digungen, daß der Totalverlust dieser Frach­ter als sicher anzunehmen ist.

Neuseeländer zahlten hohen Blutzoll

Heldenhafter Widerstand der deutschen Verteidiger von Cassino

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dnb. Berlin, 20. März. Nach den Berichten englischer Korrespondenten über die Kämpfe um Cassino haben die Neuseeländer im Trüm­merfeld des Städtchens einen ungeheuren Blutzoll entrich­tet, wo sie sich Meter für Meter Vorarbeiten mußten.

Die Neuseeländer bildeten den Stoßkeil bei Cassino.

Der Londoner Ueberseedienst

beschreibt das Erstaunen der anglo-amerikanischen Trup­pen über die Stärke des deutschen Widerstandes und spricht von einer grimmigen Schlacht von wahrhaft dra­matischem Charakter. Bei dem anhaltend „tückischen Feuer" des fast s t e * s un_ sichtbaren Feindes hätten sich Neuseeländer und Deutsche manchmal in dem­selben zerstörten Gebäude, mit sicht mehr als einer Mauer zwischen sich, gegen­übergestanden. Man müsse sich nur wundern, wie die Deutschen das unheimliche Bombardement hätten über- ^ um kämpfte Cassino. stehen können.

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Deutsche Fallschirmjäger und Grenadiere setzten trotz mehrfacher Angriffe starker feindlicher Bomberverbände und heftigen Artilleriefeuers dem seit fünf Tagen mit größtem Materialaufwand geführten An­sturm auf Cassino weiter zähen Widerstand entgegen. Dabei vernichteten sie von sech­zig Panzern, die den Angriff von vier in­dischen und neuseeländischen Regimentern gegen den Nord- und Ostrand der Stadt begleiteten, 13 im Nah- und Straßenkampf. In der Nacht zum 17. März standen der Bahnhof sowie eine Höhe am Westrand der Stadt im Brennpunkt schwerer Kämpfe zwischen unseren Fallschirmjägern und neu herangeführten feindlichen Kräften. Am 18. März wehrten unsere tapferen Soldaten wieder sämtliche von Panzern und durch starkes Artillerie- und Granatwerferfeuer unterktiF'lten Angriffe ab, während Artille­rie Bereitstellungen des Gegner» wirksam bekämpfte.

Im Landekopf von Nettuno brachen un­sere Grenadiere im Raum von San Lorenzo in die feindlichen Stellungen ein, zerstör­ten 25 Widerstandsnester und machten zahlreiche Gefangene. Die deutsche Luft­waffe führte in der Nacht zum 19. März einen wirksamen Bombenangriff gegen das Hafengebiet von Anzio und Nettuno. Hier­bei würden zahlreiche Brände und Explosio­nen beobachte t.

Zum Jahrestag Her siegreichen Sehlacht bet den Dardanellen im vorigen Weltkrieg erklärte der Sender Ankara, daß die -wenigen britischen Schüfe, di* sich aus der Niederlage retten konn­ten, .mit hangenden Fahnen heimkehren mußten.

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Major a. D. von Keiser

Clausewitz, der große Kriegsphilosoph, hat bekanntlich die Verteidigung im Gegen­satz zum Angriff die „stärkere Form des Kampfes" genannt. Er will damit offenbar sagen, daß der Verteidiger bei richtiger Ausnutzung der der Abwehr innewohnenden taktischen und schießtechnischen Vorteile auch einen mit überlegenen Kräften angrei­fenden Feind Zurückschlagen und ihm schwerere Verluste zufügen kann, als er selbst erleidet. Nicht aber will er etwa die bloße Abwehr als Rezept des Sieges emp­fehlen; darum sagt er selbst, daß man die Verteidigung verlassen muß, „sobald man stark genug ist, sich den positiven Zweck vorzusetzen", womit die Erringung des Sie- gek im Angriff gemeint ist. Denn den gro­ßen Erfolg kann der Verteidiger nur errin­gen, wenn er unter geschickter Ausnutzung der Schwächen des Angreifers im günstigen Augenblick zum Angriff übergeht. Für die­ses Wechselspiel zwischen Abwehr, und An­griff im Clausewitzschen Sinne bietet unser großer Abwehrkampf an der Ostfront wphl das glänzendste Beispiel, das. die Kriegs­geschichte kennt.

An sich liegt dem deutschen Menschen der Angriff weit mehr als die Abwehr; das hat das deutsche Heer mit seinen großen Ein- kreisungs- und Vernichtungsschlachten in Polen, im Westfeldzug, auf dem Balkan und schließlich in den Sommerfeldzügen 194! und 1942 in der Sowjetunion zur Genüge be­wiesen. Wenn hier die vielen gewaltigen Vernichtungssiege des deutschen Heeres nicht wie auf den anderen Kriegsschau­plätzen . zu einer raschen Endentscheidung geführt haben, so liegt das in erster Linie an der ungeheuren Weite des russischen Raumes und der fast unerschöpflichen Menge seiner Menschen und seines Mate­rials, wodurch dem Feinde trotz des raschen Vordringens des deutschen Heeres immer von neuem die Rekrutierung von Millionen Soldaten und die Aufstellung neuer Armeen weit hinter der Front ermöglicht wurde.

Aber wenn auch infolge der zahlenmäßi­gen sowjetischen Uebermacht die deutsche Führung sich veranlaßt sah — zuerst in den beiden Winterfeldzügen (94.1/1.942 und 1942/1943, dann auch im Sommerfeldzug 1943 bis heute —, sich im großen auf die Abwehr zu beschränken und einen großen Teil des eroberten Gebietes dem Feinde wieder zu überlassen, so sind doch die da­maligen Vernichtungssiege, und der erzielte ungeheure Geländegewinn keineswegs um­sonst erkämpft worden. Denn einmal sind durch die großen deutschen Offensiven. die besten und kampfkräftigsten Truppen des Bolschewismus zerschlagen worden. Dann aber hat nur die ungeheure Weite des er­oberten sowjetischen Gebietes der deut­schen Führung die Möglichkeit gegeben, ihre großzügigen Abwehroperationen und, wo es nötig erscheint, Rückzugsbewegungen zum Zwecke der Frontverkürzung durchzu­führen und doch den Feind noch immer weitab von den deutschen Grenzen zu halten.

Auch der Nichtsoldat wird sich aus den täglichen Wehrmachtberichten, besonders seit dem Beginn der großen Sommerotfen- sive der Sowjets Anfang Juli 1943, an-die sich unmittelbar ihre Winteroffensive an­schloß, ein ungefähres Bild von dem Ver­lauf der Kämpfe machen können. Der Feind versucht, dem deutschen Vorbild folgend, unter Einsatz weit überlegener Kräfte mit Panzerstoßkeilen auf schmalen Räumen in die deutsche Front einzudringen. Er wird entweder sofort zurückgeschlagen, oder sein Vorstoß wird, wo ihm ein tieferer Einbruch gelingt, weiter rückwärts aufgefangen uhd abgeriegelt, um ihm eine Erweiterung seines Einbruchs nach der Flanke hin und die Um­fassung der deutschen Nachbarfronten un­möglich zu machen. Meist wird dann sehr bald der Feind im Gegenstoß zurückgewor­fen, mitunter sogar über seine eigene Aus­gangsstellung hinaus. Diese elastische Art der Verteidigung, die sich in vorderster Front nur auf schwache Sicherungstruppen stützt, während die Hauptkampflinie weiter rückwärts liegt, hat den Vorteil, daß sie mit verhältnismäßig geringen Verlusten durch­zuführen ist, während der in dichten- Massen angreifende Feind seinen Vorstoß mit unge­heuren blutigen und Materialverlusten be­zahlen muß.

Freilich stellt eine solche Art der Abwehr an Führung und Truppen ganz gewaltige Anforderungen, sowohl an ihre taktische Ausbildung als auch an ihre seelische Stärke und Opferbereitschaft. Im siegreich vor­wärtsschreitenden großen Angriff wird jeder einzelne Mann von der allgemeinen Sieges­stimmung mit vorwärts gerissen. In der zähen, verbissenen Abwehr aber, hier lang­sam dem übermächtigen Druck des Feindes weichend, dort mit oft nur schwachen Kräf­ten sich ihm entgegenwerfend, um seinen Stoß abzufangen, oder ihn im Gegenstoß zurückzuwe^fen, kann nur d i e Truppe auf die Dauer ausharren und Erfolge erringen, die sich trotz aller zahlenmäßigen Unter­legenheit dem angreifenden Feinde an. Kampfkraft und Moral überlegen fühlt.

Und das ist bei unseren kampferprobten Truppen an der Ostfront im höchsten Grade der Fall., Mag auch dem sowjetischen mas­sierten Pänzereinsatz hier und da ein tie­ferer Einbruch gelingen, jeder junge 0 ,f i- zier, jeder Grenadier oder Panzermann weiß, daß er und seine Truppe den Bolschewisten, falls sie nicht, mit vielfacher Uebermacht an- greifen, bei weitem überlegen sind, und daß oft wenige Panzer, Sturm- oder Pak- geschiitze genügen, auch stärkere feindliche Angriffe zurückzuschlagen. Dieses berech­tigte Ueberlegenheitsgefühl des deutschen