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Bremen: Geeren 6/8. Rut 2 19 31; Nadttrat-nnd sonntags 2 47 65; ObernstraEe 86, Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamm 2; Br.-Hemelin*en: Bahn hofstraBe 6, Ecke PoststraBe. Rnt 4 34 58; Br.« Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumen Iba!, Kapl.-Dallmann-SU, 41/43, Ruf 88 0, 89
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen
Einzelpreis 15 Rpf.
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^■Parleiamiliche Tageszeitung
Ut,,h “ !l1 * Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
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Montag, den 20. März 1944
Arthur Axmann
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Bert Bin" er ®e ic hsj ngen dfdhrer der NSDAP, und 1 RiiitS'ib endführer des Deutschen Reiches, Arthur Dia Bient: mann, trifft heute im Nordseegau We- Ventoif ® ms ein ' um Einheiten der Hitler-Jugend Elektr. piuii# Gebietes Nordsee zu besichtigen und .Stühle kl. di gyeftkampfstäIten des Kriegsberutswett- h"lt "n^r'ff* es einen besuch abzustatten. Weiter Radi» av ,, I der Reichsjugendführer Gauleiter stiehl Gr.tii | We gen e r zu Besprechungen auf- Radi», Bnl[Siii„ n Die Hitler-Jugend des Nordsee-
Anglo-Amerikaner verloren in 2k Stunden 99 Bomber und 15 Jäger
98 Abschüsse durch die deutschen Luftverteidigungskräfte — 16 USA.-Bomber in der Schweiz notgelandet oder abgestürzt — Der neue Terrorangriff auf Rom
Scherl-Bilderdienst.
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Radio Hi’vjj.. (s Weser-Ems, die beim feindlichen Aniiiü MiltU'ierror bewiesen hat, dali Einsatzbereit- R fi j®'-E- iit für sie keine Phrase bedeutet, grüßt DK&Iml-Mt 11 äeichsjugendführer mit besonderer Akkus. Bk'.. Bde.
BathdirähM* »disjugendführer Arthur Axmann steht Reu m Ai: 1940, seit der Berufung des Reichslei- von Schirach als Gauleiter nach »ptam» fe-p an ßer Spitze der deutschen Jugend. Rmkiitk. Bk-' t in Westfalen geboren, ist er in den ZuMi. Tfir/:. ilteivierteln Großberlins aufgewachsen. „ I !*■ schon früh mit den sozialen Pro- ^ der Millionenstadt in Berührung, Original• Aaljkiöideren Lösung er seit der Machtüber- pi* n *? 4s ,pie maßgeblich beteiligt war. Schon Se, 1 ^ an< ^ er ^ en Weg zum Führer
cea, iolihf:-, nahm an der Eroberung Berlins, für «neben. Jipf Nationalsozialismus aktiv teil. 1928 e f die Hitler -Jugend im Wedding Js«. mell nk*i stand im Kampf um die Straße in vorniet, Wik |ler Linie. Herbert Norkus wurde in die- S'eSi 6 '- 2 '" von seiner Seite gerissen.
?' ,f k H 1 vor rief Arthur Axmann die Eil' n»4 • phal.sozialistischen Jugendbetriebszellen Teppiche. Ei. r e “ eri un d wurde auf Grund dieser früh- Hanstiik. !gen Auseinandersetzung mit den sozial- fSähiti :»7 Chen Fra gen der Gegenwait 1932 in Kaub I“* 1 ttk^Ktisleitilng der Hitler-Jugend berufen, ^ nn i 'i,rFi aus er 4n ^ en folgenden Jahren die de“S:*l S"- e ,! ür . di . e schaffende Jugend ein- 117111«'
Ö «!% m 1 Unti her beigeführt hat'’ Äls'Chef des gtititt». L-. lS J a Am tes wurde er der eigentliche
Blibtt. .wk ^Pfet des Jugendschutzgesetzes. Er er- Ibsiliü..»;• 'diedeutsche Jugend zur beruflichen Lei«
KirtMcliuhe 3». Brciueu 17.1® ^hd rief den Reichsberufswettkampf
3l ' ^,huhe ! ’Gr. 30. i Sn 'i* er revolutionierend auf die
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Eigener Bericht
BZ. Berlin, 19. März. Die anglo-ameri- kaiiisclie Luftwafie hat ihre Terrorangriffe auf das Reichsgebiet und ihre Einsätze gegen deutsche Stützpunkte in Oberitalien im Laufe des Sonnabend lind in der Nacht zum Sonntag wieder mit sehr empfindlichen Verlusten bezahlen müssen. Wie der Welir- mac.li (bericht meldet, vernichteten die überall schlagartig einselzende deutsche Luftverteidigung, Flakartillerie, deutsche Jäger und Zerstörer, aus den auf München, Fried- riclishafen, Frankfurt am Main und mehrere norditalienische Städte anfliegenden Feindverbänden 98 Flugzeuge, darunter 83 viermotorige Bomber. Da die Nachprüfung der Alischußergebnisse noch im Gange ist, können sich diese Zahlen noch erhöhen. Der starke Jagdschutz, den die nordamerikanischen Terrorbomber bei ihren Tagesangriffen am Sonnabend mitführten, konnte die verheerende Wirkung der Angriffe der deutschen Jäger- und Zerstörer nicht verhindern, die immer wieder gegen die feindlichen Bomberformalionen anflogen und tiefe Lücken in ihre Wellen rissen. Ueber diese von deutschen Stellen erfaßten feindlichen Flugzeugverluste hinaus wird aus Bern gemeldet, daß weitere 16 nordamerikanische Bomber über der Schweiz abgestürzt oder notgelandet sind, so daß die Anglo-Amerikaner innerhalb von 24 Stunden nach bisherigen Feststellungen insgesamt 114 Flugzeuge, darunter 99 viermotorige Bomber, eingebüßt "haben.
Ueber die neue Verletzung der schweizerischen Neutralität durch USA.-Flugzeug- verbände wird uns von unserem O.Sch.-Vertreter aus Bern gemeldet: Die Ueberfliegung erfolgte- vor allem über den, .Kantonen St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Zürich. Wie die amtliche schweizerische Mitteilung bekanntgibt, traten Abwehrstaffeln der schweizerischen Luftwaffe und die schweizerische Flak in Aktion. Drei viermotorige USA.-Bomber stürzten brennend an verschiedenen Orten über der Ostschweiz ab, und zwar je eines bei Fehraltdorf, Kirchberg (Toggenburg) und bei Dießenhofen. Die Besatzungen sprangen größtenteils mit Fallschirmen ab. Dreizehn weitere USA.-Bomber wurden, wie die amtliche Mitteilung erklärt, „zur Notlandung gezwungen". Zwölf der zur Notlandung veranlaß- ten Maschinen gingen bei Dübendorf in der Nähe von Zürich, das dreizehnte bei Altenrhein nieder. Die Mannschaften- der gelandeten Bomber sowie diejenigen Piloten, die sich aus den abgestürzten Maschinen retten konnten, wurden interniert. Die Zahl der in der Schweiz allein am Sonnabendnachmittag internierten USA.-Flieger dürfte über 140 Mann betragen.
Schweizer Jäger feuerten
In der nördlichen Hälfte der Schweiz wurde Fliegeralarm gegeben, der an einzelnen Orten über zwei Stunden anhielt. In
einem schweizerischen Agenturbericht heißt es, die schweizerische Luftwaffe habe am Sonnabend um 15 Uhr bei Pfäffikon einen USA.-Bomber gestellt und ihn nach Dübendorf „geleitet". Plötzlich habe der amerikanische Bomber die Richtung gewechselt, worauf die schweizerischen Jäger das Feuer eröffnet hätten. Fünf Mann der Besatzung seien sogleich im Fallschirm abgesprungen, während die amerikanische Maschine zwischen Pfäffikon und Fehraltdorf abgestürzt sei.
Bei einer Notlandung amerikanischer Bomber in Dübendorf wurde ein 15jähriger Schüler getötet. Zwei weitere Züricher Schüler von 15 und 16 Jahren wurden schwer verletzt.
Dichtbevölkerte Wohnviertel Roms getroffen
Am Sonnabend wurde Rom wieder das Opfer eines schweren anglo-amerikanischen Terrorangriffs. Die feindlichen Flieger wähl
ten diesmal vor allem das dicht bevölkerte Wohnviertel „Quartiere Italia“ zum Ziel. Der in diesem Stadtviertel liegende ausgedehnte Komplex der Universitäts-Polikliniken wurde mit Brandbomben belegt. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt. Die Zahl der Opfer sowie der angerichtete Schaden ist beträchtlich.
Vatikanfahrzeuge beschossen
Ein Lastauto der Vatikanstadt wurde am Freitag von einem anglo-amerikanischen Flugzeug angegriffen und im- Tiefflug mit Müschinengewehrfeuer belegt. Der Chauffeur des vatikanischen Autos wurde getötet, der Beifahrer schwer verletzt. Auch Sonnabend früh wurde ein in der Umgebung von Rom fahrender vatikanischer Kraftwagen angegriffen, wobei die Insassen Verwundungen davontrugen. In beiden Fällen waren die Fahrzeuge in vorgeschriebener Weise mit deutlich erkennbaren vatikanischen Kennzeichen und Anstrichen in den päpstlichen Farben versehen.
Schwere Sowjet-Angriffe abgeschlagen
HoheVerluste der Bolschewisten an Menschen und Material - Schneidiger Gegenangriff In Cassino — Neuer Schlag gegen Terrorbomber
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 19. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt;
Am unteren ukrainischen Bug führten die Sowjets zahlreiche vergebliche Angriffe gegen unsere Brückenköpfe. Feindliche Ueber- setzversuche wurden zerscMagen. Zwischen mittlerem ukrainischen Bug und Dnjestr dauern die Kämpfe mit weiter vordringenden feindlichen Kräften an. Am oberen ukrainischen Bug sowie zwischen Proskurow und Tarnopol scheiterten wiederholte Angriffe der Bolschewisten. Unsere Truppen warfen die Sowjets an mehreren Stellen in entschlossenen Gegenangriffen zurück und fügten ihnen hohe Menschen-'und Materialverluste zu. Dabei wurden allein in einem Korpsabschnitt 44 Panzer und zwölf Sturmgeschütze sowie zahlreiche andere Waffen und Fahrzeuge vernichtet oder erbeutet. Im Raum Krzemieniez—Kowel wurden starke feindliche Angriffe abgewi^sen oder aufgefangen. Die schweren Kämpfe dauern an.
Im mittleren Frontabschnitt lebte die Gefechtstätigkeit wieder auf. Oertliche Vorstöße des Feindes am Südufer des Pripjet, südlich der Beresina, an der Smolensker Autobahn und südöstlich Witebsk scheiterten.
Im Norden der Ostfront ließ die Wucht der feindlichen Angriffe infolge der am Vortage erlittenen hohen Verluste nach. Die Sowjets führten an den bisherigen Brennpunkten nur örtliche, von Panzern unterstützte Angriffe, die in unserem Abwehr
feuer zusammenbrachen. Einige Einbruchsstellen aus den Vortagen wurden im Gegenstoß bereinigt.
Eigene Stoßtrupps vernichteten im Landekopf von Nettuno zahlreiche feindliche Widerstandsnester, Der Feind erlitt schwere blutige Verluste. Gefangene wurden eingebracht. GTegen Cassino setzte der - Feind seine von Panzern unterstützen starken Angriffe fort. Sie wurden mit wirksamer Unterstützung durch Schlachtflieger in harten Kämpfen abgeschlagen. In schneidigem Gegenangriff wurde die im Nordwesten des Ortes liegende Burgruine zurückerobert. An der übrigen Front verlief der Tag ohne besondere Ereignisse.
Nordamerikanische Bomberverbände führten erneut einen Terrorangriff gegen die Stadt. Rom. Im Stadtzentrum und in Wohnvierteln entstanden große Schäddn und Per- sonenverluste.
Die britisch-nordamerikanischen Bomber erlitten in den letzten 24 Stunden bei Angriffen gegen das Reichsgebiet und gegen deutsche Stützpunkte in Oberitalien schwere Verluste. 98 feindliche Flugzeuge, darunter 83 viermotorige Bomber, wurden vernichtet. Bei Tage wurden in den Wohnvierteln der Städte München u. Friedrichshafen, in der vergangenen Nacht in F r a n k f u r t a m M a i n durch die feindlichen Terrorbomber Schäden und Verluste 1 unter der Bevölkerung verursacht. Störangriffe einiger britischer Flugzeuge richteten sich gegen Mittel- und Westdeutschland,
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dnb. Stockholm, 19. März. Auf Grund einiger Jm Ausland verbreiteter Meldungen über einen angeblichen Schritt des Führers beim schwedischen König im Zusammenhang mit der finnischen Frage bat der Berliner Korrespondent von „Stockholms Tidningen“ um eine direkte Stellungnahme des Führers zu diesen Veröffentlichungen. Der Führer stellte dem schwedischen Korrespondenten auf seine Fragen folgende Antworten zur Verfügung:
Frage: „In ausländischen Pressemeldungen wurde behauptet, der Führer habe bei König Gustaf von Schweden einen Annäherungsschritt wegen der Vermittlungen des schwedischen Königs bei Finnland unternommen. Entsprechen diese Meldungen den Talsachen?“
Antwort: „Die Meldungen sind falsch! Ich wüßte auch nicht, weshalb ich einen solchen Schritt getan haben sollte. Es ist mir nicht bekannt, ob überhaupt König Gustaf von Schweden in diesem Sinne auf Finnland eingewirkt hat, vor al 1 » 1 " au( ’ h nicht, wann dieser Schritt geschehen sein soll. Wenn dies aber zutreffen sollte, handelt es sich hier selbstverständlich um eine r e i n schwedische Angelegenheit!
Frage: „Darf ich in diesem Zusammenhang fragen, wie Sie überhaupt die Lage auf Grund der Waffenstillstandsbedingungen
beurteilen?“ ,
Antwort: „Ich beurteile die von den Schweden bekanntgegebenen WaffenstiU- standsbedingungen genau so, wie SI ® ” " meint sind. Ihr Ziel ist selbstverständlich, Finnland in eine Situation zu bringen, in der ein weiterer Widerstand un ^ li ^ wäre, um dann d a s am finnischen Volk «1 vollziehen, was Molotow schon iseiinetz_e - »u einem mei- in Berlin gefordert hat. Mit wel ^®
v ereinigen. Sie setzten sen und unter welchen Vorwä . h
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Veu uchteten jegliche Vegetation. Ikanntgegeben werden, ist praktisch völlig
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ßu! i rl,,l pi 'M Ritterkro' ^ärz. Der Führer verlieh L'SiÄ' ^Liitj,. , uz des Eisernen Kreuzes an: "tojHin in ei n Ado f Lischliach, Staffel- glstif • ’ y-' ^'. v ebf; 1 , 1 . ® m Kampfgeschwader; Ober- L'Sn' 1 !:' 1 ei '-.eir, Sh ’°? Je n s t e r, Flugzeugführer Br p^ tUI2kain Pfgeschwaderr
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iq' 1 ^ erer Berliner Schriftleitung esiiv rZ ' R>ie Bewohner am Ab- ein „ S ^ urt4er i am Sonnabendmit- D Ä^ , .= ; -lebh-n ^ Getöse erschreckt, das 8 il.' 1 - "- Rotniiiv Tatigkeit des Vulkans an-
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gleichgültig. Es handelt sich hier nur darum, dem Opfer eine Schlinge um den Hals zu legen, um sie dann zu gegebener Zeit zuziehen zu können. Daß Sowjetrußland sich zu diesem Schritt gezwungen sieht, ist nur der Beweis dafür, wie skeptisch es seine militärischen Möglichkeiten selbst beurteilt. An der endgültigen Absicht des Bolschewismus kann niemand zweifeln, sie beißt Ausrottung der nichtrussisch-bolschewistischen Völker in Europa und in diesem Fall vor allem Ausrottung der Fin- n en. Um dieses Ziel zu erreichen, hat man, wiePlinsere Gegner offen zugeben, den Nervenkrieg gegen Finnland entfesselt.
Frage: „Es ist des öfteren die Frage einer Garantie für Finnland von seiten Englands und der USA aufgeworfen worden. Was halten Sie von derartigen Garantien ftir Finnland?"
Antwort: „Die Frage von Garantien für Finnland von seiten Englands und der USA konnte nur den Zweck verfolgen, den Finnen die Unterwerfung schmackhafter zu machen. In der Praxis ist jede Garantie der Engländer oder der Amerikaner eine Utopie. Weder England noch die USA würden in der Lage sein, einem siegreichen Sowjelrußland auch nur die geringsten Vorschriften über die endgültige Zielsetzung zu machen, selbst wenn sie dies wollten. In Wirklichkeit aber haben sowohl England wie Amerika nicht den geringsten ehrlichen Willen, einen solchen Einfluß auszuüben. In beiden Ländern regieren die gleichen Kräfte, wenn auch unter bürgerlicher Maske getarnt, die in Sowjet- rußland völlig offen die Gewalt ausübten. Was amerikanische Garantien betrifft, so hat Deutschland schon nach Beendigung des Weltkrieges seine Erfahrungen damit gemacht. Die feierlich zugesicherten vierzehn Punkte Wilsons waren, nachdem Deutschland die Waffen niedergelegt hatte, vergessen. Die praktische Wirklichkeit führte
in jedem einzelnen Falle zum Gegenteil dessen, was man damals dem deutschen Volke feierlichst zugesichert hatte. Was britische Garantien für einen Wert besitzen, ist durch den Fall Polen in eklatanter Weise erwiesen.
Im übrigen stehen England und Amerika selbst vor schweren inneren Krisen, und die Frage ist nicht, ob sie in der Lage sind, dem Bolschewismus Vorschriften zu machen, sondern, wie lange es ihnen gelingen wird, die bolschewistische Revolution in ihren eigenen Ländern zu verhindern. Wie bisher noch immer im Völkerleben ist der einzige Garant für den Bestand einer Nation die .eigene Krai t."
Deutsch-ungarischer Warentausdi
dnb. Wien, 19. März. Der deutsche und der ungarische Regierungsausschuß für die Regelung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern haben in Wien eine Tagung abgehalten. Während der Tagung wurde eine Reihe von laufenden wirtschaftlichen Fragen geregelt und das Programm für den Warenaustausch zwischen Deutschland und Ungarn bis zum Ablauf des Vertragsjahres am 31. Juli 1944 in verschiedenen Punkten erweitert. Ferner wurden Abmachungen zur Sicherung einer gleichmäßigen Abwicklung der Zahlungen im Rahmen der bestehenden Zahlungsverkehrsabkommen getroffen. Die Vereinbarungen wurden am 18. März für Deutschland vom Gesandten Clodius und für Ungarn vom Gesandten von Nicki unterzeichnet.
Tito strebt nach Jugoslawiens Gold
dnb. Istanbul, 19. März. Die Istanbuler Zeitung „Tatiin" meldet, daß Tito die Hand auf das in der Türkei befindliche Gold Jugoslawiens legen wolle. ■'
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Vor 25 Jahren: Bolschewismus in Ungarn Von Adolf Michaelis, Budapest
In der Geschichte eines jeden Volkes gibt es Erinnerungstage, die nie Vergessen werden dürfen, weil sie Erfolge oder .Niederlagen verewigen, Ereignisse also, aus dei;en Vorgängen ein Volk lernen kann und muß. Die Vorbedingungen des Erfolges sind in der Politik grundsätzlich immer wieder dieselben, und die Entwicklung, die zum Verfall führt, ist ebenfalls durch Umstände gekennzeichnet, die sich im Laufe der Geschichte sowohl der Welt als auch eines einzelnen Volkes immer wieder wiederholen. Es ist daher begreiflich, wenn das ungarische Volk, das in so ganz besonderem Maße an seiner Geschichte, ihren Traditionen und ihren Lehren hängt, des 25. Jahrestages der Errichtung der ungarischen Räterepublik gedenkt.
Am 2. März 1919 trat der unfähige Politiker Graf Michael Karolyi, seit Jahren bis auf den heutigen Tag eine „Zierde"' der von England ausgehaltenen Emigranten, von seinem Posten .als Ministerpräsident der ungarischen „Volksrepublik" zurück und lieferte die Regierung dem Juden Bela Ruhii aus, der mit seinen jüdischen Kommissaren über vier Monate das ungarische Volk in ein Meer von Jammer, und Blut, Schrecken und Not stürzte. „Im Namen der proletarischen Diktatur" übernahmen 28 Volkskommissare die Macht, nicht weniger als 17 von' ihnen waren Juden.
Aus Moskau ließ man sich Spezialisten für die Folterung politischer Opfer kommen. Einer der blutigsten Schlächter dieses bolschewistischen Regimes, der Jude Szamuely, erklärte bei Beginn seiner Tätigkeit, man müsse in Budapest mindestens 10 000 Menschen ermorden. Er hat jedenfalls alles getan, um diesem Ziel gahezukommen. Die Wirtschaft Ungarns wurde vernichtet Am schwerste wirkte der außenpolitische Zusammenbruch Ungarns. Von allen Seiten strömten die Armeen der Nachfolgestaaten ins Land, um den in Budapest ausgebrochenen Bolschewismus möglichst weit von den eigenen Grenzen zu halten. Zwar hatte die jüdisch-bolschewistische Regierung Bela Khuns versucht, mit einem „Klassenheer" die „eindringenden Feinde" zu. vertreiben,, aber Ungarn war durch die bolschewistische Zersetzung schon zu schwach, um sich überhaupt noch wehren zu können.
Dies alles ist nur ein Ausschnitt aus den furchtbaren Folgen, die die Ueberantwor- tung Ungarns an den Bolschewismus zeitigte. Sie enthält eine Lehre, die den Völkern Europas zeigt, wie das Gesicht des Bolschewismus in der Praxis aussieht. Nichts hat sich seither geändert; das beweisen die blutigen Ereignisse in Estland und Lettland vom Jahre 1940, das beweisen die Massengräber von Katyn und Winniza.
Von ganz besonderer aktueller Bedeutung aber sind die Ereignisse, die in Ungarn überhaupt erst die Errichtung . der roten Diktatur ermöglicht hatten. Als nach dem Zusammenbruch der alten Donaumonarchie der von Juden und Sozialdemokraten beeinflußte Graf Michael Karolyi die Regierung Ungarns übernahm, glaubte man zunächst, alle Schwierigkeiten überwunden zu haben und sich vor allem den Folgen des verlorenen Krieges entziehen zu können. Hatte Graf Karolyi im Parlament dem Grafen Tisza laut engegengeschrien: „Wir wollen Frieden mit der Entente. Wir.wollen sie zu unserem Freund machen! Wir brauchen kein Bündnis mit den Deutschen, wir sind Entente-Freunde!“ Es kam aber anders. Die Alliierten dachten gar nicht daran, den Grafen Karolyi ernst zu nehmen. Im Gegenteil: auf jeden winselnden Brief nach Paris erfolgte nur ein neuer Fußtritt.
Aehnliche „Erfolge" wie nach außen hatte Graf Karolyi auch im Innern Ungarns aufzuweisen. Er hatte gehofft, durch eine Zusammenarbeit mit den Führern der sozialdemokratischen Partei in Ungarn wenigstens einigermaßen die Ordnung aufrecht- zuerhalten und die Arbeiterschaft für sich gewinnen zu können. Er wußte nicht, was man ift den Kreisen der von ihm nur schwach bekämpften kommunistischen Partei Bela Khuns sehr genau wußtet, daß nämlich die Arbeiterschaft den sozialdemokratischen Führern längst aus der Hand geglitten war. Als schließlich Karolyi nach einem völligen Bankerott seiner Politik am Vormittag des 21. März 1919 zurücktretan mußte, bestand zunächst der Plan, eine fein sozialdemokratische Regierung zu ' bilden) doch auf einer Sitzung der sozialdemokratischen Parteiführung mußten sich die „gemäßigten" Marxisten, die „sichtbaren Führer der Arbeiterschaft, die dem Regierungsapparat bisher als zuverlässig erschienen waren, darüber klar werden, daß — wie der ungarische Sozialdemokrat ' Jacob Weither in seinem 1929 erschienenen Büche „Revolution - Bolschewismus - Emigration" berichtet „die Mehrheit der Arbeiter, die sich in letzter Zeit erst neu - der sozialdemokratischen Partei angeschlossen hatten, die sozialdemokratische Bewegung vollkommen im Stich gelassen häbön". Sie waren, mit anderen Worten, zum Kommunismus ubergegangen.
Die Zusammenarbeit mit den ..Sozialdemokraten und die nur sehr' schwache Bekämpfung der Bolschewisten stürzten Ungarn am Abend des 2t.. März 1919 in die Schrecken des Kommunismus. Daß Ungarn damals nicht völlig zugrunde ging, daß die aufbauwilligen nationalen Ordnjingselemente schließlich erfolgreich den Bolschewismus überwinden konnten, lag ausschließlich au dem Umstand, daß das bolschewistische Rußland noch zu schwach war, um der bolschewistischen Regierung in Ungarn zu Hilfe kommen zu können, Vergegenwärtigt