Ausgabe 
(16.3.1944) 75
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'“'"i'lietemiw olms Verbindlichkeit.

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G e s c K ä I t s stellen:

Bremen: Ceeren 6/8, Rul 2 19 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; ObernstraBe 66, Ruf 2 19 31; Syke: Mtlhlendamm 2; Br.-Hemellngen: Bahn» hofstraBe 6, Ecke PoststraBe, Rut 4 34 58; Br.» Vegesack: Rohrstr. 24. Ruf 4 u. 8; Br.-Blumen» tüal, Kapt.-Dallmaan-Str. 41/43, Ruf 88 U. 89

sn Ö h SUn9 des Silbenrätsel: Uouai; 4 Biendorf.

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parteiamtliche Tageszeitung

* »mfabltrii des Regierenden Büraermeis+ers der Freien Hansestadt Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblaü des Reichsslaiihalters in Oldenburg und Bremen

oikur, ic r, ^sterburg 0 [g 5 Epigramm. Eslr

5 Nr.»

14. Jahrgang

Donnerstag, den 16. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Der deutsche Luftangriff siif Englands Metropole

15. März. London

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. .' n neuem die Wucht der deutschen i'jriffe zu spüren bekommen. Selbst " D eu terbüro, das sonst die deutschen An- le w Üiifp zu verkleinern versucht, gibt zu, daß ! ZÜ Londoner die „volle Wucht eines Re- Fest mäv,-*' Clzuere (toRlirt» !.ns von Brandbomben zu spuren be- was ri? Mmerte r Silberf i' 1 und daß u. a. „eine weitere Traube einem V° nSt noch kreucht ; 1» Brandbomben in der Nähe eines wohl­wagen Winnie" *egie = gebä«de S niederfläT

barbari Aquarium

soll mitnef 6 ^ 1 9 e f a ngen w Irand entwickelt-

ob diese v hn t Werdei Es ftt ■ Die Angreifer waren in größerer Zahl als trachtet w» V n tfU9U "3 «'s «fi der letzten Zeit erschienen, berichtet rianer w den wird 'mdA Ur in einer weiteren Meldung, in der er-Pfarrer die Leicheared« : ' s o. a. heißt, die Anzahl der Flugzeuge - alle nach Ansicht eines Beobachters mit

Sie kamen , « Anzahl, die bei den schwersten der

Torfkuhle 3Uf daS “L euten Serie der Angriffe zu verzeichnen “'““en ein undefa rar, verglichen werden könnet

Unglaubliche Kllschb »i so sa ff ! der Bericht weiter, habe eine wöchentlich verkaufen dz 'er gewaHigsten Luftschlachten des Jahres

barhari “ feierli cher Pr 0 7^ : Ve Aufräumungsmannschalten hätl

barbarische Mensch*#> Ln acht hindurch zu tun gehabt,

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Der Führer beglüdkwünscht Staats­präsident Dr. Hacha zum 5. Jahrestag

Zur Wiedervereinigung von Böhmen und Mähren mit dem Reich

Minister Krejci von Adolf Hitler empfangen - ■

Länder , Staats­in dem

(attgefunden.

uü““: Exchange Telegraph bestätigt,

daß die

auf billigstem Papi«

Kitsch und blutriinsfigen ifc 'all der angreifenden deutschen Flugzeuge „News Week". Eine besondere! 'ennntlich größer gewesen ist als im Durch- ser Kitschbroschüren s ui „l diniil der letzten Angriffe und etwa der monatlich in zahllosen Erel ■ ® des g rö ®ten Luftangriffs im Monat Fe- Ueberseetruppen. Diese ir-har entsprochen habe. Es seien haupt­vollbrachten unvorstellbare ' jd ll ‘ cf ' Brandbomben abgeworfen worden, Kraft und Geschwindigkeit r,'branler.auch Phosphorbomben. Es wirkt sie unverwundbar, und selbst inigermaßen grotesk, wenn Exchange Tele- Geschütz könne ihnen nichts nach diesen Geständnissen seinen Be- dere Broschüren enthielte ^ rait den Worten schließt „es kam ver- geschichten mit endlosen FortssJi ' e(JelltIicl1 zu Br andzwischenfällen".

ui® W ™ denaten - VM D as seegefedit im Kanal

lieh wie der „Superman" Kräfte besäßen. Die zu Minai ten Kitschbiicher wurden Soldaten und Schulkindern r/'i 17 Jahren gelesen. Sogar ,£.■

nb.Berlin, 15. März. In der Nacht zum März versuchten entlang der Küste des de Calais mehrere britische •Schnell- . „jigruppen den deutschen Küstenverkehr

zeigt sich besorgt über die „spHnzugreifen. Durch den tapferen Einsatz un- Verdummung der Schulkinderuper Sicherungsstreitkrälte glückten .diese ten durch diese Kitscbbi(!Öoi|iab en j n keinem Falle. Die feindlichen Deutschland aber denkt mai n|tole wurden lautend -schwer beschossen tung daran, daß der Wahnsincis-td erlitten empfindliche Verluste, ßen Haus und^sein Judenaiaiiit jj„ rz nac [ 1 G e f ec i,tseröffnung erhielt vor Eokirchen ein eigenes Fahrzeug von den u einer Dunstschicht heraus angreifenden. Äschen Schnellbooten einen Torpedotref- “ fund sank. Infolge des starken deutschen

der von „Erziehungspläneh sehe Volk zu faseln wagen.

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nsch Wiederho latrone“. Zwei mit Einlagen Operetten am März. 18 Uhr, -m.-Bhimenfhid. Handlung Beike sowie an der

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!f, 19.3(1 Uhr;

in, Berlin).

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Scherl-Bilderdienst

dnb - Führerhauptquartier, 15. März. Anläßlich des fünften Jahrestages der Wiedervereinigung der Böhmen und Mähren mit dem Reich hat der Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reichsminister Dr. F r i c k Präsident Dr. Hacha aufgesucht und ihm ein herzlich gehaltenes Liandschreiben des Führers., überreicht.

Schreiben heißt es:

„Herr Staatspräsident! Am 14 . März jährt sich zum fünften Male der Tag, an dem die tausendjährige Ver­bindung zwischen dem Reich und den Ländern Böhmen und Mähren dank Ihres staatsmännischen Weitblickes in friedlicher Verständigung wiederhergestellt werden konnte. Die ersten fünf Jahre des Protektorats haben nahezu ganz im Zeichen des europäischen Schicksalskampfes gestanden und bedeuten, daher eine geschicht­liche Erprobung der neuen staatsrechtlichen Verhältnisse in Böhmen und Mähren, die beweiskräitiger ist als die Erfahrungen von vielen Jahrzehnten in Zeiten des Friedens. Am Schlüsse dieses Zeitabschnittes feststel­len zu können, daß sich diese neue staatsrechtliche Ordnung für das Reich wie besonders auch für die Län­der Böhmen und Mähren bewährt hat, gereicht mir zur aufrichtigen Genugtuung. Während andere europäische Völker, die sich von unseren Feinden in den von ihnen gegen das Reich entfesselten Krieg hetzen ließen, empfind­lichste Blutopfer bringen mußten und sich heute von ihren einstigen Freunden gewissenlos dein Bolschewismus ausgeliefert sehen, hat das tschechische Volk unter dem Schutz der kämpfenden deutschen Wehrmacht seinen Bestand und seine Lebenswerte unversehrt erhalten können. Durch ihre in fünf Kriegsjahren an den Tag ge­legte Loyalität und durch ihre Arbeitsleistung im Rahmen der neuen Ordnung hat die Bevölkerung des Pro-, tektorats erkennen lassen, daß sie sich dieser Lage bewußt ist. Sie hat damit am besten alle im Auslande ver­leumderisch verbreiteten gegenteiligen Gerüchte widerlegt. Möge sich im tschechischen Volk auch in Zukunft die Ueberzeugung immer mehr vertiefen, daß die Abwendung der bolschewistischen Bedrohung, daß die Er­haltung seiner überkommenen Lebensformen und seines mitteleuropäischen Lebensniveaus allein abhängig sind vom Sieg des Reiches! Wenn das tschechische Volk in diesem Sinne seine Pflicht erfüllt für Heimat, Reich und für Europa, dann wird es auch an den Errungenschaften unseres Sieges teilhaben. Ihnen, Herr Staatspräsident, danke ich für Ihre verantwortungsvolle Amtsführung und wünsche Ihnen Gesundheit und Kraft, auch weiterhin an der Spitze Ihres Volkes Ihr hohes Amt zum Wohl des Protektorats ausüben zu können. Mit den besten Grüßen

Ihr

gez. Adolf Hitler."

Antwort des Staatspräsidenten Hacha an den Führer

isehrfeuers drehten die feindlichen Boote, Admlral-PilHt. Stet ille 'Eren Angriff fortzusetzen, sofort wie- 5.30 l'hr: „ClmW H ab und wurden dabei mit allen Waffen Srhrailz, GajU'Ji Swirksam beschossen, daß eines von ihnen ziigelassen. ^1* !Brand 9 erie l : - Kurz vor Mitternacht ver- 3.00 l'hr JBttit. feile der Gagner zwischen Kap Gris Nez „Wundervoll« Mi® ed Calais einen neuerlichen Angriff, zu B ^o > uo ,I> 12.39° 3j *- : * er sacb " n zwe " Gruppen aufgeteilt Die ’ farbenfroh« : um gleichzeitig von der Land- und

„Dai Bäi'«I J' M 'Kffiite her den ./Angriff vorzutragen. Von Paul HeS* f reren Eaaerstößen getroffen, explodierte Gisela r. "¥ e j n britisches Torpedoschnellboot mit uns <l;f. i®.'?;,. r,® aber 50 Meter hohen Rauchpilz, so KammNÄ!' 1 *' U ” acl1 dem Abzug des Qualms nichts we e 103. BisJ'"'T ar von 'bm zu sehen war, ein weiteres 1.15. l»AW»ll te eine hohe Stichflamme, so daß Xäeh der-»r ^ jWn mit dessen Vernichtung gerechnet wer- Keiuholfl. WfMrif 0 ,, bann ' Bine andere Gruppe deutscher ScMendr. ^imgsfahrzeuge

dnb. Aus dem Führerhaüptquar- t i e r , 15. März. Staatspräsident Dr. Hacha hat auf das Handschreiben des Führers aus Anlaß des 5. Jahrestages der Wiederver­einigung .der Länder Böhmen lind „Mähren mit dem Reich mit einem Schreiben geant­wortet, in dem es u. a. heißt:

„Ihre Worte bringen neuerlich jene tief­verwurzelten Gesetze des böhmisch-mähri­schen Raumes in Erinnerung, auf deren Er­kenntnis die Entscheidung fußte, die Sie in jener denkwürdigen Nacht getroffen haben und durch welche Sie — meiner Bitte fol­gend — die Länder Böhmen und Mähren und das tschechische Volk unter den Schutz des Reiches nahmen. Mit besonderer I-reude er­füllt mich Ihre Feststellung, daß sich das Protektorat Böhmen und Mähren in den seit seiner Errichtung verflossenen fünf Jahren bewährt hat. Wir erblicken darin zugleich die Verpflichtung, auch weiterhin im Schutze der deutschen Waffen unbeirrbar alles zu tun, was dem Reich in seinem historischen Kampf gegen die bolschewistischen und anglo-amerikanischen Feinde von Nutzen ist. Wir sind uns bewußt, daß wir nur auf diesem W^e einer echten sozialen und nationalen Ordnung Europas dienen können. An dieser unserer unbedingten Entschlossen­heit werden auch fn Zukunft alle entgegen- gesetzten-feindlichen Bestrebungen scheitern.

Zu aufrichtigster Dankbarkeit verpflichtet mich und das gesamte tschechische Volk die großzügige Versicherung, die Sie meinen heimattreuen Mitbürgern für die Zeit des siegreichen Friedens geben. Ich gebe hier­bei neuerlich der Ueberzeugung Ausdruck, daß den heldenhaft geführten deutschen Waffen der Enderfolg nicht versagt bleiben wird und daß eine lange Friedenszeit den Ländern Böhmen und Mähren wirtschaft­lichen Wohlstand und kulturelle Blüte ver­bürgen wird.

Ich bin mir bewußt, daß ohne Ihre Unter­stützung und Ihr überragendes staatsmänni- sches Verständnis die Entwicklung des Pro­tektorats in den verflossenen fünf Jahren nicht die Fortschritte hätte zeitigen können, wie sie nunmehr auf allen Gebieten vorliegen.

Ich bitte Eure Exzellenz um Entgegennahme des aufrichtigen Dankes nicht nur von mir, sondern auch von der Regierung des Pro­tektorats und von meinem Volke, für das ich auch für djjg. Zukunft Schutz und För­derung erbitte." ' '

Staatspräsident Dr. Hacha sprach

dnb. Prag, 15. März. Staatspräsident Dr. Hacha sprach ini Rundfunk zum teschechi- schen Volk. Er erinnerte an seine Fahrt zum Führer vor fünf Jahren, deren glück­licher Ausgang für das Weiterleben des tschechischen Volkes im Rahmen des Großdeutschen Reiches- entschieden habe, pfacha betonte, daß das tschechische Volk seither an innerem Wert zugenommen habe, und das sei der wichtigste Beweis für die Richtigkeit des Weges. Darum könne er

Erfolgreichster USA.-Flieger abgeschossen

dnb. Madrid, 15. März. Ein weiterer erfolgreicher amerikanischer Flieger dieses Krieges hat, wie EFE aus Washington mel­det, den Tod gefunden. Es handelt sich um den Oberleutnant Thomas Lynch, der im Luftkampf abgeschossen wurde und mit 20 Abschüssen an der Spitze der erfolgreich­sten USA-Flieger stand.

Neue Ritterkreuzträger

dnb. Führerhauptquartier, 15. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst d. R. Eduard Nie­

mann, Kommandeur eines bayerischen Ar­tillerie-Regiments, geboren am 25. 10. 1893 in Frielingen (Gau Südhannover-Br.), als Sohn des Landwirts N. Oberst Niemann ist von Beruf Landwirt. Major d. R. Fritz S t ü r t z , Kommandeur eines ostpreußi­schen Pionier-Bataillons, geboren am 5. .7. 1894 in Korschen (Gau QMpieußen), als Sohn des Bahnassistenten St. Hauptmann Rudolf Neuheit, Batailtonskommandeur in einem Teplitz-Schönauer Grenadier-Regi-

auch von allen mit gutem Gewissen ver­langen, daß sie auch weiterhin unter allen Umständen seiner Führung und damit dem Reich treu bleiben, dessen Sieg dem tsche­chischen Volk seine glückliche Zukunft sichern werde. -

Dr. Wilhelm Frick-Stiftung

dnb. Prag, 15. März. Aus Anlaß des fünf­ten Jahrestages hat der Reichsportektor in Böhmen und Mähren, Reichsminister Dr, Frick, eine Stiftung für verdiente Protekto­ratsangehörige errichtet und ihr namhafte Mittel zugewiesen. Zweck der Stiftung ist die Unterstützung solcher Protektoratsange­höriger, die sich unmittelbar oder mittelbar um Reich und Protektorat verdient gemacht haben, sowie ihrer Hinterbliebenen durch einmalige und laufende .Beihilfen.

ment, geboren am 8 . 9. 1914 in Böhlen (Gau Sachsen), als Sohn des Lehrers N. Leutnant d. R. Rene D o 11 w e t, Kompanieführer in einem moselländischen Grenadier-Regiment, geboren am 22 10. 1922 in Mettlach/Saar (Gau Westmark) als Sohn des Gastwirts D. Unteroffizier Franz-Joseph Ganssen, Kompanietruppführer in einem 1 rheinisch- westfälischen Grenadier-Regiment, geboren am 24. 12. 4914 in Bochum-Riemke (Gail WastfalenTSiid), also, Sohn des Steigers G. Unteroffizier Ganssen ist Polsterer von Beruf.

Oberst d. R. Otto A 1 b e r t s , der am 22. 2. 1893 in Wesel als Sohn eines Kauf­manns geboren wurde, erhielt ”nach seinem Heldentod das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für umsichtige Führung und per­sönliche Tapferkeit bei den Kämpfen süd­westlich Newel ipi November des vergan­genen Jahres. _ .

SO 000 Bergarbeiter streiken noch. Nach einer UP.-Meläung aus London’ liegen in Süd-Wales immer noch 107 Bergwerke brach, d. h., daß noch 1 ) 0,000 Bergarbeiter im Streik stehen. Im Norden von Wales sind drei Bergwerke lahmgelegt, wäh­rend in Schottland weitere vier noch brach liegen.

Neuer deutscher Luftangriff auf London

Erfolgreiche Abwehrkämpfe im Osten / Feindliche Vorstöße bei Nettuno gescheitert/Harte Nachtgefechte im Kanal

dnb. Aus dem F ü h r e r h a u p t q u a r- tier 15 März. Das Oberkommando der Wehrmacht, gibt bekannt: „Im Südfen der

Ostfront versuchten stärkere feindliche Kräfte vergeblich, in mehreren Abschnitten unsere Absetzbewegungen zu dur ^** tob ®"' Am Ingul, am mittleren ukrainischen Bug, südwestlich Pogrebischtsche und 1 ™ »"' östlich Tarnopol sind schwere Abwehr­kämpfe, in deren Verlauf unsere Truppen immer wieder erfolgreiche Gegenangriffe führten, im Gange. Bei

Raum von Tarnopol haben sich ein Füsilier- Bataillon unter Major B a 1 z e 7 und e . Eisenbahnpanzerzug unter ° ber ‘ K Lorscheid besonders hervorgetan. Nord westlich Newel ließ die Wücht der bolsche­wistischen Angriffe, die wiederum unter hohen feindlichen Verlusten scheiterten, nach. In den Kämpfen der letzten Tage hat sich Im Nordabschnitt der Ostfront das nie­derländische H -Panzergrenadier-Regiment

General Seyffart“ unter Führung Bes 71 Sturmbannführers Jörchel besonders bewährt.

Im Landekopf a Von

mehrere von Panzern unterstützte Vorstoße,

die unter starken feindlichen Verlusten scheiterten. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht. Fernkampfartillerie bekämpfte den feindlichen Schiffsverkehr vor Anzio und Nettuno, traf einen Transporter und zwang mehrere Schiffe zum Abdrehen. Nord- amerikanische Bomber-Verbände führten er­neut einen Terrorangrifl gegen die Stadt Rom. In mehreren Stadtteilen entstanden schwere Zerstörungen und Verluste unter der Bevölkerung. In der vergangenen Nacht griffen deutsche Kampfgeschwader mit guter Wirkung die Hafenanlagen von Neapel so­wie feindliche Schiffsziele vor Neapel an. Vier Transporter mit 18 000 BRT. wurden schwer getroffen. In Na< hsrhuhlagern ent­standen Zerstörungen und ausgedehnte Brände. '

Einige britische . Störflugzeuge warfen In der letzten Nacht Bomben auf Orte in West­deutschland. Starke Verbände unserer Luft­waffe griffen in der Nacht zum 15. März erneut London an. Der Massenabwurf von Spreng- und Brandbomben rief umfangreiche Zerstörungen und zahlreiche Großbrände im Stadtgebiet hervor. Im Verlaufe harter Nachtgefechte versenkten deutsche Siche­rungsstreitkräfte im Kanal zwei britische

Schneiboote und beschädigten ein weiteres so schwer, daß mit seinem Untergang zu rechnen ist. Außerdem wurden zwei Boote in Brand geschossen. Ein eigenes Fahrzeug ■erhielt einen Torpedotreffer und sank."

Der Luftangriff auf Neapel

dnb. Berlin, 15. März. Der mit zahlreichen Frachtschiffen und Truppentransportern be­legte .Nachschubhafen der Anglo-Ameri­kaner, Neapel, war in der Nacht zum 15. Mär,z das Angriffsziel schwerer deutscher Kampfiliegerverbäride. Die im Hafenbecken ankernden Handelsschiffe sowie die mit Versorgungsgütern angefüllten Lagerschup­pen ijn Hafengebiet wurden von unseren Kampffliegern bei wolkenlosem Nachthim­mel und guter Sicht über eine halbe Stunde lang bombardiert. Bei den in Sturz- und Gleitfjugen durchgeführten Angriffen tra­fen unsere Flieger mit ihren schweren Bom­ben vernichtend vier feindliche Transpor­ter mit zusammen 18 000 BRT. Trotz hefti­ger Flakabwehr und lebhafter Scheinwerfer­tätigkeit drangen die Ju- 88 -Flugzeuge bis weit über die Hafenanlagen vor, wo sie durch gut liegende Bombenreihen zahlreiche Brände verursachten.

Von det

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Von Eugen Petrull

In diesen Tagen sind viereinhalb Jahre seit der Befreiung des Warlhelandes durch die deutsche Wehrmacht vergangen. I 11 diesem Zeitraum sind llunderttausende von deut­schen Umsiedlern aus den ehemaligen ost­europäischen Kandstaaten und aus Südost­europa in den jungen Keiehsgau gekommen, wo sie eine neue Heimat gefunden haben.' Diese Umsiedler, in der Mehrzahl deutsche- Bauern, kamen aus Estland, Lettland, Li­tauen, Wolhynien, Gnlizien, Beliarabien, dem Bucheniand und dem ChoJmer Land. Ais weitere große Umsiedlungsaktion setzte zu Beginn dieses Jahres die Riickholung dpr lßü UDO Schwarzmeer- und Slütomirdeutschen ein, die ursprünglich auf mehrere Gaue ver­teilt werden sollten, nunmehr jedoch alle im Reichsgau Wartheiand untergebracht werden. Die Hälfte, rund 80 000, ist bereits im Wartheland einget-roffen und auf die ein­zelnen Kreise verteilt worden. Mit der Heira- holung dieser Selnvarzineer- und Shitomir- deutsehen hat die Zahl der im Warthe­land a n g e s e t z t e n Umsiedler die Millionengrenze überscliritten. Der nachstehende Bericht schildert das Schicksal der vor kurzem im Wartheiand eingetroffeneu Schwarzmeer- und Shitomir.- deutschen. y

Auf einer Holzkiste im Uebergangslager am Rande von Posen sitzt ein 72jähriges Mütterchen. Recht rüstig ist die alte Frau noch; zwei Söhne, eine Tochter und acht oder neun Enkelkinder stehen um sie herum. Die Greisin erzählt eine Leidensgeschichte, die sich hundert-, ja tausendfach im Schwarz­meergebiet wiederholt hat, und die für alle die Menschen gültig ist, die nun im Warthe­iand zusammenströmen.

Auf dem wohl besten Boden, den Europa aufzuweisen hat, besaß die deutsche Frau 240 Morgen Acker. Zehn Kinder, die der Ehe entsprossen sind, hat sie nach dem Tode des Mannes im Jahre 1907 allein großge- zogen. Die meisten von ihnen wurden später von den Bolschewisten erschossen oder ver­schleppt. Von den Verschleppten fehlt jede Nachricht.

Groß und stattlich war das Gehöft, massiv, mit sechs Zimmern das Wohnhaus. Vierzehn Pferde und viel Vieh standen in den Stäl­len. Wohlstand, ja Reichtum herrschte im Dorf. Auch die Gehöfte der Nachbarn waren stattlich. 64 Hektar war der Durchschnitts­besitz der Schwarzmeerdeutschen. Reiche Frucht trugen die Felder, große Obstgärten umgaben die Gehöfte. Auf den eigenen Ban­ken wuchsen die Konten an. Kapital wurde durch Beteiligung an Kohlengruben, Schif­fahrtslinien, Mühlen und Ziegeibrennereien angelegt. Wie groß und fest fundiert der Reichtum der Schwarzmeerdeutschen damals war, zeigen die Unterlagen, die vor kurzem gefunden wurden. Danach haben die deut­schen Schwarzmeerbauern im Jahre 191? nach der Besetzung des Landes durch deut­sche Truppen für die deutsche Kriegsanleihe im Durchschnitt 20 000 Mark je Gehöft ge­zeichnet. Nicht selten wiesen die Einzel­zeichnungsbeträge die Höhe von 100 000 Mark auf.

Dann kam die bolschewistische Herrschaft. Im Jahre 1919 wurden sämtliche Volksdeut­schen ihres Grundbesitzes enteignet. Die Männer in führenden Stellungen, auch Frauen und Kinder wurden ermordet, Tau­sende verhungerten. Als 1928/29 die Kollek- tivierungsgesetze erlassen wurden, verloren die S c hwarzmeerdeutschen bis zum Jahre 1933 jegliches Privateigentum. Sie verarm­ten derart, daß sie nicht mehr die notwen­digsten Gegenstände und Kleidungsstücke kaufen konnten.yln dieser Zeit verhungerten Tausende von ihnen. __

Im Jahre- 1937 setzte die Zeit der ver­schärften Industrialisierung Sibiriens und damit ein erhöhter Bedarf an Arbeitskräften ein. Kurzerhand wurden die deutschen Män­ner des Schwarzmeergebietes zwischen 19 und-60 Jahren in den Anklagezustand ver­setzt und in die Verbannung, d. h. zur Zwangsarbeit verschickt. Von den meisten dieser Bedauernswerten fehlt bis heute jede Spur.

Beim Näherrücken der deutschen Front im Jahre 1941 versuchten die Sowjets, alle waffenfähigen Männer nach Osten abzu­transportieren. In zahlreichen Fällen gelang ihnen das auch, aber viele Männer konnten durch das schnelle Vorstoßen der deutschen Truppen gerettet werden. Die Jahre 1937 und 1941 haben unter den Männern der deutschen Schwarzmeersiedlungen fürchter­lich aufgeräumt. So’wie das alte Mütterchen sieben Kinder und zwei Schwiegersöhne her­geben mußte, so gibt es unter den Schwarz­meerdeutschen keine Familie, die nicht den Verlust eines oder mehrerer ihrer Mitglie­der zu beklagen hätte. In vielen Dörfern haben die deutschen Truppen hei ihrem Ein­marsch keinen einzigen Mann zwischen 15 und 60 Jahren angetroffen.

.Viele, viele Nächte habe ich im Fenster gekniet und hinausgeschaut auf die Land­straße", so erzählt das greise Mütterchen; „wenn ein Auto kam, dann wußten wir, daß eine neue Menschenjagd beginnt. Und immer warteten wir voller Angst, ob es in das eigene Gehöft einbiegen würde. Drei­mal waren sie bei mir, stets mußte ich einen meiner Söhne hergeben." Die fürch­terliche Angst, die unerträgliche Seeiennot der damaligen Zeit, spricht noch nachwir­kend aus den tausend Runzeln des Grei- sengesichts, aus den zitternden Lippen, aus den schreckgeweiteten Augen. „Laß gut sein, Mutter, du hast ja noch uns, nichts kann uns mehr passieren." Begütigend legt der Sohn mit dem Friesenschädel der Mut­ter die Hand auf die Schulter.

Jetzt sind die Schwarzmeerdeutschen vom Dnjepr und Bug, vom Ingulez und der Mo- lotschna, aus den Gebieten von Halbsladt, Kronau und Chortitza ins Wartheiand ge-