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parteiamtliche Tageszeitung
gen Sr* £??*** V Smisblcrtt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen
Westfalen- r io 2 -».
aafeÄÄS--, Kr. 73- 14- Jahrgang
ii —naggB^-
der Nationalsozialisten Bremens
AmtMehes Verkündungsbirrtt des Reichssiaithalters in Oldenburg und Bremen
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Dienstag, den 14. März 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Brutale Verletzung spanischer Hoheitsredite
Der völkerrechtswidrige Angriff auf den deutschen Dampfer „Kilissi" — Kesseltreiben gegen Neutrale
Vestmark: Tura In dwiaihi . ""; ürahtbericht un:
U FC Kais erslaiit e J~^jü. Berlin, urh essen: u-nru»
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unserer Berliner Schriftleitung
u _ 13. März. Die Reihe der
■KG.:; iJjsclien Völkerrechts Verletzungen ist, wie . , (Vehrmachtbericht mitteilt, am 12. März V«' iijn ein weiteres Verbrechen vermehrt wor- essen-Nassan- ' L, Am Nachmittag dieses Tages griffen
tnbach 3-5 VfB L Rädelllli «-'»ein britische Torpedo- bzw. Bombenflug-
o:2, Hanau' m u “ Jl »ck - e> C« e vom Typ „Bristol-Blenheim" in den °s Nfederad - EtotrS? ''«ü ipanischen Hoh
tüetenland (l. Entscta, F,i,t vor der Ebro-Mündung den deutschen Prosetitz 14:0, CDCld “ 1 ’"“-”' ■ ™
Rote Jäger nicht im i,
Hoheitsgewässern unmittelbar den
! ; i Dampfer „Kilissi" an und versenkten ihn. lehn Mann der Besatzung hüllten dabei ihr
■e Absichten derl,,7s ü""“"'«iLeben ein, fünfzehn weitere wurden ver- :h . eine mmS n k '" 1*W- Das Schiff selbst sank ’ nachdem es ,n nahmemöglichkeit am t, k * Hand geraten war.
erb zu erhalten, lassen ürtT) Ws Welt wird auch diesen neuesten an. So werden sich die Rolen Tt cHsbruch der Briten ° hne Erstaunen Zl,r ihren Freundschaftsspielen widt^ 1 ." Kenntnis nehmen; stellt doch die ganze ei JoL? ht n ?. der üednje Ante Geschichte des Krieges, angefangen von er Djgl, , um hocllste . Ehren .eififc j ei j Ueberfall auf den deutschen Dampfer * 2U laßt, werden sie «dtLAltmark" in norwegischen Hoheitsgewäs-
nen. 0 V ° r hegenden EinJadccE gm im Frühjahr 1940 bis zum heutigen j ä ge eine ununterbrochene Kette britischer ich in Köln gestalteten die „IftlliSachtungen der Neutralität dar. Fast täg- jas spiel zu einem eindeutigen SsRh überfliegen anglo-amerikanische Terror- ‘ , c r ? f Über die Gaumei liir -
. V- Putnitz, Holstein Kiel, Einnii eig und FC, Mülhausen 93 bene- , dle i“ der Meisterschaft bfe ilagene KSG. VfL: 99 Köln/Sihli
Toren, wobei sich erneut das U greifende Stürmerspie] mit Friärft' lpunkt bestens bewährte.
unber die Hoheitszonen neutraler Länder, wie Schweden und der Schweiz.
Dieser fortwährenden Provokation neu- ,* Jjler Staaten liegt ein bestimmtes System
isung des Kreuzworträtsels m i
aaqerecht: 1. Tasse, 4 Adepi n, 10. Limes, 12. Gas, U, R» res, 18, Herz, 19. Idee, 20. Tain; laar, 25. Ton, 26. Lar, 28. Udo, S Jemesis, 32. Riesa, 33, TagaL-
zugrunde. Der Washingtoner Vertreter der amerikanischen Agentur „Associated Preß" gibt diese Tatsache unumwunden zu: er erklärt, daß die gegenwärtige Politik gegenüber Spanien, Irland, der Türkei, Finnland und dem Balkan „in den Rahmen des alliierten Programms" gehöre. Man fragt sich angesichts eines derartigen Geständnisses, woher Männer wie Churchill und Roosevelt noch den Mut nehmen, von der „Freiheit der Völker", von den „Rechten der kleinen und neutralen Staaten" und von ähnlichen Forderungen zu sprechen.
Die Lissaboner Zeitung „Esfera" wendet sich entrüstet geqen diese heuchlerische Politik der Alliierten. Sie sagt, der ständige Angriff der Anglo-Amerikaner richte sich in einer Art gegen die Psychologie der neutralen Völker, als ob man „im Kampfe stehende Heere mit Taktik planmäßig und strategisch angreife". Einmal sei es die Diplomatie, ein andermal der wirtschaftliche Druck, die man gegen die Neutralen anwende, und wenn all das nicht zureiche, so greife man zu dem Angriff mit Waffen. Nicht einmal der Vatikan sei verschont geblieben.
Auch von französischer Seite wird in einer offiziellen Stellungnahme Vichys festgestellt, daß der neueste Verlauf der Dinge
Papst Pius XII. verurteilt den Luftterror
Tiefes Milgefühl für die Leiden der Bevölkerung
s, 6. Trotz, 8, Amor, Ü.Barilo!
13. Sedan, 15. Lenau, 17, Ser,!: Stier, 22. Rabe, 24. est, 29. Fes, 30. Ria,
dnb. Rom, 13. März. Papst Pius XII. ri’ch- ke am 5. Jahrestag seiner Krönung von der äußeren Loggia des Peters-Doms eine _ -. Ansprache an die auf dem Peters-Platz ver-
1. iaiqa, 2. Sol, 3. Emil,hfejmielte Menge. Es waren in der Haupt- fache Flüchtlinge aus Suditalien, die von fen anglo-amerikanischen Eindringlingen ' w Haus und Hof vertrieben worden sind. Cit Papst drückte sein tiefstes Mitgefühl l:r die Leiden der Bevölkerung aus, die von
„ .. tim Besitz und aus ihrer Heimat verjagt
? e * , i^Jwurcien sei und deren Familien durch ge-
Wllsame Trennung und grausamen Tod zerren wurden. Er sprach ihnen Worte des Trostes zu und gab ihnen die Versicherung, hB ihre Leiden auch seine Leiden seien.
weiteren Verlauf seiner Ansprache umg der Papst dann auf den anglo-amerika- lischen Luftterror ein, von dem nun auch immer stärker betroffen werde und der r Gesetz und keine Schranken kenne. J «e derartige Kriegführung, die auch vor
Geh zu Fuhljahi 1 Sehprütme ron 8-9 u. 18-19 Uhr
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Aufgaben dienen,f.
der Ewigen Stadt nicht Halt mache, sondern sie in ein Schlacht- und Trümmerfeld verwandele, nannte der Papst eine militärisch unrühmliche Tat, die nur von Menschen begangen werden könne, die für moralische Werte völlig unempfindlich seien. Die Worte des Papstes wurden von der Menschenmenge mit großem Beifall aufgenommen.
die interessante Tatsache aufzeige, daß die Anglo-Amerikaner jetzt besonders aggressiv gegen die neutralen Staaten vorgehen. Das zeige unter anderem der Umstand, daß auf die spanische, argentinische und türkische Krise jetzt die irische gefolgt sei.
All diese Stimmen sind nur eine weitere Erläuterung zu der Gewaltpolitik der Westmächte gegenüber neutralen Ländern. Diese Gewaltpolitik wird in der letzten Zeit mit einer bemerkenswerten Regelmäßigkeit angewandt. Schon im spanischen Bürgerkrieg waren weder England noch die USA. neutral. Umgekehrt aber haben weder London noch Washington jemals die Neutralität irgendeines Staates respektiert, wenn sie glaubten, sich hierdurch einen Vorteil ver
schaffen zu können. Wenn heute, da die Engländer und Amerikaner stark genug zu sein glauben, um an Stelle des Umweges über die Diplomatie den direkteren Weg der Gewalt wählen zu können, wenn neutrale Staaten von ihnen einfach vergewaltigt werden oder, wie im Falle Irland, die Neutralität geradezu bestraft wird, so kann- sich die Welt ein Bild davon machen, was mit den neutralen und kleinen Staaten erst im Falle eines anglo-amerikanischen Sieges geschehen würde. Dann gäbe es keine Macht mehr auf der Welt, die der Willkür der Westmächte Einhalt gebieten könnte. Das ist die Lehre, die auch die Neutralen aus dem Uebergriff englischer Bomber und Torpedoflugzeuge in den spanischen Hoheitsgewässern ziehen können.
Fünf Jahre selbständige Slowakei
Dr. Tiso vor den Kommandanten der Hlinka-Garde über neue Aufgaben
ep. Preßburg, 13. März. Am Vortage des slowakischen Staatsfeiertages aus Anlaß der 1939 errungenen staatlichen Selbständigkeit sprach derr slowakische Staatspräsident und Oberste Befehlshaber der Hlinka- Garde Dr. T i s o im Festsaal des Regierungsgebäudes in Preßburg auf einer Führertagung der Garde und verkündete deren neue Organisationsordnung. Die Hlinka- Garde sei seinerzeit als militärisches Korps geschaffen worden und habe ihre Aufgabe erfüllt. Die Neuordnung sehe vor, daß diese Formation heute hauptsächlich zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und zur Erziehung der Nation zur Wehrhaftigkeit beiträgt. Die Garde werde sich aus den besten Mitgliedern der HKnka- Partei zusammensetzen, deren Avantgarde sie darstellen solle.
Die slowakische Nation, so führte der
Staatspräsident weiter aus, würde heute, nach fünfjähriger Erfahrung, dieselben Entscheidungen treffen wie in den entscheidenden Stunden des 13. und 14. März. Sie hätten der Nation höchste Lebensmöglichkeiten erschlössen, während eine andere Lösung sie auf geistigem wie materiellem Gebiet versklavt haben würde. Dr. Tiso schloß: „Die Hlinka-Garde grüßt anläßlich des Staatsfeiertages das slowakische Volk und dessen Verbündete, an der Spitze das deutsche Volk, Wir grüßen die nationale Gemeinschaft, die europäische Gemeinschaft gegen die bolschewistische Gefahr, die sich um Adolf Hitler gesammelt hat. Wir grüßen alle diese Einheiten des neuen Europa, die entschlossen sind, für die Ideale der Väter und für das neue Europa zu kämpfen; Blut, Leben, Freiheit und alles gibt dafür der ehrliche Slowake.“
Hartnäckiger Widerstand gegen Sowjet-Großangriffe
Deutscher Dampfer von britischen Flugzeugen in spanischen Hoheitsgewässern versenkt
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 13. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Der Schwerpunkt der sowjetischen Großangriffe Hegt unverändert im Südabschnitt der Ostfront. Unsere Truppen leisteten dort dem mit überlegenen Kräften angreifenden Feind hartnäckigen Widerstand und wiesen auch gestern zahlreiche Angriffe in schweren Kämpfen ab. In den Einbruchsräumen südwestlich Kriwoi Rog, südwestlich Uman und im Raum östlich Tarnopol wurden Angriffsspitzen der Bolschewisten nach Ab-
Drahtbericht unseres Vertreters Stockholm, 13. März. „Allein schon ? Tatsache, daß i c h den Oberbefehl über
i if he ~ InVasi0nsarmee übernom!I, ° n ! schuß r einer größeren Anzahl feindlicher sollte für euch ein Beweis dafür sein. p anzer aufgefangen. Bei diesen Kämpfen hat
eine abgeschnittene Kampfgruppe unter Führung des Oberst Bregenzer das Vor-
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.. ^ v on unserem Vertreter 'allen °zi,f V' ^ arz ' Nachrichten aus Süd- ^ssrhiri ga werden die italienischen tien noch * In ^ alta ' Algier und Alexan- Krieasm lm ™ er von Einheiten der alliier- b Sch uBhD änne Bewacht, die ihre Kanonen htlUen. n r i e ! tschaf ‘ gegen die Italiener •üthte, Hjn Caze ihg verstärken sich die Ge- ^hiffe ai|f e ' n Teil der italienischen Ssi di» w,- . rt Befindet. Offenbar drän- Jets auf Auslieferung.
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dringen vielfach überlegenen Feindes mehrere Tage aufgehalten, sich dann zurückgekämpft und auch dabei noch 25 feindliche Panzer im Nahkampf vernichtet. In den schweren Abwehrkämpfen der letzten Tage haben sich im Raum Östlich Tarnopol die 1. H-Panzer-DiVision „Leibstandarte ff Adolf Hitler" unter der stellvertretenden Führung des Obersturmbannführers Lehmann und die thüringische 7. Panzer-Division unter Obert Dr. M a u ß hervorragend bewährt. Eine Schlachtfliegerstaffel unter Führung von Hauptmann Knfier zeichnete sich ebenfalls besonders aus.
Im mittleren Frontabschnitt kam es nur zu Gefechten von örtlicher Bedeutung. In den erbitterten Abwehrkämpfen an der Smo-
Haßparolen gegen das deutsche Volk
Wutwelle der Rooseveltclique und britischer Politiker
Von unserem Vertreter ws. Lissabon, 13. März. Der Vernichtungswille der Anglo-Amerikaner dem deutschen Volk gegenüber tritt von Tag zu Tag k r as " ser in Erscheinung. Es käme, so erklärte der britische Politiker Rogers, nicht darauf an, ob Deutschland bedingungslos kapituliere oder ob man dem Reich nach außen hin günstiger erscheinende Bedingungen gewähre Das Entscheidende sei, daß man erst einmal Deutschland ganz gleich auf welchem Wege machtlos mache. Es würde dann leicht sein, es für immer und für alle Zeiten zu entwaffnen, man müsse den Deutschen endgültig das Genick brechen-
Das deutsche Volk wird diese offenherzige plumpe Drohung nicht vergessen und sich ihrer am Tage der endgültigen Abrechnung genauestem erinnern. Man möchte auf alliierter Seite - das ist der Wunschtraum des britischen Artikelschrei b ers _ das Diktat von 1918 jedoch in noch verschärfter Form wiederholen. Die lat- sache. daß der Krieg im übrigen nicht etwa wie eine billige und wenig geistreiche anglo- amerikanische Agitation immer noch zu behaupten versucht, allein dem Natl °" a J* sozialismus sondern dem gesamten deut- sehen Volk gilt, bestätigt auch erneut der amerikanische Schriftsteller und Politiker Robert Harks in der Zeitschrift ■■ Esc l' ] • Niemand darf denken, so erklärt er, daß d e Bedrohung ausgelöscht wäre we ™ Nationalsozialisten beseitigt und ausgemer t sein würden. „Deutschland ist nur ein ® Eisberg von dem lediglich ein Teil zu sehen sei, und bis er nicht völlig auseinanderge- schlagen und zerstört ist, wird er j 1 "™« noch eine Gefahr darstellen. ,. Aus dieseI " Grunde fordert Harks eine rücksichtslose Beseiticiunq des Deutschtums.
Auch der Haß der Roosevelt-Clique gegen das deutsche Volk offenbart sich in besonders kennzeichnender Weise, und z ^ ar sonders in der „New York Times die dem USA.-Präsidenten äußerst nahe sf ® b _ Rücksichtslosigkeit und Starke * on "* * n besiegtes Deutschland in Schach <
heißt es in einer Veroff ® nt,Ich !J." g , ors pjp ters aus der Feder Deem Taylor*. Die
Alliierten würden sich heute scho
vorbereiten, das ganze deutsche Volk zu vergewaltigen.
Anders haben wir die Haßgemeinschaft unserer Gegner nie eingeschätzt. Gerade darum wissen wir auch, daß^ es kein Ausweichen vor diesem Krieg gegeben hat und daß es keine Ruhe geben wird, bis dieser Streit stur zu Ende gefochten ist und die feindlichen Großmäuler zum Schwe.igen gebracht sind.
lensker Autobahn hat die württembergisch- badische Sturmdivision unter Generalleutnant Traut besondere Abwehrerfolge errungen. Der Feind verlor im Abschnitt dieser Division in der Zeit vom 5. bis 8. März über 4000 Tote, 43 Panzer 45 Geschütze und zahlreiche andere Waffen.
Bei der Fortsetzung ihrer vergeblichen Angriffe nordwestlich Newel, im Raum von Ostrow und an der Narwa-Front hatten die Sowjets wieder hohe Verluste. Eigene Gegenangriffe südwestlich Narwa verliefen erfolgreich.
Im Finnischen Meerbusen beschossen deutsche Zerstörer auf der Halbinsel Magerburg sowjetische Stellungen und Nachschuhverbindungen mit guter Wirkung.
In Italien kam es bei beiderseitiger lebhafter Späh- und Stoßtrupptätigkeit zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung. Das Feuer unserer Fernkampfartillerie verursachte starke Explosionen und ausgedehnte Brände in den feindlichen Landesteilen im Raume Anzio—Nettuno.
Britische Bomben- und Torpedoflugzeuge grilfen am 12. März in spanischen Hoheitsgewässern vor der Ebro-Mündung den deutschen Dampfer „Kilissi" an. Das Schiff geriet in Brand und ging verloren.
Einige britische Störflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben auf Orte in Westdeutschland.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen Ziele an der Südküste Englands an.
Mißglückte Ehrenrettung ßamirez'
Umständliche und unglaubwürdige Erklärung des Expräsidenten
Drahtbericht unseres Vertreters
kr. Madrid, 13. März. Der von seinem Posten als Staatspräsident von Argentinien vor einigen Tagen zurückgetretene General Ramirez hat soeben eine öffentliche Erklärung abgegeben, in der er die Gründe für seinen Rücktritt zugunsten des Generals Farrell darzulegen versucht. Gleichzeitig ist er bemüht, sich von dem ihm mit Recht gemachten Vorwurf zu reinigen, er habe nur unter dem brutalen. Druck der Vereinigten Staaten gehandelt, als er den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der argentinischen Regierung, Deutschland und Japan vollzog. Ramirez sagt u. a.: „Bei mehreren Gelegenheiten habe ich privat und öffentlich gesagt, daß ich sofort von meinem hohen Amt zurücktreten würde, sobald ich bemerken sollte, nicht mehr das Vertrauen der nationalen Streitkräfte weiterhin zu genießen." Er erklärt dann weiter, daß sich die Stimmung der Offiziere der Garnison von Buenos Aires, in Liniersats, Palomars, La Plata und auf der Militärschule auf dem Campo Mayo gegen ihn gewandt habe, und daß General Farrell diese zum Ausdruck gebracht habe.
In der Nacht zum 25. Februar 1944 habe man ihn nach zahlreichen Besprechungen mit Offizieren im Kriegsministerium aufge- fordert, seine Vollmachten an Farrell zu übertragen. Ramirez teilt weiter mit, daß schon mehrere Wochen zuvor, als Argen
tinien die Beziehungen zur Achse abbrach, die Offiziere ihm erklärt hätten, daß sie nicht an eine angebliche Spionage deutscher und japanischer Agenten glaubten, sondern daß es nur der Druck der nordamerikanischen Regierung sei, der Ramirez zu diesem Schritt bewogen habe. Er, Ramirez, habe kurz darauf den Offizieren mitgeteilt, daß er demnächst drei Erlasse unterzeichnen werde bzw. schon unterzeichnet habe, die das Kriegsrecht verkünden, Deutschland und Japan den Krie^ erklären und die allgemeine Mobilmachung anordnen sollten. Er habe sich vergeblich bemüht, die „irregeführten Offiziere" von ihrem „Irrtum" zu überzeugen.
Ramirez wird mit seiner ebenso umständlichen wie unglaubwürdigen Erklärung auch den Interessen der USA. nicht nützen. Denn nun hat Washington ja sein Ziel erreicht: Argentinien hat die deutschen und japanischen Diplomaten ausgewiesen. Aber trotzdem hat es jetzt selbst die diplomatischen Beziehungen zu Argentinien abgebrochen. Ramirez hatte geglaubt, die nationale Würde seines Landes den Wünschen Roose- velts opfern zu müssen. Jetzt bleibt ihm nur ein kläglicher Rückzug übrig, der ihm nicht einmal gelungen ist. Ueber die „deutschen und japanischen Spione" lacht heute jedes Kind in Argentinien, zumal nicht ein einziger stichhaltiger Beweis für eine solche Spionagetätigkeit beigebracht worden ist und auch nicht beigebrächt werden kann.
Die ötdHWtqdktaft 4 e» Heulte»
Fünf Jahre Protektorat und selbständige Slowakei
Von Bernd W. Beckmeier
Zu einem Zeitpunkt, an dem die politischen Programme der Gegner Europas durch das Schicksal der zu ihnen geflüchteten Emigrantenregierungen ihrer tendenziösen Entstellung beraubt werden und englische Parlahientarier ihren Premier des vorsätzlichen Betruges in jener Stunde an- klagen, als er seine Unterschrift unter die Atlantik-Charta setzte, muß es von besonderem Reiz sein, die Stellung Deutschlands gegenüber den Lebensrechten der kleinen Nationen darzustellen Um die Möglichkeiten eines Beispiels zu nutzen, kommt dem Chronisten die Tatsache willkommen, daß diese Erörterung nicht eines aktuellen Anlasses entbehrt, da sich am 15. März zum fünften Male der Tag jährt, an dem Böhmen und Mähren dem Reich als Protektorat anvertraut wurde und die unabhängige Slowakei zum ersten Male in ihrer Geschichte Gelegenheit erhielt, unter dein Schutz Deutschlands ihr staatliches Eigenleben zu entwickeln, Ein Vergleich zwischen der Aufgabenstellung jenes Tages urjd der heutigen staatsrechtlichen Form des Protektorats erweist sehr deutlich, daß die deutsche Führung bei der Abgabe ihrer Versprechungen nicht etwa jene Täu- schungsabsicht im Hintergrund hielt, die beispielsweise der Atlantik-Charta — wie sich jetzt immer mehr erweist —zugrunde liegt. Der Führer sprach im März 1939 den Wunsch aus: „Den wahren Interessen der in diesem Lebensraum wohnenden Völkern zu dienen, das nationale Eigenleben des deutschen und tschechischen Volkes sicherzustellen, dem Frieden und der sozialen Wohlfahrt aller zu nützen“. Das Bild des heutigen Protektorats macht deutlich, wie sehr es der deutschen Führung in jedem Falle ernst mit ihren Zusicherungen gewesen ist, als sie erstmals an praktischen Beispielen erweisen konnte, _in welcher Form sie die Ordnungsaufgabe des Kontinents auffaßte.
Das tschechische Volk reift immer mehr in der Erkenntnis, daß die Bildung des Protektorats nicht etwa irgendwelchen, von feindlicher Seite unterschobenen Annek- tionsgelüsten des nationalsozialistischen Deutschlands diktiert wurde, sondern ihre Ursache in den tiefen reichsgeschichtlichen Beziehungen hat, die Deutschland mit diesem Raum verbinden. Aus dieser Erkenntnis ging das tschechische Volk in Ruhe seiner Beschäftigung nach, in der Gesamtheit unbeirrt durch Störungsversuche der zu den Feinden emigrierten Clique um Benesch, uiid muß heute, trotz der viereinhalb Jahre eines erbitterten Ringens des Reiches um sein Dasein eine verhältnismäßig günstige Entwicklung auf allen Lebensgebieten feststellen. Das Reich faßte seine Führungsaufgabe nicht etwa als Pflicht zum Verwalten auf, sondern beließ nach der unter dem stellvertretenden Reichsprotektor Heydrich eiageleiteten-Verwaltungsreform den Reichsorganen neben, der Reichsaufsicht über die autonomen Behörden nur gewisse Angelegenheiten der unmittelbaren Verwaltung, während die administrative Arbeit in ihrer ganzen Breite dagegen im Rahmen der autonomen tschechischen Verwaltung ausgeübt wurde. Staatsminister Karl Hermann Frank wertet dies als einen Vertrauensbeweis gegenüber der tschechischen Beamtenschaft und kann dies um so mehr tun, als die autonome Verwaltung nur mit einem ganz geringen Prozentsatz deutscher Beamten durchsetzt ist.
Nachdem sich die Wirtschaft des Protektorats zu einem wichtigen Bestandteil der gesamtdeutschen Wirtschaft entwickelte, Wurde die unsinnige wirtschaftliche Zersplitterung in diesen Teilen Mitteleuropas aufgehoben und dem tschechischen Volk die einzige Möglichkeit erfolgreicher Zukunftsentwicklung eröffnet. Das deutsche Vorbild der Sozialpolitik rückte dabei den Lebensstand der breiten Massen der tschechischen Arbeiterschaft weit über den früheren Stand hinaus. Von den Stellen des Reiches wurde besonderer Wert darauf oelegt, dem tschechischen Volk auf kulturellem Gebiet eine völlig autonome und von keinerlei deutschen Einflüßen umgebene Selbständigkeit zu gewähren, die aus der tiefen Achtung des Reiches vor der Vielfalt und dem Reichtum Europas an kulturellen, den jeweiligen Völkern angepaßte und aus ihnen heraus geborenen Kulturleistungen entspricht. Aus Anlaß des Jahrestages betont der tschechische Minister für Schulwesen und fürVolks- aufklärung, Emanuel Moravec, die günstigen Ergebnisse einer derartigen Kulturpolitik des Reiches, die trotz kriegsbedingter Erschwernisse einen starken Aufschwung des Kulturlebens in Böhmen Und Mähren erreichen ließ.
Die Parallelität der Bildung des Protektorats und des Staates der selbständigen Slowakei ergibt jedoch in einer Beurteilung der europäischen Ordnungspolitik des Reiches besonders einleuchtende Gesichtspunkte. Während Böhmen und fahren aus dem geschichtlichen Empfinden heraus dem Reich eingegliedert wurden, zeigt das Beispiel der Slowakei, wie sehr Deutschland bemüht ist, die Lebensrechte der kleinen. Nationen zu sichern, sofern sie sich ihrer europäischen Aufgabe bewußt sind, also jene natürliche Gegnerschaft der Völker des Kontinents gegenüber allen europafeindlichen Elementen nicht durch ihnen unnatürliche, von der feindlichen Agitation begünstigte Strömungen verdeckt. Die Slowakei erkannte aus ihrem europäischen Empfinden heraus die Frontstellung der, Anglo-