Ausgabe 
(13.3.1944) 72
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parteiamtliche Tageszeitung

IfhSSii B® AmisbWt de s Regierenden Bürgerm eiaters der Freien Hansestadt Bremen

? n ?’Jee’«..i e !«!

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblati des Reichsstalthalters in Oldenburg und Bremen

SS Nr. 72 • 14. Jahrgang

Plan '“«H ■ —

Montag, den 13. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Vir werden diesen Schicksalskampf bestehen

Großdeutsch fand gedachte seiner gefallenen Helden — Großadrniral Dönify sprach zum deutschen Volk

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«che WerUtitt« r Im Mittelpunkt aller dieser Veranstaltun- nSaSS'- 1 !«” stand eine würdi 9 e Gefallenenehrung Voransseüiig' [Militärischen Gepräges,am Ehrenmal Unter “ögl. so(. «[% Jen Linden in der Reichshauptstadt, wo der teria” 08 ' 1 -"fk'Dberbefehlshaber der Kriegsmarine, Groß- rurdSimtidiwral Dönitz, den Kranz des Führers Ala Anaiprirtliederlegte. Vertreter des Oberkommandos H., Bremen. J e r Wehrmacht, der Reichsleitung der NS- D die* Cebe*Ir t «tm , i 1 ^ AP ' der Raic hsregierung, der Wehrmacht- gehendar WfrtOü,leile einschließlich der Waffen-ff, der Stadt Beaufsiehiignsj / Berlin und der die soldatische Tradition fort SD B(Ktta!n!| ,ä * lrenden Verbände wohnten der Feier bei.

fordnlietn [it-, _ . . , , _ ., ,

5«'G 52 ai Ala sei Feierstunde im Rundfunk

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Negativ - RiIsuOh: In einer Feierstunde des Deutschen Rund- Mthnn'sMwfe s P rach der Oberbefehlshaber der geiuclit. Arbeite Kriegsmarine, Großadipiral Dönitz, zum dem Steintor ia_ äeutschen Volk. Die Rede des Großadmi- ^SladHranspadt £ * iatte f°'9 en(ien Wortlaut:

& Sohn LaaeaacSn

5 24M. ’ 1 n Deutsche Männer und Frauen!

MSgliehst per iiliri: ‘

znverläss; Laatoif i.Zum fünften Male gedenken wir in die- 4- n. 6-Toaaar HA sem Krieg unserer Toten, der gefallenen unt™T sssT bilden an ad en Fronten, zu Lande, auf allen Kraftfahrer ös 4 7 ' Meeren und in der Luft. Wir gedenken der gesucht. Carl Air hingemordeten Männer, Frauen und Kinder

.miiles-Hypothe j n . und *' !ll, *rit unserer Heimat, die der Luftterror uns ofnrt. h timten. n,en. Baiint'tr.. , T ' ,

ng, evtl, auch Wir tuchen liplaH|“wnen hat. In Ehrfurcht verneigen wir Möbelträger Kartns vor ihrem Opfer und tragen ihren Ver-

'dÄ*l!§“ St in stolzer Tr wer.

Tranepartarheitir, Irr| Heute weiß jeder, daß wir in einem mit- osen R ' n 9 en größter Härte und von Heizer für khiifß. flmBtem Ernst stehen. Die Geschehnisse die- mir mor?« S- 1 ses Krieges und die brutalen Ziele unserer Tri r '-iGegner, die sie unverhüllt aller Welt nen-

tHtt riet“ ^ben uns gezeigt, worum es geht. Die- Lnst hat, «ich P sen Krieg haben unsere Gegner uns aufge- Ä*:? Wun ® en- rd cksichtslosem und skrupel- v/r4gn mH. Kn* 1 j osem Egoismus, scheinheilig das schützende LangensfraBe!■-.Interesse für die Nation der Polen vor- n,eh, Mflt ft 1 ! e '’ end ' haben sie verbieten wollen, daß »rhpit Gustav Fc Deutsche sich mit deutschen Brüdern ver- HemelW 11 ' * lnei1 ' Der wahre Grund war ihre Furcht J or der Kraft des geeinten deutschen Vol- JUngert war ihre Erkenntnis, daß unsere so-

rinl Sr; Gemeinschaft die größte weltanschau- Fnm'& 's ihren Materialismus und

fprncr „ entw ürdigende jüdische Menschenver-

arbpiten !«“"'•(; sdavung ist.

nilvd. Babuirri 10 ?'’ E'barmungslos und unabwendbar geht es Maschinena'bJ*^ a ia diesem Krieg um den Bestand oder

dnb. Berlin, 12. März.

schrieli,, I( , Male in diesem Kriege gedachte das deut- Zeng;,:.,.' sche Volk am Heldengedenktag 1944 seiner erbfV il ' MI 'h- Gefallenen. All denen galt unser stilles Ge- "ntcrVa'Jy denken, die an den Fronten wie in der Hei- Kautl ». Anny^' mal für Jes Reiches Zukunft und Größe, er-

3*'-"; Ai «i» iällt vom Glauben an den Sieg, Ihr Leben AiSfef geopfert haben. So waren die ln Stadt und Referenzen m“ Land abgehaltenen Gelallenenehrungsfeiern t ,i- L -b , li«f" j er Partei und der Wehrmacht ebenso denen lä^'nA v * 5 geweiht, die auf den Schlachfeldern des ;igen Völkerringens und des Weltkrieges Fov!f r ' ® l,| rs.- ihre letzte Ruhestätte fanden, wfe denjenf- Lahrilng^ JT gen, die wir als die Blutzeugen der Bewe- rieti Xiensiir gung 'und als die Opfer eines unmensch- Groflhandel ia |j c hen feindlichen Luftkriegsterrors der hei-

die Abwehr unserer jetzigen kompromiß­losen Weltanschauung fehlte, wären wir längst der Belastung dieses Krieges .erlegen und der erbarmungslosen Vernichtung unse­rer Gegner ausgeliefert worden..

*W* r wissen deshalb, daß jeder von uns der Wächter dieses kostbaren Gutes, dieser Einheit unseres Volkes, dieser bedingungs­losen Treue zu unserem Führer sein muß. Jedes, auch nur geringste Abweichen hier­von ist eine Minderung unserer Kraft und eine Stärkung des Gegners. Je entschiede­ner und bedingungsloser jeder unsere na­tionalsozialistische -Gemeinschaft und Füh­rung bejaht, desto mehr kann er, durch keinen Dualismus in seiner Brust gehemmt und geschwächt, sein ganzes Herz, seine

ganze Ueberzeugung in die Erfüllung seiner Pflicht werfen und um so größere Leistun­gen Volbringen.

In dieser Einheit zwischen Führung, kämpfender Front und Volk in der Heimat liegt unsere ungeheure Kraft; in dieser Ein­heit sind wir unbesiegbar. Durch diese un­beirrbare Haltung, welche Opfer und Prü­fungen dieser Krieg auch von uns noch for­dern mag, werden wir einen deut­schen Frieden erringen, den Frieden eines stolzen, durch die Not zusammen­geschweißten Volkes mit neuer großer Zu­kunft, in wahrer nationaler und sozialisti­scher Gemeinschaft.

In dieser unbeirrbaren, starken und treuen Haltung sind wir allein auch unserer Ge­

fallenen würdig. Nur wenn wir so defiken und handeln, brauchen wir uns ihier nicht zu schämen und ehren sie heute am besten. Dann ist auch der tiefe Sinn ihres Opfer­todes erfüllt, und Schmerz und Trauer um die Verlorenen weichen der Erkenntnis, daß das Opfer der Gefallenen nicht umsonst war und ihr Leben sich verklärt vollendet hat, damit unser Volk, unsere Kindei und Enkel leben können.

Deshalb können wir heute unseren gefalle­nen Helden nicht besser danken und sie nicht besser ehren, als daß wir geben wollen eigene höchste Opferbereitschaft bis zum Siege und unbeirrbare Treue zu Volk und Führer."

■zip, Zahntechni . Fachkräfte der er Art, Vulkalii- her. - Maschinen-. ). Adremapräger ier(innen), Kon- r- und Lohn- I. Kontoristin- nnen, Landwirte Hdung. — Ein nl den besetzten

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r bzw. Bucbhal- :en Antritt. An i8 981

■rgisch, ' zuver- i Tage, fiir nn- femelingen ges. Bewerbungen an Jemelingen, Ruf

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id sucht zur 60- lung folgende arbsiter für das reilelieferimgen, enh. Bürokräfte tung, Eingangs- 1. Bewerb, mit nterlagen nnter Ala Anzeigen ien, erbeten. ir qualifizierte il. Kräfte ge*, richten an die

Die Invasion eine „recht einfache Sache

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Eisenhower und Monlgomery berauschen sich an Siegesprahlereien — „Auf Wiedersehen östlich des Rheins "

isig arbeitende - Behr.e 4 Co Fleetraile 78. k Mitteldeutsch Braunschweigs üglichsten An- abellierer und izw. Sprtierer, nen (auch zum riiferinnen. Be- nach innerlie- •ichtlinien. Be- 'rberinnen, de- chert ist, wer- rerbnngen mit n Unterlagen eugnisabsebrif*

d • Angabe der sowie d. fruüe- ins zu richten Spedition Ed.

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Eigener Bericht

BZ. Berlin, 12. März. „Ich hoffe, euch östlich des Rheins wiederzusehen!" Diesen Wunsch sprach der nordamerikanische Ge­neral Eisenhower, der Oberkomman­dierende der anglo-amerikanischen Trup­pen in Europa, auf dessen Schultern die Verantwortung für die geplante Invasion lastet, vor 'Offizieranwärtern eines . eng­lischen Panzerkorps während einer Parade in Sandhurst aus. Und er fügte so gleich, da ihm die Erfüllung seiner gewagten Pro­phezeiung doch wohl nicht so ganz hun­dertprozentig zu sein schien, hinzu: „Unsere Luftstreitkräfte sind dabei, die Deutschen weichzumachep. Es bleibt jedoch noch vieles zu tun."

Sein erster Gehilfe, der englische General Montgomery, dessen Offensive in Ita­lien in Blut und Schlamm stecken gehlie­ben ist, wolte seinem Herrn und Meister nicht nachstehen und verstieg sich sogar in einer Ansprache vor englischen Rü- stuhgsarheitem zu der gr.oßntäulüjen haUptungr „Wir haben den Feind jetzt zu fassen bekommen, Und er wird uns nicht mehr entweichen können. Das einzig Un­gewisse ist heute die Frage, wann der Krieg beendet sein wird. Ihr könnt euch euren eigenen Zeitpunkt wählen und euer Geld darauf setzen." Wenn er oft gefragt werde, so fuhr Montgomery fort, wann die Zweite Front endlich beginne, dann antworte er immer daß die Zweite Front be­

reits begonnen habe. Ob Stalin diese Auffassung teilt, dürfte auf einem anderen Blatt stehen. Jedenfalls haben die deutschen Divisionen in Frankreich noch nichts von einer Zweiten Front bemerkt.

Der ehrenwerte General überschlug sich aber geradezu in seiner Prahlsucht, als er in bezug auf die Kämpfe in Italien, für deren Mißerfolge er in erster Linie verant­wortlich ist, kurzerhand erklärte: „Ich fuhr mit meiner 8. Armee übers Meer und kämpfte gegen die Italiener in ihrem eige­nen Mutterland. Das war eing ganz ein­fache Sache, bei der es keine Schwierig­keiten gab." Wie werden sich die engli­schen Truppen freuen, wenn sie hören,..daß die mörderischen Kämpfe bei Cassino und die schweren Schläge, die ihnen von der deutschen Luftwaffe laufend bei Anzio und Nettuno zugefügt werden, „eine ganz ein­fache Angelegenheit sind, bei der es keine Schwierigkeiten gibt".

Im selben Atemzuge ‘aber fuhr Mister MLonlgomery, der famose, BJitzsJjat.ege, fort: „Das gleiche vollzieht sich heute in Deutschland. Wenn die Deutschen unserer Meinung nach auf dem moralischen Stand­punkt angelangt sind, den wir brauchen, werde ich meine Soldaten über den Kanal führen und dann mit den Deutschen eben­so verfahren wie mit den Italienern. D i e ganze Sache wird recht einfach sein und Schwierigkeiten wird es dabei überhaupt nicht geben."

Genau so hat sich der kleine Moritz die Invasion auch vorgestellt. „Die ganze Sache wird recht einfach sein!" Das Wort wollen wir uns merken. Im übrigen sei dem von seinem Siegestaumel schon im Voraus trun­kenen britischen General die nüchterne Feststellung entgegengehalten, daß er es, wenn er seine Soldaten über den Kanal füh­ren sollte, nicht mit Italienern zu tun hat, in deren Reihen sich schon das Gift des Ver­rats eingefressen hatte und denen durch Sa­botage und Feigheit das Rückgrat gebrochen war, sondern mit deutschen Grenadieren, Panzermännern, Fliegern und Matrosen, die geradezu darauf brennen, mit den Englän­dern und Amerikanern abzurechnen. Inter­essant ist auch das Eingeständnis Mont- gomerys, daß die Luftwaffe der anglo-ameri- kanischen Bomber auf das Reichsgebiet nicht der Zerstörung von »kriegswichtigen Indu- striezielen,;'sondern einzig der Zermürhung der moralischen Widerstandskraft des deut­schen Volkes, also der Vernichtung von Menschenleben und Wohnstätten dienen.

■ Zu. B.egijin dieses Krieges kreierten die englischen Soldaten in Ermangelung .eines richtigen Soldatenliedes den arroganten Schlager: „Wir werden unsere Wäsche an der Siegfriedlinie aufhängen". Sie haben ihre Wäsche wohl hinter den deutschen Linien aufhängen dürfen, aber ausschließlich hinter dem Stacheldraht von Kriegsgefange­nenlagern. Daran wird sich Eisenhower er- inern dürfen, wenn er seine Truppen „öst­lich des Rheins" wiederzusehen hofft.

„Heute steht der Verbrecher demaskiert da!"

Schärfste Angriffe auf Churchilf im Unterhaus — Atlantik-Charta nur ein „diplomatischer Trick"

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ioop, Bremen Tel 2 79 93.. en suebt Bijro- adlen Kontor- n . F 58 380. mehni»B «neni

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A «!f r " te 'Brth" f Feinda aufp 396 ist ' den Ansturm unserer »«%-■ a «f Eurona abzuwehren. Die Flut

e in diesem Kriege zum technisier^, 115 ln , fcd 9 e der planvollen Kriegs- ^henmeim 119 lbres Landes zu ihren Men- Aismaß genauc h Kriegsmaterial in großem auar, 1 Verfügung haben, hätte unser ^hSeschwpm 0 ,!!, 61 und die Kultur Europas

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Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

goe. Berlin, 12. März. Aus zahlreichen eng­lischen Veröffentlichungen wird langsam bekannt, daß die Sitzung .des Unterhauses am Donnerstag, auf der Churchill einige len­denlahme Erklärungen abgab, keineswegs so reibungslos vonstatten ging, wie es der Oef- fentlichkeit durch die britische Agitation weisgemacht werden sollte. Man erinnert sich, daß die Rede Churchills eine offene Absage an die Grundsätze der Atlantik- Charta darstellte und daß sie darüber hin­aus eine Erklärung der britischen Unterwür­figkeit vor den Wünschen Stalins war.

Es liegt auf der Hand, daß die Preisgabe eines so grundlegenden Dokumentes, wie es die Atlantik-Charta für die anglo-amerika- nische Politik darstellte, nicht ohne Erschüt­terungen abgehen kann. Tatsächlich ist auch aus dem eigenen Lager stärkste Kritik an Churchill und seiner Desperadopolitik geübt worden. Das zeigt sich jetzt in den vorlie­genden genaueren Nachrichten über den Verlauf der Sitzung, die Reuter seinerzeit geflissentlich verschwiegen hatte.

Churchill bekam eine Menge unangeneh­mer Wahrheiten von den Abgeordneten zu hören. Er mußte sich von dem Abgeordneten MacGovern sagen lassen, daß England heute einen Premierminister besitzt, „der die Ver-

Eichenlaub nach dem Heldentod

dnb. Berlin, 12. März. Der Führer ver­lieh am 6. März das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Oberfeld­webel Gustav Stühmer, Zugführer in einem norddeutschen Grenadier-Regiment, als 422. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Oberfeldwebel Stühmer, der das Kitte*- kreuz des Eisernen Kreuzes Ende 1942 für die Zerschlagung eines feindlichen Brücken­kopfes über die Newa erhalten hatte, bekam am 18. Januar 1944 den Auftrag, mit rasch zusammepgerafften Kräften, insgesamt etwa 40 Mann, einen Einbruch des Feindes auf den Dudenhofer Höhen südlich Leningrad abzuriegeln. Wegen des dichten Baumbe­standes am Hang der Hohe konnte die eigene Artillerie nicht gegen die sowjeti­schen Stellungen wirken und die Sowjets nur *m Nachschieben von Verstarkl “,? en hindwn. Trotzdem entschloß sich der Ober­feldwebel nach eingehender Erkundung selb- ständig über seinen Auftrag bmausmit sei nen schwachen Kräften einen Versuch zur Wiedereroberung des beherrschenden Hohen

^Seinen Grenadieren weit voraus, stürmte Oberfeldwebel Stühmer im stärksten feind­

brechen entschuldigt, die in diesem Kriege begangen werden“. MacGovern bescheinigt Churchill ferner, daß er nur „eine Mario­nette in den Händen Stalins“ sei. Er sei ein „Meister im Nichteinhalten von Verspre­chungen“. Ueber die Atlantik-Charta sagte MacGovern, sie sei von den anglo-amerika­nischen Regierungen nur als „ein großer diplomatischer Trick, um die Weltöffent­lichkeit gefangenzunehmen“, benutzt wor­den und als eine „schändliche, an die Welt gerichtete Proklamation, um Sympathie für England in einer gefährlichen Zeit und in Stunden der Verzweiflung zu gewinnen“.

Wenn Churchill ehrlich gewesen wäre, so hätte er, wie MacGovern sagte, offen zu­geben müssen, daß seine Krankheit in Tehe­ran „nicht nur die physische, sondern auch die politische Krankheit eines Mannes ge­wesen sei, der wußte, daß er gewissenlos und ohne, daß er etwas daran ändern könne, in eine bestimmte Lage getrieben“ werde. Vergleiche man die letzten Erklärungen Churchills- mit dem, was er 1939 gesagt habe, so sehe man, daß er jetzt alle seine hochfliegenden Phrasen von damals ab­schütteln wolle. Ja, Churchill spreche heute nur in verächtlichster Weise über die Ver­sprechen, die seine Regierung den verschie­denen Nationen damals gemacht habe. Was

liehen Feuer den steilen Hang hinauf, kämpfte ein Schützennest nach da!m ande­ren, eine MG.-Stellung nach der anderen nieder und säuberte in erbittertem Nah­kampf den gesamten Höhenblock. 350 tote Bolschewisten, die allein auf dem Nordteil und am Nordhang der Höhe gezählt wur­den, zeugten von der Schwere des Rin­gens. Als die Sowjets erneut versuchten, die wichtigen Stellungen wieder in ihre Hand zu bekommen und gleichzeitig mit starken Infanterie- und Panzerkräften öst­lich und westlich der Höhen nach Süden vordrangen, hielt Stühmer mit seiner Hand­voll Männer die Höhen den ganzen Tag über und schlug alle Angriffe blutig ab. Erst am nächsten Morgen ging er auf Be­fehl in die inzwischen gebildete neue Ab- wehrlinie zurück. Auch in den weiteren Abwehr- und Absetzkämpfen südlich Le­ningrad zeichnete sich Oberfeldwebel Stüh­mer wiederholt besonders aus, bis er am 16. Februar 1944 den Heldentod fand.

Oberfeldwebel Stühmer wurde am 8. April 1914 als Sohn eines landwirtschaftlichen Arbeiters in Elsfleth in‘Oldenburg geboren und war im Zivilberuf Ziegelei- . arbeiter.

die Atlantik-Charta angehe, so sei ihre voll­kommene Gegenstandslosigkeit schon da­durch erwiesen, daß Churchill jetzt plötzlich erkläre, sie gelte nicht für Deutschland, nachdem man schon früher zugegeben habe, daß sie auch auf die britischen Kolonien nicht zu Anwendung kommen solle. Für wen aber solle sie denn dann überhaupt Gültig­keit haben?

MacGovern sagte weiter: Wenn Churchill heute erkläre, daß der Krieg noch bis 1945 oder 1946 dauern könne, so klinge das we­sentlich anders, als das, was er dem bri­tischen Volk in den Jahren 1936, 1937, ,1938 und 1939 weisgemacht habe, um zum Kriege gegen Deutschland zu hetzen. Da­mals habe er erklärt, daß es Deutschland an allen Rohstoffen, an Lebensmitteln, Oel

(Fortsetzung auf Seite 2)

UnMtim Vetßändete

Von unserem Berliner Vertreter Bernd ^eckmeier

Die seelische Größe eines Volkes deutet sich in dem Grad der Verpflichtungen, die es aus dem Opfertod seiner Soldaten zieht, um sich zur Erfüllung dessen einzusetzen, für das die Gefallenen ihr Leben hingegeben haben. In einem harten, kompromißlosen Ringen wie dem gegenwärtigen kann dargm der Heldengedenktag nur seinen Sinn in der Wandlung fassungsloser Trauer zum selbst­losen Einsatz haben. In der Stunde, in der Großadmiral Dönitz am Sonntagvormittag den Kranz des Fühlers am Ehrenmal unter den Linden niederlegte und in die stille Nachdenklichkeit der Totenehrung der feste Marschtritt des Wachbataillons sinnbild­lich als Mahnung des Lebens und des ge- Genwärtigen erklang, stand das gesamte deutsche Volk in stummer Zwiesprache mit seinen Toten. Es sind -ihrer mehr geworden in diesem Jahr. Neben die O.pfer der Front stellen sich die Gefallenen des Luftkrieges, liingemordet als Blutzeugen der Haltung eines Volkes, das durch den Terror nicht zerbrochen werden kann, sondern in ihm seine stärksten seelischen Kräfte wachgeru­fen fühlt. Mit dem Wachsen der Zahl der Toten verstärken sich jedoch auch ihre Stimmen.

Der Dichter Friedrich Wilhelm Hymmen hat den Satz formuliert, daß in dem Heer seiner Toten dem deutschen Volk sein stärkster Verbündeter gegeben sei. Einer materialistischen Weltauffassung muß ein derartiger Satz paradox erscheinen; denn sie vermag nicht die seelische Tiefe zu er­fassen, die uns mit unseren Toten verbin­det. In den Trpnen der Mütter und der stummen Trauer der Väter’ um ihre Söhne liegt stets ein Abglanz der Unsterblichkeit unserer Gefallenen. Ihr ewiges Leben wird durch ihre stete Mahnung zur festen Realität.

Großadmiral Dönitz sprach am Sonntag in seiner Rede an das deutsche Volk, ge­rahmt durch die Coriolan-Ouvertüre und das ergreifende Lied des guten Kameraden, von dem festen Siegeswillen des deutschen Volkes. Jede Zwiesprache des deutschen Volkes mit seinen Gefallenen mündet- ja in das Versprechen, ihrer Unsterblichkeit dadurch zu dienen, daß niemals das Wort „umsonst" vor dem Heldentod aufzutreten vermag. Diese Negierung des mit dem Le­ben bezahlten kämpfferischen Einsatzes würde eine Schändung der Gefallenen und eine Mißachtung der Trauer bedeuten, die deutschen Frauen und Müttern in den Her­zen wohnt.

„Allein der Gedanke ist furchtbar, daß mein Mann und seine Söhne ihr Leben hin- gegeben haben könnten, ohne daß ihr hei­ßester Wunsch in Erfüllung gehe. Sie star­ben ja in dem Gedanken, durch ihr Opfer mit zum Glück des Volkes beitragen zu können", schrieb eine Mutter dem jungen Kameraden ihres Sohnes. Sie ist eine der vielen, die Ehrfurcht um ihre stille Tap­ferkeit verbreiten. Im ersten Weltkrieg ver­lor sie den Gatten, und in diesem zweiten Völkerringen mußte sie ihre Söhne hin­geben, deren Werden und Sein sie ihr gan­zes Leben gewidmet hatte.

Es entspricht nicht dem Wesen der Front, Gedanken in Worte gefaßt Zusehen, die dem Pathos naheliegen oder die geneigt sind, die rauhe Schale zu durchbrechen, mit der der Soldat sein Innerstes verkapselt. Wer jedoch einmal Briefe von Kameraden des eigenen gefallenen Bruders, Mannes, Sohnes oder Vaters erhalten hat, spürt in diesen Zeilen, daß die Toten mit den Lebenden kämpfen, stürmen un$ siegen. Die wenigen Zeilen mögen in einer kurzen Ruhepause, vor dem Kampf, in einem Schützenloch oder in der Dämmerung einer Kate geschrieben sein, Sie sind Bekenntnisse, wie sie nur im Ge­dankenaustausch Gleichgesinnter geformt werden können.

Es ist tatsächlich so, daß mit der Härte eines Kampfes die Innerlichkeit der Men-

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Deulschhtmlfahrt der ,.Großdeula<hhmd‘'-Kiimpjer. — Aus den verschiedenen Teilen der vieljiillifi zusammengesetzten Division „Grolideutschland“ sind besonders heu iilirte Soldaten aller Dienstgrade zu einer Frontlcämplernbordniing zusummengestellt norden, die im Augen­blick eine Reise durch die großdeulsche Heimat unternimmt. Damit soll fiir eine enge Zu­sammenarbeit zwischen den Angehörigem der Division und den örtlichen Formationen der Hitler-Jugend geworben werden. Die Reise der Abordnung begann in Berlin. — Unser Bild zeigt: Der Befehlshaber des Frsalzheerrs, Generaloberst Fromm, begrüßt die Abordnung, die unter der Führung von Eichcnluublrögcr Oberst Niemack (zweiter von links) siebt.

Aufn.: Scherl