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Parteiamtliche Tageszeitung
Amtsblatt des Regierenden Bürcrermeisferg der Freien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündunejsblaä des Reich ssiaöhaliers in Oldenburg und Bremen
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Nr. 70 • 14. Jahrgang
Sonnabend, den 11. März 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Engländer fordern ein bolschewistisches Europa
Bernd Beckmeier
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Verlegene Ausreden Churchills im Unterhaus zur Abtretung eines Teiles der Italienflotte an die Bolschewisten
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niln | 1 Brahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
„ oe , Berlin, 10. März. Die englische ■***«■ *»*' Zeitschrift „New Leader" lüftet in einem s i a rk beachteten Artikel ein wenig den Schleier von den Zielen, welche die Sowjets II jn Europa anstreben. Es heißt darin, man müsse sich mit der Tatsache abfinden, daß nach einem alliierten Siege „Landesgrenzen trotz der Atlantik-Charta nach strategischen Gesichtspunkten und nicht auf Grund eines | re i e n Volksentscheides iestgelegt“ werden. »• «MRM*fMMRii Was Eie Bevölkerungen wünschten, spiele nsSAN-UdMAauJ dabei keine Rolle. Ein bolschewistisches “ Europa unter Führung der Sowjetunion wäre «»«bt «mmilM die rechte Lösung, so meint die Zeitschrift, j ic diesem Kontinent allein den Frieden NTW bringen könne. Denn ein solches Europa <s >O0>\L wäre gleichzeitig die beste Garantie für die Sicherheit der Sowjetunion. Die Sicher- heilsformel der Bolschewisten lautet: strategische Grenzen plus Volksfrontregierun- iir , - y.Viaen in den an die Sowjetunion angrenzenden
.Währzfiicw Ländern.
I Das heißt, die Katze einmal wirklich aus dem Sack gelassen! Man kann das völlige Abrücken von der Atlantik-Charta nicht mehr klarer zugeben als mit dieser Formel, [daß die Festsetzung der Landesgrenzen im ■ Kachkriegseuropa nicht etwa nach Volkslumsgesichtspunkten, sondern allein nach solchen strategischer Art erfolgen soll. Venn dabei „Volksfrontregierungen" als Patentlösung empfohlen werden, so muß [man daran erinnern, daß die „Volksfront“ für die Bolschewisten von jeher nur die Vorfrucht darstellt, die zu einer rein bolschewistischen Herrschaft führen soll. Man braucht dabei nur än die Volksfrontregie- rung in Spanien zu denken, die sehr bald tu einem roten Regime wurde, ebenso wie die baltischen Regierungen, obschon sie nicht einmal reine Volksfrontregierungen darstellten, sehr rasch in bolschewistische J w l c-yA Regierungen verwandelt werden konnten, der MC15lCr o0«| nachdem es dem Kommunismus erst einmal
kunft der italienischen Flotte in den USA. herauskam, noch ehe dies in England geschah, und als Earl Winterton. fragte, ob nicht „Erklärungen von großer Bedeutung, die die Zukunft der ganzen Welt betreffen", möglichst gleichzeitig durch die Staatsoberhäupter in England und den USA. abgegeben werden sollten, erwiderte Churchill: „Es ist nicht meine Sache, Spielregeln in diesen Dingen festzulegen, die viele Staaten in der ganzen Welt angehen, Staaten, die sich von den dortigen Verhältnissen und herrschenden Umständen leiten lassen."
Sowjetmatrosen nach Malta unterwegs
Churchill hat also zu der ganzen Sache nichts weiter zu sagen, als daß „im Augenblick keine Veränderungen" eingetreten seien. Das ist natürlich insofern richtig, als die sowjetischen Matrosen, die von den italienischen Kriegschiffen Besitz nehmen sollen, aus ihren Schwarzmeerhäfen im Augenblick noch gar nicht auf Malta ein- getroffen sein können. Aber aus den USA. wird bereits gemeldet, daß bolschewistische Schiffsbesatzungen bereits seit Tagen unterwegs sind, um die Schiffsmannschaften der italienischen Kriegsmarine zu ersetzen. Daß
die Uebergabe der italienischen Schiffe an die Sowjets, wie ebenfalls aus den USA. gemeldet wird, ausgerechnet in Malta vollzogen werden soll, ' stellt im Hinblick auf Churchills gewundene Unterhauserklärung geradezu eine politische Pikanterie dar.
Die „Times" sekundiert Churchill, indem sie erklärt, die Sowjetunion wolle in erster Linie ihre Geschwader in den nördlichen Gewässern verstärken, beabsichtige aber nicht eine Mittelmeerflotte aufzubauen. Die Alliierten würden infolgedessen planen, die Sowjets durch Aushändigung von Schiffen aus eigenen Beständen zu entschädigen, die sich für diese hohen Breiten besser als die italienischen eignen würden. „News Chronicle“ schlägt in die gleiche Kerbe und spricht von der Möglichkeit, daß die britische Flotte den Sowjets 50 englische Kriegsschiffe zur Verfügung stellen werde. Bei all diesen Aeußerungen ist nur eines deutlich, daß nämlich die Uebereignung der italienischen Kriegschiffe an die Sowjets für die englische Oeffentlichkeit offensichtlich doch einen schwer verdaulichen Bissen darstellt. Die breite Masse der Briten dürfte keineswegs geneigt sein, dieses Ereignis in ähnlicher Weise ; zu bagatellisieren, wie es der englische Regierungschef versucht, dessen Rolle
als Totengräber des Empire ja' allerdings vor der Geschichte bereits feststeht.
Stalins Ziele gehen noch weiter
Was Churchill jedoch im Unterhaus verschwieg, das erzählen andere um so lauter. Besonders Stalins Beauftragter in Algier, Bogomölow, erklärte, daß die Sowjetunion „nunmehr an dem gemeinsamen Schutz des Mittelmeeres teilnehmen" werde und verkündete damit deutlich, daß die Sowjets keineswegs gesonnen sind, sich in nördliche Gewässer abdrängen zu lassen. Das geht erst recht aus der-neuesten Forderung Stalins hervor, der jetzt auch die Ueberlassung eines Mittelmee-rhafens in Nordafrika fordert, was er kaum tun würde, wenn er nicht in diesem Raum eine eigene Flotte unterhalten wollte.
Die weiterzielenden Pläne des Kreml werden deutlich, wenn man die Bemühungen Bogomolows und Wyschinskis um eine Verbrüderung der sowjetischen und französischen Matrosen betrachtet. Sie lassen klar erkennen, daß Stalin mit dem ihm zugebilligten Drittel der italienischen Kriegsflotte keineswegs zufrieden sein wird, sondern daß er es auch .auf Teile der anglo-ame- rikanischen Einheiten und der französischen Kriegsmarine abgesehen hat.
Verschärfte Abwehrschlacht im Süden der Ostfront
21 Abschüsse über Reval — Fernartilleriefeuer auf Anzio und Nettuno — Der TerrorangriH auf Berlin
Seitdem
Kmf 5 E * un 9 en war, Einfluß auf sie zu gewinnen.
, i Die Aeußerunq des „New Leader“ zeigt
o« e ' nma l- daß der Kreml heute glaubt.
itTnifll* seine frühere Maske verzichten zü kön-
ji, i.inwamj Mi-Kaum ein Tag vergeht, an dem der it» h<h« bii"sowjetische Machtanspruch nicht eine neue Prämierung findet, wobei sich regelmäßig weiche1 das nunmehr schon zum Überdruß bekannte Spiel wiederholt, (j a g London und Washing- ai«wöKheoh«e*iii**i ton zu den bolschewistischen Forderungen icubif devot und untertänig ihr Einverständnis er-
dee Kohle»«fbroi(H l "'J klären.
. — J ß» besonderes Beispiel dafür bildet die
B Abtretung eines Teiles der ita- ■[|| uenischen Flotte an die Sowjets, die Km |j #m!I| ehr auch zum Gegenstand einer Aus- , „, spräche im Unterhaus wurde. Die britische
dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier, 10. März., Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt;
Ein Unterseebootjäger vernichtete im Schwarzen Meer ein sowjetisches Unterseeboot.
Im Raum südwestlich Kriwoi Rog hielt der starke feindliche Druck an. In schwungvollen Gegenangriffen wurden die Bolschewisten an mehreren Stellen zurückgeworfen und dabef stärkere sowjetische Kampfgruppen vernichtet oder zerschlagen.
In den Abschnitten westlich Kirowograd, südwestlich Swenigorodka, südlich Schepe- towka sowie südwestlich Jampol steigerte sich die Abwehrschlacht zu größerer Heftigkeit. Während die mit überlegenen Kräften geführten feindlichen Angriffe an zahlreichen Stellen scheiterten, konnten die Bolschewisten in einzelnen Abschnitten Boden gewinnen. Im Verlauf schwerer Kämpie wurde die Stadt U m a n aufgegeben. 91 feindliche Panzer wurden gestern in diesen Kampfräumen vernichtet.
Im mittleren Frontabschnitt kam es nur zu Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung.
An der Front zwischen Nowq Ssokolniki und Pleskauer See scheiterten stärkere, von Panzern und Schlachtfliegern unterstützte feindliche Angriffe in heftigen Kämpfen nach Abschuß von 29 feindlichen Panzern. Oertliche Einbrüche wurden durch sofortige Gegenstöße bereinigt oder abgeriegelt.
Bewachungsfahrzeuge der Kriegsmarine schossen über der Narwabucht fünf, deutsche Jäger und Flakartillerie bei einem feindlichen Nachtangriff auf Reval 21 sowjetische Bomber ab.
An den italienischen Fronten wurden bei lebhafter Kampftätigkeit örtliche Vorstöße des Feindes abgewiesen und eigene Stoß- triippunternehmen erfolgreich durchgeführt. Unsere Fernkampfartillerie erzielte bei der Bekämpfung der feindlichen Ausladestellen im Raum von Anzio und Nettuno Treffer in Munitons- und Betriebsstofflager. Starke Detonationen wurden beobachtet.
, /l'Jü uuituiiaus wuiue. uie uiiuscrie
n c'lßflilH ; resse hätte sich bemüht, dieses peinliche g J“ ema ^infach totzuschweigen. Churchill
h, “ fe T« «** y ersuchte nun
haus,
am Donnerstag im Unter- an dem Kern der Dinge vorbeizu-
«lori m* ** G** 1 tsden. Er wagte es aber nicht, irgendeinen
Jfleglichi
verlärt>
,piA Einspruch
zu erheben.
Ein ganzer Sach neuer Verteidigungstricks
Einzelschilderungen der großen Luftschlacht zwischen der Zuidersee Und der Reichshauptstadt
$ut iv]
i,Im Augenblick keine j. Veränderungen"
Churchill erklärte: „Wie Präsident Roose- J sagte, war die Frage der künftigen 'Wendung und des Einsatzes der italie-
isim* 1611 Hotte Gegenstand einiger Diskus- . e n. Vor allem hat man der sofortigen
i v erstä
ärkung der Sowjetflotte -aus anglo-
ämerikanischen
teln seine
oder aus italienischen Mit- Aufmerksamkeit zugewandt. *eü °* eS6 ®' s h uss ion habe ich nichts r , zü . sa 9 «n, als daß im Äugen- «6^*5 Viw u keine Veränderung in der '.nnnbarung mit den
italienischen Marine-
in Aussicht genommen ist, nach
HU r luii'i™'' < 1 . . 111 au
3'» U am en aem e e i, Schiffe ' Und * hre Besatzun -
iit mb WfiWi Cennol 11 ü em einsamen Kampf gegen den j e ( 2t nn *® _ den Kriegsschauplätzen, wo sie
Ät leicht°f- G j ieren ’ tei 'nehmen. Man wird viel-
g rllMpi 1 * 1 ' - der man allgemeine Frage
™ übei Rotte des Gegners
Deutet®« Jllt 7. it s ehemaligen Gegners am besten bis m- h Deukrui j Kriegsendes im Kampf gegen
s ieorpif.v, and und Japan zurückstellt, wo die kS re >che n Alliierten die Gesamtlage über-
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tann w on n en und wo das getan werden Ais m as , ttehlig und gerecht ist.“ tritisiortG re J 6 Abgeordnete die Tatsache w n, daß die Meldung über die Zu-
am „ Jüanz des Führers 4,7®. Svinhufvuds niedergelegt
den vem 1®' März. Der Staatsakt für bu f V ud°f 6nen . Staatspräsidenten Svin- *t*nd e j nd in einer würdigen Feier-
U der klpinan r-__a i, s
in rl v.4nci nutuiycu i
ia 0 $ t f i er ^ e * ne n Gemeinde Luumäki k°8deutcnk n ^ a n d statt. Als Vertreter des
^WeuUrv. aLau. Ais v erireier ues
in- ^ e ^ es nahm der deutsche ^ BeprH; 11 F ^ nn ^ ai ^dr von Blücher, an
f >y-
OßgrHi V u II DIULilcl, nit
öe * Kran. S . un 9sfei e rlichkeiten teil; er legte >r 5® , d « Führers nieder.
•.*«iner r C j 6 ^^ nist erpräsident würdigte Üd/ t . VjßuenkroHÄ _ j «.l»
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meit verteidigen werde.
Eigener Bericht
wk. Berlin, 10. März. „Die deutsche Luftwaffe hatte einen ganzen Sack mit Verteidigungstricks geöffpet, von denen einige ganz neu und andere verbessert waren. Mit diesen Sätzen schildert die nordamerikanische Zeitschrift „Life" die große Luftschlacht über dem Raum zwischen der Zuidersee und derReichshaüptstädt während eines der letzten Tagesangriffe auf Berlin, die über drei Stunden ändaiierte. „Life" fährt dann-fort: „Deutsche Jäger traten den USA-Flugzeugen im Schutz von Rauchvorhängen entgegen. Große Formationen von Me 110 feuerten Salven in die führenden USA-Bomber-Formationen. Als die Explosionen der Geschosse die dichten Verteidigungsreihen aufgespalten hatten, folgten andere Me 110 und Focke-Wulf 190 mit wütenden Nahangriffen. Trotz unseres Jägerschutzes führten die deutschen Maschinen ihre ' Angriffe unbarmherzig durch und flogen bis auf 25 Meter heran."
Zu den schweren Verlusten der amerikanischen Bomber stellt „Life sachlich fest.
Der zugegebene Verlust an Flugzeugen ist nicht so schlimm, verglichen mit'dem Verlust von ausgebildeten .Fliegern und der unbekannten Zahl der Besatzungen, die außerdem durch Wunden und Tod ausern- andergerissen wurden. Nicht bekanntgegeben wurde nämliclj die Zahl der Verwundeten und’Toteh in jenen USA-Flugzeugen, die sich zwar noch bis.nach Hause durchkämp- fen konnten, aber in einer Weise zerschossen waren, die jede weitere Verwendung unmöglich machte.*
Der deutsche Kriegsberichter Horst Bree schreibt in einem PK-Berieht über den „Todesweg der USA.-Terrorflugzeuge über dem Kontinent: „Einer der erfahrensten deut
schen Jagdflieger, Kommodore eines Geschwaders und Träger höchster Abzeichnungen, erklärte spater, daß bereits nach den ersten drei Minuten des Luitkampfes, den sein Verband eröffnet hatte mehr als ein Dutzend brennende oder zerfetzte Te rorbomber zu beobachten gewesen seren. Der Oberst selbst schoß zwei Flugzeuge, ein viermotoriges und einen Jaget des feind-
“r pP Äf“de“clS,
ren mit zvfei Erfolgen auf ihren Platz ™ rück sondern auch die Jüngeren zeichnen
Sich auf diese Weise An9 s 7"H t ‘ der Schneid, dazu die geballte Stoßkraft de
starken deutschen Verbände beginnt die
gegnerische Front zu packen. Unablässig sind die Feindmaschinell unseren Angriffen ausgesetzt, und ständig begleitet die amerikanischen Flieger auf ihrem Todesweg das Bild der abstürzenden Bomber und Jäger mit dem Sternzeichen. Der Rückflug wird zu einer wahren Hölle für die Eindringlinge. Mit frischen Kräften werfen sich unsere Jä-ger den bereits in kleine Gruppen aufgespaltenen Feindverbänden entgegen. Das ist nicht mehr der selbstbewußte geschlossene Verband der „Boe- ings" und „Liberators", das sind einzelne gehetzte Pulks, die ihrer wichtigsten Abwehrkraft, der Geschlossenheit, beraubt und damit dem Zugriff unserer Jäger verstärkt ausgesetzt sind. So werden sie getrieben, und mancher Bomber, der dorh noch den Heimatboden erreicht, ist schwer ange
schlagen, hat mehr Tote als UeberlebencL an Bord. Fallschirme in großer Zahl fliegen über den hellen Hjmmel.
Die deutschen Verluste sind Verhältnis mäßig gering. Dabei kommen die meisten der deutschen Piloten, die ihr Flugzeug verlassen müssen, noch heil zu Boden. Es ist ja die eigene Erde, die sie erreichen. Mancher unter ihnen hat dabei noch, '.e- vor ihn selbst das Fiiegerglück verließ, einen der Gegner zur Strecke gebracht.'
Wieden Notlandung in Sdiweden
dnb. Stockholm, 10. März. Ein nordamerikanischer viermotoriger Bomber mußte am Donnerstagmittag in der schwedischen Landschaft Blekinge notlanden. Die zehnköpfige Besatzung wurde interniert.
Eine Ehrenblatt-Spangä
Auf Befehl des Führers eingeführt
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Aufn.: Presse-Hoffmann
dnb. Berlin, 10. März. Auf Befehl des Führers ist eine „Ehrenblatt-Spange" eingeführt worden. Sie soll die Soldaten, die durch Tagesbefehl namentlich im „Ebren- hlatt des Deutschen Heeres" genannt werden, vor der Oefientlichkeit kennzeichnen;
Die Spange besteht aus einem goldenen Hakenkreuz im Eicherikranz und wird auf dem schwarz-weiß-roten Band des Eisernen Kreuzes von 1939 im Knopfloch getragen. Die Ausgezeichneten erhalten eine besondere Anerkennungsurkunde des Führers.
Voraussetzung für die Nennung im „Eh r renblatt" ist die Verleihung des Eisernen Kreuzes erster Klasse.;, sehr oft aber sind die im „Ehrenblatt" Genannten bereits Träger des Deutschen Kreuzes in Gold oder auch des Ritterkreuzes. Während die Verleihung des Ritterkreuzes neben persönlicher Tapferkeit einen selbständigen Entschluß auf die Kampfhandlung voraussetzt, werden durch die Nennung im „Ehrenblatt des Deutschen Heeres" Soldaten aller Dienstgrade geehrt, die eine einzelne außerordentliche Tat' vollbracht haben, die an Tapferkeit ein ebenso hohes Maß erfordert, wie die eines Ritterkreuzträgers Die auf diese Weise ausgezeichneten Soldaten können also mit Recht stolz auf die hohe Ehrung sein, die jetzt auch durch die „EhrenblaU-Spange" äußerlich gekennzeichnet wird.
Teilnehmer des ersten Weltkrieges mit dem E. K. II. Klasse von 1914 tragen, sofern sie im „Ehrenblatt des Deutschen Heeres" genannt sind, die Spang« ebenfalls auf dem schwarz-weiß-roten Band im Knopfloch. Da mit dieser Spähge keine neue Auszeichnung geschaffen worden ist, darf sie nicht an der Ordensschnalle angebracht werden Die beispielhaften Taten der im „Ehrenblatt des deutschen Heeres" genannten Soldaten werden nach Möglichkeit in der Heimatpresse veröffentlicht. >
Die Terminfrage der „zweiten Front” ragt in jenen geheimnisvollen Raum vorbereitender Planung hinein, deren völlig hermethi- sche Abdichtung notwendig erscheinen muß, soll die in Aussicht gestellte Operation nicht von vornherein eines großen Teils der Wirksamkeit beraubt werden. Zweifellos sind weniger die Stimmen und Erklärungen der feindlichen Agitation zur Bestimmung des Invasions-Termins geeignet, da natürlich alle Aeußerungen des Gegners vorzugsweise Täuschungszwecken dienen, also in das Gebiet der Kriegslisten fallen. Es ist dabei höchstens zu bedenken, ob nicht eine starre Festlegung auf bestimmte Termine nach einem womöglichen Ausbleiben der Operationen zu dem verkündeten Zeit? punkt einen starken. Prestigeverlust im eigenen Publikum und vor allem in der neutralen Welt verursachen könnte.
Die Reichshauptstadt war in den Mittagsstunden des 9.- März wiederum das Ziel einesrTerrorangriffs der nordamerikanischen Luftwaffe. Durch das starke Abwehrfeuer wurden dfe angreifenden Verbände zersprengt und an einem zusammengefaßten Angriff verhindert. Im Schutz einer geschlossenen Dunst- und Wolkenschicht warfen sie Spreng- und Brandbomben auf verschiedene Wohnviertel und die Randgebiete, wodurch Schäden und Verluste unter der Bevölkerung entstanden. Außerdem warf der Feind auf mehrere Orte in West- und Norddeutschland wahllos Spreng- und Brandbomben. Infolge besonders ungünstiger Abwehrbedingungen wurden nur durch Flak neun feindliche Flugzeuge abgeschossen.
In der vergangenen Nacht warfen britische Störflugzeuge Bomben auf Orte in W estdeutschland.
In der Zeit vom 1. bis 10. März wurden von Seestreitkräften, Bordflak von Handelsschiffen und durch Marineflak 25 feindliche Flugzeuge vernichtet.
Es liegt also durchaus im Rahmen des Möglichen, daß.unsprünglich zu Täuschungs- Zwecken vorgenommene Terminangaben später die Urheber zu Gefangenen dieser eigenen Agitation machen. England und die' Vereinigten Staaten- könnten sich deshalb zur Invasion in .einem Zeitpunkt gezwungen sehen, der von der militärischen Führung vielleicht als unzweckmäßig angesehen wird, zu dem aber die politische Führung drängt, da ein Ausbleiben möglicherweise noch schlimmere Folgen für das eigene System haben würde als ein Fehlschlag der militärischen Operation,
Bei einer Betrachtung, der militärischen Gegebenheiten braucht man sich jedoch nicht zu wundern, wenn die alliierte Kriegführung die Zeit für die Invasion jetzt immer noch nicht als reif erachten würde. Vor allem neutrale Militärbeobachter kommen heute zu dem Schluß, daß unter den jetzigen Verhältnissen der ursprüngliche Frühjahrstermin möglicherweise auf . einen späteren Zeitpunkt verschoben werden könnte. Der schwedische Hauplmann Georg Holmen, der sich in der Stockholmer Zeitung „Nya Dagligt Allehanfla“ mit diesem Problem befaßt, glaubt, vielleicht gebe «ran sich auf alliierter Seite immer noch der Hoffnung hin, daß die Bombenoffensive gegen. Deutschland eine durchaus ausreichende Ergänzung zu dem Ansturm der sowjetischen Armeen sei, um die deutsche Verteidigung zum Zusammenbrechen zu bringen. Es sei aber zu beachten, daß die deutsche Luftwaffe nach wie vor ein Machtfaktor ist, mit dem man rechnen müsse. Auch die militärische "Lage auf dem einzigen europäischen Kriegsschauplatz, auf dem Briten und Noidamerikaner zur Zeit kämpfen, dürfte beträchtlich von dem abweichen, mit dem die Alliierten noch um Neujahr in optimistischer Weise gerechnet halten.
Die italienische'' Affaire habe zweifellos zu bedeutenden Verspätungen des strategischen : Fahrplans der Westmächte geführt Italien könne jetzt kaum, wie man es ei* wartet hatte, zu einem Stützpunkt für eine! Sprung, auf den Balkan verwandelt werde» Auch zu einer Invasion im Westen geh* Italien heute nicht die nötige strategisch» Abrundung im Süden ab. Die Erfahrungen von Salerno und Nettuno seien kaum ei- mutigend und müßten' der Invasionsleitunj zu denken geben. Die' einzigen alliierte* Verbände . mit Landungserfahrungen, di* britische 8. und die- nordamerikanische & Armee, seien wider Erwarten immer noc!* in Italien festgehalten und dürften auch i* der nächsten Zeit kaum abgelöst werde» können, um den Stoßtrupp einer Invasion» aimee .zu bilden, sobald'-die Sowjets in ihres* Druck auf Deutschland auch nur etwa» nachlassen. In dem Augenblick, in dem sicV die Invasionstruppen auf dem Kontinent btr finden würden, könnten die Deutschen de* größten Teil ihrer Truppenmacht gegen di* Invasionstruppen werfen, und dann würde* die Briten und Amerikaner mit größte» Wahrscheinlichkeit in eine Katastrophe sol chen Ausmaßes geraten, daß ihnen jed* Hoffnung auf den Endsieg genommen werda
Auch die breitangelegte politisch» Offensive, welche die Alliierten in der bisherigen Absicht, die militärische Invasio* vorzubereiten, versucht haben, sei im wesentlichen gescheitert. Der schwedisch* Verfasser weist auf die Türkei und auf Spanien hin, die beide nicht nach den Wünschen der Alliierten reagiert haben. Alles spreche dafür, daß es der alliierten Diplomatie nicht gelungen sei, die politische Ausgangsstellung für eine Invasion zu schaffen, welche die Kriegsleitung wahrscheinlich gefordert und mit der sie gerechnet hatte. Soweit der schwedische Offizier.
Vielleicht dürfen die Versuche der Feindseite, die Invasion als „bereits begonnen" za erklären, als Versuch gewertet werden, möglicherweise bereits beschlossene T'er- minverschiebungen zu verschleiern. Es dürfte sowohl dem General Montgomery als auch der britischen St aa t sse kietärin des Ministeriums für inliere Sicherheit, Ellen Wilkinson, die beide die, Luftoffensive als „zweite Hront" erklärt haben, völlig klar sein, daß selbst eine weitere Steigerung der Angriffe auf deutsches Reichsgebiet nicht die Wirkung haben, können, die man sich in England und in den USA., von einer gelungenen Invasion verspricht. Die deutsche Führung läßt, sich durch solche Agitatiöns- manöver jedoch in keiner Weise beeinflussen. Wir sind gerüstet, wann auch immer die entscheidungsvolle Stunde kommen mag! An welcher Stelle der Feind sein Invasionsabenteuer auch versuchen mag: „Wir werden ihm einen heißen Empfang be- reitenl”