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••Nicht m i t d
Parteiamtliche Tageszeitung
Pas Amiabla« des Regierenden Bürgermeister» der Freien Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichssiailhaliers in Oldenburg und Bremen
Nr. 69 • 14. Jahrgang
Mit dem
Wund,
Freilag, den 10. März 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
Stumra d *h grüBte!"
Dr - Wilhei-u dnb. Berlin, 9. März. Nach den kata- U jijophalen Flugzeugverlusten der nordame- rikanischen Verbände in den Luftschlachten des 6. und 8. März im norddeutschen Raum, in den deutsche Luftverteidigungs- heschäftmt» kräfte 140 bzw. 112 Maschinen (darunter
Sprache in u, Ausi ändem {, H8 bzw. 66 viermotorige Bomber) vernich- besondere w! 0 a tUndScl!rät ifi*itoten, stießen in den Vormittagsstundendes Fachantlr Ji, den W de " Sch-^3 P. März Teile der USA.-Luftwaffe im Schutz Dienstzwe7n„ ke a SUS den einer über ganz Norddeutschland verbrei- Peirh.kT 9 J m , det R eichsbdmteten dichten Dunstschicht zu einem neuen einheiHiVb't- 6 ^ 1011 Terrorangriff nach Berlin .vor. Ohne Erd-
fcereirb • t , den 9«mta u sicht warf der Feind seine Spreng- und ,„. n ! n Lehr 8ängen geeimut,' Brandbomben auf Wohnviertel der Reichs- rs Reicksbahndiniy hauptstadt. Die deutschen Luitverteidi-
ur aie Schulung der Ausländ«? gungskräfte waren durch die Wetterlage uiese von der Reichsbahn war weitgehend im Einsatz und in der
einrichtung hat bisher bereits r Wirkung behindert, vermochten aber den- gezeitigt, •’ • „ ocd e j ne erhebliche Anzahl von USA.-
—•' Flugzeugen abzuschießen.
Das tödliche Risiko
zahlreiche Ratten im Kore, fe'if
ie mehr Korn abgedroschen y Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung 6 * ne fr’' 16 zusarnmengedrängi, goe. Berlin, 9. März. Wie der Wehr- srschlagen werden konnten. Bds machtbericht am Donnerstag meldet, hat die en der „Jagdstrecke" stellte l nordamerikanische Luftwaffe ihren zweiten laß an diesem einen Tage idfr bei Tage geführten Terror-Großangriff auf ichen Nager vernichtet werdeai die Reichshauptstadt am Mittwoch mit dem 4000 Kronen im Ziegennmi Verlust von 112 Flugzeugen, darunter 64 icher aus Ohrozim bei Msibi viermotorigen Bombern, bezahlen müssen, orat kaufte eine Ziege, diesai damit weisen auch die amerikanischen An- ien Stall brachte. Dabei fielüii S lif,e auf Berlin das 9 leiche Kennzeichen asche mit 4000 Kronen in toM eil,er sich verstärkenden deutschen Abwehr ms. Als er nach einiger Zeile: a “ f ' ^ auch in den Ergebnissen der Ab- lemerkte und in den Stall K:^' ehr , be ,' der 9«“*“ Februar-Luftoffensive :u seinem Schrecken festsltliui er Anglo-Amerikaner spürbar war. Es steht üege die Banknoten aufgetani fest ' da «. bel einigermaßen günstigen ichlachtete das Tier sofort au Wetterverhaltnissen gesch ossene Bomber- x 'r n r«u«tn formationen über dem Reichsgebiet ein tod-
lens einen Teil d« ■; liches Risiko laufe „ t und daß y die Verluste
hm aiic g *9* ' ,j es Angreifers in keinem Verhältnis mehr
laute Geld wurde ihm tffc. wdem a Umfang der durch den Angrif{ ange .
[etauscht. richteten Schäden stehen. Jeder neue An
griff des Feindes bestätigt diese Erkenntnis. ,, -Die Tatsache, daß sich die amerikanischen Bomber mit Jagdeskorte bis nach üerlin vorwagen, kann nur bedeuten, daß das alliierte Oberkommando die Zeit für gekommen hält, mit der deutschen Luft-
Neue schwere Verluste der USA.-Terrorflieger
Ohne Erdsicht am Donnerstag Wohnviertel in Berlin bombardiert — Am Mittwoch insgesamt 772 Abschüsse
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.Tusendliehe lidb "-affe ein Ringen auf Leben und Tod zu be- Kammir-Lithlifiilt ginnen.“ Zum ersten Male enthält diese i il sw äü'lh 1 ! ^ eu ® erun 9 der „New York Sun“ ein ame- (ißsellscbaftafilö; '•'" 'iranisches Eingeständnis, daß die deutsche ahn» dich“ a OjV Luftwaffe keineswegs, wie bisher immer von S'° vh*!f Jstfl i d ’ eser ^ e * te behauptet wurde, „erledigt" ist. v.oiiackir LliWU 1 '*! L" d „ en Worten „ein Ringen auf Leben und Tazlü-ti H-lk.jS 1 ?' I od i st d * e ganze Schwere und Härte der Libin vrurtjilF^ ■ Kämpfe enthalten, die sich am Mittwoch über dem Reichsgebiet abgespielt haben.
TauicM". 1 - Rnuihin iOÜ
Die Angriffswellen wurden zersprengt
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wjir S ä Pl “ M , ,,^ acPl de n schweren Luftschlachten, die Strümpfe 6, .%V , le de utschen Jagd- und Zerstörergeschwa- ScbSnebjjky^j jJ der den nordamerikanischen Bomberver- K ?™fheril, S ’ {. anden am 8- März, besonders im Raum von liaiic!Ui^, r , ii ; Hann over und Magdeburg lieferten, V j, '' u . rden d 'e restlichen feindlichen Bomber- F « hr ?oW u en auf dem Rückflug über der Zui-
Bci-T.eaüm. »«J” arsee noch einmal zu einer großen Luft- Fahr'radd«"«; " E : l -Macht gestellt. Neu herangeführte deut- 1.Br-GrubR./iii^'egerverbände griffen die stark zer- GuMrSv^Tf# 1 '' äiip 6 ®^® 11 ySA.-Verbände entschlossen
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flieger berichtet, daß die Flakartillerie „fürchterlich' 1 gewesen sei. Reuter meldet, daß die deutschen Jäger eine furchtbare Schlacht lieferten: „Zweifellos führte die deutsche Luftwaffe ihre Angriffe mit großer Entschlossenheit durch. Sie griff manchmal die amerikanische Armada gleichzeitig zu 200 an”.
Selbst in den USA. scheint die Schwere der Verluste trotz Roosevelts verlogener Agitation langsam dürchzusickern. Der New- yorker Korrespondent der spanischen Agentur „Efe" berichtet, daß die Verluste so groß seien, daß sie auch für die USA.-Luftwaffe „außerordentlich schwerwiegend" ins Gewicht fallen.
Die Amerikaner geben für die beiden Angriffe auf Berlin nur 41 Prozent der von deutscher Seite gemeldeten Abschüsse zu und tun das äußerste, um die Berichte der zurückgekehrten amerikanischen Piloten über die Ausfälle während der Kämpfe zu unterdrücken. Luftmarschall Harris selbst hat die Gründe dafür genannt, weshalb die Terrorangriffe trotz dieser riesigen Ausfälle und trotz ihres bisher negativen Erfolges immer weiter fortgesetzt werden. Er er
klärte, man könne schon deshalb in der Luftoffensive keine Unterbrechung eintreten lassen, weil man der deutschen Verteidigung keine Zeit zur Erholung gönnen dürfe. Nur bei einer Fortsetzung der jetzigen Taktik sei eine „Ermüdung“ der deutschen Abwehr möglich.
Aus dieser Aeußerung spricht die Furcht. Man weiß, daß die Anglo-Amerikaner die absolute Luftherrschaft als die Voraussetzung der von ihnen angekündigten Invasion ansehen. Da die Anglo-Amerikaner sich klar darüber sein dürften, daß eine Möglichkeit, die deutsche Luftwaffe mit der jetzt im Gange befindlichen Luftoffensive zu zerschlagen, nicht besteht,, so kann der einzige Zweck der anglo-amerikanischen Luftangriffe nur darin bestehen, durch sie eine militärische Initiative vorzutäuschen, um die nach Entlastung drängenden Bolschewisten zu befriedigen.
Londoner Bodenabwehr hilflos
dnb. Genf, 9.- März. Der Londoner „Observer“ enthüllt, daß man die Londoner Luftverteidigung in letzter Zeit habe um
stellen müssen. Das Sperrfeuer sei in den Tagen, als noch die schweren Bomber verhältnismäßig langsam und niedrig flogen, „ein gutes Abschreckmittel“ gewesen, doch vermöge man jetzt damit gegen die schnell fliegenden deutschen Bomber nichts mehr auszurichten. Die ganzen Zielberechnungen von 1941 seien über den Haufen gewoifen worden. Infolgedessen hätten die Geschützbedienungen mit ihren Meßgeräten hilflos bei. den Batterien gestanden, die noch nach altem Muster so gut es ging, das Feuer er- öffneten.
England hat begonnen
dnb. Madrid, 9. März. „England hat den Tag des Beginns des Luftkrieges bestimmt und 1940 gegen Sylt den ersten Luftangriff gegen einen deutschen Stadtbezirk geflogen", stellt der Newyorker Korrespondent der spanischen Agentur EFE in einem Bericht über die Auswirkungen des Luftkrieges fest. Nordamerika sei am 27. Januar 1943 mit Luftangriffen auf Emden und Wilhelmshaven gefolgt.
Schwere Kämpfe im Süden der Ostfront
Hartes Ringen bei Kriwoi Rog, Schepetowka, Kritschew und Orscha — Bodengewinn südwestlich Narwa Torpedoflugzeuge schalten 52000 BRT. vor Nordafrika aus — 112 USA-Terrorflugzeuge abgeschossen
dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 9. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Während bei Kertsch mehrere Angriffe der Sowjets scheiterten, drang der Feind im Einbruchsraum südwestlich Kriwoi Rog in schweren, noch andauernden Kämpfen weiter vor.
In den Gewässern nordwestlich der Krim wurde ein bolschewistisches Schnellboot durch Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine vernichtet.
Westlich Kirowograd blieben erneute Angriffe des Feindes erfolglos. Im Raum von
Swenfgorodka, südlich Schepetowka sowie südwestlich Jampo' setzten unsere Truppen den an zahlreichen Stellen mit starken Kräften 'ingreifenden Bolschewist«'-: hartnäckigen Widerstand entgegen. Tabei wurden allein in einem Korpsabschnitt 42 feindliche Panzer abgeschossen. Westlich Kritschew traten die Sowjets mit mehreren Divisionen zum Angriff an. Sie wurden nach Bereinigung örtlicher Einbrüche verlustreich abgewiesen.
An der Autobahn Smolensk—Orscha setzte der Feind seine Durchbruchsversuche fort; sie brachen abermals im Abwehrfeuer aller Waffen vor unseren Stellungen zusammen.
„Verzögerungsunternehmen" Süditalien
Kämpfe bei Anzio und Cassino keine Entlastung für die Sowjets
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
b. Berlin, 9. März. Der englische Militärkorrespondent F. O. Miksche schiebt im „Manchester Guardian" die ursprüngliche Behauptung, daß die italienischen Feldzüge starke Entlastungen für die Sowjetfront brächten, mit der Handbewegung beiseite: „Die Ansicht, daß die alliierten Mittelmeeroperationen größere deutsche Streitkräfte von d.er Ostfront abzögen und deshalb einer wirklichen zweiten Front gleichkämen, hat derartig wenig Gehalt, daß man sie überhaupt nicht einmal zurückzuweisen braucht." In den Augen des deutschen Generalstabes sei der Italienfeldzug keine größere Operation, sondern ein „Verzögerungsunternehmen", das den Einsatz von 18 deutschen Divisionen schon lohne. Denn sehe man von den zwei in diesen Kämpfen gefesselten alberten Armeen auch ab, so fielen doch die erheblichen Mengen an Kriegsschiffen, Frachtern und Transportflugzeugen ins Gewicht, da sie ja von einem Hauptkriegsschauplatz abgezweigt wurden, auf dem man womöglich eine direkte Kriegsentscheidung hätte erzwingen können.
Der zitierte Militärkorrespondent zieht äußerst nüchterne Schlußfolgerungen in seiner Betrachtung der strategischen Auswirkungen der einzelnen Schlachten in Italien und ihrer Bedeutung im allgemeinen Rahmen des zweiten Weltkrieges. Das Ausmaß dieses Völkerringens sei viel zu gewaltig, so meint er, als daß man den Krieg selbst durch Einnahme begrenzter Ziele gewinnen könne. Eine Besetzung Roms wäre beispielsweise in ihren Auswirkungen nicht entscheidender als die Einnahme Neapels.
Ja, man dürfe sich nicht irreführen lassen, selbst wenn es gelänge, die Eroberung der ganzen italienischen Halbinsel durchzufüh- ren, so „wird uns dies nicht die strategischen Resultate bescheren, auf die wir ursprünglich hofften. Denn die Festung Europa wird von den Alpen geschützt. Eine Wiederholung der Feldzüge Hannibals oder Napoleons in umgekehrter Richtung aber wäre für die Alliierten ein äußerst anstrengendes Unternehmen". Schon ein eventuelles Vor-
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Rätsel um Britenbotschafter in Ankara
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Thahtbericht unseres Vertreters
Ktiätchh ß nkara ' 9. März. Sir Archibald ^/iüscheri .*1 u ?* lesse n 1 Botschafter Seiner lobten Feh adeStä * * n der Türkei, hat in den •ich /uariagen Ankara verlassen, um Station TL" - Zu be 9 etj en? Die britische fe >se 2 w ec i. C . nt sicb über Reiseziel und «eiten d 6r mcbt ganz einig zu sein. Von 'nirdg tischen Botschaft in Ankara
l!, ' b Kairo* se ’ ne Exzellenz werde
1r effe n Un j reisen ; um dort seine Gattin zu ^Piri-T, t . ihr alshalri in Hip Ttirkßi
richterstattung nach London berufen worden In Ankara selbst wurde b e kannt . d ^ den Tagen vor der Abreise des Botschafteis in der Botschaft eine Gen n erah i n J e "‘ Ur allqe ; genommen worden war. Das ist ™. ad 9®_ meinen nicht üblich, wenn ein Missions, chef zu einer privaten oder kurzen dienstlichen Reise startet In d >P lomatlscben K ^‘ ß sen wurde zu dem Vorgang bemerkt, daß zwischen Sir Archibald und Außenminister Eden eine echt tiefgreifende Verstimmung Platz gegriffen habe. Man müsse deshalb mit der Möglichkeit rechnen, daß das on
rücken zu. den Bergen der Alpenwelt würde keineswegs einen Spaziergang darstellen. Blicke man einmal über Rom und die anderen hohen Gebirgszüge hinweg, die die alliierten Truppen noch immer von der Lombardischen Tiefebene trennten, dann brauche es, an den bisherigen Erfahrungen gemessen, immerhin noch viele Monate, bis man letztere erreiche, ohne dabei einer Entscheidung näher gekommen zu sein. Denn auch bei den Ueberlegungen, daß sich ein erobertes Italien vielleicht als Sprungbrett zu Landungen auf dem Balkan oder anderswo benutzen lassen könne, dürfe nicht vergessen werden, daß, wo immer die Allierten von Italien aus auch hinspringen wollten, sie stets nur in sehr schwierigen Berglandschaften landeten. Man dürfe also die italienischen Operationen nicht einmal als Vorläufer der zweiten Front bezeichnen, geschweige denn als die Entlastung für den sowjetischen Bundesgenossen.
Das ist seine Schlußfolgerung: Die deutschen Armeen kämpfen bei Cassino und im Nettuno-Landekopf mit der gleichen zähen Verbissenheit wie bei Kanew und auf den anderen Schlachtfeldern des Ostens. An der innerdeutschen Front ist' selbst nach der Intensivierung der Luftangriffe keinerlei Bruch zu ermitteln: alle Schwierigkeiten
liegen also noch vor den Allierten! Sie zu bezwingen, muß der großen Stunde Vorbehalten bleiben.
Südöstlich Wltebsk führte ein eigener Angriff trotz zähen Widerstandes und wiederholter Gegenstöße der Bolschewisten zur Bereinigung einer Einbruchsstelle aus den Kämpfen der Vortage.
Zwischen Newel und Pleskauer See scheiterten örtliche Angriffe des Feindes. Südwestlich Narwa gewannen unsere Gegenangriffe gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand weiter Boden. So zerschlug die 20. estnische -Brigade unter Führung des Jl-Oberführers Augsberger zusammen mit germanischen Freiwilligen eines ^ -Panzerkorps in mehrtägigen Angriffskämpfen die beiden feindlichen Narwa-Brückenköpfe und fügte dem Gegner hohe blutige Verluste zu. Erneute Angriffe der Sowjets wurden nach Abschrift von 14 feindlichen Panzern abgeschlagen.
Im Hohen Norden wiesen Truppen des Heeres und der Waifen-H Angriffe überlegener feindlicher Kräfte ab. Ein Landungsversuch der Sowjets an der Fischer-Halbinsel wurde vereitelt.
Von den italienischen Fronten wird beiderseitige Späh- und Stofttrupptätigkeit gemeldet.
Deutsche Torpedoflugzeuge griffen in den gestrigen Abendstunden vor der algerischen Küste ein feindliches Nachschubgeleit an. Fünf Transporter mit 52 000 BRT. wurden schwer beschädigt und zwei feindliche Flugzeuge über dem Geleit abgeschossen.
In der Aegäis schlugen Sichernngsfahr- zeuge der Kriegsmarine bei der Insel Koos einen aus türkischen Hoheitsgewässern heraus geführten Angriff von drei britischen -Schnellbooten ab und beschädigten eines der Boote so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist.
Bei einem erneuten Angriff nordamerikanischer Bomber und Jagdverbände gegen die Reichshauptstadt in den Mittagsstunden des gestrigen Tages erlitt der Feind durch unsere Luitverteidigungskräfte wiederum schwere Verluste. In heftigen Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden 112 feindliche Flugzeuge, darunter 66 viermotorige Bomber, abgeschossen. Durch Bombenwürfe entstanden in einigen Stadtteilen Schäden und geringe Verluste unter der Bevölkerung.
Deutsche Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht Ziele in Südengland an.
Englands größter Kohlenstreib seit 1926
90 v. H. der Grubenbelegschaft feiern — 165 Zechen in Wales liegen still
dnb. Stockholm, 9. März. Das Kohlenrevier von Wales in England befindet sich im schlimmsten Kohlenstreik seit 1926. Am Mittwochabend standen drei Viertel der Bergwerke still: 135 Gruben mit 75 000
Mann Belegschaft. Das bedeutet praktisch einen Stillstand im Abbau der kriegswichtigen Bunkerkohle, die vor allem zur Versorgung der Schiffe nötig ist.
Der Waliser Kohlenstreik nahm nach einer Reutermeldung am Donnerstag noch größere Ausmaße an: die Zahl der still
gelegten Gruben erhöhte sich auf 165, von den insgesamt 100 000 Grubenarbeitern des Kohlenbergwerks feierten 85 000 bis 90 000. Die Aufforderung zur Wiederaufnahme der Arbeit hat bisher wenig Anklang gefunden. Im Anthrazitgebiet von Swansea, das bisher vom Streik wenig betroffen war, stellten am Donnerstag 14 Gruben die Arbeit ein. Auch die Bergarbeiter in einigen anderen Gruben, die über den ganzen Kohlenstreik verstreut sind, arbeiten nicht. Prominente Gewerkschaftsführer der Grubenarbeiter erklärten am Donnerstag, sie täten ihr Bestes, um die Männer zur Arbeit wieder heranzuholen, damit die Produktion, die mehr als 75 000 Tonnen täglich ausmacht, nicht verlorengehe.
r»or Knhlenarbeiterstreik in Südwales
in neun Gruben die Arbeit niedergelegt. Die Lage im englischen Kohlenbergbau verschärft sich zusehends, so daß mit einer weiteren erheblichen Minderung des Förderungssolls auch im laufenden Monat zu rechnen ist. Die gespannte Lage des englischen Kohlenbergbaues wirkt sich immer nachteiliger auf die Rüstungsproduktion aus und bildet eine ernste Sorge der Regierung.
Die britische Bergarbeiter-Exekutive trat am Donnerstagabend in London zu einer Beratung über die von der Regierung gemachten Vorschläge zur Behebung des Bergarbeiterkonfliktes zusammen. Nach längerer Debatte wurde die Entscheidung um eine Woche vertagt.
Auch aus den Vereinigten Staaten kommt die Meldung, daß dort amtlicherseits die Minderförderung von Steinkohlen um 20 Millionen Tonnen geringer geschätzt wird als der Bedarf. Da die Rüstungsproduktion nicht leiden soll, wird der Zivilbedarf weiter eingeschränkt werden müssen.
Strtiksorgen auch in Australien
dnb. Stockholm, 9. März. Premierminister Curtin hat nach einer Rentermeldung aus Canberra mit seinem Rücktritt gedroht für den Fall, daJ* die Grubenarbeiter in Neu-
Der erste Ritterkreuzträger der deutschen Handelsmarine. — Kapitän Raul Hellmann hat als erster Offizier der Handelsmarine für seine Blockadebrecherfahrten mit Motorschiff „Osorno der Hamburg-Amerika-Linie das RiU lerkreuz zum Eisernen Kreuz erhalten.
Presse Hoffmann
OtfauM im fa&fik
Von Konteradmiral G a d o w
Kürzlich jährte sich zum zweiten Male der großartige japanische Sieg über die fast legendär stärkste Seefestung der Welt; aus Singapore wurde Schonan, aus Burma ein fieier Staat, aus den Philippinen desgleichen, aus den Sunda-Inseln der niederländischen Herrschaft ein Gebiet, in dem die Selbstverwaltung herangebildet wird und das bereits Freiwillige aufgestellt hat. Thailand erhielt seine an Britisch-Burma verlorenen Provinzen wieder, eine Indische Freiheitsarmee unter Bose entstand, wurde ausgebildet, marschierte und kämpfte bereits siegreich. Eine großostasiatische Konferenz führte die Regierungen von Man- dschukuo, Nationalchina, den Philippinen, Thailand und Burma unlängst auf japanischem Boden zusammen und bekundete ihren Willen zum Freiheitskampf.
Dieser mächtigen japanischen Position gegenüber, die ihre Ergänzung im Inselwall der Siidsee findet, hatte England nach dem Verlust seines Ostasiengeschwaders wenig entgegenzustellen. Auch die amerikanischen und niederländischen Seestreitkräfte waren in der Sunda-, Korallen- und Arafura-See vernichtet. Australien war von Japans Luftwaffe von Neu-Guinea und den Salomonen her bedroht. Der Aufbau einer strategischen Offensive gegen diese formidable Stellung biauchte viele Monate und ist eigentlich erst Anfang 1944 in das Stadium der Reife getreten, nachdem England im Mittelmeer Schiffe freibekommen und hinreichend Kolonialtruppen in Bengalen aufgestellt hat, nachdem die USA. in Indien und China ihre Luftwaffe stationiert, ihre Flotte zeitgemäß ausgebaut und in vielmohatigen Kämpfen den größeren Teil der Salomonen-Inseln und von Neu-Guinea zurückerobert haben.
Einige ausländische Betrachter, besonders die Anhänger des Flucht-General MacAr- thur, finden nun, daß auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz ein „strategischer Wirrwarr" herrscht, ein Durcheinander von sich kreuzenden und schlecht sinchronisierten Angriffsplänen. Ganz so schlimm ist es wohl nicht, jedoch kann man in der Tat das Lagebild etwas buntscheckig finden und bei den verschiedenen Befehlshabern rivalisierende Auffassungen feststellen.
Da ist zunächst McArthur, dem neuerdings wieder Kandidaturabsichten für den Präsidentenposten zugeschrieben werden. Er hat behauptet, der Krieg wäre bald gewonnen, wenn die oberste Führung in Händen eines Militärs läge. Er ist unzufrieden, da man ihn militärisch aushungert, ihn zu knapp versorgt. Er habe z. B. nicht mehr Flugzeuge, „als an der Burmafront allein jeden Monat verloren gingen". Es kann schon sein, daß die alten Männer um Roosevelt den ehrgeizigen Prahler absichtlich etwas kurz halten. Er ist zwar „Oberbefehlshaber im Südwestpazifik", aber außer der Eroberung von Neu-Guinea und der Unterstützung der Marine bei den Salomonen und Bismarck - Inseln scheinen ihm keine Aufgaben zugewiesen zu sein, zum mindesten keine Machtmittel, um sich bis zu den Philippinen durchzuschlagen und sie zurückzuerobern.
Der Krieg um die Salomonen und den Bismarck-Archipel wurde bisher vorwiegend von der USA.-Kriegsmarine einschließlich ihrer Luftwaffe und „Marines" geführt. Unter letzteren ist eine selbständige, der Admiralität unterstehende eingeschiffte Landtruppe zu verstehen, die bei den Amerikanern in großem Ansehen steht, weil sie immer bei überseeischen Expeditionen, zur Unterdrük- kung der absichtlich herbeigeführten Revolutionen in Mittelamerika, überhaupt also im Dienste des USA.-Imperialismus aufge- boten wird. Bei diesem Inselkrieg haben die Angreifer sehr schwere Verluste an Kriegsschiffen, Transportern und Personal erlitten. Noch höher als die blutigen Verluste sind die durch Dschungelfieber, andere Tropenkrankheiten und nervösen Zusammenbruch, stellte der Heeres-Sanitätschef fest.
Auf den Salomonen isf m^n hei Kan Tnrn.
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der Botschafter sei zur Be- zusetzen bemüht sei.
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