Ausgabe 
(6.3.1944) 65
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einscht. Zustellgebühr; »«the/.ucspfeis mtmamdi 2,30 RM (einsch}. 301 W<- ^'«i*^ s * ebühr) ZUZÖBl ' 42 Rpf ‘

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und Aufnahmebedingungen lt. Preis- Aufnahmetermin* ohne Verbindlichkeit,

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BremcrMtung

ie Tageszeitung J» der Naüonalsozic

C7©rm6isför8 dör Fröiön Hctnsostadi BfAtnon 'l' Amflir^Afi Vftrlfün^nnoBWnrtt rlea Bftirkftat

GescKäftsstellenl

Bremen: Geeren 6 8, Ruf'2 19 31; Nachtruf und sonntags 2 47 65; Obernstraße 86, Ruf 2 19 31; Syke: Mühlendamtn 2; Br.-Hemelingen: Bahn­hofstraße 6, Ecke Poststraße, Rul 4 34 58; Br.- Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 u. 8; Br.-Blumen­thal, Kapt.-Dallmann-Str. 41/43, Ruf 88 u. 89

Parieiamtliche Tageszeitung

Pa* Am tsblatt des Regierenden Bürge rmeisters der Freien Hansestadt Bremen

~Nr.65 • 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstaithalters in Oldenburg und Bremen

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Montag, den 6. März 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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„Kriegsmacher Churdiill" bezahlt die Zeche

& ie Sow/efs sollen von der Badog/io-Flotte u. a. 2 Schlachtschiffe, 3-4 Kreuzer und 9-12 Zerstörer erhalten

»•rhu* r. Konfi™ rs c r ,M i0 -

* ‘/‘f Drahtbericht unserer

goe.

Berliner Schriftliitung Berlin, 5. März. Nach einer Mel­aus New-

des Wirfark.rH ul' Mi *S isM von "Svetiska Dagbladet“

Bremen ! 'vork sollen die Sowjets zwei moderne

! “"de. II-Stock, Ei, I '<11. v

f A'Muchu; iT« Hur Ws IWÖIf ZerSlÖrer

'<11, Tr:

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r york

Schlachtschiffe,

drei bis vier Kreuzer, neun sechs bis acht U-Boote, Alle, eine bedeutende Anzahl Hilfsfahrzeuge so- , warm u. Bett-! 6 “ 1 «rikiltü^', nie eine größere Menge Handelstonuage

Orte 1 IJwm:.. den Beständen der im September 1943

■ÄJwgVr?*?*^Jj- F * h ‘! Vwf -"'• um Feinde iibergelaufenen Handelstonnage <Jr,i AnBrnstcMcg^d« 0k ' ,i »> .'fuC erhalten. Die Meldung über die Ausliefe- .T-’s rrhsiti.'ri, i^-'otrb”

"• ®ii>:e Sekretär.

Her V 459«. ' j ra tu,*, K n

L* e "sppcnvjgra. j Aatfhu,

«3 feesch-si. V.uf-vji-v fl t

T —- . ■ rung kam für London nach einer Mitteilung

: '•■•»t irt r«, „Aitonbladet“ völlig überraschend; sie

des

nurde also von Roosevelt über den Kopf Churchills hinweg vorgenommen. Churchill

i«'ri F. IH «lyMne;' »jf?r wurde damit von Stalin und Roosevelt auf TOI? - ****•■“ Kfr Stnf» mit Hadoolio Gestellt, der

- • --/rrsift.

aana.lli.ck, o. hell, fl: bitte tadrll. dH.

- Hamhach^iB^är^ die gleiche Stufe mit Badoglio gestellt, der ebiikt. Größe 22. Aa- *». Ifrij, gleichfalls über die beabsichtigte Ausliefe- 'Für an die Ce- "ES Hi- 1 , U ng nicht unterrichtet worden war.

KJH'artiV R euter meldet aUS Nea P eI ' daß der Ver ‘

An-vpirs; 'Vätergeneral Badoglio die Vertreter der Aagefc. a. VI 1688,®'***™ ^«Alliierten um Einzelheiten zur Erklärung WÄ* ■•••SS.a**.Roosevelt* gebeten habe wonach italieni- . Dame od. br. iedJ " sehe Kriegsschiffe an die Bolschewisten aus-

*, beid« gät »Hiiltj 141 'gehändigt worden seien, li Ctrcfcii. Vegwactj“ - die Bedeutung dieses Sachverhaltes i*i* S ™öröh^ l U )«4 * lltllll f ' verstehen, ist es notwendig, nochmals 'i.i. E.B.F.2, A.C.2 Birr, g, i,;*- die Vorgänge bei dem Verrat Badoglios, tier S 3893._ «■- r..: v sowe jt sie die italienische Flotte betrafen,

: V“fi 1,1,hl!rom 'Eiunk, mV zu betrachten. Die italienische Flotte ergab ; *Bendi. Ctaerai-i ' illfh,V, : .. sich damals dem Oberkommandierenden ir. ii 34. -(je, britischen Mittelmeerflotte, wurde also

;l»rrir»d. Bi'te Sui j Hlini*engl:sche Kriegsbeute. Dementsprechend er-

1^" Lilrt«k " rtft.n^ l 8 le ihre Ueberführung auch nicht in

zegra LKorii-i.\Yerf-| einen amerikanischen oder sowjetischen

arrb- r 36 ! w r». Herrn.: Sees lützpunkt, sondern in die britische Mit-

, gsi rrh.. bi»:, Eß-j Brr* i \i.s Silk ,

Hfint. Sk-

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Ia»»gh Zusehr. Cffi.j m. SiH (•■ Hel Nordischer Hn'/J*. Frat, w gt. Bereit.ng: bifte gr*k.Li?.

aad Tisebbillani. He ml ” sseacr S'raßr 4«.

. aoraale Gr^ birt» ei. FuÄsart. g. »rb. A<J.-Hitl»r-S:r. 153.

33—42 - T . _ rori juka. I AnstikrL li I, 4 i(

Dane, 331, i"

telmeerfestung Malta. Churchill persönlich begründete erst vor wenigen Tagen das Festhalten der britischen Regierung Viktor Emamiel und Badoglio gegenüber mit der .'Tatsache, daß diese beiden die italienische Flotte in die Hände der Alliierten gespielt hätten. Er fügte hinzu, daß die italienischen Liane .u» - Kriegsschiffe den Alliierten im Mittelmeer kkVITu aninataifFiwertvolle Dienste leisten würden.

I b^G 455T* Von englischer Seite war aber weiterhin

nun; biete Kaa- auch immer wieder betont worden, daß

sh. i AI 4412. | ti-■ durch -die Erbeutung der italienischen

Kindtrnai.n Birtr.Aiinm ifiiiki, (Kriegsschiffe gewisse Teile der englischen tFdittelmeerflotte zum anderweitigen Einsatz, wrr 1. ” { ,»*iiai. (f Anfil: besonders im Indischen 'Ozean, frei würden.

«: kiele Stanh*am- Witw p j, V Daraus geht hervor, daß England das erste ne od. Brotma-1 : - • •< -

gilangeb- u- 1 4«39 itt. Bicie Se*eibool I7Ö3 aa Gesehäfts- *

StrAapf* >1- lvork- :!e Aloörllbut. Ssma *0!S Gesebäftsstei’e

in die „Winston, der wie das stockkonservative Blatt „Truth“ Churchill nennt, ■ ge-

>ufirmnu.i»n - Kleid

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eure Bluse 42.

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ShartSShtstS“ 42 fscllwafi »Ji L.j Grundvoraussetzungen für die Existenz 47BI «ewb, Venr. j Bek***® 1 jjjj..■ es englischen Weltreiches überhaupt ist. 6r - aad S'-vl u aicht bez 'veifelt werden, daß Eng-

s f - *%** mit Acbäftssteflr k . p > fM zu diesem Schritt der mit ihm verbün-

J mät *i bi«-.E ngland und das englische Weltreich mieWi J 1 führt hat. Die Abtretung eines Teiles der n‘a n ilr ! *'" ltalienisc li e n Mittelmeerflotte an dieSowjet- - 4 . SteflV. lmion ste Ht ja nicht nur eine Verminde- Eep. wrt![”. lun Et der maritimen Stärke Englands dar, v S * St vieImeb r gleichbedeutend mit dem 2 ,'sckr. Ä-L Englands auf die Vorherrschaft im

V/itwir Mdtelmeer, das seinerseits wiederdaswich-

Zr> » üf H ^ erb ' n dungsmeer des britischen Em-

n und dessen Beherrschung damit eine

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naten Mächte ebenso wird ja sagen müssen, r* 5 , Zu aden vorausgegangenen, die letzten Mes auf seine Kosten gingen.

Der Labour-Abgeordnete McGovern hat w !’ "[, enn er ' m Unterhaus, wie der „Daily m .' '°rW‘ mitteilt, .sagte: „Churchill ist. eine

' juaioneUe j n den Händen Stalins“. Daß im t/:: ngen die Uebertragung eines Teiles der

Gute»-

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Ü*I ieni f hen Rotte an die Sowjets einen *“* K J - I - ■ 5 ™en.Wortbruch der Angloamerikaner be-

,„ U j ' bra ucht nur am Rande vermerkt zu "erden. ~

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k t u r reden können.

tulation von den Alliierten den Status einer „mitkriegführenden Macht“ (co-belllgerent power) zugebilligt, wobei der Beitrag Ba- doglio-Italiens fast ausschließlich durch die italienische Flotte zu leisten war, da die übrigen italienischen Wehrmachtteile durch das rasche Eingreifen des Reiches nicht in der Hand Badoglios blieben. Da mithin Ba­doglio mit dem Verlust der Flotte des Mit­tels beraubt wird, mit dem allein er seinen Status als Mitkriegführender hätte erfüllen können, verliert er diesen Status automa­tisch durch den Uebergang eines Drittels der Flotte in sowjetische Hand. Er ist auch hier ein verratener Verräter.

Die Uebertragung, eines Teile« der .ita­

lienischen Flotte an Stalin ist im übrigen ein Markstein auf dem Wege des sowjeti­schen Vordringens gegenüber Europa und damit auf dem Wege der bolschewistischen Weltrevolution. Sie ist ebenso bezeichnend für das Uebergewicht, das der Kreml in dem Dreieck Moskau — Washington — London erlangt hat. Es kann keine Frage sein, daß die Sowjets diese Schiffe nach den Bedürf­nissen ihrer eigenen Politik und ohne Rück­sicht auf ihre Verbündeten einsetzen wer­den. Für diesen Einsatz ktjnnen infolge der besonderen Bauart der italienischen Flotte nur drei Gebiete in Frage kommen; die Arktis, der Ferne Osten und der Mittelmeer­raum selbst. Ein Einsatz der neugewonnenen

Flotte im Schwarzen Meer durch die So­wjets kommt nicht in Frage, da die Durch­fahrt durch die Dardanellen auf Grund des Meerengenvertrages von Montreux vom Jahre 1936 fremden Kriegsschiffen für die Kriegsdauer nicht offensteht.

Der Einsatz in der Arktis und im -Fernen Osten ist schon aus taktischen und strategi­schen Gründen mehr als fraglich. Es er­scheint daher wahrscheinlich, daß der Kreml die italienische Mittelmeerflotte, so­weit sie nunmehr in seine Hand übergeht, als ein Instrument seiner sich immer mehr in den Mittelmeerraum vordrängenden und in Kairo und Algier verankerten Weltrevo- lutionspolitik benutzen wird.

Peinliches Schweigen Londons zur Raubteilung

Roosevelts Mitteilung über Stalins SchiHsforderungen überraschten britische Marinekreise

Drahtbericht unseres Vertreters hw. Stockholm, 5. März. Die englische Presse gibt vorläufig Roosevelts Ankündi­gung über Stalins Verlangen nach Ausliefe­rung eines Drittels der italienischen Flotte ohne Kommentar wieder. Die britischen Regierungsstellen verschanzen sich hinter demonstrativem Schweigen und scheinen unangenehm berührt, daß Roosevelt eine so peinliche Sache für nötig gehalten hat. In England möchte man die neue Kapitulation der Plutokraten vof den sowjetischen For­derungen offenbar am Liebsten ganz mit Schweigen begraben. .

Londoner Marinekreise versicherten neu­trale Journalisten, daß Roosevelts Mittei­lung für sie ebenso überraschend gekommen sei, wie beispielsweise für Roosevelts eige­nen Marineminister Knox, der, auf die Er­klärung des Präsidenten angesprochen, nur erwidert habe: „Das war für mich eine

Neuigkeit."

Der Washingtoner Vertreter des Londoner Daily Expreß" telegraphiert, die offiziell geheim gehaltene -Zahl der -italienischen

Schiffe, die sich den Alliierten nach der Kapitulation ausgeliefert hätten, betrage 100 Einheiten, darunter fünf Schlacht­schiffe, ein Flugzeugträger, acht Kreuzer, 27 Zerstörer, 19 U-Boote, 12 Torpedoboote, sechs Korvetten, ein Hilfskreuzer und ein Lazarettschiff.

Bemerkenswertes Eingeständnis

dnb. Vigo, 5. März. Die Schuld der Alli­ierten an der Zerstörung des Klosters von Monte Cassino gibt die Londoner Zeit­schrift „New Statesman and Nation" zu und versucht gleichzeitig, deren größeren Teil auf die Amerikaner abzuwälzen. Das Blatt nimmt es als bewiesen an, daß sich vor der Zerstörung des Klosters der Bene­diktiner Mönche durch die Alliierten darin keine deutschen Soldaten befunden haben. In einem Flugblatt „An unsere italienischen Freunde", mit dem die Engländer die Flüchtlinge im Kloster zur Flucht auffor­derten, sei keine Rede davon, daß sich deutsche Truppen ira Kloster befänden.

„Kurz gesagt", schreibt die Zeitschrift, „wir haben ernste Zweifel daran, ob irgend­welche „übermächtige militärische Notwen : digkeiten" zu beweisen sind, die diesen Akt der Zerstörung rechtfertigen könnten."

Chef des „Mordvereins" hingerichtet

dnb. Stockholm, 5. März. Wie Reuter aus Newycrrk' berichtet, ist dort am Sonnabend der Chef der „Murder Incorporated" (Mord­verein), Lepke Buchalter, der den Mord auf geschäftsmäßiger Basis organisiert hatte und dem mindestens 80 Morde zugeschrie­ben werden, durch den elektrischen Stuhl hingerichtet worden. Reuter fügt dieser Meldung den bezeichnenden Zusatz hinzu, daß '„alle Versuche, ihn zu retten, mißlun­gen seien".

Daß die anglo-amerikanischen Terror­flieger sich Leute dieses Schlages zum Vor­bild genommen haben, bewies seinerzeit die Inschrift „Müder Inc." auf dem Rücken der Uniform des bei Bremen abgeschossenen ySÄ.-Luftgangsters Kenneth D. Williams.

ik Btl -vT Recht auf die italienische Flotte für sich in ni”Hl»- "^sprach nahm, ein Umstand, der auch i*rumst Am . nach außen hin dadurch unterstrichen Kl». Am«*' wurde, daß die italienischen Kriegsschiffe P' ( ‘ formell der britischen Admiralität unter-

standen.

. „ „ : tvAr. i* 1 ™' Stalin und Roosevelt sind über diese Tat-

erb. B»l. 1 L,,[ t» f sä( hen hinweg, die das englische Anrecht ; «äs. j *; n j| ir fr- au f die italienische Flotte begründen, ein-

■- Bä»!? rat erk*;! p 933 G«(-. fach zur Tagesordnung übergegangen. Das iFÄ, beleuchtet in geradezu sensationeller Weise «ßnäftlujTJ,' e Katastrophe,

Mädel jd Kriegsmacher"

am !; t,l Lir - Kritische iirrtiä Hi? -

Herzensbrücke zwischen Heimat und Uebersee

100. Seefahrtsendung „Blinkfeuer Heimat " — Kaufmann und Bohle sprachen — Botschah Dr. Goebbels’

Von unserem nach Hamburg entsandten Schriftleitungsmitglied

ww. H ^ m b u r g ,- 5. März. In 99 Sendun­gen — zum erstenmal am 2. Juni 1940 — hat der Deutsche Kurzwellensender sein „Blinkfeuer Heimat" ausgestrahlt und als Herzensbrücke zwischen der schaffenden und trotz des harten Bombenterrors hart und ungebrochen weiterkämplenden deut­schen Heimat und den Männern der deut­schen Handelsmarine und darüber hinaus allen deutschen Menschen im Auslande, die infolge der Kriegsereignisse nicht zurück- kehren können, gedient. Diys Jubiläum der 100. Sendung wurde nun am Sonntag ln einer besonders stimmungsvollen und wür­digen Feierstunde in der schwergeprüften Hansestadt Hamburg begangen. Dort hatten sich im Uiapalast auf Einladung von Gau­leiter Bohle, des Leiters der Auslandsorgani­sation der NSDAP., der gleichzeitig der Politische Hoheitsträger der deutschen See­leute ist, in Anwesenheit dgs Hamburger Gauleiters und Reichskommissars für die deutsche Seeschiffahrt zahlreiche Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht, Männer der deutschen Handelsflotte und viele See­mannsfrauen und -Angehörige, insgesamt 2700 Gäste versammelt, um an der Auf­nahme dieser Jubiläumssendung teilzu­nehmen, die von einem , stimmungsvollen Rahmenprogramm erweitert und eingefaßt war.

Reichsminister Dr. Goebbels, der im letzten Augenblick dienstlich verhindert worden war, an dieser Morgenfeier für den deutschen Seemann teilzunehm^n, hatte eine Botschaft als Gruß an die deutschen See­leute und Seemannsfrauen übersandt, Gauleiter Bohle später verlas.

das Eine beson­

ders freudig begrüßte Ueberraschung war die Anwesenheit des ersten Ritterkreuzträ­gers der deutschen Handelsmarine, des vierfachem Blockadebrechers Kapitän H e 11- ima n n. Im übrigen waren viele der Künst­ler wieder vor das Mikrophon getreten, de­ren Stimmen unseren Volksgenossen in Uebersee und auf unseren Schiffen auf den weiten Meeren längst wohlbekannt und ver­traut geworden sind: Kammersängerin Mar­tina Wulff von der Hamburger Staatsoper, Einar Christiansen, Bernhard Jakschtat, der Chor der Hamburger Staatsoper, der Chor der Hamburger LIJ., das Hammonia-Quintett, der Pianist Gerhard Gregor, das große Ham­burger Rundfunkorchester unter Otto Ebel von Sosen, die Kapelle Jan Hoffmann, der Organist Otto Domanski, Staatsrat Karl Wüstenhagen vom Staatlichen Schauspiel­haus und der Finkenwärder Dichter Rudolf Kinau, der Bruder Gorch Focks. Dieses starke Aufgebot künstlerischer Kräfte ge­staltete das hundertste „Blinkfeuer“ zu einem schönen Erlebnis, das noch vertieft wurde durch Ansprachen der beiden Gau­leiter und der für die Sendungen verant­wortlichen Männer der Gaupropaganda­leitung der AO„ des Gaupropagandaleiters Schmidt-Decker, Berlin, und des Gauhaupt­stellenleiters Schlüssel, Berlin, der die ' bis­herigen Sendungen geleitet und die Manu­skripte für sie geschrieben hat.

Wieder hatte eine- große Anzahl von El­tern, Ehefrauen, Kindern und Bräuten un­serer Seeleute,- die zum Teil ein, zwei, ja bis zu . fünf und sieben Jahren ihre Lieben zu Hause nicht mehr gesehen hatten, die Freude, all ihre herzlichen Grüße und hei­ßen Wünsche, aber auch so manche bange , und zitternde Frage nach dem Leben und

Klit der vorliegenden Ausgabe ' tritt die j-oremer Zeitung" in Antiqua-Druck vor ihre- di/ri folgt damit der Erkenntnis, daß j 6 “ e V ts rte Presse, vornehmlich die Organe nationalsozialistischen Volksführung, mit ),:/■' au ^K über die Grenzen Deutschlands f ij , uswir K e t' d en s Schriftart eine nachhaltige "aisen 1111 ^ ^ 9 esam I euro Päischen Idee be-

all»rH , ^ LUSlander ' 5e * uns w i e draußen spielt Min "T n ' cbt allein eine Rolle bei der- lichk» n , nderun 9en. Die Klarheit und Sach- tinden 2U de . r 'ins das Schicksal zwang, lchf,n ä v< t0n !' at ' sc * 1 ** lre Äußerung gerade in Die turigi

41 Terrorflugzeuge abgeschossen

Heftige Kämpfe im Raum Schepetowka - Terrorangriife auf Köln und Bonn

^ er K m alen unseres täglichen Lebens. ^ raktur, in welcher die deutschen Zei-

en , (

rlip'-, . Wle übrigens ursprünglich auch l Ptl ; , 5 , ls en Rätter des Auslandes — druck- ärt,''p nar sc heinhar eine deutsche Schrift- all en / letz tere wären eigentlich nur die mehr o nen ' ^' e 9°tische Fraktur ist viei- ^teinkr'r/ scbmuc khafte Abwandlung der sehen Lettern durch die abendländi-

Ueutsch» ° n<dle de s Mittelalters. So vielen ' lst di ose' traditionelle Trot zd n uns lieb und wert.

„Brefo, er J n . Wo 'len wir heute auch in der <)nd uns» 611 r 0 ® - V0T1 ’b r Abschied nehmen, uberzenn rfi Loser werden sich bald davon

dnb. Ausdem Führerhauptquar­tier, 5. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Südlich Kriwoi Rog dauern die Abwehr­kämpfe weiterhin an. Im Raum von Schepe­towka traten die Bolschewisten nach star­ker Artillerievorbereitung mit überlegenen Infanterie- und Panzerverbänden zum An- an. Während die Sowjets in verschie- ischnitten nach Abschuß von 5.) Panzern abgewiesen wurden, gelang es an einigen Stellen in unsere Front Erbitterte Kämpfe sind

griff

denen

im

einge- Schriftart

wir auch in Antiqua — wie stg.

ihnen,

einzubrechen.

Gange.

Südöstlich Witebsk sdirilerten auch ge­stern alle Durchbruchsversuche der Sowjets^

Im Raum von Pleskau und Narwa setzten die Bolschewisten mit neu herangeführte Kräften ihre Angriffe fort. Truppen des Heeres und der Waffen-jj zerschlugen in harten Kämpfen alle Angriffe, riegelten dri­ttel« Einbrüche ab und vernichteten u feindliche Panzer.

Bei den schweren Abwehrkämpfen letzten” Tage zeichneten sich üu Nordab-

17

der

schnitt der Ostfront die 81. schlesische In­fanterie-Division unter Führung des Gene­ralleutnants Schoper und die ptülzisch- rheinische 263. Infanterie-Division unter Führung des Generalleutnants Richter besonders aus.

Von den italienischen Fronten wird nur beiderseitige Artillerie- und Stoßlrupplälig- keit gemeldet.

In den Mittagsstunden des 4. März führ­ten nordamerikanische Bomberverbände Terrorangriffe gegen einige Orte in West­deutschland. Besonders in den Städten Bonn und Köln entstanden Schäden ly Wohnvierteln und Verluste unter der Be­völkerung. Mehrere Kirchen, Krankenhäuser und öffentliche Gebäude wurden getroffen. Ein schwächerer Bomberverband drang mit Jagdschutz bis in den Raum von Berlin vor, wurde aber durch unsere Luftverteidi- gungskräfte am zusammengefaßten Angriö gehindert. 41 feindliche Flugzeuge, darunter 21 viermotorige Bomber, wurden vernichtet. Feindliche Störflugzeuge warfen in der letz­ten Nacht Bomben auf Orte in West­deutschland.

Wohlergehen der in weiter Ferne auf Vor­posten des Deutschtums stehenden Seeleute den Aetherwellen anzuvertrauen. Ist es schon ein eigenes Gefühl, als Unbeteiligter am Rundfunkgerät dieser — leider nur ein­seitigen — Herzenszwiesprache lauschen zu können, so steigert sich dieser Eindruck hoch, Wenn man nicht nur die Stimmen hört, sondern die Menschen selbst sieht, die diese unsichtbare Brücke zwischen da­heim und draußen einmal beschreiten dür­fen. Und als Ritterkreuzträger Hellmann vor das Mikrophon trat, um kurz und soldatisch bescheiden von seinen und seiner Mann­schaft Leistungen zu sprechen und seinen deutschen Freunden im Fernen Osten Grüße zu senden, wollte der Beifall kein Ende nehmen, Die frischen, herzlichen und herz­haften Worte de? Sprecher^ des „Blink­feuers Heimat", Franz Josef Schmidts, ver­banden die einzelnen Darbietungen, unter denen zu nennen sind; die Ouvertüre zum „Fliegenden Holländer", der Matrosenchor und das Steuermannslied aus der gleichen Oper, ein Gedicht von Anacker „Sturm am Meer", das Lied „Warft im Drift" von Tenne und Girnatis, eine Erzählung von Rudolf Kinau: „Im Seemannshe‘im zu Bre­men", „Stürmischer Abend am Meer" und „Solveigs Lied“ von Grieg und „Spiel der Wellen" von Koch. Ein lustiger Schantie von der „Fregatte Viktoria" beendete den ersten Teil.

Und dann lief die eigentliche Sendung an, wie sie unsere Seeleute in 14 Tagen (Fortsetzung auf Seite 2)

(VeAft m katmcH

Von Dr. Sven Hedin

Die Kriegshandlungen, die Deutschland in diesem Jahre von angelsächsischer Seite zu erwarten hat, können in vier große Etappen eingeteilt werden: 1. Terrorbomber gegen die Zivilbevölkerung, 2i Transporte über See, 3. Landung an den Küsten Europas, 4. Zusammentreffen der Invasionstruppen mit der deutschen Wehrmacht.

Die erste Etappe ist bereits in vollem Gange; mehrere Städte sind in Asche ge­legt, Zehntausende Alte, Kranke. Frauen und Kinder sind getötet und Hunderttau­sende sind heimatlos gemacht. Unschätz­bare Denkmäler aus fernen Zeiten sind ver- lorengegangen, Fabriken, die beizeiten ver­legt oder getarnt wurden, haben unbedeu­tenden Schaden erlitten, Wolmblöcke der Zivilbevölkerung aber sind für die Krieg­führung ohne Bedeutung.

Luftfahrtminister Sinclair und Marschall Harris haben erklärt, daß die Bombardie­rung Deutschlands dazu dienen soll, das Volk dahin zu bringen, daß es die Regie­rung zur Kapitulation zwingt. Das Resultat ist das Gegenteil des beabsichtigten gewor­den. Das deutsche Volk, das früher den Engländer niemals gehaßt hat und eine ge­wisse Sympathie für den Amerikaner hatte, glüht jetzt Un Haß gegen beide und ver­langt Repressalien und Rache. Die Aus­gebombten nehmen den Verlust von allem, was sie auf Erden besajlen, mit stoischer Ruhe und sagen: „Jetzt, wo ich mein Heim und mein Eigentum verloren habe, habe ich nichts mehr zu verlieren als den Boden, da mein Haus stand, und mein Vaterland, und dies werde ich verteidigen bis ich sterbe, so wahr mir Gott helfe.“

An Stelle von Aufsässigkeit, Verzweiflung und Defaitismus trifft man überall, in Ham­burg und Berlin, in KasseL und Mannheim, in Bremen und Frankfurt, nichts anderes als eine fanatische Verbitterung und einen eisenharten Entschluß, sich wie ein Mahn zwischen den Ruinen zu, erheben und sich keine Ruhe zu gönnen, bevor der letzte Eindringling zu Boden geschlagen ist.

Wie die erste Etappe schon jetzt miß­glückt ist und seine Spize gegen den An­greifer selbst richtet, so wird eine nahe Zu­kunft weisen, wie viele der eingeschifften Soldaten ihre Häfen erreichen werden und welche Rückwirkungen die Verlustlisten unter Müttern, Frauen und anderen Anver­wandten in den Vereinigten Staaten aus- lösen.

Was dann die Landung an den Küsten Europas betrifft, so ist, wenn sie auch an zehn oder zwanzig Punkten gleichzeitig ge­schieht, alles vorbereilet für . einen blutigen Empfang. Wenn es indessen trotz unerhörter Verluste bedeutenden Kräften glücken sollte, von Italien, Frankreich oder der Nordsee­küste bis zu den Grenzen des eigentlichen Deutschland vorzudringen, so beginnt die vierte und letzte Etappe, die Deutschlands eigener Erde gilt. Und da wird der Angrei­fer die Waffen strecken, wenn er es nicht früher tut.

Denn — und das wird den Ausgang des Zweiten Weltkrieges entscheiden — die Deutschen verfügen über mindestens zwei Waffen, die dem angelsächsischen Volk ab­solut fehlen und die alle .Geheimwaffen, so verheerend sie s auch sein mögen, in den Schatten stellen.

Zum ersten ist das deutsche Volk auf Grund seiner geographischen Lage jahr­hundertelang zu einem Kriegervolk ausge­bildet, das im Gebrauch der Waffen und in strategischer und taktischer Tüchtigkeit alle anderen Völker der Erde übertrifft. Die Eng­länder sind auch Krieger, aber sie haben sich gewöhnlich mit Söldnern geschlagen, und die 63 Kriege, die während der Regie­rung der Königin Viktoria in vier Erdteilen und auf sieben Meeren geführt wurden, galten wilden oder halbwilden Völkern. Als sie sich im Burenkrieg mit geschulten Sol­daten schlugen, brauchten sie 280 000 Mann gegen 8000 Buren. Die amerikanischen Sol­daten haben in kaum mehr als zwei Jahren nicht annähernd die Ausbildung erhalten können, die mit der deutschen zu verglei­chen ist.

Der gemeine Mann im englischen Heer kann nicht gut verstehen, warum er sein

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Kosaken I in II aslen. — \t-hen deutschen Lmyi etjrescrren stehen jreiu tUige Osltrtiitpcn, die

durch ständige I'.insntriihttngen sieh für kommende grolle Aufgaben torbereiten. _ Die

Schwadron eines Kosakent erbendes reitet dnich ein französisches Stadtehen.

l’K.-Aufn. - Kriegsberichter ISteberle (lllll