Ausgabe 
(1.3.1944) 60
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parieiamtliclie Layeszettung der Nationalsdzia

flmtsblat! des Negierenden Nürgcrmcisters der §rclcn Hansestadt Nremrn flmtiiches verkündungsblatt des Ncichsstal

Geschäfts stellen!

Bremen: (beeren 8/8, Ruf 2 19 31; N-chtrus ll. (onntags 2 47 05; Obernstr. 80, Ruf 2IS3I; Syke: Miihl-ndamm 2; Bi.-S-meling-n: Bnhn- hofstratze 6. Ecke P-ststratz-, Ruf 4 34 58; Br.- Vegefack: R-Hrstr. 24, Ruf 4 u. 8: Br,-Blum-n- hhal: Kapt.-Dallmann-Str, 41/43, Ruf 88 u, 80

der Nationatsozial.isten. vrernens

flmtiiches verkündungsblatt des Ncichsstaktstalters in Oldenburg und Nremen

s/t. Iaiirgang

Mittwoch, 1.7När; 1944

kinzeipreis 1S Npf.

l.08 vom Osten, los vom Oolscksvfisnmsl

öo/ttLd/isn /.änc/s 5 /s/ 5 tsn V^l'c/slLtonc/ ^)/5 rum /stztsn /^ouc^ — Os 5 c/65 OnlVss5/'tät OOfpcrtcrn 5 vsn /^sc/l'n

"«Ud-Me^ k" d>>>-» i,i. k«uor»eu >t«l,l,7

h, Ztocklj-lm. 23. Februar. Der Mische Forscher Sven H e d i i, hat an Oll!, Rektor der Universität Dorpat einen 4 »„'i r gerichtet, in dem er besonders der en-

Drehungen gedenkt, die die von König >s»t Adolf gegründete Universität immer Mweden unterhakten habe. Sven Hedkn innist auf die gefährliche Agitation, die ' Ausdruck bringe, datz die baltischen im Falle eines sowjetischen Sieges en automatisch an die Sowjetunion "wurden, da sie sich ja „freiwillig" an­essen hätten und sich als sowjetische Piken suhlten. Jeder, der die politische icklung der letzten Jahre verfolgt habe, aber, das; sich die baltischen Länder gks irgendwie mit der Sowjetunion luden gesuhlt haben, sondern im Sorvjet- und Bolschewismus ihre Todfeinde , Tuen Hedin gibt der festen Ueber- png Ausdruck, das, die deutschen Trup-^ die bolschewistische Lawine aufhalten und - -nvttiit die Eristeni und die Zukunft der bal- -sw' sIf sien Böller sichern werden. Es gebe, so / sticht der Bries, nur die Alternative: Sieg ^^üschlands oder Bolschewismus! <^/7HlkNl)er Rektor der Universität Dorpat hat v> ^din mit sülzendem Brief geantwor-

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t»» 8SekIein kiuckersdisrl n>»u fecken verlsvneru !»« miloliee- iedläat köst- viesea niedt 5 erkaltete»

idmeekencke» vunckerbsr wkreucke kür ermöuleiie»- — vödlei tskerklvclce»- eokorm . . verüe» mit »rxsrioe in kütiren tiett- 125 x 2'icker oüer Vseser -esedlaaeo.1 „ttersi'om»"

«vier llittsr- e» dtuEe- iilirt.v»r»»k enmekl, 8e- mit 2 neti- lsekkei»' —

, Versende»' mit 6e» as- u 6»ruoter Zev 're'N 'U

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geehrter Herr Sven Hedin!

mannhaftes Schreiben, das Ihre auf- ««-lichge Lumpathie für Cstland und die ande- üblichen Völker wie auch ihr Gemein- V 5 tl"Pazslsgesühl mit dem Baltikum ausdrückt, ins in unserem Kampf um unsere Existenz Zukunft eine große moralische Ermuti- ä§, Nr Brief ist zu allererst eine Bekräf- ing dessen, daß in Schweden das Ber­lins für unser schicksalhaftes Ningen Blieben ist, und daß die Stimme der iiimpser Gustaf Adolfs und Karls des Xll. «r erklingt und Stütze gibt. uns wieder bedrohende Gefahr ist groß hwer, Die Vorboten dieser Gefahr hat a Liind und Volk im Laufe des Iahrtau- wiederholt suhlen müssen, wo der gegen die Dstgefahr als roter Faden unsere Geschichte geht. Die Geschichte -..iii.Mpr und unseres Vaterlandes kennt dieses IgKbbl Msphen aus der Zeit des Nordischen Krie- wo aus Schweden die Last lag, den gegen den Ostansturm zum Schutz der er zu leiten. Wir aber erlebten den Ansturm in unserem Freiheitskrieg lbN, der ausgesuchten wurde in der Erkenntnis der auch heute geltenden Mberzeugung: Los vom Osten, los " "olschewismus! h kann ihnen mit vollster Sicherheit be­ugen, daß weder das estnische noch irgend anderes baltisches Volk sich irgendwie > Teil des im Osten sich ausbreitenden Argumente und Micher Propaganda niemals freiwillig ,L^len hat, sich an die Sowjetunion anzu- ^ueb §c!u«»'Mn-Den'jüngsten U^eis dafür liefern - ü dntte Jahr an der Ostfront gsvebs ^ Meuden estnüchen und anderen baltische» Lchis (klS^'?'E>gen-Eiiiheiten i,„d hjx kürzlich er- „ » .ttim-iäfMobiliiation in Estland, -k i ./6>upsiähiqen Männer bewußt und orckiwng >itl "VN entschlossen sind, zum Schutz un- « .. . goE- Lenzen anzutreten.

Umstand, daß die Wehrmacht im nicbl-erE gegen den Bolschewismus schwere bringt, hat auch die von Ihnen in .^werter Weise erwähnte und Jahr- ^ Wachtposten der estnischen Kul- «ienende Universität Dorpat bisher ver--

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» ^ens, 28. Februar. Auf 15 Millio- "re^werden jetzt in Moskau die Ber- «r Sowjetunion in diesem Kriege ge- "7'°rt der von dort heimgekehrte k» m Newqorker Zeitung „News !e !» v 2«mes Leniing, der ge-

7 ".'"grad eingetroffen« Kor- pacd l^.7^,1-0 m dcrielben Zeitschrift, berichtet von von den ursprünglich drei

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«irbruar. Der britische «t, im n"! ^r Sir Archibald Sinclair er- ^ da» laut Reuter am Diens-

. ! 9 !^^l«»d Flugzeugoperationen von

«6° 'ri,,.? "" vergangenen Jahr mehr als

»ich! zurückgekehrt sind. >l«SMa """Durchschnitt sieben Mann je i,de,,t?i so sagte Sinclair weiter,

«r »»„ "ahezu 18NU« Män-

" unserer Jugend getötet

" '""geugenommen wurde».'"

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iäwar "^'^Hauptquartier. 2».

verlieh am 22. Fe- Genien lum Ritterkreuz des

^"ter Mi7 » Hauptmann d. Res

K-mmand-ur eines Erena

kalter an Hauptmann d. Res.

fA !!"'Bitain^' <""""andeur eines Erena- Al»ior Soldaten, und an

!!"Sii(hkn Führer eines mecklen-

ooldMz,, 5 -, "ah'rr-Reaiuients, als 1V8

^ t «I einer London wurde

amtlich bekannt- °«l,7 d« britische Kreuzer „Spar-

hältnismäßig ruhig weiter arbeiten können. Jetzt aber, wo alle Kräfte au der Front wie auch in der Etappe für den Krieg mobilisiert sind, kann sie als frontnächste und wiederholt Luftangriffen ausgesetzte Universität sich nicht in akademischen Mauern verschließen, sondern muß sich ganz,in den Dienst der Landesver­teidigung stellen.

Die Erkenntnis, daß der Kampf gegen den angreifenden Bolschewismus nicht ein Kampf gegen etwas und irgendwen ist, sondern für das Dasein des eigenen Volkes und für die europäische Kultnrgemeinschaft ausgesuchten wird, gibt diesem .Ringen . eine zweifache Wichtigkeit.

In diesem Ringen müssen wir uns a u f Großdeutschland stützen, dessen Wassenmacht fundamental den Schicksals­kampf gegen die Ostinvasion trägt, die den alten geschichtlichen Grenzwall einzudrücken droht und nicht nur die Existenz und den Lebensraum der Esten und der anderen bal­tischen Völker, sondern darüber hinaus­gehend auch die nordischen Länder und der gesamten westlichen Kulturkreise.

Wie recht Sie mit Ihrem Brief haben, wird wirksam durch die neuesten Mordtaten und Mordbefehle der Bolschewisten unter­stützt. Sie baben sicher mit tiefer Erschütte­rung das Bild der getöteten Mutter mit ihrem erschlagenen Kind in Marekiila ge­sehen. Ich füge diesem Brief die Abschrift einer Aussage des bolschewistischen Majors Ssinkow bei, der bei dem mißglückten Lan- dungsversuch der Sowjets bei Narwa am 12. und 11. Februar 1811 in Gefangenschaft geriet. Daraus ist klar zu erkennen, daß der Volsckewismus das estnijche Volk mit Frauen und Kindern ausrotte,, will.

In Estland läßt sich niemand mehr durch die „demokratischen" Tarnungsmanöver des Kreml täuichen, auch dann nicht, wenn sie durch Vertreter der demokratischen Länder unterstützt werden. Zu oft hat man in den letzten Jahren erlebt, wie papierne Garan­tien zerrissen wurden. Deshalb weiß Estland. daß es gegen die drohende Gefahr aus dem 'Osten nur den Kampf mit der Waffe gibt

und Widerstand bis zum letzten Hauch. Die- sen Kampf Seite an Seite mit allen vom Bolschewismus bedrohten Völkern zu führen, ist das estnische Volk entschlossen.

Wir hoffen, daß Ihre Stimme und Ihre Autorität, die Sie in der Welt besitzen, auch allen jenen die Augen öffnen werden, die bisher noch den Bolschewismus zu bagatelli­sieren suchten oder sich sogar zu seinen Ver­fechtern machten. Für die Esten und die est­nische Wissenschaft ist Ihr Brief ein Zeichen dafür, daß wir diesen Kampf nicht nur für die Rettung unserer Frauen und Kinder führen, sondern für die Rettung von Werten, an denen Generationen gearbeitet haben, die die Kultur unseres Kontinents und da- mit den kostbarsten Besitz des Erdballes über­haupt ausmachen.

Ich würde es mit größter Genugtuung sehen, wenn Sie die Möglichkeit finden, in diesen schicksalträchtigen Zeiten^Estland und die anderen baltischen Länder'zu besuchen, um persönlich an Ort und Stelle den Kampf­geist und die Kampfbereitschaft kennen zu fernen, die uns alle gegen die Ostgesahr und für die Lebeiismöglichkeiten kommender Ge­

nerationen beseelen. Dieses Ringen vollzieht sich vor den Osttoren Estlands, vor Narwa und am Peipus. von seinem Ausgang hängt das Schicksal der Esten und der anderen bal­tischen Völker ab. Es ist ein schwerer und er­bitterter Kampf, der allen Geist und alle Leiden auf die Probe stellt. Aber wir hoffen mit Ihnen, daß die guten Kräfte nicht un­terliegen und daß die Zeit. die so viel Schweres und Bitteres enthält, in sich auch den Keim zukünftiger rechtlicher und berech­tigter Blüte in diesem Kulturkreis tränt, der uns innerlich eigen ist und zu dem wir gehören, sowohl durch unsere Ueberlieferun­gen und Traditionen, als auch durch innere Ueberzsnaunaen und unseren Lebenswillen.

In der Ueberzeugung, daß nunmehr die alten traditionellen Beziehungen zwischen Estland und Schweden, insbesondere zwischen der durch ihren großen König Gustaf Adolf geqründeten Universität Dorpat und der nor­dischen wissenschaftlichen Welt fruchtbrinqend fortdauere, unterzeichne ich dankbarst und in größter Hochachtung

Ihr ergebener

gez. E. Kant, Rektor der Universität Dorpat.

Sekedl rinn rücksichtslosen klorä

Dem Brief des Rektors der Universität Dorpat ist folgendes Protokoll beigefügt: Betrifft: Behandlung von Zivilisten im Raume von Estland gelegentlich des Lan­dungsunternehmens in der. Nacht vom 13. zum 11. Februar bei Mereküla.

Schriftliche Erklärung des Majors P. F. Ssinkow, politischer Offizier beim Stäbe der Ostseeflotte, Teilnehmer an der Landung des verstärkten M. Pl. Batl. der 2tist. bei>m- deren Marine-Jnfanteriebrigade in der Nomst zum 11. Februar 1911 bei Mereküla.

Ich, Major Ssinkow, bestätige, daß auf der Kommandeurverjammlung, welche Major Maßlow einberufen hatte, folgende Einwei­sungen gegeben wurden: Nack erfolgter Lan­dung hat das Landilügskömmando n. a. den

Auftrag, alles, was sich auf seinem Weg be­findet, zu vernichten. Hierzu gehört die Zivil­bevölkerung. Auch Frauen und Kinder sind als Feinde zu betrachten. Es ist niemand gefangen zu nehmen.

Vorstehendes bestätige ich als wahr durch meine Unterschrift..

15. Februar 1311.

gez. Ssinkow, Major.

Diese Aussagen wurden'bestätigt von: 1. Hauptmann Sapeikin. stelln. Batl.-Fiihrer des M.-Pi.-Batl. der 260. besonderen Mari- tte-Jnfanteriebrigade: 2. Marineinfanterist Kusnjezmo. Wladimir; 3. Marineinfanterift Ssqynn. SteMn Ipanowitsch: 4. Marine- infanierist Njeittnershinsky, Siepani

Mutier unä kmä verbürgen äis Aukunkt üsr Mtion

7»/sgrommivsckiss/ L)r. 6c'stotrs/s' unc/ ^i/gsn/s/c/ts mit c/sm ^ülirs/' — ^siin/o/ikSL/sssr in ösc/kn

dnb. Berlin, 28. Februar. Anläßlich des Ivjährigen Bestehens des Hilsswerkes „Mut­ter und Kind" sandten Reichsminister Dr. Goebbels und Oberbefchlsleitcr Hil- genfeldt ein Telegramm an den Führer, das folgenden Wortlaut hat:

„Mein Führer! Wir melden Ihnen aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des Hilfs- werles „Mutter und Kind" das stolze Er­gebnis der in den vergangenen zehn Jahren für Mutter und Kind geleistete» Arbeit. In diesem Zeitraum sind u. a. im Dienste für das Leben unseres Volkes folgende Einrich­tungen geschaffen worden:

32 518 über das ganze Reich verteilte Hilfsstellen „Mutter und Kind", in denen jährlich über zehn Millionen deutsche Müt­ter Rat und praktische Hilfe für sich und ihre Kinder finden. Die unermüdliche Ar­beit dieser Hilfsstellen hat dazu beigetragen, die Säuglingssterblichkeit erfolgreich zu be­kämpfen, und damit der Nation über eine Million Kinder zu erhalten.

In über 33 311 Kindergärten werden täg­lich 1,25 Millionen Kinder schaffender Müt­ter betreut.

Im Laufe dieser zehn Jahre haben in Müttererholungsheimen K53 887 Mütter in mehrwöchigen Aufenthalten Ruhe, Entspan­nung und neue Lebenskraft gefunden.

Bei den llmquartierungsmaßnahmen wer­den durch das Hilsswerk „Mutter und Kind" in größtmöglichem Umfange laufend Mütter und Kinder vor den schädlichen Einwirkun­gen des feindlichen Luftterrors bewahrt.

Trotz vieler Schwierigkeiten wird ständig an der Durchführung weiterer Betreuungs­maßnahmen gearbeitet. So melden wir Ihnen, mein Führer, am heutigen Tage die Eröff­nung folgender neuer Einrichtungen für Mut­ter und Kind:

81!> Säuglingskrippen, Kindergärten und Horte:

102 Hilfsstellen „Mutter und Kind";

21 Jugenderholungsheime;

2t> Juqendheimstätten;

8» Müttererholungsheime und „Mutter- und-Kind"-Heime;

76 Kemeindepflegestationen;

15 Kriegsentbindungsheime, deren Zahl sich damit auf 283 erhöht.

Diese Leistungen waren nur möglich durch den Opferwillen der ganzen Nation. Sie sind Ausdruck der Kraft und des Lebenswillens unserer kämpsenden Gemeinschaft und damit Beweis für den unerschütterlichen Glauben an den deutschen Sieg.

Heil mein Führer!

Reichsminister Dr. Goebbels, Oberbefehlslciter Hilgenfeld t."

Der Führer sandte das folgende Antwort­telegramm:

„Der mir zum zehnten Jahrestag der Er­richtung des Hilsswerkes „Mutter und Kind" übermittelte Tätigkeitsbericht beweist aufs neue, welcher Leistungen die Heimat gerade jetzt im Krieqe fähig ist. Ich spreche allen, die dabei mitgeholfen haben, insbesondere den vielen namenlosen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Hilsswerkes „Mutter und Kind" für die im Dienste unserer Ju­gend geleistete segensreiche Arbeit meinen Dank und meine Anerkennung aus.

gez. Adolf Hitler.

Führerhauptquarticr, den 28. Februar 1311."

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Das zehnjährige Bestehen des Hilsswerkes „Mutter und Kind" wurde am Montag mit einer Feierstunde begangen, die einer zu­sammenfassenden Würdigung der ethischen Werte, des Ausbaues und der Durchführung dieser segensreichen, aus nationalsozialisti­schem Geist geborenen Einrichtung gewid­met war. Reichsminister Dr. Goebbels, der Schirmherr dieses NSB.-Hilfswerkes, brachte der Oeffentlichkeit im Rahmen einer Rede einen eingehenden Leistungsbericht zur Kenntnis, der die imponierende Größe die- lFortsetzung aus Seite 2)

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Peke Lo :«4 ömnkü/nk-e/s

Wie aus Helsinki in den Abendstunden des 29. Februar amtlich gemeldet wird, ist der frühere finnische Staatspräsident Pehr C.vind Svinhusvud am Dienstag um 20 Uhr auf seinem Landsitz in Luumäku im 83. Le­bensjahre gestorben.

Das Leben dieses glühenden Kämpfers für die Freiheit seines Vaterlandes hat jahr­zehntelang unter dem Zeichen des erbitter­ten Widerstandes gegen die Bedrohung und

2 «M ^skre Lskerreicd ^snäsedukuo

vsf s,Lts 5ck,/tt rur 6rünc/ung c/sx groöoslos/ot/sc/isn v^o/i/stanc/sspkö^s — k/n ?/u§ /üc 7crpan

Eigene Meldung

m. Berlin. 29. Februar. Das Kaiser­reich Mandschukuo begeht heute den 12. Jahrestag seiner Unabhangigkertscrkla- runq und gleichzeitig den 10. Jahrestag der Thronbesteigung des Kaisers Kang Teh. In diesen 12 Jahren hat Mandschukuo dank der tatkräftigen Unterstützung, die dem jungen Staat von Japan zuteil geworden ist einen erstaunlichen Aufstieg genommen,

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Mandschukuo zählt heute rund 13 Millionen Einwohner, das sind 13 Millionen mehr z s in der ^keit der Reichsgründung, - . . .

DanNeiner geographischen Lage und >elner reichen natürlichen Hilfsquelle,! ^

heute geradezu eine Schluß elsiellu g im Kerngebiet des ostasialsichen Raumes e, die sich durch den «egenwartigui Knea noa

festigt Die vor 10 Jahren gegründete Haup!- tadt Hsinking hat sich ö" «-"er. blühenden

Stadt von 700 00 » Einwohnern eiUw.ck^lt.

Dank dem außerordentlichen «xeö der ^

völkerung. der klugen Leitung u d DcN ^ tuna und der großzügigen '

arbeit hat Mand'chukuo 'eine Pr-duktttw--

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des. die Sojabohne wurde ,ni twrg-m n in einer Menge von > wiiilio

Mn Tonnen erzeugt. Die Ecw-nnung er rer-

chen Bodenschätze — man schätzt die Kohle- vorkommen auf mehr als 10 Milliarden und die Vorkommen von Eisenerzen aus mehr als 216 Milliarden Tonnen, zu denen noch reiche Oelschieferlager treten — weist eine unge­heure Steigerung auf.

Seit dem Jahre 1912 läuft der zweite mandschurische Fünf-Jahresplan, der einen weiteren erhebliche» Ausbau aller Industrie­zweige vorsieht und u. a, erstmalig auch ein eigenes S ch i f f s b a u p r o g r a m in um­faßt, .Der „Eintrachtsverband", die große po­litische Organ'iation des Kaiserreiches, Hai an Gewicht und Einfluß auf das össentliche Leben gewonnen und zählt heute viele Mil­lionen Mitglieder: von der Regierung unter der Leitung ihres tatkräftigen Ministerpräsi­denten Tschang-Tschinghwei wird ihrer Arbeit zum Nutzen des Landes jede tliiterstützung zuteil. Nach der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht macht auch der Aufbau einer eigenen Armee rüstige Fort­schritte und umfaßt u. a. bereits motorisierte Einheiten, ein Flugzeugabwehrkorps und eine eigene Luftwaffe.

Mit Deutschland hat Mandschukuo seit sei­ner Gründung die freundschaftlichen Bezie­hungen ünterhalten, die sich im Verlause des gemeinsamen Krieges gegen die plutokrati- fchen Ausbeuter immer weiter vertieren.

Wenn dem jetzt in schwerem Kampse stehenden japanischen Reich die Völker Eroß- ostasicns in immer steigendem Maße ihre aktive Mitarbeit und Unterstützung zuteil

werden lassen, dann ist dieser freiwillige Bei trag — und dabei steht Mandschukuo dem Werte und der Höhe nach an hervorragender Stelle — der offensichtlichste Beweis dafür, daß sie den Wert und die Notwendigkeit der großostasiatischen Wohlstandssphäre unter ja­panischer Führung für ihre eigene Entwick­lung erkannt haben.

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Aus Anlaß des 12. Jahrestages der Reichs­gründung MandschukuoS werden in Tokio Veranstaltungen abgehalten werden, die die Bedeutung des jungen Kontinentalstaates für den Kroßostasienkrisg und seine Verbunden­heit mit Japan hervorheben. Das Programm des Tages sieht u. a. vor, einen Vortrag des Sondergesändten Mand'chnkuos, Landwirt- ickiaftsininister Huang Fushum. der aegen- wärtiq in Tokio weilt, einen Austausch von Rundsunkanivrachen des mand'churischen und des javanischen Ministerpräsidenten und Kundaebungen von Stundenten und Jugend- verbänden.

vsr kMrsr dsglückvünsclits üsn Xsissr von Usnäsclmkuo

dnb. Führerhauptquartier, 29. Februar. Der Führer hat Seiner Majestät dem Kaiser von Mandschukuo zum National­tag am 1. März mit einem in herzlichen Worten qehaltcnen Telegramm seine Glück­wünsche übermittelt.

kskr Lvlack Svtntiuivuck

Luln.: br.-Lrcdlv

Bedrückung seines Volkes durch den Koloß aus dem Osten gestanden. Er hat als Höhe­punkt dieses seines Kampfes ein souveränes Finnland a1s--Reichsverwcser und Staats­präsident des jungen selbständigen Staates erlebt. Er hat aber auch niemals vergessen, datz es die deutschen Waffen waren, denen Finnland in den Jahren vom Dezember 1917 bis zum Frühjahr 1918 die endgültige Säu­berung von den zersetzenden Elementen des -Bolschewismus verdankte. Als er im Herbst 1911 von der russischen Regierung nach Sibi­rien verbannt wurde, sprach er die seheri­schen Worte: „Mit Gottes und Hindcnburgs Hilfe werde ich wieder zurückkehren." Knapp drei Jahre später war seine Prophezeiung in Erfüllung gegangen.

Aus altem finnischen Vauerngeschlecht stammend, wurde Pehr Evind Svinhusvud am 15. Dezember 1861 in Sääksmäki in Ta- vastland geboren. Er studierte Jura und war seit 1906 Amtsrichter. Schon früh trat Svinhusvud ins politische Leben ein. 1891 wurde er zum ersten Male in den finnischen Landtag gewählt, von 1907 bis 1912 war er dessen Präsident. Als Wahrer des Rechtes ist er stets auch für Finnlands Rechte im Verband des zaristischen Ruß­lands, dem seine Heimat seit 1809 als auto­nomes Großfürstentum angehörte, leiden­schaftlich eingetreten. Als das Zarenreich in den Revolutionswirren des Jahres 1905 zu schwanken begann und seine innere Morsch­heit offenbarte, stellte er sich an die Spitze der finnischen Heimatbewegung, die gegen die seit Jahrzehnten immer intensiver betrie­bene Russifizierungspolitik Front machte. Er gehörte bereits dem ersten finnischen Ein­kammerparlament an und erklärte damals den passiven Widerstand gegen die von Pe­tersburg verfügte „Gesetzwidrigkeit" eines selbständigen finnischen Heeres. Er wurde seines Richteramtes enthoben. Aber auch Waffengewalt konnte ihn nicht davon ab­halten, die Rechte seines wehrlosen Volkes auch weiterhin zu wahren, mit seinen Bei­sitzern Thing abzuhalten und dem den Fin­nen rechtswidrig aufgezwungenen russischen Prokurator seine Dienste zu verweigern. Als er dann, wie schon erwähnt, 1914 in die Ver­bannung geschickt wurde, brachte er sein klares, unerschütterliches Rechtsempfinden und den Glauben an die gute Sache seines Volkes in den Worten zum Ausdruck: „Ver­bannen Sie mich, wohin Sie wollen, unge­setzlich bleibt es doch!"

Als das Zarenreich in den Renolutions- stürmen des . Jahres 1917 zerbrach kehrte Svinhusvud nach Finnland zurück.-Er über­nahm sofort die Führung der finnischen Frei­heitskämpfer und rief am 1. Dezember 1917 die unabhängige finnische Republik aus. Ein Teil seiner Regierung saß in Vaasa. Er selbst mußte sich in Helsinki verborgen halten, stets in Gefahr, von den Bolschewisten ermordet zu werden. Auf abenteuerliche Wet'e gelang ihm die Flucht nach Berlin. Mehrmals war er, oer den Einiatz des eigenen Lebens nicht scheute, mit den roten Matrosenhanden auf deren Schissen zu Verhandlungen zusammen­gekommen, Zweimal unternahin er einen Fluchtversuch aus Helsinki in einem Flugzeug, Aber erst der dritte Versuch gelang. Mir eini­gen treuen Anhängern hatte er sich an Bord eines in bolschewistischer Hand befindlichen Eisbrechers begeben, der aus Helsinki auslicf. Aus hoher See wurden die Bolschewisten mit Messern und Pistolen überwältigt. Der Weg in den Schutz des Deutschen Reiches war frei.

Nach dem erfolgreichen Abschluß des finni­schen Freiheitskampfes, an dem die Ostsee­division unter General Graf von der Eoltz maßgeblich Anteil hatte, wurde Svinhusvud im Mai 19>8 zum finnischen Reichsverweser gewählt.

Schon in den schweren Monaten der sich vollziehenden Einigung und Befreiung Finn­lands im Jahre 1917 hatte sich Soinhufvud als ein hervorragender, unerschrockener Staatsmann und Diplomat bewährt, der sich

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