Ausgabe 
(29.2.1944) 59
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«ft.llg.ld. P-sticheck^ Hamburg 17 272, Anz-i- - und Ausnahmcbodingungon lt. Preis-.

parleianrtkclie Layeszettung

vllS flmtsblatt des siegierenden vürgermeistcrs der 5re!en Hansestadt Bremen

Nr. SS , 14. Jahrgang

^"be^isterte^^^^ §"^1"°^°-°-"!»° ohne Beriindlichkeit.

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'derschlesien: T-N ^ hberg Nt7, ^ -lh«ch. chsrn: Rjsaer -P r L"' - Piuniher Dresden iza tt«: I, SA s

^ ^ Dessau bs TI ß,^ Len°hat, illustriert ein Artikel der Londoner mburg: L-D Saml»,r» ZeitungObscrver" die bedingungslose lln-

VremerZMna

Geschäfts stellen!

Bremen: Leeren 6/8. Ruf 2 19 31: Nachtruf u. lonntags 2 47 65: Obernstr. 86. Ruf 2IS31; SHke: Mühlendamm L: Br.-Hemelmgen: Bahn- hofstratze 6. Lcke Poststratze. Ruf 4 34 58: Br.- Begesack: Rohrstr. 24. Ruf 4 u. 8; Bv.-Blumen- that: Kapt.-Dallmann-Str. 41/43, Ruf 68 u. 69

üer Nationalsozialisten. Vremens

flmiUäics verkündungsitlätt des Bcichsstatttialters in Oldenburg und Bremen

Dienstag, 29. Zebruar 1944

AtlaiUik-LIlsrts gilt such kür koken nickt

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Lmzeinxeks 15 Npf.

dnb, Berlin, 28. Februar. Nachdem Chur­chill soeben erst in seiner Unterhausrede klar und eindeutig bekannt hat, daß er mit Sta­lin in Teheran- über alle Frageneinig" ^ geworden sei und damit die Unterwerfung

'gz"°.7sWackrN Englands unter Moskaus Diktat Lugestan-

Wirr» i

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Puull-Hgmd.I^ terwcrfunq Englands unter das Diktat des r ni Attvna »z z^. T-f.'' Kreml und beweist, daß London jede eigene -töermannia 2 : 2 . ^Politik aufgegeben hat und nur noch aus- 'Nb^Ee''a Mrcndcs Organ der Sowjets ist. .

richrvu - MB ki^!sZ^! DerObserver", der sich mit dem polnisch- "l i.sh Konflikt beschäftigt, stellt stiich-

cklenburg: Rechlin - mn,. lern und ohne Beschönigung fest, das, Eng- eriner SV WSdland die Atlantik-Charta, jenes Dokument, stillen: HT Schalke 0i -- durch das im August 1941 der Weltöffent- > 4:1: BiL AltcnböW-gF lichleit Sand in die Augen gestreut wurde, .Bielefeld Sp.-Lg. zWmt.7 und mit dem die kleinen Staaten geködert oerrhein: KS8 Essen-NA7 g^den sollten, über Bord geworfen hat, veryaiileii Wesleade SM:: Wenn England jetzt von seinem Standpunkt -bg-h-. s- schreibt der ..Observer«, so geschehe üsieldvrl^ d '0>^k»dgs lediglichaus Rücksichtnahme gegen die

sowjetischen Gebietsforderungen an Polen

N.U

im Tüsieldvrl 8

n/«ach«n: «NS S,r «-§»«-. .- .... - . v , ...

!: TG Düren gg - MonE ""d ^ damals ergebenden polnischen

chesien: Borussia Fulda - M-' siorderungen für eine Kompensation ohne Erwähnung einer Volksabstimmungen zur lelland: Stadt TiidelingkiiErforschung der öffentlichen Meinung in bei- -0^ - ^ . den Fällen". Es ist bezeichnend, wenn der

ksrmsiiä- Observcr" weiter feststellt, England könne ^Nnwn -^"'ischer und zahlenmäßiger Stärke

iLark: KZG ToaE-^ ^ d°n Ver-

7:0: M Metz - Varuilia WE- ^"'S^n Staaten konkurrieren".

>en: Freiburqcr M - MZ « Einst hörte man es anders aus London. Da baldhoi SE KäsertalMii." Mllc man sich dort sehr stark, pochte aur die ^ ^ des Empire und stellte weitreichende

!Nm? Forderungen aus. Seitdem aber England sein

s.rnb°ra'l4 ' Schickial an das des Bolschewismus geknüpft

lau Alpenland: Wiener M-"- sind -diese Großsprechereien verstummt. M MarkerZdors - Dienn- Sii Ehurchill hat vergessen, mit welchen Prophe-

_ zeiungen und tönenden Erklärungen, Eng-

isunq des Silb-nrötsils «1 l-ud einst in den Krieg gegangen ist Heute ci 0 ir.i,..,,-!» , a« stalln das große Wort, und Churchill

Lotterie, -Ueberiem Gelegenheit, um dem Sowjet-

e, 0 . Nahkorb 8 Hm, - M,kr seine bedingungslose Ergebenheit iagger, 9. Lhesrau, R es Ausdruck zu bringen. Das große Eng­en -haben kurze vM> iM ist lehr klein geworden. Es^ecgibt sich ' demuisvoll in die Rolle des Sowsettr-abanten and drängt sich -danach, die Gunst des Kreml oral-» o»i>«in"itäglich aufs neue zu erwerben.

^ ein Zeichen vonpuritanischem kudiM»! ä weist" sein soll, wenn der ..Observer"-erklärt,

^ ein Teil der englischen Macht seiimmer 1 geistig gewesen" und habe zu einem Teil in I ds,Hingab« an Prinzipien" bestanden, dann ^ wmmt das etwa dem Standpunkt jener po- s litnchen Linsaltspinsel gleich, die vor 19.M m Dsutichland den Bolschewismusmit gei- itigen Waffen" bekämpfen zu können glaub­te». Dieser Kampf auf dergeistigen Ehene" >it die Zuflucht aller politischen Jämmerlings. «>e aus Furcht vor der letzten Konsequenz die "geßiigen Waffen" ins Feld führen. Wenn

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Basis angelangt ist

dann lWerschreibt es sein eigenes - »rteil

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4 »rteil,

Koppelte»^ Die Feststellung desObserver" erhält eine M°n,nßLL,W ^''7° Bestätigung durch einen Artikel des S"ald" in dem es ü. °. fürUN-. !n'kwe «mmlE «7,77^!^" erklärt wird, daß Polen dem iüren Mnsie» LäMst Bohchewismus bedingungslos ausgeliefert der teilt die TaM»"A ^rde. Dasselbe Polest, für dessen Rettung >KTabletle!ü">«S°! England einst in den Krieg gegangen zu sein

SVStz>rv«KW,K'»> »4---'.-»°-

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SWofshtiwEÄst 4k-htbericht unserer Berliner Schriftlcitung <,,..-n»na«b!>g1^^-Ie ev. zcb. Berlin, 28. Februar. Wie aus Mskan gemeldet wird, ist dort ein probol- -.Mcw,si-chesNationalkomitee" der Polen l Konkurrenz des Emigrantenklubs in Lon-- on gegründet worden. DasNationalkomi- 7, ."7 auch schon einen eigenen Oberbe- > »tssiaber als Gegenspieler gegen den Eene- ,7 ^oonkowiki aufgestellt.- Er erscheint als >n polnischerTito" unter dem Deckmantel

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Rola" und firmiert als General. Er fordert, daß alle kämpfenden Polen, auch im Nahen Osten und in England, sich ihm unterstellen. Der polnische Lmigrantenklub in London hat durch Reuter eine Erklärung verbreitest las­sen, daß er mit dem MoskauerNational-4

komitee" und mit dem Bandenhäuptling Rola nichts zu tun haben wolle.

Aber es wird wohl nicht lange dauern, bis Churchill in der Frage Rola eine ähnliche Entscheidung wie im Falle Tito treffen mutz, wenn nämlich Stalin es befiehlt.

Aveiksl sn voliiiscker Lckönksrderei

^srstälktsf VVic/s/stcinc/ /n kng/cmci gsgsn Oku7c/is//5 Zumutungen

Drahtbericht unserer Berliner Tchriftleitung

clr. sati. Berlin, 28. Februar. Von Tag zu Tag mehrt sich offenbar die Zahl der Eng­länder, die Churchill nicht mehr auf all seinen agitatorischen Wegen durch Dick sind Dünn folgen wollen. Gerade der letzte Rechenschafts­bericht des Premiers vor dem Unterhaus mußte die Erkenntnis fördern, daß die öffent­liche Meinung Englands bislang nur mit leeren Versprechungen gefüttert worden ist. Wenngleich Churchill diesmal beschwören wollte, daß er niemals Illusionen erweckt habe, so sind doch solche Erklärungen wie die­jenigen über die Entscheidung zu der Zeit, wenn die Blätter fallen", noch zu vielen Leu­ten in Erinnerunq geblieben. Wenn er es jetzt wieder mit derBlut, Schweiß und Tränen"- Manier versuchte, so zeigte sich nun doch im Hinblick auf das angekündigte gewaltige Risiko der Invasion ein verstärkter Wider­stand gegen die.Zumutung, alles gläubig hin­zunehmen, was er seinem sonst so gläubigen Publikum vorgesetzt hat.

Die SonntagszeitungPoeple" tritt mit der Fordllung hervor:Die Öffentlichkeit will die Wahrheit erfahren!" Von sich aus bezeichnetPoeple" es als die einfache Wahr­heit, daß der ganze 'Jtalienfeld'zug für die Alliierten zu einer großen Enttäuschung ge­worden sei. Zur Begründung -erinnert das Blatt an das SchlagwortWeihnachten in Rom".

Aehnlich lautet das, ihrt/il derDalli) Ma-il", daß das ganze' Jtalienuntern-ehmen

auf ein enttäuschendes Niveau abgesunken sei. Etwas komisch wirkt es. wenn das Blatt in diesem Zusammenhang die Auffassung vertritt, daß man das Kloster Monte Cassino zu früh zerstört habe. Etwas Richtiges ist schon an dieser Bemerkung: Durch das'Bom­bardement von Monte Cassino haben die Anglo-Amerikaner uns von den Rücksichten befreit, die wir zuungunsten unserer takti­schen Lage bis vor kurzent dort geübt hat­ten. So konnten wir die Ruinen in unsere Front einbeziehen und den Gegner wirk­samer bekämpfen, der schon gemeint hatte, daß das Bombardement- auf Monte Cassino zum entscheidenden Durchbruch führen würde.

Auch auf dem Gebiet des Luftkrieges wenden- sich immer mehr englische Stimmen gegen die Churchillsche Methode der Schön­färberei, vor allem was die Luftangriffe auf London betrifft. DieNews Chronicle" schreibt:Die Londoner verstehen etwas von Luftangriffen und können durch sanfte Ver­sicherungen amtlicher Stellen, die in den be­obachteten Tatsachen keine Stütze finden, nicht getäuscht werden."

Hinzu kommt die aufdämmernde Erkennt­nis, daß die außenpolitischen Wege Chur­chills nunmehr bis dicht vor einen Abgrund geführt haben. Bis jetzt hatte es noch keine englische Zeitung gewagt, die absolut not­wendige Folgerung aus der Erklärung Chur­chills zu ziehen, daß er die sowjetischen Erenzsorderunqen, alstvernünftig und ge­recht" beurteilte und saß Deutschland gegen­

über die Grundsätze der Atlantik-Charta keine Gültigkeit haben würden.

Auf der gleichen Linie liegen andere Stim­men der. Kritik gegen den außenpolitischen Kurs der englischen Regierung, so wenn der Daily Herald" es als besser erklärt^ wenn man das tatsächliche Ergebnis von Teheran rechtzeitig der englischen Öffentlichkeit mit­geteilt hätte, anstatt es ihr bis jetzt zu ver­heimlichen. Wenn auch derDaily Herald" Bedenken gegen die Auslieferung ehemaliger polnischer Gebiete und gegen eine Entschädi­gung Polens dupch deutsche Provinzen äußert, so sind die Gründe in erster Linie in befürchteten wirtschaftlichen Rückwirkun­gen auf England zu erblicken. Wohl hätte der Daily Herald" es lieber gesehen, wenn die britische Regierung ihren Grundsatz aufrecht erhalten hätte, Territorialfragen erst nach dem Kriege zu regeln, und resigniert er­kennt schließlich auch das Labour^Blatt, daß es nun wohl zu spät sei, um wieder auf einen richtigen Weg zu kommen.

Lrlolss gsgsn Lsnäöll

dnb. Berlin, 28. Februar. Im mittelserbi- schen Raum konnte dieser Tage ein deut­sches Unternehmen gegen «ine dort' zusam­mengezogene Bandengruppe erfolgreich fort­gesetzt werden. Die Ueberraschung des Fein­des gelang so vollständig, daß die Bande außer zahlreichen Toten über 709 Gefangene verlor. Ferner wurden fünf Maschinenge­wehre, rund 200 Gewehre, eine große Menge Munition und mehrere Verpflegungslager erbeutet.

Nachdem eine Kompanie eines Polizei- Regiments erst vor wenigen Tagen in raschem Zugriff einen bekannten Banden- sührer gelangen genommen und dabei zahl­reiche Waffen erbeutet hatte, gelang es der gleichen Kompanie am 26. Februar bei einer Fahndungsaktion im Raum Arand- jelovacMlabenovac eine stärkere Banden gruppe völlig aufzureiben und wiederum umfangreiches KKegsgerät sicherzustellen.

KroÜsr Lrtolg äer jspsniscden k4sriiieluklv/skke

Ost//c5 c/sr ?4c>t»'cinsn-/5iss/n s/n ^/ugrsugticigse unc/ c/tsi gioös Kiisgrrckist/s vs/5snlct

dnb. Tokio, 28. Februar. Das Kaiser­liche Hauptquartier gab am Montag be­kannt:

Am Morgen des 22. Februar tauchten feindliche Flottenstreitkräfte mit zehn Flug­zeugträgern und acht Schlachtschissen, die das Gros darstellten, in den Gewässern östlich der Marianen-Jnseln aus. Kaiserliche Ma- rineluststreitkräste gingen sofort zum An­griff über und griffen die feindlichen Kräfte vom Abend des 22. Februar bis zur Mor­gendämmerung des 23. Februar wiederholt an. Dabei würden ein Flugzeugträger und drei große Kriegsschiffe wahrscheinlich ebenfalls Flugzeugträger versenkt und ein weiterer Flugzeugträger beschädigt.

Bis zum Morgen des 23. Februar hatten die feindlichen Streitkräste, nachdem etwa 200 von Flugzeugträgern aufgestiegene Ma­schinen die Inseln Saipan, Tinian und Euam angegriffen hatten, in östlicher Rich­tung die Flucht ergriffen. Der von uns er­littene Schaden ist geringfügig."

koosevs'ls kariükottsiiNvs

Eigener Bericht

inb Berlin. 28. Februar. Der Zusammen- prall zwischen japanischen Marineluststreit- krästcn und einem sehr starken nordameri- kanischen Flottcnverhand in den Gewässern östlich der Marianen-Jnseln wirft ein inter­essantes Licht auf die Pläne des Admirals

Nimitz, der im Auftrage Roosevelts die USA.-Pazisikossensive leitet. Diese Offensive richtete sich in ihrer ersten Phase gegen die Salomonen, lief sich aber hier weitgehend fest. Bor allem hatten die Amerikaner schwere Schiffsverluste zu verzeichnen.

Sie wechselten daraufhin das Angriffs­ziel und gingen gegen die Marschall-Jnseln vor. Hier hatten sie gewisse Erfolge, die je­doch von zweitrangiger Bedeutung sind, weil die Marschall-Jnseln einen weit vorgeschobe­nen Posten der japanischen Verteidigung dar­stellen. Pon den Marschall-Jnseln wandten sie sich nach den Karolinen und schickten zu­nächst starke Luftstreitkräfte vor. Der. zur Karolinengruppe gehörige große japanische Stützpunkt Trük ist in den letzten Tagen von vielen hundert tlSA.-Bombern ange­griffen worden, die sehr wahrscheinlich von Flugzeugträgern aus aufgestiegen waren, denn in den Gewässern der Insel Truk wur­den von der japanischen Verteidigung einige USA.-Kriegsschiffe gestellt und vernichtet, die wohl zu dem gleichen Verband gehört haben dürften, der sich aus Flugzeugträgern und Schlachtschiffen zusammensetzt und der jetzt auf dem Wege von den Marschall-Jnseln zu den Marionen gestellt wurde.

Ob die Amerikaner die Absicht hatten und noch haben, auf den Marionen festen Fuß zu fassen, ist noch nicht bekannt. Die Japaner ljaben auch nichts darüber gemeldet, ob hin­ter dem von ihnen angegriffenen Geschwader T?uvpentransporter in großer Zahl im An­marsch waren. Es ist möglich, daß die Nord- amevikaner die Absicht hatten, die Insel Truk von Norden her anzugreifen: denn diese In­let ist nun einmal von großer Bedeutung für den Krieg im Pazifik. Sie bildet für die mpanü-be Berteidiouna eine ebenso kraftvolle Verankerung wie Rabaul, um dessen Lahm­

legung sich die Amerikaner vergeblich be­müht haben.

In den Vereinigten Staaten ist viel über dasJnselspringen" gehöhnt worden. Eine große amerikanische Nachrichtenagentur ev klärte kürzlich, daß die Oesftntlichkeit in den Vereinigten Staaten nicht wünscht, daß unter großem Zeitverlust eine Insel nach der an­deren erobert würde, Sie verlange vernich­tende Schläge.Roosevelt, der seinen Wahl­kampf mit außenpolitischen Mitteln und mit militärischen Erfolgen zu bestreiten versucht, will diese vernichtenden Schläge jetzt mit aller Gewalt austeilen. Daher ist damit zu rechnen, daß. den ausgedehnten Luftangriffen sehr bald Landungsmanöver folgen werden. 'In Tokio hat man die Bedeutung der amerika­nischen Operationen klar erkannt. Man sagt, die Amerikaner hätten offenkundig die Ab­sicht, das japanische Vert-eidigungssystem auf­zuspalten und so rasch wie möglich überall in dem riesigen Jnselgewirr nordöstlich der Sunda-Jnseln Fuß zu fassen, um von dieser Flankenstellung aus das eroberte Niederlän disch-Jndien und die Philippinen zu bedrohen.

Las Licksvlaud vsrlisksn

dnb. Berlin, 28. Februar. Der Führer verlieh am 8. Februar 1344 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Erich Löwe, Kommaydeur einer Panzerabteilung, als 38S. Soldaten der deut­schen Wehrmacht. Der Führer verlieh am 22. Februar 1844 das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleut­nant d. R. Rudolf Kolbeck, Kommandeur eines Grenadier-Regiments, als 433. Sol­daten und an Oberst d. R. Maximilian Wen gier, Kommandeur eines Grenadier- Regiments, als 404. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

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dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier, 28. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Beiderseits Kriwoi Roq griffen die So­wjets gestern den ganzen Tag über mit star­ken Infanterie- und Panzerkräften an. Alle Angriffe wurden unter Abriegelung einiger Einbrüche abgewiesen. Südlich der Pripjet- Sllmpfe herrschte an einigen Stellen lebhafte Kampftätigkeit. Bei Jampol warfen Trup­pen des Heeres und der Massen-js Kräste des Feindes im Gegenangriff zurück. Süd­lich der Beresina blieben wiederholte von Panzern unterstützte Vorstöße der Sowjets erfolglos.

Die Luftwaffe griss, von rumänischen Flie- gerkräften unterstützt, mit starken Kamps- und Schlachtfliegervcrbänden östlich Kirowo- grad feindliche Artilleriestellungen. Panzer- ünd Truppcnansammlungcn an. Eine Dnjepr- Brücke wurde durch Volltreffer mehrfach unterbrochen.

Bei den Kämpfen der letzten Tage im Raum nördlich Rogatschcw hat sich der Ba­taillonskommandeur in einem Grenadier- Regiment, Hauptmann Sattler, an der Spitze einer Stoßgruppe besonders ausge­zeichnet.

An den italienischen Fronten herrschte ge­stern nur örtliche Kampftätigkeit. Die seit einigen Tagen um Buon Riposo südwestlich Aprilia eingeschlossenen feindlichen Kräste in Stärke von etwa zwei Bataillonen wurden nach harten Kämpfen in dem höhlen- und schluchtenreichen Gelände vernichtet. Ueber K50 Gefangene wurden eingebracht. Der Feind erlitt in verbissenen Nahkämvscn schwerst« blutige Verluste. Das erste Ba­taillon des Panzer-Krenadier-Regiments 3 unter Führung des Majors Ecker hat sich hier ganz besonders ausaezeichnet.

Fernkampfbatterien beschossen mit beob­achteter Wirkung den feindlichen Ausla- dungsoerkehr im Raum Anzio und Nettuno. Angriffe deutscher Schlachtfliegerkräste lösten im Hasen von Anzio stärkere Brände aus.

0S8 - Ssnckeiilcaivpt-iXBreicben. Der ?ükrsr stiktets ckurcti ösketit vorn. 30. Isnusr 1944 ckss llsiicksnkLiiipk -/ebretctisii, ckss als Tspksiüsits- vack lletstuiigssbreictieil kür ckis irn XsMpt gvgsii ckls von Ivloslcsu orgsiii- siertsv Lsvckeii im Lumpt unck V/-ück kiiitsr cker Ostfront sovis irr ckon Lckluctitov nvct suk cksa klötioii cksr Oobirgs ctss Lüclostsvs stetisvösv ckoutsotrov Lotctstsii ocksr cker sn. itirsr Seit« lrämpksncksii Wskksiigskslirtsv cksr vorbüvckstsv ouropätsotisii Hissten Lnr Vsr- Isitiung lromint. Die vorn llsictisküllrer er­lassenen Onrotitüllruitgsbestiininnngen seilen ckie Verlsitiung öss 8sncksnli:sinpk-H.br:si-- clrsns in drei Linken llronre, Silber u. Oolck kür jeweils 20, 50 und 100 ^sinpttsgsn vor. Ls wird verlieben sn die eur Lsndsn- beksinpkung eingesetzten dentscben Solda­ten, sls sucb sn die snk den llübrsr ver­eidigten ^.ngsbörigsn der niobtdsntscbsn Ksrnpkverbsnde. II-?K.-itukn.: kresse-llokkmsns

ölaki«» qedwfttke«« läe-

Von Or. doksnil von bsers

Je mehr es wechselt, um so mehr bleibt es die gleiche Sache", 'sagt "eilte französische Redensart, Wenn irgend etwas sich in den letzten Jahren geändert hat, jedenfalls dem äußeren Anblick nach, so ist es der Bolsche­wismus. Seine Offiziere haben Achselstücke bekommen, Orden mit den Namen der Mar- schälle Kutusow und Suworow, die einst den Ruhm des Zarenreiches darstellten (und die, wenn sie auf einen Bolschewisten gestoßen wären, ihn sofort gehängt,hätten), werden verliehen. Die bolschewistische Armee schwört kniend auf die Fahnen wie einst die Krie­ger des Zaren. Auch eine Kirche ist wieder eingerichtet worden mit Metropoliten und Bischöfen. Eine Nationalhymne steht sogar auf dem Papier. Der Krieg wird alsvater­ländischer Krieg" aufgezäumt und damit der Welt zu verstehen gegeben, daß die Sowjet­union wiederRußland" sein wolle. Ja, sie will sogar etwas Besseres sein als das alte Rußland, gegen das die Unterdrückung und Russifizierung der nichtrussischen Völker stets eingewandt wurde: die neueVerfassungs­änderung" Stalins spricht von eigenen Rech­ten der Sowjetrepubliken auf dem Gebiet der Außenpolitik und des Militärs, die ihnen bis dahin nicht zustanden, so daß für eng­lische Augen so etwas wie einOommsst- wosltk ' der Völker der Sowjetunion her­auskommen könnte.

Was sind die Gründe dafür? Zur gleichen Zeit, da Stalin in Nordafrika mit Hilfe der Juden und des verkommensten Gesindels der Hafenstädte gegen die arabische und islamische Bevölkerung von Marokko, Algier und Tunis eine bolschewistische Republik aufrichtet, da er sich die Kinder Süditaliens von seinen englischen und Nordamerikanischen Bundes­genossen ausliefern läßt, über bescheidene englische W.ünsche achtungslos hinweggeht und es stets abgelehnt haft sich in seinen Äb- Nchten auch irgendwie an die amerikanischen Wuniche zu binden, wird der Gedanke, den Engländern und Nordamerikancrn mit diesen inneren Verbandlungcn des Sowjetstaates einenGefallen" zu tun oder sie von der Harmlosigkeit zu überzeugen, die dfr Bolsckie- wismus angenommen habe. nicht die erste Rolle spielen Die Regierunaen worden ja doch wohl -nicht derart beschränkt sein. daß fte sich davon täuschen lassen, auch wenn sie es äußerlich so erscheinen lassen.

Wohl aber auf die urteilslose Masse der Halbgebildeten, großer Teile des englischen und nordamerikanlschen Bürgertums sind diele Tricks, Tarnungen und Verwandlungen berechnet. Sie sollen wie Rotkäppchen denken, rwas dort im Bett läge, sei eine gutmütige Aon.niutter. Wenn dann der bolschewistische Wolf die Schlafmütze nimmt und die blan­ken Zähne zeigt, wird es zu ivät sein. Da der Kommunismus als Wirtschaftslehre, diese organisierte Stehlerei des ehrlich erworbe­nen Vermögens und Besitzes anderer Men­schen, für dieieniaen, die nikbt ihrer Natur noch bereits Verbrecher, Diebe und Uncbr- liche sind, keine An.tieb»ngskra>t haben kann, w w>rd er den kindlich urteitslot-'n analo: amerikonücklen M"Oen und oewiüen iftcht '"-tejlsfäbigeren Nentrat-n mit Ralalai'a- Mnsik und russischem Mystizismus nahe- "ebracht.

Man sollte darüber aber auch nicht iiber- -hen, daß d'eie Nerändernnaen nach innere Gründe im Sowjetstaat bab'en müssen. Nicht, daß Stalin fromm oder der Bolschewismus national werden tollte. Beides liegt ihnen weltenfern. Wobl aber scheint sich berausgc- stellt ,n babcn, daß der Anvcll an den ,.vro- lctanschen Gedanken", an die Weltrcvolution