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Bremen: Teeren 8/8, Ruf 219 31; Rächt,us ». lonntag, 2 47 SS; Obernst,. 8S, Ruf 2 19 31; Byte: MLHlensamm 2: Br.-Hemellngen: Nahn« Hofstrab« s. Eck- Poststrab-, Ruf 4 34 s»: «,., vegefack: Röhrst,. 24, Ruf 4 u, S; Br.-Blumen» thal: «axt.-Dallm-nn.Str. 44/43. Ruf SS ». s»
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svor Amtsblatt des Ueglerenven vürgermelfters der Lrelen Hansestadt vremen
14. Jahrgang
üev NationalldziaMen. Vremens
Amtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen
IHontag, 28. Abruar 1944
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^bl°!gsg Eigener Nachrichtendienst
Berlin,^27. Februar. Die Zusaimuen-
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nt erst. Liv N 2194.
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aller Frontabichnitte vom kriwoi Rog Hilebst in einen einzigen Absatz des i-Berichtes deutet schon rein äußerlich s hin, daß in den Operationen an der M ein gewisses Abebben der schweren ,fe eingetreten ist, das jedoch keineswegs Ruhepause charakterisiert werden kann. auch jetzt sind die feindlichen Angriffe m Teil harten Kämpfen abgewiesen g. Daraus wird erkennbar, wie sich - Kriifieballungen an den einzelnen „ uiikien der Ostfront zur Zeit in der siung der Hauptkampflinie offenbaren.
,,s lrnlwicklüiig, wie'sie sich seit zwei bis giMli Wochen in den zähen Machtproben absinkt, wird das Gefallen der obersten jjjl ichewistischen Führung wohl kaum finden.
. Bewegung der Fronten, die, wenn auch ^ausschliessliches bolschewistisches Verdienst, noch von der Moskauer Propaganda als Vinlam«s°lches hingestellt worden ist, nimmt stetig versteift sich in der Abwehrkraft der Ikla>4a» Mb" Divisionen. Der Ausbruch der "di«vr, II^Ey.BeMnde, gerade durch die slauer Liigenmeldungen als bedeutungs- mr deutscher Erfolg gekennzeichnet ist, , zur Verfestigung der deutschen Eesamt- v— 1 st stMg i>° Siidraum wesentlich beigetragen. 4 LlUi^Ülissik Tendenz zum Stillstand der y. outen, nicht der Operationen, oiscüvMch sjch^ selbst ohste Ausnahme der Westaus- 'lung südlich der Pripjet-Sümpfe, bis zur iniersrcllung zwischen Mittel- und Nord
44
39, ru kaust' 4581. '
. stfeike.
r,.. , «It bei Witeblk fort. So bleibt nur der /M ÜSIlMchMjschniit Peipussee mit seiner Nord- Liidverlängerung in einer stärkeren Be- tlichleit. Aus diesem Abschnitt versucht ^ auch die bolschewistische und alliierte iiaiion, die zur Zeit benötigten „Erfolge" Was aber von den feindlichen n ä. e ^ Rundfunkkommentaren groß- 0ruL,boaMPig gfg bolschewistischer „Vormarsch" aus- LrsckrsirfibMm wird, verdient in Wirklichkeit eine nüchterne Charakterisierung: es handelt ^ ^ die seit Wochen planmäßig durchge
hst und durch den feindlichen Druck an st Ttelle verwirrten deutschen Absetzbe- l»UN, die also weit eher im feindlichen Wd als bolschewistisches Nachrücken tuen müßten.
bolschewistische Führung wird sich be- t auch keinen Illusionen hingeben! denn llndurchstoßbarkeit der Narwa-Stellung m Peipussee und der Ostsee ist in den On Masseneinsätzen des Feindes in der
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, S» Zeit deutlich jn Erscheinung getreten, htictzt nur ZmlM''lsedoch die bolschewistische Propaganda den Mittelteil«, aoöl tMällschten Siegestaumel weiter durch- , , w.,,« lij ?" ?uß und ihr im Süden und in der ovk ctsm wo der Atem ausgegangen ist, stürzt sie »cttiscbtem dpM 1 mt nervöser Uebertreibung auf die im rette 2Uwck"°!b!»7l7"icht weniger geregelten Geschehnisse ^iit«!i-??bichnitt. Es ist jedoch zu erwarten. bwckug'6ru ^!«h diese Situation rasch ändern wird, Vj^ldl.bannlt«^'" die Tüd- und Mittelfront bald das - gnüls« ast^'Äbeanspruchen werden, wenn .. t. w«i,L^,E.^m^u>eas entschieden ist, ob dieser VtSicb « durch die Beweglichkeit der Fronten
« aber bauvtiächlich nur durch die Ve- ^stistg der Entscheidung bedingt werden
M Landekopf Ansio-Nettuno lieqt ein «"''»inaisender Bericht über das Kämpfest eines Monats vor. Die nahezu
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45 80.
6000 Gefangenen, die in der Zeit vom 2H. Januar bis. zum 24. Februar eingebracht worden sind, wirken sich als besonders empfindlicher Verlust der Anglo-Amerikaner deshalb aus, weil es sich größtenteils um Eliteverbände handelt, die bei den versuchten operativen Vorstößen abgeschnitten und gefangen genommen wurden. Auch die Zahl der vernichteten
oder erbeuteten Panzer erweist die Bedeutung der bisherigen deutschen Erfolge.
Die gegenwärtige Ruhe sowohl- hier im Landekopf, als auch an der Südfront darf, ähnlich wie im Osten, nicht als Symptom nachlassenden Kampfeswillens gesehen werden. Vielmehr deuten die für die Italien- kämpfe tmmer wieder eintretenden charak
teristischen Pdusen, die keineswegs mit dem Abschluß bestimmter taktischer oder strategischer Unternehmungen zusammenfallen, nur an, wie hart und mit welchem Materialaufwand die Schlacht dort geführt. wird. Die Schwierigkeiten des Nachschubs lassen eine pausenlose Kampffiihrung, wie sie von den Alliierten erstrebt wird, einfach nicht zu.
In emsin Solist S72I ksksugsus bei lielUmo
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dnb. Aus dem Führerhauptquartier, 27. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Zwischen Dnjepr und Kriwoi Rog, südlich der Veresina, nördlich Rogatchew und südöstlich Witebsk wiesen unsere Truppen Angriffe der Sowjets in zum Teil harten Kämpfen ab. Oertliche Einbrüche wurden bereinigt oder abgeriegelt.
Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnitts zersprengten Sicherungstruppe» zusammen mit der französischen Freiwilli- gen-Legion stärkere bolschewistische Banden, fügten ihnen hohe blutige Verluste zu und brachten umfangreiche Beute ein. 43 Bandcn- lager mit über 1000 Bunkern und Versorgungseinrichtungen wurden zerstört.
Im Nordabschnitt der Front setzten sich unsere Truppen in einigen Abschnitten weiter planmäßig ab. Heftige feindliche Angriffe östlich des Pleskau-Sees und an der Narwa- Front scheiterten in erbitterten Kämpfen.
In der vergangenen Nacht griffen sowjetische Terrorslieger erneut die finnische Hauptstadt an. Es entstanden Schäden in den Wohngebieten und Verluste unter der Bevölkerung. Finnische Flakartillerie und deutsche Nachtjäger vernichteten 13 feindliche Flugzeuge.
Im Landckopf von Nettuno brachen mehrere seindliche Angriffe in unserem zusammengefaßten Abwehrfeuer zusammen. Fernkampfartillerie beschoß die Häfen von Anzio und Nettuno sowie weitere feindlich« Landeplätze.
In der Zeit vom 24. Januar bis 24. Februar wurden bei den Kämpfen im Landekops von Nettuno 5721 Gefangene eingebracht, 212 Panzer vernichtet und weitere 21 bewegungsunfähig qeschossen: fünf Panzer wurden erbeutet, über 40 Geschütze vernichtet oder erbeutet.
An der italienischen Sndfront verlief der Tag ohne besondere Ereignisse.
Sicherungsfahrzeuge eines deutschen Geleits wehrten in der vergangenen Nacht im Seegebiet von Le Havre wiederholte Angriffe britischer Schnellboote ab und schössen zwei davon in Brand. Eines der Boote wurde in sinkendem Zustand zurückgelassen. Das Geleit erreichte unbeschädigt seinen Bestimmungshasen.
ksillüsiigritts sä äsr gsnrell Vrrlkront rersedlsgen
1 .sutncmt /-/cisttmcmn 5 ckc »6 rskn 5 o°v/st//ugrsugs ot) unc/ sikölits c//s ^o/i/ rsmsr l.ults/sgs oul 202
dnb. Berlin, 27. Februar. Am Unterlauf des Dnjepr griffen einige sowjetische Schützendivisionen am 26. Februar mit Schlachtfliegerunterstützung an. Unsere Truppen wiesen die Angriffe im wesentlichen zurück, riegelten, soweit den Bolschewisten Einbrüche gelungen waren, diese ab oder bereinigten sie im Gegenstoß unter hohen blutigen Verlusten für den Feind.
Zwischen Dnjepr und Kriwoi Rog wiederholte der Feind seine von Artillerie und stellenweise von Panzern und Sturmgeschlltzen unterstützten Angriffe mit Verbänden bis zu Regimentsstärke. Diese scheiterten jedoch an der erbitterten Gegenwehr unserer Grenadiere, die an einzelnen Stellen vorgedrungene Kräftegruppen der.Bolichewisten wieder zurückwarfen. Bei diesen Kämpfen wurden mehrere Panzer und Sturmgeschiitze vernichtet und eine Anzahl Gefangener eingebracht.
Deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Schlachtfliegerverbände 'griffen in die Erdkämpfe wirkungsvoll ein. Auch rumänische Fliger nahmen mit gutem Erfolg an den Angriffen teil. Die Sowjets erlitten bedeutende Verluste an Menschen und Material. Line Anzahl von Panzern, Geschützen und Fahrzeugen wurden vernichtet und ein wichtiger Uebergang über den Unterlauf des Dnjepr dürch mehrere Volltreffer unterbrochen. In Luftkümyfen wurden im Abschnitt Kxiwoi Rog 18 sowjetische Flugzeuge abgeschossen. Hierbei erzielte Ritterkreuzträger Leutnant Hart mann 10 Abschüsse und brachte damit die Gesamtzahl seiner Luslsiege auf 202. Insgesamt ver
loren die Sowjets an der Ostfront am Sonnabend 43 Flugzeuge. Dagegen gingen nur drei eigene verloren.
2m Südabschnitt der Ostfront fügten schwere deutsche Kampfverbände zusammen mit Stukas und Tieffliegern sowjetischen Panzerstreitkrüften im Raum Kirowograd und Rogatschew am Sonntag bedeutende Verluste zu. An einer Stelle erfolgte ein deutscher Luftangriff gerade in dem Augenblick, als sowjetische Infanterie mit Panzern und Sturmgeschützen zu einem Durchbruchsversuch gegen die' deutschen Stellungen angetreten war. Zahlreiche Lastfahrzeuqe wurden durch Bombenwürfe vernichtet. Der Angriffsversnch der Sowjets brach unter dem überraschenden schweren Luftangriff in der Entfaltung zusammen.
Südlich der Pripjetsümpfe säuberten Soldaten einer Panzerdivision einen Geländestreifen und vernichteten dabei sechs sowjetische Panzer. 2n der Abwehrschlacht südlich und östlich Bobruisk setzte der Feind nur im Süden der Beresina seine- massiierten Angriffe fort, die in erbitterten Kämpfen abgewiesen wurden, während er am Drut, offenbar infolge der am Vortage erlittenen hohen Verluste, eine Kampfpause einlegte. Diese benutzten die Grenadiere zur Vereinigung früherer örtlicher Einbrüche, in deren Verlaus sie den Südieil einer Ortschaft zurückgewannen, dreizehn Geschütze und zahlreiches sonstiges Gerät erbeuteten.
2m rückwärtigen Gebiet des Mittel- mbschnittes zersprengten Sicherungstruppen gemeinsam mit der französischen Freiwilli-
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Teilen des Reiches die Aus- istmei?" der Hitler-Jugend in die eminschasi der Ratioiialsozialistischeii „ " 2lrb-'t°rpartei statt. Diese Jun- habc " ' und Führerinnen der-
79 ^!/M^il/K,?.""^°^a>>stischen Jugendbewegung der Verpachtung zum
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?"'» «i!»""?»'i°i«!chuft d-, UII-» » ^ Monci diesem Sonntag, in
, "eglinc 'hre nationalsozialistische
IÜE dem Marschtritt
.Mieilem ^ istarde Adolf Hitlers, die aus und neuen Lie- Hepriw» -I^.^stLi, werden diese Appelle ??!stahn,e koi, ien. Am Tage der Partei- --stngeii m!-^st Monatsappell, haben ü°»de? tzeünist?..Madel wieder ein überzeuchst- die d>e Krast der Jugend ge-
e!Ie Nn. i- "er Härie dieses Krieges -hichsinhh V°n wird.
5'st«lk dj^h. sthr." A rtu r A r m a n n er- ^ h "st^wulichen Monatsappclle
^ . zFA hstlbe7^i einer ?lnsprache an die t Er iLhne "d d->- deutsche Elternhaus.
_ daß die Jugend heute
einen feierlichen Tag begehe. In allen Gauen des Reiches würden die Jungen und Mädel, die sich besonders bewährt hätten, in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei aufgenommen. Sie seien durch eine jahrelange Schulung und Erziehung in der Hitler-Jugend gegangen und hätten sich dort im Frieden wie im vielfältigen Kriegseinsatz der der Hitler-Jugend durch ihre ständige Bereitschaft. ihren Fleiß und ihre Beharrlichkeit bewährt. Die Härte des Krieges sei ihnen Ge- legenheit gewesen, sich neben den sachlichen Leistungen in ihren charakterlichen Eigenschaften zu bewähren. Viele hätten schon in frühester Jugend ein tapferes Herz gezeigt. Die Anforderungen unserer Zeit je,en ein sorgfältiger Maßstab der charakterlichen Aus- lese. Dies sei gut; denn nur die Besten sollen immer wieder Parteigenossen werden, und sie verdienen es nur, der nationalsozialistischen Bewegung und dabei dem Fiihrungsorden des deut,chen Volkes anzugehören. , ^
Die Ersüllunq der Aufgaben der Hitler- Jugend, so fuhr der Reichsjuaendsuhrer fort. -ei sür diese Jungen und Mädel zugleich die beste Ausbildung und Vorbildung für den Auftrag der Partei gewesen, 4>er st« allen Bereichen des Lebens verbindet. Sch°u in jungen Jabren hätten sie das §roß° ""U.u der Kameradichaft der Deutschen erlebt, die nicht mebr das Trennende der Hcrkun,t. der Konfession und des Besitzes kenne, ^n dieiem Sinne seien sie erzogen und zollten nun als jüngste Parteigenossen und Partelgenoginnen die begeisterten Künder der nationn ,ozia!>- stiichen Weltanschauung sein. Nach und Leistung seien sie °us allen Schicht- des Volkes gewählt, um nach eigenem En^, schluß der Bewegung d'-nen und 'A d ^ großen Vertrauens, in der Memmen,uyru„u tätig zu sein. würdig zu erweiien.
Der Reichsiuaendführer lenkte d°nn noch einmal den Blick der Jungen '.nd Madel die vor ihrer Aufnahme in die Parte, stau
den, auf den geschichtlichen Weg der nationalsozialistischen Bewegung. Das Beispiel des Führers in seinem langen Kampf für unser Volk und Reich solle immer den Jungen und Mädeln, wenn sie nun Parteigenossen seien, vor Augen stehen. Sie müßten es immer wieder, so betonte der Reichsjugendsiihrer, als das Größte der nationalsozialistischen Revolution empfinden, daß ihr Mittelpunkt und Inhalt die Erziehung des deutschen Menschen sei.
Die Weltanschauung des Führers, so er- klärte der Reichsjugendsiihrer weiter, habe den Wprten des germanischen Charakters zum siegreichen Durchbruch verhelfen. Ehre, Freiheit und Tapferkeit seien die starken Grundfesten der großen germanischen und mittelalterlichen Kaiserreiche und seien auch heute die Fundamente unseres Lebens. Das Goethe-Wort „Alles ist wahr, was fruchtbar ist" erweise sich an unserer Weltanschauung, die in ihrer Verwirklichung dem Staate Aufstieg und Segen bringe.
An allen Fronten dieses Krieges habe» die Nationalsozialisten bewiesen, daß sie aus ihrer Weltanschauung die Kraft gewinnen, sür die Freiheit des Reiches zu tämpsen und zu sterben. Die nationalsozialistische Weltanschauung sei der Lebensinhalt der Jugend, die nationalsozialistische Bewegung ihre geistige und seelische Heimat, ein Leben lihne die Bewegung könne sich die Jugend nicht mehr vorstellen.
Nachdem der Reichsjugendführer dann die jüngsten Parteigenossen noch einmal auf das gtoße Vorbild der alten Garde, die selbst in härtesten Stunden niemals den Klauben verlor, und auf den heldenhaften Einsatz unserer Soldaten hingewiesen hatte, gab er ihnen als Richtschnur für ihr kommendes Leben das Wort Friedrichs des Großen mit aus den Weg „Helden haben unter Reich gc- ichassen: haltet dieses Reich aufrecht, damit der Ruhm eurer Vater nicht eure Schande werde."
gen-Legion unter geringen eigenen Verlusten die in diesem Gebiet konzentrierten Großbanden und zerstörten ihre Versorgungsbasis. Diese seit Anfang Februar unter Ueberwindung schwierigster Wege-, Witte- 'rungs- und Versorgungsverhültnisse durchgeführten Unternehmungen fanden damit ihren Abschluß. Die Banditen verloren 686 gezählte Tote und 200 Gefangene. Wieviel Mann in dem unübersichtlichen Wald- und Sumpfgelände außerdem zugrundegegangen sind, wird sich niemals ermitteln lassen.
Oestlich des Pleskauer Sees wiesen Truppen einer Luftwaffen-Felddivision zahlreiche von Panzern unterstützte Angriffe unter hohen feindlichen Verlusten ab. Heftige Kämpfe entwickelten sich in einer Einbruch- stelle bei Narwa. Sie verliefen für unsere Truppen erfolgreich. Im Kampfraum zwi- schen Peipussee und Jlmensee fügten starke Verbände von Cchlachtfliegern den Volsche- wisten durch unablässige Bekämpfung ihrer Angriffsspitzen und Fahrzeugkoloniien schwere Verluste zu.
Im nördlichen Frontabschnitt waren am Sonntag Angriffe deutscher Schlachtflieger- verbüilde gegen sowjetische Marschkolonnen und Fahrzeugparks im Raum des Peipus- sees erfolgreich. Ueber dem Gebiet zwischen Jlmen- und Peipussee kam es zu Luftkänip- fen, in heuen die deutschen Jagdflieger nach bisher unvollständigen Meldungen'2l Sowjetflugzeuge abschösse».
An der Mur-man-Front brachen eigene Stoßtrupps in die feindlichen Stellungen ein und vernichteten Kampfanlagen.
LuslLiläsäsulscks keimgskslirt
ckud. Lissabon, 27. Februar. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt durchgeführten Heimkehreraktion für Ausländsdeutsche sind am 26. Februar 1914 die Mitglieder des else- maligen deutschen Generalkonsulats in Algier, ferner 1116 Reichsdeutsche aus Nord-, Mittel» und Südamerika und 118 schwerverwundete deutsche Kriegsgefangene aus USA. und Kanada in Lissabon eingetroffen. Sie wurden vom deutschen Gesandten von Hü ixe im Namen des Reichsaußenministers begrüßt. Die Heimkehrer werden in drei Teilen die Heimreise von Lissabon nach Deutschland in Sonderzügen fortsetzen.
Das Leöe«
Von KrisZsbericktsr Hans kvistrlsr
PK. Wo immer auch in Veragngenheit und Gegenwart etwas Großes entstand: es wuchs aus der Not. Erst das schwere Leben erschließt die Kräfte und läßt sie zur angemessenen Zeit auch als Blüte und Frucht unter einem heiteren Himmel gedeihen. So wachsen Menschen und Völker in breiten Ringen wie Bäume über die Zeit. Immer wieder müssen sie das Glück ihres kurzen Sommers aufs neue dem widrigen Schicksal abtrotzen, das mit Winterstürmen und Hagelschlag ihre Kräfte erst prüft, bevor es sie reifen läßt.
Wäkrsnd sich diese Auseinandersetzung im Frieden mehr auf den einzelnen verlagert, zwingen die Kriege dje Völker selbst zu einem einzigen Willen zusammen. In der Rückschau ist sonst kein großer Unterschied zwischen Krieg und Frieden, wenn das Glück nicht als Schläsrigkeit betrachtet wird, wie es Hölderlin in den Mund der Knechte legt.
Aber die Gegenwart ist etwas anderes. Wir blättern nicht mehr im Buch der Geschichte, sondern sind in ihren entscheidenden Abschnitt unmittelbar lebendig hineingestellt. Wir sitzen nicht mehr als Zuschauer in Logenplätzen, sondern die Gegenwart zwingt uns selber an Winkelrieds Stelle, um der Freiheit mit unserem eigenen Herzblut eine. Gasse zu bahnen. Was wir früher in Worten und Gedanken als Menschengröße und Menschenwürde feierten, haben wir heute selbst zu verkörpern. Uns bleibt nicht mehr die Abstand wahrende Betrachtung, das ehrfürchtige Bewundern, sondern wir haben selber vor uns und vor einem späteren Geschlecht zu bestehen, das nur durch unser Opfer leben, nur durch unser Beispiel Kraft und Sinn für sein Dasein finden wird. So ist das schwere Leben unserer Zeit der unerbittliche Richter über Gegenwart und Zukunft. Beides meistern wir nur. indem wir im Kricoe die Tat verkörpern. Was uns dazu Kraft gibt, ist gut. Was uns dabei schwächt, ist böse, — und nichts ailt außerdem!
Dies alles ist eine Wirklichkeit, die heute jeder erfassen kann, der mit starkem Herzen und offenen Augen in der Zeit lebt. Es gibt kein Ausweichen mehr, kein Verbergen. Das schwere Leben fordert jetzen vor seine Schranken. Wer ihm ausweicht, den sucht es selber auf, wer der Gefahr flieht, den tötet sie. Es lastet auf dem Soldaten mit der ganzen Gewalt des langen Krieges. In jeder Stunde hat er sich neu darin zu behaupten: im stählernen Gewitter der Schlacht, auf einsamem Posten am Eismeer, als Befehlender ebenso wie als Gehorchender. Und es lastet ebenso auf der Heimat: mit dem Fallen der Bomben, mit dem engen Leben, mit den Sorgen und Tränen der Mütter und Frauen. Die Worte, die Ernst Vachmeister nach dem letzten Kriege schrieb, sind heute wieder fordernde Wirklichkeit geworden: „Für das Vaterland sterben, soll so viel sein, wie es immer war. Für das Vaterland leben, soll mehr sein, als es jemals war." Dieses mehr haben wir zu leben, daheim wie draußen. Aus der Summe der einzelnen Leben erwächst erst die Kraft eines Volkes, die am Ende über Sein oder Nichtsein entscheiden wird.
So ist jedem die Entscheidung in die eigene Hand gegeben. Je schwerer das Leben auf dem Ganzen lastet, desto bedeutsamer wird die einzelne Tat. Dies zeigt die Abwehrschlacht im Osten und Süden: Nur durch die entschlossene Tat des Einzelnen konnte die Front immer wieder gehalten werden. Nur dem Kampf und Opfer des Einzelnen ist es zu verdanken, daß dem Feinde an keiner Stelle der geplante Durchbruch gelang, daß heute wie zu Beginn dieser Schlacht die Front als unzerstörbares Festungswerk die Heimat beschützt. Und wo der Krieg trotzdem mit Phosphor und Bomben in ihren Frieden einbrach, da standen die Frauen an Stelle der Männer, und sie standen ihnen nicht nach. Sie trugen als Schwestern die Kranken aus den brennenden Gebäuden, sie schützten ihre Kinder, sie löschten den Brand, llnd sie fielen dabei oft, wie ihre Männer draußen gefallen sind: mitten im Kampf.
So schwer wurde noch kein Volk geprüft. Doch eine Gewißheit haben wir heute schon daraus gewonnen: daß uns die Feinde niemals niederzwingen werden! Sie können unsere Städte zerstören, unsere Fronten zurückdrängen. Aber am Ende werden sie da-
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