Ausgabe 
(28.2.1944) 58
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GeschSfrsfirri««;

Bremen: Teeren 8/8, Ruf 219 31; Rächt,us ». lonntag, 2 47 SS; Obernst,. 8S, Ruf 2 19 31; Byte: MLHlensamm 2: Br.-Hemellngen: Nahn« Hofstrab« s. Eck- Poststrab-, Ruf 4 34 s»: «,., vegefack: Röhrst,. 24, Ruf 4 u, S; Br.-Blumen» thal: «axt.-Dallm-nn.Str. 44/43. Ruf SS ». s»

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svor Amtsblatt des Ueglerenven vürgermelfters der Lrelen Hansestadt vremen

14. Jahrgang

üev NationalldziaMen. Vremens

Amtliches verkündungsbiatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und vremen

IHontag, 28. Abruar 1944

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Berlin,^27. Februar. Die Zusaimuen-

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til rn ksnk Leekemeier,

«8. 8 4558. Inst»r«n»»n,

nt erst. Liv N 2194.

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aller Frontabichnitte vom kriwoi Rog Hilebst in einen einzigen Absatz des i-Berichtes deutet schon rein äußerlich s hin, daß in den Operationen an der M ein gewisses Abebben der schweren ,fe eingetreten ist, das jedoch keineswegs Ruhepause charakterisiert werden kann. auch jetzt sind die feindlichen Angriffe m Teil harten Kämpfen abgewiesen g. Daraus wird erkennbar, wie sich - Kriifieballungen an den einzelnen „ uiikien der Ostfront zur Zeit in der siung der Hauptkampflinie offenbaren.

,,s lrnlwicklüiig, wie'sie sich seit zwei bis giMli Wochen in den zähen Machtproben ab­sinkt, wird das Gefallen der obersten jjjl ichewistischen Führung wohl kaum finden.

. Bewegung der Fronten, die, wenn auch ^ausschliessliches bolschewistisches Verdienst, noch von der Moskauer Propaganda als Vinlam«s°lches hingestellt worden ist, nimmt stetig versteift sich in der Abwehrkraft der Ikla>4a» Mb" Divisionen. Der Ausbruch der "di«vr, II^Ey.BeMnde, gerade durch die slauer Liigenmeldungen als bedeutungs- mr deutscher Erfolg gekennzeichnet ist, , zur Verfestigung der deutschen Eesamt- v— 1 st stMg i>° Siidraum wesentlich beigetragen. 4 LlUi^Ülissik Tendenz zum Stillstand der y. outen, nicht der Operationen, oiscüvMch sjch^ selbst ohste Ausnahme der Westaus- 'lung südlich der Pripjet-Sümpfe, bis zur iniersrcllung zwischen Mittel- und Nord

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39, ru kau­st' 4581. '

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r,.. , «It bei Witeblk fort. So bleibt nur der /M ÜSIlMchMjschniit Peipussee mit seiner Nord- Liidverlängerung in einer stärkeren Be- tlichleit. Aus diesem Abschnitt versucht ^ auch die bolschewistische und alliierte iiaiion, die zur Zeit benötigten „Erfolge" Was aber von den feindlichen n ä. e ^ Rundfunkkommentaren groß- 0ruL,boaMPig gfg bolschewistischer „Vormarsch" aus- LrsckrsirfibMm wird, verdient in Wirklichkeit eine nüchterne Charakterisierung: es handelt ^ ^ die seit Wochen planmäßig durchge­

hst und durch den feindlichen Druck an st Ttelle verwirrten deutschen Absetzbe- l»UN, die also weit eher im feindlichen Wd als bolschewistisches Nachrücken tuen müßten.

bolschewistische Führung wird sich be- t auch keinen Illusionen hingeben! denn llndurchstoßbarkeit der Narwa-Stellung m Peipussee und der Ostsee ist in den On Masseneinsätzen des Feindes in der

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, S» Zeit deutlich jn Erscheinung getreten, htictzt nur ZmlM''lsedoch die bolschewistische Propaganda den Mittelteil«, aoöl tMällschten Siegestaumel weiter durch- , , w.,,« lij ?" ?uß und ihr im Süden und in der ovk ctsm wo der Atem ausgegangen ist, stürzt sie »cttiscbtem dpM 1 mt nervöser Uebertreibung auf die im rette 2Uwck"°!b!»7l7"icht weniger geregelten Geschehnisse ^iit«!i-??bichnitt. Es ist jedoch zu erwarten. bwckug'6ru ^!«h diese Situation rasch ändern wird, Vj^ldl.bannlt«^'" die Tüd- und Mittelfront bald das - gnüls« ast^'Äbeanspruchen werden, wenn .. t. w«i,L^,E.^m^u>eas entschieden ist, ob dieser VtSicb « durch die Beweglichkeit der Fronten

« aber bauvtiächlich nur durch die Ve- ^stistg der Entscheidung bedingt werden

M Landekopf Ansio-Nettuno lieqt ein «"''»inaisender Bericht über das Kämpf­est eines Monats vor. Die nahezu

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45 80.

6000 Gefangenen, die in der Zeit vom 2H. Ja­nuar bis. zum 24. Februar eingebracht worden sind, wirken sich als besonders empfindlicher Verlust der Anglo-Amerikaner deshalb aus, weil es sich größtenteils um Eliteverbände handelt, die bei den versuchten operativen Vorstößen abgeschnitten und gefangen genom­men wurden. Auch die Zahl der vernichteten

oder erbeuteten Panzer erweist die Bedeu­tung der bisherigen deutschen Erfolge.

Die gegenwärtige Ruhe sowohl- hier im Landekopf, als auch an der Südfront darf, ähnlich wie im Osten, nicht als Symptom nachlassenden Kampfeswillens gesehen wer­den. Vielmehr deuten die für die Italien- kämpfe tmmer wieder eintretenden charak­

teristischen Pdusen, die keineswegs mit dem Abschluß bestimmter taktischer oder strategi­scher Unternehmungen zusammenfallen, nur an, wie hart und mit welchem Materialauf­wand die Schlacht dort geführt. wird. Die Schwierigkeiten des Nachschubs lassen eine pausenlose Kampffiihrung, wie sie von den Alliierten erstrebt wird, einfach nicht zu.

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dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 27. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Zwischen Dnjepr und Kriwoi Rog, südlich der Veresina, nördlich Rogatchew und süd­östlich Witebsk wiesen unsere Truppen An­griffe der Sowjets in zum Teil harten Kämp­fen ab. Oertliche Einbrüche wurden bereinigt oder abgeriegelt.

Im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnitts zersprengten Sicherungstrup­pe» zusammen mit der französischen Freiwilli- gen-Legion stärkere bolschewistische Banden, fügten ihnen hohe blutige Verluste zu und brachten umfangreiche Beute ein. 43 Bandcn- lager mit über 1000 Bunkern und Versor­gungseinrichtungen wurden zerstört.

Im Nordabschnitt der Front setzten sich un­sere Truppen in einigen Abschnitten weiter planmäßig ab. Heftige feindliche Angriffe öst­lich des Pleskau-Sees und an der Narwa- Front scheiterten in erbitterten Kämpfen.

In der vergangenen Nacht griffen sowjeti­sche Terrorslieger erneut die finnische Haupt­stadt an. Es entstanden Schäden in den Wohngebieten und Verluste unter der Be­völkerung. Finnische Flakartillerie und deut­sche Nachtjäger vernichteten 13 feindliche Flugzeuge.

Im Landckopf von Nettuno brachen meh­rere seindliche Angriffe in unserem zusam­mengefaßten Abwehrfeuer zusammen. Fern­kampfartillerie beschoß die Häfen von Anzio und Nettuno sowie weitere feindlich« Lande­plätze.

In der Zeit vom 24. Januar bis 24. Fe­bruar wurden bei den Kämpfen im Lande­kops von Nettuno 5721 Gefangene ein­gebracht, 212 Panzer vernichtet und weitere 21 bewegungsunfähig qeschossen: fünf Pan­zer wurden erbeutet, über 40 Geschütze ver­nichtet oder erbeutet.

An der italienischen Sndfront verlief der Tag ohne besondere Ereignisse.

Sicherungsfahrzeuge eines deutschen Ge­leits wehrten in der vergangenen Nacht im Seegebiet von Le Havre wiederholte An­griffe britischer Schnellboote ab und schössen zwei davon in Brand. Eines der Boote wurde in sinkendem Zustand zurückgelassen. Das Geleit erreichte unbeschädigt seinen Be­stimmungshasen.

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dnb. Berlin, 27. Februar. Am Unterlauf des Dnjepr griffen einige sowjetische Schützendivisionen am 26. Februar mit Schlachtfliegerunterstützung an. Unsere Trup­pen wiesen die Angriffe im wesentlichen zu­rück, riegelten, soweit den Bolschewisten Ein­brüche gelungen waren, diese ab oder be­reinigten sie im Gegenstoß unter hohen blu­tigen Verlusten für den Feind.

Zwischen Dnjepr und Kriwoi Rog wieder­holte der Feind seine von Artillerie und stel­lenweise von Panzern und Sturmgeschlltzen unterstützten Angriffe mit Verbänden bis zu Regimentsstärke. Diese scheiterten jedoch an der erbitterten Gegenwehr unserer Gre­nadiere, die an einzelnen Stellen vorgedrun­gene Kräftegruppen der.Bolichewisten wieder zurückwarfen. Bei diesen Kämpfen wurden mehrere Panzer und Sturmgeschiitze vernich­tet und eine Anzahl Gefangener eingebracht.

Deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Schlachtfliegerverbände 'griffen in die Erd­kämpfe wirkungsvoll ein. Auch rumänische Fliger nahmen mit gutem Erfolg an den Angriffen teil. Die Sowjets erlitten bedeu­tende Verluste an Menschen und Material. Line Anzahl von Panzern, Geschützen und Fahrzeugen wurden vernichtet und ein wich­tiger Uebergang über den Unterlauf des Dnjepr dürch mehrere Volltreffer unter­brochen. In Luftkümyfen wurden im Ab­schnitt Kxiwoi Rog 18 sowjetische Flug­zeuge abgeschossen. Hierbei erzielte Ritter­kreuzträger Leutnant Hart mann 10 Ab­schüsse und brachte damit die Gesamtzahl seiner Luslsiege auf 202. Insgesamt ver­

loren die Sowjets an der Ostfront am Sonn­abend 43 Flugzeuge. Dagegen gingen nur drei eigene verloren.

2m Südabschnitt der Ostfront fügten schwere deutsche Kampfverbände zusammen mit Stukas und Tieffliegern sowjetischen Panzerstreitkrüften im Raum Kirowograd und Rogatschew am Sonntag bedeutende Verluste zu. An einer Stelle erfolgte ein deutscher Luftangriff gerade in dem Augen­blick, als sowjetische Infanterie mit Pan­zern und Sturmgeschützen zu einem Durch­bruchsversuch gegen die' deutschen Stellungen angetreten war. Zahlreiche Lastfahrzeuqe wurden durch Bombenwürfe vernichtet. Der Angriffsversnch der Sowjets brach unter dem überraschenden schweren Luftangriff in der Entfaltung zusammen.

Südlich der Pripjetsümpfe säuberten Sol­daten einer Panzerdivision einen Gelände­streifen und vernichteten dabei sechs sowjeti­sche Panzer. 2n der Abwehrschlacht südlich und östlich Bobruisk setzte der Feind nur im Süden der Beresina seine- massiierten An­griffe fort, die in erbitterten Kämpfen ab­gewiesen wurden, während er am Drut, offenbar infolge der am Vortage erlittenen hohen Verluste, eine Kampfpause einlegte. Diese benutzten die Grenadiere zur Verei­nigung früherer örtlicher Einbrüche, in de­ren Verlaus sie den Südieil einer Ortschaft zurückgewannen, dreizehn Geschütze und zahl­reiches sonstiges Gerät erbeuteten.

2m rückwärtigen Gebiet des Mittel- mbschnittes zersprengten Sicherungstruppen gemeinsam mit der französischen Freiwilli-

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- „ ln, 27. Februar. Am Sonntag

Teilen des Reiches die Aus- istmei?" der Hitler-Jugend in die eminschasi der Ratioiialsozialistischeii „ " 2lrb-'t°rpartei statt. Diese Jun- habc " ' und Führerinnen der-

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'.Hstkst„Die Bewegung". Mit Hmpsrrjs. ^bgend ihr Bekenntnis zur s-true»"nn 4-»^ !>izia>g.. ' st ^meinschast aller Natioual- die ^^^"stdete erneut, daß ihre

?"'» «i!»""?»'i°i«!chuft d-, UII-» » ^ Monci diesem Sonntag, in

, "eglinc 'hre nationalsozialistische

IÜE dem Marschtritt

.Mieilem ^ istarde Adolf Hitlers, die aus und neuen Lie- Hepriw» -I^.^stLi, werden diese Appelle ??!stahn,e koi, ien. Am Tage der Partei- --stngeii m!-^st Monatsappell, haben ü°»de? tzeünist?..Madel wieder ein überzeu­chst- die d>e Krast der Jugend ge-

e!Ie Nn. i- "er Härie dieses Krieges -hichsinhh V°n wird.

5'st«lk dj^h. sthr." A rtu r A r m a n n er- ^ h "st^wulichen Monatsappclle

^ . zFA hstlbe7^i einer ?lnsprache an die t Er iLhne "d d->- deutsche Elternhaus.

_ daß die Jugend heute

einen feierlichen Tag begehe. In allen Gauen des Reiches würden die Jungen und Mädel, die sich besonders bewährt hätten, in die Na­tionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei auf­genommen. Sie seien durch eine jahrelange Schulung und Erziehung in der Hitler-Ju­gend gegangen und hätten sich dort im Frie­den wie im vielfältigen Kriegseinsatz der der Hitler-Jugend durch ihre ständige Bereit­schaft. ihren Fleiß und ihre Beharrlichkeit be­währt. Die Härte des Krieges sei ihnen Ge- legenheit gewesen, sich neben den sachlichen Leistungen in ihren charakterlichen Eigen­schaften zu bewähren. Viele hätten schon in frühester Jugend ein tapferes Herz gezeigt. Die Anforderungen unserer Zeit je,en ein sorgfältiger Maßstab der charakterlichen Aus- lese. Dies sei gut; denn nur die Besten sollen immer wieder Parteige­nossen werden, und sie verdienen es nur, der nationalsozialistischen Bewegung und da­bei dem Fiihrungsorden des deut,chen Volkes anzugehören. , ^

Die Ersüllunq der Aufgaben der Hitler- Jugend, so fuhr der Reichsjuaendsuhrer fort. -ei sür diese Jungen und Mädel zugleich die beste Ausbildung und Vorbildung für den Auftrag der Partei gewesen, 4>er st« allen Bereichen des Lebens verbindet. Sch°u in jungen Jabren hätten sie das §roß° ""U.u der Kameradichaft der Deutschen erlebt, die nicht mebr das Trennende der Hcrkun,t. der Konfession und des Besitzes kenne, ^n dieiem Sinne seien sie erzogen und zollten nun als jüngste Parteigenossen und Partelgenoginnen die begeisterten Künder der nationn ,ozia!>- stiichen Weltanschauung sein. Nach und Leistung seien sie °us allen Schicht- des Volkes gewählt, um nach eigenem En^, schluß der Bewegung d'-nen und 'A d ^ großen Vertrauens, in der Memmen,uyru„u tätig zu sein. würdig zu erweiien.

Der Reichsiuaendführer lenkte d°nn noch einmal den Blick der Jungen '.nd Madel die vor ihrer Aufnahme in die Parte, stau

den, auf den geschichtlichen Weg der national­sozialistischen Bewegung. Das Beispiel des Führers in seinem langen Kampf für unser Volk und Reich solle immer den Jungen und Mädeln, wenn sie nun Parteigenossen seien, vor Augen stehen. Sie müßten es immer wie­der, so betonte der Reichsjugendsiihrer, als das Größte der nationalsozialistischen Revo­lution empfinden, daß ihr Mittelpunkt und Inhalt die Erziehung des deutschen Men­schen sei.

Die Weltanschauung des Führers, so er- klärte der Reichsjugendsiihrer weiter, habe den Wprten des germanischen Charakters zum siegreichen Durchbruch verhelfen. Ehre, Freiheit und Tapferkeit seien die starken Grundfesten der großen germanischen und mittelalterlichen Kaiserreiche und seien auch heute die Fundamente unseres Lebens. Das Goethe-Wort „Alles ist wahr, was fruchtbar ist" erweise sich an unserer Weltanschauung, die in ihrer Verwirklichung dem Staate Aufstieg und Segen bringe.

An allen Fronten dieses Krieges habe» die Nationalsozialisten bewiesen, daß sie aus ihrer Weltanschauung die Kraft gewinnen, sür die Freiheit des Reiches zu tämpsen und zu sterben. Die nationalsozialistische Welt­anschauung sei der Lebensinhalt der Jugend, die nationalsozialistische Bewegung ihre gei­stige und seelische Heimat, ein Leben lihne die Bewegung könne sich die Jugend nicht mehr vorstellen.

Nachdem der Reichsjugendführer dann die jüngsten Parteigenossen noch einmal auf das gtoße Vorbild der alten Garde, die selbst in härtesten Stunden niemals den Klauben verlor, und auf den heldenhaften Einsatz un­serer Soldaten hingewiesen hatte, gab er ihnen als Richtschnur für ihr kommendes Le­ben das Wort Friedrichs des Großen mit aus den Weg „Helden haben unter Reich gc- ichassen: haltet dieses Reich aufrecht, damit der Ruhm eurer Vater nicht eure Schande werde."

gen-Legion unter geringen eigenen Verlusten die in diesem Gebiet konzentrierten Groß­banden und zerstörten ihre Versorgungs­basis. Diese seit Anfang Februar unter Ueberwindung schwierigster Wege-, Witte- 'rungs- und Versorgungsverhültnisse durchge­führten Unternehmungen fanden damit ihren Abschluß. Die Banditen verloren 686 gezählte Tote und 200 Gefangene. Wieviel Mann in dem unübersichtlichen Wald- und Sumpfgelände außerdem zugrundegegangen sind, wird sich niemals ermitteln lassen.

Oestlich des Pleskauer Sees wiesen Trup­pen einer Luftwaffen-Felddivision zahlreiche von Panzern unterstützte Angriffe unter hohen feindlichen Verlusten ab. Heftige Kämpfe entwickelten sich in einer Einbruch- stelle bei Narwa. Sie verliefen für unsere Truppen erfolgreich. Im Kampfraum zwi- schen Peipussee und Jlmensee fügten starke Verbände von Cchlachtfliegern den Volsche- wisten durch unablässige Bekämpfung ihrer Angriffsspitzen und Fahrzeugkoloniien schwere Verluste zu.

Im nördlichen Frontabschnitt waren am Sonntag Angriffe deutscher Schlachtflieger- verbüilde gegen sowjetische Marschkolonnen und Fahrzeugparks im Raum des Peipus- sees erfolgreich. Ueber dem Gebiet zwischen Jlmen- und Peipussee kam es zu Luftkänip- fen, in heuen die deutschen Jagdflieger nach bisher unvollständigen Meldungen'2l Sowjetflugzeuge abschösse».

An der Mur-man-Front brachen eigene Stoßtrupps in die feindlichen Stellungen ein und vernichteten Kampfanlagen.

LuslLiläsäsulscks keimgskslirt

ckud. Lissabon, 27. Februar. Im Rahmen der vom Auswärtigen Amt durchgeführten Heimkehreraktion für Ausländsdeutsche sind am 26. Februar 1914 die Mitglieder des else- maligen deutschen Generalkonsulats in Al­gier, ferner 1116 Reichsdeutsche aus Nord-, Mittel» und Südamerika und 118 schwerverwundete deutsche Kriegs­gefangene aus USA. und Kanada in Lissabon eingetroffen. Sie wurden vom deut­schen Gesandten von Hü ixe im Namen des Reichsaußenministers begrüßt. Die Heimkeh­rer werden in drei Teilen die Heimreise von Lissabon nach Deutschland in Sonderzügen fortsetzen.

Das Leöe«

Von KrisZsbericktsr Hans kvistrlsr

PK. Wo immer auch in Veragngenheit und Gegenwart etwas Großes entstand: es wuchs aus der Not. Erst das schwere Leben erschließt die Kräfte und läßt sie zur an­gemessenen Zeit auch als Blüte und Frucht unter einem heiteren Himmel gedeihen. So wachsen Menschen und Völker in breiten Ringen wie Bäume über die Zeit. Immer wieder müssen sie das Glück ihres kurzen Sommers aufs neue dem widrigen Schicksal abtrotzen, das mit Winterstürmen und Ha­gelschlag ihre Kräfte erst prüft, bevor es sie reifen läßt.

Wäkrsnd sich diese Auseinandersetzung im Frieden mehr auf den einzelnen verlagert, zwingen die Kriege dje Völker selbst zu einem einzigen Willen zusammen. In der Rückschau ist sonst kein großer Unterschied zwischen Krieg und Frieden, wenn das Glück nicht als Schläsrigkeit betrachtet wird, wie es Hölderlin in den Mund der Knechte legt.

Aber die Gegenwart ist etwas anderes. Wir blättern nicht mehr im Buch der Ge­schichte, sondern sind in ihren entscheidenden Abschnitt unmittelbar lebendig hineingestellt. Wir sitzen nicht mehr als Zuschauer in Lo­genplätzen, sondern die Gegenwart zwingt uns selber an Winkelrieds Stelle, um der Freiheit mit unserem eigenen Herzblut eine. Gasse zu bahnen. Was wir früher in Wor­ten und Gedanken als Menschengröße und Menschenwürde feierten, haben wir heute selbst zu verkörpern. Uns bleibt nicht mehr die Abstand wahrende Betrachtung, das ehr­fürchtige Bewundern, sondern wir haben selber vor uns und vor einem späteren Ge­schlecht zu bestehen, das nur durch unser Opfer leben, nur durch unser Beispiel Kraft und Sinn für sein Dasein finden wird. So ist das schwere Leben unserer Zeit der un­erbittliche Richter über Gegenwart und Zu­kunft. Beides meistern wir nur. indem wir im Kricoe die Tat verkörpern. Was uns dazu Kraft gibt, ist gut. Was uns dabei schwächt, ist böse, — und nichts ailt außerdem!

Dies alles ist eine Wirklichkeit, die heute jeder erfassen kann, der mit starkem Herzen und offenen Augen in der Zeit lebt. Es gibt kein Ausweichen mehr, kein Verbergen. Das schwere Leben fordert jetzen vor seine Schranken. Wer ihm ausweicht, den sucht es selber auf, wer der Gefahr flieht, den tötet sie. Es lastet auf dem Soldaten mit der gan­zen Gewalt des langen Krieges. In jeder Stunde hat er sich neu darin zu behaupten: im stählernen Gewitter der Schlacht, auf ein­samem Posten am Eismeer, als Befehlender ebenso wie als Gehorchender. Und es lastet ebenso auf der Heimat: mit dem Fallen der Bomben, mit dem engen Leben, mit den Sor­gen und Tränen der Mütter und Frauen. Die Worte, die Ernst Vachmeister nach dem letzten Kriege schrieb, sind heute wieder for­dernde Wirklichkeit geworden: „Für das Va­terland sterben, soll so viel sein, wie es im­mer war. Für das Vaterland leben, soll mehr sein, als es jemals war." Dieses mehr ha­ben wir zu leben, daheim wie draußen. Aus der Summe der einzelnen Leben erwächst erst die Kraft eines Volkes, die am Ende über Sein oder Nichtsein entscheiden wird.

So ist jedem die Entscheidung in die eigene Hand gegeben. Je schwerer das Leben auf dem Ganzen lastet, desto bedeutsamer wird die einzelne Tat. Dies zeigt die Abwehr­schlacht im Osten und Süden: Nur durch die entschlossene Tat des Einzelnen konnte die Front immer wieder gehalten werden. Nur dem Kampf und Opfer des Einzelnen ist es zu verdanken, daß dem Feinde an keiner Stelle der geplante Durchbruch gelang, daß heute wie zu Beginn dieser Schlacht die Front als unzerstörbares Festungswerk die Heimat beschützt. Und wo der Krieg trotzdem mit Phosphor und Bomben in ihren Frie­den einbrach, da standen die Frauen an Stelle der Männer, und sie standen ihnen nicht nach. Sie trugen als Schwestern die Kranken aus den brennenden Gebäuden, sie schützten ihre Kinder, sie löschten den Brand, llnd sie fielen dabei oft, wie ihre Männer draußen gefallen sind: mitten im Kampf.

So schwer wurde noch kein Volk geprüft. Doch eine Gewißheit haben wir heute schon daraus gewonnen: daß uns die Feinde nie­mals niederzwingen werden! Sie können unsere Städte zerstören, unsere Fronten zu­rückdrängen. Aber am Ende werden sie da-

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