Ausgabe 
(25.2.1944) 55
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Varleianütliclie ^ayeszeiTung

Das flmlsblatt ves Negierenden vürgermeisters der §relen Hansestadt vrrmen

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flmlUche» verkünüungsbiatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremen

Freitag, 25. Februar 1944

Linzelpreis 15 Rpf.

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Verstärkter Lpreogbomdensogrikt suk I-onäen

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nem Klienten unter »i-, ner-n Z,.m qrotz'"^ anwaltes zündete

Eiaencr Bericht

dl»«n ' Berlin, 21. Februar. In der Nacht

.n- ,n riwt ,2 »um Donnerstag führten schwere deutsche

dieser KonsereinVi ^^'»Kampsoerbänüe einen neuen wirkungsvollen garre an und steck 7,7»'^««»°"^'^ durch, den dritten in-,

in die Tai-be 77 ^'«nerhalb von drei Tagen und den achten ,crt der betraten -"H Mitte Januar. Charakteristrsch für den letz-

SMei», Angriss ist, wie einstimmig aus London

» ''U Meldet wird, da^ '

unfreiwillige x, ganz geringfügige

nen des

Bert-iU!». * te» Angriss ist, wie Richter der inis77^" ^gemeldet wird, daß die deutschen Verbände war. Der

V e r l u st e

ruslich 7 , -ri N'uger heile ^ hatten und daß, wie der Korrespondent von Verteidigers unb' "" d«» li-Montidningen" hervorhebt» chie deutschen gründlich untersucht

.-7 unbemerkt j,, Hombcn heute wesentlich sprengkräftiger seien

als zu Beginn des Krieges. Auch sei die An-

-- sahl der abgeworfenen Sprengbomben gegen-

über den Brandbomben bedeutend höher als giftigen Schlangen beseM : früher. Ein markanter Zug der jüngsten deut- resilos vernichtet werden, 'scheu Luftangriffe auf London ist ferner die Nordschleswias > d°he Geschwindigkeit der deutschen Flugzeuge,

Ttreik. Eine Taaun7 7>i- gleichzeitig ihren wirkungsvollsten Schutz Nordschleswia ^darstellt. Wie neutrale Korrespondenten be-

jersdal stattfand lonen, benötigen die deutschen Maschinen nur

die LL ^ K°"al bis nach London,

setzung der Tabakpreisi Da- Deutsche Nachrichtenbüro erfährt vom bau von Tabak in Ne«K Drerkommaiido der Luftwaffe über den An- einznstellen ^^grisf auf London in der Nacht zum Donners-

^-i folgende Einzelheiten.

ver kulläkimlr vond«

8ck>ver8te klsKsperr« seit Lriexsbeginii

Der Bericht z»r Lage Der Londoner Nachrichtendienst gab am

,1-^ .-!z-7-l^ -chöne »»tM Dannerstagvormittag bekannt, dasi die an- «ad cd-r^Efenden Fluazeuae '

Reichsprogramm: S- 8 ,i; Zu, x-F halten: Wolther von der 'Ägilmkls

12^.1220 ^ SEenden Flugzeugegroße Mengen von Meiwstund- vonder Lmckck ^wnd- und Sprengbomben" abgeworfen hat:

riiche Niniik.

bürg I8 3NI» Ter Midi«? len, und spricht von einemabermaligen Fronwerichte 15 ZMt schweren Angriff auf London". In einigen

viata" mit Maria iiebotach M'Bezirken der englischen Hauptstadt sei die Heinrich Lchlu-nus. B. 15 -LL- Zerstörung die schwerste seit Beginn des Krie- Leitung von Manfted von ,V>«:?ges gewesen. Ganze Viertel wurden getroffen, mann Zilcher in seinem ül«ch, Ausräumungsmannschaften sind noch mit den Dcutschlandsender: t'.iv-iSk;' Bergungsarbeiten beschäftigt. Auch eine Stadt in Südengland wurde an- gegriffen.

zertmunk. 12IS.SO Toiea Fuge von HeliNiith Zörna. Ie- unter Leitung von Franz ich« Abend bei Franz Lehar.

ptsklungsn

Lein Tultmonopol 6er ^.lliieriea

-- BaselerNationalzeitung" yeröfsent- kilm-liniMcht einen Bericht aus London über den »letzten deutschen Angriff, in dem es heißt:

n Botel 8>'t>» uK»7-Ni-. 8onn 1 ki« 18. inni I» bis 18i.br. N- Uostenkre! kiansinirkssse I.u(ln>8s0ur8

^ig«nti«im- üUmira!-8-is!t. >k Obwohl Churchill die Angriffe der alliierten " ^ ?ett7 8-M»»^ltanariffe auf Deutschland als ein das

ler. 'ürasi r. K ganze Kriegsbild beherrschendes Element be- Xamvers. s»?n>. zeichnet habe, werde jedem Londoner unter ÜM Eindruck Ler deutschen Luftangrifse auf rbr. üMikLondon klar, daß die Alliiertenkein Lust- i'llteriiaNimr»^ Monopol" haben.

v-g°rs° 2 -°"u-m»Associated Preß" meldet am Donnerstag, liaaiam Mi lb^datz immer noch dicke Rauchwolken zum Him- u-o «o- emporsteigen und Rettungswagen durch

a»^/verb°iStraßen Londons rasen. Dadurch werde .Frau«" üai bi'ns die Bevölkerung daran erinnert, daß London lu der Frontlinie liege. Das schwedi- K 8 ur sr u. ^ ,scheAftonbladet" meldet, daß in einem der Außenbezirke Londons die schlimmste Sparkasse . Feueisbrunst seit April 1911 ent- i-i: 2n diesem Bezirk habe es buch- Ms 18 bdr ^^iludbomben geregnet. Die Hilfs-

vieie scböv«»' Mannschaften arbeiteten fieberhaft, jedoch sei

rmann,

> Xsnimnnna- inilo kklanreu U rvrbainlell:

f'reilag »",! 17 Mir cliircb- ige ttimdeer- Brombeer- rükaV o'kb. er Rbabarber ae .lobnonis ir Oelee- xnet. ttacken »lumanpfwnr 'tieiken über Seinitr- und . Vorrat et- Niododeodron rlacbblübend.

7,auben- und >matis irVaid-

>sa> veiöblu-

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-n, in groken ^eintritt bin f obige ^rti vollen.

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ßreislax°°. -^. cs ihnen bisher noch nicht gelungen, die ^^wnisteg Spuren der letzten elf Luft- Att Kaste"!«; tingriffe zu beseitigen. Ganz allgemein be­baue im iA'E trachtet, seien die Brände während des letz- stouerbeeii"! 7->1en Angriffes viel größer als früher gewesen, n,o.u.kck»>"!!>^. Löscharbeiten werden Feuerwehr, 7^7, H?Zmwehrabteilungen, englische und amerika- Soldaten, und zwar sowohl Seeleute Z^i als auch Flieger eingesetzt.

«'"'i Kommen 6 ie ksulen /Vnsreäen

Der

Londoner Sender erklärte am Don- ^nersiag in einem Kommentar zu dem schw«-

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deutschen Luftangriss in der vorhergehen m-»°bt«!^ --"tDen Nacht:Die Deutschen beweisen bei ihren .suchen, den Blitz aus London zu erneuern, ^oc? 8ess«>: ailedcr einmal, was pausenlose Bombardie-

dun!.'wirklich bedeutet." Der Sprecher des .5^ Senders behauptet ferner, daß diese miÄett-militärische Zwecke" er- 8ekra,,k.^^d.:: lullten; sie seien ganz verschieden von den An

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, bnabtrag. an.

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^"^Äsiiksst.^ ZUsfen der englischen Luftwaffe, die ein Ee .'ll" awt mit starken industriellen Zielen nach

O pieriiei""^" o?? anderen zerstöre, und zwar in der Ab-

sdiiittsstett^^ Mt, Deutichland aus dem Kampf herauszu-

" A^ßen. Gerade diese Argumentation der

«.z-orw"-'":,,!»-' k-agiandcr stellt den schlüssigen Beweis dafür

"r, daß die Hiebe unserer Luftwaffe sitzen. --)»7nb.'><haben frühzeitig genug den Englän- . Lern gejagt, daß der Augenblick wiederkom-

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"l-ll »erde. in dem sie zu jammern anfangen ist allerdings sinnlos, wenn die 'knin ^"te versuchen, uns vorzuwerfen,

okl. Eichen Angriffe richteien sich nicht ge-

"!.'l>t-rische Ziele. DieWohnblock- ' die ..Murder Jncorporated" und die f'll^ibainber" haben das Recht zu einer " b ein für allemal verwirkt.

^-Äbr«" 87 ^ben die Briten lange genug darauf

^"l! i^a sinnlose Zerstörung ^','7'- fi'si. ^7>Kalturdenkmäler und ihr oerbreche- l'--'I» »j,?".Mord an der wehrlosen deutschen Zi- ,.T^°it°uing nicht unbeantwortet bleiben da« .i""ssen heute und in der F^lge

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h°s hinnehmen.' was sie sich mit ihrer 'Bar­

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selbst eingebrockt haben.

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gebiet ein, wo er auf eine sehr wachsame und starke deutsche Luftabwehr traf! Schon über den südlichen Ausläufern der Alpen und über dem Hochgebirge selbst wurden die Angreifer durch deutsche Jäger und Zer­störer in schwere Luftkämpfe verwickelt. Auch zahlreiche Flakbatterien nahmen die feind­lichen Flugzeuge unter Feuer und wirkten mit den fliegenden Verteidigungskräften zu­sammen, um den,, nordamerikanischen Ver­band aufzusplittern und . am gezielten Bom­benwurf zu hindern.

Trotz feindlichen Jagdschutzes drangen unsere Jäger und Zerstörer immer wieder bis auf kürzeste Entfernung zu den vier­motorigen. Bombern durch und erledigten sie oft mit nur wenigen Feuerstößen. Der Bomberverband löste sich in kleinere. Grup­pen auf, von denen jede nur danach strebte, sich von den angreifenden Jägern und Zer­störern freizumachen. Ihre Bomben warfen sie vielfach im Notwurf ab. Es ist damit zu rechnen, daß noch zahlreiche weitere Ma­schinen, die in den harten Luftkämpfcn oder durch Flaksplitter beschädigt wurden, auf dem Rückflug abgestürzt sind.

Viermotorigen gerammt

Bei dem Tagesangriff nordamerikanischer Bomber aus das Reichsgebiet am Dienstag,

22. Februar, brachte der Untervssizier Rudolf Pinsch aus Stettin einen viermotori­gen feindlichen Bomber durch Rammen zum Absturz.

Unteroffizier Pinsch hatte ein Jagdflug­zeug zu seinem Flugplatz zu überführen. Während dieses Ueberfiihrungsfluges sichtete er einen Verband von ÜSA.-Bombern. So­fort suchte Pinsch Anschluß an eine deutsche Jagdstaffel und traf hierbei auf «inen ab­gesprengten Bomber. Da seine Bordwaffen nicht justiert waren, konnte er mit der weni­gen Munition, die er mit sich führte, den Bomber nicht niederkämpfen. Kurz ent­schlossen setzte er sich deshalb hinter den Viermotorigen und rammte ihn. Nach seiner trotz schwerer Beschädigung glücklich verlau­fenen Notlandung erklärte er:Als ich den viermotorigen Bomber zu Gesicht bekam, hatte ich meine schwer geprüfte Heimatstadt Stettin vor Augen Und dachte an nichts anderes, als diesen Bomber so oder so her­unterzuholen."

Der deutsche Jagdflieger Oberfeldwebel Adolf Klunz, Träger des Ritterkreuzes, schoß aus den Verbänden viermotoriger nordamerikanischer Bomber, die am 22. Fe­bruar nach Mitteldeutschland eingeflogen waren, vier Flugzeuge heraus. Damit er­höhte er die Zahl seiner Luftsiege auf S9.

kekkcklsg köillälicker lerrorlsktik

Osr l-u/tlcr/sg im ^/tts/puokt c/sr m///täkfrck«n Osrclis/isnr

(Drabtverickit unserer Berliner Schriftleitung

8»«. Berlin, 21. Februar. Der Luftkrieg ist offensichtlich in ein neues Stadium ein­getreten. Bei der erhöhten Aktivität, die da­bei von beiden Seiten an den Tag gelogt wird, lassen sich folgende Feststellungen tref­fen:

1. Die feindlichen Luftkriegsanstrengun­gen haben seit dem vergangenen Wochen­ende einen Höhepunkt erreicht.

-2. Diesen Anstrengungen gegenüber ist die deutsche Luftwaffe offensichtlich stark im Aufholen begriffen.

3. Die feindliche Verlustquote ist in einem ständigen starken Ansteigen begriffen, wäh­rend gleichzeitig die deutschen Verluste auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben.

Churchill hat in seiner jüngsten Unter- hausicde bekannt, daß im Augenblick von der

anglo-amerikanischen Luftwaffe alles versucht wird, um die deutsche Widerstandskraft zu zerstöre». Diese Anstrengung des Gegners richtet sich vor allem gegen die deutsche 2agd- luftwasfe, wobei versucht wird, die deutschen Abwehrkräfte zu ermüden, zu zersplittern und zu vernichten. Dieser Versuch hat bisher mit einem eindeutigen Fehlschlag geendet.

Dabei ergibt sich folgendes Bild: Die Serie der neuen anglo-amerikanischen Angriffe, von denen Reuter als von einerjeden Rekord brechenden Folge von Operationen zur Ver­nichtung der deutschen Widerstandsfähigkeit" spricht, begann mit dem britischen Terror­angriff auf Leipzig in den Morgenstunden des 20. Februar. Sie wurde am gleichen Tag durch amerikanische Bomberverbände, die einen Tagesangriff gegen Mitteldeutsch­land flogen, und in der Frühe des nächsten

Tages wieder durch die Engländer fortge­setzt, die vor allem Stuttgart angriffen. Am Nachmittag des 21. Februar erfolgte dann ein erneuter amerikanischer Tagesangriff auf Mitteldeutschland und am 22. Februar ein weiterer amerikanischer Angriff, der aus verschiedenen Richtungen vorgetragen wurde und sich gegen Mitteldeutschland, Süddeutsch­land und das Protektorat wandte. Am 23. Februar erfolgte dann ein weiterer ame­rikanischer Tagesangriss auf süddeutsches Gebiet.

Wenn das Ziel. das der Gegner mit die­sem, wie Churchill sagte,heftigsten Angriff, der je gegen Deutschland geführt wurde", bezweckte, erreicht worden wäre, das heißt, wenn es dem Feind tatsächlich gelungen wäre. die deutsche Abwehr niederzuringen, so hätten, folgerichtig die gegnerischen An­griffe bei immer geringeren Verlusten er- lolgen müssen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Der britische Angriff auf Leipzig am Morgen des 20. Februar mußte mit dem Verlust von 83 Maschinen bezahlt werden. Die amerikanischen und englischen Angrisse am 20. Februar und in der Nacht zum 21. Febluar kosteten die Anglo-Amerikaner 10 Flugzeuge. Der amerikanische Angriff am 21. Februar erbrachte für den Gegner einen Verlust von 23 Maschinen. Der amerikanische Angriff am 22. Februar mußte mit der Ver­nichtung von 110 Flugzeugen bezahlt wer­den, der weitere Angriff amerikanischer Bom­ber am 23. Februar mit 13 Flugzeugen.

Da die einzelnen Angriffe mit verschieden starken Verbänden geflogen wurden, ist das Ergebnis der deutschen Abwehr in diesen Zahlen noch nicht eindeutig ausgedrückt. Es wird klarer in der von dem letzten Wehr­machtbericht erstmalig angegebenen Ver­hältnis,zahl. wonach am 23. nahezu die Hälfte, der eingesetzten feindlichen Bombenflugzeuge verlorenging. Bei dem am Tage vorher er­folgten .amerikanischen Großangriff eins siiv- unb mitteldeutsches Gebiet hatte die Verlust quote des Gegners 25, Prozent betragen. Da­mit wird klar, daß es sich bei der Steige­rung der deutschen Abschußergebnisse keines- >wegs um eine einmalige Erscheinung han­delt, sondern um eine Entwicklung, die be» zeichnend ist für das Aufholen der deutschen Luftwaffe, das seinerseits sich aber keines­wegs in der Abwehr erschövft, sondern wir­kungsvoll durch die neuen Angriffe der Luft­waffe auf die englische Hauptstadt ergänzt wird.

vilverinilläert dsrle Lbwekr im Osten

k/gsns (4ng7»/is sr/o/grs/c/i Osuircks 5ls//ung»n bs/ s^sttuno vslbssrsrt 400 Osiangsns b»/' ^pri/icr

dnb. Aus dem Führerhauptquar­tier, 21. Februar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Raum von Kriwoi Rog geringere Kampftätigkeit als an den Vortagen; mehrere Vorstöße der Sowjets wurden abgeschlagen. Unser Angriff westlich Swcnigorodka ge­wann Boden. Oestlich Shaschkofs scheiterten auch gestern mit besonderer Hartnäckigkeit geführte Angriffe der Bolschewisten unter Abschuß einer Anzahl feindlichtr Panzer. Bei Saslaw und im Gebiet südlich der Pripjct-Sllmpse verliefen eigene Angrisse erfolgreich.

Südlich der Bcresina, nördlich Rogatschew sowie südöstlich Witebst dauern die Abwehr­kämpfe mit unverminderter Heftigkeit an. Unsere Truppen vereitelten alle feindlichen Durchbruchsversuche, riegelten örtliche Ein­brüche ab oder bereinigten sie und fügten dem Feind dabei hohe Verluste an Menschen und Material zu.

Zwischen Jlmen- und Peipnssee scheiter­ten beiderseits Dno und westlich der Bahn PleskauLuga Versuche der Sowjets, un­ser« Absetzbewegungen zu durchstoßen. Im Raum von Narwa lebte die Kampstätigkclt wieder auf. Ein eigener Angriff zur Be­seitigung einer Einbruchsstelle aus dem Vortage machte trotz starker se,ndl,cher Ee- qcnanqrisfe Fortschritte.

In Italien wurden durch Stoßtruppunter- nehmen in einigen Abschnitten an der des Landckopses von Nettuno unsere Stel­lungen verbessert. Die südlich April,a cinge- schlchsenen feindlichen Kräfte wurden trotz verbissenen Widerstandes des Gegners aus engen Raum zusammengedrängt und über 100 Gefangene dabei eingebracht. Mehrere feindliche Entlastunqsangrifse. die von star­ker Artillerie und Scknffsgeschutzen unterstützt waren, brachen in unserem Abwehrfeuer zu­sammen. Fernkampfartillerie bekämpfte mit nuter Wirkuna Ausladunqen des Feindes ,m Raum von Nettuno »nd zwang mehrere Frachter znm Abdrehen.

An der Südsront scheiterten se'.ndliche An­griffe nordöstlich Cajtelsorte. Uebersetzver- lnche des Gegners über den Kar, wurden zer Magen. Von der übrigen §ront werden keine besonderen Kampfhandlungen gemeldet.

Gestern mittag flog ein u"dam",kamsch«r Bomberverband unter starkem ^Obschutz ln süddeutsches Eeb'et «>n. Durch d,e schlag, -rtia einsetzende Abwehr unserer Luftver- ?eidka»ngsk?äfte wurde der Feind °n d-r DurMiiänng der beabsichtigten zusammen- Anari^t gehindert. 45 seindluhe Ea/euae darunter 12 B-mber. wurden in

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mit?" «tunden vor dem schweren An-

IS,»»? hu"« ein nordamerikani-

iSikt,"T^Ebcmd, der unter starkem Jagd- mit ^ddeutschland eingeslogen war,

b-rn »"ÜKugverlusten, darunter 12 Bom- beitli»», E ^ Hälfte der eingesetzten Bom- EOugzeuge einbüßt.

Hälft« der eingesetzten Bombenflugzeuge. In der vergangenen Nacht warfen einig« feindliche Störflugzeug« Bomben auf Orte in Westdeutschland.

Schwere deutsch« Kampfverbände richteten einen weiteren wirkungsvollen Großan­griff gegen London, der ausgedehnte Brände und Zerstörungen in mehreren Lon­doner Stadtteilen verursachte.

Las kiclisnlsud vsrllsksn

dnb. Führerhauptquartier,21. Fe­bruar. Der Führer verlieh am 12. Februar das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Panzertruppen Friedrich Kirchner, Kommandierender

General eines Panzerkorps, als 381. Sol­daten, «nd Generalmajor Hans Källner, Kommandeur einer niedersächsischen Panzer- Division, als 382. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Llcksnlsudtiäyer Mcksel gsksllsn

dnb. Berlin, 21. Februar. Rittmeister Georg Michael, dem der Führer als 187. Sol­daten der deutschen Wehrmacht am 25. Ja­nuar 1911 das Eichenlaub znm Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen hatte, und der am 10. Februar 1917 als Sohn eines Korvettenkapitäns in Hamburg geboren wor­den war, hat bei den erbitterten Kämpfen im Osten den Heldentod gefunden.

vis Lckiverter kür KeversI v. kksllleukkel

/(ommcmc/sur c/sr ru/imrs/c/isn 7. ?cmrs5c//vi;,'on vomourgsrs/c/inst

dnb. Führerhauptquartier, 21. Februar. Der Führer verlieh am 22. Februar das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an General­leutnant Hajso von Mantenss^l, Kom­mandeur einer Panzergrenadier-Division, als 58. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Generalleutnant von Mantcussel wurde am 31. Dezember 1911. damals noch als Oberstleutnant und Kommanveur eines Panzer-Regiments, in der Schlacht bei Wjasma und bei dem Angriff über den Wolga-Moskwa-Konal mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 23. Nov. 1913 wurde ihm als Kommandeur der thüringischen 7. Pan­zer-Division für seine beiondere» Leistungen im Kampfraum von Kiew und für die Wie- dereroberung von Schitomir das Eichenlaub verliehen.

Zwei Wochen später griff die 7. Panzer­division nordöstlich Schitomir erneut an Deutsche Truppen stießen nach Süden und Slldoften vor. während nördlich davon starke feindliche Kräfte sprungbereit standen. Ge­neral von Manteuffel entschloß sich. diese Bedrohung durch einen Vorstoß mit den zu­sammengefaßten Panzerkräften seiner Divi­sion auszuschalten. In unübersichtlichem Waldgelände griff er erst nach Nordosten an »nd durchbrach die sowjetische Hauptkampf­linie. Dann drehte er, ohne Rücksicht auf Flankenbedrohung, scharf nach Westen ab. durchstieß in plötzlich einsetzendem starken Schncesturm ein dichtes, unwegsames Wald­gebiet und überschritt als erster zu Fuß sein Panzerspähwagen war stecken geblieben einen versumpften Abschnitt. Als die Mel­dung eintraf, daß die schweren Panzer den

versumpften Abschnitt nicht überschreiten konnten, riß der Divisionskommandeur per­sönlich die Angriffsspitze von sechs Panzern und einer Kompanie der Panzer-Aufklä­rungsabteilung gegen die von drei Seiten einsetzende feindliche Abwehr vor. erstürmte die das Zentrum des sowjetischen Wider­standes bildende Ortschaft, zerschlug die süd­lich davon bereitgestellten Panzerkräft« unter Abschuß von 25 Kampfwagen und warf starke sowjetische Infanterie zurück. Damit war die Gefahr eines feindlichen Einbruchs von Norden in den Rücken der gegen den Tetc- rew vorgehenden deutschen Kräfte ausge­schaltet.

Generalleutnant von Manteuffel wurde am 11. Januar 1897 in Potsdam geboren.

8ovj»1s Ivugasn krvck

dnb. Stockholm. 21. Februar. Die Sowjets besaßen die Frechheit, am Mittwochabend in einer amtlichen Verlautbarung zu erklären, daß diein ausländischen Zeitungen erschie­nenen Berichte, nach! denen sowjetische Flug> zeuge im Gebiet von Stockholm Bomben ab­geworfen haben sollen, unbegründet" seien. Es sind", so lügen die Moskauer Machthaber, keine Flugzeuge über das Stockholmer Ge­biet geflogen und konnten daher dort auch keine Bomben abwerfen".

Bekanntlich gab die schwedische-Nachrichten­agentur am Donnerstag früh einenermäch­tigten Bericht" über den sowjetischen Angriff auf Stockholm heraus, der van der gesamteil Stockholmer Presse abgedruckt wurde, in dem eindeutig erklärt wird. es seien Bomben ab­geworfen worden, von denen Splitterrussi­sche Inschriften" trügen.

Zum 318. Todestag des deutschen Feld­herrn und Staatsmannes am 25. Februar Von llitsl Köper

So oft man sich mit der Persönlichkeit Al­brecht von Wallenfteins. des wahrhaft be­deutenden und zugleich dämonischen Reichs­feldherrn in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges befaßt, erscheint einem gerade heute das tragische Schicksal dieses Großen und Einsamen in immer neuem Licht. Der Ge­schichtsforscher. der Dichter, der Charakter­deuter und strategische Fachmann, sie alle entdecken von Jahr zu Jahr immer neue und wirklich überraschende Einzelheiten, und längst ist jene Habsburgische Legende, als ser damals in Eger einerwiesener Rebell" um­gebracht worden, zerstört. Gerade weil wir heute in schicksalsschwerer Zeit alle großen Geister der deutschen Vergangenheit als. Wächter und Mahner um uns versammeln, weil wir aus ihren Fehlschlügen und halben Lösungen lernen wollen, gerade darum ist es wichtig, daß wir uns die Frage beant­worten. was denn nun eigentlich nach un­serer ständig vervollkommneten Erkenninis Walleiistein gewollt hat.

Manche Einzelheiten seines Soldatenlebens gibt uns dafür Ausschlüsse, die allzu lange- unbeachtet blieben. Nach den großen Kaiser- gestalten des Mittelalters ist beispielsweise Wallenstein in einer Zeit härtester Weit- anschauungskämpfe in einer Epoche der bei­spiellosen inneren Zerklüftung und Zerfah­renheit der erste, der ganz ohne Zweifel vor allem das Reich fest im Auge behalten hat. Gerade das zog ihm ja den Haß der Habs­burger Hauspolitiker und Länderschacherer, der Questenberge aller Sorten zu, daß er die innere Unwürdigkeit dieses Treibens durch­schaute. Keine andere deutsche Truppe seiner Zeit ist so fest auf ihren Heerführer und Feldherrn eingeschworen wie seine Armee, und in keiner werden so viele Deutsche ver­schiedener Bekenntnisse so einheitlich zusam­mengeschmolzen. Das zeigt sich in aller Deut­lichkeit, als die vom Wiener Hof ausgehal­tenen fremdländischen Meuchler (man denke an die Vutler, Devereux und Kordon!) ihr Werk getan haben. Weder ein Kallas noch ein Piccolomini, weder ein Holzapfel noch ein Aldringer sind auch nur in der Lage. die sogenannten kaiserlichen Heere in dieser Ver­fassung zu erhalten.

Wallenstein allein kämpft zu seinen Leb­zeiten um die Erhaltung des Reiches, und wenn er dabei auch vor härtesten Maßnah­men nicht zurückschreckt, so kann man ihm daraus kaum einen Vorwurf machen. Die Pläne, die er für die Schaffung einer großen Reichsflotte und die Sicherung der deutschen Meere aufstellt, gehen nicht in Erfüllung, aber sie sind genial geschaut, und sie treffen allerdings die Nöte des Reiches an einem entscheidenden Punkt.

Man hat Wallenstein den Vorwurf ge­macht, daß er gewaltige Reichtümer und Pe- sitzungen sammelte, daß er die Herzogtümer Mecklenburg und Friedland und vielleicht sogar die böhmische Königskrone und das kaiserliche Diadem angestrebt hat. Aber es steht doch fest, daß die Habsburger Ferdi­nande, denen er zunächst treu gedient hat. selbst für ihre eigene klerikale Partei nichts Segensreiches erreicht haben. Sie haben ge­hamstert und gewuchert, sie haben kaltlächelnd dem eigenen Machtzuwachs alle Interessen des Reiches geopfert, und als schließlich der Dreißigjährige Krieg im Westfälischen Un­frieden ausklingt, da ist Deutschland nur noch ein geographischer Begriff. Wallenstein ist hart, gewiß, er greift zu jedem Mittel, aber wer tut das nicht in jener heillosen Zeit, und wer von den Zeitgenossen kann mit gutem Grunde daraus dem Feldherrn, der unter verräterischen Fürsten und korrup­ten Kabinetten zu schassen hat, daraus einen Vorwurs machen?

Fast zur gleichen Zeit kämpft Richelieu, der Kardinaldiktator von Frankreich, für die Ge­schlossenheit und Größe seines Landes. Und dieser Armand Duplessis, der Schrecken des Papstes, zwingt mit weit bedenklicheren Mit­teln den Zusammenbrach des Feudalismus, die Ueberwindung der inneren Uneinigkeit. Jahrhunderte werden sich vor diesem Schöp­fer des neuen Frankreich beugen, und in Münster und Osnabrück wird sein politisches System gewaltige Triumphe feiern. Ueber den feige ermordeten Wallenstein aber läßt Habsburg. läßt das so erbärmliche Klein- fürstentum bewußte Lügen verbreiten. Er soll der Teufel in Menschengestalt sein, und die Reichsverderber stehen daneben in der geborgten Gloriole der unichuldige;. Lamm- lein. Freilich kann sich dieses Bild nicht hal­ten. Schiller und Rauke taten neben so vielen anderen deutschen Eeschichtsdeutern von Rang dap ihre. Wallenfteins wahres Wesen zu schildern.

Und immer deutlicher wird dabei, daß die­ser Edelmann aus Böhmen wie ein Gigant unter den Zeitgenossen steht. Nicht einmal jene Legende, daß der angeblich so selbstlose Gustav Adolf von Schweden den bitterbösen Herzog von Friedland verdrängt, bleibt be­stehen. Der Schwedenkönig hat menschlich sympathische Züge. aber sein Zug nach Deutschland basiert denn doch auf sehr realen Eroberungsplänen und dient keineswegs der deutschen Geschlossenheit. Niemand wird Gu­stav Adolf daraus einen Vorwurf machen er ist ja gar kein Deutscher, aber die frömmelnden und idyllischen Züge sind vor der harten Wirklichkeit nur Blendwerk.

Wer rückschauend die Dinge betrachtet, der sieht in Wallenstein den natürlichen Wider- part der pflichtvergessenen Kaiser und Für­sten seiner Zeit. Und er lernt aus seinem Leben und Handeln, daß nur deutsche Ge­schlossenheit und klarer Blick für die realen Gegebenheiten in schicksalsschweren Zeiten unserem Volke Beistand geben können.