Ausgabe 
(22.2.1944) 52
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Narreianittiüie Layeszettung

vos flmtsdlatt des legierenden vürgermeisters drr 5rclen kjonsestovt vremen

Der Nationalldzial-iften. vremens

flmtllches verkündungsblot» des fteicsisstattlialrers in Oldenburg und vremen

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^slr. 52 , 14. Jahrgang

Dienstag, 22. Februar 1944

' ^ ^ „Icb Irads Wunder cm ^axrtsrksit, Hingabs un<ä l^rsus gssslisri"

8tslm8 Iscilerksssg-I-üge scdlsgsnä mäerlegt

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N'n: Lp. ^ ^ x^ztbericht unserer Berliner Schriftleitung

n: KLG T,, ,, d, Berlin, 21. Februar. Das sowjetamt- A K-G, ^bc D' liche Insormationsbüro in Moskau hatte in ,-I.vsL. Benrathdem gleichen Augenblick, in dem die Ver- ><-G, Hamborn - -. einiguirg der aus dem Kessel von Kanew— ' Korsun, westlich Tscherkassy, ausbrechenden intmlvi ^ ^U-Sü-deutschen Kampfgruppe bitt den zu ihrem -B ^ranN^? c» Entsatz eingreifenden Truppen hergestellt - v anr,urt - M ^ ^ einer Sondermcldung einen Tages-

FD. Metz _ „ desehl Stalins verössentlicht, der die „völlige

M> Mannheim ^ Liquidierung" b°r eingekesselten „zehn deut- öaälach — LZi> scheu Divisionen mit 9V 888 Mann" angab,

srg: Stuttgarter Dabei hatten die Sowjets behauptet, dag

'-A D- 8 öppingin-Z K« Tote festgestellt und 18 288 deutsche ^luttgart - M,-;,ldaten gefangengenommen worden seien. M Juisichm, um diese ungeheuerliche Lüge zu entkräften, - - Rurnbcrg -1 h,iir Rcichspressechef Dr. Dietrich drei n: SA aa ... der mohgeblich an den Durchbruchsoperatio- rshütte nZ ^ neu beteiligten Offiziere der deutschen Wehr- ' AsB. Königsberg - iui l - ^

In Koblenz: MvsilU.^'"

Alemannia Dorimmf ^

, ,Röhlinghausen - leztfalia Scrne — ÜM Hs n: VfL, W KölnSA,,!-! honix Köln - Mtzmtzl*

dtespiel Magdeburg - kt,

s Kreuzworträtsels m

recht: I.Laser, 1 U n, 18. Eiger, IL.EtaziFs Agent, 22, Ptile, Ltz!

.'5. Birke, 28, Leim, 5.8 cht: 1 ,Havel, LMls: beige, 7. Enkel, 11, As Ode. 18, Apfel, 17, M. ^

>in, 28. -Decke, 21, M, macht gebeten, vor der deutschen und der ausländischen Presse in Berlin zu sprechen.

2n den Uniformen noch Spuren des öst- li etzt'^ o«!>«t>llltlichcn Schlamms, die gestern vorn Führer Netz m L,/slMerreichten hohen Auszeichnungen im Kra- putzijidil /v^/igmausschnitt, in den Augen jenes seltsam SetzgrüiMg Leuchten des nach schweren

r°o s-s u. sÄrapazen und Entbehrungen siegreichen Sol-

is-is mr ^ '»i>4^len — so standen sie am Montag vor uns:

_^ ^'n-mslrnimm! Lieb, ft-Eruppenführer

kille und ft-Hauptsturmsührer Leon Degrelle. In der Technik ihres Sprechens, in ihren Eesten und in der Art ihres Auf­tretens völlig verschiedene Menschen. Der Ge­neral, ein markantes Gesicht, überlegen in der Darstellung, mit einem Blick für das auch 5ie rctilucnt ,A>Mich Interessierende; der Offizier der »uvlsl Führer der sj-Division „Wiking",

ruviei r eine hohe, schlanke Gestalt, blond, blitzende s Augen: Leon Degrelle, französisch sprechend, ^,t lebhaften Eesten, die die Worte eigen- Plastisch untermalen, der Typ des Volks- roncksrnwitOdW^suhrers, der durch das Feuer seiner Rede O 5 /i 1 ick ^ dessen Redewendungen überraschende " ck«»t^üekle hervorrufen. Ihnen allen der Wille

nug, vM twai gemeinsam, hier vor der Presse von der Hal­sen ölige" -"Heller Soldaten, von ihrer Treue und

^ 8 cbmvkrruei>l^^,?"AE 3 keit, Sje^z^versicht und

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Der Raum vesllicli Tsoliorlcuss^

Loioliiiuus öedvil

l klaubigkeit zu sprechen und durch ihr Er m>e,ncn selbst die Lügen des bolschewistischen ^u widerlegen, nach dessen Ans- I > ^ ^Äsungen sie bereits als Gefangene der So- i mets betrachtet weiden mühten. Sie wider- z jjfl^ Behauptung, das; sich die deutschen

^Mziere von ihren Mannschaften entfernt

- ,, ^!!:Und führen die Lüoe ad absurdum, die

,1° nLiguidicrung" des Kessöls durch die Bol- VfllN«»« ^ Ichewisten behauptet hatte. '

k, ^^ch^prcsseches Dr. Dietrich erklärte s r°n B-rtrctern der Presse: „Ich habe Sir zu

dieser Pressekonferenz gebeten, um einen der infamsten Persuche zur Täuschung der Welt­öffentlichkeit zu entlarven, die die Militär­geschichte kennt. In vielen Ländern der Erde, auch in zahlreichen neutralen Ländern, wurde diesen Meldungen Glauben geschenkt. Schon vorher war in der Presse und im Rundfunk dieser Länder tagelang das Schick­sal der eingeschlossenen deutschen Truppen dramatisiert worden, die stolz und entrüstet jede Kapitulationsausforderung, der Bolsche- wisten zurückgewiesen hatten. Man bezeich­nete sie als die „Totgeweihten" und be­schimpfte sie als „Selbstmörderbrigaden", die ihr Leben und dasjenige ihrer Kameraden sinnlos opferten.

^ Die deutsche Militärberichterstattung konnte sich leider im damaligen Zeitpunkt dazu noch nicht äußern. Denn — wie sie jetzt aus dem Wehrmachtbericht wissen — wären inzwi­schen deutsche Panzergruppen zum Angriff auf den Einschließungsring angetreten, um ihre abgeschnittenen schwer bedrängten Ka­meraden herauszuhauen und zu entsetzen. Schlammwetter und grundlose Wege er­schwerten diesen Angriff in geradezu unge­heurer Weise. Aber zähe Entschlossenheit und deutsche Kameradentreue schafften es am

Ende doch. Als Stalin der beginnende Ab­fluß der deutschen Truppen gemeldet wurde, ließ er kurzerhand amtlich bekanntgeben, daß die eingekesselten deutschen Truppen liquidiert worden seien. Und in den gleichen Stunden, in denen sich die Befreiung der eingekesselten deutschen Truppen durch die Vereinigung der deutschen Kampfgruppen vollzog, in den gleichen Stunden, in denen ein großes aber stilles Heldentum auf dem Schlachtfelde trotz aller Widrigkeiten und aller .Opfer tatsächlich triumphierte, stand die getäuschte Weltöffentlichkeit im Banne der lärmenden Lüge seiner angeblichen töd­lichen Vernichtung.

Ich habe die Ehre, Ihnen hiermit drei tapfere deutsche Offiziere und maßgebende Führer aus dem befreiten Kessel vorzu­stellen. Noch am Samstag, nachdem sie sich mit den heranrückenden Entsatztruppen ver­einigt hatten, standen sie im schwersten Kamps gegen die Bolschewiken. Sie sind im Flug­zeug nach Berlin gekommen. Sie wurden im Führ er Hauptquartier vom Führer persönlich für ihre hel­denhaften Leistungen mit den höchsten Aus­zeichnungen dekoriert.

Ich begrüße 1. Generalleutnant Theobald Lieb, dekoriert mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz, der als Führer der Stoßkräfte der Kampsgruppe Stemmermann die Vereinigung mit den zum Entsatz vorgestoße­nen deutschen Panzertruppen erzwungen hat.

Ich begrüße 2. den mit dem Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz ausgezeich­neten Grupvensührer und General der Wassen-it Eille, Kommandeur der tt- Panzerdivifion „Wiking", der ersten großen germanischen Division, in der Angehörige aller germanischen Stämme Europas kämpfen. In ihr kämpfen Dänen, Norweger, Nieder­länder, Flamen, Esten und Deutsche aus dem Reich und aus dem Ausland.

Ich begrüße 3. den mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz dekorierten ll-Hauvt- sturmführer Leon Degrelle, Führer der belgischen Rexisten-Bewegung, jetzt Kom­mandeur der 11-Freiwilliaen-Vriaade..Wallo- nien". Er hatte die Führung der Brigade übernommen, nachdem am 13. Februar der urspriinaliche Kommandeur. Stnrmbann- fübrer Liieren Livnert gefallen war.

Diese tapferen Offiziere sind nickt aus eigenem Antrieb - hierher in unsere Presse- lFortletzunq aui Seite 21

kommsnäsurs dskrsller Lsmpkgrllppe susgereiclmöl

6snslo//sutncmt t.isb, ^-Oruppsniü/iiss Oi//s unc/ ^-/-/oupkrturm/ü/irsr /.son L>sgr«//s im /-ü/irsr/iouptqucirt/sr

dnb. Aus dem Führerhauptquar- tier, 21. Februar. Nach der Befreiung der westlich Tscherkassy abgeschnittenen deut­schen Kampfgruppen empfing der Führer am SLnntag in seinem Hauptquartier folgende Kommandeure der dort eingeschlossen gewese­nen Truppenteile:

Den Kommandeur einer Vorausabteilung, Generalleutnant Lieb, der beim Durchbruch durch den Einschließungsring die Stoßtruppen führte;

den Kommandeur der ^-Panzerdivision „Wiking", ^-Gruppenführer und General­leutnant der Waffen-U Kille, dessen aus

vis Lckvksrter kür Kellers! voll Lsuckon

Osl tcip/sls Kommcmc/sur c/sr 4. ?cmrsf-D/v,'§ion ousgsrs/c/inst

DNB. F ü h r e r Hauptquartier.

21. Februar. Der Führer verlieh das Eichen­laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Diet­rich von Saucken, Kommandeur der mainsränkischen 1. Panzer-Division als 1«. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Generalleutnant von Saucken hat das Ritterkreuz am 6 . Januar 1912 als General­major und stellvertretender Führer seiner jetzigen Division erhalten, nachdem er in fünftägigen Kämpfen eine im Abschnitt von Orel eingebrochene feindliche Kräftegruppe durch kühnen Gegenangriff geworfen hatte. Das Eichenlaub wurde ihm vom Führer am

22. August 1913 verliehen, als es ihm ge­lungen war, südlich Orel im Nachbar­abschnitt eingebrochene starke sowjetische Panzerkräfte in schweren, von ihm persön­lich in vorderster Linie geführten Ringen unter Abschuß von 62 Panzern zu zerschla- aen.

Am 3. Dezember 1913 meldete der Wehr­machtbericht: „In den zähen und erbitterten Abwehrkämpfen der letzten Dage hat (im Raum von Gomels die mainfränkische vierte Panzerdivision unter Generalleutnant von Saucken bei schwierigsten Kampfverhältnissen alle Durchbruchsveksuche der Sowjets verei­telt" Das war das zweitem«! in drei Mo­naten, daß die Division im Wehrmachtbericht genannt wurde.

Als Mitte November 1913 die Verbindung zum linken Nachbarn abgerissen war, trat die 1. Panzer-Division zum Gegenangriff an, um ein Dorf zu nehmen und den nach Westen durchgestoßenen feindlichen Spitzen den Rück­zug z'u verlegen. Während die Panzergrena­diere in das Dorf eindrangen, erschienen starke Kräfte der' Sowjets in beiden Flan­ken und bald auch im Rücken der Division. Aber unbeirrt hielt Generalleutnant von Saucken an der Durchführung seines Auftra­ges fest und wehrte immer wieder mit ge­ringen, rasch zusammengerafften Kräften die Flankenangriffe und die Bedrohung seiner Nachschubsträße ab. Erst.als die völlige Ein­schließung seiner Kampfgruppe drohte, stellte er b^feh/saemäß den Angriff ein und schlug sich nach Süden durch. Auch bei dem im Wehrmachtbericht vom 22. bis 26. Dezember gemeldeten eigenen Angriff nordwestlich Ret- schiza war Generalleutnant von Saucken maß­geblich am Erfolg beteiligt.

Generalleutnant von Saucken wurde am 16. Mai 1892 als Sohn eines Regierungs­rates in AisMausen (Gau Ostpreußen) gebo­ren. 1910 trat er in das Königsberger Gre­nadier-Regiment 3 ein und nahm am Welt­krieg als Infanterist teil, wobei er mit dem Hausorden von Hohenzollern ausgezeichnet wurde. Im Dezember 1911 übernahm er die Führung der 1. Panzer-Division.

Der 8süi8ls 8cd!3g gegen I»onäon in vier V/octien

,!» Kim cifg,- c/gutrc/is 5/ugrsugs bsim -4ngp,// in c/sf5c>nntc,gnac/it vs,m,'6t - 122 Hoibombs, in 24 5tunc/sn vsmtc/its^

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Tratztbcricht unserer Berliner SÄriitleitiing >d.».setz. gz»>-si„ Februar.' Die

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- mit besonderem Nachdruck die Tat-

sich das Bild der Lustlage im w-;» - Angriff und Abwehr plötzlich ??ck°il°nd verändert hat. In 21 Stunden ^ Engländer und Nordamerikaner " Angriffen auf Leipzig, aus andere -ri- m Mittel- und ...

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Norddcutschland und mindestens 132 Flugzeuge,

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-lcrmitllcig, Bomb,,, ein.ebützt, - »si'llen Verluste", die ersahrungs- IMM? ! Drittel der festgestellten Äü-

k,..?^!mgcn, noch nicht berücksichtigt sind. b,s- '^zeitig mußten die Engländer inner- Tagen den zweiten schweren Kit Hauptstadt, den sechsten

stell»» ^ - '!""uar. erleben und dabei sest- yrjs-.i ^"8 ?hre Abwehr den deutschen An- verhältnismäßig nur ganz 8 -w-yug.gc Neuste zufügen konnte, die iibcrtzn,,'!. .^lisch-amerikanischen Verlusten d«u n 2. Vergleich aushalten: drei Auvri ;»:»'? ki"d tnesem

Be ^-^rückgekehrt. lttiii zusammengefaßten An- Kampffliegerverbände wu-dcn Nacht zum 2j. Februar

brua/ini^ Vacht zum 19. Fe-

Ilkiivn'it-,, g",^kllreiche Sprengbomben, teils Arandiinmk " und große Mengen von mben abgeworfen. Durch die aufge­

rissene Wolkendecke war das Angriffsziel gut auszumachen. Es wurden Eroßbrände beob- tet, die sich zum Teil zu Flachenbranden ver­einigten. Ein deutscher Stanelkapttan. der im Luftkamps mit einem zweimotorigen bri­tischen Nachtjäger über dem Londoner Siadt- aebiet bis auf 2000 Meter herab,lieg. konnte ohne Behinderung durch Wölken die gute Wirkung auch dieses Angriffes feststellen.

Die feindliche Abwehr war offenbar aus Anlaß der jüngsten Angriffserfolge un,erer Kampfflieger verstärkt worden. Viele Sperr- ballons sollten ferner un,ere Flieger mm Tiefangriffen abhalten. Trotz dieser Ssche- rungsmaßnahmen überflogen sämtliche deutschen' Kampfflugzeuge das durck Leuchtzeichen markierte Zielgebiet.

Unmittelba- nach der Feststellung e.ner amerikanischen Nachrichtenagentur daß d, britischen Terrorslieger in der Nacht zum Sonntag die schwerste Niederlage seit Beginn der Luftschlacht um Deutschland erlitten hat­ten berichtet Reuter über den scheu Luftangriff auf London, daß d,e Den - scheu einen Schauer von Bomben fallen lie­ßen wodurch eine große Anzahl von Branden bervoraerufen wurde". Die Besuche, die deut- Sckläae in ihrer Bedeutung zu vermin­en haben jetzt aufgehört..Es wird offen zu­gegeben. daß „die angreifenden Flugzeuge in großer Anzahl erschienen seien.

Auch diejenigen „neutralen Blatter, ove kick bisher noch dazu hergegeben haben, nn Sinne der Churchill,chen Bagatellisterungs-

versuche zu berichten, haben ihre Taktik auf­gegeben. „Die Zahl der vielen Brände", so berichtet „Svenska Dagbladet" am Montag. ..war so ausgedehnt, daß sie die Stadt weit umher erhellten. In der ganzen Stadt sind viele Menschen unter zusammengestürzten Häusern begraben worden. Bei einer nächt­lichen Fahrt durch London nach der Entwar­nung waren manche Bezirke durch die Feuers­brünste so hell erleuchtet, daß man die Scheinwerfer der Autos nicht mehr brauchte."

Der Korrespondent von „Aftontidningen" hebt hervor, daß »die deutschen Flieger die Londoner Verteidigung überrumpelt hätten. Bisher habe man geglaubt, daß die deutsche Luftwaffe nur bei bester Wetterlage angrei­fen könne. Dieses Mal sei jedoch alles andere als gutes Wetter gewesen.

Man könne die letzten Angriffe auf London nicht mehr als Pröpagandaangriffe bezeich­nen. heißt es in „Nya Dagligt ÄNehanda". Die.deutschen Flugzeuge seien in Gruppen in engen Zwischenräumen erschienen und hätten ganze Körbe von Brandbomben, vor allem Phosphorbrandbomben, abgewor­fen. Engliiche lustmilitärische Kreise erklär­ten. es bestehe kein Zweifel, daß die Deut­schen durch wissenschaftliche Erfindungen und Versuche ihre Taktik bedeutend verbessert hätten. Die deutsche Luftwaffe habe nicht nur Brandbomben in Massen abgeworfen, son­dern auch eine neue Erfindung und eine neue Taktik angewandt.

germanischen Freiwilligen bestehende Division sich unter seiner Führung in schwersten Kämpfen erneut aufs höchste bewährt hat; und den Führer der ^-Freiwilligen-Brigade „Wallonien", ^-Hauptsturmsührer L ^ o n D e- greite, der nach dem Heldentod des Kom­mandeurs der Brigade ihre Führung über­nahm und sich in den entscheidenden Durch bruchskämpsen hervorragend einsetzte.

Der Führer überreichte den genannten Kommandestren persönlich die ihnen als An­erkennung für ihren hervorragenden persön­lichen Einsatz und den heldenmütigen Kampf ihrer Truppen verliehenen hohen Auszeich­nungen. Es erhielten aus der Hand des Führers Generalleutnant Lieb das Eichenlaub zum Ritterreuz tzes Eisernen Kreuzes; ^-Gruppenführer und Generalleut­nant der Wassen-IL Gille die Schwer­ter zum Eichenlaub des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes; ^Hauptsturmfllhrer L»on Degrelle das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Weitere hohe Auszeichnungen sllr Truppen- sührer und Männer, die sich gleichermaßen hervorgetan haben, sind verliehen und wer­den von den örtlichen Befehlshabern über­reicht werden.

Der Führer ließ sich von den Kommandeu­ren eingehend den Verlauf der schweren und harten Kämpfe schildern, die nach wochenlan- gem Ringen ihre Krönung in dem erfolg­reichen Durchbruch und Entsatz fanden.

Lältssillliruck sn üer Oslkronl

dnb. Berlin, 21. Februar. In den letz­ten Tagen hat die von Norden her vordrin­gende Kältewelle die gesamte Ostfront er­faßt. Es schneit bei etwa 10 Grad Kälte, und die Eisdecke über Sümpfe, Seen und Fluß- länfc trägt bereits Kolonnenfahrzeuge. Die während der Tauwetterperiode tief zerfahre­nen Wege und Straßen sind hartgefroren, doch behindern jetzt die bis zu zwei Meter hohen Schneeverwehungen den Fährverkehr und die Bewegungen der Truppe. Trotz des Winter­wetters gingen am 20. Februar die Kämpfe an den Schwerpunkten mit unverminderter Heftigkeit weiter.

kinzelpreis 15 Npf.

Des Heüwet/e Lttct e Mettse^ett

Von ?sul Qroömonn

Im Rahmen einer von Tr. Franz Thierselle«

herausgegebenen Reihe „Umgang mit Vollern"

schreibt der Verfasser folgendes:

Der Schwede Gustaf Sundbärg hat vor einigen Jahrzehnten in einem damals viel­beachteten Buch versucht, den Bolkscharakrer seiner Landsleute zu analysieren. Wir wollen aus seinem zweifellos geistreichen Buch nur einige Punkte herausgreifen, obwohl es na­türlich sehr schwer ist. ein Volk — auch wenn es nur sechs Millionen Menschen zählt — auf einen Generalnenner zu bringen.

Im besonderen ist her Unterschied zwischen dem Süd- und Nordschweden groß. Ist es doch nicht nur die ganz andere Lebenshal­tung. sondern auch der klimatische Unterschied z. B. zwischen dem behäbigen und wohlha­benden Bauern in der slldschwediichen Korn­kammer Schonen und dem Holzfäller, Gru­benarbeiter oder Jäger in Lappland. am oder jenseits des Nördlichen Polarkreises, die diesen Unterschied verständlich machen. Auf der anderen Seite ist — wenn wir von den nomadischen Lappen absehen, die zwar in Schweden wohnen, aber nicht zum schwe­dischen Volksstamm gehören — der Begriff Schweden etwas sebr Einheitliches. Es ist das Land in Europa, das am längsten die­selben Gaue bewohnt, eines der ganz we­nigen Walker in der Welt. das nie durch fremde Eroberer bezwungen worden ist und nie eine Leibeigenschaft gekannt hat. All dies hat den schwedischen Menschen geprägt.

Gustaf Sundbärg hat festgestellt, daß eine besonders bezeichnend« Eigenschaft des schwe­dischen Volkscharakters der Mangel an Psychologie ist. Der Schwede interessiert sich nicht für Menschen. Das bedeutet nicht etwa, daß er weltabgeschieden als Eremit lebt; nein, er schätzt und sucht gesellschaftlichen Um­gang. Es fehlt ihm jedoch mehr oder weniger das, was man im Deutschen Gemütlichkeit nennt — ein Begriff, für den es in der schwe­dischen Sprache kein Wort gibt. Man ent­lehnt den Ausdruck aus dem Deutschen oder aus dem Dänischen; gerade in bezüg auf Ge­mütlichkeit ist der Unterschied zwischen dem Schweden und dem Dänen ausfällig.

Mqn sagOem Schweden nach. daß er sein» Mitmenschen in zwei Kategorien einteilt, nämlich in sympathische und unsympathische. Bewußt oder unbewußt verkehrt er mit der einen Gruppe, während- er jeden Verkehr mit der anderen zu meiden sucht. Er gibt sich wenig Mühe. sich in die Gedankengänge des Menschen hineinzuversetzen, den er nicht mag.

Im schwedischen Schrifttum lasten sich hier­für viele Beldge finden. Schwedens größter Dichter der letzten Generationen. Verner von Heidenstam. schreibt in einem seiner schönsten Gedichte, daß er Sehnsucht nach Hause bäbe, nach der heimatlichen Scholle, nach den Siei, neu auf dem väterlichen Gukshof — dach nicht nach den Menschen. Sundbärg drückt das fehlende Interesse oder die mangelnde Befähigung für Psychologie in dem Satz aus: .„In Schweden kann man Jahrzehnte leines Lebens darauf verwenden, Schnecken, Algen oder Moose zu studieren: aber die Zeit, einen Menschen zu studieren, wäre verlorene Zeit."

Es ist kein Wunder, daß dem Schweden das Dramatische nicht liegt. Der einzig große Dramatiker, Strindberg, wurde in Deutsch­land erkannt und bekannt; in seiner eigenen Heimat hatte er es sehr viel schwerer, sich durchzusetzen. Dramatisch veranlagt ist das norwegische Volk. das Ibsen. Vjörnson und >o viele ande-e Meister des Dramas hervor­brachte. Der Schwede ist Lyriker und in zwei­ter Linie Epiker. Die Kenntnis der seelischen Bewegungen, die die Voraussetzung dramati­schen Schaffens ist, feblt ihm — oder auf je­den Fall interessieren ihn diese Dinge wenig.

Auch auf dem Gebiet der Kunst läßt sich leicht nachryeisen, daß nicht der Mensch, son­dern die Natur den Schweden am meisten in- spiriert hat und inspiriert. 2n der Malerei ist der Schwede am weitesten als Landschafts­maler gekommen; auch die ganz wenigen gro­ßen Portriftisten haben ihre besten Werke

Unter Sicberung ckurek öeutscds Solilsten rieben sie in Rom einl ünglizeks ur>6 smsri- tzaniocke liriegsxsksnLens aus ckem Kampkrauia ckss Lrüctzentzopfss bei blstluno auf öem dlsrock ckurcb Rom. rx.-XuIn. Xrlexsber. Vscl! uu.