Ausgabe 
(20.2.1944) 50
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Br«m»il: S««r«n 6/?, Huf 7 II 51! Xachtiuf ». Io»»taz, 7 47 05: Obernkr. 50, Nul 7 15 51; Eyk«: Mü-l«nd-mm 7; Br.-Hem-lintzee: Bahn« h-fh-ad« 5, 2»« P-ftfir-I,«. Ruf 4 54 55: Br.« vrzksa«: Rohrftr. 74, Bus 4 n, 5; 8r.-8lum-n- 14-1; «-pt..D-llm-nn-Str. 41/45. Xus SS I. S»

paiTtLiarntUctie Hcryeszeiiung

Das flmtsblatt des Negierenden VOrgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

üer NationLlsdziai.iktLnvrlNNLNs

fimtlikstes verkünLungrblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Nremen

14. Jahrgang

'na VeramwML d'li mangelnde «

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Sonntag, 20. Februar 1944

kinzelpreis 15 Npf.

Verkesrelläer äeulscder Luarikk sut l.onäon

Ds5 /ün/ts ^c/1/09 c/s5 !,u/two^s — ^crmms5N U5>c/ /(/09SN »n c/s5 /)r/tk8c/isn /^ouptstoc/t

^sn5crt/'on /m ds/Ogsusn -^ur/onc/

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lk zuwend-n, ^ ftalitm-löung

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unserer Berliner Sibriftleitung

Naus im BkieiK'i er. v. «ek. Berlin, 1». Februar. Der Postbriefkastens j» teilte vom Oberkommando der Wehrmacht sprang einer Postheli»! elanntgegebene fünfte Schlag deutscher Lust- a- Das Tier hatte sjchz'l«ftkr°ste gegen die britisch« Hauptstadt hat >»' /Agenden Pchia^ach den im Laufe des Sonnabend in London IHiedene Briefe angih erausgegcbcnen Meldungen einen furcht- . are Wirkung gehabt. Die von der

a^ ^>,^" 5 " an"-, k,rtiqen jüdischen Agitationszentrale bis MaM ujern ausrecht erhaltene Bagatellisierungs- ^ ^ „d Berschweigungstaktik ist folgenden Ein- >°uste ans ei«,, iftäudnisse» gewichen sUnrted Preß»: „Die , d>er einen «Meutschen Luftbomben erhellten große Ab­iich auf die Leite st.hnstte der Stadt, Die Bomben verursachten ck 'ee E ewissen Schaden." Reuters erster Schreckens-

chuttelt, kamen abn n,>eldung wurde von einer Darstellung schlim- n Lustsprunges ihiez^er Einzelheiten gefolgt: „Wohnungen in "avon. Keschäftsblock zerstört", „in einem an-

^ zz,n Stadtteil sehr starke Zerstörungen",

eines der populärsten Geschäftszentren in Nulou r nelkeriksiiett »ndon getroffen", „Brandbomben aus aus- edehute Bezirke der Stadt", „die Rettungs- mnuschaften noch bei Tagesanbruch auf der nche nach verschütteten Opfern" usw.

Der Rundfunksender London gibt zu, datz s sich beim Angriff vom 19. Februar zwri- illlos um den schwersten seit Monaten han­dle und das; die deutschen Flugzeuge von Ren Seiten her die Flalsperren des Lon- öner Raumes durchbrochen hätten. Weiter Ü " in einer Sendung des Rundfunk-

^ IIv 11 Fräser, dieser heftigste Angriff der

au» ie.', 7 » chien Zeit erinnere an die Epoche der Leut- "^cn Vlihangrisfe. Die Menschen in den il ...schnall — ich,ei! hätten die Einwohner des Empire

- nicht oll« vntechlsich-rauhen in der Welt beglückwünscht, dag sie ltarveag. -inlSilk- -X«:' nicht zu erleben brauchten.

^icht?t!l!6°^^^l>sritt äurcd üickts Voldsnüscks

,m«r cksnlcan soiil DNB, Berlin, 19. Februar. Während der l

- -0 ^.jugrissszeit lag über dem Londoner Ctadt-^

immer rv spott xine dichte Wolkendecke. Trotzdem

, «ins noch 6em durch Leuchtzeichen die anzugreifen-

absr nickt noch lloli^.en Ziele gut markiert werden. Bomben . hwerstcn Kalibers und Taussi^>e von Brand- wmbcn liegen im Stadtgebiet starke Brände i„rio>ok»oiickoick">m !5tstelie», deren Widerschein durch die Wol- WMeike drang.

MAus Berichten der beteiligten Vesatzun- , die sämtlich schon früher an Angriffen ^en England teilgenommen haben, geht irrer, das; die britischen Flakbätterien und fchtsägcr die in geschlossenen Verbänden fiiegndcn deutschen Kampfslugzeuge nicht Mchuwchren vermochten. Daraus erklärt sich Mch die geringe Zahl der auf deutscher Seite Eingetretenen Verluste. ^

sröüls Lngritt seit 1941/42

si bnb. Stockholm. 19. Februar. Das Nachrichtenbüro von Reuter gab über den "irren deutschen Luftangriff auf die engli- Hauptstadt folgende erste Meldung:

„In den ersten Morgenstunden des Sonn­abend unternahmen die Deutschen den ent­schlossensten Luftangriff, um London in Brand zu werfen, seit den gro'gen Angriffen der Jahre 1949/41 Sie warfen groge Massen Spreng- und Brandbomben durch das furcht­bare Sperrfeuer des V.ertcidigungsgUrtels der Stadt ab. Der Alarm dauerte etwa über eine Stunde, und zu einem gegebenen Augenblick entstanden Brände in allen Rich­tungen der Windrose. Zahlreiche Gebäude wurden getroffen, und bei Tagesanbruch waren die Rettungsmannschaften noch im­mer in Aktion." ,

Usupkssslkjtmiy in klsmmen

Stockholm, 19. Februar. Der deutsche Luft­angriff auf London ist nach weiteren zögern­den Reutermeldungen sehr wirksam gewesen. Er hat durch Zerstörung von Versorgungsan­lagen und großen Bränden im Geschäftszen­trum Londons und anderen Stadtteilen den Lebensnerv der Hauptstadt sehr einpfindlich berührt. Es sind große Brände verursacht und Hauptgasleitungen entzündet worden. In einem Stadtteil, wo viele Häuser zum Ein­sturz gebracht wurden und viele andere sehr

starke Zerstörungen erlitten, arbeiteten die Rettungsmannschaften die ganze Nacht hin­durch. Eines.der bedeutendsten Geschäftszen­tren von London steht in hellen Flammen.

Ms vsulscksii Iisdsn iLraksvpsn

dnb. Madrid, 1.9. Februar. In Krei­sen, die der britischen Botschaft nahestehen, verlautet, daß die letzten deutschen Luft­angriffe auf London eine Stimmung hervor­gerufen haben, wie sie seit den großen Lust- angrisfen 1949 nicht mehr zu beobachten war. Voller Besorgnis verzeichnet man die Tat­sache, daß die Zahl der abgeschossenen deut­schen Flugzeuge so gering ist, daß man sie nicht zu veröffentlichen wage, um die Be­völkerung nicht mehr zu beunruhigen. Hin­zu kommt, daß der Luftschutz und die Luft­abwehr vollkommen versagten, was auf die neue Taktik zurückzuführen sei, die die Teut­schen befolgten.

Man habe den Eindruck, so sagte istan, als hätten die Deutschen „Tarnkappen" für ihre Flugzeuge erfunden, mit deren Hilfe es ihnen möglich sei, entweder die britischen Horchgeräte oder die Geräusche der Flugzeuge auszuschalten. Bei den letzten vier Angriffen sei fast immer klare Sicht gewesen, und des­

halb sei man um, so mhr überrascht, daß es der Londoner Flak nicht gelungen sei, die Wellen der deutschen Bomber vor Erreichung des Stadtinnern abzudrängen. In allen Fäl­len hätten die deutschen Flugzeuge mit gro­ßer Präzision ihre Bomben und Luftminen abwersen können, und London fei von ge­waltigen Bränden erhellt gewesen, deren Schein bis zum Kanal sichtbar war. Außer­dem habe die britische Hauptstadt zum ersten­mal den Schrecken der von Lustmarschall Harris so oft gerühmten Bombenmethodc am eigenen Leibe gespürt. Eine schreckliche Wir­kung hätten auch die deutschen Brandbomben gehabt» die zu Tausenden die verschiedenen Stadtviertel von London getroffen hätten.

Dieselben Kreise in Madrid erklären, daß sich Churchill trotz der verheerenden Wirkung der deutschen Luftangriffe in Schweigen hülle, weil er befürchtet, daß sich ganz Eng­land einer Panikstimmung bemächtigt, aber die englische Oeffentlichkeif beginne zu ahnen, daß die Schläge der deutschen Luft­waffe sich weiter steigern werden. Auch in den Kreisen der britischen Luftwaffe sei man sich klar darüber, daß die bisherigen deut­schen Luftangriffe nur Versuche gewesen seien, und daß London erst in den kommen­den Wochen oder Monaten die Hauptschläge zu erwarten habe.

Me veukcksll §wü Msäer im kommen

1.sd/io/ts Oksku55'0n c/s«- 1.0ticsc)nst /m ^ur/onc/

Drabtbericht unserer Berliner Schriktleituna Dr, v, sck, Berlin, 19. Februar. Nachdem die jüdische Weltpropaganda in der letzten Zeit die Stärke der Alliierten als sagenhaft, die deutsche Macht aber als nur noch unbe­deutend beschwatzt hatte, ist die Welt schon durch wenige Beweise unverminderter Offensiokrast unserer Luftwaffe in Sensa­tion versetzt worden. Das englische Publi­kum, so heißt es in amerikanischen Infor­mationen, habe vor allem den ersten An­griff als schmerzhaft überraschend empfun­den, da die amtliche Agitation keinerlei An­deutungen über das Vorhandensein deutscher Bomber die Zensur habe passieren lassen, vielmehr stets die Auffassung vertreten habe, daß die gesamte deutsche Flugzeugproduktion durch die Aufgabe voll ausgelastet sei, Jäger und Zerstörer zur Begegnung dpr Terror­angriffe auf deutsche'Städte herzustellen. Als, deshalb die ersten deutschen Bambcrsorma- tionen in der Nacht zum 22. Januar über der britischen Hauptstadt erschienen seien, bab« man geglaubt, die lang erwartete Invasion des Kontinents habe be­gannen und die deutsche Luftwaffe Habs des­halb ihre letzten Bomberreserven zusammen­gerafft. um das Versorgungszentrum London anzugreifen. Die Wiederholung dieser An-

Heuer groüsr /Umedrsieg dsi Mlsbsk

5i5>rcj>!is6ulig5nr>g jZsi ^/sttuno vorvsr/sgt — /"s/nc/^rsurse gssunltsn

vn«l ro>E

iZoix-nsuiiä-d-MtS »nb, A u s dem Fiihrerhauptquar- «pjtre ^ Februar. Das Oberkommando der

6>-° ^.72^Ehrm°cht N'bt bekannt:

, Bei Kümo! Ryg verstärkte der Feind fei- krhölt ä>e 40Mi Druck, Seine während des ganzen Ta- A« geführten Angriffe wurden in harten,

-?EE!clv,Ncn Kämpfen abgewehrt und an ^ttzchiedenen Stellen tiefere Einbrüche auf­klangen.

Westlich Tscherkassq wurden weitere Teile ,— E lrcigekämpsten Kampsgruppe unter Ab- F Zahlreicher feindlicher Gegenangriffe

Geländeverhältnisse

Witebsk haben unsere Truppen in der ig. Februar 1944 dem An- sttirm von über S9 Schützendivisionen und Hen Panzerverbänden der Bolsche- ^ . hartnäckige» Kämpfen standqehal-

n und bnmit in der zweiten nunmehr be- in» dlbwehrschlacht einen erneuten gro-

Soisn«!

« vli«! ^„^Enschcn- und Materialverluste.

Luftwaffe unterstützte die Abwehr- MöM mü starken Schlacht- und Jagdzlie-

I.,,., "dnndcn nnd vernichtete in LuftkLmp- durch Flakartillerie 192 feindliche

steige.

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silmen- und Peipussee sowie ikn Narwa wurden auch gestern von .«ißarü Schlachtfliegcrn unterstützte

^ ^"9ei„e -es Feindes abgeschlagen.

I>itt»,?°"«E*°pj "on Neituno halten die er- ^ n-O^ricftniatz unter gewaltigem Artille-

ti-gSeN sUb nF-!ch,j^ "si, «»bei es gelang, den Em- U»,:?. "llsniii, bis vier Kilometer südlich hjjtz, ° vorzuverlegen. Mit Panzerunter-

»°r ^hen Verlusten für den Keg-

E'ugel>racht^^^^°^"' Gefangene und Beute

abmkäwn^"" warf -er Feind an Stelle der

>"^en"a °"-^'""ikaner indische Truppen ge. die mährend des ganzen Ta-

-aonirn Si-Henblock von Cassino an-

NL^l.I',4 »ftchosikn «^ -diustnsfe wurden zusammen- ^ «iklM brüi. Einbrüche im Gegenstog Ä irr-n Zahllose Tote liegen vor nn-

Der Babnho, Ealsino 9^ ,,stl rndgülti» :^^?l« den Besitzer und blieb "S °n unsrer Hand. Dort hat sich

der schwerverwundete Pionier-Zugführer des Grenadierregiments 211, Feldwebel Hofs­mann. besonders ausgezeichnet.

Südlich des Golfes von Eaeta ist gestern ein feindlicher Kreuzer nach Deto­nation gesunken.

Die Luftwaffe führte in der vergangenen Nacht mit starken Verbänden erneut einen schweren Angriff gegen London. Durch Masfenabwurs von Spreng- und Brandbomben wurden ausgedehnte Brände und Zerstörungen im Stadtgebiet verursacht.

General Henry H. Arnold, der Ebef der U»A.« Luftwaffe, erklärte: „Die zur Bertcidiauna ein- gci'ebte deutsche Luftwaffe ist starker-al-> te zuvor."

griffe hätten aber jedermann die Haltlosig­keit derartiger Prognosen vor Augen geführt. Zugleich beginne man übrigens stark zu zwei­feln, ob die Invasion überhaupt durchgeführt würde. In London erzähle man sich bereits auf der Straße eine Unmenge Jnoasions- witze.

Ein Jüdlein aus der Londoner Agitati- onszenträl« ließ sich im „neutralen" „Svenska Dagbladet" dabinaebend aus daß nur fünfzig bis sechzig "deutsche Bomben- flugzeuge London angegriffen hätten. Der Schreiber habe nur zwei deutsche Flugzeuge gehört und später vom Dach eines Hauses trotz wunderbarer Rundblickmöglichkeit über­haupt keinen Feuerschein bemerken können. Dagegen schätzen die amerikanischen Augen­zeugen die Zahl der Opfer auf „mehr als Tausend". Sicherlich 100 090 Obdachlose müß­ten angenommen werden, da

susysüslints kMülSvdrSnäs

ganze Londoner Wohnviertel unbe­wohnbar gemacht hätten. 2n den brennenden Stadtvierteln selbst seien Diebesbanden zu beobachten gewesen, die vor allem Klei­dungsstücke. Rauchwaren und Spirituosen gestohlen hätten Mit „Befremden" habe man bemerkt, daß sich an dieser „Organisation" leider auch amerikanische Soldaten mit ihren Dämchen stark beteiligt hätten. Der mili­tärische Mitarbeiter der spanischen Zeitung „Jnformaciones" stellte jedoch fest, daß die britischen Behörden sich gegen die aufkom­mende schmerzliche Enttäuschung keinen Hesse­ren Rat gewußt hätten, als jegliche In­formation' über die deutschen Luftangriffe auf London zu verbieten und die betroffenen Stadtteile abzuriegeln. Die neu begonnenen deutschen Luftangriffe hätten jedenfalls mit einem Schlage alle verbreiteten^ Thesen von einer angeblichen Schwächung der Luftwaffe eindeutig widerlegt, sie verfolgten keines­wegs Prestige-Ziele, sondern, wie immer bei der deutschen Führung, ausschließlich reelle und strategische Ziele. Dabei handle es sich jetzt gewissermaßen um'praktische Uebungen Lines Teiles der Anti-Jnvasionsstreitkräfte. Damit widerlegt das spastische Blatt treffend den USA.-General Arnold, der das Ver­sprechen abgab, daß für die Europainvasion der „größte bisher in irgendeinem Kriege zur Verfügung gestellte Luftschirm" die Lan­dungstruppen unterstützen werde.

. Die Bestürzung der britischen Oessentlich- keit über einen von. autoritativer deutscher Stelle gegebene Versicherung, daß die gegen­wärtige Phase der deutschen Luftangriffe auf London lediglich als Vorspiel dessen zu wer­ten sei, was die britische Hauptstadt noch zu erwarten habe, wird besonders in Amerika verzeichnet.

8lx. Der heutige Luftangriff auf London, die Brütstätte gemeinster Drangsalierung der deutschen Zivilbevölkerung, kann bei uns nur riefe Genugtuung hervorrufen. Mit Massen schwerer Bomben antworten wir auf die kalte Herzlosigkeit der Herren im Parlament zu London, die neulich voller Freude feststellten daß wieder Frauen und Kinder in deutschen Städten zu Tode bombardiert worden seien Der heutige fünfte Angriff auf London im neuen Jahr hat blitzschnell mit der albernen Stimmungsmache aufgeräumt, die davon fa­selten, wjr seien am Ende unserer Kraft an­gelangt. Wir sprechen blos nicht vom Grad unserer militärischen Starke und prahlen nicht mit unseren Absichten. Wir lachen auch nicht. Aber die Welt merkt ab und zu schon bei unseren unvermuteten Ei n- zel schlagen, daß Hitler-Deutschland der furchtbarste Kriegsgegner ist, den sich die Anglo-Aamerikaner je aussuchten.

Me Vsnkes8 lügen treck weiter

Eigener Drahtbericht

82. Madrid, 19, Februar. Die nord- amerikauische Nachrichtenagentur United Preß wagt »s, folgende frech« Lüge zu ver­breiten: „Nach hier eintreffenden Berichten hat der Abt des Klosters Monte Cassino. Grigorio Diamare, das Kloster auch nach der Entwarnung nicht verlassen. Bis zum letz­ten Augenblick habe der Abt immer wieder die Deutsche» ersucht, das ehrwürdig« Ge­bäude ,U »erlassen, doch seien seine Bitte» vergeblich gewesen."

Auch dies« freche Unverschämtheit wird den Pankees noch um die Ohre« geschlagen werden.

Von

Xuri S. Stolrsnbsig

Die unbestreitbare Tatsache, daß sich das Reich im bisherigen, wir dürfen sagen: größeren Teil 'des Weltringens absolut siegreich behauptete und damik vor Allem Aussicht hat, den Krieg zu gewinnen, zwingt den Feind, das Letzt« aus sich herauszuholen. Der Nationalsozialist kennt derartige Ent­wicklungen. 1990 bis 1992 wurden in Deutsch­land unter den Hammerschlägen der Hitler- Bewegung die Fronten immer einheitlicher und geballter, der Kamps der gegnerischen Gruppen immer nackter und primitiver. Das­selbe erleben wir jetzt seit knapp einem hal­ben Jahre. Es ist nicht so sehr der Umstand, daß die von nicht allzu kunstreichen In-, genieurcn konstruierte Kriegsmaschine Old Englands und der Dollar-Republik allmäh­lich auf Touren kommt. Es ist in der Haupt­sache die drängende Erkenntnis bei unseren Feinden, daß nun unbedingt etwas geschehen muß. um mit den Deutschen fertig zu werden.

Denn das Geschäft wird viel verlustreicher, als man dachte. Nicht nur, daß die Tantieme ungezählt bleibt. Es ist viel schlimmer. Die Gefahr zu sallieren. schleicht um das Comptoir der drei fusionierten Firmen. Außerdem be­ginnt der jüngste Teilhaber, ein Herr mit fragwürdigen Manieren sowohl b.im Früh­stück wie in der Hanskonferenz, in skrupel­losester Weise die beiden älteren Herren in die Ecke zu dräng.». Er behauptet,^die mei­sten Aktiven mit in die Firma gebracht zu haben, biedert sich mit der Belegschaft an und zeigt die Absicht. Alleininbaber zu wer­den. Daß der'erfolgreiche Partner im übri­gen im Geschäft voran kam. liegt an seinen robusten Metboden: denn er schont weder Menich noch Inventar. Gründe genug für die beiden anderen Kentlenn'n. die größten Anstrengungen zu machen, auch ihrerseits Ge­winne zu erzielen und damit die Oberhand in der Firma zurückzubekommen. Diese be­findet sich in keiner ang.nehmen Lage. und man bemüht sich. dem Lurch verzweifelte Mittel zu entrinnen.

So ettzm stellt sich die Kriegslage vom Gegner aus gesehen dar. So ungefähr malt sich der psychologische Hintergrund einer plötzlichen Aktivität um jeden Preis, die blindwütend um sich haut und, um nach einmal zum kommerziellen Bild zu­rückzukehren. dem deutschen ,Wettbewerber um den Sieg die Scheiben einschlägt, das Mobiliar zertrümmert und darauf sinnt, seine Leute hinterrücks um die Ecke zu brin­gen. So drastisch und schamlos ist die Krieg­führung aus Seiten der Alliierten geworden. Seine Kennzeichen sind ebenso das unterge­gangene Eolsino wie die irrsinnigen Armriffe auf die Reichsbauvtstadt. die unzerstörbar ist. weil sie aus tapferen Herzen besteht. Ge­steigerter Terror als Kampfmittel und als Zeichen obnmächtiasr Wut ist einer erfolg­reichen politischen Bewegung, der einst Hun­derte vonlParteigenossen gemeuchelt morden.

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In Winäisclcs urist lstltlsr-tstütre staksn sie vor uns. unsers ,8ckizägsr in einer /rngrikks- pauss süstlick stss llripjst. Die ruvsrsiaktlicksn btisnsn cksr icsmersäsn in cksr ckvw sttsn Xäinpker vertrauten Trsckt sinck ckiesslbea, wie ivir »is einst im stingso um cki» tstsckt cksr Ls- ^ve^ung saken.

Nnexsder. Ilemrnn - UN,

nichts Unbekanntes. Neu ist er den Sofio- tern, den Vukarestern und den Einwohnern von Helsinki. Aber auch die Bulgaren sind als bart bekannt. Rumänien wird von sei­nem Regierungschef in fester Hut gehalten, nnd die Finnen, obzwar sie manchem Nach­teil des parlamentarischen Regierungs- svstems ausgesetzt sind, waren von jeher als zähe und fanatisch national gesinnt bekannt. Ein anderes Terrormittel, durch Agenten Unrube und Sabotage zu bewirken, wie es britische Tradition bei Völkern ist, die nicht kuschen wollen, fand naturgemäß Anhglts- punkte in Serbien nnd Kroatien. Die dort plötzlich aufgeflammte Baridcntätigkeit. erst von Badoglio und dem Secrct Service, dann van Moskau organisiert,. flaut ab, nachdem deutsche Truppen begonnen haben, dazwi­schenzuhauen. daß die Funken stieben. Auf die Ausmerzung übler Elemente in Frank­reich deutet der wachsende Einiluß national- revolutionärer Franzosen in Vicby hin.

Diese verschiedenartigen Ausflüsse terro­ristischer Aktivität sind dem Gebiet der po­litischen Kriegsübrung' zuzurechnen: ihr Erfolg lohnt den Aufwand bisher nicht. Wie aussichtslos alle Bemühungen waren, das Reich seiner ungeheuren wirtschaft­lichen Kraft zu berauben, sieht man daran, daß dem Feind als einziges Gegenmittel eingefallen ist. deutsches Geld zu fälschen. Vorläufig haben wir noch keines gesehen, und es dürfte wohl auch kaum in Umlauf kommen.

^ In der militärischen Kriegstübrung sind die Zeichen für endipuriartige Anstren­gungen des Feindes ebenso klassisch. Die olle in gleicher Weise sich totlaufenden Offensiven Stalins sind anormal auch bei dem größten Reichtum an Menschen. Die unendliche Tap­ferkeit unserer Kameraden im grauen Rock wie der Freiwilligen aus den ihre germa­nische Herkunft erkennenden Völkern und eine Truppcnsiihrung von sprichwörllicher Geschicklichkcit und Kühnheit hat bis jetzt, da der Winter zu Ende geht. das Notwen­dige geschafft. Der Feind konnte dabei Randteile vom Vorfeld der Reichsvertcidl- aung besetzen; der allein seine gigantilchsn ' Blutopfer rechtfertigende Großeinbruh blieb ihm versagt. Die Jnväsionsprobe von Net- luno hat den Briten unendlichen Kumm.r gebracht. Weder fanden sie dort einen der vielen Wege nach Rom. nach konnten sie die hundert Kilometer überwinden, die sie von den bei Lassino sich abmühenden Ame­rikanern trennen. Ihre ganze Wut und ihren maßlos aufgeputschten «amvfeseifer ent­luden sie zunächst gegen die unschuldige Abtei und führten damit einen wuchtigen Schlag in die Lust. Noch übler haben sich