Ausgabe 
(19.2.1944) 49
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^ M-n»!»b°zug 2.30 RM «Inschl. ^usteUgedllhi; ^ P-stbrzugsprei, monatlich 2.30 RM ieinftzl. sgi'stpt. P-st,«Itung,g-bühr> zuzügl. 42 Rps. 3»R Lcstellgild. Postlch-ck: Hamburg 17 272. »nz«>- W g-npreii» und Susn°hmei«dlngung-n It. Pr->,- zifls. ilufnahmelermin, ohn« verblndlichkeit.

vremllZettuna

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Las flmisblatt des lieglerenven vürgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

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flmtUches verkündungsblatt des Ncichsstakttialters in Oldenburg und vremen

, 14. Jahrgang

Sonnabend, 19. Zebruar 1944

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dnb. Aus dem Führerhauptquor- c r, 18. Februar. Das Oberkommando der jchrmacht gibt bekannt:

Südöstlich und nördlich Kriwoi Rog traten Sowjets gestern mit starken Jnfanterie- d Panzerkcäften^znm Angriff an. Es ent­gelten sich schwere Kämpfe, die noch ku­ltiern. Besonders in einer Einbruchsftclle -östlich de.r Stadt wird erbittert gekämpst. ^nck zdvi 'i" den schweren Kämpfen im Raum non , . ' ikopol habe» ostmärkische, bayerische, rhei-

FStvsds;,^^^,^^,^sälische, sächsische, mecklenburgische, äzM. nnmersche und ostpreustische Divisionen un- 2 ^r dem Vesehl des Generals der Kebirgs-

<-tirsibii„ji Schörnex und der Generale

Oränung i„j.»randenberger, Mieth und Kreq - «s.i-a 0 , -i"g in der Zeit vom S.-«SIovember tÜtZ eiinoa.hxf,,,^ ^ Februar 1!I44 in Angriff und Ab- niostlrsita ll-^ esir starke Durchbruchsversuche der Bolsche- ' isten, oft mit blanker Masse, verhindert 6 OA 7 IM D»d ihnen hohe Verluste zugefügt. Dabei iirdcn 1754 Panzer, 888 Geschütze, zahlreiche — —I dere Massen und sonstiges Kriegsgerät

.''-ur-!N!«> ij^^!beutet oder vernichtet und 56 feindliche istrt-nfsKk-»-i«>inlng,ieuNe durch Infanteriewaffen abgeschos- khonn-doiogi-, Ha« n. Unsere Luftwaffe hat an diesen Erfolgen log»« uu« cb-Mtwirch Einsatz starker Kampf- und Schlacht­en .7^ hervorragenden Antett. Im

un« pr-xi, westlich Tscherkayq wurde nach AL-

i-sisckikn Von,,;-»!« ehr heftiger feindlicher Kegenangrisfe die o»Lig«bm-iii«»i«»orbindmiq zu einer seit Woche» abgeschnit- Mttilncn stärkeren deutschen Kampfaruvpe, die >b bis zur Front der zu ihrem Entsatz an- eiretencu Panzerverbände durchgeschlagen rite. wiederheraestellt.

Südlich des Ilmensees wurde ein vor- >ringender Frontbogen mit der Stadt Sta­rs« Nussa nach Zerstörung aller militiiri- ^ l) 7^1 klilihen Anlagen und obne .Behinderung durch ie i.I!'!!en Feind zur Verkürzung der Front qe- iinmt, Westlich des Ilmensees und an der ^ ront bis zum Peipusse« sowie bei Narwa /W. rissen die Smviets an mehreren Stellen lW >it stärkeren Kräften und von Panzern an- rrstützt vergeblich an. 86 sowfetiiche Panzer mrden dabei abgeschossen. In diesem Raum . ^ pommeriche 12. Panzerdivision

Issili ldter Führung des Generalleutnants Frei- -lkrr von Vodenhausen besonders be-

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südlich Rom schreitet unser Angriff zur kinengunq des Landekopfes von Nettuno in ghen Kämpfen vorwärts , und wird dabei Durch starke Artillerie und Luststreitkräfte zut unterstützt. In den Häken von Anzio und ^ettuno wurden starke Brände und Zer­rungen verursacht. Bei Camno wehrten k"» Grenadiere alle feindlichen

K-llMmgriise ob und warfen an mehreren Ttel- ^n eingebroigene feindlich» Kampfgruppen ve«v°!!-!sm»i^«nter bel^n Verlusten für den Gegner wie- ö-i e!"lg°^ 2 er zurück.

lieber dem italienischen Frontgebiet wur- W!7öi°^gesthe^1!,"" ^ Kindliche Flugzeuge ab-

deutsche Seestreitkräste vernichteten Abendstunden des 16. Februar nörd- Imia boUd-'« rbei Insel Elba zwei britische Akt'Uerie- ü-bm°e. 0 -«-^"crlboote. stee !-äüN«"

8c1nverykiv1cht visäer im LüäsdsclmM

, dnb. Berlin, 18. Februar. Trotz des^wach- lendeu feindlichen Druckes im Nordabschnitt /erlagerte sich am 17. Februar das Schwerge- Miiht der Wintcrschlacht wieder in den S ü - Wen der Ostfront. — Bei Witebsk brach der Zeind dagegen seine am Mittwoch noch ein- «» u/Ml aufgeflammten Angriffe ab, so dag nun- i/kü im ganzen mittleren Frontabschnitt

.üAnhe herrscht.

neuen bolschewistischen Angriffe im 1 -i> 7 ä/Mv richteten sich gegen Kriwoi

0 g. Durch die vorausgegangenen Vorstöße / „HM "V"""me südwestlich Dnjepropetiowsk war ^2 Feind denn auch um den Preis ri°- „ "i.»'zgcr Verluste gelungen, sich über die Bahn-

_ .^"n^Nikopol—Kriwoi Rog hinaus bis an

" ^ngulez vorzuschieben. Dort fingen,un-

/W!/l/U^ lere Gruppen jedoch die Bolschewisten auf, ' - //Im?/-" ^ il> Gegenangriffen zurück und

Wchloffen die schmale Einbruchslücke, durch die

jder Feind eingesickert wär. Als Folge dieser Rumpfe bildete sich ein Frontvorsprnng, der V /oll? lüdliche, östliche und nordwestliche Vor- ? ? Kriwoi Rog umspannt. Um ihn ein- griffen die Bolschewisten nunmehr Tüdosten und Norden mit mehreren Di Lisa^ck^^/Mstonen an. Die Voi-ilö»- non Norden he'

,, .. an. Die Vorstöße von Norden her

8 B^de^"--G Südöstlich der Stadt ^gelangen

Feind zunächst jedoch einige Einbrüche, abgeriegelt

r» - . zuiiallffr feooa, einig

m? durch Eegenangrisse

, ^>« «>' ^ merden konnten. -

sck°n^°l v„hältmsie

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ichwierigster Wetter- und Kelände- Aingen unsere im Abschnitt . iikspol eingesetzten Divisionen ' !?/Er wieder aus der Abwehr zum A>griN

-'---"""ine gingen Aporofhe—Nikspol

und schlugen Lo. Wafie di.

oii im Nahkampf mit der die anstürmenden feindlichen

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dluger den in, Wehrniachtsbericht vam 18. 8 cbinu>"^" Dp. iNbruar erwähnten 1754 Panzern und 538 einrustE ' ^verloren die Bolschewisten 287 ,;p'i ^ azerbüchsei, und Hunderte von Maichinen- l"' und Maschinenpistolen. Ihre Men

80 -cäE !ch°nver!i,stc betrugen 51VN Mann an Gesa», »iibt °uic m"cn und ein Vielsachcs dieser Zahl an To «» ten und Verwundeten.

ungünstige Wetterlage den Lustwassc bisweilen. hemmte, «anen auch unsere Kampf- und Schlacht-

flieger hervorragenden Anteil an den bis­herigen Abwehrerfolgen. Sie benutzten jedes Aufreißen der Wolkendecke, um mit Bomben und Bordwaffen znr-Entlastung unserer Gre­nadiere in die Erdkämpfe einzugreifen. Be­sonders bei den oft wiederholten vergeb­lichen Versuchen, den Dnjepr zu überqueren, brachten sie dem Feind erhebliche Verluste bei. Durch das Zusammenwirken von Heeres- und Lustwaffenverbänden' gelang es drei Monate lang, die mit weit gesteckten opera­tiven .Zielen ^unternommenen Durchbruchs­versuch« zu vereiteln.

Die Tscherkassq-Operation Der zweite Schwerpunkt im Süden der yst- front lag wieder im Raume westlich Tscher-

kassy. Die hier seit einiger Zeit laufenden deutschen Angrifssunternehmen erreichten nunwehr ihre Ziele. Während der Januar­kämpfe hatten die Bolschewisten durch zwei westlich Tfcherkassy und südöstlich Belaja-Zer- kow vorgetragene Keile deutsche Kräfte ab­schnüren können. Durch lausende Zuführung von Verstärkungen bildeten sie dann einen starken Riegel, der begünstigt von grundlosem Gelände, zunächst jedem Angriff widerstund. Mit eiserner Zähigkeit griffen unsere Trup­pen jedoch jeden Tag von neuem an. Trotz aller Erschwerungen durch Verschlammung lind Schneestürme brachen sie Stück für Stück aus dem feindlichen Einschließungsring her­aus, bis schließlich die Leiden-von Südwesten

Lia kurcklbsrer keinksll äer Lovjsls

ckr. ev. seli. Berlin, 18. Februar. Zu der ein­drucksvollen Demonstration deutscher Ab­wehrstärke bei Nikopol wie Tfcherkassy er­fährt die Berliner Schriftleitung der „B. Z.": Für die durch den heutigen Mehrmacht­bericht unterstrichene Stärke unserer seit Monaten in der Winterschlacht stehenden Osttruppe» ist besonders bezeichnend die jetzt der Oessentlichkeit bekanntgegebene Tat­sache, daß zu der seit Wochen von allen Sei­ten vow-den Sowjets umfäßten stärkeren deutschen Kampfgruppe im Raum westlich Tscherkassq die Verbindung durch eine» deut­schen Panzerangrisf wiederhergestellt werden konnte. Seit Tagen hatte das sowjetische Nachrichtenbüro Meldungen über Vernich­tung einer bei der genannten Stadt einge­schlossenen deutschen Gruppe verbreitet. So­eben, also bei Bekanntwerden der Tatsache, daß zu der totgesagten Gruppe Verbindung von uns ausgenommen wurde, wiederholt Radio Moskau in einer langen amtlichen Verlautbarung dip Falschmeldung.

Die durch und durch verlogene amtliche sowjetische Berichterstattung versucht alsv imt höchstem Stiimnenaufwand die Wirklichkeit zu überschreien. Denn für die Sowjets, die die vollendete Tatsache der Vernichtung im Kessel mit ihrem wüsten Siegesgeschrei vor­weggenommen hatten, und für das Publi­kum in England und Amerika und gewisse»

Publizisten iä einigen neutralen Ländern, die das sowjetische Geschrei für bare Münze genommen hatten, bedeutet dieser d'euriche Erfolg eine ganz schwere Enttäuschung.

Er ist ja schließlich symptomatisch dafür, daß alle an die sowjetische Offensive ge­knüpften Spekulationen in der Luft hangen und weiter in der Luft hängen werden. Die heute veröffentlichten Erfolgsziffern aus der schweren Abwehrschlacht im Raum von Niko­pol in der Zeit vom 5, November 1948 bis zum 15. Februar 1944 beweisen das gleich­falls. Auch dem Verlauf der neuen Abwehr- kämpfe südöstlich und nördlich von Kriwoi Rog sehen wir mit vollem Vertrauen ent­gegen.

Die Räumung von Staraja Russa, die ohsie Feinddruck erfolgte, kann nicht beson­ders in Erstaunen setzen. Nach der Zurück­nahme der Front aus dem Raum südlich von Leningrad verlief die Kampflinie zuletzt vüm Westzipfel des° Flmen-Sees in Richtung auf den Peipussee und weiter in den Raum von Narwa. Es ergab sich in dieser Lage ein weit nach Osten zielender Vorsprung, der nur so lange sinnvoll erscheinen konnte,, als unsere Truppen unmittelbar vor Leningrad standen, der aber jetzt eher zu einer ünnötigea Be­lastung werden könnte, wenn nicht gewisse Frontverkürzungen vorgenommen werden.

und Nordwesten einander entgegenstoßenden deutschen Angriffskeile, die seit Wochen unter­brochene Verbindung wieder herstellten.

Südwestlich Schepetowka nahmen unsere örtlichen - Angriffsunterilehmen ebenfalls einen günstigen Verlauf. Ebenso erfolgreich, wie unsere Truppen im Süden der Ostfront angriffen, wär ihr Abwehrkampf bei Wi- tebsks Die am Mittwoch noch einmal zu grö­ßerer Heftigkeit aufgeflammte Schlacht ist wiederum zum Stillstand gekommen.

Im-.Norden der Ostfront verschärften die Sowjets dagegen an einigen Stellen ihren Druck. Vorstoße nordwestlich Mjchaga scheiterten. Südlich des Jlmensees blieb es dagegen ruhig, so daß unsere Truppen ihre Maßnahmen zur Frontbedradigung ungehin­dert durchrühren konnten. Im Narwa- Abschnitt g.iff der Feind an einer Stelle neunmal, an anderer sckgar zwölsmal mit Kräften bis Bataillonsstärke vergeblich an.

Trotz schlechtester Witterung unterstützten Kampf- und S ch l a ch t f l i e g e r die Angriffs- und Abwehrkämpfe des Heeres. Darüber hinaus bombardierten sie feindliche Zuführungen im Landekopf -von Kertsch. Bandenlager in der Mitte der Ostfront und bolschewistische Nachschublinien im. nördlichen, Frontabschnitt. Mehrere Züge, darunter ein Münitionszug und große Mengen rollenden .Materials, fielen den Bomben zum Opfer.

llas Ltcksnlsud vsilisksn

dnb. Führerhauptquartier, 18. Februar. Der Führer verlieh am 19. Fe­bruar 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Ar­tillerie Robert Martjnek, Kommandie­render General des 39. Panzer-Korps, als 888 . Soldaten, an Leutnant Joses Schnei­der, Kompaniesührer in einem bayerischen Jäger-Regiment als 889. Soldaten, und an Feldwebel Walter M.öse, Zugführer in einem Bresläner Jäger-Regiment, als 899. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Der Führer verlieh am 12 . Februar 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an U-Brigadesührer und General­major der Waffen-// Theodor Wisch, Kom­mandeur der ^-Panzerdivision „Leibstandarte ^ Adolf Hitler", als 898. Soldaten der deut­schen Wehrmacht.

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DrahtSerM unserer Berliner Schriftleitnng

Berlin, 18. Februar. Der Apostolische Muntiüs in Washington, Monsignore Gio­vanni Cicognani, übergab der Oessentlichkeit eine Note zur Vernichtung der Abtei von Monte Cassino.

„Sei n e Eminenz, K.ardinal M a- glione, Staatsiekretär Seiner Heiligkeit Papst Pins' des Zwölften, hat mir Anwei­sung erteilt", so heißt es in der Verlaut­barung, „zu erklären, daß die kürzlich- Mel­dung, die in der Presse erschien und beim alliierten Oberkommando glauben fand, wo­nach das eigentliche Gebiet der päpstlichen Villa in Caftel Eandolfo mit Deutschen saturiert und daher Bombenangrisse,, aus­gesetzt ist, nicht zutrifft. Seine Eminenz er­klärt, daß kein deutscher Soldat in­nerhalb der Grenzen der neutralen päpst­lichen Villä Zutritt erhalten hat, und daß augenblicklich keinerlei Angehörige der deut­schen Wehrmacht sich darin aushalten."

Eine ergänzende Meldung, die im Rahmen der Tagung der National Catholic Welfare herausgegeben wurde, fügt hinzu; „Im Zu­sammenhang mit obiger Erklärung darf daran erinnert werden, daß nach der neuesten Information aus der Vatikanstadt der Hei­lige Vater die päpstliche Villa, darunter auch die Amtswohnung in ihr, den durch Bombenangriffen obdachlos gewordenen Menschen der Umgebung zur Verfügung ge­stellt hat." Dem diplomatischen Tonfall ent­kleidet bedeutet diese Note die Anklage der anglo-amerikanischen Kriegführung, .,d,e Flüchtlinge in Lastel Kandolfo ohne ,ede militärische Notwendigkeit gemordet zu haben.

Es gehört, betont man in Rom, zu den Gepflogenheiten des Vatikans, seiner beson­deren überparteilichen Stellung zwischen den Kriegführenden entsprechend, sich nach Mög- lichkeit politischer Feststellungen zu enthalten. Üm so mehr finden daher die seltenen Ver- lautbarungen des Vatikans größte Aufmerk­samkeit in der Weltöffentlichkeit. Das ruch­lose Attentat der Anglo-Amerikaner anf den exterritorialen päpstlichen Sommersitz Lastel Eandolso und das berühmte, urylte .Bene­diktinerkloster Monte Cassino und die Ab- leugmingsversuche des amerikanischen Präsi­denten haben nun eine der knappen Stellung­nahmen des Papstes erforderlich erscheinen lassen, zumal die Interessen des Vatikans direkt betroffen worden sind.

Zu gleicher Zeit schreibt das Blatt des Vatikans, der „Osservatore Roma- n 0 ", in einer als offiziös zu wertenden Mel­dung, daß das tragische Ende der Abtei von Monte Eassino in der ganzen Welt lebhafte Entrüstung hervorgerufen habe. Die rau­chenden Trümmer bildeten für die Mensch­heit die in einer degenerierten Kriegfüh­

rung die schönsten Güter und Heiligtümer vernichtet, die von früheren Geschlechtern zu Ehren Gottes errichtet wurden, einen Vorwurf und zugleich eine Mahnung.

Diese Entrüstung trifft eine. Kriegfüh­rung. deren „Erfolge" sich in zerstörten Do­men und Klöstern andeuten. Die den Terror deutscher Städte als ein gottwohlgesälliges Werk bezeichnet und jede Debatte über die Schändung der europäischen Kultur als ..lächerlich" in den Sitzungen des englischen Oberhauses bezeichnen läßt. Wenn diese kriegführenden Mächte als Ziel ihres Kamp­fes die „Befreiung" Europas angeben, dann muß die Menschheit.ein Schaudern vor den Auswirkungen ersassen, die die Erfüllung dieses Kampfes bei einem Erlahmen der deutschen Widerstandskraft über das Abend­land bringen würde.

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dnb. Berlin, 18. Februar. Nachdem das Kloster Monte Cassino durch anglo-amcri- kanische Bomber nunmehr völlig zerstört ist, hat der 83jährige Abt Bischof Gre- gorio de Amare das Angebot des deutschen Kommandierenden Generals angenommen und mit den ihm verbliebenen Mönchen unter Mitnahme der restlichen zivilen Flücht­linge und zahlreicher Verwundeter die Trüm­mer des Klosters verlassen. Der Zug wurde bei seinem zweieinhalbstündige» Marsch vom Berg dauernd durch feindliche Artillerie be­

schossen, wobei neue Verluste entstanden. Die Verwundeten wurden von den deutschen Sa- nitätseinrichtnilgen aufgenommen. Der greise Abt ist non den Strapazen der letzten Tage körperlich und seelisch völlig erschöpft. Er weilte als Gast beim deutschen Kommandie­renden General, um sich zu erholen, und wurde kurz darauf in Rom vom Papst in Sonderaudienz empsangen. Seit der Bom­bardierung des Klosters liegen die Trüm­mer des ehrwürdige» Bauwerks sortge- setzt unter schwerem Artilleriefeuer der Anglo-Amerikaner.

Als am 15. Februar die Briten und Nord­amerikaner erneut versuchten, in Vataillons- stärke die deutschen Stellungen am Novdrand der Stadt Cassino anzugreifen, wurde auf dem Funkweg das Geschützfeuer eines Werfer-Regiments angefordert und sofort ausgelöst. Die Werfersalven erfaßten die erste AngriffslPlle und zerschlugen sie Nach­dem auch die folgenden Wellen im Feuer der deutschen Waffen liegen geblieben waren, stellte der Gegner unter dem Eindruck seiner schweren Verluste den Angriff ein. Am Nach­mittag des 17. Februar steigerte sich das Ringen um die Stadt Cassino zu erneuter Heftigkeit. Nach andauernden Bombenangrif­fen und mehrstündigem heftigem Trommel­feuer stieß der Feind wieder gegen den Nord­teil der Stadttrümmer vor. Aber unsere nun schon ieit 14 Tagen im harten Kampf ste­henden Grenadiere wiesen den mit Panzern vorstoßenden Feind überall ab.

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ep. V a t i k a n st a d t, 18. Februar. Das de,» Vatikan von dem nordamerikanischen Geschäftsträger Tittman gemachte Angebot, die Abtei von Monte Cassino nach dem Kriege mit nordamerikanischem Geld wieder auszu­bauen, ist von Kardinalstaatssekretär Ma- glione zurückgewiesen worden.

Maglione. so wird aus zuverlässigen vati­kanischen Kreisen berichtet, hat Tittman er­klärt, daß es eine Illusion sei, zu glauben, man könne eine 4500 Jahre alte Abtei wie Cassino, die ein» ganze Geschichte des Chri­stentums verkörpert, aus dem Nichts wieder ausbauen. Wie das italienische,„Piceolo" hierzu berichtet, soll Magliore wörtlich ge­sagt haben: „Selbst wenn Sie die Abtei aus Gold und Edelsteinen aufbauen, wird es nicht mehr das alte Kloster sein." In vati­kanischen Kreisen bezeichnet man den Vor­schlug Tittmans als ..naiv" und als „kultur­los amerikanisch" und ist darüber um >'o mehr erstaunt, als der Vatikan schon bei einem früheren Fall. dieser Art deutlich zu

verstehen gab, daß er die nokdamerikanische Auffassung, man könne uralte Kulturdenk­mäler durch moderne Bauten ersetzen, mit Entrüstung von sich gewiesen hat. So hatte Papst Pins Xll, bereits die Erklärung Roo- ievelts. daß man die Kirche Sau Lorenzo Fuori le Mura in Rom. die am lO.Jnli l948 zerstört wurde, nach dem Kriege „noch schöner aufbauen könnte", in einem Bries an den Kardinalvikar von Rom mit dem Hinweis auf die ll n c r s e tz l i ch k e i t des Ver­lust e s zurückgewiesen.

Lngliscke IlnverscliSmUiejlsn

dnb. Stockholm, 18. Februar. Als'Antwort aus die Erklärung des Eenexalfeldmarschalls Kesselring zu den barbarischen anglo-amori- kaniichcn Bombenangriffen auf das altchr- «ürdige Kloster Monte, Cassino brachte der Londoner Rundfunk am Donnerstagvorinit- tag eine Meldung, in der es hieß: „Zu der Erklärung Kcssclrings, daß deutsche Trup­pen das Kloster von Monte Cassino nicht

lz/ss mect Lkös Lte« LÄia»?

Von unserem Vertreter in Ankara Klaus von Mühlen

Vor kurzem gab der britische Nach­richtendienst bekannt, daß im Sudan eine Volkszählung durchgeführt wurde,. die das überraschende Ergebnis brachte, daß in die­sem Lande rund zehn Millionen Menschen leben. Bisher wurden im Sudan immer nur Schätzungen der Pevölkerungszahl vorgenom­men. von denen die letzte, im Jahre 4939 durchgeführte Schätzung «inen Bevölkerungs­stand von 0.812 Millionen angab. Der Eifer, mit dem die Briten die Bestandsaufnahme im Sudan betreiben, entspricht dem zu­nehmenden Interesse, das London diesem Ge­biet zuwendet, llnd zwar gegen die Inter­essen Aeqyptens an dieser Vorratskam­mer des Nillandes.

Der Sudan ist in der Mitte des letzten Jahrhunderts durch den Gründer des heuti­gen ägyptischen Herrscherhauses, dem ägypti­schen Königreiche einverleibt worden. Die Herrschaft war nur von begrenzter Dauer, denn in dem berühmten von England ge­schirrten „Aufstand des Mahdi" im Jahre 1882' schüttelte der Sudan die Oberherrschaft Aeqyptens wieder üb. Gleichzeitig wurde aber — parallel laufend mit der britische» Jmperialpolitik gegenüber Aegypten auch das Interesse Englands am Sudan offen sichtbar. Da's Land kam nicht wieder in den Genuß «einer Selbständigkeit und der Auf­stand des Mahdi fand durch die britischen Truppen unter Führung des berüchtigten Lord Kijchener, unter Ausschaltung der vor­handenen französischen Interessen 4896/98 sein Ende. England, das den Griff nach Aegypten vollzogen hatte, brachte sich damit auch. in den Besitz der Herrschaft über den Sudan, der die Wasser des Nils und damit das Leben Aeqyptens beherrscht, abgesehen von seinem Reichtum' an Vieh, Baumwolle und auch Kaffee. Im Laufe der Entwicklung der englisch-ägyptischen Beziehungen mußte England Kairo das Zugeständnis der An­erkennung eines gewissen ägyptischen Ein­flusses im Sudan einräumen, zumal dieses Land sich wirtschaftlich vorzüglich mit Aegyp­ten ergänzt und seine Bewohner den Aegyp- tern kulturell und religiös eng verbunden sind. 1922 wurde erstmals ein Uebereinkom- men getroffen und 'zwar dahingehend, daß England und Aegypten gemein­sam die Herrschaft ausüben mit der Bestim­mung. daß der Eeneralgouverneur durch den ägyptischen König ernannt wird — aller­dings nur auf Grund eines britischen Bor- schlages. Es braucht auf die englische poli­tische Praxis kaum erwähnt zu werden, daß stets handfeste englische Kolonialstrategen dem ägyptischen König zur Auswahl für den sudanesischen Gouoerneurposten vorgesetzt wurden.

Seit Ausbruch des Krieges nun machte sich seitens Englands die Tendenz bemerk­bar, die Gemeinherrschaft mit Aegypten im Sudan auf kaltem Wege zu beseitigen. Im Herbst vergangenen Jahres nahmen diese Bestrebungen recht konkrete Formen an. Es wurde auf Grund englischer Initiative im Sudan eine „Natsversammlung" geschaffen, e i ne Art Parlament, in die die suda­nesischen Provinzen Vertreter entsenden können. Als Grund wurde die „Berücksichti­gung der öffentlichen Meinung" bei der Ver­waltung des Landes angegeben. Vorsichts­halber wurde aber die Präsidentschaft und dns Recht, zusätzliche Abgeordnete zu bestim­men. dem britischen Gouverneur —^ gegen­wärtig Sir Hubert Huddleston — übertra­gen. Von dem ägyptischen Mrtregenten ist bei der ganzen Angelegenheit nicht diö Red«. Dieses britische Vorgehen hat in Kairo mit Recht Aussehen erregt. Es bedeutet auch nichts. anderes, als die Ausschaltung des ägyptischen Einflusses unter der Maske, dem sudanesischen Unabhängigkeitsgedanken ein« Cbcmce geben zu wollen, bei gleichzeitiger Sicherung der englischen Alleinherrichait nach allen Richtungen. Ergänzt wurden diese Manöver durch die Errichtung.einer eigenen sudanesischen Universität in Kar- thum. Durch sie soll den kulturellen E'v- flußmöglichkeiten Aegyptens — der Jntel- ligenznachwuchs erhielt seine Erziehung bis jetzt traditionsgemäß in Kairo — das Was­ser abgegraben werden, während sich Eng­land diese Domäne durch eine durch britisches Geld finanzierte, in britischem Sinne auf­gezogene und geleitete „eigene" Universität des Sudan selbst sichern will. um die Jntcl- ligenzichicht ganz in die Hand zu bekommen.

Man bat in London offenbar das Gesükl, daß die für absolut sicher gehaltene ägypti­sche Position im Grunde genommen doch nicht mehr so sicher ist. Das Auftreten des amerikanischen Vetters und des bolschewisti­schen Bundesgenossen an den Gestaden des Nils legt ja immerhin solche Ueberlegungen nabe. Und io folgt man im Colonial Office offensichtlich dem Gedanken, daß es besser ist, sich rechtzeitig die Herrschaft, über die Nr Aegypten das Leben bedeutenden. Onell» gebiete des Nil sicherzustellen in dem Glau­ben, dann in Aegypten den eigenen Willen jedem aufzivingen zu können, der dort gegen die Interessen Ennlands die Oberhand ge­winnen könnte. Allerdings scheint man zu übersehen, daß die alten Spielregeln des britischen Imperialismus inzwischen über­holt wurden.

besetzt hätten, wird in London geäußert, daß bei Beginn des Bombardements Hun­derte deuticher Soldaten gesehen worden seien, wie sie an ihre Posten eilten." Das Wort eines deutschen Generülscldmarschalls. die unwiderlegbaren Aussagen des greifen Abtes von Monte Cassino und die Augen- zeugcnberichte — sie alle entlarven die anglo- amerikanischen Hetzlügen.