Ausgabe 
(11.2.1944) 41
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Da Vlieb den Leut^.

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Bis plötzlich Nii>

feilten" wieder ,nÜÄ ^. Erscheint 7m°k wöchentlich

Nch ,zogen. — „Zuvor -

kann ich nr!t i^. Mon-l»d-,ug r.so XM -inichi jjuft-ng-dühr:

rühren!" jammert- 7» b tz^P-ltb-zug.pk-i, monatlich r.M RM ,«in,chl.

„Und ich" r» - ' 88,1 Rpt Post,eitnng»g-bühr> ,uzügl, 42 Rps.

und sehe v ä'bl » - zwk!,. P-lt'ch-«- Sambur, 17 272, »nz.i.

"buch Nicht inehiji? e>"p'eilt und Sufnohmobodingungon ll. Pr-i«-

hören^>"^8-"7^^ Hörens, 16>-. Lufnahm-l-rmin, ohn, B-rblndlichk-it.

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GeschSstrstellenr

Bremen: Teeren 6/8, Ruf 2 1V N; Nachtrut o. sonntog» 2 47 65; Odernftr, 86, Bus 216 31: Eyke: Mühlendamm 2; Br,-H-m«lingen: Bahn» h-fstratz- 6, Eck« PoMrahe, Slut 4 34 58; Br,» Begesa«: Rohrftr, 24, Bus 4 ». 8: Br.-Blumen- thal: Ä-pt,.D-llm-nn.Str, 11/43. Ras 88 », 8»

'.Er hat de 7 dre"^°'>"d", ausgetauscht«" _ ° »

andere.

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Varreiaintl-ictie ^ayeszettung

Nehmt ihm Das flmksblatt des Negierenden vürgermeisters der Zielen fjansrstadk vrrmen

M

üer Nationaisdzial.il'ren vremens

flmtliches verkündungsblalt des Ncichsstattiialters in Mdendurg und Vremen

.Z?5Eb«.

slr. 41 , 14. Jahrgang

Lreitag, 11. Zebruar 1944

Linzelpreis 15 l^ps.

Ä7l--"-L"L °-?''^°ullcIls vöoote verlenklea « >^z zEle mit 82000 0«I.

Die N r - ** bcoioge artze Sowjetangriffe abgeschlagen — verlassenen "Waldia«! ^„^rgebliche amerilranische Durchbruchs- -vront. Die Buden ^ ^ versuche bei Cassmo

künftige Heim 7*-A usdcm Führerhauptquartier, chutzdevienung wimmelt ^»7: Februar. Das Oberkommando der Wehr-

Voy-^ ki'ebl^en°E,^,chk gibt bekannt:

Pavchchacht^i'^^ «egÄn der Ostfront scheiterten auch gestern - Up'chachtel und Ea-rdineebLstlich Nikopol, südlich- Kriwoi Rog, im „Wie lange mag die V»l>., »m westlich Tscherkassy, östlich Shaschkosf, meint einer der Kanonier. >ü'ch der Vcresina, im Kampfraum von einen schweren Ge«nits,7 . tcbsk, nördlich Newel und im Raum zwi- .Riesiger Granatbrocken«" ^lmen- und Peipus-See starke seind- Kameräd mit goldener Rr,i Angriffe und erneute Durchbruchsver- unförmige Stück in die ^ der Sowfets in schweren Kämpfen am lere Bvngänger sind ^ denhasten Widerstand unserer Truppen,

chen raus!" "d'Die Zahl der im Raum von Shaschkoff am

..Woraus schließt d» >, Februar abgeschossenen feindlichen Panzer Richtkanonier Der ant>-»5- ^ Sturmgeschütze hat sich von 58 auf 11? schweren Brocken- MEchht. Bei lebhafter örtlicher Kampftätig-

Neriteinee^ m, . t im Raum Polonnoje-Luzk zerschlug ein „-verfeinerte Marmelade!" vallerieverband in schneidigem Vorstoß , . hrcre feindliche Kompanien.

Nubenrstlkl Zwischen Jlmen- und Peipus-See setzten r— alo — bee — bisch - d. . l unsere Verbände in einzelnen Abschnit-

— ex —sah —qe —«i-»- 7« Mr Verkürzung der Front befehlsmätzig m — in — is — korb I., Bei den schweren Abwehrkämpsen südlich

— me — me — mi — mon "ingrad hat sich eine unter dem .Befehl

,e — neu — mi» Ecneralleutnants Lucznq stehende

— . "Umk-Djvision der Luftwaffe besonders be- °l - te - t7r - .7 ^^-^rt. Sie schoß in der Zeit oom 11. Ja-

_^ !^-ar bis 7. Februar 1ÜS feindliche Flug-

oe ven—ml--^^, vernichtete innerhalb von drei

Aus vorstehenden 52 Silben fischen 111 sowjetische Panzer, u bilden, deren AnfangsbuWl'nZm Raum um Aprilia dauerten schwere lach unten, und deren EiSeL mpfe den ganzen Tag über an. Das er- lnten nach oben gelesen, ein Alnsrtc Gelände wurde von britischen Wider- nann und Dorothea ergeben, In ndsnestern gesäubert. Ein feindlicher Pan- Vorter bedeuten: 1. Selbstsucht,iangriss gegen Aprilia wurde durch eigenes raubtier. 3. Fehllos, 1. Timm-tillerieseuer zerschlagen. Dabei wurden 17 >. Weinstadt am Rhein, b. jMnzer vernichtet. Unsere Luftwaffe griff in "Pflanzung, 7. Bewohner eine!«-!:: vergangenen Nacht Truppenunterkünftr !andes. 8. militärisches Feldchch,:- Feindes bei Anzio mit gutem Erfolg an. chweüischer Flug, 10. KörM der Siidfront setzten amerikanische Ver- 1. Gelehrter, 12. kaufmännW: ude nordwestlich Cassino, unterstützt durch 3.. Abhängigkeitsverhältnis, It srkstes Artilleriefeuer, im Laufe des Tages Heilpflanze, 18. Hautflügler.»«: Durchbruchsversuche fort. Sie wurden in Tondichter, 18. Unechtes, IS, Alterten Kämpfen vor den deutschen Stel­lt. Kartenspiel ssch - ein M"!v:n abgewiesen. An der übrigen Front Lösung in morgige! d» Tag bei örtlicher Kampftätigkeit

""" .. ""'Einige feindliche Flugzeuge" warfen am

' Februar und in der vergangenen Nacht

lerrorboinbeii suk ISllvv getlücklele krauell mä Ililläer sdgev/orien

Z^/suS 5cZic»nc/tcft cis5 -Hsig/o-^msnkLknst'.' c/sr sxtsff/t05/c»/6 ^ommss5/tz c/ss ?op 5 tsL lum üüws/tsn ^/o/s /i)OmZi)csfc//sst — ?,ots5t c/s§ /^s///gsn ^tu/i/s§ an c//s ^VsLtmäcZits

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filni-7b«r,inh2ll ""k Drte in Westdeutschland.

»gmir-i-pei-,«, II-- 2n der Zeit vom 1. bis 1l>. Februar wur- 3 l kr l-ewer V n 23 feindliche Flugzeuge, in der Mehrzahl üüm-üneib-, "motorige Bomber durch Seestrettkräste. tc-mm«r-i!°8>!p!,!i.««orLslak von Handelssch'sfen und Marrne- vep! 163. llkute r >k abgeschossen.

vnil^K^tem^M'r^Dcutsche Unterseeboote versenkten im Nord- »iiöe VVpiiner.-r-dtlantik und im Indischen Ozean g Schiffe tor ^^->k?,L>t 82 800 BRT.; ein weiteres wurde tor-

V-n-rscN-r U-8I-M , '

l'hxi, 18,15 ptn,t>»o>crk.

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bevorr.u- brmittelsk runxspertn Irliv« kou loei'p l^wla

-VervIvltIl

Ltorsrt- I. __

Z,,m erstenmal seit langem meldet der m« Dom«, >»>v»KW,-Velicht wieder einen U-Boot-Versen- Ub°n3°8°o3 d°: ^,ngserfolg, der die Ziffer von S0«M BRT.

b-i/E-lgt. Neun Schiffe mit zusammen 62 600 ,i<-n°°ib°o >wrt wurden im Nordatlantik und im 2n-

«»id,-siir»,i<-°«>k,e'>chen Ozean versenkt. Besonders bemerkens- r-^ert sind dabei die Operationsräume, die Siii,^ k«er Meldung genannt werden i liegt doch

«n'ieiiioos. lk""f",!ae Entfernung von vielen tausend See- Nahnd»kstr°ö°°k,x,sxu putschen der klassischen Kampsstätte , L-iebSm.ie'iercr ll-Boote im Nordatlantik und dem

H-m II, 8edei?° «idischen Ozean, wo Korvettenkapitän Wolf- Lueth, der Brillantenträger der Kriegs- 7ii,tr 6 v°l°li° >? seine vielbeachteten Erfolge errang, str,-' 6 rod 7 >, llmilErß dort wiederum Boote und Kommandan-

-— , eingesetzt sind, die anf Lusths Spuren

6o'"^^>r!ckiieren und aui weit vorgeschobene-!" n^«a«r«r 8°>3d>>">5^ken Erfolge zu erkämpfen vermögen: neh- nn^er, 1«A?N wir mit Genugtuung zur Kenntnis.

AwttE ^ den großen Erfolgen gegen Zerstörer,

"7" feit Ende Dezember gemeldet worden ki>tli««^ »id, verzeichnet die neueste U-Boot-Meldung ^ 7».k->r Versenkungsergebnis, das ausschließlich

^n-^ist ^ die Vernichtung von Handelstonnage

xrnueo fistelt wurde. Das darf als Beweis dafür

2-/2' - geiehen werden, daß die deutschen U-Boote

.7»eads,^,e^,,hu,r„ ) auch in der gegenwärtigen Phase nicht .Toüoön Voi ke»''^ oji darauf beschränken, gegen die Eeleit- 7S7«!h>:r^ingen anzugehen. Wo Frachtschiffe vor §,slhs^^>e Torpedorohre kommen, werden sie ver-

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- ... nroSi^Akt, Unsers U-Boote kommen allmählich "m°n ^dkr stärker heran an ihre Beute, und es

terliooeoi l"U'»>""'l"d der Augenblick kommen, der sie erneut sbreobnuiA^ meistgefürchteten Gegner auf allen Ee- nverbe«" ^"^"^,":'kwegen in Aktion sehen dürfte.

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-sü-bt'S-r b K

voll 7"p°r ^!',j

^r»°°-,Ueb°rL"^

ep. V a t i k a n st a d t, 1V. Februar. Wie der Vatikansender meldet, ist der exterrito­riale Sommersitz des Papstes, Castcl Gan- dolfo, am Donnerstagmorgen üm 6.36 Uhr erneut von britisch-nordamerikanischen Ter­rorslugzeugen, die in zahlreichen Wellen an­flogen, aufs schwerste bombardiert worden. Ein Teil des päpstlichen Schlosses wurde ge­troffen. Es entstanden schwere Verwüstungen. Das sich unmittelbar anschließende Colleqgio di Propaganda Fide wurde völlig zerstört. Die verheerendste Wirkung richteten jedoch die Bomben an, die in den Gärten von Castel Gandolso niedergingen. Sie explodierten in­mitten der 15 666 Frauen und Kinder, die.sich aus dem Frontgebiet in den päpstlichen Som­mersitz geflüchtet hatten und im Freien lager­ten in der sicheren Erwartung, aus dem neu­tralen Boden der Vatikanstadt in Sicherheit zu fein. Die Zahl der Toten und Verwunde­

ten ist groß. Genaue Angaben sind noch nicht erhältlich.

Noch am Donnerstagmorgen schickte der Gouverneur des Vatikanstaates Aerzte, Kran­kenpfleger und Arbeiter zur Ausgrabung der Verschütteten nach Castle Gandolfo. Ferner verließen sechs Lastwagen mit Medikamenten den Vatikan.

Der Heilige Stuhl richtete durch die am Vatikan akkreditierten englischen und nord- amcrikanischen Diplomaten einen Protest an die Westmächte.

Der Sender Rom teilt zu dieser neuen Schandtat der anglo-amerikanischen Luft­gangster ergänzend mit, daß die Flugzeuge auch Bomben schweren Kalibers abwarfen. Das von einigen Bomben getroffene Lolle- gium di Propaganda Fide, das mit der päpstlichen Villa ein Ganzes bildet, beher­

bergte zahlreiche bombengeschädigte Fami­lien des päpstlichen Personals. Zahlreiche Tote und Verwundete sind zu beklagen. Aus der Vatikanstadt wurden sofort Sanitüts- trupps sowie,Luftschutz- und Feuerlöschmann­schaften nach Castel Gandolfo entsandt.

Das Blatt der Vatikanstadt „Osservatore Romano" bestätigt, daß zahlreiche Bomben auf päpstliches Gebiet gefallen seien und schwere Schäden und zahlreiche Opfer zur Folge gehabt hätten. Das päpstliche Organ betont ausdrücklich, daß sich das Gebäude des zerstörten Collegium di Propaganda Fide auf exterritorialem Gebiet befindet.

Bei dem vorhergehenden Angriff der anglo- amerikanifchen Luftgangster auf Castel Gan­dolfo wurde bekanntlich u. a. das benach­barte Nonnenkloster völlig zerstört, wobei zahlreiche Nonnen den Tod fanden.

2um äeutscdell Lckmerl lrilt äss äeulscke Mrt

ks/c/ism/nisksr Or. 6oskks/r iülirt KsfckLmfnirksx L)r. 5s/6-/nqua,t o/r ?7ös/c/snt c/sr Osutuc/isn /lkcrc/smfs s/n

München, 16. Februar. Die Deutsche Akademie, dieses für die Verbreitung des deutschen Wortes und Geistes, für das Ver­stehen des deutschen Wesens gerade auch im Ausland und während des Krieges so unent­behrliche große deutsche Kulturinstitut, war seit dem Tode des um sie hoch verdienten bayerischen Ministerpräsidenten Ludwig Sie - bert seit mehr als Jahresfrist ihres Prä­sidenten beraubt. Am 16. Februar hat nun Reichsminister Dr. Goebbels den auf sei­nen Vorschlag vom Führer neuernannten Prä­sidenten der Deutschen Akademie, den Rcichs- minister Dr. Seyß-Jnquart seierlich in sein Amt eingeführt.

In der großen Aula der Universität Mün­chen, der Eründungsstätte der Deutschen Aka­demie, hatten sich aus diesem Anlaß mit den Senatoren, Mitgliedern und Freunden der Deutschen Akademie und den Professoren der Universität hohe Vertreter der Parteiglie­

derungen, des Auswärtigen Amtes, des Pro­paganda- und Erziehungsministeriums, des ^Diplomatischen und Konsularischen Korps mit führenden Persönlichkeiten aus Staat, Wehr­macht, Wissenschaft und Kunst versammelt, vor allem auch der akademischen Jugend, diele meist in feldgrauem Rock.

Der stellvertretende Präsident der Deut­schen Akademie, Professor Walther Wüst, Rektor der Unipersität München^ betonte in seiner Begrüßungsansprache, dag im Mit­telpunkt seiner Amtsführung während der vergangenen 15 Monate unverrückbar das Bestreben gestanden habe, das weitreichende Arbeitsfeld der Akademie als „ehrlicher Makler" zu betreuen und die Kräfte der Deutschen Akademie zusammengefaßt unter der Verpflichtung arbeiten zu lassen, daß

Dann nahm Reichsminister Dr. Goebbels die Amtseinführung des neuen Präsidenten, Reichsminister Dr. Seyß-Jnquart vor. Er begann seine Ansprache mit einem warm­herzigen Gedenken an den Vorgänger, den bayerischen Ministerpräsidenten Ludwig Sie­bert, der die Deutsche Akademie mit einem neuen Schwung und mit einer bis dahin unbekannten Initiative erfüllt habe, und dem es in der Hauptsache zu danken sei', daß das große Kulturinstitut begann, mit seinen Ausstrahlungen in tiefe Kreise des deutschen Volkes und des Auslandes zu dringen.. Nach herzlichen Worten des Dankes an Rektor Pros. Wüst. der sich bis zur Einführung des neuen Präsidenten mit außerordentlichem Fleiß der Vertretung des Präsidenten gewidmet und

die Deutsche Akademie ihren unmittelbaren ! b«nür gesorgt habe. daß das Erbe nicht ver- Auftrag als einzige wissenschaftliche Aka- wandte sich Dr. Goebbels den

depne Eroßdeutschlands vom Führer selbst hat. I (Fortsetzung aus Seit, 21

Lllsrmcdmmg Ispkerer vsrliner Volksgenossen

j(tisg;vstc/<sr>st Kttkst-lctsur m/t 5c/ivvstkstn on Ocruskcitibcimts/sits/' 5c/iac/i unc/ ?o//rsiptös/c/snt von ^/s//c/ot/ Arsens j(,surs unc/ j(t<sgrvsec/isnrt<t,surs /ür roAes/c/is mutigs unc/ irsivä/iets sännst uncf Aausn

Fiihrerhauptquyrtier, 16. Febr. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Ber­liner Gauleiters Rcichsminister Dr. Goeb­bels das Ritterkreuz des Kriegsverdienst­kreuzes mit Schwertern an den Kaustabs- amtsleitcr des Gaues Berlin der NSDAP., Hauptbereichslciter Gerhard Schach, und an den Berliner Polizeipräsidenten, SA.- Obergruppensiihrer und General der Polizei Wolf-Heinrich Gras von Helldors. Gaustabsamtsleiter Schach und Graf von Helldors haben sich !m Kamps um Berlin während und nach den britischen Terror- angriffen hervoragcnde Verdienste erworben und sich besonders ausgezeichnet.

Die Bevölkerung der Reichshauptstadt, die seit Monaten mannhaft dem feindlichen Luftterror trotzt, erfuhr am Mittwoch eine besondere Ehrung und Würdigung ihrer tapferen Haltung. Durch hohe Auszeichnun­gen, die der Führer dett Verantwortlichen für die Bekämpfung des feindlichen Luftier- rors und seiner Folgen zuteil werden ließ, wurde zugleich die gesamte Stadt und ihre unerschrockene Bevölkerung geehrt. Eine große Anzahl von Bürgern und Bürgerinnen der Reichshauptstadl. Amtsträger der Par­tei, Vertreter der Wehrmacht, der Polizei, der Feuerschutzpolizei, des Luftschutzes, der staatlichen und städtischen Behörden waren

zu einem Appell versammelt, auf dem Gau­leiter Reichsminister Dr. Goebbels im Auf­trage des Führers die Auszeichnung dieser Volksgenossen vornahm und damit allen Berlinern und Berlinerinnen Lob und An­erkennung zollte für den Mut und die Tapferkeit, mit der sie die vergangenen Wochen und Monate durchgestanden haben.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Ueberreichung des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreüz mit Schwertern an Eau- stabsamtsleiter Gerhard Schach und an den Polizeipräsidenten, von Berlin, SA.-Ober- gruppenführer Graf von Helldors. Partsiqe- nolse Gerhard Schach, so sagte Dr. Goebbels in einer kurzen ^Würdigung der Ausgezeich­neten, habe als sein lrenester Mitarbeiter in den verflossenen Monaten in unermüdlichem Einsatz Tag und Nacht an verantwortlichster Stelle in Berlin gestanden und keine Mühen, Strapazen und Gefahren gescheut, um mit allen Kräften zu helfen, das Leben in der Reichshauptstadt immer wieder in erträg­liche Bahnen zu lenken. Parteigenosse Graf von Helldors sei es gewesen, der m den Bom­bennächten mit großer Tatkraft und kaltblü­tiger Entschlossenheit den um sich greisenden Bränden mit seinen Polizei- und Löschmann­schaften immer wieder erfolgreich entgegenge­treten sei. Seine Ehrung stelle vor allem auch

eine hohe Anerkennung für die vorbildliche Haltung und Einsatzfreudigkeit der Berliner Polizei- und Feuerschutzpolizei dar.

Eine Reihe von Berlinern, die sich in den Terrornächten durch persönlichen Mut und entschlossenes Handeln in gefährlichen La­gen besonders hervorgetan haben, wurde vom Führer durch die Verleihung des Eiser­nen Kreuzes ausgezeichnet. Zahireiche andere Volksgenossen, Hoheitsträger und Amtswalter der Partei, Dienst-stellenteiter und unbekannte Männer und Frauen, die, alle an ihrem Platz. Hervorragendes geleistet und mehr als ihre Pflicht getan haben, wur­den durch Verleihung des Kriegsver­dienstkreuzes erster Klasse mit Schwertern geehrt.. In einer Ansprache wandte sich Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels an die vom Führer ausgezeichneten Berliner und Berlinerinnen, die ihre Namen mit unauslöschlichen Buchstaben in .das Ehrenbuch dP: Reichshaupistadi eingerragen haben. Sie hätten bewiesen, so erklärte der Gauleiter, was Kraft, Initiative, Organisa- tions- und Jmprovisationskunst einer ver­schworenen Gemeinschaft zu leisten vermögen, wenn sie entschlossen sei, sich mutig dem Ter­ror des Feindes entgegenznstemmen und sich ihm niemals zu beugen.

Immer neck LcluveiyeiL über äie Lngritte suk I-onäon

-4ugsnrsug«n bslcunc/sn 6/« 5ckwsfs c/sc ,üng5tsn c/sut5c/isn Lckiägs - k/sus ?fio5S c/«utsc/i»5 /.u/tcilctivität sings/sitst

lS'^'DEbcriibt ""lerer Berliner S-briftleltnna Uss iVerk ^A'k, !'<>«'» Berlin, 10. Februar. Aus Stock- »n 4lm ^ Bericht vor, der nach der mili-

^ rüchcn und politischen Seite geradezu sen-

' ^ aufschlußreich erscheint Es handelt mein v dabei um die jüngsten drei größeren deut- ^"ltangriffe auf London. Es mußte auffallen, daß die amtlichen Londoner y»li>s <Wellen altes daransetzten, um im Gegensatz

pr°n»>n früher geübten Methoden über die Wir-

lUkA'swg dieser Angriffe nach außen hin so wenig möglich durchdringen zu lasten und die ml°,r S^-ngnsfe selbst zu bagatellisieren. Militäri-

rr»ve. «" Gründe können dafür kaum in erster

bestimmend gewesen sein, denn die rutsche Luftwassenführung weiß natürlich ,z/mch ohne englische Mitteilungen genau, wie- lele unserer Kämvisluaneuae jeweils über

lleve

„>i«l rutsche Luftwassenführung weiß natürlich ° — —. .--

3ung. "

A°r- o«i> ^eiitii"' ondon waren, was sie an Bombenlasten ab-

2>

7,1,! eivorfcn haben und welches die Wirkung - lV e 7.7."lerer Bomben sein mußte. Aber nur auf y.ri!«»" «mwegen. oder wenn sich eine englische Zci-

tu- ,7lmweg,

""l> einmal entgegen den bestehenden Ver

H 7-d,ji«>ten vergaloppiert, gelangen Einzelberichte

. A 1551 6°-°""

über die schweren Angriffe aus London au die Außenwelt.

Der erwähnte Bericht aus Stockholm stützt sich auf Augenzeugen der drei kürzlich durch­geführten Angriffe ber deutschen Luftwaffe, die übereinstimmend bekunden, daß es Deutschland gelungen ist, in der Zeit seiner scheinbaren „Untätigkeit" auf dem Gebiet des Luftkrieges, dennoch ein sehr ernst zu nehmender Gegner zu bleiben. Das bestätigt auch das Londoner Kommunistcnblatt ,Daily Worker", wenn er, im Chor der Londoner Presse aus der Reihe tanzend und ohne die roten Wunschzettel des- Jnsormationsam:es zu beachten, über einen Leitartikel die Frage stellt: „Rückt London wieder in die Front­linie?" Er gesteht ein, daß diese Angriffe „weitaus schärfer als bisher üblich" gewesen seien, und daß es mit der relativen Immu­nität Enalands vor Luftangriffen also nun doch zu Ende zu sein scheine.

Die jüngsten Ereignisse im Luftkrieg haben also in England schon bange Ahnungen ge­

weckt, und die Sorgen werden noch eine er­hebliche Steigerung erfahren, wenn die Eng­länder von maßgeblicher deutscher Stelle die Auffassung zur Kenntnis werden nehmen müssen, daß diese schon heute sehr kräftigen Kegenschläge sich steigern werden und nur als Austakt für kommende Ding« geweitet werden dürfen. Wenn es einmal so weit ist, wird der Gegner schon am eigenen Leibe spüren, daß es ein Irrtum war, unser Schweigen und uniere „Untätigkeit" als Folge dumpfer Resignation aufzufassen. Nach außen hin versucht aber die englische Regie­rung jetzt alles, um diese Fiktion aus be­greiflichen Gründen noch so lange wie mög­lich aufrechtzuerhalten.

Noch niemals, so heißt es in dem eingangs erwähnten Stockholmer Bericht des Deutichen Nachrichtenbüros, hat die englische Presse der­artig wenig berichten dürfen, noch niemals hat sie vor allem überhaupt keine Einzelhei­ten über die eigentlichen Luftkämpfe geben dürfen. Solche Einzelheiten erfahren wir jetzt

aus den Augenzeugenberichten. Nach ihnen ist es den Deutschen gelungen, die umorganisierte englische Abwehr auf Grund ihrer neuen Ma­schinen und ihrer neuen Kampftechnik zu überwinden,

„Das Aufleuchten der Scheinwerferstraße von Dover bis London", so wird weiter be­richtet, „das pausenlose Schnellfeuer der neuen britischen Raketengeschütze während der Eesamtdauer des Angriffs, die zahllos über dem Himmel verstreuten Flugbahnen der ver­schiedenfarbigen Granaten und dazu die re­gelmäßigen Detonationen der im Ziel liegen­den, obgleich zum Teil über der Wolkendecke geworfenen deulschen Bomben, das alles ist für jeden, der es miterlebt hat, ein ebenso packendes wie erschreckendes Erlebnis ge­wesen."

Es besteht kein Zweifel, daß die englischen Amtspellen dies genau wissen und sich nicht der Illusion hingeben, die Bevölkerung Lon­dons über die Stärke der deutichen Angriffe täuschen zu können. Man versucht aber, durch (Fortsetzung aus Seite L)

/I« Tae Lmsslss

Von Herbert Oaspsrs

Der Bolschewismus klopft an die Torö Europas. Während die souveräne Behand­lung des in den letzten Jahren gewonnenen riesigen Raumes als Waffe auch heute noch im Mittel- und Südabschnitt der Ostfront die Abwehr der bolschewistischen Massen- angrisfe tief im Feindesland gestattet, haben die strategischen Maßnahmen der deutschen Kriegführung unter dem Druck der bolsche- wistiichen Massenossensrve am Nordflüqel der Ostfront eine Zurücknahme der Front im Leningrad-Abschnitt bedingt, die an die Nordgrenze Estlands führt und damit an Sie direkten Grenzen, die Europa mir der Sowjetunion in Friedenszeiten hatte.

Wir erinnern uns der Zeit. als uns der militärische Einsatz im Leningrad-Abschnitt und in dem in den letzten Wochen schwer umkämpften Oranienbaumer Kessel, von dem aus die Bolschewisten ihre Offensive im Nordabschnitt starteten, häufiger von Reval, der Hauptstadt Estlands, aus über Narwa ins sowjetische Gebiet hineinführte. Und un­vergeßlich sind uns die Eindrücke, die wir in dieser Erenzlandschaft Europas gewannen, die seit nunmehr einem halben Jahrtausend die Grenzmark der europäischen Kulturwelt ist. Zwischen dem alten Jamburg, das die Bolschewisten nach einem übelbeleumundeten estnischen Kommunistenführer Kinchssepp nannten und das den Bolschewisten inzwi­schen in die Hände gefallen ist, und der Stadt Narwa, am gleichnamigen Fluß ge­legen, zog sich schon in der Bolschewistenzeit zwischen dem ersten und dem zweiten Welt­krieg jener viele Kilometer breite Streifen Niemandsland hin, der Europa von Ruß­land trennte. Dort spielt sich heute am nörd­lichsten Teil der geschlossenen Ostfront dex schwere Kampf ab, in dem die Gewalt aus der östlichen Steppe versucht, in die euro­päische Grenzmark einzudringen, wie es seit Jahrhunderte» immer wieder der Fall war.

Narwa ist geradezu das Wahrzeichen die­ses schicksalhaften Ringens, das das letzte halbe Jahrtausend Europas kennzeichnet. Rund 350 Kilometer von Leningrad, dem einstigen Petersburg, entfernt, wurde in die­sem Krieg Narwa Hunderttausenden von deutschen Soldaten der lebendige Begriff des Tores Europas nach dem Osten. Wir empfan­den das immer wieder mit atemberaubender Ueberzeugungskraft-, wenn-wir von Jgmbprg aus auf der alten Heerstraße, die schon die Deutschritter gezogen waren, nach Westen, nach Narwa fuhren. Diesseits der Narwa, des kleinen, von den Moorwassern seiner Herkunft dunkelbraunen Flusses, erhebt sich fremd in den lebten Fabrtminulen vor der lchönen, tllrmereichen Silhouette der Stadt mit ihrer gotischen Himmelstrcbigkeit eine Kirche in russisch-byzantinischem Stil. Zur Linken aber wuchtet, den gewaltigen Kon­turen der Deutschordensburg, der Hermanns­feste, direkt gegenüber, nächst und oberhalb dem Fluß gelegen, die altrussische Festung Jwangorod ins Bild. Wir ersassen mit einem Blick den Unterschied zwischen der ausgewoge­nen und geschlossenen Architektur der Burg der Deutschordensritter, die uns sofort an die vielen preußischen Ordensburgen erin­nert, und dem barbarischen Koloß der Festung der moskowitischen Gewaltherrschaft, der schon vor 400 Jahren den einzigen Auftrag hatte, die großen Heerhaufen zu verbergen, mit de­nen die Gefahr aus dem Oster?gegen Europa damals wie heute auf der Lauer lag. Die Antithese zwischen West und Ost, Europa und seiner geschichtlichen Gefährdung aus dem Osten, wird nie eindringlicher dokumentiert als in den beiden Burgen diesseits und jen­seit der Narwa.

Iwan III, begründete die eigentliche Macht Moskaus, nachdem er das Land von der Vorherrschaft der Tataren 1480 befreit hatte. Im Jahre 1492 baute dieser Iwan III. die Burg Jwangorod an der Grenze Europas als Trutzfeste gegen Narwa und, seine alte Ordensburg, Er hatte die Nichte des letzten byzantinischen Kaisers Konstantin XI,, Zoe Paläolog, geheiratet und betrachtete sich als Nachfolger der römischen Kaiser: „Moskau ist das dritte Rom, und ein weiteres wird nicht sein!" erklärte er größenwahnsinnig. Seine Festung Jwangorod sollte sich bald be­währen. Der Strafe des Deutschen Ordens für seinen Raubzug gegen die alte Zentrale des hansischen Handels, dem Hof zu St. Peter in Nowgorod am Jlmensec, entzog er sich in seiner starken Festung.

Das war der erste Angriff der Steppe ge­gen Europa. Iwan IV., sein Enkel, trat in seine Fußstapfen. Man kennt ihn in der Ge­schichte als den „Schrecklichen": sein Wahnsinn hielt ihn nicht davon ab, mit düsterer Konse- auenz die Machtpolitik des Großvaters gegen Europa fortzusetzen. Er war es, der als erster den Zarentitel annahm und offen nach der Vorherrschaft in der Ostsee strebte. Sein blu­tiger Wahnsinn feierte Orgien in der Ver­folgung und Anstilgung des Deutschtums in Livland. Die Tragödie begann wieder in Narwa, wo die Russen anläßlich eines Feuers von Jwangorod her einbrachen. Das war am 11. Mai 1558. und bleibt der Beginn des Unterganges Alt-Livlands und der deutschen Ordensberrschaft im Osten. Unter unbeichreib- lichen Martern wurde die deutsche Bevölke­rung in das Innere Rußlands getrieben.

Dann begann der gcichichtlichc Kampf um das „Dominium maris baltici". zwischen Schweden, Polen und Rußland. Und wieder stand die alte. feste Stadt Narwa im Mittel­punkt der geschichtlichen Ereignisse. Im Jahre 1580 wurde die Stadt von dem schwedischen General Pontus de la Kardie erstürmt in einem Feldzug, der über das Eis des Finni­schen Meerbusens führie und infolge seines ichncllen Tempos abergläubisches Entsetzen bernorrief. Damals verlor Rußland im Augenblick ganz Jngermanland, in dem sich heute die Schlachten abspielen. Ueber hun­dert Jahre lang hatte die Grenzmark Euro«