Ausgabe 
(7.2.1944) 37
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Vavietarnttrclie ^ayeszeiruny

Das flmtsblotl des Negierenden vürgermeistrrs der Zielen kjansestadt vrrmen

7r. Z? , 14. Jahrgang

Montag, ?. Lebruar 1944

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Lllllellvr^IovMsgsrverÄll^

sti/tse l-SOgus" v/öeck/gs5 Ssgsvrtüel 2ve bs/ücßligtsn „kstu/cks/ /vcofpoeolsck"

der Nationalldzialifkan. vremens

flmiliches Nerkünüungsbiatk des Ncichsskaltifalkers in Oldenburg und Nremen

kinzelpreis 1S Nps.

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LslVsiciouunNzjjH^EtLericht mifercr Berliner Schriftlcitiing Uruclc, Lo6bis,zoe. Berlin, 6. Februar. Der „Mörder- Lrsclrrsir,-j,^)eiu" der nordameritanischen Luftgangster, i4Ueism« tz „Mürber Jncorporated", hat eine Schwe- ^ ^"wsi^rgemisation in den aiuerikanischen Heeres« ' -^^-Äbünden erhalten. Die skandindavisch« Aus- In i4poliisks» ^ der USA.-Zeitschrist „Tide" berichtet Droosiisn Kämpf« in Italien, bah die Solda-

- g amerikanische» Division einen eige-

,1 Verein gebildet habe», in den nur der- sige als Mitglied ausgenommen wirb, der «n deutschen Soldaten getötet hat. „Wer rs Deutsch« erledigt", so heigt es i» dem richt weiter, „erhält «ine» Pseil als beson- :es Abzeichen auf dem Aermel seiner Uni- m. Dieser Verein nennt sich „Kraut Killer kinehague^ (zu deutsch: „Laucrkraut-Totschlüger-

^itreilzsi^^ arroganten Vankees pflegen den Deut- «—wegwerfend von ihm ^ «chen, mit dem geschmackvollen lsiamen ^'"'"^'^auerkrautfresier" zu belegen. Dasi schon B»-^»»«»r^««,^ser Name auf seine Urheber zurückfällt, da «. Suletzt der Nimmersatte amerikanische

. Uarimperialismus den Lebensstandart des

a-o«. "»Uschen Volkes aus ein Mindestmaß einge-

o« «»-»«^.iriinkt hatte, ist der überragenden Intelli- der Mitglieder jener „Kraut Killer ague" offenbar nicht aufgegangen, Wich- « «,» Tatsache erscheint jedoch die

»« »lodere, daß sich die vielfachen amerikanischen

u<,-°.„.-,.>,?mentis und späteren Entschuldigungen.es be sich bei der Bezeichnung „Mnrder Jn- »o» lw^porated" nur um einen Scherz überinüti- —^-Ir Eollege-Boys gehandelt, mit dem Auf-

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»ten der „Kraut Killer League" endgültig bst erledigen. Damit liegt der Beweis vor, h es sich bei der „Mnrder Jncorporated" ^neswegs um einen vereinzelten Fall ge- indelt hatte, sondern daß jene amerikani- sen Flieger, die sich diesen Namen beileg- ebenso wie diejenigen, die sich heute die zeichnung „Kraut Killer League" geben, "imit die allgemeine Eeisteshaltung der /merikaner zum Ausdruck bringen wollten,

'Wir wissen längst, daß die amerikanischen oldaten keinen anderen Namen als den- nigen der „Killer" gleich Mörder oder Tot- hläger verdienen. Allzu oft haben uns „^^/^//r/^/m/^uerilanische Zeitungen in Wort und Bild

wie amerikanische Truppen dar- dressiert werden, deutsche Soldaten von , s,,,uten anzufallen, sie mit Messern, Schlin-

und allen möglichen Mordwerkzeugen :r Ehicaooer Unterwelt zu „erledigen", . ^/koickie „Heldentaten" werden dann auch noch

r "Wirtlich gepriesen. Die menschliche Ver-

««i ,,L/ö nimenbeit, die aus dieser ganzen Haltung

m,s eines Al Capone und der vielen

"ädern Blüten des USA,-Kanastersumpses

»INI IkÜk lÄtzr^mus würdig. Die von den Angehörigen LN» " ^ ' 'eser „Kraut Miller League" vertretene Ee-

Mnung unterscheidet sich in nichts von der- Vrrigen der Mitglieder der „Murder Jncor- >rated", die ungesehen aus dem Schutze der acht oder der' Wolken deutschen Frauen rd Kinder morden, die Krankenhäuser und irchcn zerstören und Denkmäler einer tan- / «ndsäbrigen Kultur in Flammen unier- /khen lassen,

, Es erscheint wie ein blutiger Witz der tllnnytig I-lciü^Weltgeschichte, daß der oberste Anführer die- cken hssitztlctieM^s ganzen Gangstervcreins, Roosevelt, nicht

Arbeit 5troai«»>ck

veskalb dich« rctiolten, veeostb^ ds nötigt bestrlicste 05M pen clurreichelit».

müde wird, die Worte „Zivilisation", „Huma­nität", „Freiheit" und „Menschenwürde" im Munde zu führen. Für uns verdienen Men­schen, die sich Namen wie „Kraut Killer League", „Wohnblockknacker" und „Murder Jncorporated" beilegen, nicht den Ehrentitel Soldaten! Es kann danach keine Mißverständ­nisse mehr darüber geben, daß es sich bei den Ismerikanern tatsächlich nicht um die Ange­hörigen einer anständigen Truppe handelt, Menschen, die sich selbst Verbrechernamen zulegen, geben damit zu, daß sie mindestens gesiiinungsmüßig aus dem übelsten Ver­brechermilieu stammen. Das deutsche Volk kann einer derartigen Gesinnung nicht an­ders als mit Haß antworten. Unsere Ent­schlossenheit, diesen Kampf um jeden Preis siegreich zu beenden, wird durch solche Ent­hüllungen über die wirtliche Gesinnung un­

serer Feinde nur größer. Unser Wille, zu­sammenzustehen, uns zu verteidigen und un­sere Freiheit und Zukunft zu erkämpfen, kann- nur fester werden, wenn wir wissen, daß wir es nicht mit einem anständigen Geg­ner zu tun haben, sondern mit einer Ver- einiaung von GPU,-Henkern, britischen Luft­gangstern und amerikanischen Verbrechern, Was wir unter Freiheit verstehen, ist nicht ein agitatorisches Wortgeklingel, wie das­jenige, das Noosevelt verkündet, und das im­mer wieder durch die Tatsachen widerlegt wird. Sondern es ist die Freiheit, uns unser Leben auf den Grundpfeilern unserer alten und hohen Kultur selbst zu gestalten, beson­ders aber frei zu sein von jeder Berührung mit solchem Abschaum der Menschheit, wie e'r sich unter den Namen „Murder Jncorporated" und „Kraut Killer League" präsentiert.

lieber SOÜOll Uoniöilegrmsr ermorüsl

12 ki'r 1Z ?,ors5it c/sr 6svä/trs,u7ig von c/sn öo/rc/isiviLtsn ousgsrottst

Drabtbericht unseres Vertreters rck. Belgrad, 8. Februar. Die Belgra­der Zeitung „Novo Vreme" veröffentlicht einen sensationellen Bericht eines ihrer Korrespondenten, der vor kurzem das monte- ncgrinisch-bosnische Grenzgebiet bereist hat. In diesem Bericht .wird errechnet, daß von den Bolschewisten während ihrer Schreckens­herrschaft in Montenegro etwa ö!> Uvil bis 68 88» Menschen untgebracht worden find. Da ganz Montenegro etwa M» 888 Einwoh­ner zählte, sind also etwa 12 bis 13 Prozent seiner Bevölkerung dem bestialischen Terror der bolschewistischen Funktionäre zum Lpser

gefallen. Dabei sind ganze Familien ausge­rottet worden.

Der Korrespondent schildert unter anderem i» seinem Bericht die Ermordung von vier Offizieren und einer Frau, die unter furcht­baren Qualen sterben mußten. Ein Major namens Miro Duldvic wurde von den Bol­schewisten regelrecht skalpiert. Dann wurden ihm die Zähne ausgeschlagen und die Arme und die Beine gebrochen, bis er schließlich der entsetzlichen Folter erlag.

Vier Offizieren und einer Frau hatten die Kommunisten Haare und Augenbrauen ver­sengt und sie dann massakriert.

6Ia»cU Augetieueru cker Vvrvvelt raguu cllc! lu^cllUgeu biugbvots mit ckem Vvppeirumpk- Isitvreclc unck Llutrscbvliuiusru IN äsn Himm«I. kK -^uIn,, Kricxrder, gummier t§ck)

Heäßetz- «ii MaMlEvkMkttsse E starOK

Vc>v ?roks8sc>r Or, Kart Nauskoksr

Der Pazifik mit seinen Nebsmneeren um­faßt rund 180 Millionen Quadratkilometer! so viel fast, wie Atlantischer und Indischer Ozean zusammen, den Ratzei nur einen hal­ben Ozean genannt hat, weil er nicht von Pol zu Pol durchreicht. Aber dessen 73 Millionen Quadratkilometer bilden eben mit dem poli­tisch davon untrennbaren Pazifik zusammen die mehr als 230 Millionen Quadratkilometer weltgeschichtlicher Bühneneinheit des Judo-

Versisrkkes kegimeul bei LpriUs sukgkriedea

90()6s/or>gs/is unc/rci/7/7Stcl!s6suts s/rigst)7cic/it - ^/orts/4t)v/slik-im Osten - kr/o/grsic/is c/sutsclis Osgsncinyri/ts

Aus dem Fiihrerhauptquartier, 6. Februar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Im Raum von Nikopol stehen unsere Divi­sionen weiter in schwerem Abwehrkamps mit den nach Süden vordringenden Bolschewisten. Im Kampfraum zwischen Kirowograd und Belaja Zerkow stießen unsere Truppen in verschiedenen Abschnitten weiter vor, zer­schlugen feindliche Kampfgruppen und war­fen den Gegner nach Abschuß von 13 sowjeti­schen Panzern weiter zurück. An anderen Stellen blieben örtliche Angriffe der Bolschc- wisten erfolglos.

Im Gebiet südlich der Pripjetsiimpfe kam es auch gestern zu wechseloollen Kämpfen mit vordringenden feindlichen Angriffs­spitzen. Eigene Gegenangriffe hatten guten Erfolg.

Südlich der Beresina und bei Witebsk schei­terte» erneute Durchbruchsversuche der Bol­schewisten am zähen Widerstand unserer Truppen unter hohen Verlusten für den Feind. An der Abwehr aller Angriffe waren die deutsche Luftwaffe und unsere Artillerie hervorragend beteiliat. Die Abwehrschlacht in diesen Räumen geht weiter.

Nördlich Newel, südlich Staraja Nussa so wie im Raum zwischen Jlmensee »nd de Eisenbahn Leningrad—Pleskau wurden wie-Dbeutet. Verholte, mit Panzerunterstützung geführte Angriffe der Sowjets zum Teil im Gegen­stoß und in heftige» Nahkämpfen unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen. Bei der Vernichtung von zwei sowjetische» Bataillo­nen zeichnete sich die 18. Kompanie des Jäger- Regiments 88 unter Führung des Oberleut­nants Geihe besonders aus. In den Kämp­fen zwischen Jlmensee und Leningrad hat sich die wllrttembergisch-badische 215. Infan­terie-Division unter Führung des General­leutnants Frankewitz mit, dem unter­stellten I. Bataillon des Grenadier-Regi­ments 3!^ unter Führung des Majors Schaarichmidt hervorragend bewährt.

Im Landekopf von Nettuno verlief der Tag Lei beiderseitiger Späh- und Stoßtrupptätig­keit ruhig. Bei der Säuberung des Kessels nördlich Apriliä wurde ein durch Panzer verstärktes Jnsanterie-Regiment des Feindes aufgerieben. Unter den 888 Gefangenen be­finden sich 18 Offiziere. Vernichtet wurden elf Panzer und zwei gepanzerte Kraftsahr-

- Zeuge. Zwei Panzer und zahlreiche schwere r-sJnsantcriewasse» wurden unbeschädigt er-

An der Siidsront stürmte der Feind auch gestern unaufhörlich, von sehr starker Artil­lerie unterstützt, gegen das Bergmassiv von Lassino an, um den Durchbruch z» erzwin­gen. Erneut brach er nördlich der Stadt ein, und abermals wurde er durch einen sofort einsetzenden Gegenstoß unserer tapferen ^Trup­pen auf seine Ausgangsstellungen zurückge­worfen.

Deutsche Kampfflugzeuge bekämpften in der vergangenen Nacht mit guter Wirkung Ausladungen des Feindes im Hafen von Nettuno. Beim Abflug wurden Explosionen von Munitionsstapeln und Brände be­obachtet.

Ueber den besetzten Westgebieten wurden gestern elf feindliche Flugzeuge vernichtet. Feindliche Störslugzeugc warfen in der ver­gangenen Nacht Bomben im Nuhrgebiet und im Raum von Berlin.

Deutsche Flugzeuge griffen in der letzten Nacht Ziele i» Südostengland an.

kvg!o Lmeriksner rstea klsmen Alslionsv rum LeZdltmorä

,'cstroob^ ^"Ss^us/oiclsiung, im.,5clio6 c/sr 8c>vv/stun,'on /ul/uckt ru suc/isn" - ösnsrck o/r jVo7tM,sr 6ss Krem/ - vsr 6/utt mit c/sr Vsk/ossungsrslokm gsktwsstOr

unserer Berliner Schriktlcituna-

T'i'-l'li-

Iniunß:

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—-> Zö, Berlin, 8, Februar. Die Weltpresse

>. ^trachtet nach wie vor mit angespannter » und mit wachsender Besorg-

-—-- die Ereignisse, die mit dem bolschewi-

Hucll lisvt e ^ isch-jüdischen Riesenbluff „Berfassungsände- ^ung im Zuwmmenhaiig stehe». Für ^e Betrachtungen der Zeitungen liefern die Sowjetunion und ihre Verbündeten reich- kcheu Stoss, da man offenbar im Kreml so ä; ,r» mcnt ..^hncll wie möglich den mit der Verfassungs- VVösciis vergrcwl," -forn, angekündigten Schritt zum Schein ciiic, >vii-ö.Lecoc!st>s«"erwirklichrn möchte. So teilt der Sender . . ' ^ psMoskau jetzt mit, daß zum Außenkommissar

w>r ;>s sorg ,^rr neuen ukrainischen Sowjetregierung der 6c-ruget>ört:gr""o ^>atte der berüchEaten polnischen Kommuni

teirsrts ovr ösr ;>s »veicb, ^

mit OKLkl. Oiersi Wanda Wassikewska, Korneitschuk, er- - . I wurde.

sie ^ Man erinnert, sich dabei an die erst vor

letzten scnmu Wenigen Tagen mitgeteilte britische Aeuße-

ung, wonach die Ukraine, die Tschecho-Slo- akci und Polen „sich ausgezeichnet ergän- :n" würden. Dieser „Ergänzung" wünscht ie Sowjetunion offensichtlich schon jetzt auch ach außen hin Ausdruck zu geben, indem sie n die Spitze des sowieiukrainischen Außen- ömmissariats einen Mann setzt, der durch ick familiäre Beziehungen mit der Wassi­

li ^Zrwska verbunden ist, die ihrerseits vom ^ -reml für eine zukünftige polnische Sowjet- ygj Regierung" vorgesehen ist.

Damit aber nicht genug:, Benesch, der be­reits vor einigen Wochen, als erster Emi

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rantenhäuptling die Partei der Sowjets ^ rgriffen und durch sein Abkommen mit Sia- bböO^in sein Land an den Bolschewismus ver- , ».li-Waten hat, glaubt auch jetzt wieder, de» Ehor Mlei Emigranten aniübren tu mllsien, wo ec- UNckl wrum geht, vor Stalin Kotau zu maßen ^itPeneich trat aus einer Sitzung des „Staars- ^aies" der richecho-ilowaküchen Emigranten 'Hr die Schassuno eines Bundes der Harv - ck>«n Völker, also ,milchen der Tlchrcho- s'owokei. Polen, der Ilkraine und Weiß- rußland ein. Er erklärte, er habe in Mos­

kau, anläßlich seines dortigen Besuches im November eine einmütige Zustimmung iiir einen solchen Pakt vorgefunden. Angesichts der Ernennung Korneitschuks, die nur allzu deutlich den sowjetischen Wunsch nach einem solchen Zusammenschluß verrät, darf aller­dings beweiselt werden, ob Benesch der gei­stige Vater dieses Gedankens ist. Viel wabr- scheiiilicher ist es, daß er auch hier, wie immer, nichts anderes als nur ein Werkzeug des Kremls darstellt.

Auch in bezug auf die baltischen Gebiete legen sich die Sowjets keine Hemmungen mehr aus. So wird berichtet, daß die Sowjet­gesandtschaft in Bern in dem gon ihr heraus­gegebenen Jnformationsbulletin in letzter Zeit den baltischen Ländern besondere Auf­merksamkeit zuwendet und dabei den Ein­druck zu erwecken versucht, als sei den Litau­ern, Letten und Esten innerhalb der Sowjet­union ein weitgehender Einfluß zugedacht, Diele Aeußerungen der Berner Sowjet- gesandtschaft haben durch die bolschewistische .Verfassungsreform nunmehr ihre Erklärung gefunden. Auch hierin liegt eine Bestätigung dafür, daß der Kreml diese seine neueste Maskerade dazu benutzen will, um zunächst die Staaten an seinen Grenzen in das bol­schewistische Spinnennetz «inzufanaen, um dann den Prozeß der Weltrevolutionierung mit um so größerem Erfolge vorantreiben zu können.

Es wurde schon mehrfach dargelegt, daß Roosevelt und Churchill bereits in Teheran, also Ende November 1018, ihr Einverständ­nis auch zu diesen Plänen der Bolschewisten gegeben haben, Unier den zabllofen Stim­men mit denen die anglo-amerikanischc Vrcsse das neueste Betrugsmauäver der Sowjets feiert, verdienen infolgedessen be­sondere Ausmerkiamkeii, die, wie die br'ti- sche Zein-na „Ob'erv-r" bedenl-n'os aus die 'Mvcrial'stiichen Absichmn der SamGts ein­geben »nd dab-'i >-m Krem' gewissermaßen ein-m Blankwcheck für die genlani" Verge­waltigung der europäischen Staaten aus­

stellen, Der „Observer" schreibt: „Die hart bedrängten und in ihrer Sicherheit bedroh­ten Staaten dürfen es leichter finden, Zu­flucht im Schoße der Sowjetunion zu suchen, falls sich dies ohne den vollständigen Verlust ihres eigenen staatlichen Gepräges und ihrer Souderexistenz ermöglichen ließe. Die halbe Unabhängigkeit, die jetzt den gegenwärtigen Mitgliedern der Sowjetunion gewährt wird, ebnet den Weg für den Beitritt der in Aus­sicht genommenen neuen Mitglieder."

So viele Worte, so viele bezeichnende Ge­ständnisse, Denn wenn hier von den „hart bedrängten und in rhrer Sicherheit bedroh­ten kleinen Staaten" gesprochen wird, so er­hebt sich für jeden unbefangenen Denkenden die Frage, wer denn eigentlich die kleinen Staaten „hart bedrängt und ihre Sich-erbeit bedroht". Unter den obwaltenden Umständen kann dies einzig der Bolschewismus sein. Wenn die Zeitung weiter von der „halben Unabhängigkeit" spricht, die nunmehr den Mitgliedsstaaten der Sowjetunion gewährt werde, so verschleiert dieses Wort mühsam genug das bessere Missen der Engländer und Amerikaner, daß.von irgend einer Selbstän­digkeit für alle mit dem Bolschewismus 'n irgendeiner Form verbundenen Staaten auch nicht im entferntesten die Rede sein kann.

Schließlich aber enthält die Betrachtung des „Lbserver" in ihrem Kern gar nichts anderes als die Aufforderung an die kleinen Staaten, jeden Widerstand gegenüber der Sowjetunion jetzt endgültig fällen zu lasten und sich ihr auf Gedeih und Verderb auszu­liefern, In dieser Aufforderung aber liegt wieder das Eingeständnis, daß weder Eng­land noch die USA, den Willen oder auch nur die Möglichkeit haben, diesen kleinen Staaten irgendeine Hilfe gegenüber den Sowjets zu gewähren. Andere englische Zei­tungen, die wie die „News Ncview" die Feinbesf-n der diplomatischen Sprache nicht im gleichen Maße wie der „Obserner" be­herrschen, gehen sogar so weit, den kleinen

Staaten gegenüber nunmehr jede Maske des Wohlwollens und der Freundschaft fallen zu lasten. Das Blatt schäumt geradezu vor Wut über die „irrsinnige Bande von Exil­regierungen", mit denen endlich „ausge­räumt" werden müsse. Der Grund dafür liegt selbstverständlich in der Tatsache, daß einzelne der Eril-,,Regierungen" sich noch immer erlauben, England an die im Früh­jahr 1980 gegebenen Garantien zu erinnern, und die deshalb heute ein Hindernis auf dem Wege der uneingeschränkten „Zusammen­arbeit" der Anglo-Amerikaner mit den Sowjets darstellen. Es zeigt sich damit er­neut, daß die Emigranten nur betrogene Betrüger sind, gut genug, um dem inter­nationalen Judentum bei seine» Plänen Hilfestellung zu leisten und um am Schlüsse dafür den verdienten Fußtritt zu empsangen.

KliickivünLllke äs8 kükrern lür äsn Kaiser Ksnüsckukuos

Aus dem FiihrerhanPtguartier, 6, Februar, Der Führer hat dem Kaiser von Mandichukuo zu seinem Geburtstag am 8. Februar mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Tele­gramm seine Glückwünsche übermittelt.

I-ooäan lürckisi Karls Lngriklo

Drabtbericht unseres Vertreters

Stockholm, 6. Februar, Der englische Kom­mentator Robert Fräser erklärte im Londo­ner Nachrichtendienst: „In der Nacht zum

Freitag richtete die deutsche Luftwaffe erneut einen Angriff auf London. Dieser Angriff war bedeutend stärker, als wir erwartet hat­ten, Als die Scheinwerfer am Himmel waren, die Schüsse krachten und die Bomben explo­dierten, war es fast w'e in alten Zeiten, Wir müssen darauf gefaßt iein und damit rechnen, daß die deutsche Luftwaffe recht schwere Schläge durchführen kann."

Pazifischen Raumes, dessen bedeutsamst« Schwellenlandschaft und Schlllsselgebiet als Wehrraum jetzt in Slldostasien umkämpft wird. Deshalb nicht zuletzt hält General Tojo dem „Freien Indien" als Frciheits-Patengeschenk die Attdamacken und Nikobaren vor, in denen der pazifische Küstentyp um die Sundawelt herum in den Meerbusen von Bengalen hin­eingreift.

Wo aber schlagen im Westpazifik die Herz­kammern dieses neu erwachten Eroßraumwil« lens, die Antriebe der langsam weltüber ge­ahnten riesigen Bewegungswucht des neube- lebten Volksdrnckkörpers? Demgegenüber scheint uns ja, wenn wir Volksdichtezabien und Wanderdruck vergleichen, der Blutdruck des Vritenreichs trotz dem Rückhalt an nord- amerikanischer Anmaßung, gerade im Hinblick des „aus der Karte rot angemalten, aber leer gelassenen Australiens" im Verhältnis zu sei­nen Raumansprllchen und seiner auf Raub­bau zielenden Raffgier so unendlich dünn­flüssig, so armselig.

Allein der Stadtbezirk von Eroß-Tokio ernährt mit 7 831 071 Einwohnern auf n.ir 2143 Quadratkilometern mehr Menschen, als ganz Australien auf 0 Millionen Quadrat­kilometer, das sich jeder Einwanderung ver­sperrt! Verstehen wir nicht mir einem ein­zigen solchen Vergleich, warum Australiens Publizistik mit Unbehagen „the jmell of ihs last in the northwind" („den Dunst des Ostens im Nordwind") schnuppert? Gemahnt er sie doch an das ungeheuerlichste Raum­recht der Erde: Lebensrüume, darin je nach den Schätzungen 420, 240, mindestens 170 Millionen 'Menschen leben könnten, als „claim", als Bodeuwucher der Plutokratie zu verschließen. Dagegen empört sich der Le­benswille des SUdostens der Alten Welt!

Was sich kürzlich davon in Eroß-Tokio von führenden Völkern in einem Kongreß der sechs Mächte zusammenfand, das hatte-seine neuen Herzkammern z. B. für Mandschukno demnächst 30 Millionen, in Hsinking, immer­hin schon mit mehr als Millionen auf 487 Quadratkilometer schlagen, sür China in Nanking, mit rund 1 Millionen Einwohnern aus 307 Quadratkilometer für gewiß 220 Millionen, wobei freilich die an Ehina Heimgefallene 3^-Millionen-Siedlung Ersß- Schanghai in scharfem Wettbewerb liegt. Thailand baut sein Herz neu, auf 406 Qua­dratkilometer bei Sara Buri, landeinwärts von dem übervölkerten, allzu küstennahen Bangkok: Schonan-Singapur — im Druck der Belagerung auf mehr als 1 Million hen- erweitert — mag jetzt etwas über 800 000 Einwohner in neuerwachendem Leben bei­derseits der Aorta der Malakka-Straße um- lchließen. In Jndochina beginnt eine Schwer- pnnkt-Pendelung zwischen Saigon und Ha­noi, beide etwa mit 130 000 Kopsen: immer- bin Anhalt erneuerten Pulsschlags, der auch Burma, den Stromstaat des Jrawadi, be­wegt, Wiel seinfüblig auch in ibrcm Innen­ausbau die Teilräume am Westpazifik sich aufeinander einspielen, zeigt die Zusammen­fassung der früher sür das reine Jnselreich Japan idealen Gauzellen-Einteilnna von 47 Gauen in nenn raumweitere Verbände um Tokio, Hiroshima, Osaka, Nagoia, Niigata und Sendai (sämtlich auf Honda) und um Sapporo (Hokkaido), Fnkuoka (Kiuibu), Matsuiama lShikoku) in verständnisvoller Anpassung an neue weitere raumpolitische Notwendigkeit.

Entscheidend aber ist, daß von dielen Zent­ren der Willensbildunq der pazifischen An­lieger aus ein weit überlegener Boltsdruck, wie das Spritzengefüge einer gut getesteten Feuerlöscheinrichtung gegen alle Lunten und Zündwege geleitet werden kann, auf denen änglo-amerikanische Raubpolitik die Welt der Monsunländer wieder sür ihre eigen­süchtigen Zwecke in Brand zu setzen versucht, vor allem die rund 410 Millionen der chine­sischen und die nabem 100 Millionen der in­dischen Fcstlandmaslen,

So stehen — rechnet nian noch so genau — mehr als eine Milliarde Menschen allein im Westen des indo-pazifischen Raums der Ana­konda-Politik der 130 Millionen der USA,, der etwa 80 Millionen Briten der Briten, reich? bewußt entgegen. Diese haben an der heikelsten Stelle, in Australien, wenig mehr