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parleiamtlrctie Tayeszettung
Das flmtsblatt des Negierenden vürgermcistcrs der Zielen lionsestadr TZremen
der Nalionalldzialiften Vremens
flmUiches verkünvungsbialt des Tieichsstatl^cilrers in Oldenburg und Vremen
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Nr. Z5 / 14. Jahrgang
Sonnabend, 5. Lebruar 1944
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" Vigo, 7. Fe-bruar. Cm afrikanischer Armee- POI ^7k:iA^kM^cher schildert in der Zeitschrist „Life" ' Eindruck, den deutsche Kriegsgefangene
uf ihn gemacht haben. Er hebt besonders rroor, daß diese deutschen Soldaten fanatisch s^Oi >7s-I?IM den Führer glauben. „Diese Deutschen ^ > ^->>0/s-nd", so heisst es in dem Bericht u. a. weiter, Ibl 8 k 87 kir-tijgc^?utzerordentlich kräftig. Obwohl Transportschiffe für Kriegsgefangene keine Luxus- VkkX/htMNSlr. ^tpfer sind und Eisenbahn',Uge keine La- 24.e>>; ik-,«wagen, so marschieren diese deutschen riegsgefaugenen, nachdem sie monatelang ge- sind, nach zahlreiche Meilen bis zu ih
rem Lager, stets im Gleichschritt und oft während des Marsches singend. Sie sind stolz und ielbsibewusst, sie kennen das nationalsozialistische Parteiprogramm sehr genau, wissen über die Nachkriegsziele Bescheid, kennen den Versailler Vertrag und seine verhängnisvollen Folgen, wissen um den Verlust der deutschen Kolonien und um den Verrat durch Wilsons vierzehn Punkte. Sie wis- ,'sen sehr gut, worum es in diesen: Kompf für iDeutschland geht, während die amerikanischen «Soldaten sich dessen durchaus nicht bewußt
sind, worum sie kämpfen. Die deutschen Soldaten sind auch gut in der Geographie be- schagen und sind sich darüber klar, daß in den USA ein großer Teil der Bevölkerung deutscher Abstammung ist. Sie sind überzeugt, daß die Sowjets Barbaren sind. Wird ihnen gesagt, saß Deutschland den Krieg verlieren werde, dann lachen sie nur darüber und behaupten im Chor, das sei alles nur törichte Agitation. Alle diese Soldaten", so schließt der Bericht des Armeegeistlichen, „gleich welcher Rangstufe, sind fanatische Nazis und dem Führer blind ergeben."
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Aus dem Fiihrerhauptq variier, . Februar. Das. Oberkommando der Wehr- racht gibt bekannt: „Im Raum von Rikopol ä-uck 8al>r-ü>l5M gestern zu schweren Kämpfen. Südlich Stadt scheiterten alle Angriffe der So- gsvst)« rinck!p,M»jets. Nordwestlich Nikopol brachten unsere -^chts 6srsuI.Ä';r°?°d'"e.überlegene Feindkrästen schwere ^ jerluste bei. In das Kampfgebiet zwischen LenrsibmsrciiiHirowograd und Belaja Zerkow führte der Or6niino ^«ind Verstärkungen nach und setzte seine 9 »>. whngrjfse ohne Unterbrechung fort. Eine Ai?k/«tt»»-8chrsWnserer Kampsgruppen wies konzentrische l.i kindliche Panzerangrifse ab und vernichtete ruckt-srsclilsg° 2 n„ ^en beiden letzt-» Tagen 44 sowjetische
^rrxi-s-rrri, Gebiet südlich der Pripjetsümpfe
Mitzurden mehrere örtliche Angrisse der So- ojets in harten Kämpfen abgewehrt. Zwi- , ^ ^ ^ chen Pripjet und Veresina wurden erneute
..eure»«,» emgMckt-,,. Nsttt Schlachtflieqerunterstützunq geführte
I°s>s un<t ä-mie wech,elv»llen Kämpfen vereitelt. Im
g-sMuli-n Uitzrdeii»,!,»Kampfraum von Witebsk entbrannte die
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«inil Li Madrid, 4. Februar. Unter dem Vorsitz Ion Lsaatsches General Franco tagle am Donnttstag der spanische Akinisterrat. In der usgegebcnen amtlichen Mitteilung heißt es, aß die Minister nach dem Vortrag des Außenministers Jordan« über die internationale Lage beschlossen, an der Neutrali- . ^, 44 !stät Spaniens unter allen Umständen festzu-
/Xi> 4 >^ Is III I^Igalten und Maßnahmen zu ergreifen, um diese Position zu stärken und ihr Achtung zu verschaffen.
zweite Abwehrschlacht in voller Stärke. Der Feind erlitt bei der Abwehr seiner wiederum südöstlich und nordwestlich der Stadt mit zahlreichen Divisionen, Panzern und Schlacht- fliegern geführten Angriffe hohe blutige Verluste. 4ü feindliche Panzer wurden abgeschossen. Die Schlacht geht weiter. Nördlich Newel, westlich Nowgorod und im Raum von Narwa errangen unsere Divisionen nach Abschuß einer Anzahl sowjetischer Panzer in Abwehr und Angriff örtliche Erfolge.
Bei den schwere» Abwehrkämpsen zwischen Wolchow und Leningrad hat sich die ostpren- ßische 121. Infanteriedivision unter Führung des Generalleutnants Preiß mit dem unterstellten ostpreußischen Erenadlerregi- ment 45 unter Führung des .. Oberst Schwender sowie eine Kampfgruppe der Luftwaffe unter Führung des Oberstleutnant Ulla besonders bewährt.
Im feindlichen Landekopf von Nettuno wurden stärkere feindliche Kräfte im kon
zentrischen Gegenangriff eingeschlossen. Entlastungsangriffe wurden abgewiesen. An der Südfront setzte der Feind seine Durchbruchs- versuche am Bergmassiv von Cassino fort. Die wechselvollen Kämpfe werden auf beiden Seiten mit äußerster Verbissenheit gesührt.
Nordamerikanische Bomberverbände suhlten in den Mittagsstunden des 3. Februar einen Terrorangrisf aus einige Städte des nord- westdeutschen Küstengebietes. Durch Abwurf zahlreicher Spreng- und Brandbomben wurden besonders die Wohnbezirke der Stadt Wilhelm shaoen getroffen. Der Feind verlor nach bisher noch unvollständigen Meldungen fünf viermotorige Bomber und eine Anzahl Jagdflugzeuge. In den späten Abendstunden des 3. Februar warfen einige feindliche Flugzeuge Bomben in West- r»id N o r d w e st d e u t s ch l a n d. — In der vergangenen Stacht führte unsere Luftwaffe mit starken Kräften Angriffe gegen Lon-
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Lr ksncl einen Lriek im Riet. Im seelismiilivnstsn Liot, ciss eins kslcivaclcsrsi gebseleen kat sivir berichteten hierüber bereits, ckie 8ckr>ktleituno) var ein Lrisk enthalten mit kolgenriem Inhalt: „Der Irmpfangsr erhalt bei cker Oivislansbaclcerei eine ?laschs Vein- branct un« 10t> Zigaretten. ?reuckestrablsnck hat äisser Qrenaciier. rier im Xsmpkgebist am krücüenlropk ven Ixlilropal stellt, clis scbönen Sachen in llmplsng genommen.
?K.-^nlii.: Itriexsder. lläuüer l/ril - Scd)
d o» durch. Bereits beim Abflug beobachteten unsere Verbände große Brände.
Bei dem bereits gemeldeten Angriff deutscher Torpedoflugzeuge gegen ein feindliches Nachschubgcleit vor der nordasrikanischen Küste am 1. Februar wurden nach ergänzende» Meldungen zwei weitere Handelsschiffe mit 18 8V8 BRT. durch Torpedotresscr schwer beschädigt. Damit erhöht sich die Zahl der beschädigten feindlichen Schisse aus insgesamt einen Kreuzer und neun Handelsschisse mit tiS Iillil BRT."
Die 4«WstLe«cke ökackt
Von 8 il 77 <1
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Die energischen Kommentare der spanischen Presse als Antwort auf den politischen Druck der Anglo-Amerikaner haben in der Oefsent- . » c oMllkichkeit ein ausgezeichnetes Echo gesunden.
gNLtLYÄ.ABC" teilt mit, daß die Ausgabe, in der »diese Zeitung Stellung zu den spanisch- englischen Beziehungen genommen hat, im Handumdrehen ausverkauft war, und daß in en darauffolgenden 48 Stunden in der Reaktion Tausende von begeisterten Schreiben ingelaufen sind, in denen die Einmütigkeit es spanischen Volkes zum Ausdruck kommt.
S 7.11 IMLS- /17.
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17 7-1917 91 93.
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717777 71 36. IllllN- iclikt.
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Staatspräsident Dr. vmil Hacha empfing am /*-» , .l3. Februar in Lana das Präsidium der tschechi-
/"/LH / nenen den Bolschewismus, an der Spille
den Vorsitzenden, Universitätsprvsessvr Dr. Dra-
6si eisiigs^^meslc»^ Der Poftverkehr nach Argentinien ist gesperrt öissef Uasslsveimie^lVr'rden. Unterrvegs befindliche Postsendungen lcönnan. Absender znrürkgeleitet.
tslle.ctisuar könnten. -
ietrung" ksan ei>ew, vewfrsctisn uaci ru tung Icortbsre ^i« >" - nsbmen. Oskumsucn etsn rcbütren mit k>
Vsul8cks I-uttvsktö srvslll über I-onäoll
§tc>r!:s 6rönc/s ipsokscic^rst — ^s/tiL/u.'ksl/s ükssd c/ls c/s.' c/suirc^s.-!
Drobtbcricht unserer Berliner Schristleitmig
b. Berlin, 4. Februar. Der vierte Angriff starker Verbände der deutschen Luftwaffe seit dem 22. Januar traf die britische Hauptstadt in den frühen Morgenstunden des Freitag, kurz nach Mitternacht, nachdem am Abend zuvor ein kurzer Alarm an der Themse gegeben worden war. Trotzdem sich' in der britischen Berichterstattung erneut die Tendenz zeigt, die Wucht dieser Angriffe abzuleugnen, verraten Einzelschilderungen der Zeitungen die schweren Auswirkungen, dieses Angriffs, bei dem die deutschen Verbände bereits beim Abflug große Brandentwicklung beobachten konnten. Die englischen Zeitungen heben hervor, daß die Abwehr wieder sehr aktiv gewesen sei, aber keine Zersplitterung des Angriffs habe herbeiführen und auch den angreifenden deutschen Verbänden keine größeren Verluste habe zufügen können. Wiederum seien viele Londoner obdachlos geworden und insgesamt habe man sich erneut an die starten Bombennächte der schweren Septembertage des Jahres 1l>4ll erinnert gefühlt.
So wenig Neigung die militärischen Mitarbeiter der britischen Zeitungen verspüren, beobachtende Rückschlüsse aus diesen deutschen Angriffen zu ziehen, um so stärker wid
men sie sich der Diskussion mit den anglo- amerikanischen Bombardements in Deutschland zusammenhängenden ^Fragen. Anknüpfend an den jüngsten Tagesangriff der amerikanischen Luftwaffe gegen Willi e l m s h a o e n erörtert man die neuen deutschen Methoden der Luftkriegführung und der Luftverteidigung, die, nach dem Urteil des Fachkotrespondenten des „Evening Standard", eine „Vielfalt und einen Erfindergeist" bewiesen habe, den man bisher nicht für möglich gehalten habe und der den Entschluß schwer werden lasse, weitere Angriffe, gegen innerdeutsche Gebiete bei Tage anzusetzen, trotzdem sich natürlich niemand der Notwendigkeit einer solchen Methodik verschließen könne. „Die deutsche Luftwaffe besitzt eine bemerkenswerte Geschicklichkeit im Schuelleinsatz von Geschwadern von Hunderten von Kilometern auseinanderliegenden Flugplätzen", erklärt der Luftfahrtkorrespondent Frederick Tomlinson im Londoner „Observer". Er erklärt, in ernst zu nehmenden Krei-
gleich wirkungsvoll. Kein Jagdschutz und keine Verteidigungswasse vermögen jeden Bomber zu schützen. Auch an der Front ist die Kampfkraft der deutschen Jagdflugzeuge bemerkenswert."
Der zitierte Korrespondent des „Evening Standard" bemerkt, daß für die angreifenden anglo-amerikanischen Bomberverbände jedesmal die Hölle losbreche, sobald sie den Aer- melkanal bzw. die Nordsee hinter sich Hütten. Man könne von den Deutschen sagen, daß sie das Beste aus den Vorteilen ihrer Verteidigungslage machten. Die Wochenzeitschrift „Picture Post" ist dabei der Auffassung, daß man nach der Luftschlacht vom 11, Januar ganz ofsenbar in der amerikanischen Luftkriegführung der Auffassung sei, da^ die großen viermotorigen Bomber trotz ihres ausgebauten Verteidigungsapparates ohne Jagdschutz nicht sehr sicher seien. Da man noch keine Jäger mit entsprechendem Aktionsradius zur Verfügung habe, ziehe man vol
len Englands habe man mit einer äußersten läufig vor, lediglich die Städte anzugreifen
Verstärkung dieser Luftabrvehr rechnen müssen. Die deutschen Jäqer Hütten ein Jahr harter Uebungen hinter sich und werden setzt mit wachsendem Erfolge eingesetzt. „Ihre Methoden sind sowohl bei Tag wie bei Nacht
die noch im Bereich der begleitenden Jäger liegen. Es wird hervorgehoben, daß der jüngste Angriff gegen Wilhelmshaven von amerikanischen Bombern unter besonders starkem Jagdschutz vorgenommen wurde.
Me bokeköMSliscdkil k!siiö im llcdls äsr Lrlsknmg
6s;ts//ts unc/ oms,l<com5c/is 6s5tä5i^5i/Lss — Hpam'sn vvs/6, worum ss gskt — O/a Antwort our c/sm öo/t/kum
DralstbcriKt unterer Berliner Tchrntleitling är. vv. sc-k. Berlin, 4. Februar. Wie sich Moskau die weitere weltpolitische Entwick- der „Verfassungsresorm" denkt, ---- ^ Stockholmer Zeitung „Nya
Allehanda" ziemlich richtig erfaßt, /-VI ^, 11 «! » ^venn sie sagt, daß die neue „elastische Kon- N---V emnonm« l««°^ititution" der Sowjets eine fortgesetzte „so- ^ernsimsngs 5o<oe> "genannte friedliche Durchdringung" ermög- -cküsksn. 2 vn>n von solle. Wenn auch die Vermutung einer
bssmvö-Mg» in vis>«" ,äderen Zeitung zutreffen sollte,
bo-i-si, onci ^.daß die letzte politische Aktion Stalins ge-
in mnii-vo^^adezu auf eine in Teheran gemachte
/vlcoott
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_<-oni-«"^'4ühren sei, die sich davon die Möglichkeit
Ni» Bemäntelung ihres Verrats an Europa
I^i. voSiii« ^versprochen habe» durften, so sind doch auch ^'^°^t,-laus den^Bereinigten Staaten einige ossen- oosr-miskli» in herzige Stimmen zu vernehmen, die die
l^Hslweltrevolutionüre imperialistische Zielsetzung ^-.Moskaus nun in neuer Beleuchtung durch Trick Stalins erkennen. So erklärt die
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Newyork als durchaus möglich, daß am ^Ende des europäischen Konflikts die Sowjet- -lnion beträchtlich mehr als ihre augenblick- ichen 16 Mitglieder besitzen werde. „Folkets ZDagblad" kann sich also getrost auf diese ^ amerikanische Bemerkung berufen, wenn das Blatt feststellte, daß in Auswirkung der Moskauer „Verfassungsresorm" nun auch Schweden eine „autonome Sowjetrepublik" werden könne.
Eine Meldung des „International News iService", die wir „Stockholms Tidningen" entnehmen, wird nach anderer Richtung noch deutlicker. Da wird es nach der Auffassung von Washington als durchaus denkbar bezeichnet, daß Moskau Polen, Oesterreich und die Tschechoslowakei überreden könne, Mitglied des Sowjetoerbandes zu werden. Außerdem sei Moskau in der Lage, „eine Reihe
deutscher Teilstaaten" in die Sowjetunion einzugliedern. Hier wird also so deutlich und unverblümt wie bisher noch nie das ganze Ausmaß der angloamerikanischen Verrats- bereitschaft gegenüber Europa eingestanden. Es wird nicht mehr bestritten, daß die ursprünglichen Forderungen Molotows, die er seiner Zeit in Berlin vorbrachte, nur ein vorläufiges Mindestprogramm darstellten, daß vielmehr die bolschewistischen Annexions- anspruche bis tief ins Herz Europas zielen. In England und in den Vereinigten Staaten — das ist in diesem Geständnis eingeschlossen — will man sich auch damit abfinden, obgleich man sich dort auch sagen muß, daß das weitrevolutionäre Ziel Moskaus schließlich jenseits von Deutschland im Westen Europas zu suchen ist. Wenn die „Associated Preß" in dem schon erwähnten Bericht weiter der Meinung Ausdruck gibt, daß „selbst der verstorbene fanatisch eingestellte Trotzt!, ein hartnäckiger Vertreter der roten Weltrevo- lution, kaum derartige Möglichkeiten vorausgeahnt haben könnte, wie sie zur Zeit bestehen", so wird damit im Grunde die ganze unheimliche Größe der Gefahr auiaezeiat, die heute Europa und den ganzen Bereich der abendländischen Eesittuna bedroht, wenn ihr nicht von der deutschen Wehrmacht und von der europäischen Völkerfamilie Einhalt geboten wird. Es bleibt wirklich bei der Feststellung der gesamten spanischen Presse im Zusammenhang mit der Entscheidung, vor die man jetzt doch qestellt wurde: „Bolschewismus oder Eurona, das ist die Fraae".
Slbon dje einmütige Stellunanahme der spanischen Prelle gegenüber den anglo- amerikanisiben Erpressungsmanövern hat gezeigt, daß Spanien da, wo seine nationale Ehre berührt wird, ein« Grenze Ziesten will, än der entschlossener Widerstand geleistet werden soll. Der Beschluß des spanischen Mini
sterrates unter dem General Franco und die anschließende amtliche Erklärung über die Beibehaltung der Neutralität unterstreicht diese Tatsacheinit besonderem Nachdruck. Für die Haltung Spaniens sind offenbar neben dem nationalen Ehrgefühl die Erfahrungen bestimmend, die man dort niit dem Kommunismus und mit den Beauftragten der zum Schein aufgelösten Komintern gemacht hat. Wer die Ausstrahlungen und Äkethoden des Bolschewismus am . eigenen Leibe verspürt hat, dem kann man niemals wieder ein T für ein U vormachen, der kann auch auf solche Schwindelmanöver wie die „Verfassungsreform" der Sowjets nur mit einem grimmigen Hohnlachen antworten. Die große katalanische Zeitung „Solidaridad Nacional" verweist darauf, daß Spanien-wie kein anderes Land aus eigener Erfahrung spricht und daß Katpn siir jeden Spanier ein lebendiger Begriff sei. Drei Jahre Krieg und eine Million Tote machten den Standpunkt Spaniens und seine Begründung unabänderlich. Die spanische Position sei heute die gleiche wie gestern und zwar aus der Erkenntnis heraus, daß jede direkte oder indirekte Hilfe, die Moskau geleistet werde, ein Attentat aegen die menschliche Zivilisation und Freiheit darstelle und weil letzten Endes der wwietiiche Sieg das Verschwinden aller europäischen Vormachtstellungen einschließe, die nicht kommunistisch ausgerichtet seien. Man kann sich in Spanien auch auf Zeugnisse aus dem Feindlaaer beruien. So schrieb dieser Tage die englische Zeitschrist „Calvacads", daß in der innerspanischen Situation eine ien'alionelle Wendung bevorstünde, wobei der entscheidende Schlaq aeqen Franco von innen hcv->„s '-u erwarten sei.
Die Kencralmobilmachunq in Estland ist auch ein Beweis dafür, daß überall da, wo man praktische Erfahrungen mit dem Bol
schewismus gemacht hat, der Wille zum Einsatz aller. Kräfte und die Bereitschaft zum äußersten Oprer jede andere Ueberlegung zurückdrängt, um die Wiederkehr des bolschewistischen Chaos um jeden Preis zu verhindern. Wenn Molotow von der kommenden „Befreiung" der baltischen „Sowjetstaaten" sprach, die bereits großzügig bei der Berechnung von 16 Sowjetrepubliken mitgezählt waren, so ist die Eeneralmobilmachung eine unmißverständliche Antwort, die im Grunde aus der gleichen Linie liegt wie die Zurück- weisung der anglo-amerikanischen Erpressung durch Spanien, wo man ganz genau weih, daß das Nachgeben gegenüber dem Druck nur eine indirekle Hilie illr den Bolschewismus darstellen werde. Das Echo auf die Per- fassungstomödie Stalins in England und in den Vereinigten Staaten hat ja nur erneut den Beweis dafür geliefert, baß die anglo- amerikanische Führung keinen anderen Weg aus ihren eigenen Verstrickungen sieht, als dem Bolschewismus 'die europäische Beute zuzutreiben, und daß, obgleich man sich vor sich selbst keinem Zweifel darüber hingeben kann, das innere Wesen des sowjetischen Nihillismus und seine Methodik unverändert geblieben ist. Die „New Port Times" muß zugeben: „Unter dem System der kommunistischen Partei ist diese und nicht der Staat der Träger der hauptsächlichsten Macht"., Das Newyorker Blatt ist sich vielleicht nicht sofort bewußt gewesen, daß es mit dieser Feststellung das Märchen von der Auflistung der Komintern zerstörte. In allen angeblich „autonomen Sowjetrepubliken" die sich nach dem Willen Stalins „freiwillig" — siebe das Baltikum, siehe Karelien und siehe Katyn — der Sowjetunion im Zuge der Entwicklung anschließen sollen, würde (Fortsetzung auf Seite L)
Noch zuckt Feuerschein der Brände über den nächtlichen Himmel, späte Explosionen durchschütteln vereinzelt die Luft, aber schon künden schrille Glocken der Feuerlöschzüge von einsetzender Hilfe, erste Omnibusse suchen sich langsam den Wegi die anfängliche Stille nach dem Dröhnen des erbitterten Kampfes — zuerst nur vom Prasseln hochschlagender Flammen, vom Poltern uiederbrechender Balken, vom Rufen beherzter Helfer unterbrochen, wird wieder erfüllt vom Ton neu sich regenden Lebens. Für eine Stunde war sie — dem Soldaten gleich — in Deckung gegangen, jetzt erhebt sie sich wieder, die mächtige Gemein schuft schaffender Menschen, die kämpfende Stadt.
Es hat Zeiten gegeben, da trat sie im Prunkkleide schillernden Glanzes unter das Volk, von den einen als Wunder einfältig bestaunt, von anderen verächtlich abgetan. Ein Krieg hat ihr die bunten Tücher vom Leibe gerissen — und das Ueberraschends wurde sichtbar: unter dem slitternden Tand verbarg sich ein starker, gesunder, zäher Körper! Was wir alaubten. daß ihr ganzer Inhalt sei: die hellen Lichter, das schnelle Treiben und leichte Leben, die Stätten des Vergnügens wie des Lasters — alles das ist abgetan, man bat es kaum bemerkt und niemand vermißt es. Erst jetzt wissen wir, was die Stadt eigentlich ist — die gewaltige Ansammlung menschlicher Energie, die Stätte konzentrierter Schöpferkraft und bei aller Nüchternheit auch eines praktischen Idealismus.
Wir glaubten lange, es seien Ueberzählige gewesen, die in die Städte gingen, nein — es waren die Wagenden, die sich in ihren Strom warfen, um darin unterzugehen oder
— zu bestehen! Diese Menschen, die wir einst nur am frühen Morgen sahen, wenn sie zur Arbeit eilten, oder abends, wenn sie nach Hause fuhren, oder so, wenn sie in dichten Scharen in die Umgebung zogen — sie sind beute auf die Bühne getreten, auf der einst das lockere Leben ein halbes und falsches Bild der Stadt zur Vorstellung brachte. Nicht mehr die Wortgewandten, sondern die Tapferen, nicht mehr die Leichten, sondern die Kraftvollen, nicht die Heiteren, sondern die Harten stehen an der Rampe, und nicht einem blasierten Publikum sehen sie sich gegenüber, sondern dem Schicksal selbst blicken sie ins Auge.
Die kämpfende Stadt — sie mag anders sein als einst, aber ihre Seele ist größer geworden. Sie hat auseinandergestrebt, jetzt hat sie zusammengefunden. Und sie wurde elementarer in ihrem Empfinden: sie hat hassen gelernt. Einst hat man eine anmutige und reise Frau als ihr Symbol in der Mitte .eines Platzes aufgestellt — heute ist ihr Gesicht von entschlossener Stirn und verbissenem Mund gezeichnet, dereinst glaubten wir, die Stadt bestehe aus enggebauten Straßen- zeilen, hohe Hüusermauern seien jhr wesentlicher Inhalt: wir sind eines Besseren belehrt — nicht die Häuser, sondern die Menschen geben der Stadt das Gesicht. Sie haben die Häuser ' aufgebaut, sie mögen sie verlieren: was unveränderlich bleibt, ist die Summe der Leistung, die sie — die Menschen
— täglich vollbringen.
Wenn der Soldat auszieht ins Feld, dann steht er im Zeichen des Krieges: die Umstände, unter denen er lebt. ißt und schläft, ändern sich täglich. Was gleich bleibt, ist sein Wille, dem Feind zu begegnen und ihn zu ichlagen. Auch die kämpfende Stadt hat diesen Willen. Wenn ihr in der Stunde des Terrors nur die Verteidigung bleibt, so geht auch sie dann, wenn die letzte Bombe gefallen ist, die letzten Brände entzündet sind, wieder znm Angriff über. Der Feind wollte sie vernichten, jetzt vernichtet sie sein Zsr- störungswerk durch Rettung und Ausbau. Sie unterscheidet ichnell zwischen den Wunden, die einst nur ehrenvvlle Narben sein werden und solchen, die für den Kampf des Volkes wichtig sein können. Hier strömt ihre ganze Kraft zusammen — ihren gewaltigen Körper kann auch der nächste Schlag nicht lahmen, wohl aber härter machen! Ob der
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