Ausgabe 
(29.1.1944) 28
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Varteimnrkciie Layeszeirung

Vas flmtsblatt ves Neglerendkn vürgcrmcistcrs drr Zielen Hansestadt vremen

der Nationalsozialistenvremens

flmtlichrs vcrkündungsblatt des NcicizsstaNizalters in Oldenburg und Uremen

5ck lsckitz,

Nr. 28 , 14. Jahrgang

Sonnabend, 29. Januar 1944

kinzelpreis 15 Nps.

Fleier, ul. Ist.'

Saat 8clll3as imblorämeer

Sckmufr- unst Vi/ 05^51 500 BRT. und vier Zerstörer versenkt rlis bei mongsOios^.

«tscVLüscks bleiben,

Eigener Drahtbericht

rst. Berlin, 28. Januar. Es gehörte eine ^Zeitlang zu den Fausarenstötzen der anglo- grov unst KSlZIicK, h^^gmerikanischen Agitation, die deutschen U- ui«. s »er brücbig. Diese aber haben sich durch

- ^ ""^nr»!idas britifch-amerikaniiche Veichworungsge-

, rk» ! O^Idl rum 5pülsg -.schrei wenig beeindrucken lassen. Kühl wur- '! ... ' "den die Möglichkeiten erwogen und dann

^ sie wsrcns tnrst,aii^entsprechend gehandelt. Ein Glied aus der Vuntt svs,6. -luttig unst der Ergebnisse, die durch die nnab-

Ve.rbegerung der Angrifssmethodcn 'rzielt worden sind, kommt im OKW,-Bericht vom Freitag zur Geltung, wenn es dort heitzt, datz in den letzten Tagen sieben Dampfer mit 51500 BRT. und vier Zerstörer durch deutsche Unterseeboote versenkt worden sind.

Wie der ASA.-Admiral Land kürzlich ein­zustehen mutzte, erscheinen die deutsche» U- -Baote wieder in allen Winkeln und Ecken ' Ozeane und zwingen die alliierte Krieg-

1//l^"*^lAührung zur Verzettelung ihrer Flottenein- /tttA§2jLLHeiten, ganz abgesehen von der Beute, die _»ihnen immer wieder zufällt. .So heitzt es ja

In Küriie neiimen unsere pfauch im Wehrmachtbericht, datz die Mehr- »'sübe-iitzahl der versenkten Schiffe aus einem nach Ucde, 0 E ua7 deuLAurmansk stehenden Grleitzuq herausge- äunxen derücksichiixt «Ittmosien worden fei. Das bedeutet, datz auch Hern sie Ssirer nmxedeeiu^in gewisser Teil in Einzeljaqden erledigt rpeltt oul seiren nnö M '

uns lasse» Sie sied ,°mnl, -- --

l-oiläoa gibt üomberverluLle beim Lclllecktvetter-Lllgnst sui Ssrlm ru

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Osde» bHullsp-V/iUngewöhnlich stärk gesicherten Geleitzug ge- Stuttgnnt s, snnneadiiMhandelt, lätzt mehrere Tatsachen schlagücht- 8U. in,-artig in das Blickfeld treten, die von der Agitation sorgfältig vertuscht

-werden. Zum ersten: Die Anglo-Amerikaner

sind noch immer gezwungen, einen hohen »Prozentsatz ihrer Marine in den GeleHzug- >dienst einzuspannen. Zerstörer, Korverte'n Mreuzer und andere Schiffstnpen, die dazu benötigt werden, fallen für die aktive Pla- Wnung seestrategischer Unternehmungen aus, Zweitens: Wenn die Alliierten es für not­wendig erachten, gerade im gegenwärtigen .Zeitpunkt, der doch ihrer Meinung nach im IiZeichen einer Flaute der U-Voot-Erfolge . . . > ihre Eeleitzüge ausfällig stark zu si-

^-nn g.or^n«, müssen ihnen Bedenken gegen-

ihrer eigenen, so stark betonten Zuver- ,-rp-n - ^sicht gekommen sein,

77.nn.-r. .ig.n«n,M» Dei deutsche Erfolg ist in einem SeegeLiet "77 "^.'errungen worden, das zu den traditionellen

voN.'.nV^.,!>i«i,,, i^Epffeldern der Geleit,zuaichlachten gehört, s r^ u '. "Die Luftwaffe, die Unterseeboote und die

^G-,«!n«h>-m«V«,->-e>.^berwns^rstreitkräf1e der deutschen Marine r7 ^n^^ieilen sich in die bisberiaen Eriolge. Ein v/u Kampf,, der in dielen Gewässern sieoreich be-

«----^----j-Ns 7 Mj!^"uden wird, wirkt sich als Entlastung für Front im Osten aus.

Als ein besonders stolzer Erfolg darf wie- "^ tder die Vernichtung non vier Zerstörern be- ir.u-.mi-k -mgeEn.-,-'! ^ck,net werden. Die Zerstörer sind die ietrtenZskr.nersi.m-ud-n/Svezialreinde der U-Boote. Die Koben feind- ph-rmLi-oiogis, kirnrm-!.-.glichen Verluste gerade in diesem Schifistnv log,. UN>I cn.mie biet!» v-werdeii Sorgen der britischen Admirali- ges-kutten «it-rbeii-r-isdwieder stark vermebren. Schon stimmt -eirung.-iiecri-enntniss-v die feindliche Presse eine gedämpftere

7 ü.-/. 7 'v 7 ms^ 7 n 27 nart an, sa, der Marinemitarbeiter der 0 LsLrasdms-iies-r.oei»->»!ts,, Times rinat sich ru der Erkenntnis durch sinchiiis man loste in d-ii alliierten Ländern sa nicht alauben. die Schlacht auf den Weltmeeren ' ' zu Ende.

IIsn Ncksvlsud vsrUsllkn

Führerbau ptquartier, 28. Ja- ^ > W» > ^ t> 171"""'-D" Führer nerlieh am 28. Januar ^ ^ Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eilernen

Kreuzes an Generalleutnant Anaust Z ist m i d t. Kommandeur der fränkisch-bäue­rischen 10. Panierqrenadier-J.ivislon. als 171. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

General Schmidt war der erste Reaimenls- kommandeur und einer der ersten Soldalen. der mildem Ritterkreur ausgezeichnet ivurtie. x » L,-l?. OstA^Die von ihm aenihrte Division wurde am 18 /Xd I/X krirLcbb^Januar im OKW.-Vericht genannt.

8obrgn1e dillim llsyierunosImrL

Sofia, 28. Januar, Ueber die Sitzung des bulgarischen Parlaments ist eine amtliche Verlautbarung veröffentlicht worden, in der ;s heitzt, datz alle Abgeordneten, die das Wort ergriffen, den Kurs der Regierung billigten, der zur Erfüllung der nationalen Adeale und Rechte Bulgariens geführt habe. gleichzeitig hätten die Abgeordneten betont, ., ^datz mit allen Kräften der Nation die bul- MÜSSSN kük "bi" ^arischen Grenzgebiete verteidigt werden «cinktk-rimV/ocKslUl^ützten. unter ihnen Thrazien und Maze- ^' .Manien.

Eigener Drahtbericht

ich Berlin, 28, Januar. Durch ihren.Ter- roraiilgriff auf die Reichshauptstadt in der Nacht zum Freitag haben die Engländer er­neut die inzwischen bekanntgewordene Tat­sache bestätig^ datz ihre Lufllriegsmethoden heute in stärkstem Matz« auf die Wetterver- hgltnisse abgestimmt sind. In London hatte man wieder einige Tage mit günstigerem Flugwetter ungenützt verstreichen lassen und dafür den Donnerstagabend als Angrifsstag ausgewählt, da eine dichtgeschlossene Wol­kendecke, Regen und Sturm über weiten Teilen Deutschlands eine starke Behinderung der deutschen Luftverteidigungskrüfte zu versprechen schienen. Wie bei den vorher­gehenden Schlechtwerter-Aklionen, konnten die Engländer aber auch bei diesem neuen Angriff ihre Hoffnungen nicht in' dem ge­wünschten Matze verwirklichen. Einmal litt die Wirkung des Angriffs unter den sllr sie ungünstigen Umständen die Bombey wur­den über weiten Bezirken Berlins verstreut abgeworfen und zum anderen schössen deutsche Nachtjäger und Flakartillerie wie­der eine beträchtliche Anzahl von wertvollen viermotorigen Feindbombern ab.

Obwohl der OKW.-Bericht vorläufig nur den Abschutz von 23 Feindslugzeugen meldet,

liegen die tatsächlichen Verluste der Briten weit höher. London selbst wurde zum Zeu­gen dafür, indem es in seinem ersten Be­richt den Verlust von 31 eigenen Flugzeu­gen bei dieser nächtlichen Aktion zugab. Alan darf n,it Sicherheit annehmen, datz dazu noch weitere Ausfälle des Feindes während des Rücksluges und bei der Landung in England gekommen sind.

Die Verluste unserer westlichen Gegner in den letzten 21 Stunden sind aber noch weit höher. Wie der OKW.-Bericht meldet: ver­loren die Briten und Amerikaner noch über dem slldfranzösischen und italienischen Maum im Laufe des 27. Januar insgesamt 22 Ma­schinen. Davon entfallen allein elf Abschüsse auf Südfrankreich: unter ihnen befinden sich mehrere viermotorige Bomber. Antzer- dem wurden in diesem Raum fünf weitere Flugzeuge mit grotzer Wahrscheinlichkeit ab­geschossen. Man kann also annehmen, datz die Anglo-Amerikaner in 21 Stunden rund 00 Flugzeuge mit mindestens 100 Mann ihres fliegenden Personals eingeblltzt haben.

Auch an der Ostfront konnten die deutschen Jagd- und Flakverbände den Sowjets wie­der Flugzeugverluste zufügen, deren Höhe für diese winterliche Jahreszeit recht bedeu­tend ist. Nach den bisherigen Feststellungen

verloren die Sowjets in den letzten vier Tagen mindestens 121 Maschinen. Diesen sowjetischen Ausfällen stehen nur 11 eigene Verluste gegenüber. Aber auch sonst war die deutsche Luftwaffe an vielen Abschnitten der. Ostfront autzerordentllch aktiv. Vor allem im Südabschnitt unterstützte sie am Donnerstag mit starken Verbänden den Abwehrkampf bei Kertsch und nordöstlich von Uman.

Auch für die deutschen Spezialverbände zur Bekämpfung von Schiffszielen bedeutete der Donnerstag einen Grotzkampftag. Bei Tag und Nacht wurden die massierten An­griffe gegen die britisch-amerikanische Lan­dungsflotte vor Anzio fortgesetzt. Dabei ge­lang es wieder, schwere Bombentreffer auf sechs feindlichen Transportern mit insge­samt 31000 BRT, zu erzielen. Darüber hin­aus wurde ein Landungs-Spezialiahrzeug versenkt. Sechs Tage nach ihrer Landung, im Raums von Nettuno haben die Alliierten damit einen Ausfall von rund 200 000 BRT. an Handelstonnage und zahlreichen Kriegs­schiffen durch die kräftigen Schläge der deut­schen Luftwaffe erlitten. Ein grotzer Teil der Schiffe ist vernichtet, der Rest mehr oder minder schwer beschädigt, so datz er sür längere Zeit ausfallen wird.

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Osutsc/isr 6sgsnongri/i ksk unc/ ?ogkst)irc^tsckis gsivonn srnsut or> Lochen - Oonrisrstog 234

§o>v/skpcmrs5 vsrnicHtst Hc/MrvsiLSnkungsn im ^/orc/mss/- unc/ /^stlurio - Osr 7srrorc,rigr,'i/ oul 6sr<m

AusdeF ii h. r e r h a u p t q u a r t i e r, 28. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Die schweren Abwehrkämpfe bei Kertsch und Perekop, wo die Bolschewisten gestern erneut zum Angriff antraten, sowie südwest­lich Tscherkassq und südöstlich Belasa Zerlow halten an. Die feindlichen 'Angriffe wurden abgeschlagen. Wo die Bolschewisten geringen Eeliindegewinn erzielen konnten, mutzten sie dies mit schweren Verlusten an Menschen und Material bezahlen.

Unsere südwestlich Shaschkoff und südwest­lich Pogrebischtsche angreifenden Truppen gewannen gegen starken feindlichen Wider­stand weiter Boden. Sie vernichteten hier­bei weitere feindliche Kräfte und 115 Pan­zer. J>n Kampfraum von Nowoqrad-Wolnnsk sckeiterten mebrerc stärkere Angriffe der Sowjets. Zwischen Pripjet und Beresina wur­den auch aestern alle Durchbruchsversuche der Bolschewisten in schweren Kämpfen vereitelt.

Nordwestlich des Jlmensees und im Raum südlich Leningrad dauert die Abwehrschlacht mit zunehmender Starke an. In diesen Kämpfen haben sich die ostpreuhische 61. In­fanteriedivision unter Führung des General­leutnant Krappe und das estnische Frei­willigenbataillon 658 unter Führung des Majors Rebane besonders bewährt.

An der Ostfront wurden gestern insgesamt 231 seindliche Panzer vernichtet.

Im Westabschnitt der siiditalienischen Front brachen mehrere örtliche Angriffe des Fein­des im zusammengesatzten eigenen Artillerie­feuer zusammen, während Gegenangriffe un­serer Truppen einige Einbrnchsstellen aus den letzten Kampftagen beseitigen konnten. Zahlreiche Gefangene wurden hierbei einge­bracht. An der adriatischen Küste blieben wiederholte feindliche Erkuiidungsvorst-itze erfolglos.

Im Landekops südlich Rom herrschte gestern lebhafte beiderseitige Späh- und Stotztrupp-

Zlnvjetlucliv llovsrscdSmIdoitsn über HslW

/ttkin/rcHs ^sklung ws/'st /rsc/is ösHouplungsti ouls sc/iör/r/s rurü<4

Helsinki, 28. Januar. Die finnische Zei­tungAjan Sunta" befasst sich in einem Leitaufsatz mit den neuesten bolschewistischen Behauptungen über den Fall Katrin, wo­nach die Ermordung der polnischen Offiziere ausgerechnet von deutschen Truppen durchge­führt worden sein solle. Man sei sich, so sagt das finnische Blatt, in Finnland zur Ge­nüge über die Lügenhaftigkeit und Blutgier des Machthabers im Kreml im klaren, und man lasse sich hier durch solche Mittel nicht täuschen. Geradezu die Höhe sei es aber, datz England sich dazu hinreitzen lasse, die bol­schewistischen Lügen, über die Massengräber von Katyn zu verbreiten.

Wenige weltgeschichtliche Tatbestände sind der Weltöffentlichkeit so zweifelsfrei dar­

gelegt worden, wie der bolschewistische Mas­senmord von Katyn, Es gehört schon bolsche­wistische Unverschämtheit dazu, angesichts der beigebrachten erdrückenden Beweise immer wieder aufs neue mit frecher Stirn zu er­klären, die Deutschen seien es gewesen, die die polnischen Offiziere in Katrin erschossen hätten. Es ist schon fast eine Zumutung an die menschliche Intelligenz, anzunehmen, datz eine blödsinnige Behauptung dadurch zur Wahrheit wird, datz man sie ständig wieder­holt, wie es jetzt wieder von der Moskauer Agitation mit grotzer Lautstärke geschieht. Auch den Moskauer Lügenfabrikanten wird es nicht gelingen, geschichtliche, längst fest- liegende Ereignisse mit frecher Unverschämt­heit abzuleugnen.

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Trahtbericht unserer Berliner Schriftlcltniia 7- Berlin, 28. Januar, Der bolschewistische Diktator Stalin hat aus dem Fundus seiner olitischen Theaterreguisiten eine neue demo- ratische Kulisse herausgekramt, die etwa in hier Färbung dem neuen Ersatz derInter­nationale" gleicht und augenscheinlich als vorzüglicher Wandschirm angesehen wird, Unter dem sorglos alten Parolen gehuldigt Werdest kann. Die Beschriftung dieser neuen /Kulisse liefert die amtliche Moskauer Tatz- vkgentur in einer Meldung, datz die Leitung f.Ier kommunistischen Partei Vorschläge des ,, Fiates der Volkskommissare über dieEr- lochte der sowjetischen Bun- '«rrepubliken auf dem Gebiete der Vettel- , Kaung und der auswärtigen Beziehungen" Erörtert und gutgeheißen habe.

In den Regierunqsztnircn der westlichen Zariner des Kremls wird diese Meldung ttcherlich augenzwinkernd als einer der übli- ^ .kochen deftigen Scherze Stalins gewertet wer­kn kckovrkok- ^,üf!^on, die vielleicht im ersten Augenblick einen betrieb - Libero» > verursachen mögen, hinter denen sich

^7>rierk>mi<e,',^z-z5rr doch die auch anglo-amerikanischen cl« Heller >!i ^-Ministern kaum noch lächerlich erscheincnoen

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Territorialpläne Moskaus verbergen. Denn auch in London und Washington wird man kauni erwarten, datz Stalin den scharfen Zentralismus seines Systems zugunsten der als Schachfiguren benutzten einzelnen Sowjetrepubliken" zerstören, wird, und gar noch auf so autzerordentllch wichtigen Gebie­ten, wie denen der Autzenpolitik und der militärischen Verteidigung.

Man wird sich jedoch in den angelsächsi­schen Hauptstädten hüten, derartige Feststel­lungen öffentlich zu treffen: denn dieser

Agitationstrick Stalins bildet eine zu präch­tige Eselsbrücke, als datz die Männer aus der Downingstreet und dem Meitzen Haus sie nicht benutzen würden, um aus dem Di­lemma zwischen hartnäckigen sowjetischen Kebietsfqrderunqen und der anqlo-amerika- nischen Atlantik-Charta-Formulierung her­auszukommen. Es gehött keine prophetische Gabe dazu. um vorauszusagen, datz London und Washington morgen folgendermatzen argumentieren werden: wenn Stalin den

einzelnen sowjetischen Rcvublikcn weit­gehende Selbständigkeit zusichert, ja, nahezu vollkommene Souveränität zusagt, mutz das

Sträuben der polnischen Emigranten, der baltischen Länder und des Balkans, als so­wjetische Republiken dem Staatsverband Moskaus eingegliedert zu werden, als völlig unverständlich" angesehen werden.

London wird betonen, datz die Geschi-Hie bereits erwiesen habe. datz kleine Nationen nur im engen Zusammengehen mit dem stärkeren Nachbarn ihre Lebensrechte bewah­ren können. Vielleicht wird man im Fo- reigp Office gar von dergrotzen Chance" iür die Nachbarn der Sowjetunion sprechen, von der Chance, sich dem sowietischen Staa­tenverband eingliedern zudürfen", um in denGenug" der jetzt von Stalin bestimm­ten Freizügigkeiten einer eigenen Autzen- volitik und einer eigenen Verantwortung in den Fragen der militärischen Verteidi­gung zu kommen.

Die Nirglo-Amerikaner haben niemals mit Frivolitäten gespart. Warum sollte man deshalb von den Rllckzugsmöglichkeiten nicht Gebrauch machen, die Stalin in einer Laune öffnete, und die zu benutzen so autzerordent- lich bequem den Verrat an den kleinen Na­tionen vollständig werden lätzt.

tätigkeit. In einigin Abschnitten scheiterten von Panzern unterstützte feindliche Angriffe. Bereitstellungen sowie erneute Ausladungen des Feindes wurden wirksam durch unsere Artillerie bekämpft. Die Lastmasse setzte die Angriffe' gegen die feindliche Landnngs- slotte bei Tag und"Nacht fort. Sie beichä- digte sechs Transporter mit 31 000 BRT. zum Teil schwer und versenkte ein Lan- dunassahrzeug von 1006 BRT.

Ueber dem italienischen u»d südfranzösi- schen Raum wurden am 27. Januar 22 feind­liche Flugzeuge, davon acht durch Bordslak der Kriegsmarine, vernichtet.

Britische Terrorflieger nutzten die für sie qiinstigen Wetterverhältnisse am gestrigen Abend z» einem erneuten Terrorangriff auf die Reichshaupistadt aus. Bei niedriger ge­schlossener Wolkendecke überflogen zahlreiche feindliche Flugzeuge das Gebiet von Erotz- Berlin und warfen Minen, Spreng-, Brand- und Phosphorbrandbomben auf verschiedene Stadtteile ab. Es entstanden Schäden, vor­nehmlich in dichtbesiedelten Wohnvierteln und an Kulturstätten. Die Bevölkerung hatte Verluste. Trotz schwierigster Abwehrbedin- annaen wurden nach bisher vorliegenden Meldungen 23 feindliche Bomber abgeschos­sen. Einige Siörsluqzeuge warfen Bomben im westdeutschen Grenzgebiet.

Bei der Bekämpfung des feindlichen Nach- kchubocrkehrs versenkten deutsche Untersee­boote in den letzten Taaen sieben Dampier mit 51 500 BRT. und vier Zerstörer. Die Mehrrahl dieser Schiffe wurde in harten Kämpfen aus einem nach Murmansk gehen­den, ungewöhnlich stark gesicherten Geleit- zug, der Flugzeuge, Panier sowie zablreiches anderes Kriegsmaterial iür die Bolschewisten geladen hatte, herausgeschossen.

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Zur Landung der Anglo-Amerikaner

Von dlsiinsicrioZsboricdtsr Dr. IlsuiiLil, llsiullaillt

Eine langgestreckte Villenstndt zwischen dem Meer und oer Weile der Pounfcyen Accker, augejchmiegt an eine flache Buafi, von üer ein Teil durch eine Stelnmoie zum Hasen ge­worden ist, das ist Reitunia. Roch vor weni­gen Jahren waren es zwei Gemeinden, Anzio und Nettuno, aus denen dann die neue Stadt geworden ist, die jetzt durch die Landungs- aliion der britischen und nordamerikanischcn Slreirkräste aus ihrer Abgeschiedenheit ge­rissen wurde.

Denn was war Nettunia gestern? Ein klei­ner srontnaher Hasen, in den Tag für Tag britische Jagdbomber ihre Lasten warfen und Tiefflieger ihre Eeschotzgarben streuten, wenn in den Morgenstunden der Aufklärer gemel­det hatte, datz in der Nacht wieder deutsche Marinesahrzeuge eingelaufen waren. Es war der am weitesten nach Süden vorgeschobene Nachjchubhasen der deutschen Front, und bis in die Tage vor der Landung haben Trans- portprühme der Kriegsmarine an der halb­zerstörten Pier Munition und Sprit, Heu und Proviant gelöscht, haben deutsche Matro­sen das Nachschubgut ausgeladen, das sie mit ihren Fahrzeugen trotz ständiger Angriffe mit der gleichen Unermüdlichkeit und Unerschrok- kenheit herangebracht hatten, mit der sie einst Panzer und Geschütze von Korsika gehqlt und Landser und Waffen über die Meerengen von Bonifacio und Messina gesetzt hatten.

Die Pier von Nettunia war längst zer- ichmissen, und in die schmalen Kaiplätze hatten schwere Bomben ihre Trichter gerissen wie in Häuser und Stratzen. Tiefgehende Schisse konnten den Hasen schon seit Mona­ten nicht mehr anlaufen, denn das ohnehin flache Wasser lag voll Wracks und war ver­schüttet mit den Steinquadern eingestürzter Piermände, Um so mehr haben sich wieder die Motorprähme der deutschen Kriegsma­rine bewährt, die mit ihrem geringen Tief­gang überall genug Wasser hatten und mit eigenen Verladeeinrichtungen ihre Ladung schnell von Hand zu Hand an Land geben konnten. Für die feindlichen Landungsstreit- kräste ergibt sich au« dieser geringen Haien- kapazität, datz die Ausschiffung weitgehend an freier Küste erfolgen mutz, also verhält- nismützig mehr Zeit und Aufwand erfordert, als ein brauchbarer Ausladehafen mit mo­dernen Einrichtungen verlangt hätte.

Für uns war der Hafen Nettunia vorge­schobener Posten, und jeder der wenigen hier eingesetzten Soldaten wutzte, datz jede Stunde den Feind und die Landung bringen konnte. Nicht umsonst schaute nach jedem Fliegerangriff der Hafenkapitän nach den Schnüren und Leitungen, die zu den Spreng­ladungen in der Hafenmole und an den wenigen noch 'intakten Kaiplätzen führten» Nicht umsonst beobachteten die Kiistenwachen des Heeres Stunde um Stunde die glatte Kimm. Nettunia war in den Wochen vor der Landung eine leere Stadt. Was an Nachschubgut über See herangeschafft wurde, lag kaum eine Stunde auf der Pier, wenn es nicht gleich von Bord in die LKW.s des Nachschubstabes gestaut werden konnte. Häu­ser und Stratzen waren geräumt und leer, hier und da schleppte noch über den Korso ein für Siunden. zurückgekommener Einwoh­ner einige letzte Habe. Nur in einem gro­tzen Gebäude an der Hauptstratze regte sich noch Leben, es hatte nach See hin eine auf­fällige' weihgelbe Markierung, und eine Fahne auf dem Dach kennzeichnete es als vatikanisches Eigentum.

Jenseits von Villen, Gärten und Dünen beginnt.landwärts das Pontinische Feld, der Nordteil des einstigen Sumpfgebietes, an dessen schnurgeraden Asphaltstraßen heute die Bauernhöfe der hier angesiedelten Frontsol­daten liegen und die beiden kleinen Land­städte Aprilia und Liitoria, Flach dehnt sich das weitläufige Land bis etwa in die Ge­gend von Velletri, wo an den Rändern kder ansteigenden Hügelkette die altberühmte

Das llnckel llin kelncklicbsr k1scl>s<.kukck->mptsr cvurcks im dllttelmssr gestellt uncl vsr- nicktet, Vergsbllcl, verzückte er in cker sinbrecksncken Dämmerung sick ckurck llin- nc-bsln unck Ansteuern 6sr Küste cker Verkolgnng ru sntmsksn. DsclcSncks Salven liegen in, Zckltk, Trümmer bestecken stss dlssr, l-sucktspurgescknoss rieben feurige llsbnsn sturcb stvnkls Quelmivollcsn. Orsnsts aul Orsnsts trikkt stsn tostrvunstsn Dsmpksr bis ru seiner sostgültigen Vernicbtung. kK,->z.ut,: Krisgsbsr. kunstsack l?öT-Sck)