, 4.45. einor 1
-knurr.' ^loicli: > Ouxli >
(.'k
Xli-s'v
ii
^4.45.
OroU- lieiu- reliktt
pmiir.
t. Die 4.45.
!'ilm: ^
" mit >
l iitie rlelt..
ii.
4.45.
Mit
au.ti ^udsr 8i,^
l»s,
«sgsn
E rscheint 7ma! wöchentlich
Wo»-t»iez»S 2.3» RM «injchl. <justillg«Lllhr; P,sti!zuz,pr«i, „»»aUich 2,3» RM I-inlch!. 3»,l Rvf. P»st,eltung«g«bühr> zuziigl, 42 Rps. Lestellftrl». Paftlch.ck: Hamburg 17 272. AnzrI. g.npreil« und Sufnahmrbedlngungrn It Prei». lift«. LusnatzmrtermU» «hnr Verbindlichkeit.
vremeröettung
Geschäftsstellen
Bremen: Eeerrn S/S, Rus 2 1g 81; Nachtruf u. I-nntags 2 47 Sä: Obernltr. SS, Nuf 2IS S1: Lyk«: Mühlendamm 2: Br.-Hrmelingen: Bahn« Hofstroh« S. E-k- P-stftroh«, Nuf 4 34 SS: »r.. Vrgesaik: Rohrstr. 24, Nuf 4 u. S; 8r.-Blumen. thal: Kapt.-Dallmauil.8tr. 41/43, Ruf SS u. SS
» JuLSnölictie ll ! c d s
TsxUcri
parleiamtUctie Layeszettung
Iz Dos flmtsdlatt des Negierenden vürgermcistcrs der Zreien fjanscstadt vremen
üev Nationatldziatisten. Vremens
flmtliches vcrkündungsblatt des NeichsstaNiialters in Oldenburg und Nremen
Vorvei-Kuul
Nr. 25 , 14. Jahrgang
Mittwoch, 26. Januar 1944
Einzelpreis 15 Nps.
rlo
8'-
ai-
ktii
^vnssr srto'grs!cd§1sr!iLÄl1jAsör
/^8^MVN4I^^.'Deutschla»d trauert um Prinz zu Sayn- ^ Wittgenstein
Lin 8-iv->i-i->-inir». 1^/. rä. Berlin, 25. Januar. Erst in der Rück- auf ein abgelaufenes heldisches Leben ^Osjwivd mitunter deutlich, in welcher Eedrüngt- ^Aouheit es von Taten und gemeisterten Eefwh- u. ttioioeii«, - y, p^ren erfüllt war. Als der Major Prinz zu n. «iln»bi-snn - «z>,, ^Eayn-Wittgenstein, um den mit seinen Ka- DtiuoNar ta«, meraden von der Lustwafse das gesamte Lpl«il»!«ung: «,n, tt, ^»deutsche Volk trauert, in einer der letzten soiKlerbure Umvexe Bombennächte nach drei hart erkämpften
._ prsuen rum »Iig "Lwftsiegcn seinem zerschossenen Nachtjagd-
» Mg-Ecn. nlMfluqzeug durch eine einzigartige sliegeris-ife
I—l» >> -^Leistung doch noch eine Notlandung ab-
ileute l^ >0" 2^!Mwang in dunkelster Nacht und am unbe- . 4 .. ..— kanntem Celände, aus dem in jedem Augen-
eine tödliche Erfahr auftauchen konnte, schien der hervorragende Nachtjäger wie- Vorverbuul t ü-licd II di^!sver einmal für längere Zeit seinen Tribut
- «n das Schicksal gezahlt zu haben. Doch der
Tod, der in jener Stunde seine schon aus- «gestreckte Hand noch einmal zurückziehen Fniußte, entlieh sein Opfer nicht mehr. Vier- ^mndzwanzig Stunden später hatte sich das 'unge Soldatenleben vollendet. Die einsame Veite des unendlichen himmlischen Schlacht- eides über der deutschen Erde wurde für « .unteren erfolgreichen Nachtjäger zitr Iln- ' ^Endlichkeit des Todes. Aber noch in den mit Neni letzten 48 Stunden seines allzu kurzen Lebens Nsui Xking«r, Lnglilb, schatte er sich den Lorbeer des schönsten Er- 8pi«ii«itun,: L. n,»«folges auf die schon dom Tode beschattete 0s» oli»l»««H,..btirn drücken können: Mit unerschrockener
und kühnstem Einsatzgeist s er sich in den Strom der Terrorbomber
m. aug.nä k,t r»,»Stürzt und dabei eine einzigartige Erfolgs-
--sserie vollbracht. Fünf neue Lustsiege waren
rüttelst 200 ^ ^41 im Zeitraum einer Stunde erkämpft, als ^^ Prinz üu Sayn-Wittgenstein seiner Besatzung
MM
Befehl zum Fallschirmabsprung aus derzer- ^JUW^^UIfchossenen, flugunfühigen Maschine erteilte. ^Vorverbsuk tSxUci, io di ! II» Er selber sprang als letzter, aber die ge-
heimatliche' Erde, für deren Schutz ' —"i- immer wieder sein junges Leben einge-
— hatte, empfing nur noch den Leichnam
toten Helden
WMiM I Major Heinrich Prinz zu Sayn-Wittgen-
_ stein, der am 14. 8. 1816 als Sohn eines
VVULüHklSkl Rutschen Diplomaten in Kopenhagen ge- . ^ boren wurde, gehört zu den Männern, de-
> o. r- gegenüber das deutsche Volk immer das
6aLtLVt'e^.' Gefühl eines tiefen Dankes bewahren wird.
> Als einer der Besten stand er an hervor- ragender führender Stelle in der jungen — , - ,, Waffe der Nachtjägerei, die in ihrem zähen,
kllil» zielbewuhten Abwehrkampf gegen einen un-
_ ^ menschlichen Feind immer mehr zu einem
schützenden Dach für die Heimat wird. Als Prinz zu Sayn-Witrgenstein im Herbst 1941 zur Nachtjagd kam, hatte er sich bereits auf 150 Feindstilgen im Einsatz gegen Frankreich, England und die Sowjetunion als Kampfflieger bewährt. Schon nach rund 4 Monaten — hatte der Prinz in 49 Nachteinsätzen 22 Nachtjagdabschüsse erzielt, darunter 9 viermotorige Bomber, von denen er drei in einer einzigen Nacht innerhalb 39 Minuten abschoß. Im Oktober 1942 wurde der damalige Staffelkapitän und Hauptmann in einem Nachtjagdgeschwader mit dem Ritter- „ .. Ereuz ausgezeichnet. Rasch wuchsen danach
HoseNlllSkfiw" feine Erfolge. Zum Major befördert, über-
._^ .n . .. , ^ "»hm er eine Nachtjagdgruppe. Er war matz-
geblich an der Entwicklung neuer Nbwehr- Methoden beteiligt, und er^ konnte seine Er- kenntnis immer wieder durch neue Abschüsse >»->,««>«-^.>>«>«>-4^ unterstreichen.
»N» 7Mp«
16 . — 29 . ss S 8 Nil!
llas lloppelspiel äes Kreml von 1838
5 c/lW 65 VV/S 9 S/ic/s 6 s 5 tcjnc/m'L 5 S üi)S 5 c//s 50 W/ 6 ti 5 c/l 6 N ^/sgZVO^Sfs/tungsn
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
x,-o. Berlin, 25. Januar. Der englische Nachrichtendienst befaßt sich in seiner wö- chenUich herauskommenden Lagebetrachtung mit dem Neutralitätsvertrag, den die Sowjetunion im Jahre 1939 mit Deutschland ab- ichloß. Dieser Vertrag ist nach der englischen Meldung damals zustandegekommen, weil die Sowjets der Meinung gewesen seien, daß der Krieg zwischen Deutschland und der englisch-sowjetischen Allianz in erster Linie zwischen den Sowjetrussen und den Deutschen ausgesochten würde. Die Sowjets, so heißt es dann weiter, haben die Zeit nach dem Neutralitärsoertrag umsajsend benutzt. Deshalb fand die Einverleibung der west- licheir Hälfte des damalig«n,Polens und der baltischen Randstaaten stat't, deshalb der Krieg mit Finnland und die Einverleibung von Teilen Rumäniens. Die Sowjets selbst haben, wie man dann weiter sagt, ihre Pundesgenossenschaft mit Deutschland dahin
gehend ausgelegt, daß sie ihre militärische Macht in diesen zwei Jahren verstärken wollten,
Dieses Londoner Geständnis ist für uns außerordentlich wertvoll, bestätigt es doch in jeder Form all das, was wir seit Beginn des Feldznges im Osten über die Kriegs- vorbereitnngen der Sowjets der Weltöffentlichkeit mitteilten. Alle jene Anklagen mit denen die Proklamation ' des Führers im Jahre 1941, den Krieg gegen die Sowjets begründete, sind damit vom Feinde selbst in aller Form zugegeben worden. Wenn es schon interessant ist, daß man in London gerade in diesem Augenblick auf den deutsch-sowjetischen Pakt zu sprechen kommt, so erscheint noch viel bemerkenswerter, daß die Eingeständnisse des britischen Nachrichtendienstes noch ergänzt werden durch Aeußerungen von bolschewistischer Seite. Es handelt sich dabei'un; einen Artikel, den das Mitglied des politischen Büros des Zentralvollzugsgusschusses M nuilski zum 20. Todestage Lenins geschrie
hat. Sowohl der Anlaß dieses Artikels, als auch die Persönlichkeit, die ihn verfaßte, lassen den bündigen Schluß zu, daß es sich bei diesen Aeußerungen nicht um die Privat- meinung eines Einzelne», sondern um eine amtliche Stellungnahme der bolschewistischen Leitung handelt. Der Artikel Manuilskis geht ausführlich auf die Ideen Lenins ein und würdigt sodann die Maßnahmen, die teils Lenin sekbst, teils aber auch Stalin in Fortsetzung der Leninschen Gedanken getroffen haben. Dabei handele es sich fast ausschließlich darum, daß Lenin schon vor zwanzig Jahren mit den Kriegsvorbereitnngen begann und daß die kommunistische Partei und insbesondere Stalin als ihr Führer in konsequenter Entwicklung dieser Vorbereitungen die Sowjetunion innerhalb zweier Jahrzehnte in ein einziges Heerlager verwandelte.
Aus diesen Geständnissen sind zwei Folgerungen zu ziehen: einmal diejenige, daß der "lieg gegen Europa, da die sowjetische Nü-
lFortsetzung aus Seit« 2)
ksrks Lbivekr§cklsckt bei Mllülgrsä
ösi/^sttuno c/,6i2s75kö5S7 uvic/ v/67/4cmc/s/r5c/i///s vskssnlct, rak/rsicsisTransports« sc/iivsr irssc/iöc/»gt - T4s/c/sntoc/ c/ss dommoÄors T4o/oi- ?ri'nr ru 5o/n-^Vittgsnstsin — ^lit c/sm EicTisntoud mit 5cTivvs«tsrn ousgsrsiclinst
Ausdem Führerhauptquartier, 28. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Bei Kertsch verstärkten die Sowjets ihren Druck. Die von Panzern und Schlachtfliegern unterstützten feindlichen Angrisse dauern noch an. Nordwestlich Kirowograd griffen die Bolschewisten mit mehreren Divisionen an. Sie wurden nach wechselvolle» Kämpfen abgeschlagen, eine Einbruchstelle im Gegenangriff eingeengt. Südwestlich Pogrebischtsche nahmen, unsere Truppen, durch Artillerie und Luftwaffe wirksam unterstützt, nach hartem Kampf stark ausgebaute feindliche Stellungen. Gegenangriffe der Sowjets blieben erfolglos. Die Kämpfe sind noch im Gange. Zwischen Prip- jet und Veresina brachen erneute heftige Dürchbruchsversnche der Bolschewisten in schweren Kämpfen zusammen. Mehrere Einbrüche wurden abgeriegelt. Auch nördlich des Jlmensees und im Raum südlich Leningrad setzten die Sowjets ihre Durchbruchsangrisse mit steigender Heftigkeit fort. Während sie in einigen Abschnitten abgewehrt oder ausgesangen wurden, dauern an mehreren Stellen noch erbitterte Kämpfe mit vordringenden feindliche» Kampsgruppen an.
In Siidickalien wiesen unsere Truppen im Westabschnnt erneute von Artillerie, und Schlachtsliegern unterstützte feindliche Angriffe unter hohen Verlusten für den Feind ab. Bei den schweren Abwehrkämpfen der letzten Tage hat sich die 15. Panzergrenadier- Division unter Führung des Generalmajors Rodt bei der Abwehr aller Durchbrnchs- versuche des Feindes durch beispielhafte Standhastigkeit hervorragend bewährt. Im
Landekopf von Nettuno griff der Feind an mehreren Stellen unsere Gefechtsvorposten an. Er wurde abgewiesen. Durch eigene Aus- klärungsvorstöße wurden Gefangene eingebracht. Die Luftwaffe griff bei Tag und Nacht mit Kamps- und Torpedoflugzeugen die feindliche Landungsflotte vor Anzio mit gutem Erfolg an. Nach vorläufigen Meldungen wurden drei Zerstörer und ein Handelsschiff von 6000 VRT. versenkt. Die Vernichtung von drei weiteren Schiffen mit zusammen 20 000 BRT. ist als sicher anzunehmen. Elf Transporter wurden zum Teil schwer beschädigt.
Nordamerikanische Bomber flogen am gestrigen Tag« in das Reichsgebiet ein. Durch
planlosen > Bombenabwurf entstanden in einigen Orten des westdeutschen Grenzgebietes geringe Schäden. Nach bisher vorliegende» Meldungen wurden 1S feindliche Flugzeuge abgeschossen. — Der Commodore eines Nachtgeschwäders, Major Prinzzu Sayn-Wittgenstein. fand im nächtlichen Kampf gegen feindliche Terrorflieger bei seinem 83. Nachtjagdsieg nach Vernichtung von fünf britischen Bombern den Heldentod. Der Führer ehrte den gefallenen Nachtjäger »durch Verleihung des Eichenlaubes mit Schwertern znm Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Mit ihm verliert die deutsche Luftwaffe einen ihrer hervorragendsten Nacht- jagdflieger."
llaekruk äss LsicksmarsekaUs
Berlin, 25. Januar. 2m Kampf gegen den feindlichen Bombenterror unserer deutschen Heimat hat Major Prinz zu Sayn- Wittgenstein, Kommodore eines Mcht- jagdgeschwaders und Sieger über 83 feindliche Flugzeuge, nach der Vernichtung von fünf Terrorbombern den Fliegertod gefunden. ^D!e Nachricht von der Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern znm Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, mit der der Führer die außerordentlichen' Leistungen des tapferen Nachtjägers würdigte, hat ihn nicht mehr erreicht. Mit ihm verliere ich einen meiner besten jungen Kameraden.
Die deutsche Luftwaffe betrauert den Tod eines ihrer erfolgreichsten Nachtjäger und
hervorragendsten Verbandssührers, dem eine glänzende Zukunft schien. Tief erschüttert steht mit uns das deutsche Volk, daß gerade den Männern der Nachtjagd mit tiefer Dankbarkeit verbunden ist, an der Bahre des jungen Helden. Von ungewöhnlichem Angriffsgeist beseelt, hat er sich in, kurzer Zeit un vergänglichen Ruhm erworben. Er krönte seinen heldischen Mut nun mit dem höchsten Opfer des Soldaten. Sein Tod ist uns ein Symbol, des unbarmherzig und schonungslos geführten Abwehrkampses gegen die feindlichen Tcrrorverbände. Das Geschwader, das Major Prinz Sayn-Wittgenstein zu nächtlichem Kampf gegen den Feind führte, wird im Geiste seines jungen todesmutigen Kommodore weiterkämpfen, wie wir allein in seinem Tod bleibende Mahnung und Verpflich- tnng sehen wollen.
LU8 Lrieg8gü1siMsgg0!»8 Vlerüen ksr8vssllvsgell
Vi's/rskt/gs ^srivsmAarksi't «,'nss nsusn IVogsrikyps — Hnpossungstäkisgsr E,'5snt>olinwogsn5ou im ^si'ckisn cis; totolsn Krssgsr
,»>og'
rvol
,6-" «
" ^5-
bersten oucb rur lung unLerso Lrswe m y-ästsrsm llmfoog« tiqt. Verkalk:
mitckem Deckel 2uru4 ökrem Höacklsr. vie^" pickligen ünsrg^, St^'-6ar-X^
"erckev clackurck g*^
Berlin, 25. Januar. Vertretern der deutschen Presse war dieser Tage Gelegenheit ge- geben, sich bei einer vom Reichsverkehrsministerium veranstalteten Führung davon zu überzeugen, aus welch glücklicher Weise das Problem gelöst worden ist, den größten Erfolg mit den geringsten Mitteln zu erzielen. Es galt, die Ersparnisse, die im Gstterwagenbau durch weitgehende Serienfertigung erreicht worden war, auch im Personenwagenball nutzbar zu machen.
Als Grundstock für neue Personenwagen wurde aus den im Leichibau entwickelten und im Reihanbau befindlichen Konstruktion der Kriegsgüterwagen der, groß- räumige gedeckte Eükerwagen ausgewählt, der unter grundsätzlicher Beibehaltung seines Laufwerkes und Kastenausbaues schön auf dem Fließband der Waggonfabrik für den neuen Zweck mit den nötigen Ergänzungen ausgestattet wurde. Sämtliche Wände, Dach und Fußboden hat man zum Schutz gegen Kälte- und Würmeeiniall doppelt verichalt. Die Schiebetüröf'nungen in der Wagenmilte wurden durch Einsätze ausgefüllt und dafür in die Stirnwände Eingangstllren einge- fchnitten, die über den Plattformen oberhalb der Puffer erreicht werden. Durch Fenster in den Seitenwänden. deren Anordnung sich an das Slnhlgerippe ^es Güterwagenkastens anpaßt, erhält der Jnnenraum Tageslicht, und durch eintache Klappen in den Stirnwänden wird er belüttet. Eine denkbar einfache Dampfheizung ober auch eine Heizung durch Kohleösen. je nach Verwendungszweck erwärmen die Wagen in der kalten Jahreszeit. Durch Strom, den eine für mehrere Wagen gemeinsame 'Lichtmaschine liefert, oder durch Propangas, das einer mehrere Wochen reichenden Dorratsrlasche entnommen wird, "hält er ieine Beleuchtung, In dieiem Zustand ist der Wagen sozuiapen das Halbfabrikat und kann Nunmehr sllr die verschiedenen Zwecke hergerichtet werden.
Vor allem wird die Reichsbahn zunächst eine größere Zabl von Personenwagen dritter Klasse Herrichten lassen, deren Sihbänke und Gepäcknetze aus lagernden Vorräten entnommen werden können. D>e Wagen unterscheiden sich in ihrem Innern kaum von den
bisher üblichen des Personennahverkehrs. Ferner sollen nach besonderer Weisung von Staatssekretär Dr. Eanzenmüller Personenwagen erstellt werden, deren Länge im Wagen angeordnete Bänke teils aufgeklappt, teils zusammengelegt gegebenensalls im Abort verstaut weiden können, so daß diese Wagen sich in 1,5 Minuten aus Brhelfsper-
sonenwagen in Güterwagen verwandeln lasten, die z. B. für den Kartosfelversand besonders geignet sind.
Etwas ganz Neuartiges stellt der „Landserschlafwage n" dar. Durch eine äußerst geschickte Anordnung haben darin 33 Personen je einen Liegeplatz, einen Sitzplatz, eine Gepäckablage, je einen Mantelhalen und
einen Kewehrhalter. Die bereits probeweise eingesetzten Züge haben bei der Truppe große» Anklang, gefunden. Darüber hinaus ist eine große Zahl von Wagen des neuen Typs als Lazarettzugwägen he^erichtet worden. Auch sonst kann der neue Wagentyp noch zu den verschiedensten Zwecken Verwendung finden.
."-X-
L
M!
-
1
«.4- >2
„bsnckser-Sctilskivsgen". 11. 8. r. links. Im Qong neben cken 8ettsn sinck bei cken eingebauten penstsrn neck 8Snks eur kiequemlicbkeit vvabrenck der ?abrt. - llecbts: ,»orgentoilette im bsnckserscklskvsgen. Oben cker Spiegel, darunter das VVasckbscken. Keine luxuriöse Ausstattung, aber greller Lrlolg mit geringsten Ivlittelv. krcsse-UollillLim
iMt- He»H«ztE
Von Staatssekretär i. K. ?au! Lang
Kurz vor dem ersten Weltkrieg erschien in Amerika ein Buch, Las in höchstem Matze aufschlußreich für das anglo-amerikanische Welt- und Geschichtsbild ist: „Tbs dsz/ ok tbs Saxon" von Homer Lea, gewidmet dem großen Burenjchlächter Lord Roberts. Gras Re- oentlow hat das Verdienst, bei Mittler L Sohn 1912 eine ausgezeichnete Uebersetzung herausgebracht zu haben unter dem Titel: „Des britischen Reiches Cchicksalsstunde." Lea ist Anglo-Amerikaner. Er war u. a.' militärischer Sachbearbeiter von Sunyatsen bei der Revolution gegen die Mnndichudynastie, um China endgültig zum' Stützpunkt angelsächsischer Weltherrschaft zu machen. Lea ist der große Verkünde! eines weltbeherrschen- den Angelsachsentums und stimmt als Rippenstoß für die Engländer die Kriegstrompete bezeichnenderweise aus Amerika an. Eine glänzendere und offenherzigere Darlegung der angelsächsischen Psyche ist nicht geschrieben worden. Man braucht nur dieses Buch mit seinen geradezu höhnischen Selbstbekenntnissen und robusten Zielsetzungen zu lesen, um sich über den Aberwitz.der deutschen Politik vor und während des ersten Weltkrieges klar zu werden, einen Aberwitz, den wir noch heute mit dem Blute unterer Besten büßen müssen.
Verlogen ist an dem Buche nur eines: der Ausgangspunkt. Lea tut so, als sei die völ- kerbcglllckende angelsächsische Politik bedroht durch drei teuflische Machte: Rußland, Japan und vor allem Deutschland. Die „deutsche Gefahr" bildet dabei die ausschlaggebende Rolle. Deutschland, noch dazu das Deutschland Bethmann Holwegs und des so oft als Pazifisten verhöhnten Kaisers Wilhelm II., ist die Weltgefahr, ist das Damoklesschwert, das über allen Völkern der Erde, vor allem aber über dem unichuldigen Angelsachsentum hängt. Uns Deutschen wird deshalb schon damals genau dasselbe nachgesagt wie heute: „Während andere Nationen auf den Genius warten, wartet Deutschland auf die Gelegenheit." Wir sind ausgezeichnet und gezeichnet durch „Brutalität", durch „die Gleichgültigkeit eines Wilden gegenüber der Gerechtigkeit". und „die Nation h«t in ihrer Rassen- exaltation Gott vergessen" (also schon damals!!, usw. Es ist, 'als ob man die Herren Churchill,'Eden, Bansittart oder Roosevelt reden hörte. Das mögen sich alle die Toretr gesagt sein lassen, die noch heute der Meinung sind, daß sich der vom Angelsachsentum erneut entfesselte Krieg gegen den Natioml- sozialismus richte.
Von diesem Ausgangspunkte aus hält Lea den Angelsachsen erst eine Strafpredigt. Er gibt zunächst zu, daß das Empire weniger durch eigene Tüchtigkeit und Voraussicht als vielmehr durch die Torheit und Leichtgläubigkeit der andern, vor allem aber durch die Zerrissenheit der europäischen Nationen und die Uneinigkeit der Germanen entstanden sei. Auch sein Bestand sei nicht positiv, sondern nur negatiw begründet: „Das britische Weltreich verdankt seine frühere absolute Sicherheit vor Angriffen und vor Zerstörungen nicht seiner eigenen Kraft, sondern der Schwäche der anderen," Das schlimmste Unglück sei bei alledem diedeutsche Einigkeit, die zuzulassen die bisher größte angelsächsische Torheit gewesen sei. Lea meint, seit.Waterloo habe der Abstieg, Englands und der leider nicht verhinderte Aufstieg Preußen-Deutschlands begonnen. Niemals hätte die Einigung der deutschen Staaten, auch nicht die „innere Konsolidierung Oesterreich-Ungarns" zugelassen werden dürfen. Wörtlich heißt es: „Als England der germanischen Einheit gestattete s!), die Mitte Europas einzunehmen, verlor es die Zitadelle seiner europäischen Machtstellung_
Wenn ein europäischer Staat sich eines solchen Einflusses auf das Gleichgewichtsspiel der europäischen Kräfte sichert, daß er durch keine Koalition Britanniens mehr vernichtet werden kannj!), dann ist es mit der britischen Weltherrschaft zu Ende. Die Dauer des britischen Weltreiches ruht im Grunde auf der Erhaltung des Gleichgewichts der Kräfte in Europa selbst... Auch die Einigung Oesterreichs und die Einigung Italiens waren Schläge gegen die britische Macht. Als England aber die Einigung der germanischen Raste erlaubte s!j, „zimmerte es seinen eigenen Sarg." Die Entwicklung wieder rückgängig machen, ist deshalb die Hauptaufgabe des Angelsachsentums: „Deshalb ist es die erste Psli-bt der britischen Nation, die deutsche Machtststellung zu vernichten... Das Unvermeidliche hinauszuschieben. ist der Gipfel menschlicher Torheit."
Dieses Ziel der V e r n i ch t u n g D e u t s ch- lands und der endgültigen Zerreißung und Unterjochung Europas hat England gemeinsam mit Amerika seit dem glücklich erreichten Verrat an Vismarck mit eiserner Konsequenz verfolgt. Daß es sich dabei selbst betrogen hat und schon heute nur noch als 49. Staat „das Helgoland Amerikas" und zugleich Helot des Vol'chewismus geworden ist. ist eilte Frage sllr sich. die hier nicht zur Besprechung steht. Der Haß ist sogar für die Angelsachsen ein schlechter Berater.
Die Rezepte, die Lea für den Vernichtungskrieg gegen Deutschland gibt, sind auch für uns heute äußerst bemerkenswert. Hier kann nur auf einiges Wenige hingewiesen wenden. Um Kriegsgründe ist England nie verlegen gewesen. Lea meint: „Zwischen
Frieden und Krieg gibt es keine Demarkationslinie. In allen Kämpfen des Menschengeschlechts sind wir bei keinem einzigen Krieg imstande, mit Genauigkeit seinen Anfangspunkt festzulegen." Er gibt .dGhalb rol- gcndcn guten Rat: „Die Notwendigkeit einer Kriegserklärung ist nur eine moderne Illusion . . . Keine Nation hat konsequenter den