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Dienstag, 25. Januar 1944
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Drabtbericht unserer Berliner Schriitlcitilna
^ tz, Berlin, 24. Januar. In dem gleichen Krefeld — g.:«, Augenblick, in dem amerikanische Flieger LuT Helene ikfsen — Welscher den in javanischem Besitz befindlichen
Geiblyeiß Hambvrn — iördlichen Inseln der Kurilen-Kette (zwischen
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- 2 « Wn iiieimatinsel Hokkaido und der Südspitzc der
9:1- Türen^a — Kamlschatka) Bomben abwarfen,
V.'ViR .llüln — «oA?chei^,»:»b der Direktor des. Wehrmachtbüros im »assau: Eintracht Franksurt Kriegsministerium, Generalmajor
ip. Vg. Neuifenburg — HD ^Iato, äusierst interessante Informationen n4 Lffenbach — JTD. Jra„ 5 -iber die Möglichkeiten, die der japanischen rk: 6T(8 Saarbrücken - Kriegführung zur Beantwortung und Ver-
^ Tu« °.,eltung des amerikanischen Luftterrors zur s; PiW«,:;erfügung stehen Sato wies darauf bin, dasi
M. iir aus KehciMhaltungsgrunden das Venah- en der japanischen Gegenwehr selbstverständ- iTt«. 49 lllm — Kickers ' ich nicht preisgeben könne. Er dürfe jedoch
iott.mi-4' ' ' ' ' '.
9. Ludwigshafen — i :I.
nberg: VfB. Stuttgart
land: NZTG. Brür — ^ 9:4.
übe Stuttgart ^ F-D. getanen, datz bereits im April 1!>4l!, als die ttliugeu — Union Böckingen z", iienorabsicht der amerikanischen Krieqfllh- »ern: Lp. Dg. feurth — M j^ung sehr deutlich zu erkennen war, in Tokio . Weiden — WTTV. Tchweichmne Konferenz anberaumt worden war, auf uberg — K-G. Schweinfurt »Her die Konieauenzen zur Debatte standen, " 2:l; nie die japanische Führung aus dem amerika-
:rn: Verhalten zu ziehen habe. Bor allem
MTV. Jugmstadt - IMwahrend dreier Komerenz von Armee- ^ '-echnikern die Frage studiert worden, wann tlpenland: Vienua Wien - z».-"ahl das amerikanische Festland angegriffen «erden könne, in welcher Art sich dieser Angriff vollziehen würde, und welche Gegenmaßnahmen zur Verfügung ständen.
Der Direktor des Wehrmachtbüros wies )ann daraus hin. daß ursprünglich von Ja-
flosung des Kreuzworträtsel! ig« derartige Möglichkeiten nicht in Erwä- erecht: 1. Hans Sachs Sgezogen worden seien. Noch vor Aus- 11. Ate IZ. Oel 13, Earil'h'.""^ des Ostasienkrieges sei er selbst in den Ovel '^o Nee's 34 Ren »gereinigten Staaten gewesen und habe spn- Ober 3K Nll'rnbora ' ^er aus der Erkenntnis der Mentalität des i -> , amerikani'chen Volkes die Schlußfolgerung
echt,1. Haag, .. lhta, - siiehrn zu können geglaubt, daß sich die ameri- ' d- ^vor, 7. h>ed,s,panischen Truppen eines fairen Geistes in »7 ^<5"' »n lder Kriegführung befleißigen würden. Die
.1. E;be, 2-, Eder, A, Erfahrungen hätten jedoch gezeigt, daß die 2b. USA.-Trupven keine Hemmungen zeigten,
.ihre Kriegführung auf eine ünmenlckiliche .und -oftmals völlig ' unverständliche- Ebene
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Lebt', v'elne Ililvi'ötz schieben. Er halte es deshalb für notwen- Let! rn festzustellen, daß in Japan'rür eine
budijsiin, L»«iH«^N"Seltung allmählich die Vorbereitungen ^/Z'/llü^roffen worden seien. Die kalte Sachlich- Seliprutunx //^.LM'keit, mit der die japanischen Militärs künftig
UmistsrurLsläont Ümslins vom kükrsr smylangsn
Führerhauptquartier, 24. Januar. . Der Führer empfing den norwegischen Ministerpräsident Quisling im Beisein des keichsmlnisters und Chefs der Reichskanzlei dr. L a m m r r s und des Leiters der Partei- kanzlei, Reichsleiter Martin Bormann, zu einer längeren Unterredung. Eine Reihe D»»n wichtigen Fragen des europäischen Festlandes und der Zukunft der germanischen iBölker wurde im Geiste des gemeinsamen ^Kampfes erörtert.
Anschließend empfing der Führer auch die 8ielöl^"""'">schen Minister Fuglesang, Lie er MivNN ^ „nd Whist, die den Ministerpräsidenten begleitet hatten. Bon deutscher Seite waren eichskommissar Terbooen und ^-Obersturmbannführer Neu mann anwesend.
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Usus KMsrdrsurtrLgsr
- dwiÄ Aühk^khauptquartier, 24, Januar. Der stkEMEN, UÜlwn^Führer verlieh »as Ritterkreuz des Eisernen ^Kreuzes an Major Hubertus Hertwig, ^^^Bataillonskommandeur in einem Panzer- -qsregimenti Oberleutnant Kurt Naderwitz, Kompanieführer in einem Panzergrenad.er- Regimenti Oberfeldwebel Günther Eläs- n e r, Bordschütze in einem Kampfgeschwader.
Kulo-u. baoto
Aktionen der japanischen Kriegführung nur dann andeuteten, wenn tatsächlich Tokio die Vorbereitungen zur Erfüllung dieser Prognosen getroffen hatte, gibt dieser Erklärung besonderes Gewicht. Zweifellos wird die amerikanische Presse sich in den nächsten Tagen bemühen, die nüchterne japanische Ankündigung zu bagatellisieren, wie sie seinerzeit voller Fleiß die Rooseveltsche Formulierung einer Bedrohung des amerikanischen Kontinents von Westen, her airsgriff.
Der Zeitpunkt der japanischen Bekanntgabe ist offenbar nicht zufällig' gewählt.
Nachdem jetzt amerikanische Flugzeuge Bomben über der sich im Norden der japanischen Hauptinseln erstreckenden Kurilen-Kette abgeworfen haben, weist die japanische Presse die Bevölkerung darauf hin, daß der amerikanische Präsident in seiner aus Wahl- gründen bedingten Notlage heraus Erfolge um jeden Preis zu erringen, weitere ähnliche, vielleicht noch weitertragende Angriffe der amerikanischen Luftwaffe befehlen werde. Die Bomber der amerikanischen Luftwaffe, modernste Langstreckenflugzeuge, starteten offenbar von den Aleuten aus.
Horälnmt im sckvvrsa Ldivsdrksmpk
/Vsus 5ovv/st/onc/svs75uc/is ksi Ksrtsc/i otrysiv/sLsn - A/o/glsiciis cisuk5c/is i-uitongrii/s oui ciis cmg/o-omsrijcomLciis i.cmc/ung5/kotks iisi l^sttuno
Aushem Führerhauptquartier, 24. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Bei Kertsch traten die Sowjets erneut zu stärkeren Angriffen an und versuchten gleichzeitig neue Kräfte zu landen. Sie wurden unter höhen blutigen Verlusten abgewiesen. In einer Einbruchsstelle sind noch heftige Kämpfe im Gange.
Zwischen Pripjet und Bercsina scheiterten auch gestern alle Durchbruchsversuche der Bolschewisten. In den schweren Abwehr- kämpsen der letzten Tage haben sich hier unter Führung des Oberstleutnant Klasing das Erenadierregiment 44K mit den unterstellten Sicherungsbataillonen 738 und 783 und das 2. Bataillon des Erenadierregi- ments 484 unter Führung des Hauptmanns Emmerling besonders bewährt.
Nördlich Newel brachen wiederholte, von Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets in unserem Abwehrfeuer zusammen.
Nördlich des Jlmensees und südwestlich Leningrad stehen unsere Truppen weiter in schwerem Abwehrkampf. Sie schlugen dir mit überlegeneit Kräften vorgetragenen, den ganzen Tag über andauernden starken feindlichen Angriffe ab oder fingen sie auf. Dabei wurden allein südwestlich Leningrad 87 sowjetische Panzer vernichtet. In einigen Ab
schnitten wird mit eingebrochenen feindlichen Kampfgruppen erbittert gekämpft. Südöstlich Leningrad räumten unsere Truppen, vom Feind ungehindert, einen vorspringenden Frontbogen und bezogen neue vorbereitete Stellungen.
An der süditalienischen Front scheiterten wiederholte starke, auf breiter Front vorgetragene Angriffe des Feindes nach schweren Kämpfen. Im Landekopf von Nettuno haben sich noch keine größeren Kampfhandlungen entwickelt. Feindliche Aufklärungskräfte wurden zurückgeworfen. Deutsche Kampf-, Torpedo- und Jagdflugzeuge griffen die Kriegsschiffe der feindlichen Landungpslotte an. , Ein Zerstörer wurde mit Sicherheit» ein 'weiterer uzahrscheinlich versenkt. Ein Kreuzer, ein anderes kleines Krieosfahrzeug und ein Landungsboot von 281ll> BRT. wurden getroffen. Ueber dem italienischen Raum wurden durch Flakartillerie und Jäger acht feindliche Flugzeuge abgeschossen.
In der vergangenen Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben in West- deutschland. Ueber den besetzten Wejtgcbie- ten wurden drei feindliche Flugzeuge vernichtet.
Leutnant z. S. d. R. Pollmann, Kommandant eines Unterseeboot-Jägers, vernichtete im Mittelmeer sein zehntes feindliches Unterseeboot.
Veiwuuaelsitilauiipuil im Iincu clei p.op>lnlniii>v cies evAiiLclisn lliottsn-
stütrpuvlctes lleios ZiriZsn kisuisclls 8ek:vc>tkIuZ2S>.ige in äem von keisigen lloksn umgebenen llsken cler In8el niecier, um 8cbv,erveivuuciets äer siegreioksu Xsmpkgrupps in ctis bsrsrstte clss llestlsnclss ru belürclern. Unser Lilci neigt äsn Transport äer Ver- vunäetsn nnm TiugneuZ. ' ?U.--tu!n.: Uriessber. Vittmssk <Scd.)
Äse 8 eU»kee<Ma»-e«»tHe«
Von lleicbsbanlräirelctor VIsx Xrstnscbmsnn, kvlitglisä äss llsioksbcinlcäirslctoriums
Der Reichskreditkassenschein steht gegenwärtig am Ende eines großen Entwicklungsabschnitts. Er hat d:n bisherigen Höhepunkt seines Umlaufs sowohl zahlenmäßig als auch räumlich überschritten. Seine Ausgabe befindet sich seit kurzem in der Rückbildung, und sie wird sich, soweit die Verhältnisse sich -gegenwärtig überblicken lassen, in der nächsten Zeit möglicherweise weiter zurückführen lassen. Die Festigung der Währung?.- und Finanzierunqsverhältnisie in den besetzten Gebieten gestattet es zunehmend, ohne den fortgesetzten Einsatz eines zusätzlichen Trup- penzahlungsmiltcls der Besatzungsbehörden auszukommen und ohne Beeinträchtigung der Bedürfnisse der Besatzungstruppen sich mehr als bisher auf das landeseigene Eeldspstem zu stützen.
Daß die Rückkehr zur landeseigenen Währung in den besetzten Gebieten in stetig fort-
vsmokrsliön bsrsilen iliren vnlergWg vor
/-/sc/m üt)S5 c/,'s tdo/rclisw/st/scks Os^crkf U5ic/ c/sn ^/cr/ins/nn cksr ^sstmäciits
Drnhtbericht unseres Vertreters
Iiu-, Stockholm, 24. Januar, Einsam inmitten einer durch angelsächsisch-bolschewistische Agitation irregeleiteten Oefsentlich- keit, umgeben nur von einer geringen Schar aufrechter, aber vop der , großen Presse bekämpfter und totgeschwiegener Schweden gleicher Gesinnung, verficht Sven Hedin weiterhin die Erkenntnis von der Größe der bolschewistischen Gefahr und der verbrecherischen Komplizenschaft der Westmächte, In einem Artikel in der oppositionellen „Dags- posten" entwickelt er folgende 'Gedankengänge:
Das Ziel der Sowjetunion in diesem Krieg ist die Verwirklichung des Traumes von der Weltreoolution und der Volschewi- sierung der ganzen Menschheit. Das nächste Ziel ist die Vernichtung Deutschlands, das der Erreichung des großen Zieles im Weg steht. Wenn es gelingt, Deutschland niederzuwerfen, so liegt der - Weg offen für di; Ausdehnung der sowjetischen Grenzen bis zum Kanal, dem Atlantik, der Ostsee und dem Mittelmeer.
Den absurdesten und sinnlosesten Zug dieses Krieges erblickt Sven Hedin in der Hilfe der Angelsachsen für die Sowjetunion. Die b-eiden Westmächte helfen der Sowjetunion, die Barbarei des Bolschewismus über ganz Europa zu verbreiten, und erkennen nicht, daß sie selber doch, falls alles nach Wunsch gehen sollte, an die Reihe kommen. Das Widerlichste an diesem Schauspiel liegt darin, daß zwei auf der Höhe absndländischer Zivilisation stehende Nationen das Acußerste. ihrer ganzen Kraft an Menschen und Material dafür opfern, den Kontinent zu vernichten. Das Krankhafte und Wahnsinnige in ihrem Kampf besteht in der verblendeten Raserei, womit sie auf ihren eigenen Untergang hineinarbeiten.
Die Verheerungen der Hunnen um 400 und die-Plünderungen der Mongolenhorden um 1200 waren rein-es Kinderspiel im Vergleich mit der Barbarisierung des .Konn- nents, wie sie heute mit englischer und amerikanischer Hilfe vorbereitet wird. Deutschland ist die einzige Macht, die nicht bloß Europa, sondern die ganze Menschheit vor dem größten Unglück, der furchtbarsten Schande zu retten vermag, die die Welt gesehen hat.
Durch ihren Haß gegen Deutschland sind die Angelsachsen blind geworden für die Konsequezen ihrer Politik. Auf den Konferenzen von Moskau, Kairo und Teheran hat Stalin klar zugesagt bekommen, daß seinem Vordringen über Berlin und den Rhein zur Atlaiitik'kllste kein Hindernis entgegengesetzt werden soll. Wenn dieser Psan glückt,'daitn besteht kein Zweifel an dem, was alle europäischen Völker erwartet, nicht bloß in den zentralen Teilen, sondern auch auf den Halbinseln in Norden und Süden: e.ine Bolsche- wisierung vpn phantastischem Ausmaß, Für diese Zukunftsperspektive opfern England und Amerika ihre Flotten und Flugzeuge, und dafür stimmt der Primus der englischen Kirche, der Erzbischof von Lanterbury, vor, dem Hochaltar seiner Kathedrale Gebete an für den Sieg der Bolschewistenhorden über die Deutschen. Die Deutschen sind das tüchtigste von allen Völkern der Erde. Daher sind sie ein Hindernis -für die Angelsachsen.
Sven Hedin bekundet zum Schluß seine unerschütterliche Ueberzeugung, daß dieser Plan gegen Deutschland zum Mißlingen verurteilt sein wird.
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Eiaener Drnhtbericht
rst. Helsinki, 24, Januar. Der Kreml hat die 'Absicht, noch länger aus den Ab- lck,^"z der Verhandlungen zu warten, in nsn die Einzelheiten über die Ausliefe- ung Polens an die Sowjetunion begutachtet werden. Erst recht verspürt Moskau eine Neigung, noch länger auf Denkschriften ind sonstige Stellungnahmen der Emigran- en-Polen zu warten, wie diese sich die küns- ig von Moskau geforderte Eingliederung olens in die Sowjetunion denken. Zu be- inden hat über die Zukunft Polens zwar allein Deutschland, in dessen Machtbereich ^»>ich unverändert das Generalgouvernement „ zod iefindetz aber wenn man einmal dem selt- -Schauspiel einer sowjetisch-anglo-ame- ^°'^T" 4 n>äin 9 ev°'^ilanischen Schlußabiprachc über Polen zu- tVerUinsnik'd'b. -^'^sei?i" 9 t, dann paßt es zu dem bisher gewonne- LN liis «-es<!>>-st vo Bilde, daß sich Stalin plötzlich über alle
^ " ^".»"«^^'"sttischen Geplänkel hinweggesetzt und x»ut«n j,a,n eE" Bildung einer polnischen „Regierung"
Moskau verfügt Hot.
oxw.-w-g,,, u. " Die!« „Regierung" firmiert, da ja Polen Nur 5 *n 87 ^nllä b lj-A ö?" Sowjets völlig ausgeliefert werden soll, wie ilnuZen: Opel- nicht als Kabinett, sondern als „Befreiunqs- per, Olxmvie. l)p.
als Regierungsersatz anerkennen, wie er sich seinerzeit beeilt hatte, de Gaulle zu legitimieren.
An die Spitze der polnischen. Regierung in Moskau hat Stalin allerdings keinen der in London antichambrierenden polnischen Generale gestellt, die in Moskau als Erzreaktionäre und als unzuverlässig verschrien sind,
sondern der Einfachheit halber einen polnischen Kommunisten mit anrüchiger Vergangenheit, Vermutlich sind die diplomatischen Vertreter der Sowjetunion in den Haupt- städten der Alliierten bereits beauftragt worden, die Anerkennung des „Befreiungsausschusses" als einzig berechtigter polnischer „Regierung" nachzusuchen.
I-onäoilsr Lxilpolen interessieren nickt medr
?4sus, Knisiot/ cis, ^sslmöciits vo, H4v5lcou / Koorsvs/t ksrutt öic^Äs otr
per, oixmpiu. 0 x 7 aus'chuß", etwa nach dem Muster des qaulli- p'irw. -«L'ltn-b-n „Befrciungsausichusses" in Algier, Nnvtskr i» 3 « w^„A',btalln erwartet, daß seine Verbündeten dic- tuns Ksult Besreiungrausjchutz in Moskau genau so
<iols-sje»eil»ensir- „
roäer 8tr. 9 - 1 S,
Drnhtbericht unserer Berliner Tchriftleitung
goe. Berlin, 24. Januar. Der bisherige Verlaus der Polenasiäre hatte von Anfang an keinen Zweifel an der Absicht der Sowjets gelassen, auf ikeincn Fall irgendeinen Einspruch Englands oder der USA- gegen ihre Plöne und Absichten zu gestatten. Diese klare Meinungsäußerung des Kreml trat be anders in all denjenigen wwjetijchen Stimmen hervor, die deutlich zu erkennen gaben, daß eine Lösung des Konfliktes nur möglich sei, wenn eine Umbildung der polnl'ischcn Exilregierung in London erfolgen würde. Jede Regierung, mit der die Sowjetunion zusammenarbeiten könne, so hieß es immer wie
der, müsse sowjetfreundlich, das heißt also bolschewistisch sein,
Moskau hat es bei dieser Stellungnahme allein jedoch nicht bewenden lassen. Sowohl die' schrank Absage an den polnischen Ver- söhnungsvorschlag, als auch die Tatsache, daß die Sowjetregierung die angebotene anglo- amcrikanische Vermittlung im polnisch- sowjetischen Konflikt nicht anzunehmen bereit gewesen ist, gestatteten keinen Zwsnel an der Unnqchgiebigkcit der. bolschewistiich-n Haltung in der Polenfrage.
Von deutscher Seite ist immer betont worden, daß dicie Unverrückbarkeit des sowjetischen Standpunktes London und Washington
schon bus machtpolitischeit Gründen zum Nachgeben zwingen müßte, wenn nicht beide sich von vornherein in den Abmachungen in Moskau und Teheran mit -den bolschewistischen Wünschen solidarisch erklärt hätten. Es konnte sich daher bei den vergeblichen Auseinander- setzungen zwischen den Verbündeten in der Polenfrage keineswegs um grundsätzliche, sondern ausschließlich um taktische Meinungsverschiedenheiten handeln. Für Churchill und für Roosenelt ging es ausschließlich darum, die öffentliche Meinung ihrer Länder mit dem Zwiespalt zu versöhnen, der zwischen deix Grundsätzen der Atlantik-Charta und dem anglo-amerikanischen Verhalten in der Po- lcnfrage klafft, während Stalin diese Grundsätze überhaupt niemals anerkannt hat.
Vom ersten Tage der Debatte um die polnische Grenzziehung an begann infolgedessen in der anglo-amerikanischen Presse ein schrittweiser Rückzug von den an Polen gegebenen Versprechungen und Garantien, Heute ist dieser Prozeß bereits soweit fortgeschritten, daß sich die anglo-amerikanischen Blätter in dem sowjetisch-polnischen Konflikt eindeutig auf die Seite Moskaus stellen können. Londoner Zeitungen erklären jetzt kühl und leidenschaftslos, daß in der pölniich- sowjetischen Erenzfrage „die sowjetische Sache
(Fortsetzung aus Seite 2)
schreitendem Maße erfolgte, entspricht einem von Anbeginn der Ausgabe von Reichskredit- kasjenscheinen herausg.stellten Grundsatz der Währungspolitik in den besetzten Gebieten. Dank der Konstruktion des Reichskreditkassenscheins und seiner elastischen Handhabung hat sich dieser Ilebergang stets in organischer Weise vollzogen. Es ist jedenfalls eine bemerkenswerte Tatsache, daß Deutschland die auf diesem Gebiet eingeschlagene Politik im fünften Kriegsjahr ungestört und planmäßig weiteroeafolgt und einen gleichbleibenden Erfolg mit geringerem eigenen Einsatz zu sickern weiß. ° -
Die Umlaufseniwicklung, die der Reichs- kreditkaslenschein vom Kriegsbcginn bis zum Ende des Jahres 1843 genommen hat, geht aus folgenden Ziffern hervor:
Ende 1838 37 Millionen Reichsmark,
Ende 1840 883 Millionen Reichsmark,
Ende 1841 , 1731 Millionen Reichsmark,
Ende 1842 2004 Millionen Reichsmark,
Ende 1843 rund 3100 Millionen Reichsmark.
- Die höchste Ziffer wurde Ende November 1843 mit 3382 Millionen Reichsmark erreicht, Inzwischen sind einige hundert Millionen Reichsmark an Reichskreditkasscnschei- ncn aus Frankreich und Italien, wo der Schein in den letzten Wochen des vergangenen Jahres außer Verkehr gesetzt würde, zurückgeflossen. Der Kassenschein ist zwar nach wie vor in allen besetzten Gebieten gesetzliches Zahlungsmittel geblieben, aber die Wehrmacht braucht auf ihn nicht mehr überall zurückzugreifen. Im allgemeinen Geld- verkehr läuft er an der Ostfront in den Kampfabschnitten Mitte und Nord und auf der Krim um: der Südteil der Ostfront ragt in das Reichskommissariat Ukraine hinein, wo die Truppen mit Karbowaneznoten ausgestattet werden.
Eigentlich tragendes Zahlungsmittel ist der Kreditkassenschein im Reichskommissariat Ostland, wo die Notenbank mit ihm an Stelle eigener Notenmissionen arbeitet, und in Transnistrien. wo die rumänische Verwaltung den Kassenschein zum allgemeinen llm- läussgeld gemacht hat. Im Südosten gibt die deutsche Truppe zur Zeit nur in Montenegro den Rcichskreditkassenschein aus. Auch auf den besetzten englischen Kanalinseln stützt sich der Eeldverkehr noch vornehmlich auf dieses Zahlungsmittel. In allen übrigen Ländern und Gebieten dient der Kredit- kassenschein der Wehrmacht als Verrechnungsgeld, das die Wehrmachtangehörigen für die Reise aus und nach diesen Gebieten verwenden und nach Eintreffen im Vestimmungs- lande bei ihren Truppenkassen in die Landeswährung umwechseln. Der ausgewiesene Umlaufsbetrag zerfällt also in Zwei Teile: in den echten Umlauf als vollgültiges Zahlungsmittel in den genannten Bezirken im Osten und Südosten und in die Verwendung äls Verrechnungsgeld im Verkehr mit anderen Gebieten.
d" Reichskreditkassenschein zum deut- ichen Truppengeidzeichcn gemacht wurde, waren es außer dem bereits genannten wäh- rungspoliiischen Grundsatz noch zwei mehr wahrungstechnische Grundgedanken, die dabei verwirklicht werden sollten: erstens sollte das neue Geldzeichen die Verwendung dcr Rcichs- banknote außerhalb der Rcichsgrenzen cr- iparen sollte aber doch die Beweglichkeit der Reichsbanknote behalten, also eine Art verlängerte Reichsbanknote sein: zweitens sollte e>ne Art Rcguisitionsgeld geschaffen werden, mit dem die in ein fremdes Land einrückende Truppe geldmäßig in geordneter.und korrekter Weise operieren konnte.
Die zweite Ausgabe war von vornherein die nolenbankpoliiisch inreressantcre. Damit das Requsitionsgeld legale Zahlkraf, erhielt, mugte der Rcichskreditkassenschein beim Ve- ietzen eines fremden Gebietes sofort zum gesetzlichen Zahlungsmitiel erklärt werden, und zwar neben den landeseigenen Geldzeichen die grundsätzlich nicht angetastet wurden. Damit war erreicht, daß dix Truppe, die Wo- reu requirierte, und. her Soldat, der in einem Laden kaufte, mit sungiblcm Geld bezahlien Hierdurch wurde erreicht, daß sich die Last der Requisition und der Warenabgabe an