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Montag, 24. Januar 1944
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Vorbild und Beispiel des jungen Jagdfliegers
Von Haun« Lisns
Oberstleutnant Oesau ist einer der ältesten und ersolgreichstcn deutschen Faad- sliraer. Ei» Beitrag über ibn dürste dcs- balb sebr intercsüeren, nicht zuletzt auch deswegen, weil Oesau geborener Ditb- ,Harscher ist.
Das meerumschlungene Land, „up ewig chngsdeelt", Schleswtg-Hotftein, oder genauer, Dithmarscheu, ist Oesaus Heimat, Es ist ein altes Geschlecht: Lage und -Geschichte wissen viel zu erzählen von Kämpfen, Nöten
Das Liarox /^KL
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Oberstleutnant Oesau mit ?rok, Dsnlc, dein Lrbsusr des ?oclcs-WuIkk-dägsrs. ^utn.: Lrcbiv
und Schlachten, von Sitte und Art, Ein "freies und starkes Volk sind die Dithmar- fcher; frei durch sich selbst! Knorrig und »dickköpfig", aber gut und gütig im Grunde ihres schweren Wesens. Recht geht vor Macht,
„Lewer dot als Slaw" ist das alte Lo- fungswort der Dithmarscher; es gilt heute wie ehedem!
Reich und fruchtbar ist dieses Land, hei-, liges Land, schwer errungen in Tagen harter Not. Dieser kleine Volksstamm hat zu jeder Zeit um seine Unabhängigkeit qe- kämpft, bis der Sieg erfochten ivar. Wer mit der Geschichte dieses Landes vertraut ist, sieht in dem Ringen der Dithmarscher um ihre Ehre ein Sinnbild und Gleichnis: was sich vor ZOO Jahren in diesem Lündchen zutrug an Entscheidungen, das erleben wir in unserem gewaltigen Ringen: wir kämpfen um unsere Freiheit und Sicherheit!
Mächtig und schicksalhaft hängt über Mensch und Landschaft der dunkle nordische Himmel. Herbe ist dieses Land, wunderbar aber in seiner klaren und unbestechlichen Weite, die dem Blick kaum Grenzen seht.
Geheimnisvoll und hintergründig auch ist diese Landschaft, die Heimat von Storni und Hebbel, Frensien und Eroth, eine Landschaft, die den Menschen unerbittlich nach ihrem Willen formt.
Und Oesau ist ganz der Sohn dieses Dith- marscher Landes, das er immer voll Freude und Stolz seine Heimat nennt.
In dem Dorf Farnewinkel wurde Walter Oesau am 28. Juli l9l,8 geboren. Aber die Hauptstadt des Landes, Meldors, diele lchöne, kleine Stadt, die in der ruhmvollen Geschichte Dithmarläiens eine so grohc Rolle gespielt Hat, beiräaitet Oelau als seinen eigentlichen Heimatort. Hier, in diesem stillen, verträumten Städtchen verlebte Oesau leine Jugend, eine glückliche, wie er gern lagt, denn Vater und Mutier haben dem Jungen, trotz aller Strenge, eine lchöne Kindheit 'bereitet,'an die er sich immer mit belonderer Freude erinnert.
Es ist noch gar nicht io lange her, da lief der Knmnasiast Walter Oesau mit der bunten Mütze durch die Straften Meldorfs. Und doch: entscheidende Jahre trennen die sorglosen Kindertage von dem Geschehen der Gegenwart.
Aus dem Schüler ist der Flieger geworden, aus dem Jungen der Mann, der nun Verantwortung und Pflichten trägt, die nur den Besten und Tüchtigsten zuwachsen.
Immer wieder zieht es Oesau, wenn er auf Urlaub ist, in die alte Heimat, und sei es uur für einen Tag, Wie früher geht er dann durch die Stadt und beqrllftt Freunde und Schulkameraden. Alles ist wie es war, ohne jede Besonderheit Wohl sind die Meldorfer stolz auf ihren Gnlle, wie er unter ihnen heiftt. Aber viel Wesens wird nicht gemacht. Es wird plattdeutsch gesprochen und sich unterhalten, wie in Kindertagen: „Kodcn Dag — woans geiht di dai".
Nein, viel Reden ist nicht die Stärke der Dithmarlcher. Auch Oesau spricht wenig: auch darin ist er ganz das Kind seines Landes, Unter Landsleuten läftt sich aus plattdeutsch alles viel einfacher und kürzer sagen. Hart und unerbittlich wie die Landschaft, so ist auch Oesau, der Jagdflieger, Er weift genau, was er will. Schon als Junge beim Sport, Spricht man mit leinen Schulkameraden, dann hört man manches erinnernde Wort ^er seine sportlichen Leistungen, die damals schon beachtlich waren. Denn der Sport hatte seine ganze Liebe, Wenn es nur irgend ging, die „Penne" zu umgeben fund welcher richtige Junge hat es nicht immer wieder verstanden, sich Zeit zu nehmen, wenn drauften die Sonne lachte und die Stube als besseres Gefängnis erschien), dann war Oelau aus dem Sportplatz und trainierte, mit den Ka- lFortsetzung aus Seite 2)
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Tcahtbericht unserer Berliner Schriftleitung 80 «. Berlin, 23. Januar. Der englische Luftfahrtminister Sinclair fand sich wieder einmal bemllftigt, die alte Lüge, Deutschland habe mit dem Luftkrieg begonnen, aus der Mottenkiste der britischen Agitationsmärchen hervorzuholen. Die britische Luftwaffe, io lagte er, bombardiere ausschlieftlich militärische Ziele und bedaure es, wenn im Luftkrieg auch anders Schäden entstehen und zahlreiche Menschenleben vernichtet werden. Es erscheint überflüssig, diesen Unverschämtheiten noch einmal mit dem oft genug geführten Gegenbeweis zu antworten. Die Ruinen deutscher Städte, die zerstörten Wohnungen deutscher Familien, die durch die feindlichen Bomben vernichteten Kunitdsnk- mäler sowohl in den Grenzen des Reiches als auch säst im gesamten europäischen Gebiet sprechen hier eine ebenso deutliche Sprache, wie die Bezeichnung „Murder Jncorporated", die von feindlichen Bomberstaffeln geführt
wird, oder der Ausdruck „Wohnblockknacker", der ja erst nicht von uns erfunden würde.
: Wenn aber Sinclair die Lüge, daft Deutsch-, land den Luftkrieg begonnen habe, wieder einmal auswärmt, >o verlohnt sich wahrichein- ttch mehr als eine neuerliche Aufzählung all jener Verbrechen, mit denen die Briten den Luftkrieg heraufbeschworen haben, die Frage, was den britischen Lustsahrtininister plötzlich dazu bewogen haben mag, das alte Märchen von der Schuld Deutschlands ant Luftkrieg der Welt plötzlich erneut aufzutischen. Sollte dafür etwa der jüngste deutsche Luftangriff auf London die Veranlassung gewesen sein?
Sinclair sprach in seiner Rede weiter von dem „Dschungel der^Grausamkeit und Unterdrückung" in Europa, von dem die Anglo- Amerikaner und ihre sowjetischen Freunde unseten Kontinent angeblich befreien wollen, Er erzählte seinen Zuhörern von, einer kommenden Neuorganisation der Welt, die „nach den Grundsätzen der Moral" durchgeführt werde. Zu dieser Phrasendrescherei
keiilälsllckimg beiäerseils Hetlimo
tis1ömp/t c//6 l-onc/ungrl/otts srio/gks/c/i — O/s c/sutrc/isn Osgsn- moönolimski /ou/stt — Ws/lsk/i/n rcklvsrs ^trivslitlcömp/s /m Ortsn
Aus dem Führerhauptquartier, 23. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Während im Raum
von Kirowograd die Kampstätigkeit etwas auslebte, beschränkte sich der Feind im übrigen Siidteil der Ostfront auf örtliche Unternehmungen, die erfolglos blieben. Im Gebiet von Shaschkoss wurden'bei der Säuberung zurückeroberter Gebiete in der Zeit vom 78. bis 22. Januar über IlllIV Gefangene eingebracht, 4b Panzer, 57 Geschütze sowie zahlreiche sonstige Waffen erbeutet öder vernichtet. Zwischen Pripjet und Beresina geht die Abwehrschlacht mit steigernder Heftigkeit weiter. Erneute Durchbruchsversuche der Bolschewisten wurden in schweren wechsel- vollen Kämpfen unter besonders wirksamer Unterstützung durch unsere Artillerie vereitelt, einige Einbrüche abgeriegelt. Auch nördlich des Jlmensees setzten die Sowjets ihre Angriffe mit starken Kräften jort. Sie wurden unter hohen Verlusten für den Feind abgewehrt, um eine Einbruchsstelle wird noch erbittert gekiimpft. Südwestlich Leningrad
vereitelten unsere Truppen in harten Kämpfen auch gestern alle Durchbruchsversuche der Bolschewisten und schössen 20 feindliche Panzer ab.
Im Westabschnitt der süditalienischen Front griff der Feind nach starker Artillerievorbereitung erneut unsere Höhenstellunge» an. Er wurde unter hohen Verlusten abgewiesen. Feindliche Uebersetzoersuche über den Gari brachen im zusammengefatzten Feuer unserer Artillerie zusammen. 500 Gefangene wurden eingebracht. In den Morgenstunden des 22. Januar landeten britisch-nordämerika- nische Truppen beiderseits Nettuno an der Küste des Tqrrhenische» Meeres. Die Kegenmahnahmen laufen. Die Luftwaffe bekämpfte die feindliche Landungsslotte mit gutem Erfolg. Sie versenkte vier grofte Landungsschiffe von insgesamt 12 000 BRT. und beschädigte acht gröftere Einbetten und mehrere Landungsboote schwer. In Lustkämpfen »nd durch Flakartillerie wurde» im italienischen Raum 13 feindliche Flugzeuge abge- schossen."
Sinclairs bleibt uns nur die Frage, ob London und Washington etwa den Lustterror für das geeignete Mittel halten, um die europäischen Völker mit der angekündigten „Moral" und „Freiheit" bekanntzumachen. Die Haftphantasien eines Vansittart und die erwiesene anglo-amerikanische Absicht, die blühenden europäischen Gefilde bolschewistischer Barbarei auszuliefern, sprechen eine, ändere Sprache über die wirklichen Pläne unserer Feinde, In der Tat lieft auch Herr Sinclair, nachdem er erst seine weinerlichen Tiraden über die, britische Unschuld am Luftkrieg beendet hatte, die Katze aus dem Sack als er plötzlich mit allen Tönen des Frohlocken-" den „groften amerikanischen Luftsieg über Mitteldeutschland" feierte und die USA.-Flieger pries, die dieses „Heldenstück" vollbracht haben sollen.
Wie die amerikanischen Flieger selbst diesen „groften amerikanischen Luftsieg" vom 11. Januar 1944 beurteile», bei dein, wie der OKW.-Bericht meldete, 136 Terrorslugzeuge abgeschossen wurden, gesteht zwar nicht der britische Luftfahrtminister ein,: der ja ein selbstverständliches Interesse daran besitzt, daft auch die amerikanische Luftwaffe ihren Blutzoll entrichtet,, Wohl aber macht die amerikanische Presse sehr bedeutende Ausführungen dazu. In der USA.-Zeitschrift „Time" heiftt es wörtlich: „Nach den Angriffen der amerikanischen Bombenflugzeuge auf Deutschland stehen die Baracken auf den englischen Flugplätzen geisterhaft leer und verlassen da. Die Moral unserer Flieger sinkt nach jedem Angriff mehr und mehr mnd das, obgleich die Erfahrung zeigte, daft die Hälfte der Vermiftten in Deutschland gefangen ist oder aus dem kalten Wasser der Nordsee aufgefischt werden konnten,"
Die „Washington Post" gibt diesem Bericht noch eine zahlenmäftige Substanz. Das Blatt schreibt, daft das 8. amerikanische Fliegerkorps, zu dem sämtliche amerikanischen Luststreitkräste in England gehören, bis zum 30. Oktober 1943 insgesamt 6000 Flieger, 730 schwere Bomber, 20 mittlere Boinber und 50 Jagdflugzeuge verloren habe. Das eingebüftte Material stelle einen Wert von mehr als 200 Millionen Dollar dar. Bedenkt man, daft es sich hier um feindliche Eingeständnisse handelt, die bekanntermaßen stets weit mehr verschweigen als sie zugeben, und bedenkt man weiter, daft diese Aufzählung (Fortsetzung aus Seit, 2)
Llslin s!80 wsr äer LillpeUseker
iorc/srts in Is/isrcm m/t a//sm /^oc/ic/ruct: c//s k/n/ükrung c/sr 4c1>s/tLp//<clit /n c/sn 1/«,»/n/gtsn Äootsn
, ralstberlcht unserer Berliner Tchriftleitung b, Berlin, 23. Januar, Sensationell zu wertende Informationen aus der amerikanischen Bundeshauptstadt betonen, daft die Anregung zu dem amerikanischen' Arbeitspflichtgejetz, das der Präsident der Vereinigten Staaten in seiner letzten Kongreftbolschafi gefordert hat. auf eine „Anregung" des sowjetischen Diktators Stalin zurückgeht, Stalin habe, so heiftt es in diesen Berichten, während der Zusammenkunft mit Roosevelt und Churchill in Teheran darauf aufmerksam gemacht, daß in der Sowjetunion jede nur mögliche Arbeitskraft erfaftt worden sei, und daft deshalb die sowjetische Bevölkerung es nicht verstehen könne, wenn die westlichen Bundesgenossen sich nicht einer gleichen Prozedur unterzögen.
Der britische Premier lieft dem fordernden Stalin durch Sachverständige nachweisen, daft in Grohbritannien bereits seit sechs Monaten
die letzten Reserven für die Kriegsanstren- gungen herangezogen würden. Demgegenüber habe der amerikanische Präsident nur auf die inuerpolitüchen Schwierigkeiten hingewiesen, die es ihm gerade in einem solchen delikaten Augenblick, wie er durch die Periode der Wahlvorbereitupg dargestellt würde, nicht ratsam erscheinen lasse, ein Arbeitspflichtgesetz zu fordern. Er habe jedoch mit diesem Hinweis kein Verständnis'bei Stalin erwecken können, der ausdrücklich einen stärkeren Einsatz des amerikanischen Partners gefordert und alle innerpolitüchen Probleme als außerhalb jeder Diskussion stehend bezeichnet habe.
Unter dem Druck der Argumente Stalins musste sich schließlich der amerikanische Präsident, zu dein Versprechen bequemen, dem „Ratschlag" Stalins entsprechen zu, wollen. Da Rooosevelt nach seiner Rückkehr nach Washington keine Anstalten machte, um die
ses Versprechen zu erfüllen, lieft Stalin durch den USA.-Botschafter Harriman in Moskau das Weifte Haus darauf aufmerksam machen, daft er auf jeden Fall auf diesen „Beweis der amerikanischen Loyalität" rechne. Nachdem Roosevelt sich daraufhin zu der Kongretzbot- schaft entschlossen hatte, werden diese Enthüllungen jetzt von seiner Opposition in starkem Mafte ausgewertet.
Nach einem Bericht des „Daily Expreß" stellt gegenwärtig das Londoner Arbeitr- mtnisterium alle Arbeiterausstände und Konflikte im Jahre 1943' zusammen, aus denen hervorgeht, daft England durch Streiks und andere Arbeiterstreitigkeiten im vergangenen Jahr etwa 1,8 Millionen Arbeitstage verloren hat: Der Korrespondent will wissen, daft die USA. seit Pearl Harbour sogar 16 Millionen Arbeitstage durch Streiks verloren haben.
Roosevelt IsKt sick um üsuäiästur bittsu
?/ira 5 Snrs/c/i 6 5ntsck//s6ung c/sr c/smolcxot/Lc^sn ?cuts/ - koo§evs/t vv,'// um ,'sc/sn ?ks/s an c/sr stockt ble/bsn
Drabtbericht unseres Vertreters >nv, Stockholm, 23. Januar. Das National- koniitee der Demokratischen Partei der USA. hat „einmütig" eine Entschließung -angenom-- men, in der Roosevelt „ernsthaft" aufgefordert wird, sich zu einer neuen Präsideittjchafis- landidatur zur Verfügung zu stellen oder, in der blumenreichen Sprache dieses Manifestes seiner jüdischen Freunde ausgedrückt: „weiterhin zu Nutz und Frommen der Menschheit unser große Anführer zu sein".
Roosevett dürfte um diese Ovation, wenn er auch die übliche Ueberraschung markieren wird, im voraus sehr gut Bescheid gewußt haben. Sie war natürlich bestellt, nachdem er schon seit langem alles darauf angelegt hat, seine vierte Wahl und damit die Verlängerung seiner Diktatur zu sichern. Wie englüche Stimmen.bezeugen, ordnet er alles, auch die Kriegführung, diesem obersten Ziel seiner Betätigung unter,
Daft Roosevelt gerade den jetzigen Augenblick gewühlt hat, um seine Kandidatur nun auch offiziell von seiner Partei aus in die Wege leiten zu lassen, hat sicher seine guten Gründe in dem Komplex der Beziehungen zu
genwärtigen Augenblick den teilweise zu Verwirrung und Zweifel neigenden Massen in den USA, zeigen, daft er der einzige sei, der .das„Abenteuer dieses Krieges mit all seinen Bündnisverwicklungen zu einem guten Ende bringen könnte, da er allein die Verflechtungen innerhalb der plutokratisch-sowjetischen Liga zu meistern verstehe und den Vereinigten Staaten den größten Vorteil daraus zu verschaffen wissen werde, trotz der heraufziehenden bolschewistischen Gefahr, die vielen Amerikanern allmählich Bedenken einflößen durfte/
In Wirklichkeit stellt er seine ganze Politik immer offener in das Zeichen der geplanten Teilung der zukünftigen Weltherrschaft mit den Sowjets. Weitere bezeichnende Nachrichten beweisen fein unentwegtes Herlaufen hinter Moskau: eine amerikanische Aqeniur- meldung hebt hervor, daft der USA,-Botschafter in der Sowjetunion, Harriinan, gegenwärtig alles unternehme, um sie zu einer Lösung der polnischen Frage zu bewegen. Ferner wird bekanntgegeben, daft der bisherige Botschafter der USA, bei den Emi- graitten-„Rcaierungen" in London, Viddlc
den Sowjets. Roosevelt will gerade im ge-j von seinem Posten zurückgetreten sei, um von
jetzt ab die Funktionen eines Verbindungsoffiziers zwischen dem Hauptquartier Eisen- howers und den Emigrantengruppen auszuüben, Biddler war bis zum Kriegsausbruch 1939 amerikanischer- Botschafter-in Warschau, Er hatte auch bisher in London hauptsächlich die Ausgabe der diplomatischen Verbindung zwischen den Exifpölen,
Roosevelt will durch diese Geste den Sowjets gegenüber offensichtlich dartun, dass er die bisher gewahrte Form der Aufrechterhaltung scheinbarer-„diplomatisch.er" Beziehungen zu den Londoner Emigranten nicht mehr für nötig hält. Er begnügt sich mit dem Versuch militärischsr Zusammenarbeit ntit Landesverrätern, Uebörläusern und Agenten, Auch dieser Schachzug der USA,-Politik gehört zur Preisgäbe der Polen durch die Ptutokratien.
Roosevelt hat, ,um seine Ergebenheit gegenüber den Juden'erneut zu beweisen,,-eine sogenannte „Kriegsslüchilingsstelle" geschaffen, dfe trotz ihres allgemein gehaltenen Titels, wie die Zietketzunq -tkenncn läftt, eine Einrichtung ausgesprochen zugunsten der Juden sein soll. Roosevelt selbst erklärte, es handele sich um- Maßnahmen, um der Ausrottung der Juden in Europa zu begegnen.
K/eÄaet/««»- ck« /teieqe
Von kelcbepreesecliek vr. Otto vietrick
Alles Planen einer zukünftigen Welt, allö Pläne, das menschliche Zusammenleben vorausschauend zu gestalten, sind zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht in Uebereinstimmung eüolgen mit den natürlichen Ent- wicklungsgese^en des Lebens. Seit etwa drei Jahrzehnten, seit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahre 1914, ist die Welt politisch, wirtschaftlich und technisch in, einem schnell fortschreitenden Entwicklungsprozeß begriffen. Aber diese Entwicklung vermag für die Völker nur dann segensreich und fruchtbar zu werden, wenn sie sich auf allen drei Gebieten organisch und in Einklang miteinander vollzieht. Wenn der technische und wirtschaftliche Fortschritt sich in einem Zeitalter größter Umwälzungen sprunghaft vorwärtsbewegt, während gleichzeitig die gesellschaftliche Form, das heiftt die soziale Struktur großer Nationen keine Miene macht, sich anzupassen und ihm zu folgen, dann muß diese Diskrepanz unausweichlich zu furchtbaren Entladungen und Erschütterungen führen.
Nur ein neues zeitgemäßes Wirtschaftssystem kaun die Welt vor der Katastrophe retten!
Dem deutschen Volke ist es gelungen, aus dem Geist der Gemeinschaft ein solches Wirtschaftssystem hervorzubringen. Die nationalsozialistische Volksgemeinschaft hat tasächtich die Bedingungen für eine fortschrittliche Wirtschaftsordnung geschaffen, und sie hat in den Jahren, die ihr in friedlichster Entwicklung geschenkt wurden, das Funktionieren dieses neuen, zeitgemäßen und zukunft- weisenden Wirtschaftssystems aufgezeigt. Das deutsche Volk hat damals das wirtschaftliche Wunder vollbracht, das heute die arbeitenden Menschen des Erdballs Herbeisehnen. Es hat das System cher kapitalistischen Drosselung ersetzt durch den Grundsatz dex volkswirtschaftlichen Produktionsausweitung, An die Stelle der Formel „Kapital muß Kapital erzeugen" setzte sie das Prinzip „Arbeit schafft mehr Arbeit". Damit erhielt die am Boden liegende deutsche Wirtschaft gewaltigen Antrieb. Das Geld wurde vom Selbstzweck zum Mittel. Aus Arbeit erwuchs mehr Arbeit und.aos größerer Produktion größeres Gewinn und größerer Verzehr für alle. Der Weg war frei gemacht zu einer neuen Epoche wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegs der deutschen Ratio», der erst durch den Krieg unterbrochen wurde.
Durch sein neues Wirtschaftssystem hat Deutschland eine riesige Armee von Arbeitslosen innerhalb kürzester Frist restlos in Ar- beit und Brot gebracht. Die Zahl der Beschäftigten im Deutschen Reich stieg von 12 Millionen im Januar 1933 auf 24,5 Millionen im Jahre 1939, Die deutsche Volkswirtschaft, früher von kapitalistischen Interessen be- herrschi, gekennzeichnet Lurch niedrige Löhne, zusammengebrochenen Mittelstand und überlasteten Besitz, nahm durch die zusammengeballte Prodyktionskrast der planmäßig gelenkten Wirtschaft, durch die Stabilität der Preise und Löhne, durch wachsende Kapital- bildung, stetige Arbeit und gesunde Finanzen einen überzeugenden Aufschwung. Das Volkseinkommen war von 45,2 Milliarden RM. im Jahre 1932 auf 89,8 Milliarden RM. im Jahre 1939 gestiegen. Die Kaufkrast des deutschen Arbeitseinkommens nahm um 50 v. H. zu. Während vorher Hunger und Rot durch Arbeitslosigkeit in den Städten und sinkender Lebensmut auf dem Lande geherrscht hatten, waren in kürzester Frist durch die Deutsche Arbeitsfront und die NSV. großartige soziale Einrichtungen geschaffen worden. Aus einer niedergebrochenen Landwirtschaft war in wenigen Jahren wieder ein lebensfähiges und tatkräftiges Bauerntum auf freier, eigener Scholle geworden. Statt wie früher nur 65 v. H, der Eigenerzeugung für den Nahrungsbedarf aus deutschem Boden wurden 83 v. H. des Nahrungsbedarfs gedeckt. Die Förderung des Lebens- und Kulturstandards der deutschen Arbeiterschaft fand einen einzigartigen Ausdruck in der gewaltigen Organisation „Kraft durch Freude", die vor dem Kriege in jedem Jahr 200 000 Veranstaltungen mit 95 Millionen Teilnehmern durchführte.
Die Welt hat damals dieses Ausbauwerk bewundert: Lloyd George sagte darüber am 30. September 1936:
„Man muß den Tatsachen über das kühne und mutige sowie systematische Anfassen des Arbeitslosenproblems, der Unterernährung, der Beseitigung der Elendsquartiere, der Hebung der allgemeinen Eesikndheit und der Heranziehung einer kräftigen Jugend in Deutschland ins Auge sehen. Diese Tatsachen werden früher oder später doch bekannt, und ebenso unvermeidlich wird dann ein Vergleich zwischen diesem Vorgehen und der verworrenen und verzagten Art, in der in England ähnliche Probleme angefaßt sind."
Um diese „ansteckenden" Tatsachen nicht bei den arbeitenden Klassen Englands und Amerikas bekannt werden zu lassen und um dieses für die herrschenden Schichten in England und Amerika gefährliche Beispiel aus der Welt zu schassen, hat England im Jahre 1939 unter dem lächerlichen Vorwand des polnischen' Korridors Deutschland den Krieg erklärt, Großbritannien, das sich so stolz das klassische Land des Freihandels nennt, wollte mit Strömen von Blut die Einfuhr neuer sozialumwälzender Ideen unterbinden. Nicht etwa, daß Deutschland sie jemals zu exportiere» beabsichtigt hätte, im Gegenteil, es hatte alles Interesse daran, ihre Erfolge sich selbst vorzubebalten. Aber ihre Anziehunaskraft war groß, vor allem für diejenigen Länder, die selbst weder die ideellen Grundlagen noch