Ausgabe 
(23.1.1944) 22
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mnkenhaus fragte er na» > Ueberfahrenen. Er wurd-^ liefen, aber die Ver»n°,jj-," e Unbekannte von der lelte eine Entschuldigung ^ rde Frühling, Herr Weber br seine Wohnung verlieb >g, als er sür. Viktoria le, sogar immer häufiger ^ Büro verzichtete, ging, gA mungslust selbst ziemlich roter hinunter. Er blieb xustell, auf besten weihen b,, er ritten, ging an jungen, e frühlingsbunte Kleider ^ die Plakatwand ei

Trsch eint 7mal wSch sntlich

Mosal«be>u» 2,M RM »nlchi. ckuft«ll,-dü8r: Poitrezugspttt» monatltch 2.AV RM Iitnlcht. 8».t R»t Poftziitlingsgebllhr» ,uzügl <2 Rp>. Lestellarld. Postlch^iki Hamduig >7 272 Snzei- >>»n»r«il« im» Sllsnahmrbedlnzunäen It Pr«i»- liA». Liifnabm-termln« ohn» Derbindlichkrlt.

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Billett fürs Riesenrad, krej? tber Wien, einem bergeuMr i Häusern, aus dem spitz ^ me ragten. Dann überaus u Spielbuden umrandeten, :in Mädchen weinen, weil , losgelassen hatte, der den weihen Frühling sierr Weber lächelte und trni f 'die Ballons verkaufte, M um großen roten aus, den,, iken wollte.

er Viktoria. Sie trat her«,, ppc blühender Bäume, und!», derwagen vor sich her. Her,» ß er erblaßte, einen rtcn seine Hände, war f jemanden, den er nichts er sich, nickte ihr zu. Aber M hn nicht mehr. Ruhig gj^; i, verschwand wieder zwisch,,, 'umen. D

t dein Luftballon auch , hörte er das kleine Mädchen-, e, blickte hinauf zu den », vollen, wo die beiden U.. »einander schwebten, ««> .

parreiarntlictie LiTyeszettuny

Das flmisblatt des Negierenden viirgrrmeislrrs der Zreien Hansestadt vrrmen

üev NationatsoziaMen. vreinens

flmtNck>es.verkündungsbiatt des Uicicftsstattlialters in Oldenburg und Cremen

Nr. 22 , 14. Jahrgang

Sonntag, 2Z. Januar 1944

kinzelpreis 15 Rpf.

IVir veräen iiocll mekr arbeiten

nocb mekr IVskken sckmieäen

/Hntwott c/ss c/sutrc/isn an c/is ^s/nc/s c/s§ c/sutsciiSN i.st)sn5

Oou/s/ts^ Hauchs/ vor laussnc/sn van /?ü5tun95o^s/t6fn

des Silbenrätsels aus Nr, Weimar. 22. Januar. Der General- 2, Rabitzwand, 3. Ober^ ^»«"'»^ttgt- für üen A-beitseiusatz. Gau- üpcl 5. Saalfeld 6 Ebene 7 ° ^«'ch-ltatthalt-r Sauckel, der ,chan

oist, 9. Elli, 10, legal 11 , ^ sEiner Neujahrskundgebung die Parole leu dulden still. ' des deutschen Arbeitseinsatzes sür 1944 mit Tempo und Leistung" verkündet und damit , i >>»,».->>»»>»>> », -er innersten Berpslichtnng und der Erkcnnt-

lclov'i ttslksr'nkslfsi'tztr. F bis des deutschen Volkes zum gegenwärtigen Schicksalskampf Ausdruck gegeben hatte, sprach am Sonnabend in einer Großkund­gebung vor tausenden deutscher Arbeiter und Arbeiterinnen aus zahllosen Betrieben der Kriegswirtschaft und in Anwesenheit vieler Berwundeter und Soldaten der Wehrmacht

Gauleiter Sauckel beschäftigte sich zunächst .. , mit den verschiedensten ' Problemen dieses

jI Krieges unh den Gedanken und Wünschen

des deutschen Arbeiteriums, um dann die ,k- !-,»> n!ctit"-Xompie», r>etil Forderungen des Kriegsjahres 1944 zu -I 6 sm lmunr. ctieon! 5 -ji -5 Xiiie,,» einem überzeugenden Erlebnis und Bekenni- ickoMKUnU, 2 -u» »i 6 i. ««5 !l«, nis zugleich zu gestalten, I» dieser Massen- v/MiUi-iM-imi... Versammlung bekundete das nationalsozia-

u« käu- ml, u-i 8 io»fse 8 «n/«,,i listische. deutsche Arbeiterium seinen unbeng- U-N! mcw nLUg Uobsn, m: samen Willen, in diesem harten Ringen der r-cii>r-iiigbek!,iti> deutschen Arbeit gegen den Fluch des jüdi- v/üim-kouikair ricUiig kübr-n, Wen Kapitals den Kampf bis zum siegreichen ouc», rUion bsim Lirsm-i> Ende durchzustehen und den Betrug am , nötigen Wiu-N ousbrariii-n. deutschen Volk und Europa ein für allemal ^Sk, 056 i-rou.o« zu beseitigen. AM endlich für Deutschlnnd

06 VVI5 olle. ki mu6 un6 er vlrökelÄ ä^g^^ch für bie §belt düS 2deal der

;gsn gekt!

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ük^er klst Ou'

kelävsdsl Soistk

mii cksm Licksnlsuü Lusgsrsicknsl

Fiihrerhauptqnartier, 22. Jan. Der Führer verlieh am 18. Januar das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiserne« Kreuzes an Feldwebel Heinrich Boigk, Zugführer in einem Jäger-Regiment, als 379. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Feldwebel Boigk hat das Ritterkreuz am 3, Mai 1943 noch als Oberjäger sür zahl­reiche Spähtruppunternehmungen erhalten, die er südlich des Ladogasees, oft unter be- 8pors rias Wa 5 cbs>U sonders schwierigen Umständen, tief in das feindliche Stellungssystem hinein durchge- dlimm rvm z^oscnsn o« führt, und von denen er stets wertvolles rut 8 ß>ö', 6 e,rigU 5 /il-.kilv!l! Material mitbrachte. Als der Feind am

_t-t, Januar 1944 am« Wolchowbrückenkopf im

stcirßs Vsrrcbmutru g Mschoitt der Kompanie Boigks einbrach, 0!-,üstt-, Issrklscßsvrv- eine breite Lücke aufriß und sofort Verstär- /^ikvsrvrssictunc, von kungen über Verstärkungen nachfühlte, er- > > - . ^ ^"""ie Feldwebel Boigk die drohende Ee-

pvivsr ist ooosi übe für sein ganzes Regiment. Aus eigenem v/smr man sich genaue Entschluß zog er geringe Teile seines Zuges

der hart umkämpften Stellung heraus Osbrciuctisanvxsiiung^^ sich an ihrer Spitze den Sowjets

I«IWI I entgegen. Es gelang ihm, in erbittertem Rin-

N I MG WW I kijM den zahlenmäßig weit überlegenen und 8 8 »» D > I >W dauernd weiter verstärkenden Feind zum iktzD WW>> Stehen zu bringen und zurückzuwerfen. Im Nohkamps wurde der tapfere Feldwebel da- V O 8 U verwundet, nachdem es ihm gelungen

7--7717^^7 °en Durchbruch der Volschewisten zu

°s'bmdorn. Feldwebel Bvigk wurde am

sozialistischen Gerechtigkeit zu verwirklichen,

Gauleiter Sauckel führte u, a, aus:

Arbeiter und Arbeiterinnen!

Mit unvergleichlicher Hingabe und äußer­ster Entschlossenheit kämpfen unsere Män­ner, Väter und Vriider an allen Fronten zu Wasser, zu Lande und in der Luft für unser Leben, für Freiheit und Brot, für unsere Kinder, sür unseren deutschen Sozialismus und unsere nationalsozialistische Schicksals­gemeinschaft. Hinter dieser ehernen Front von Blnt »nd Eisen, von höchster Entschlos­senheit und härtestem Willen, steht in der Heimat, würdig dieser Helden draußen, der deutsche Arbeiter der Stirn und der Faust, stehen deutsche Frauen und die ganze deut­sche Jugend in nimmermüdem, zu den höch­sten Anstrengungen und Opfern bereitem Ar­beitseinsatz, um der Jront alles zu schassen, was sie an Waffen und Munition, an Aus­rüstung und Verpflegung braucht, um mit dem Führer den Endsieg vom Schicksal er­trotzen zu können. So, wie diese unsere Hel­den draußen, im härtesten Ringen der Welt­geschichte von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat in ihren Leistungen sich immer wie­der übertroffen haben, so wollen auch wir in

der Heimat im Arbeitseinsatz uns immer wieder emporreißen und unsere bisherigen Leistungen cmporschrauben, damit immer »och schneller und bester die Waffen des Sieges aus unseren Händen hervorquellen.

Auch an unserem Eifer, an unserer heißen Liebe zu Adolf Hitler, an unserer Verbun­denheit mit unseren kämpfcnden Brudern draußen, müssen die Hoffnungen unserer jü­dischen, kapitalistischen und bolschewistischen Feinde zuschanden werden, ihr Glaube an ihren Erfolg endallltig zerbrechen, ihre An­strengungen und ihr Mut an unserem Un- beugiamcn Willen wie an unseren schassen­den Fäusten scheitern und zerbersten. So wie draußen im Osten und im Süden unaufhör­lich unsere Panzer rollen, die Kolonnen mar­schieren, unsere Flieger angreifen, ihren schweren Dienst in Sturm und Nacht erfül­len, der Lärm der Massen dröhnt und die Schlachten toben, so wollen wir im Arbeits­einsatz in der Heimat pausenlos vor unseren Maschinen und an unseren Werkbänken im Rhythmus der Front uns abmühen und pla­gen, Um ehrenvoll- als Sozialisten der Tät und deutsche Arbeiter unsere Pflicht zu er- (Fortsetzung aus Seit« 2)

Von cksr cksgrl suk Tkerrorbomber rurücü. via --m 21, <j, Ivl, in <Zs8 lisicbsgsbist eingeklo- geven Tsrrorboinbsr bsbev laut OXV/,-8sr!cbt ckurok uvosrs l.uktsbvvskk bstrscdtlicbs Verluste erlitten, nacb bisker vorliegsvcksn VIelcIungen 61 britiselis öoinbsr. Hier Isvcket ckis letrts kvlssekine eines srkolgrsietisit ckLgckgesekvvscksrs suk «lern ckeutscbsn llinsststraken. Die lllügreuZfülirsr cler bereits beimgekskrten Vlasckinen eilen ikrsn Ka- werscken entgegen, -z.ucb sie beben einen Viermotorigen ebgesebossen.

?K-Iiiisgsbsiiekter Hotkleopf-^tl.-Seb.

Das a^e»

unriclllkoksn ksicki c/sr Osutsc^isn

Von lückitli N i li e I e i t i s

Je kostbarer und einmaliger die Güter sind, die man besitzt, desto tiefer ist man für sie verantwortlich. Es ist nicht so, daß Besitz nur reich macht, sondern er verpflichtet. Wenn das schon mit» rein materiellen Gütern so ist, dann »och viel mehr mit geistigen und seelischen. Sie - verpflichten den Besitzer zu

Liirräelimiiig äer lckivsrsn Lbivekrksmpke in LiMsIien

Vskstärlcts -4ngk/'//s c/sk How/str okrgsvvs/vt Üurc/iiirucHLvskrukj/i« rüc/ivs5t/icH /.snkngroc/ LSkSits/t i-oric/on

von rtor/csn ^skbönc/sn c/sp c/sutrc/isn t.u/t^vo/is ongsgristsn

Aus dem Fiihrerhauptqnartier, 22. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:Zwischen Pripjet und Veresina verstärkte der Feind seine Angriffe. Er wurde in schweren Kämpfen abgewehrt. Nördlich Newel wurden auch gestern wieder­holte starke Angriffe der Bolschewisten ab­geschlagen und örtliche Einbrüche abgerie­gelt. Am Süduser des Jlmensees zerschlu­gen unsere Truppen einen von den Sowjets gebildeten Landekopf in schwungvollem Ge­genangriff. Nördlich des Jlmensees blieben wiederholte feindliche Angriffe erfolglos.

Südlich Leningrad wurden erneute, mit starke» Infanterie- und Panzerkräften ge­führte Durchbruchsversuche der Sowjets ver­eitelt. Jin, hohen Norden wehrten hessisch- thüringische Grenadiere im schwierigen Waldgelände Nordfinnlands einen stärkeren Angriff unter blutigen Verlusten für den Feind ab und brachten zahlreiche Gefangene »nd Beute ein.

s?m Wcstteil der süditalienischen Front haben die schwere» Abwehrkämpfe an Aus­dehnung zugenommen. Mehrere, nach starker Artillerievorbereitung vorgetragene feind­liche Angriffe wurden blutig abgewiesen, ein örtlicher Einbruch abgerieqelt. Unser Ge­genangriff nordwestlich Minturno machte trotz zähen feindlichen Widerstandes gute Fortschritte.

Britische Bomberverbände flogen in der vergangenen Nacht in das nordwest- dentsche und mitteldeutsche Reichs­gebiet ein. Die sofort und stark einsetzende

I-Kgrm-Mowgie. als Sohn des Maschinenschlossers

logis UN-I cksmie bieten-^ Albrecht B IN Koln-Lindenthal geboren. Er ..... ....

gesckuiten »itLi-beiter-tsb erlernte das Frlseurhaadwerk und war später deutsche Lustverteidiaung verhinderte sie an -etrung,öisxrkenntms-evo«4 ajz Lagerist tätig. Zu Beginn zusammengefaßten Anqrifsen. In einige»

"urdeer in ein Infanterie- Orten, befonders in Magdebnrg. ent-

LL7ebv°^ Ersatz-Vataillon in Wismar einberufen.

sinä 6ie

! standen geringe Persenenoerluste und Schä­

den an Wohnvierteln. Nach bisher vorlie­genden Meldungen wurden 81 britische Bom­ber vernichtet. Außerdem verlor der Feind bei Tage über den besetzten Westgebieten sieben Flugzeuge. Starke Verbände der deutsche» Luftwaffe griffen in der Nacht zum 22. Januar in mehreren Wellen London an. Zahlreiche Großbrände wurden beob- achtLt."

. *

Zu dem erbitterten Ringen am Earigliano erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Nachdem die heftigen Durchbruchsversuche

Karte cker siickitslieniscben krönt. Wie cksr WsbrwLcktbsrickt vow 19. ckavusr ivslckets, strick mekrers keivckiicbe Divisionen östlich ckes Oolkes von Ossts gegen unseren Westklügel rum ^.ngrstk angetreten, vshrenck cker keu-

der englischen und amerikanischen Divisionen am Mündungsgebiet des Earigliano am 18, Januar zum Stehen gebracht worden waren, setzten die schweren Gegenangriffe der her­angeführten Reserven ein. Ein von der Küste angesetzter deutscher Gegenstoß warf den Feind von dem Monte Natale und den Höhen um Minturno aus die Stadt zurück. Besonders schwungvoll vorgetragene An­griffe östlich des Außentales und bei Lastel- sorte vertrieben den Feind von wichtigen Höhenstellungen unter schweren Verlusten. So wurden verschiedene wichtige Berge dem Feind, der sich verbissen zur Wehr setzte, wie­der entrissen. Deutsche Panzergreuadiere, die schon in den schweren Kämpten östlich Lassino bei Sän Pietro-Ecrvaro durch ihre beispiel­hafte Standhaftigkeit die schweren ameri­kanischen Durchbruchsversuche zum Schelfern brachten, entwickelten nach dem Angriff der­artige Kraft und soldatische Tugenden, daß sie einen starken, sich verzweifelt zur Wehr setzenden Gegner trotz hestigen Artillerie- feuers teilweise fiber seine Ausgangsstel­lungen wieder zurückwarfen. Die Angriffe der 5. amerikanischen Armee griffen am 20, und 21 . Januar auf weitere Abschnitte über. Ein Angriff an der Mündung des Eari in den Biri-Fluß und ein heftiger Angriff äst lich Eassiva wurde teilweise im zusammen gefaßten Abwehrfeuer aller Waffen zer­schlagen. Südlich Cassino griffen die Ameri­kaner bei Sän Angela nach heftiger Artille- rieunterstlltzung dreimal hintereinander mit starken Kräften an. Es gelang ihnen an einer Stelle, den Rapido zu überschreiten

tigs OKVV-Lorickt sagt, ckaü unsers Oegsn-I.In einem sofort einsetzenden Gegenstoß wur svzrikks vorckvrestlick kvliutuevo gute kort- den sie wieder über den Fluß zurückgewor- schritte machen. iSdieck-siiäeriiienst-u.i I fen Und hierbei 90 Gefangene eingebracht.

äsr äkukckell Lereilsckükt Lleiyeii äie keiiMelien Sorgen

LkrrßieiMl!

^ULtvi'tktUDgsn c/sr nsusn l.tM7i'sg5sn1vvickiung Oirlcusrionsn ütr«5 cisn .,8tuncs«np/an von IsH«705>"

Drahtberiibt nnscrcr Berliner Lchriitleit»»«

. ckr. n-, sey. Berlin, 22 , Januar, Wenn sich in der letzten Zeit in der englischen Presse der Ausdruck der düsteren Ahnungen immer weiter steigerte, daß sich eine wesentliche -.Lende im Luftkrieg anbahnen werde, so konnte man doch immer noch den Untertan , Er Hoffnung heraushören, daß die eigenen X ^.- 6 , DllEn-i ^hchlendcn Morgen vielleicht durch die Tat-

itkVtWii^^Iächen keine Bestätigung erfahren würden.

"Diele Hoffnung i wird man nach den letz-

mehr lange auf- sEEchr erhalten können. Nacheinander haben T die Briten im Verlaus von acht Tagen bei drei nächtlichen Großangriffen unter mete­orologischen Verhältnissen, die sie für sich als angesehen haben, feststellen mästen, daß die deutsche Abwehr ein immer schwere­rer zu übersteigendes Hindernis darstellt. In keiner der drei Nächte, weder am Freitag "Er vergangenen Woche noch am Donnerstag -:-.»,^->ibbE .nd Freitag dieser Woche, ist dem Gegner Durchführung eines konzentrischen An- ZswsKs sinci Lpiuni gripes gelungen, und in zwei Fällen konn- ck->l!> 0 e'"E» d'e britischen Luftganqster das ossenbar ^ckrs 6 ursut. gesteckte Ziel überhaupt nicht erreichen, son-

8 c:hrsih>rnssc:f>>u , "Ekn mußten nach schweren Verlusten schon -lnwß ^?urher abdrehen. Wenn die Briten und ung >sl, ^Amerikaner heute schon begonnen haben, sich Äeti'kon-Zcstrsibdsä über die Taktik und über das Risiko der 4 ., Einsätze bei Tag und bei

nichtrsrscstlsISN N-Wj herumzustreiten, so können wi.r zunächst

E feststellen, daß sich seit GUdllttLK d,e USA.-Bomber - die Verluste bei den

__ 11 , Januar dem Katastrophentag für

Tages- und Nachtangriffen fast genau die Waage halten. Den mindest 138 amerikani­schen Flugzeugen, die am 11. Januar abge­schossen wurden, stehen nunmehr 139 abge­schossene Britenbomber als Ergebnis unserer Abwehr bei den drei letzten Nachtangriffen gegenüber.

Hinter der Auseinandersetzung über die Taktik und über die von den einzelnen Part­nern zu bringenden Opser spielt aus engli­scher Seite bestimmt auch die Erwägung eine Rolle, daß die Insel England aus geographi­schen Gründen gegebenenfalls von einer Wen­dung im Luftkrieg ganz anders betroffen werden kann als die Bereinigten Staaten, die weit ab vom Schuß liegen. Die Tatsache ist jedenfalls gegeben, daß starke Verbände der deutschen Luftwaffe in mehreren Wellen in der gleichen Nacht angreifen tonnten, in der ein britischer Großangriff an der deut­schen Abwehr zersplitterte.

Immer offenkundiger zeigt es sich nun, daß die Enttäuschung über den Verlauf des Luftkrieges sich besonders darum schwer auf das Gemüt unierer westlichen Gegner gelegt hat, weil damit das Jnvasionsproblem irgendwie verschoben wird. Wenn auch von Lafablanca bis nach Teheran die Parole ausgegeben wurde, daß zunächst alle Kräfte gegen den Feind Nr. 1 in Europa konzen­triert werden sollten, so wollen doch selbst­verständlich die. Vereinigten Staaten sich noch einige Reserven für den Krieg im Pazifik aufsparen. Es ist jedenfalls auffällig, daß sich im amerikanischen Lager die Stimmen

mehren, die mit großer Besorgnis von der Steigerung des Risikos bei einem Jnvasions- vcrsüch sprechen, nachdem es sich gezeigt hat, wie der Luftmarschall Tedder zugeben mußte, daß man die deutsche Luftwaffe keineswegs vor dem Angriff auf Europa ausschalten kann, daß man vielmehr mit deren steigen­der Schlagkraft rechnen muß. DieDaily Mail" berichtet jetzt aus Newyork als die Auffassung führender amerikanischer Mili­tärs. daß die Hoffnung auf einen Zusam­menbrach Deutschlands schon vor dem Be­ginn einer Invasion ein Irrtum gewesen sei. Nach der Meinung dieser Militärs müß­ten nun doch große Menschen- und Material­opfer gebracht werden. Diese Erkenntnis habe in gewissen amerikanischen Kreisen, deren Blickrichtung stärker nach dem Pazifik gebe, eine erhebliche Depression bewirkt. Auf dieser Linie liegen auch die Ausführungen, die Donald Nelson, der Vorsitzende des ame­rikanischen Kriegsproduktionsamtes, soeben in einer öffentlichen Rede gemacht hat. Auch Nelson beruft sich auf Informationen hoher Militärs, wenn er aus die Schwierigkeiten hinweist, Brückenköpfe gegenüber der starken deutschen Verteidigung zu schaffen und erst recht, sie zu halten.

Man sieht: Es besteht nicht nur ein wach­sendes Mißtrauen im Hinblick auf die I»- vasionspläne Zwilchen Moskau auf der einen und den Westmächten auf der anderen Seite, Auch zwischen London und Washington ribt es da schon Verstimmungen und nur Wlecht verhüllte Verdächtigungen. Was Moskau

betrifft, so deutet man auch in London die letzten brutalen Holzhammergcsten Stalins als Aeußerungen der Ungeduld darüber, daß die zweite Front noch immer nicht in Erschei­nung getreten ist/Es ist in diesem Zumm- menhanq schon der Ausdruck gefallen, daß John Bull nach sowjetischer Auffassung sehr wasserscheu geworden sei. D'e Stimmung in weiten englischen Kreisen wird durch eine Meldung desAitonbladet" beleuchtet, nach der der Londoner Pastor Chamberlain seine Gemeinde aufgefordert hät, jeden Sonntag dafür zu bereu, daß die zweite Front in letz­ter Minute nicht zustande kommen möge. Er hosfe, so sagte Chamberlain, daß sie in letz­ter Minute durch ein Wunder verhindert werden möge, weil es sonst zu einer Masten­schlächterei kommen werde.

Dieses Bestreben, den Angriffsversuch gegen die Festung Europa möglichst lange hinaus zu zögern, tritt auch besonders stark in einer Betrachtung der linksradikalen englischen WochenschriftTribune" in Erscheinung, die vonDiskussionen über die weitere Gültig­keit des Teheran-Stundenplans" spricht. Da ist von dersehr falschen Idee" die Rede, die die NiNerikaner der britischen Oeffcntlichkeit suggeriert hätten, daß die zweite Front in­nerhalb der nächsten Wochen zu erwarten sei. Es wird darauf hingewiesen, daß der Jnva- nonsstab sich jetzt erst zusammengefunden habe. Außerdem wird darauf verwiesen, daß es den Sowjets bisher an keiner Stelle gc- lFortfetzung aus Seite 2)

einer verantwortlichen Mitteilung und Meh­rung, weil ihm anvertraut ist, was Tau­sende ersehnen und erhoffen.

Auch unter den Völkern kann man von reichen und armen reden. Man tut es allzu sWr nur im Hinblick auf die materiellen Güter, Dann allerdings sind England und Amerika reicher als Deutschland. Und den­noch: ein neues Denken beginnt langsam

aber stetig in der Welt zu wachsen, und die­ses Denken schiebt die Bewertung nach Gold und Rohstoffen an die zweite Stelle und rückt an die erste die geistigen und seelischen Mittel. Es macht sich allmählich selbst bei den harthörigsten Völkern eine Unsicherheit be­merkbar gegenüber den scheinbar feststehen­den Gesetzen mgteriellen Denkens.

Sie erleben, daß Massenanstürme der Steppe oft durch einen kleinen Haufen von Männern gebrochen werden, die neben ihren Waffen ihre geistig-seelische Haltung als sicherste Abwehr gegenüber der materiellen Ueberlegenheit einsetzen.

Sie erleben, daß unser Volk, geduckt unter dem Hagel der Terrorbomben, nur um so stär­ker zusammenhält, alle Selbstsucht und jeden Hader vergißt, um gläubig den schweren Weg zu gehen, der noch vor ihm liegt.

Sie erleben, daß ein Volk, dem die Zu­fuhren aus der Welt gesperrt sind, die kleinste Ackerkrume nutzbar macht und mit sorglicher Planung und gerechter Verteilung in Segen verwandelt, was Fluch werden sollte.

Sie erleben, daß, überall vom Tode be­droht, das Kulturleben in deutschen Städten nur echter und reicher wird Und daß das Ge­dankengut deutscher Dichter und Philosophen unter dem Druck aller Entbehrungen über­haupt erst aufzugehen und wirksa'm zu wer­den beginnt.

Das alles erleben unsere Nachbarvölker und nehmen es vorerst ohne wirkliche Er­kenntnis in sich auf. Aber sie ahnen, was mit dem Reich fallen würde. Wenn sie auch in verblendeter Unvernunft nach rechts und links schielen ob nicht ein Ungeheuer ihnen aus dem Machtbereich dieses strahlend aufgehenden Reiches helfe, um sie danach selber zu fressen, so regt sich doch schon in ihren Besten die Frage, was wohl übrig bleiben würde an Schönheit, Kraft, Würde des . Lebens und Weitergestaltung des Men­schengeschlechts, wenn das Volk der Deut­schen vernichtet werden würde. Was bliebe übrig? Oede und Leere,Wenn selbst der Haß und die Mißgunst, jetzt noch treibende Miß- kräfte unter den Völkern Europas, hätten dann den großen Gegenstand ihrer Ausrich­tung verloren und würden nach der Selbst- zersleischung nur dem Nichts Platz machen. Das Volk der Zukunft wäre ausgelöscht, die Menschheit hätt« sich selber ihrer Zukunft als Verwalterin göttlichen Geistes beraubt.

Denn was ist denn Deutschland? Sind das nur die Gaue und Städte, die Menschen »nd ihre Ordnung? Viel größer und mächtige/: als dieses äußere Deutschland ist das unge­heure Reich eines metaphysischen Deutsch­land, dos auf den Fundamenten durchlebter und bestandener Geschichte, geopferten Blu­tes, errungenen Geistes- und Kunstlcbens, er­littenen Elaubenskamp'es und.ersieqter Er­kenntnis ruht. Dieses Reich durchdrängt den Erdkreis. Ihm sind die äußeren Grenzen nicht gesetzt. Wo heute MenWen mit erwochtem E-eist atnien, nehmen sie in ihren Bezirk deutsches Denken und deutsche Glaubens­werte auf. Wo es beute um Bekämpfung von Krankbeit und Tod geht, stehen den Aerzten der Welt die Forschunasergebnissc deutscher Wissenschaftler zur Seite, Wo die Nntur- kräfte sich dienstbar dem menschlichen Willen riiaen, haben deutsche Erfinder ihren Eiacn- willen gebrochen. Und wo heute große Musik und Dichtung auiklingen. dort ilutet deutsche Keistieele übermächtig in das Obr der Welt.

Das alles ist Deutschland. Sollte es ge­lingen. deutschen Geist im Zusammenleben der Völker aus Vergangenbeit und Gegen­wart auszuschalten, 'so müßten wir ohne Selbstüberhebung sagen, daß darüber die Welt arm werden würde. Lasten wir den anderen Völkern iljre bedeutenden nationa­len Dichter. Wir wollen diese Geister wabr- lich nicht schmälern. Dennoch besteht ein grundlegender Unterschied zwischen ihren und unseren Dichtern. Stellen wir Goethe und