Ausgabe 
(22.1.1944) 21
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erscheint 7mal wöchentlich

2.3» NM «Iiilchl. Zirftillzebühr; Postb,monmlich 2,3» NM («inlchl. 3».I Nps. D-str>Itung«g,bLhr> ruzüzl. 42 Slps. Lrst,IIg,!d. P-Itschoik: Hamtüri 1717!, 2ln»«i« genprets« und Aufnahmebedingungen II. Prein» llfti, Aufnahmetermin« »hn« Lerdindlichkoit.

der Nationa1l«i«i^

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pLu^eianrtliclie Tageszeitung

Va» pmtsdlatt de« Nezirrendkn Vür-rrmeisters der Zreien kjanfestadt vrem»n

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7lr. 21 ,14. Jahrgang

Sonnabend, 22. Januar 1944

Linzelpreis 15 lips.

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K.ui.n 1.8.N Lckulungssrdett Sll Loläslen

»Ä Berlin, 21. Januar. In der Erkenntnis der " ^ 'Tntsochr daß die weltanschauliche Erziehung e» v « rmI», und Schulung am deutschen Menschen auch ,in der Zeit fortgesetzt werden mutz, in der

»Sh,. rimm« o,^ 8^-i, er den hiock der Partei oder ihrer Gliede­rn dki'ufntütix. Herr» Ölungen ausgezogen hat und als Soldat mit ,-i>!>»a^ Xux. u ^der Waffe in der Hand kämpft, haben schon Nivit?uv'x W g, frühzeitig das Oberkommando der Wehr

7-arnumrit,,. l,nni« macht und die Dienststelle Rosenberg ein ge-

kuiint>oi'«ti',k?H Arbettsverhältnis schaffen fassen

-^ ^Auf Erund eines Abkommens mit General

iV o k n u n g,, ,u,^seldmarschall Keitel unterstützt die Dienst- 5u"Hm!g. z-r,m^stelle des Reichsleiters mit allen ihren Kräf- ,nit r:»!^p<>i- j g, U:">ten die weltanfchauliche Ausrichtung der Mete xf^ieiw. Liireti.'u KSoldaten. Die Durchführung dieser Aufgabe uu u>« 6e«eii«t. Ri-.-z'xi!--,» obliegt demAmt Wehrmachtsäiulung". In

^!nma «ttdit torraunr

der Erziehungsarbeit jeder deutsche,» Kriegs­schule sind im Programm der Lehrgänge etit «cimeiietlH-^Schulungsvorgänge vorgesehen, die durch in '»Redner der Dienststelle Rosenberg vertreten

.-tnbdnt« werden. Darüber hinaus wird auch der Offi-

vu« m«ki. rimn,«p jn . gier des Ersatz- und des Feldheeres in Vor- ->I »ut. 7NN Ie,!,x. Lotneb,^ trägen durch die Dienststelle Rosenberg anqe- "^,"7 sprachen, damit immer wieder die chcltan- ». 2 mütii. S!iw. Utrk»" schaulichen Fragen erörtert werden und die i>'t-ftVL,ot>«'^grundsätzliche Haltung gestärkt wird. Auch in " 'geschlossenen Schulungskursen der Wehrmacht >,. u^ wirkt die Dienststelle Rosenberg durch Ent- l.ss»7rsum »«i-i,sid/x^sendung geeigneter Redner niit.

llni diese Nortragsarbeit, in der in jedem v!. Lin6..o,i«r >oöbi. riw»?^nhr Taufende von Vortrügen gehalten wer- Itren,,!!, o6. vm^. k-rsii Iifden, richtig durchführen zu können, ist eine 1 °u'r msm.' 6»^ Anzahl geeigneter Persönlichkeiten

rv-ixitie L»vn «oliek. ausgewählt und befonders geschult worden.

8»iui>ii, Alle die Arbeit, die sie auf diesem Gebiet

» , , leisten, ist meist eine zusätzliche zu irgend-

r " einem Hauptberuf und erfordert besondere l.ii. n-nUrr^,.. rat-xr->u-«ct»,> Einsatzfreudigkeit. In umfangreicher Weise u beteiligt sich aber auch die Dienststelle Ro-

senberg mit ihrem Amt Wehrmachtschulung ,ekomrneii. X. rknii«r, r» an der Begutachtung von Wehrmachtschrift- lMui!>i>rii7, tum, hilft mit an der Erstellung von Schrif-

7 Information i-ttäffig einen

keni.rrkn «.rn^L'Xoräsir. Nednerdrenst heraus, der sich IN kürzester Zeit c!a ^riö«Qic.. »drq zu einem anerkannten Cchulunasdienst ent-

k-.ivk.-'i'n^p«. Ini>. kspim h rn der Partei wie auch in der Wehrmacht H. Memüsii,tM! gelesen wird. Eigene Schriften zur Schulung der Wehrmacht und zur Klärung bestimmter ;v°ltanschaulicher Fragen erscheinen im Zu- zpvae «. ü. M sammenhang mit dem Schrifttum, das für

u?üx«,!-n-!'x. Xd- de! Lwm! die Parteischulung gedacht ist. Das Vertre- a/on. der weltanschaulichen Aufgabe in der

im 2ux* s.»s V. Nrewe-d.» Wehrmacht durch das gedruckte Wort bedeu- Sei. »Nr. ^et«» tet neben dem Rednereiniatz die Möglichkeit. »«i>. »7«u°v "uch an den einzelnen Offizier und Soldaten

, 8ie. >,. s»dvU. heranzukommen, um ihn auszurichten auf die

! f-örüe m. ivU. v. xt. grasten Ausgaben unserer Gegenwart und jhm bewustt zu m->chen dast a,,ch sein Einsatz V. Bremer- 8t?-. i). Narwal sur die kommenden Generationen und für Ek y.r. IM 2ues 5.53 die Idee des Reiches gefordert werden mich.

da von seiner Einsatzfreudigkeit Existenz und Lvlilböri« in. 7nk. v. Nrewer-.!k Tteg adhäNgen.

Ipn- 11,. sryetksstr. Xd7.

1 .^^;E° kljeysrtoS Sk8

8L Odergrupvenkübrers von Vdkrnlt,

Lm i',"' Berlin. 21. Januar. Im Osten starb den

^Mköi-km m. loh. Ll». kii Fliegertod SA.-Obergruppensührer z. V. der Senüöi. Srewen-r»rre. ^ Obersten SA.-Fiihrunq, Oberst Hanns Gün­ther von Obernih, Kommodore der Ergän­zungsfernaufklärungsgruppe. Von Beruf

<- s tu n 6 «n

«.-»,mk-,na»>e iv 8i«(lt >>1 Eutsinipektor, trat von Öhernitz Illll, als 17- kesekruir,r->! jähriger in das Eardefiisi'lier-Regiment ein. d,. 38 -i.vr>. 4s. ^ dem er bis Kriegsende als Leutnant und

VI«rm»r>tt ^ Kompanieführer angehörte, Auster dem E. K.

^ 2. und 1. Klasse erwarb er weitere Tapser- , . i keitsauszeichnungen und das Verwundeten-

abzeichen Schon kurz, nach dem Zusammen- 8,u>^ibe7. Sveiilivgsr 8>r« bruch suhrte ihn fein wldatucher Weg IN die N-Ii«ni»ns«r, 1 .7»dr ->ln «1 Hundertichaften der deutschen Freiheitsbewe-' V^°dv»"u 8^a«NEri° «ung. 192» ernannte der Führer Kruppenfüh- . . re.r von Obernitz zum Führer der Kruppe

- S7-« s-iLi-n'" Finken, an deren Spike er neun Jahre stand,

-tnx^koik,^l S-usel' r«> 1927 wurde er zum Obergruppenführer be- I'«rse, liel. 227. fördert. Die Bronzene und Silberne Dienst-

L n I » » k -» auszeichnung sowie das Goldene Ehrenzeichen

w,io», v7,i>«issre»», >>°'?, der NSDAP. kennzeichneten seine kümpfe- ^ii, reestle 8riistü«><e A Ljschs Haltung.

«-nti. «. s^i. -> ^ ,z Kriegsausbruch rückte von Obernitz

zur Luftwaffe ein. Als Staffelkapitän einer Fernaufklärungsstaffel im Westen und später i-!n°..um,rd.i..n i?_.MLme«raumschneie, er sich in,,her-

df-

8clm See rstr.

V«i,ckl»«1o oft,

i77«i7m.777el".'rt 2.li vorragender Welle aus, so datz der Führer n-..-'---..-,«« «n. ihm neben den Spangen zum EK. 2. und 1. Klasse das Deutsche Kreuz in Gold, ver­lieh. Nur wenige Monate war es ihm ver­gönnt als Kommodore der Ergänzunasfern- .> lu.,. . .7« aufklärunasgruppe mit grotzem Erfolg zu wirken. Die SA. verliert in Oberqruppen- »nnn? .-znLeK. u.^? sübrer von Obernitz einen einiatzfreudigen ^ ' Aktivisten und guten Kameraden.

kerL. LuIkillk-rstrsKe 6^. ,

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k'urttinIiLvsen, <1r. -Inli^"" ^'e. 1MI. Niif .1.10 85 ..

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Die britische Admiralität gab den Verlust de? ssbllillf schnellen GclcitbovtcsTvncdäle" bekannt.

2er§lör1e kolkaungell im keinälsger

8Mpwme äer gesclnvscllten Hsrvsa

O/s /stzts knt^v/c^/ung c/s5 ^.u/t/cf/sgss 6s/t/5(chs 6sc/sn^sn um c/k's 05t/svnt

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung är. v. scb. Berlin, 21. Januar. Wenn kürz­lich eine englische Zeitschrift darüber jam­merte, daßdieser Krieg nicht richtig ver­laufe", datz alles immer anders, gekommen sei als vorausgesagt und darum allgemein erwartet worden sei, so wird die Berechtig gung dieser Klage beinahe täglich durch den Verlauf der militärischen Ereignisse unter­strichen. Mit welch gewaltig geblähten Hoff­nungen auf die Möglichkeiten des Luftkrie­ges sind doch die Engländer und Amerikaner in diesen Winter hineingegangen! Bis zum Beginn derkoordinierten Angriffe von Osten, Süden und Westen her", von denen nach Teheran geredet wurde, sollten alle deut­schen Städte zertrümmert, die Rüstungsindu­strie lahmgelegt und die deutsche Luftwaffe zerschmettert sein. Inzwischen haben sich un­sere Gegner doch damit abfinden müssen, datz ihnen durch die zunehmende Verstärkung der

deutschen Abwehr ihr Programm weitgehend über'den Haufen geworfen wurde. Praktisch hat sich das zunächst so ausgewirkt, datz die angloamerikanischen Luftgangster ihre An­griffe auf Zeiten beschränken mutzten, in de­nen ihnen besondere Wetterverhältnisse einen gewissen Schutz gegen die deutschen Jäger versprachen. Auch dann mutzten sie ihre Zu­flucht zu verschiedenartigen Täuschungsmanö­vern nehmen oder, wie das eine englische Zeitung ausdrückte, auf immer neuenkrum­men Wegen" zum Ziel zu gelangen suchen. Irgendwie symptomatisch sür diese Entwick­lung konnte es .scheinen, wenn die Briten während der letzten Mondscheinperiode sich im Luftkrieg beinahe vollkommene Zurück­haltung auferlegen mutzten und wenn sie auch sonst im wesentlichen nur Lücken in der Schlechtwetterperiode ausgenutzt haben.

Diese Abhängigkeit von den meteorologi­schen Bedingungen und die dadurch erzwun­

gene Beschränkung ist selbstverständlich als eine Auswirkung der verstärkten Abwehr an­zusehen, und neuerdings müssen die britischen Luftgangster nun auch noch erkennen, datz die Flucht in das schlechte Wetter kein Allheil­mittel mehr darstellt. In der vergangenen Woche verloren die britischen Bomberver­bände bei schlechtem Wetter und lange vor dem Aufgang des Mondes über vierzig vier­motorige Maschinen, ohne datz doch das Ziel eines konzentrischen Angriffes erreicht wer­den konnte. Am Donnerstagabend, bei dem neuen Terrorangriff auf die Reichshaupt­stadt, gestaltete sich das Bild ganz ähnlich. Trotz ^hes schlechten Wetters und trotz des fehlenden Mondscheines gelang es dem zähen Kampf unserer Nachtjäger und unserer Flak- divisionen, die britischen Bomber an der Durchführung eines geschlossenen Angriffes zu hindern, die auch mit ihrem Versuch auf (Fortsetzung auf Seit« 2)

38 driMcds voinber bsj LngrM suk Lsrlm sbgslckllUsn

1202 Isinc/Zic/is ?c>nrsr unc/ 249 6src/iützs kn c/sp /4bws/i75c/i/oc/it im Kaum V/ikstrzti rsi'k 12. Osrsmksr vsrn/c/itst

AusdemFiihrerhauptguartier, 21. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:Nordöstlich Kertsch wur­den von Panzern unterstützte Angrifse der Sowjets zerschlagen. Ein Unterseebootjäger versenkte im Schwarzen Meer ein feindliches Unterseeboot. Im Raum von Shaschkofs wie­sen unsere Truppen mehrere feindliche An­griffe i» zähen Kämpfen ab. Sie vernichte­ten 28 sowjetische Panzer und säuberten im Gegenangriff einige Ortschaften vom Feind. Westlich Retschiza scheiterten auch gestern wiederholte starke Angriffe der Sowjets. In unübersichtlichem Buschgelände wurde eine durchgebrochene feindliche Kampfgruppe ver­nichtet.

In der seit dem 13. Dezember 1913 an­dauernden grotzen Abwehrschlacht im Raum von Witebsk haben unsere unter dem Oberbefehl des Generalobersten R e i n - hardt stehenden Truppen den von den Sowjets unter Einsatz von über 5V Schützen­divisionen und zahlreichen Panzerverbänden angestrebten operativen Durchbruch durch unsere Front in harten Kämpfen vereitelt und dem Feind schwerste Verluste zugefügt. Bis zum 18. Januar verloren die Bolsche- wisten in diesem Frontabschnitt über -tv »99 Tote. Die Zahl der Verwundeten beträgt ein Vielfaches. 1293 feindliche Panzer und 319 Geschütze wurden vernichtet oder erbeutet.

Nördlich Newel setzten die Sowjets ihre Angriffe während des ganzen Tages fort. Unsere Truppen behaupteten ihre Stellun­gen und schössen eine grotze Anzahl feind­licher Panzer ab. Nördlich des Jlmensees und südwestlich Leningrad blieben zahlreiche feindliche Angriffe gegen unsere neuen Stel­

lungen in den begradigten Frontabschnitten erfolglos.

An der siiditalienischen Front erzielte der mit überlegenen Kräften südwestlich Castel- forte angreifende Feind nach harten Kämp­fen einen Einbruch. In planmätzig geführtem Gegenangriff wurde er auf seine Ausgangs­stellungen zurückgeworfen. In einer weiteren Einbrüchsstelle nordwestlich Minturno wird »och gekämpft.

Am Abend des 2V. Januar richteten bri­tische Bomber erneut einen Terrorangriss gegen das Stadtgebiet von Berlin, der infolge der Abwehr nicht zu geschlossener Wirkung kam. Es entstanden Personenver- luste und Schäden an Wohngebäuden beson­ders in Arbeitervierteln. Trotz schwieriger Abwehrbedingungen wurden nach bisher vor­liegenden Meldungen 38 britische Bomber abgeschossen. Einige feindliche Flugzeuge warfen Bomben in Westdeutschland. Ueber den besetzten Westgebieten und vor der norwegischen Küste verlor der Feind elf weitere Flugzeuge, davon sechs durch Bord­flak der Kriegsmarine. Deutsche Fernkampf- batterien beschossen in der vergangenen Nacht erneut Ziele an der englischen Kanalkiiste. In Deal wurden Brände beobachtet." q-

Die Absicht der britischen Luftstreitkräfte, die Verlustguote an Flugzeugen mid Be­satzungen bei ihren Terrörangriffen gegen das Reichsgebiet durch die Ausnutzung be­sonderer Schlechtwetterlagen möglichst nie­drig zu halten, wurde in den Abendstunden des 20. Januar, in denen britische Bomber­verbände erneut die Reichshauptstadt an­

griffen, wiederum vereitelt. Unsere Luft- iierteidigungskrnfte schössen nach den noch nicht vollständigen Meldungen 38 vier­motorige Bomber ab, von denen ein hoher Prozentsatz im Raum Erotz-Berlin abstürzte. Nachtjäger und Flak wurden durch eine dicke Wolkenschicht stark behindert. Wenn die Luft­abwehr trotz der grotzen Schwierigkeiten, die durch die Wetterverhültnisfe zu überwinden waren, ein solches Abschutzergebnis melden konnte, so beweist sie damit, datz der Abwehr­erfolg vom 13. Januar, als britische Bom­berverbände mitteldeutsches Gebiet unter ähnlichen Wetterbedingungen angriffen und dabei vierzig Flugzeuge verloren, nicht zu­fällig war. Er liegt vielmehr in der stetig wachsenden Schlagkraft unserer Luftvertei­digung begründet, die den Feind gezwungen hat, Nachtangriffe nur noch bei geschlossener Wolkendecke zu unternehmen, um damit die Wirkung der deutschen Abwehr zu beein­trächtigen. Von hohem Angriffsgeist beseelt, nahmen die deutschen Nachtjüaer. in deren Reihen sich auch die jungen Nachwuchsflie­ger hervorragend bewährten, im Zusammen­wirken mit der Flak den Kampf geaen die Terrorflieger auf. Drei britische Bomber vernichtete der Kommodore eines Nachtjagd- beschwaders, Eichenlaubtrüger M a - jor Prinz zu Sayn-Wittgenstein in schweren Lnftkämpfen. Beim Änariff auf einen vierten Bomber wurde sein Flugzeug von einer anderen feindlichen Maschine ge­rammt. Wegen der erlittenen schweren Be­schädigungen seines Nachtjagdflugzeuges mutzte Major Prinz Wittgenstein den Lüft- kampf abbrechen. Es gelang ihm jedoch, sein Flugzeug, trotz der Havarie glatt zu landen.

Das Lickenlaud verlieben

Fiihrerhauptq variier, 21. Ja­nuar. Der Führer verlieh am 18. Januar das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den Generalleutnant Hans Schlemmer. Kommandeur einer sächsisch­fränkischen Infanterie-Division, als 389. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Helmut Sinn, Beobachter in einer Fernaufklä­rungsgruppe.

*

Den Heldentod starb der Oberfeldwebel und Flugzeugführer Karl Haupt, ein mit dem Ritterkreuz des -Eisernen Kreuzes aus­gezeichneter Kampfflieger.,

Die erste Segeliliialiochschule JaoauS wird im Aoril d. I. in Jshioka, der javanischen Rhön, eröffnet werden.

KroÜsämirs! llönih sprsck in 81eMn

- In unserer gestrigen Ausgabe berichteten wir ausführlich von unserem nach Stettin entsandten ivv-Schriftleiter über die 3. See- schtffahrtstagung der Kreisleitung Ostsee der AO. der NSDAP. Auf der Abfchluhkund- gebung sprach Erotzadmiral Dönitz über die Bedeutung des Seekrieges. Er würdigte dabei ganz besonders die Kriegsleistungen der deutschen Handelsschiffahrt sowie den un­ermüdlichen Einsatz der Schissahrtsbelatzun- gen und brachte zum Ausdruck, datz die Kriegsmarine als ihre vornehmst Aufgabe ansehe, den deutschen Handel auf See zu schützen und den Seeverkehr unserer Feinde, wo sich immer Gelegenheit biete, mit allen Mitteln zu bekämpfen und niederzuringen.

Gauleiter Bohle dankte Großadmiral Dönitz für die kameradschaftiiche Verbunden­heit, die zwischen der Kriegsmarine und

Handelsmarine bestehe. Die Frage der Sicherstellung des Marinenachwuchses und seiner Erziehung sei von fundamentaler Be­deutung. Es sei ihm ein Herzensbedürfnis, allen Angehörigen der Handelsmarine zu sagen, datz sie der ganzen Nation durch Mut und Einsatzbereitschaft oft unter härtesten Bedingungen ein leuchtendes Beispiel treue- ster und damit deutscher Pflichterfüllung gegeben haben. Der deutsche Seemann stehe erhobenen Hauptes und mit stolzem Bewußt­sein seiner gewaltigen Leistungen neben dem Bauern, dem Bergmann, dem Rüstungs- arbeiter. dem Eisenbahner und den oielen anderen, die mithelfen, den Sieg zu errin­gen. Er rufe sie auf. weiter ihre Pflicht zu tun, um die Veriorgung der Heimat und der Wehrmacht sicherzustellen.

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An vsdrkskl üömglicder imler äsn Lsukünstlern

6sc/öc/itniLLlunc/s lilr c/sn groöski 6oum«lLt«f, ?5o1sr5or ?ou/ /.uciivig Iroorl Im Kongisöroo/ c/sr Kü/iisrbouss in ^lünc/isii

München, 21. Januar. Adolf Hitler hat die Baukunst neben der Musik als die Kö­nigin der Künste bezeichnet und Paul Luvwig Trooft als den größten Baumeister, den Deutschland seit Schinkel besaß, als den Lehrmeister unserer Zeit" So einsprach der einmaligen Größe dieses Mannes die einmalige Ari-einer Ehrung am 10. Todes­tage: Eine Gedächinisstunde im Kongreß- saal des Führerbaues am Königlichen Platz zu München. Die Gedächinisstunde wurde pieiätvoll eingeleitet mit einer Kranznieder­legung am pylonenaelchmiickten Grab Paul Ludwig Troosts im Münchener Nordirietchos. an dem vier Onsgruppenleiker und eine Ehrcnabteilunq Politisier Leiter sowie die Kranzträger mit dem Kranze des Führers Ausstellung genommen hatten. Um das Grab herum waren -ablreiche Kraniinenden genv- piert unter ihnen jene der Reichsm-nister Dr. Go-bbels unk So--r Nachdem Gau­leiter Paul Eiesler und Frau Professor

Troost eingetroffen waren, spielte der Gau- musikzug Beethovens Trauermarsch in Es- Dur. Dann legte unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden Eaulsirer Giesler den prächtigen Kranz des Führers nieder. Das Horst-Wessel-Lied bildete den Abschluß des kurzen ehrenden Gedenkens

Im Kongreßsaal des Fübrerbaues am Königlichen Platz hatten sich zu der Ge- dächtnisstunde versammelt: Frau Professor Troost mit dem Hoheitsträger im Tradi­tionsgau. Gauleiter Paul Eiesler. den Reichsleitern Dr. Leq. Schwarz und Fiehler.

BeethovensEroica" erfüllt das weite Halbrund des Kongreßsaales und leitet über zu der Gedenkrede des Gauleiters Paul Giesker. In fein geprägten Worten würdigt der Hobeitsträaer die Gestaltungs­kraft Paul Ludwig Troosts. die es vsrmoibte der Reinheit und Größe der Idee des Füh­rers den in die Jahrhunderte weisenden

Ausdruck zu geben, und die uns alle mit Bewunderung erfüllt. Was den Führer be­wege. finde durch Paul Ludwig Troost auf dem Gebiete des baukünstlerischen Lebens ein« ergreifende Parallele. Paul Giesler lchilderte den unbeirrbaren und kompromiß­losen Baumeister, die breite Basis der Troostichen Kunst und deren liebevolle Durch­bildung des Kleinsten im Zusammenhang mit dem Ganzen. Tief empfunden sind feine Worte, als er vor Augen führt wie dieser Meister in jener Zeit. die nach dem Schein und nicht nach dem Sein trachtete und Herz und Hand für das Wesentliche lahmte, dar­unter litt. im eigentlichen Kern seiner Kunst nicht verstanden zu werden, und welch be­glückendes Gesllbl Troost erfüllte, als er dann von Adolf Hitler in seinem monumen­talen Wollen gefördert wurde, wie der große Architekt nun unter Hingabe seiner inneren Herzenskraft zum wahrhaft begna­

deten Gestalter der deutschen Baukunst em- porrückte. Erfüllt von der schöpferischen Ar­beit für die. der Vorstellung des Fübrers entsprechenden Bauausgaben habe sich Paul Ludwig Troost als ein wahrhaft Königlicher unter den Bankünstlern erwiesen. Der deutsche Sieg Leide uns dazu verhelfen, auch dieser Äaukunst höchste und reinste Ge­staltung zu verschaffen. Das nationalsozia­listische Deutschland aber schulde heute schon Frau Professor Gerdy Troost Dank für den hingebenden Dienst am Erbe des großen Mannes, der seinen künstlerischen Genius in den Dienst des ganzen Volkes stellte..

Während die Lieder der Nation erklangen erinnern wir uns und finden bestätigt, was Dr Goebbels bei Eröffnung der 1. Deutschen Architektur- und Kunithandwerkausst-llung 1938 mit Bezug auf Paul Ludwig Troost festgestellt hat:Sein Geist ist in seinen Nachfahren lebendig geblieben!"

Da» k/ese« A« lt««s

Von Oe. Z1«x Orünliecü

Die Zahl der alliierten Konferenzen und Pläne zur Regelung von wirtschaftlichen Nachkriegsproblemen ist durch die mehr als drei Wochen lang in dem mit etwas zweifel­haftem Ruf behafteten amerikanischen Bade­ort Atlantic City durchgeführte Tagung der UNRRA (United Natiöns Relief und Re­habilitation Association) um eine weitere vermehrt worden. Das Ziel dieser Organi­sation, die^als Generaldirektor ihrer Ver­waltung den amerikanischen Juden Lehman», Ex-Kouverneur des Staates Newyork und Busenfreund Roosevelts. erwählte, ist nach der Präambel des im Weißen Haus unter­zeichneten Vertrages die Absicht,unmittel­bar nach der Befreiung irgendeines Gebietes durch die militärischen Streitkräfte der Ver­einigten Nationen der Bevölkerung dieser Gebiete Hilfe und Unterstützung in ihren Leiden. Nahrungsmittel, Kleidung und Un­terkunft zu beschaffen, sowie Unterstützung in der Vorbeugung gegen Seuchen und zur Er­haltung der Volksgesundheit. Außerdem sollen Vorbereitungen und Vorkehrungen für eine Beihilfe bei der Wiederaufnahme der drin­gend benötigten landwirtschaftlichen und in­dustriellen Produktion und der Wiederher­stellung der wichtigsten öffentlichen Dienst» getroffen werden. Es ist weiter nicht ver­wunderlich. daß ebenso, wie bei allen andereil offiziellen Planungen der sog.Vereinigtes Nationen" auch in diesem Falle das Haupt» gewicht der Initiative bei den Vereinigte!» Staaten liegt. Den wichtigsten Erund dafülk hat auch Lehman» in einer Rundfunkred» unoeschminkt mit den Worten bekannt: Wi* müssen aus Gründen einer Wirtschaitssicher» heit auf lange Sicht und aus Gründen de* aufgeklärten Selbstinteresses bandeln". Dnmi> ist der eigentliche Zweck und der tiefere SinB der Ilnrra-Organisation enthüllt.

Die unter amerikanischer Herrschaft stehend» UNRRA soll nach Europa und China dir auf dem amerikanischen Markt nicht absetz» baren Ueberschüsse. der amerikanischen Far> mer und im großen Umfang amerikanisch? Industrieerzeugnisse liefern und damit Ab» satzmärkte für die Dauer erobern und für di? Vereinigten Staaten die Vollbeschäftigung, die Erhaltung des Volkseinkommens und 'di« Wiedergewinnung und möglichst noch Stei» gerung des alten Lebensstandards ermög­lichen.

Es ist interessant zu verzeichnen, daß st auch bei der Bildung der UNRRA und au ihrer ersten Konferenz übereinstimmend mi den früheren anglo-ainerikanischen wirtschaft­lichen Nachkriegsplänen die gleichen Erfchrt» nnngen einer wirtschaftlichen Rivalität un? Uneinigkeit im alliierten Lager, ein alle? 'überschattender amerikanifckier Egoismus und Monopoldrang, eine Mißachtung dei wirtschaftlichen Lebensrechte der kleinerer» Nationen und wie üblich eine geplante Hint­ansetzung und Diskriminierung der Dreicr- paktmächte und auch der neutralen Staaten, also eine Verletzung der Grundsätze der Atlantic-Lharta. zeigte. Es wurden auf der Konferenz große statistische Berechnungen be­kanntgegeben und erörtert, aus denen her­vorgeht. daß die UNRRA im ersten halben Jahre nach Kriegsende sür die zu unter­stützenden Gebiete nicht weniger als 13,8 Millionen Tonnen Güter aller Art anfor­dern und transportieren will, davon allein 17,3 Millionen Tonnen Lebensmittel. Aus­schließlich für die Transportbewältigung würde dafür ein Schiffsraum von 23 Mil­lionen BRT. erforderlich sein. Bei der Be­rechnung der für die einzelnen Länder be­nötigten Lieferungen an Lebensmitteln und sonstigen Gütern sucht man die Namen der Dreierpaktmächte vergeblich, obwohl man bei der ganzen Planung doch schließlich von deren Niederlage undBefreiung" ausgeht. Statt- dessen wurde auf der Konferenz unmißver­ständlich zum Ausdruck gebracht, daß e>n Hilfswerk für die Dreierpaktmächtenur mit Zustimmung der alliierten Militärstellen" erfolgen solle, und daß der Umfang etwaiger Hilfstransporte für diese Gebiete einer scharfen Kontrolle unterworfen und im Um­fang und Charakter überhaupt erst auf einer dann einzuberufenden Sondersitzung der UNRRA beschlossen werden sollten. Eine Sitzung des Verwalt-ungsausschusses der UNRRA bat auch mit großer Stimmenmehr­heit beschlossen, daß die Dreierpaktmämte eine etwaige Nothilfe auf ihrem eigenen Ge­biet finanziell unter allen Umständen leibst tragen müßten, und verschiedene Delegatio­nen vertraten sogar die Auffassung, daß die industrielle Produktion Deutschlands nach dem Kriege weitgehend zu beschränken und daß diese beschränkte Produktion dann in erster Linie für die Lieferung von Gütern an alliierte Gebiete zu verwenden sei. Man ersieht daraus, daß genau wie im Versailler Friedensvertraq Deutschland und die ihm verbündeten Länder entgegen den Grund­sätzen der Atlantic-Lharta in der künftigen Weltwirtichaft von nornberein wieder be­nachteiligt und diskriminiert werden sollen, und daß außerdem der Reparationsgedanke, der bekanntlich chon nach dem ersten Welt­krieg die Hauptschuld am steriall der Welt­wirtschaft trägt, wieder aufl-'bt.

Ferner traten die Geaensätze unter den auf der Konferenz in Atlantic City vertre­tenen Ländern besonders bei der Festsetzung der Verwaltungskostenbeiträge der einzelnen UNRRA.-Mitglieder in Erscheinung. Wäh­rend von der sich im Isebergewicht befind­lichen britisch-amerikanischen Delegation ganz einfach 1 Prozent des Nationaleinkom­mens der Mitgliedsländer als Beitrag zur UNRRA., festgesetzt und beschlossen wurde, haben die ibero-amerikanischen Länder, de­nen auf diese Weise zusammen ein Beitrag von 193 Millionen Datiere zudiktiert wurde, während z. V. Großbritannien 320 Millionen Dollars, Kanada 90 Millionen Dollars, Au-