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erscheint 7mal wöchentlich
2.3» NM «Iiilchl. Zirftillzebühr; Postb,monmlich 2,3» NM («inlchl. 3».I Nps. D-str>Itung«g,bLhr> ruzüzl. 42 Slps. Lrst,IIg,!d. P-Itschoik: Hamtüri 1717!, 2ln»«i« genprets« und Aufnahmebedingungen II. Prein» llfti, Aufnahmetermin« »hn« Lerdindlichkoit.
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7lr. 21 ,14. Jahrgang
Sonnabend, 22. Januar 1944
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K.ui.n 1.8.N Lckulungssrdett Sll Loläslen
»Ä Berlin, 21. Januar. In der Erkenntnis der " ^ 'Tntsochr daß die weltanschauliche Erziehung e» v « rmI», und Schulung am deutschen Menschen auch ,in der Zeit fortgesetzt werden mutz, in der
»Sh,. rimm« o,^ 8^-i, er den hiock der Partei oder ihrer Gliedern dki'ufntütix. Herr» Ölungen ausgezogen hat und als Soldat mit ,-i>!>»a^ Xux. u ^der Waffe in der Hand kämpft, haben schon Nivit?uv'x W g, frühzeitig das Oberkommando der Wehr
7-arnumrit,,. l,nni« macht und die Dienststelle Rosenberg ein ge-
kuiint>oi'«ti',k?H Arbettsverhältnis schaffen fassen
-^ ^Auf Erund eines Abkommens mit General
iV o k n u n g,, ,u,^seldmarschall Keitel unterstützt die Dienst- 5u"Hm!g. z-r,m^stelle des Reichsleiters mit allen ihren Kräf- ,nit r:»!^p<>i- j„ g, U:">ten die weltanfchauliche Ausrichtung der Mete xf^ieiw. Liireti.'u KSoldaten. Die Durchführung dieser Aufgabe uu u>« 6e«eii«t. Ri-.-z'xi!--,» obliegt dem „Amt Wehrmachtsäiulung". In
^!nma «ttdit torraunr
der Erziehungsarbeit jeder deutsche,» Kriegsschule sind im Programm der Lehrgänge etit «cimeiietlH-^Schulungsvorgänge vorgesehen, die durch in '»Redner der Dienststelle Rosenberg vertreten
.-tnbdnt« werden. Darüber hinaus wird auch der Offi-
vu« m«ki. rimn,«p jn . gier des Ersatz- und des Feldheeres in Vor- ->I »ut. 7NN Ie,!,x. Lotneb,^ trägen durch die Dienststelle Rosenberg anqe- "^,"7 sprachen, damit immer wieder die chcltan- ». 2 mütii. S!iw. Utrk»" schaulichen Fragen erörtert werden und die i>'t-ftVL,ot>«'^grundsätzliche Haltung gestärkt wird. Auch in " 'geschlossenen Schulungskursen der Wehrmacht >,. u^ wirkt die Dienststelle Rosenberg durch Ent- l.ss»7rsum »Uü«i-i,sid/x„^sendung geeigneter Redner niit.
llni diese Nortragsarbeit, in der in jedem v!. Lin6..o,i«r >oöbi. riw»?^nhr Taufende von Vortrügen gehalten wer- Itren,,!!, o6. vm^. k-rsii Iifden, richtig durchführen zu können, ist eine 1 °u'r msm.' 6»^ Anzahl geeigneter Persönlichkeiten
rv-ixitie L»vn «oliek. ausgewählt und befonders geschult worden.
8»iui>ii, Alle die Arbeit, die sie auf diesem Gebiet
» , , leisten, ist meist eine zusätzliche zu irgend-
r " einem Hauptberuf und erfordert besondere l.ii. n-nUrr^,.. rat-xr->u-«ct»,> Einsatzfreudigkeit. In umfangreicher Weise u beteiligt sich aber auch die Dienststelle Ro-
senberg mit ihrem Amt Wehrmachtschulung ,ekomrneii. X. rknii«r, r» an der Begutachtung von Wehrmachtschrift- lMui!>i>rii7, tum, hilft mit an der Erstellung von Schrif-
7 Information i-ttäffig einen
keni.rrkn «.rn^L'Xoräsir. Nednerdrenst heraus, der sich IN kürzester Zeit c!a ^riö«Qic.. »drq zu einem anerkannten Cchulunasdienst ent-
k-.ivk.-'i'n^p«. Ini>. kspim h rn der Partei wie auch in der Wehrmacht H. Memüsii,tM! gelesen wird. Eigene Schriften zur Schulung der Wehrmacht und zur Klärung bestimmter ;v°ltanschaulicher Fragen erscheinen im Zu- zpvae «. ü. M sammenhang mit dem Schrifttum, das für
u?üx«,!-n-!'x. Xd- de! Lwm! die Parteischulung gedacht ist. Das Vertre- a/on. der weltanschaulichen Aufgabe in der
im 2ux* s.»s V. Nrewe-d.» Wehrmacht durch das gedruckte Wort bedeu- Sei. »Nr. ^et«» tet neben dem Rednereiniatz die Möglichkeit. »«i>. »7«u°v "uch an den einzelnen Offizier und Soldaten
, 8ie. >,. s»dvU. heranzukommen, um ihn auszurichten auf die
! f-örüe m. ivU. v. xt. grasten Ausgaben unserer Gegenwart und jhm bewustt zu m->chen dast a,,ch sein Einsatz V. Bremer- 8t?-. i). Narwal sur die kommenden Generationen und für Ek y.r. IM 2ues 5.53 die Idee des Reiches gefordert werden mich.
da von seiner Einsatzfreudigkeit Existenz und Lvlilböri« in. 7nk. v. Nrewer-.!k Tteg adhäNgen.
Ipn- 11,. sryetksstr. Xd7.
1 .^^;E° kljeysrtoS Sk8
8L Odergrupvenkübrers von Vdkrnlt,
Lm i',"' Berlin. 21. Januar. Im Osten starb den
^Mköi-km m. loh. Ll». kii Fliegertod SA.-Obergruppensührer z. V. der Senüöi. Srewen-r»rre. ^ Obersten SA.-Fiihrunq, Oberst Hanns Günther von Obernih, Kommodore der Ergänzungsfernaufklärungsgruppe. — Von Beruf
<- s tu n 6 «n
«.-»,mk-,na„»>e iv 8i«(lt >>1 Eutsinipektor, trat von Öhernitz Illll, als 17- kesekruir,r->! jähriger in das Eardefiisi'lier-Regiment ein. d,. 38 -i.vr>. 4s. ^ dem er bis Kriegsende als Leutnant und
VI«rm»r>tt ^ Kompanieführer angehörte, Auster dem E. K.
^ 2. und 1. Klasse erwarb er weitere Tapser- „ , . i keitsauszeichnungen und das Verwundeten-
abzeichen Schon kurz, nach dem Zusammen- 8,u>^ibe7. Sveiilivgsr 8>r« bruch suhrte ihn fein wldatucher Weg IN die N-Ii«ni»ns«r, 1 .7»dr ->ln «1 Hundertichaften der deutschen Freiheitsbewe-' V^°dv»"u 8^a«NEri° «ung. 192» ernannte der Führer Kruppenfüh- . . re.r von Obernitz zum Führer der Kruppe
- S7-« s-iLi-n'" Finken, an deren Spike er neun Jahre stand,
-tnx^koik, cö^l S-usel' r«> 1927 wurde er zum Obergruppenführer be- I'«rse, liel. 227. fördert. Die Bronzene und Silberne Dienst-
L n I » » k -» auszeichnung sowie das Goldene Ehrenzeichen
w,io», v7,i>«issre»», >>°'?, der NSDAP. kennzeichneten seine kümpfe- ^„ii, reestle 8riistü«><e A Ljschs Haltung.
«-nti. «. s^i. -> ^ ,z Kriegsausbruch rückte von Obernitz
zur Luftwaffe ein. Als Staffelkapitän einer Fernaufklärungsstaffel im Westen und später i-!n°..um,rd.i..n i?_.MLme«raumschneie, er sich in,,her-
df-
8clm See rstr.
V«i,ckl»«1o oft,
i77«i7m.777el".'rt 2.li vorragender Welle aus, so datz der Führer n-..-'---..-,«« «n. ihm neben den Spangen zum EK. 2. und 1. Klasse das Deutsche Kreuz in Gold, verlieh. Nur wenige Monate war es ihm vergönnt als Kommodore der Ergänzunasfern- .> lu.,. . .7« aufklärunasgruppe mit grotzem Erfolg zu wirken. Die SA. verliert in Oberqruppen- »nnn? .-znLeK. u.^? sübrer von Obernitz einen einiatzfreudigen ^ ' Aktivisten und guten Kameraden.
kerL. LuIkillk-rstrsKe 6^. ,
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k'urttinIiLvsen, <1r. -Inli^"" ^'e. 1MI. Niif .1.10 85 ..
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Die britische Admiralität gab den Verlust de? ssbllillf schnellen Gclcitbovtcs „Tvncdäle" bekannt.
2er§lör1e kolkaungell im keinälsger
8Mpwme äer gesclnvscllten Hsrvsa
O/s /stzts knt^v/c^/ung c/s5 ^.u/t/cf/sgss — 6s/t/5(chs 6sc/sn^sn um c/k's 05t/svnt
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung är. v. scb. Berlin, 21. Januar. Wenn kürzlich eine englische Zeitschrift darüber jammerte, daß „dieser Krieg nicht richtig verlaufe", datz alles immer anders, gekommen sei als vorausgesagt und darum allgemein erwartet worden sei, so wird die Berechtig gung dieser Klage beinahe täglich durch den Verlauf der militärischen Ereignisse unterstrichen. Mit welch gewaltig geblähten Hoffnungen auf die Möglichkeiten des Luftkrieges sind doch die Engländer und Amerikaner in diesen Winter hineingegangen! Bis zum Beginn der „koordinierten Angriffe von Osten, Süden und Westen her", von denen nach Teheran geredet wurde, sollten alle deutschen Städte zertrümmert, die Rüstungsindustrie lahmgelegt und die deutsche Luftwaffe zerschmettert sein. Inzwischen haben sich unsere Gegner doch damit abfinden müssen, datz ihnen durch die zunehmende Verstärkung der
deutschen Abwehr ihr Programm weitgehend über'den Haufen geworfen wurde. Praktisch hat sich das zunächst so ausgewirkt, datz die angloamerikanischen Luftgangster ihre Angriffe auf Zeiten beschränken mutzten, in denen ihnen besondere Wetterverhältnisse einen gewissen Schutz gegen die deutschen Jäger versprachen. Auch dann mutzten sie ihre Zuflucht zu verschiedenartigen Täuschungsmanövern nehmen oder, wie das eine englische Zeitung ausdrückte, auf immer neuen „krummen Wegen" zum Ziel zu gelangen suchen. Irgendwie symptomatisch sür diese Entwicklung konnte es .scheinen, wenn die Briten während der letzten Mondscheinperiode sich im Luftkrieg beinahe vollkommene Zurückhaltung auferlegen mutzten und wenn sie auch sonst im wesentlichen nur Lücken in der Schlechtwetterperiode ausgenutzt haben.
Diese Abhängigkeit von den meteorologischen Bedingungen und die dadurch erzwun
gene Beschränkung ist selbstverständlich als eine Auswirkung der verstärkten Abwehr anzusehen, und neuerdings müssen die britischen Luftgangster nun auch noch erkennen, datz die Flucht in das schlechte Wetter kein Allheilmittel mehr darstellt. In der vergangenen Woche verloren die britischen Bomberverbände bei schlechtem Wetter und lange vor dem Aufgang des Mondes über vierzig viermotorige Maschinen, ohne datz doch das Ziel eines konzentrischen Angriffes erreicht werden konnte. Am Donnerstagabend, bei dem neuen Terrorangriff auf die Reichshauptstadt, gestaltete sich das Bild ganz ähnlich. Trotz ^hes schlechten Wetters und trotz des fehlenden Mondscheines gelang es dem zähen Kampf unserer Nachtjäger und unserer Flak- divisionen, die britischen Bomber an der Durchführung eines geschlossenen Angriffes zu hindern, die auch mit ihrem Versuch auf (Fortsetzung auf Seit« 2)
38 driMcds voinber bsj LngrM suk Lsrlm sbgslckllUsn
1202 Isinc/Zic/is ?c>nrsr unc/ 249 6src/iützs kn c/sp /4bws/i75c/i/oc/it im Kaum V/ikstrzti rsi'k 12. Osrsmksr vsrn/c/itst
AusdemFiihrerhauptguartier, 21. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Nordöstlich Kertsch wurden von Panzern unterstützte Angrifse der Sowjets zerschlagen. Ein Unterseebootjäger versenkte im Schwarzen Meer ein feindliches Unterseeboot. Im Raum von Shaschkofs wiesen unsere Truppen mehrere feindliche Angriffe i» zähen Kämpfen ab. Sie vernichteten 28 sowjetische Panzer und säuberten im Gegenangriff einige Ortschaften vom Feind. Westlich Retschiza scheiterten auch gestern wiederholte starke Angriffe der Sowjets. In unübersichtlichem Buschgelände wurde eine durchgebrochene feindliche Kampfgruppe vernichtet.
In der seit dem 13. Dezember 1913 andauernden grotzen Abwehrschlacht im Raum von Witebsk haben unsere unter dem Oberbefehl des Generalobersten R e i n - hardt stehenden Truppen den von den Sowjets unter Einsatz von über 5V Schützendivisionen und zahlreichen Panzerverbänden angestrebten operativen Durchbruch durch unsere Front in harten Kämpfen vereitelt und dem Feind schwerste Verluste zugefügt. Bis zum 18. Januar verloren die Bolsche- wisten in diesem Frontabschnitt über -tv »99 Tote. Die Zahl der Verwundeten beträgt ein Vielfaches. 1293 feindliche Panzer und 319 Geschütze wurden vernichtet oder erbeutet.
Nördlich Newel setzten die Sowjets ihre Angriffe während des ganzen Tages fort. Unsere Truppen behaupteten ihre Stellungen und schössen eine grotze Anzahl feindlicher Panzer ab. Nördlich des Jlmensees und südwestlich Leningrad blieben zahlreiche feindliche Angriffe gegen unsere neuen Stel
lungen in den begradigten Frontabschnitten erfolglos.
An der siiditalienischen Front erzielte der mit überlegenen Kräften südwestlich Castel- forte angreifende Feind nach harten Kämpfen einen Einbruch. In planmätzig geführtem Gegenangriff wurde er auf seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. In einer weiteren Einbrüchsstelle nordwestlich Minturno wird »och gekämpft.
Am Abend des 2V. Januar richteten britische Bomber erneut einen Terrorangriss gegen das Stadtgebiet von Berlin, der infolge der Abwehr nicht zu geschlossener Wirkung kam. Es entstanden Personenver- luste und Schäden an Wohngebäuden besonders in Arbeitervierteln. Trotz schwieriger Abwehrbedingungen wurden nach bisher vorliegenden Meldungen 38 britische Bomber abgeschossen. Einige feindliche Flugzeuge warfen Bomben in Westdeutschland. Ueber den besetzten Westgebieten und vor der norwegischen Küste verlor der Feind elf weitere Flugzeuge, davon sechs durch Bordflak der Kriegsmarine. Deutsche Fernkampf- batterien beschossen in der vergangenen Nacht erneut Ziele an der englischen Kanalkiiste. In Deal wurden Brände beobachtet." q-
Die Absicht der britischen Luftstreitkräfte, die Verlustguote an Flugzeugen mid Besatzungen bei ihren Terrörangriffen gegen das Reichsgebiet durch die Ausnutzung besonderer Schlechtwetterlagen möglichst niedrig zu halten, wurde in den Abendstunden des 20. Januar, in denen britische Bomberverbände erneut die Reichshauptstadt an
griffen, wiederum vereitelt. Unsere Luft- iierteidigungskrnfte schössen nach den noch nicht vollständigen Meldungen 38 viermotorige Bomber ab, von denen ein hoher Prozentsatz im Raum Erotz-Berlin abstürzte. Nachtjäger und Flak wurden durch eine dicke Wolkenschicht stark behindert. Wenn die Luftabwehr trotz der grotzen Schwierigkeiten, die durch die Wetterverhültnisfe zu überwinden waren, ein solches Abschutzergebnis melden konnte, so beweist sie damit, datz der Abwehrerfolg vom 13. Januar, als britische Bomberverbände mitteldeutsches Gebiet unter ähnlichen Wetterbedingungen angriffen und dabei vierzig Flugzeuge verloren, nicht zufällig war. Er liegt vielmehr in der stetig wachsenden Schlagkraft unserer Luftverteidigung begründet, die den Feind gezwungen hat, Nachtangriffe nur noch bei geschlossener Wolkendecke zu unternehmen, um damit die Wirkung der deutschen Abwehr zu beeinträchtigen. Von hohem Angriffsgeist beseelt, nahmen die deutschen Nachtjüaer. in deren Reihen sich auch die jungen Nachwuchsflieger hervorragend bewährten, im Zusammenwirken mit der Flak den Kampf geaen die Terrorflieger auf. Drei britische Bomber vernichtete der Kommodore eines Nachtjagd- beschwaders, Eichenlaubtrüger M a - jor Prinz zu Sayn-Wittgenstein in schweren Lnftkämpfen. Beim Änariff auf einen vierten Bomber wurde sein Flugzeug von einer anderen feindlichen Maschine gerammt. Wegen der erlittenen schweren Beschädigungen seines Nachtjagdflugzeuges mutzte Major Prinz Wittgenstein den Lüft- kampf abbrechen. Es gelang ihm jedoch, sein Flugzeug, trotz der Havarie glatt zu landen.
Das Lickenlaud verlieben
Fiihrerhauptq variier, 21. Januar. Der Führer verlieh am 18. Januar das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an den Generalleutnant Hans Schlemmer. Kommandeur einer sächsischfränkischen Infanterie-Division, als 389. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Helmut Sinn, Beobachter in einer Fernaufklärungsgruppe.
*
Den Heldentod starb der Oberfeldwebel und Flugzeugführer Karl Haupt, ein mit dem Ritterkreuz des -Eisernen Kreuzes ausgezeichneter Kampfflieger.,
Die erste Segeliliialiochschule JaoauS wird im Aoril d. I. in Jshioka, der javanischen Rhön, eröffnet werden.
KroÜsämirs! llönih sprsck in 81eMn
- In unserer gestrigen Ausgabe berichteten wir ausführlich von unserem nach Stettin entsandten ivv-Schriftleiter über die 3. See- schtffahrtstagung der Kreisleitung Ostsee der AO. der NSDAP. Auf der Abfchluhkund- gebung sprach Erotzadmiral Dönitz über die Bedeutung des Seekrieges. Er würdigte dabei ganz besonders die Kriegsleistungen der deutschen Handelsschiffahrt sowie den unermüdlichen Einsatz der Schissahrtsbelatzun- gen und brachte zum Ausdruck, datz die Kriegsmarine als ihre vornehmst Aufgabe ansehe, den deutschen Handel auf See zu schützen und den Seeverkehr unserer Feinde, wo sich immer Gelegenheit biete, mit allen Mitteln zu bekämpfen und niederzuringen.
Gauleiter Bohle dankte Großadmiral Dönitz für die kameradschaftiiche Verbundenheit, die zwischen der Kriegsmarine und
Handelsmarine bestehe. Die Frage der Sicherstellung des Marinenachwuchses und seiner Erziehung sei von fundamentaler Bedeutung. Es sei ihm ein Herzensbedürfnis, allen Angehörigen der Handelsmarine zu sagen, datz sie der ganzen Nation durch Mut und Einsatzbereitschaft oft unter härtesten Bedingungen ein leuchtendes Beispiel treue- ster und damit deutscher Pflichterfüllung gegeben haben. Der deutsche Seemann stehe erhobenen Hauptes und mit stolzem Bewußtsein seiner gewaltigen Leistungen neben dem Bauern, dem Bergmann, dem Rüstungs- arbeiter. dem Eisenbahner und den oielen anderen, die mithelfen, den Sieg zu erringen. Er rufe sie auf. weiter ihre Pflicht zu tun, um die Veriorgung der Heimat und der Wehrmacht sicherzustellen.
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An vsdrkskl üömglicder imler äsn Lsukünstlern
6sc/öc/itniLLlunc/s lilr c/sn groöski 6oum«lLt«f, ?5o1sr5or ?ou/ /.uciivig Iroorl Im Kongisöroo/ c/sr Kü/iisrbouss in ^lünc/isii
München, 21. Januar. Adolf Hitler hat die Baukunst neben der Musik als die Königin der Künste bezeichnet und Paul Luvwig Trooft als den größten Baumeister, den Deutschland seit Schinkel besaß, als den „Lehrmeister unserer Zeit" So einsprach der einmaligen Größe dieses Mannes die einmalige Ari-einer Ehrung am 10. Todestage: Eine Gedächinisstunde im Kongreß- saal des Führerbaues am Königlichen Platz zu München. Die Gedächinisstunde wurde pieiätvoll eingeleitet mit einer Kranzniederlegung am pylonenaelchmiickten Grab Paul Ludwig Troosts im Münchener Nordirietchos. an dem vier Onsgruppenleiker und eine Ehrcnabteilunq Politisier Leiter sowie die Kranzträger mit dem Kranze des Führers Ausstellung genommen hatten. Um das Grab herum waren -ablreiche Kraniinenden genv- piert unter ihnen jene der Reichsm-nister Dr. Go-bbels unk So--r Nachdem Gauleiter Paul Eiesler und Frau Professor
Troost eingetroffen waren, spielte der Gau- musikzug Beethovens Trauermarsch in Es- Dur. Dann legte unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden Eaulsirer Giesler den prächtigen Kranz des Führers nieder. Das Horst-Wessel-Lied bildete den Abschluß des kurzen ehrenden Gedenkens
Im Kongreßsaal des Fübrerbaues am Königlichen Platz hatten sich zu der Ge- dächtnisstunde versammelt: Frau Professor Troost mit dem Hoheitsträger im Traditionsgau. Gauleiter Paul Eiesler. den Reichsleitern Dr. Leq. Schwarz und Fiehler.
Beethovens „Eroica" erfüllt das weite Halbrund des Kongreßsaales und leitet über zu der Gedenkrede des Gauleiters Paul Giesker. In fein geprägten Worten würdigt der Hobeitsträaer die Gestaltungskraft Paul Ludwig Troosts. die es vsrmoibte der Reinheit und Größe der Idee des Führers den in die Jahrhunderte weisenden
Ausdruck zu geben, und die uns alle mit Bewunderung erfüllt. Was den Führer bewege. finde durch Paul Ludwig Troost auf dem Gebiete des baukünstlerischen Lebens ein« ergreifende Parallele. Paul Giesler lchilderte den unbeirrbaren und kompromißlosen Baumeister, die breite Basis der Troostichen Kunst und deren liebevolle Durchbildung des Kleinsten im Zusammenhang mit dem Ganzen. Tief empfunden sind feine Worte, als er vor Augen führt wie dieser Meister in jener Zeit. die nach dem Schein und nicht nach dem Sein trachtete und Herz und Hand für das Wesentliche lahmte, darunter litt. im eigentlichen Kern seiner Kunst nicht verstanden zu werden, und welch beglückendes Gesllbl Troost erfüllte, als er dann von Adolf Hitler in seinem monumentalen Wollen gefördert wurde, wie der große Architekt nun unter Hingabe seiner inneren Herzenskraft zum wahrhaft begna
deten Gestalter der deutschen Baukunst em- porrückte. Erfüllt von der schöpferischen Arbeit für die. der Vorstellung des Fübrers entsprechenden Bauausgaben habe sich Paul Ludwig Troost als ein wahrhaft Königlicher unter den Bankünstlern erwiesen. Der deutsche Sieg Leide uns dazu verhelfen, auch dieser Äaukunst höchste und reinste Gestaltung zu verschaffen. Das nationalsozialistische Deutschland aber schulde heute schon Frau Professor Gerdy Troost Dank für den hingebenden Dienst am Erbe des großen Mannes, der seinen künstlerischen Genius in den Dienst des ganzen Volkes stellte..
Während die Lieder der Nation erklangen erinnern wir uns und finden bestätigt, was Dr Goebbels bei Eröffnung der 1. Deutschen Architektur- und Kunithandwerkausst-llung 1938 mit Bezug auf Paul Ludwig Troost festgestellt hat: „Sein Geist ist in seinen Nachfahren lebendig geblieben!"
Da» k/ese« A« lt««s
Von Oe. Z1«x Orünliecü
Die Zahl der alliierten Konferenzen und Pläne zur Regelung von wirtschaftlichen Nachkriegsproblemen ist durch die mehr als drei Wochen lang in dem mit etwas zweifelhaftem Ruf behafteten amerikanischen Badeort Atlantic City durchgeführte Tagung der UNRRA (United Natiöns Relief und Rehabilitation Association) um eine weitere vermehrt worden. Das Ziel dieser Organisation, die^als Generaldirektor ihrer Verwaltung den amerikanischen Juden Lehman», Ex-Kouverneur des Staates Newyork und Busenfreund Roosevelts. erwählte, ist nach der Präambel des im Weißen Haus unterzeichneten Vertrages die Absicht, „unmittelbar nach der Befreiung irgendeines Gebietes durch die militärischen Streitkräfte der Vereinigten Nationen der Bevölkerung dieser Gebiete Hilfe und Unterstützung in ihren Leiden. Nahrungsmittel, Kleidung und Unterkunft zu beschaffen, sowie Unterstützung in der Vorbeugung gegen Seuchen und zur Erhaltung der Volksgesundheit. Außerdem sollen Vorbereitungen und Vorkehrungen für eine Beihilfe bei der Wiederaufnahme der dringend benötigten landwirtschaftlichen und industriellen Produktion und der Wiederherstellung der wichtigsten öffentlichen Dienst» getroffen werden. Es ist weiter nicht verwunderlich. daß ebenso, wie bei allen andereil offiziellen Planungen der sog. „Vereinigtes Nationen" auch in diesem Falle das Haupt» gewicht der Initiative bei den Vereinigte!» Staaten liegt. Den wichtigsten Erund dafülk hat auch Lehman» in einer Rundfunkred» unoeschminkt mit den Worten bekannt: Wi* müssen aus Gründen einer Wirtschaitssicher» heit auf lange Sicht und aus Gründen de* aufgeklärten Selbstinteresses bandeln". Dnmi> ist der eigentliche Zweck und der tiefere SinB der Ilnrra-Organisation enthüllt.
Die unter amerikanischer Herrschaft stehend» UNRRA soll nach Europa und China dir auf dem amerikanischen Markt nicht absetz» baren Ueberschüsse. der amerikanischen Far> mer und im großen Umfang amerikanisch? Industrieerzeugnisse liefern und damit Ab» satzmärkte für die Dauer erobern und für di? Vereinigten Staaten die Vollbeschäftigung, die Erhaltung des Volkseinkommens und 'di« Wiedergewinnung und möglichst noch Stei» gerung des alten Lebensstandards ermöglichen.
Es ist interessant zu verzeichnen, daß st auch bei der Bildung der UNRRA und au ihrer ersten Konferenz übereinstimmend mi den früheren anglo-ainerikanischen wirtschaftlichen Nachkriegsplänen die gleichen Erfchrt» nnngen einer wirtschaftlichen Rivalität un? Uneinigkeit im alliierten Lager, ein alle? 'überschattender amerikanifckier Egoismus und Monopoldrang, eine Mißachtung dei wirtschaftlichen Lebensrechte der kleinerer» Nationen und wie üblich eine geplante Hintansetzung und Diskriminierung der Dreicr- paktmächte und auch der neutralen Staaten, also eine Verletzung der Grundsätze der Atlantic-Lharta. zeigte. Es wurden auf der Konferenz große statistische Berechnungen bekanntgegeben und erörtert, aus denen hervorgeht. daß die UNRRA im ersten halben Jahre nach Kriegsende sür die zu unterstützenden Gebiete nicht weniger als 13,8 Millionen Tonnen Güter aller Art anfordern und transportieren will, davon allein 17,3 Millionen Tonnen Lebensmittel. Ausschließlich für die Transportbewältigung würde dafür ein Schiffsraum von 23 Millionen BRT. erforderlich sein. Bei der Berechnung der für die einzelnen Länder benötigten Lieferungen an Lebensmitteln und sonstigen Gütern sucht man die Namen der Dreierpaktmächte vergeblich, obwohl man bei der ganzen Planung doch schließlich von deren Niederlage und „Befreiung" ausgeht. Statt- dessen wurde auf der Konferenz unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, daß e>n Hilfswerk für die Dreierpaktmächte „nur mit Zustimmung der alliierten Militärstellen" erfolgen solle, und daß der Umfang etwaiger Hilfstransporte für diese Gebiete einer scharfen Kontrolle unterworfen und im Umfang und Charakter überhaupt erst auf einer dann einzuberufenden Sondersitzung der UNRRA beschlossen werden sollten. Eine Sitzung des Verwalt-ungsausschusses der UNRRA bat auch mit großer Stimmenmehrheit beschlossen, daß die Dreierpaktmämte eine etwaige Nothilfe auf ihrem eigenen Gebiet finanziell unter allen Umständen leibst tragen müßten, und verschiedene Delegationen vertraten sogar die Auffassung, daß die industrielle Produktion Deutschlands nach dem Kriege weitgehend zu beschränken und daß diese beschränkte Produktion dann in erster Linie für die Lieferung von Gütern an alliierte Gebiete zu verwenden sei. Man ersieht daraus, daß genau wie im Versailler Friedensvertraq Deutschland und die ihm verbündeten Länder entgegen den Grundsätzen der Atlantic-Lharta in der künftigen Weltwirtichaft von nornberein wieder benachteiligt und diskriminiert werden sollen, und daß außerdem der Reparationsgedanke, der bekanntlich chon nach dem ersten Weltkrieg die Hauptschuld am steriall der Weltwirtschaft trägt, wieder aufl-'bt.
Ferner traten die Geaensätze unter den auf der Konferenz in Atlantic City vertretenen Ländern besonders bei der Festsetzung der Verwaltungskostenbeiträge der einzelnen UNRRA.-Mitglieder in Erscheinung. Während von der sich im Isebergewicht befindlichen britisch-amerikanischen Delegation ganz einfach 1 Prozent des Nationaleinkommens der Mitgliedsländer als Beitrag zur UNRRA., festgesetzt und beschlossen wurde, haben die ibero-amerikanischen Länder, denen auf diese Weise zusammen ein Beitrag von 193 Millionen Datiere zudiktiert wurde, während z. V. Großbritannien 320 Millionen Dollars, Kanada 90 Millionen Dollars, Au-