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Nr. 14 , 14. Jahrgang
Sonnabend, 1S. Januar 1944
kinzelpreis 15 Upf.
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I, ltspelle 8nrg«. 8nnnl>>g st, n'sinT- linii. 0.45 1^.
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Lv^ikis verloren in 2ivei lagen 335 kanser
Aus demFührerhauptquartier, li. Januar. Das pberkoininaudo der Wchr- vracht gibt bekannt:
Nordöstlich Kertsch wurden starke feindliche Angriffe abgewiesen. Am Brückenkopf von Nikopol dehnten die Bolfchewisten ihre Angriffe, auf weitere Abschnitte aus. sie wurden in schweren Kämpfen abgewehrt.
Im Raum westlich Kirowograd.zerschlugcu unsere Truppen mehrere feindliche Angriffs- gruppen. stkach harten Kämpfen wurde hier im Gegenangriff eine Frontliicke geschlossen. Zehn feindliche Panzer und Z» Geschütze wurden dabei vernichtet. Südlich und südwestlich Tfcherkaffy sind Kämpfe mit örtlich eingebrochenem Feind im Gange.
Im Raum südwestlich Pogrebischtfche wurden die Sowjets im Gegenangriff weiter zurückgeworfen. Westlich Berditschew wnrde eine ins Hintergelände durchgebrochene sowjetische Panzcrgrnppe nach Abschuh von stS feindlichen Panzern und acht Sturmgeschützen vernichtet.
Jin Raum südwestlich und westlich Nowo- grad-Wolnnfk leisteten unsere Truppen gegenüber dem vordringenden Feind weiter hartnäckigen Widerstand. Westlich Retschiza hielt der starke Druck des Feindes an. Bei der Abwehr der schweren feindlichen Angriffe vernichteten Truppen einer Panzerdivision 18 durchgebrochene Panzer.
2m Kampfraum von Witebsk lieg die Wucht der feindlichen Angriffe unter dem Eindruck der schweren Verluste des Vortages nach. Schwächere Angriffe wurden abgewiesen. Nordwestlich Newel führten die Sowjets auch gestern heftige Angriffe, die in harten Kämpfen abgewehrt wurden.
In den beiden letzten Tagen verloren die Bolfchewisten an der Ostfront 838 Panzer. - In Sllditalien greift der Feind im Abschnitt westlich und nordwestlich Venasro mit steigernder Heitigkeit an. Schwere Kämpfe sind hier im Gange. An der übrigen Front fanden außer Vorpostengesechten am Eari- gliano keine wesentlichen. Kampfhandlungen statt.
Feindliche Zerstörer wurden bei dem Ber- such, die Stadt Civitanova an der Adrig- kirfte zu beschießen, von Marineküstenbatte- ricn unter Feuer genommen. Nach mehreren Treffern drehten die Zerstörer brennend nach Süden ab.
In der vergangenen Nacht warfen einige britische Flugzeuge Bomben auf westdeutsches Gebiet.
In den Abendstunden des gestrigen Tages grmen deutsche Flugzeuge Ziele in Südost- england an.
IVickitigs Leseblüsss äks UsUsmscbsll MnistsrrLts
Mailand, 14. Januar. Auf Vorschlag dec- Duce genehmigte Ver Mimsterrat einen Gesetzentwurf. durch den die Angehörigen ver Zivilverwaltung des Staates von ihrem Trenefchwnr gegenüber dem Exkönig entbunden werden. D'urch'einen, weiteren Beschluß des Ministerrats erhält die faschistische re- publikaniiche Partei juristischen Charakter. Gleichzeitig werden alle früher für die Nationale Faschistische Partei geltenden Bestimmungen wieder in Kraft gefetzt. Mit dem gleichen Dekret werden auch alle Gliederungen und Organisationen der früheren faschistischen Partei wieder ins Leben gerufen. In einem dritten Dekret wird bestimmt, daß alle Aufgaben und Befugnisse der republikanischen Fasci und der republikanischen Organisation im Ausland der Parteidirektion übertragen werden.
Schließlich genehmigt^Her Mniisterrat das Statut der neuen republikanischen Polizei und -beschloß, daß alle gesetzlich- anerkannten Vorrechte der Quadristen für alle jene hinfällig geworden sind. die ihren Pflichten als Milizsoldaten der Revolution nicht nachgekommen sind und sich in der Stunde der Bewährung nicht der neuen Republikanischen Faschistischen Partei angeschlossen haben.
Im 6adre M? 1.8 Millionen SKI.
Z>»
mskr versenkt sie angenommen
Dsut5c/is A/o/Asrak/sn Ltst5 Uliong56t/Kof ruv65/ä5Lt9 — ^u^5c^/u6ks/c^65 VS55pätStS8 k/N965tönc/n/5 /?OO56vs/t5 unc/ O/1U5S/1///5
Drahtbericht unserer Berliner Tchriftleitnng Dr. vr. setz. Berlin, 14. Januar. In dem Tagesbefehl, den der Führer zu Beginn des neuen Jahres an Wehrmacht und Heer erlassen hat, wurde das scheinbare Abflauen des U-Boot-Krieges mit dem Hinweis auf eine einzige technische Erfindung auf Seiten unserer Gegner erklärt. Gleichzeitig hörten wir die Versicherung, daß wir hoffen, die Wirkung dieser feindlichen Erfindung in kurzer Zeit ausschalten zu können. Was das für die britische und amerikanische Kriegführung bedeuten würde, darüber können sich die verantwortlichen Stellen im gegnerischen Lager gar nicht im unklaren sein. Sie haben zwar in der Zeit, in der die Wirkungen des U-Bootkrieges immer bedrohlichere Ausmaße annahmen, die Dinge gegenüber der Weltöffentlichkeit in schamloser Weise zu bagatellisieren versucht. Erst heute, wo ihnen im Uebermnt der Kamm zu sehr geschwollen ist. lassen sich die beauftragten Wortführer Churchills und Roosevelts zu höchst ausichluß- reicheu Eingeständyissen im Hinblick auf die zurückliegende Zeit verleiten.
Seit dem Sommer des Jahres 1643 geben die Engländer und Amerikaner allmonatlich eine gemeinsame Erklärung über ihre Verluste an. Handelsschiffen heraus. In der letzten dieser Erklärungen, die sich auf den Monat Dezember 1643 bezieht, ist man nun in der Lust am Fabulieren und am Renommieren einmal sehr unvorsichtig geworden, indem man nämlich einen Vergleich zwischen den Auswirkungen des Tonnayekrieges im Jahre 1642 und im Jahre 1643 zoa. Stolz wird, da verkündet, daß die deutschen Unter
seeboote im Jahre 1943 nur 46 Prozent der im Jahre 1642 vernichteten Handelstonnage versenkt hätten.
Was nun die Ziffern des Jahres 1643 betrifft, so ist man auf der Gegenseite offenbar von den deutscherseits gemeldeten Erfolgen ausgegangen. Das ergibt sich eindeutig aus den prozentualen Angaben über die Versenkungen in den verschiedenen Vierteljahren des Jahres 1642, die fast haargenau mit dem übereinstimmen, was sich an Hand der deutschen amtlichen Ziffern errechnen läßt. Es entsteht nur eine unbedeutende Differenz von 86 666 BRT., die man außeracht lassen kann.
Wenn man hiese Tatsache als zuverläisr- gen Ausgangspunkt nintmt, so stellt sich heraus. daß die Engländer und Amerikaner selbst im Jahre 1642 einen Kesamtverlust an Handelstonnage in Höhe von über 6.2 Millionen BRT. ausschließlich auf das Er- folqskonto der deutschen U-Boote gebucht haben. Dem steht gegenüber, daß im gleichen Zeitraum von amtlicher deutscher Seite nur 7.6 Millionen BNT. als sicher festgestelltes Versenkungsergebnis gemeldet worden sind. Das ergibt einen Unterschied von 1.6 Millionen BRT. oder 17 Prozent gegenüber diesem indirekten feindlichen Eingeständnis. Bei einer Dijrchschnittsionnage von 8066 BRT. se Schiff besagt dies, daß der Feind mindestens 326 Handelsschiffe, von deren Verlust bisher"nichts bekannt war. zusätzlich im Jabre 1642 «inarbiißt hat.
Zunächst bestätigt sich. danach die immer wieder geäußerte Vermutung, daß noch eine große Zahl der nur als torpediert gemeldeten Schiffe zu einem Zeitpunkt geiunken
sein muß. wo das infolge der schlechten Wetterverhältnisse oder unter der Einwirkung starker feindlicher Abwehr von unseren U-Boot-Kommandanten nicht mehr beobachtet werden konnte. Vor allem aber bedeutet das nachträgliche feindliche Eingeständnis eine eindrucksvolle Anerkennung der Tatsache. daß zahlenmäßige deutsche Ersolgs- ziffern immer in höchst vorsichtigen, genauen und gewissenhaften Feststellungen begründet sind und eben wegen der angewandten Vorsicht nur so von der Wirklichkeit abweichen können, daß sie hinter ihr zuriickblieben.
Das gilt in gleicher Weise wie für den Seekrieg für die von uns gemeldeten Erfolgsziffern im Land- und im Luftkrieg. Wenn wir Gefangene. Beule und abgeschossene -feindliche Panzer melden, so stimmt das ebenso sicher, als wenn Abschuß ziffern im Luftkrieg genannt werden. Ernsthafte militärische Kritiker auf der Gegenseite haben sich mit dieser Tatsache längst abgefunden und sie gegenüber leichtfertigen Optimisten und Schwätzern wiederholt mahnend zur Geltung gebracht. Es ist daher auch erklärlich, wenn beispielsweise nach der letzten großen Luftschlacht am ll. Jaimar 1944 die Versuche der amerikanischen Bomberkom- mandos, die eigenen Verluste zu halbieren und die deutschen Verluste maßlos zu übertreiben. nirgendwo in der Weltöffentlichkeit Glauben gefunden haben. Irgendwann verplappern sich die feindlichen Agitatoren ja doch immer wieder, wie jetzt das unfreiwillig gegebene Geständnis über die tatsächlichen ToNnageverlnste zeigt.
(Fortsetzung aus Seite 2)
üoosövell gellt erneut suk vllNMeiiksllg sus
VskLprsc/iungsn c^sr OHnmoc^it gsgsn Xr/sgSLorgsn — Dos 054 -Vo/Ic 5o// 100 ^1///sorc/sn Do/Zar rcili/sn
- Drahtbericht unserer Berliner Tchristleitung
<kr. vr. svb. Berlin, 14. Januar. Die Sorgen, die sich für unsere Gegner im Zusammenhang mit den letzten Feststellungen über die noch keineswegs ausgeschöpften 'Möglichkeiten des U-Boot-Krieges abzeichnen, liegen auf der gleichen Linie wie die Wirkungen der gesteigerten Luftabwehr gegenüber den anglo-amerikanischen Terrorangrifsen. Schon heute deuten die Luftkriegssachverstäiidi en in englischen und amerikanischenZeitungen an. daß beider gegeinpärtigenEntwicklniig irgendwann mit» einem Ausgleich zwischen Angriffskraft'der Bomber und Abwehrkraft der Jäger gerechnet werben müsse. Dem strategischen Bomberkrieg gegen die deutsche Heimat, so erklärt der amerikanische. Lustkriegskorrespondent Major Seversky. sei eine zeitliche Grenze gezogen- jenseits derer die Bomber wenn sie nicht rechtzeitig ihr ursprüngliches Ziel erreichen könnten, andere Ausgaben bei der -Unterstützung der Landoperaiionen übernehmen müßten.
Vielleicht haben Roosevelt diese Dings vorgeschwebt. als er in seiner Budgetbotschaft an den Kongreß, mit der er dem ameckka- nischen Volk noch einmal 166 'Milliarden Dollar abpressen will, die Möglichkeit einer „ungünstigen Wendung der militärischen Ereignisse" andeutete, die noch zu weiter erhöhter Forderung nach Kriegsmaterial füh
ren könnte. Der größenwahnsinnige Mann im Weißen Hause macht sich scheinbar keine Sorgen darum, daß das amerikanische Voll eines Tages doch in seiner Mehrheit hinter den verbrecherischen Schwindel kommen könnte, der an ihm verübt worden ist. Einmal schwur er hoch und heilig, daß er niemals die amerikanischen Vater. Söhne und Bruder außerhalb des Landes in den Krieg führen werde. Inzwischen weiß alle Welt nach allzuvielen Geständnissen und Enthüllungen, daß es des amerikanischen Präsidenten einziger Gedanke seit Jahren war. das amerikanische Volk mit dem Krieg zu überrumpeln. weil er keinen anderen Ausweg aus der Sackgasse sah. in die er auf den Wegen seiner verrückten New-Deal-Politik geraten war.
Heute hat er den verunglückten Schein- sozialplan durch die Parole ..Gewinne den Krieg" zu ersetzen versucht. Und wie damals, will er die Oeffentlichkeit mit Milliardeu- programmen bluffen und betäuben. Wie er auf seinen innenpolitischen Wegen furchtbar Schiffbruch erlitt, so wird er auch den Krieg nicht gewinnen. Es ist ein klägliches Bekenntnis der eigenen Unfähigkeit und des Dilettantismus, wenn Roosevelt heute schon wieder den grotesken Sprung zurück mächen muß, indem er den betrogenen Amerikanern als Siegespreis noch einmal .seine überlebten alten Versprechungen hinhq.lt.
Er erklärt jetzt ijum Abschluß seines großen Erpressungsver>uches. um die 160 Milliarden unter Dach und Fach zu bringen: „Ein militärischer Sieg allein genügt nicht. Wir werden die Verteidigung unserer 'Art. zm leben, nicht vervollständigt haben, bis uns auch die Lösung der zweiten 'Aufgabe gelungen ist: der Aufbau einer Wirtschaft, in der jeder Arbeitswillige für sich selbst, eine produktive Beschäftigung finden kann."
Roosevelt hat in demselben Jahre das Prüsidentenamt 'übernommen, in dem der 'Nationalsozialismus zur Macht kam, im Jahre 4633. Aber während in den sechs Jahren vor dem Kriege Adolf Hitler ein gigantisches wirtschafts- und sozialpolitisches Programm zum großen Teil erfüllt und zum anderen der Verwirklichung entgegengesührt hat, während bei uns der Begriff der Arbeitslosigkeit verschwunden war, führte Roosevelt die Vereinigten Staaten in ein wirtschaftliches Chaos ohnegleichen, aus deni er nur noch die Entfesselung des Krieges als letzten Ausweg sah. Es ist unbegreiflich, wenn inkmer noch ein großer Teil des amerikanischen Volkes und der Weltöffentlichkeit sich den klaren Blick vernebeln läßt, wenn dieser MäNn immer erneut auf Bauernfang und Verdummunq ausaehen kann. der längst als einer der schlimmsten Scharlatane. Betrüger und Verbrecher der Weltgeschichte entlarvt ist.
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TrMbericht linkerer Berliner Schriitlrituug
b. Berlin, 14. Januar. Die Formulierung über die „tollkühnen Burschen der Messer- schmitt.und Focke-Wulf", die von amerikanischen Teilnehmern der großen Luftschlacht über Mitteldeutschland stammt, findet sich in fast allen Erörterungen englischer und amerikanischer Blätter über dieses Fiasko der amerikanischen Vomberwaffe wieder. Es wäre verfehlt, in diesem Zitat etwa eine Auswirkung der sogenannten „Fairneß" erblicken zu wollen, mit der die Gegner den Mut und die Tapferkeit der deutschen Piloten werten, vielmehr spiegelt sich in der Betonung sämtlicher., oftmals der Phantasie reichlich Raum gebender Berichte amerikanischer Piloten das Bestreben wider, das anglo-amerikanische Publikum auf die endgültigen Verlustzahlen vorzubereiten, die angeblich noch immer „taxiert" werden.
So veröffentlichen die englischen und amerikanischen Blätter vor allein die Unterredung, die der United-Preß-Vertreter Collie Small mit dem amerikanischen Feldwebel Einest W. Clauser hatte, der als Heckschütze an der Luftschlacht teilnahm und in seiner Erinnerung die deutsche Taktik des Zerschlagen? der amerikanischen Verbände etwa in Vergleich mit Flottenmanövern setzt, da nach seiner Vermutung die Deutschen beispiels- wci>e die Einnebelung in der Art benutzen.
wie Zerstörer Flottenbewegungen tarnen. Der amerikanische Feldwebel will beobachtet haben, daß die deutschen Jagdverbände, sich in Ketten auflösten, um nach dem Beispiel einer Breitseite beim Seegefecht ihre gesamte Feuerkraft zur Geltung zu-^bringen, „Als alle Messerschmitt-Jciger, die die sauberste Auflösung in Kettensormation vollzogen, w'e man sie jemals gesehen hat, Front zu uns hatten, ließen sie eine Breitseite los. Wir hatten das Gefühl, als ob wir aus fliegenden Bunkern kämpften, und als ob jene Messerschmitts Infanteristen wären, die aus uns einstürmten. Oft kamen aus dein Dunst derartig viele .Lager auf uns zu, daß ich sie nicht zählen konnte. Sie begannen auf uns loszuseuern. und zwar von allein Seiten. Obwohl die Temperatur 23 Grad Fahren- heit (36 Grad Celsius) unter 'Null zeigte, hatten wir so inüchtig zu tun und schwitz'en so furchtbar, daß wir die Heizung in unseren Anzügen abdrehten und uns die Handschuhe auszogen."
Der United-Preß-Korrespondent hält diese Berichte, die natürlich ein wenig den Beigeschmack einer starken Impulsivität zur Demonstration der „durchgestandenen Gefahren" haben, für durchaus wahrscheinlich. Zur Begründung zitiert er ein- Bemerkung des Brigadegenerals Robert F. Travis. der eine 'Abteilung kommandierte, und erklärt: „Zum erstenmal .verwandten die Deutschen ganze
Jagdforinationen gegen eine Einheit der amerikanischen Bomber. Es waren so viele Jäger da. daß unsere Abwehr überbeansprucht war. Wir konnten gar nicht auf alle schießen. Offensichtlich bezweckten sie das Zerschlagen der Spitze der Formation, um dann has ganze Geschwader auseinanderzujagen."
AIs besonders pikant empfinden es neutrale Korrespondenten. daß der Oberbefehlshaber der USA.-Luftstreitkräfte in Großbritannien, Generalleutnant Spaatz. in einer Erklärung vor Vertretern der Presse betonte: „Die neuesten deutschen Jäger sind allem überlegen, was die USA.-Jäger bisher angetroffen haben." Spaatz bezeichnete die jüngste technische Entwicklung in dieser Hinsicht als „durchaus ernst". Man erinnert sich dabei, daß Spaatz, der diesen Angriff als ersten in seiner neuen Funktion als Befehlshaber der alliierten Luftstreitkräfte in England befehligte, beim Antritt seines neuen Postens dar Ueberzeugung Ausdruck gegeben hatte, daß der jetzt entwickelte Bombertqp der Alliierten kriegsentscheidende Wirkung haben könne. .
Nach solchen Vorstellungen muß natürlich das Ergebnis der Luftschlacht vom Dienstag äußerst befremdend wirken, so daß nach Nerv- yorker Meldungen schwedischer Blätter bereits die deutsche Jagdflugzeugproduktion eme gewisse Beunruhigung in den Vereinigten Staaten hervorgerufen hat. Man ver
mutet dort, daß Deutschland etwa 2660 Jagdflugzeuge des leistungssähigsten Typs im Monat herstelle, so daß der Widerstand gegen alliierte Bomberangriffe eher größer als schwächer zu werden verspreche. Jedenfalls stellt man fest, daß die Qualität der deutschen Jagdflieger sich nicht verschlechtert habe, vielmehr trage die qualitative Flugausbildung der deutschen Jugend jetzt ihre Früchte.
„Dahin sind die Tage", so urteilt die Nemyorker Zeitschrist „Time", 3wo jeder Bombenschütze sein tödliches Blei ausdeutsche Jäger richten konnte, wenn sie allzu nahe herankamen. Die Verlnstziffern der USA.- Lustwasse beweisen, daß die deutsche 'Abwehr Mittel und Wege gefunden hat. um den Jagdschutz der amerikanischen Langstreckenbomber,zu durchbrechen. Die deutschen Zerstörer greifen in Schlachtfront von vorn an und weichein dann nach den Seiten aus. wodurch sie den Jägern den Weg freigeben."
Die, amerikanische Zeitschrist „Fortune" siiblt sich in dieser Situation zu der Feststellung veranlaßt: „In den alliierten Lust- fahrtkreisen hat man erkannt, daß die Aussicht, durch eine Luftoffensioe nach den Vorbereitungen der anglo-amerikanischen Luststäbe die Entscheidung zu erzwingen, endgültig vorüber ist. Die Alliierten haben ihre Chance nicht ausgenutzt, sondern den Deutschen gestattet, im Laufe von 18 Monaten eine Abwehr aufzubauen, die den Weg nach Europa versperrt."
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Die HeoÜs
Was kostet die Plutokraten der Krieg?
Man wird es verständlich finden, 'wenr nach Jahren hemmungslosester Ausgabe! und für eine Kriegsentscheidung bescheidenm „Erfolge" der Anglo-Amerikaner sowohl di> nordamerikayischen als auch die nicht weni ger materialistischen britischen Steuerzahler besorgt fragen, was eigentlich der so eifri, propagierte Krieg bisher- das britische Em pire und die USA. gekostet hat. Man ha sie ihr Leben lang dazu erzogdn, daß sie da- Geld als den Stein der Weisen und als der Schlüssel zu allen Türen schätzen sollen. Sc wollen sie. wissen, was — abgesehen von der beträchtlichen Menschen- und Material Verlusten — an Lents und Dollars, an Schil lingen und Pfunden bisher, auf „Kontc Krieg" herausgeworfen wurde und ob über' Haupt eine Chance besteht, jemals, dies« Summe wiedereinzutreiben. Vor allem dii Nordamerikaner, die nach dem letzten Kriex von England um die Rückzahlung der Mil liarden'chulden betrogen wurden, haben we- nig Lust, noch einmal den betrogenen-Gläubiger zu spielen.
Lange hat man im Feindlager überhaupt M diesem brenzligen Thema geschwiegen Jetzt aber hat doch ein maßgebendes Londoner Blatt ein wenig aus der Schule geplaudert. Zum Trost ihrer Leser teilte diese Zeitung aus wohlunterrichteter Quelle mit man werde von einem besiegten Deutsch- -"jsö die „Kleinigkeit" von mindestens 12ö Milliarden Pfund Sterling, das sind se'bsl nach der Abwertung so etwa 1866 Milliar- herausholen. Soviel hätten näm- -jm feilen und Nordamerikaner schon an Schulden aufnehmen oder als Kriegssteu-rn eintreiben müssen. Unter 1.8 Billionen Marl könne man es nicht tun. Etwas lang dürften allerdings die Gesichter der Briten geworden sein. als die jüdischen Finanzexperten der „Daily Mail" hinzufügten, diese Summe werde allerdings Deutschland nie- mals an neuen Tributen zahlen können, so daß aho nur ein „Abarbeiten" durch Arbeitssklaven in Frage komme.
Wenn schon ein bekanntes britisches Blal mit derartigen Weisheiten kommt, so kam man ,ich unschwer vorstellen., in welchem Grade offenkundiger Wahnwitz und frivolste- Volksbetrug den Ton in der angeblich 7c „Manen" britischen Politik angeben. Wii weit. muß das Barometer anglo-amerikani- icher Aüffnuiigen bereits, gesunken rein, wenr man erwachsenen Leuten eine solche Milchmädchenrechnung ,z'n repräsentieren wagt! Um ein paar Erfolgs auf Randkriegsichan- platzen einstecken zu können, hat man alsc nach eigenem Geständnis bereits IV- Bit- Zwnen an Schulden auf sich laden müssen Znm Vergleich sei, mitgeteilt, daß die gesamten Baraeldbestände der Vereinigter Staaten -16 Millionen Dollars und die gesamten Goldschätze der USA. 2l Dollarmillionen nicht übersteigen. In welchem Umfang müssen also bereits alle verfügbarei- Reserven in Anspxnch genommen sein.
Wir wissen aus britisch-nordamsrikanischer Geständnissen, daß man dort heute schon mit einer riesigen Arbeitslosigkeit der plutokra- tischen Länder nach einem Kriegsende rechnet. Wie ermunternd für die A'nglo-Amcri- kaner, wenn ihre Keldsackleutc. ihnen den Einjatz von Sklavenhsoren als Lohndrücker verkünden. ' -
Als nach dem ersten Weltkrieg das verratene und betrogene dent'che Volk der feindlichen Ausbeutung ausgeliefert wurde, da konnte man sich „drüben" lange nicht übet die Höhe der Tribute einigen. 166. 260 und 366 Milliarden wurden von den feindlichen Shylocks verlangt. Den Vogel schoß jedenfalls der jüdische Finanzminister Frankreichs, Louis Klotz, mit 1600 Milliarden Franken ab. Zynisch sagte selbst Clcmenceau von ihm: „Ich sah nie einen Juden, der weniger von Finanzen verstand, als Klotz." Als'Sypht»