Mein Herzen. Er erschrij, ! rem eigenen Lachen: Es still um ihn. Die Sterne M Verstecken sich hinter dem ^ - und lugen bisweilen durch! seines schlanken Leibes, ^ dieser Himniel! Wie schy mit . . . Tief, ganz tief,
, hängen all die tauend
Geräusch läßt Johann Nu!s-! archen: es konrnit von Festungsturm in die Höhe es it-r aussieht!'Wie ein Riese s ürdig kleinen Kopf zwischen i säst wie ein Bienemor- aus! Und da — der BcsG n Mundes: ein graste;, sich aus dem Bienenkorb he,,.
. immer länger . . . richtest rne.
udisühl steht unbeweglich i rlich wieder an sein Sp^ lich fährt er vor Schreck m „nmen! Fast wäre er in j.
. denn eine graste Sternschn^ itzerndem Schweif zur x, at der gute Bub sein Lein ehe». Welch' ein, Wunder izer Tal gab es. so ^ tzt, weist der Himmel, wich
disühl kann sich nimmer ^ seistertes Geschrei zerreizt t c Sommernacht: „Sepps, ret! Lhömmet!" iben haben beim Kartenln- essen. Sie denken an chend stürzen sie herbei, U Karteiilpiel batte man ^ !Uas iicht? Was ischt?"
>e Johann Rudisühl zeigt- ,uf das Turmköpfchen, 'sch, ueget, lueget, so schießt es, krohr. d'Sterne vum Hi» v'Sterne vum Himmel es un Hagel, der kann's jo bch
II sind sprachlos und sche, iiauf. Nach einer Weile it Erstarrung. UnauslösckM die tiefe Stille der M e halten sich die Seiten, sich zuerst: „Das rsch doch l- isch jo e Fernrohr! E reG drobe macht e SterneM DU dummer Lhaib!" t kann nicht weiterleben, b sam: Was weist dieser dmm ironomie, von Sonnen- „« en, die im Kalender ang» müssen.
n Verblüfften stehen, klettei, teils lachend den Wall M sie wollen an ihre Kart«
: Johann Rudisühl steht m dem Wall. Er schüttelt lmiji in Kaps, während die Lichte ume des Ewigen unergriini id funkeln, Lächeln sie M rmachen? Da oben aus du inem Rohr? Lächerlich! ke lang reden!
»suhl hat gesehen, was e ün Spuckrohr war's! Nicht amit basta! Die Sterne sei : Stelle vom Himmel her» hin das Spuckrohr zeigt«!
Erscheint 7ma! wSchentlich
Mamnideiug r.S» UM «Mich! öufteNzrdüYr; P«sU>ez»gsp«I» monatlich 7.M NM (eintchl. 39.1 Rps. Poftzettnngogibührt zuzügl, 4! Rps. Lekellgol». PaNlchock: Aamburz 17 272 Lnzoi» g-xpreii» »no Aupiahmeietlnzuilzeil It Prii»- lift». lutnahmetermia» ohn« LiiLindlichltit.
vremeräettung
GeschSft-stellen,
«remoa: weoron »-», «at 2 W N: «achnur lonnlag» 2 47 65: Odernftr. ««. Ru, 2 1» 31; S,ke: Mühl-nd-mm 2: «r.-d-moltnnni: «atzn« t,-t»r-b« ». Lck» Pokkialle. Ruf 4 34 58: «r.- «egela«: Rahrstr. 24. «u» 4 ». »: «r -«lumen- that: ttapt.-Dallmaim-Etr. 41^43, Sius 83 v. 82
Varretarntkclie Layeszettung
Das flmlsblatt des Negierenden vürgermeislers der Zielen Hansestadt vrrmen
der NationalldziaMen. Vremens
flmlNches verkündungsblatt des Ncictisstattstalters in Oldenburg und Nremen
7lr. 1Z / 14. Jalsrgang
Freitag, 14. Januar 1944
Linzelpreis 15 Npf.
„Her Urieg verlaust nictil richtig
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c/sr 6f/tsn unc/ ^msfk/ton65 — ^r^snntsi/58s Ü^S5 /to/k'sn, c/sn l.u/t^5,'sg unc/ c!/s Ort^ont kr ivo5 n/'c/itr mit c/sm 6nac!sn5lo6
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Tratztbcricht unserer Berliner Eihriftlcitnns
6r. v. «ob. Berlin, 13. Januar. „Irgendwie verläuft der Krieg doch nicht so, wie viele Leute in England noch vor sechs Monaten annahmen." Diese trübsinnige Feststellung, die wir in der britischen Wochenschrift „Laoalcade" finden, kann in der Tat einen umfassenden Eeltungsanspruch im Hinblick auf die gesamten strategischen Spekulationen unserer Gegner erheben. Die hier zum Ausdruck kommende britische Erkenntnis besiegelt den Zusammenbruch des „Siegespro- gramms" von Lasablanca. das in Quebec noch einmal bestätigt wurde, und nach dem, wie Churchill es im Sommer ausdrückte, mit den fallenden Blättern iin Herbst die Entscheidung aus dem europäischen Kriegsschauplatz zugunsten unserer Feinde eintreten sollte.
Man würde, so hieh es damals, die weiche Bauchseite Europas im Süden aufschlitzen, die englischen und amerikanischen Truppen sollten unter Ausnutzung des Badoalio-Ver- rates am Ende des Jahres an der Brennergrenze stehen, während man gleichzeitig das deutsche Volk durch ein mastloses Terror- bombardement reis für die bedingungslose Kapitulation zu machen hoffte. „Jetzt aber", so klagt die „Lalvacade" „sieht alles wesentlich komplizierter aus. Offensichtlich liegen noch weittragende Hindernisse bis zum endlichen Frieden im Weg." Die britische Zeitschrift ist boshaftig genug, um nachträglich noch einmal zu schildern, wie die aiiglo- amerrkanischen Verantwortlichen im Lauf der Zeit die Pflöck« abschnittsweise zurückgesteckt haben. Nach Salerno habe man fabuliert. dast man die Deutschen den italienischen Stiefelschaft hinauf bis zum Brenner und darüber hinaus treiben werde. Heute sag« man lässig, Rom, wo Cisetlhower bekanntlich Weihnachten feiern wollte, werde schon eines Tages eingenommen werden, wenn es die neuen, in Teheran verabredeten Fronten gebe. Vorläufig jedenfalls hätten die Anqlo-Amerikaner und die Badoglio- ten ihren kleinen hästlichen König, die Deutschen dagegen dreiviertel Italiens einschliest- kich der einzigen Teile, die wirklich eine Rolle spielten.
Wenn die „Cavalcade" ihre Enttäuschung auch aus Frankreich, aus die Auswirkung der Smutsrede und auf die Entwicklung im Süd- osten ausdehnt, >o reicht das bei weitem nicht hin. Die jüngste Katastrophe für die- nordamerikanischen Mordbomber am 11. Januar beleuchtet vor allem auch blitzartig die Tatsache, dast die Terrorspekulationen, die eine graste Rolle in der strategischen Planung der Feinde spielten, ganz entscheidend ins Wanken geraten sind. Zu Beginn des vergangenen Jabres versicherten leitende Stellen der amerikanischen Luftwaffe, dast man bis Ende 1913 sämtliche deutschen Städte und die. gesamte deutsche Rüstungsindustrie, angreifen und in Trümmer legen werde. Auf diese Weise, so prophezeite man. werde der sichere Weg zum Siege abgeschlossen werden.
Die Pankees gingen dabei von der selbstverständlichen Voraussetzung aus, dast ihre großen Bomber unangreifbar und unbesiegbar in immer stärkeren Verbänden den Luff- raum über Europa und über Deutschland be- herrschcn würden. Schon die Katastrophe von Schweiinurt hat die Legende von. der Unbe- stetzbarkeit aufs schwerste erschüttert, und der noch schwärzere Tag. den das amerikanis.be Bombcrkommando am veroangenen Dienstag zu verzeichnen hatte, dürfte sie endgülrig zerstört haben. Im Lichte dieser Niederlage
Vskiksnntsst srasiit snysgriklsv
»g. Rom, 13. Januar. 9» Feindslugzeugr überflogen am Donnerstaqmittag Rom und de» Vatikanstaat. Es wurde« Bomben abgeworfen.
Ususr türkischer Ksovrslstsdschsk
Istanbul, 13. Januar. Die aniolisch« Agentur meldet, daß General Kia^im Orbap an Stelle Tschakmaks zum Obersten Kene- ralstabschef der türkischen Armee ernannt wurde.
Usus Littsrkrsurtrüssr
Führerhauptquartier. 13. Januar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Ralph Graf von Or.löla, Kommandeur einer Infanterie-Division: Oberstleutnant Wilhelm
H i n e r a s k^y, Kommandeur einer Infanterie-Regiments: ff-Stulinbannführer Herbert Schulze, Bataillonskommandeur in der fj-Panzerdivision „Das Reich": Major Hans Klotzsche, Abteilungskommandeur in einem Panzerartillerie-Regiment: Hauptmann Alfred Enstle, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader: sj-Obersturmführer Karl-Heinz Boska, Zugführer in der Panzerdivision „Das Reich": Oberleutnant Hans-Georg Borck, Kompaniechef in «inem Panzerpionicr-Bataillon: -Hauptscharfüh
rer Willi Stinke, Zugführer in der ii- Panzerdivision „Das Reich"; Oberfeldwebel Reichold, Zugführer in einem Grenadier-Regiment.
Ritterkreuzträger Oberfeldwebel Heinz- Georg Haase in einem Meseritzer Grenadier- Regiment hat am 27. November 1913 den Heldentod an der Ostfront gefunden.
stellen sich die Jnvasionsspekulationen für l lich die amerikanischen Verluste wesentlich
dieses Jahr ganz anders dar, als die englische und amerikanische Oeffentlichkeit bisher angenommen hatte. Denn darüber hat Eisenhowers Stellvertreter, General Moni- gomery, keinen Zweifel gelassen, dast der Erfolg eines Angriffsversuchs auf die Festung Europa von der vorausgehenden Sicherung der Luftherrschaft abhängig sei.
Aus den Feststellungen des Londoner Nachi richtendrenstes klingt heute die Enttäulchpng heraus, dast das amerikanische Bomberkom- maiido sich bis jetzt noch nicht amtlich über die Ziele des Angriffes und über die Verluste am Dienstag geäußert habe. Inoffiziell wurde immerhin knapp die Hälfte der Verluste schon zugestanden, wobei man, wie üblich, durch erfundene phantastische eigene Ab- schustergeb.nisse einen Ausgleich zu schaffen sucht. Was davon z» halten ist, das bezeugt eine groteske Londoner Meldung, nach der „statistische Offiziere" aus vielen USA.2 Flugplätzen in England „aus Grund der komplizierten Natur der Operationen immer noch die Zahl der verlorenen Flugzeuge und die feindlichen Verluste taxieren". Noch lange nach der Katastrophe „taxieren" sie und brauchten doch nur die Zahl der Flugzeuge festzustellen, die nicht zurückgekehrt sind. Unter diesen Umständen.will dann auch Per Sender London zugestehe», daß wahrschein-
gröster als die deutschen gewesen seien,
Die Hoffnung, daß man mit her zweiten Front Deutschland nur den Gnadenstoß zu versetzen brauche, sinkt für die englische und amerikanisch« Oeffentlichkeit von Tag zu Tag mehr in sich zusammen. Wenn jetzt der britische Rundfunkkommentator Patrick Lacy darüber klagt, daß „aus Italien keine aufregenden Nachrichten kommen", und daß „die erstklassigen deutschen Truppen in der Ausbildung wesentlich besser sind als dir Truppen der 5. nordainerikanischeü Armee", wenn weiter ein Sonderkorrespondent der „Dvly Mail" jammert, dast sich „die Amerikaner mühsam auf der Straße nach Rom vor- zentimetern", und daß „eine kleine deutsche Nachhut die gesamte Front zum Stehen bringe", so ist es nicht verwunderlich, wenn die „Tribune" die Folgerung zieht, dast Eisenhowers Mittelmeerstrategie noch nicht einmal begrenzte Anfangserfolge auf dem neuen noch zu eröffnenden Kriegsschauplatz verspreche.
Die englische Oeffentlichkeit sucht sich unter diesen Umständen an den übertriebenen Nachrichten von der Ostfront schadlos zu halten, muß sich aber auch hier von nüchternen Beurteilern zur Ordnung rufen lassen. Der Militärkorrespondent Liddell Hart warnt (Fortsetzung aus Seit» i)
öolsckevlinieruilg iislieiliscker kmüer
0/« ^intsegrünc/s c/sr Vs7rc§i/sppung nock c/sr 5oi>v/»tuni'on
Drahtbericht unseres Vertreters vr. v. T. Rom, 13. Januar. Unter dem Eindruck der Entrüstung, die die Nachricht von der Verschleppung siiditalienffcher Kinder nach der Sowjetunion ausgelöst hat, und die den britischen Rundfunk zu häufigen Dementis zwingt, haben die für Moskau tätigen Agenten die Methode der Kinder-„an- werbung" geändert. Sie wurden von. dem Büro des sowjetischen Generalbevollmächtigten in der alliierten Jtalienkommission. Wy- schinskq, angewiesen, vorsichtiger als bisher vorzugehen. -
In neuester Zeit werden vor allem die in Waisenhäusern untergebrachten »der heimatlos umherirrenden Kinder, besonders aus Sizilien, Beute der Agenten: Durch die britisch-amerikanischen Terrorangrisse und dir Kampfhandlungen auf Sizilien haben zahlreiche Kinder Eltern und Heimat verloren. Diese Kinder irren seit Monaten bettelnd und hungernd im Lande umher,, ohne daß von feiten der Bcsatzungsbehörden, von der Vadoglio-„Regierung" ganz zu schweigen, etwas für sie getan wird. Der Vorschlag, diese Kinder nach der Sowjetunion zu deportieren, traf aus stillschweigende Billigung der vorgenannten Behörden, die den Agenten allerdings Vorsicht empfahlen, um neues Aussehen zu vermeiden.
Die gebräuchlichste Form der Kinder-„An- werbung" ist folgende: Den verhungernden
Jungen und Mädchen werden Lebensmittel versprochen, .wenn sie sich zum .Besuch" der Sowjetunion bereit finden. Bevorzugt werden Knaben von sechs bis zehn Jahren, die einen etwas intelligenten Eindruck machen. Kinder unter diesem Alter werden wegen der hohen Sterblichkeitsziffern bei den Transporten nicht gewünscht. Die'Kinder werden aufgefordert, sich an veriteckt gelegenen Sammelplätzen in der Nähe der Städte — genannt 'werden Latania und Tra- pani — einzufinden. In kleinen Gruppen von jeweils nicht mehr als 13 ois 29 Kindern werden iie vor allem nach Snrakus gebracht, um ihre Einschiffung zu erwarten. Die Transporte gehen zumeist in den frühen Morgenstunden oder auch bei Nacht vor sich, um Kundgebungen der Bevölkerung, vor allem der sizilianischen Frauen, gegen die Deportierung zu vermeiden.
Die Zahl der bisher für die Sowjetunion bestimmten sllditalienischen Linder wird auf mehr als tausend geschätzt: Entgegen den Dementis der Sowjets in Neapel ist die kommunistische Partei in Süditalieu über die Tätigkeit der Agenten völlig orientiert. Sie unterstützt außerdem die Helfer; denn diese Kinder sollen nach- entsprechender „Belehrung" durch Sowjetkommissar'« später als bolschewistische Stoßtrupps und Rückgrat der kommunistischen Partei in Italien gebraucht werden.
Der külirer übeireickt Oeneialmsjor -Vllslvcrt Sctiulr üs» Lictienlsub mit Sctivertern uncl Srillanten rum Ritterkreur ckas Lisernsii lireure». Wie bereils lcüvxiick gamslrtet, verlieb cker Bütirsr äem L-eneralmsjor -Xä-ukert Lebule 'als 9. Solcksten 6er ckeutscitrsri VVeirrinscbt 6ss üictierilsub rum llitterbreur. 6es Eisernen Kreuzes mit Lciirvertsru uack Lriliantsn. Der ?übrsr empking am 9. Isriuar 1941 6sri vsrckisntsv parrrerotkirier urick überreicbte 6ie Kode /lus^eicknung. Oleickreitig bskörckerte 'er ikn rum Lenerslmssar.
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Was für eine erfolgreiche Kampfsllhrung die überlegene Stabsarbeit wert ist bedeutet für das Rüstungsschaffen die Tätigkeit der Wissenschaftler und Techniker. De: moderne Krieg mit seinem vielseitigen und massierten Einsatz technischer Kampfmittel stellt den Männern der Forschung und Entwicklung laufend eine Fülle von Aufgaben, von deren Lösung Entscheidungen von größter militärischer und politischer Tragweite abhängen. Die gigantischen Il-Boot-Bunker wie die winzigsten Einzelteile unserer Meßgeräte, die Nebelwerfer wie die panzerbrechende Mn nition, alle Waffen und Geräte unserer Soldaten — sie sind erst möglich geworden durch gründliche und oft langwierige wissenschaftliche und technische Vorarbeiten. Für die Verbesserung vorhandener und die Entwicklung neuer Waffen schaffen Wissenschaft und Technik die Voraussetzung; sie helfen mit, die Wirkung gegnerischer Kampfmittel abzuschwächen und einzudämmen; sie geben un die Möglichkeit, gegenüber einer Ü.ebermacht an Quantität die unbedingte lleberlegenheit in der Qualität sicherzustellen. Dabei bewegt sich das Schassen der Wissenschaftler und Techniker innerhalb der Grenzen des Nötigen wie des Möglichen: dessen, was die Front braucht und die Heimat, leisten kann.
Indessen müssen die Forschungen und Planungen der Ingenieure und Konstrukteure der jeweiligen Kriegslage stets um eine Runde voraus sein, denn was die Front morgen fordert — sei es zum Angriff, §ei es zur Verteidigung —, muß die Rüstung heute produzieren: was heute produziert wird, mußte aber schon gestern konstruiert worden sein. Wir wissen, wie lange Zeit der Feind
LllsckveUell üer iMdusspjäemiö in lleapsl
?ün/rigsoc/isr -4u!mo6 c/sx ^pic/«m/a im Oüctobsf— Dos /°/si/. c/or koorsvs/t bringt
Stockholm, 13. Januar. Nach einer Reutermrldung aus Kairo heißt es in einer Bekanntmachung des Hauptquartiers der USÄ.-Armee im Mittleren Osten, daß jetzt in Neapel eine Typhus-Epidemie herrscht, die die fiinfzigfachen Ausmaße der Epidemie im Oktober hat. Die Bekanntmachung beruft sich aus die Aussagen des*Brigadrgenerals Leon A. Fox, der soeben au, der Typhuszone in Italien nach dem Mittleren Osten zurückgekehrt ist. Fox erklärte: „Neapel ist ernsthast gefährdet, und man kann erwarten, daß die Gefahr nach Siiditalien übergreift". General Fox fügte hinzu: „Tag und Nacht gab es in den Unterkünften. Häusern. Wohnungen, Heimstätten und Villen Neapels Krankheits, fälle."
Atläntic-Charta, Unrra und ähnliche Heilsparolen der Anglo-Amerikaner haben bisher die Stichprobe auf ihre Tauglichkeit nicht bestanden. Erwiesen ist mittlerweile nur . in Indien, Nordafiika, in Iran und schließlich in Süditalien, daß sich Elend, Hunger und Krankheit ausbreiten, wo die alliierten Truppen Fuß fassen. Auf Grund englischer und amerikanischer Zeugnisse konnte in den letzten Wochen fortlausend festgestellt werden, wie sich in Süditalien eine furchtbare Katastrophe ausbreitet. Zur Verwüstung des Landes als Folge der kriegerischen Auseinandersetzung kam die Entrechtung und Verarmung der Bevölkerung.
Engländer und Amerikaner verweigern — aus Tonnageinangel (!)' — die ursprünglich
zugesagte Hilfe. Die. sanitären Einrichtungen versagen oder fehlen ganz. In,Neapel einem der Zentren des Elends, breiten sich Seuchen aus, nicht erst jetzt, sondern schon seit vielen Monaten, ohn« daß die Be- sotzungsmächte fähig oder willens wären, die Epidemien zu bekämpfen. Aus keiner geringeren Quelle als aud dem Hauptquartier des Nahen Ostens kommt nun die Erklärung, dast heute der Typhus in Neapel fünf,zigmal stärker wüte als im Oktober des vergange neu Jahres. Welches Dokument der Hilis- losigkeit, gemessen besonders an den Dokumenten der.Anmaßungen, die Churchill und Roosevelt der Welt vorsetzten. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!
Voller lleutscdor Ldvskrerkolg de! Mopol
^'sc/stbo/ls boircbstvistircbs Vutcbb5ucbsv«,zucbs bsi VVktsbrl: vs,«,'t«!t - biobs 5sm6vsr/usts in 5üc/itc,/isn
Aus dem
F ii h r « r h a « p t q S a'r e r 13. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Nordöstlich Kertsch scheiterten erneute starke Angriffe der Bolschewiste«. Gegen den Brückenkopf von Nikopol trat der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung auf schmaler Front zum Angriff an. 2u erbitterten Kämpfen, die den ganzen Tag andauerten, errangen unsere Truppen einen vollen Abwehrerfolg. Bei der Fortsetzung ihrer Angriff« südwestlich Dnjepropetrowsk wurden die Bolschewisten wieder blutig abgewiesen.
Westlich Kirowograd begannen gestern erneut mit starken Infanterie- und Panzerkräf- ten geführte somjetische Angriffe. Sie wurden im Gegenstoß und nach Abriegelung einiger Einbrüche abgewehrt. Südwestlich Tscherkasiq blieben örtlich« Angriff« der Sowjet« erfolglos.
ri» äi« eiatnen'Gegenangriffe i« Raum von Progrebischtsche machten auch gestern gute Fortschritte. Hitrbei wurden Lt> sowjetisch« Panzer abgeschossen. Westlich Berditschew scheiterten mehrere Angriffe der Bolschrwi- sten. Im Gegenangriff wurden 18 feindlich« Panzer und 17 Geschütze vernichtet. 2m Raume westlich Nowograd—Wolynsk und westlich Sarny stehen unjere Truppen in hartem Kampf mit vordringenden feindlichen Kräften.
Die Sowjets setzten auch am vergangene» Tage ihr« heftigen Angriff« westlich Retschiza fort. Schwere Kämpf« sind im Gange. Bei Witebsk scheiterten erneut«, mit Schwerpunkt nordwestlich der Stadt geführt« Dnrchbruchs- versnche der Bolschewisten am zähen Widerstand unserer Truppen. Dir Sowjets verlort» in diesem Raum 12 Panzer. Nordwestlich Newal wurden stärkere Angriffe sowsetischrr Infanterie- und Panzerkräste unter Abriege
lung einiger Einbrüche und nach Abschuß von 11 feindlichen Panzern abgewiesen.
Die Luftwaffe griff mit starken Verbänden von Kampf- und Schlachtslugzeugen in die harten Rbwehrkämpfe bei Kirowograd, Berditschew und Witebsk ei». 59 seindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.
Ik-Untersturmfiihrer Wittinann in einer ^-Panzerdivision schoß am 8. Januar an der Ostfront mit seinem Tiger-Panzer seinen 88. feindlichen Panzer ab.
Im Westteil der siiditalienischen Front dehnt« der Feind sein» Angriffe auch aus den Abschnitt nördlich Venafro aus. Nach starker Artillerievorbereitung vorgetragene Angriffe gegen unsere Höhenstellungcn wurde» unter Hohen Verlusten silr den Feind abgewehrt, zwei örtliche Einbrüche abgeriegelt. Vom äußerste» Westflügel werde» Vorpostengefecht« am Garigliano. vom Ostflügel eim erfolgreiches eigene« Stoßtruppunternehmen gemeldet.
brauchte, um etwa seine viermotorigen Bomber von den ersten Entwicklungsarbeiten zum Endstadium der Serienproduktion zu bringen. Demgegenüber beweist di« deutsche Rüstung ein bemerkenswertes Tempo und eine erstaunliche Geschicklichkeit in der produktiven Verwirklichung konstruktiver Planungen. die wiederum die Erfüllung taktischer Forderungen und operativer Entschlüsse ermöglichen. . Der beste Panzer der Welt. unser „Tiger", bildet ein Musterbeispiel für den denkbar kürzesten Weg von der Frontforderung über Konstruktionsbüro und Fertigungsbetrieb bis zum erfolgreichen Kampfeinsatz.
Die Elastizität der deutschen Rüstung steht in einem wechselseitigen Verhältnis zur schöpferischen Beweglichkeit unserer Forscher und Konstrukteure. Denn diese souveräne Beweglichkeit des Forschens und Entwerfe»? kann sich nur der leisten, der einmal über einen umfassenden Besitz an Wissen und Können verfügt und zum anderen sich auf eine Industrie stützt, die — vom Vetriebsführer bis zum Arbeiter — alle neuen oder veränderten Produktionsprogramme schnell, zuverlässig und störungsfrei durchführt. Von den Betriebsingenieuren werden h erbei oft Leistungen vollbracht, die etwa den Taten eines Truppenführers zu vergleichen sind, der auch bei überraschend sich ändernder Kampflage Uebersicht und Initiative behält. Solch« Leistungen sind vor allem npch Luftangriffen festzustellen: wenn auftretende
Produktionsstörungen schnell überwunden werden konnten — und das ist in den weitaus meisten Fällen möglich gewesen —, dann ist das dem Fleiß und Fanatismus der Ar-, beitec ebenso zu verdanken wie dem Jmpro- visationstalent und der Wendigkeff der Männer aus der Betriebsführung.
Neben dem Kampf an den Fronten läuft ein verschwiegener und verbissener Kamps der Laboratorien und Konstruktionsbüros. Es hieße, unsere eigenen Aufgaben und Leistungen fälsch bewerten, wenn man verschweigen wollte, dast wir es mit einem Gegner zu tun haben, der auch auf dem Kampfseld der technischen Vorentscheidungen unermüdlich und mit beachtlichen Ergebnissen tätig ist. Wie bei der Auseinandersetzung mit den Wsifsen gibt es auch beim Wettstreit der Wissenschaftler und Techniker kein Erstarren der Fronten. Trotz aller Belastungen haben sich unsere Truppen die Freiheit ihrer Entschlüsse und Bewegungen nicht nehmen lassen; ebenso werden auch die deutschen Wissenschaftler und Techniker bei aller gebotenen Anpassung an vorhandene Schwierigkeiten ihre lleberlegenheit wiedergewinnen. ' , ,
Unsere Technik ist im Augenblick stark im Aufholen. Vorübergehende feindliche Einbrüche werden auch aus diesem Gebiet, genau wie an den Fronten, abgeriegelt und im Gegenangriff bereinigt. Die Erfolge der deutschen Abwehr gegen die anglo-amerika- niichen Tcrrorbombei und gegen den Massön- ansturm sowjetischer Panzer gehen aus die Vorarbeit unserer Wissenschaftler und Techniker zurück.
Die moderne Forschung--- und Konstruk- tionsarbeit ist im weiten Umfange Gemeinschaftsarbeit. Wie aber- aus den tapferen Taten von Millionen deutscher Soldaten d>e besondere Einzelleistung immer wieder her- vorragt, so schließen auch Forschung' und Wissenschaft die geniale Schöpfung der -in- zelnen Persönlichkeit nicht aus. Deren Schäften muß sich notwendigerweise weitgehend außerhalb des Wahrnehmungsbcreichs der Oeffentlichkeit vollziehen. Der Wiflenschaffler hat —. außer dem Ruhm und der Popularität—manches mit dem Künstler gemeinsam. Wie dieser bedarf er einer starken, bestenfalls genialen Begabung; wie dieser wird er von reinem Idealismus und hoher Leidenschaft getrieben: wie dieser hat er. vor allem in den Anfängen seiner Entwicklung, ein Anrecht auf liebevolle Betreuung.
Unsere Jugend sucht immer ideale Vorbil» der, denen sie nachstreben kann. Sie findet