Ausgabe 
(14.1.1944) 13. (Nr.13)
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Mein Herzen. Er erschrij, ! rem eigenen Lachen: Es still um ihn. Die Sterne M Verstecken sich hinter dem ^ - und lugen bisweilen durch! seines schlanken Leibes, ^ dieser Himniel! Wie schy mit . . . Tief, ganz tief,

, hängen all die tauend

Geräusch läßt Johann Nu!s-! archen: es konrnit von Festungsturm in die Höhe es it-r aussieht!'Wie ein Riese s ürdig kleinen Kopf zwischen i säst wie ein Bienemor- aus! Und da der BcsG n Mundes: ein graste;, sich aus dem Bienenkorb he,,.

. immer länger . . . richtest rne.

udisühl steht unbeweglich i rlich wieder an sein Sp^ lich fährt er vor Schreck m nmen! Fast wäre er in j.

. denn eine graste Sternschn^ itzerndem Schweif zur x, at der gute Bub sein Lein ehe». Welch' ein, Wunder izer Tal gab es. so ^ tzt, weist der Himmel, wich

disühl kann sich nimmer ^ seistertes Geschrei zerreizt t c Sommernacht:Sepps, ret! Lhömmet!" iben haben beim Kartenln- essen. Sie denken an chend stürzen sie herbei, U Karteiilpiel batte man ^ !Uas iicht? Was ischt?"

>e Johann Rudisühl zeigt- ,uf das Turmköpfchen, 'sch, ueget, lueget, so schießt es, krohr. d'Sterne vum Hi» v'Sterne vum Himmel es un Hagel, der kann's jo bch

II sind sprachlos und sche, iiauf. Nach einer Weile it Erstarrung. UnauslösckM die tiefe Stille der M e halten sich die Seiten, sich zuerst:Das rsch doch l- isch jo e Fernrohr! E reG drobe macht e SterneM DU dummer Lhaib!" t kann nicht weiterleben, b sam: Was weist dieser dmm ironomie, von Sonnen-« en, die im Kalender ang» müssen.

n Verblüfften stehen, klettei, teils lachend den Wall M sie wollen an ihre Kart«

: Johann Rudisühl steht m dem Wall. Er schüttelt lmiji in Kaps, während die Lichte ume des Ewigen unergriini id funkeln, Lächeln sie M rmachen? Da oben aus du inem Rohr? Lächerlich! ke lang reden!

»suhl hat gesehen, was e ün Spuckrohr war's! Nicht amit basta! Die Sterne sei : Stelle vom Himmel her» hin das Spuckrohr zeigt«!

Erscheint 7ma! wSchentlich

Mamnideiug r.S» UM «Mich! öufteNzrdüYr; P«sU>ez»gsp«I» monatlich 7.M NM (eintchl. 39.1 Rps. Poftzettnngogibührt zuzügl, 4! Rps. Lekellgol». PaNlchock: Aamburz 17 272 Lnzoi» g-xpreii» »no Aupiahmeietlnzuilzeil It Prii»- lift». lutnahmetermia» ohn« LiiLindlichltit.

vremeräettung

GeschSft-stellen,

«remoa: weoron »-», «at 2 W N: «achnur lonnlag» 2 47 65: Odernftr. ««. Ru, 2 1» 31; S,ke: Mühl-nd-mm 2: «r.-d-moltnnni: «atzn« t,-t»r-b« ». Lck» Pokkialle. Ruf 4 34 58: «r.- «egela«: Rahrstr. 24. «u» 4 ». »: «r -«lumen- that: ttapt.-Dallmaim-Etr. 41^43, Sius 83 v. 82

Varretarntkclie Layeszettung

Das flmlsblatt des Negierenden vürgermeislers der Zielen Hansestadt vrrmen

der NationalldziaMen. Vremens

flmlNches verkündungsblatt des Ncictisstattstalters in Oldenburg und Nremen

7lr. 1Z / 14. Jalsrgang

Freitag, 14. Januar 1944

Linzelpreis 15 Npf.

Her Urieg verlaust nictil richtig

»U

c/sr 6f/tsn unc/ ^msfk/ton65 ^r^snntsi/58s Ü^S5 /to/k'sn, c/sn l.u/t^5,'sg unc/ c!/s Ort^ont kr ivo5 n/'c/itr mit c/sm 6nac!sn5lo6

ilesl-palszt, Heinill.-iti'. 8«ii kUr:Herr otin» riaimat" »I

UrkeNt 5iet>aeo>i»In,

">!>'> «ustccv NI<-LI, 0-u»» ^ -kuKsodlieds oiobtn

I-IcNtapIal,, Lieiwl! «licd ,8.15:M, UIu,« ti'

mna" mit Paula u.>

iec-nUvürbat. .-en pieil«!!

um Naben vai-uolaslt

rcksktlicb s kmptshlunge«

t ru «anig blilek rür klell t»!

liiüi voul-:i.r:v-pll<j<iiox. vu"!

ne Zcnlen 2utatk-n i«t er eo »vl U-I8. clali ein päelcetieo rat er ;UieN biiulet. ^ber Zoo ikli'e -cakseblrixsii! v»s B e loelcere. krem-crtine 8-ct Nie xut si!tti«k. V068M M-peisen, Icö^tlieb u. naliriisk

kisrm r> r k I_

V e r k a ii k

ar Usabtsuban, Stiiak 12 ^ lNielinKtr.-iUe 18 I.

8- a t I b >i 1 e 2 errier ^tontki^voriii. evtl. 8öt a. Xkimc-n l-liiriris. D.i ks ueireii kni,« Sei. rurllok« ser, pletteudeiile 13.

2 u r e I « ll r e o «i'- I-nzkasriga,, »ob*'-»''" r UagebunU riiseleiik. Noda n-«Ir. 34 art. link 4 59 25.

t o - u. o t a r r ch «1 mal!

cl n 8 o ii k

<«agan, 2-/- UM 3 t girrMt 5. .1>>-rel>. II. V 871. .

bis 3-vonnar - Usslleeakt*!- rm-mist-ör-iuerei 6. vr«>^ IisiNnrsIr. 33 . Suk 5 4I4U

>>sr u. Srunelitl icb

?rosp»r

> N-ubsu klrisnriert 6>e rknsse .XIainr cV.-6. SrospM ^ -' -.IioiM

t I>er.8i>n>iMie"kerLtiiMe Uureb unsereo Llik-ndei'

rrn k-renr. prüainx. VbeK >t, IVeiNllnrnpkaU II. N. 3 2S , kennen Norteelbst .tegevl Nun.« für 10 aoo.- wit/ ^ rn. Hiiebe, Selr.nnx.

! nr»9ew Ndstgsrteo b°°i» l- LOrtieriLS ^r>WöI6uae ^ nsokti.

steig e , ue d«

möbl. Wobn-Sablskrlmmer

unlints unter 8 1957. ...

«->'>' euetit mit miibt. 2iw°»'

uednte uurer 6 4883. titatig, «uelist nette« Iv8l>u° >mer. Loseb. u. ,0 1956. ^ '«r -reeuetil. ,ln«eb. o. 2 » anrera d-1<,,g-ob->kt-m»Sl>' . »I Zimmer mit XoetirreU^

Oc-lkers L Oa., p-rllinedo^ »Ue4-g. .

° kilr ein rerlielrstete« Oeu> nkt^mil^ien mölil.-'iw-^ inuele-enlieit. .4u«n«t - lff. -k.esum. Suk 277. .

imrbg«. Willi. Soaebrnot. nlenve>- 28, Sut 2 22 55- "vrug°. >,'eulcired.

^wketraLs3l^Suk2l2^

bta11s ng « , » «t>

m«>oterabapzg, erf. u. /.»'.'I " klnnNverlcer, nelienli^h,- ?wli verLn.lern kutö leimte unter IV 847.

ü n n l l o b

'k-' «nebt rn's nulke^iellunx jevtl. «p!>tet! .s' llunnvliit k. 3 Aon.

2-2 kaumNN8>Innernil Nre« ^»»«»talltar

'«Iirlerl 8. Vertruneo-"«?."!«

Useerwelster. Lax. ü. t"

Tratztbcricht unserer Berliner Eihriftlcitnns

6r. v. «ob. Berlin, 13. Januar.Irgend­wie verläuft der Krieg doch nicht so, wie viele Leute in England noch vor sechs Mo­naten annahmen." Diese trübsinnige Fest­stellung, die wir in der britischen Wochen­schriftLaoalcade" finden, kann in der Tat einen umfassenden Eeltungsanspruch im Hin­blick auf die gesamten strategischen Spekula­tionen unserer Gegner erheben. Die hier zum Ausdruck kommende britische Erkenntnis be­siegelt den Zusammenbruch desSiegespro- gramms" von Lasablanca. das in Quebec noch einmal bestätigt wurde, und nach dem, wie Churchill es im Sommer ausdrückte, mit den fallenden Blättern iin Herbst die Entscheidung aus dem europäischen Kriegs­schauplatz zugunsten unserer Feinde eintreten sollte.

Man würde, so hieh es damals, die weiche Bauchseite Europas im Süden aufschlitzen, die englischen und amerikanischen Truppen sollten unter Ausnutzung des Badoalio-Ver- rates am Ende des Jahres an der Brenner­grenze stehen, während man gleichzeitig das deutsche Volk durch ein mastloses Terror- bombardement reis für die bedingungslose Kapitulation zu machen hoffte.Jetzt aber", so klagt dieLalvacade"sieht alles wesent­lich komplizierter aus. Offensichtlich liegen noch weittragende Hindernisse bis zum end­lichen Frieden im Weg." Die britische Zeit­schrift ist boshaftig genug, um nachträglich noch einmal zu schildern, wie die aiiglo- amerrkanischen Verantwortlichen im Lauf der Zeit die Pflöck« abschnittsweise zurück­gesteckt haben. Nach Salerno habe man fa­buliert. dast man die Deutschen den italieni­schen Stiefelschaft hinauf bis zum Brenner und darüber hinaus treiben werde. Heute sag« man lässig, Rom, wo Cisetlhower be­kanntlich Weihnachten feiern wollte, werde schon eines Tages eingenommen werden, wenn es die neuen, in Teheran verabrede­ten Fronten gebe. Vorläufig jedenfalls hät­ten die Anqlo-Amerikaner und die Badoglio- ten ihren kleinen hästlichen König, die Deut­schen dagegen dreiviertel Italiens einschliest- kich der einzigen Teile, die wirklich eine Rolle spielten.

Wenn dieCavalcade" ihre Enttäuschung auch aus Frankreich, aus die Auswirkung der Smutsrede und auf die Entwicklung im Süd- osten ausdehnt, >o reicht das bei weitem nicht hin. Die jüngste Katastrophe für die- nordamerikanischen Mordbomber am 11. Ja­nuar beleuchtet vor allem auch blitzartig die Tatsache, dast die Terrorspekulationen, die eine graste Rolle in der strategischen Planung der Feinde spielten, ganz entscheidend ins Wanken geraten sind. Zu Beginn des ver­gangenen Jabres versicherten leitende Stel­len der amerikanischen Luftwaffe, dast man bis Ende 1913 sämtliche deutschen Städte und die. gesamte deutsche Rüstungsindustrie, angreifen und in Trümmer legen werde. Auf diese Weise, so prophezeite man. werde der sichere Weg zum Siege abgeschlossen werden.

Die Pankees gingen dabei von der selbst­verständlichen Voraussetzung aus, dast ihre großen Bomber unangreifbar und unbesieg­bar in immer stärkeren Verbänden den Luff- raum über Europa und über Deutschland be- herrschcn würden. Schon die Katastrophe von Schweiinurt hat die Legende von. der Unbe- stetzbarkeit aufs schwerste erschüttert, und der noch schwärzere Tag. den das amerikanis.be Bombcrkommando am veroangenen Diens­tag zu verzeichnen hatte, dürfte sie endgülrig zerstört haben. Im Lichte dieser Niederlage

Vskiksnntsst srasiit snysgriklsv

»g. Rom, 13. Januar. 9» Feindslugzeugr überflogen am Donnerstaqmittag Rom und de» Vatikanstaat. Es wurde« Bomben abge­worfen.

Ususr türkischer Ksovrslstsdschsk

Istanbul, 13. Januar. Die aniolisch« Agentur meldet, daß General Kia^im Orbap an Stelle Tschakmaks zum Obersten Kene- ralstabschef der türkischen Armee ernannt wurde.

Usus Littsrkrsurtrüssr

Führerhauptquartier. 13. Januar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Ralph Graf von Or.löla, Kommandeur einer Infan­terie-Division: Oberstleutnant Wilhelm

H i n e r a s k^y, Kommandeur einer Infan­terie-Regiments: ff-Stulinbannführer Her­bert Schulze, Bataillonskommandeur in der fj-PanzerdivisionDas Reich": Major Hans Klotzsche, Abteilungskommandeur in einem Panzerartillerie-Regiment: Haupt­mann Alfred Enstle, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader: sj-Obersturmführer Karl-Heinz Boska, Zugführer in der PanzerdivisionDas Reich": Oberleutnant Hans-Georg Borck, Kompaniechef in «inem Panzerpionicr-Bataillon: -Hauptscharfüh­

rer Willi Stinke, Zugführer in der ii- PanzerdivisionDas Reich"; Oberfeldwebel Reichold, Zugführer in einem Gre­nadier-Regiment.

Ritterkreuzträger Oberfeldwebel Heinz- Georg Haase in einem Meseritzer Grenadier- Regiment hat am 27. November 1913 den Heldentod an der Ostfront gefunden.

stellen sich die Jnvasionsspekulationen für l lich die amerikanischen Verluste wesentlich

dieses Jahr ganz anders dar, als die eng­lische und amerikanische Oeffentlichkeit bis­her angenommen hatte. Denn darüber hat Eisenhowers Stellvertreter, General Moni- gomery, keinen Zweifel gelassen, dast der Erfolg eines Angriffsversuchs auf die Fe­stung Europa von der vorausgehenden Si­cherung der Luftherrschaft abhängig sei.

Aus den Feststellungen des Londoner Nachi richtendrenstes klingt heute die Enttäulchpng heraus, dast das amerikanische Bomberkom- maiido sich bis jetzt noch nicht amtlich über die Ziele des Angriffes und über die Ver­luste am Dienstag geäußert habe. Inoffiziell wurde immerhin knapp die Hälfte der Ver­luste schon zugestanden, wobei man, wie üb­lich, durch erfundene phantastische eigene Ab- schustergeb.nisse einen Ausgleich zu schaffen sucht. Was davon z» halten ist, das bezeugt eine groteske Londoner Meldung, nach der statistische Offiziere" aus vielen USA.2 Flugplätzen in Englandaus Grund der komplizierten Natur der Operationen immer noch die Zahl der verlorenen Flugzeuge und die feindlichen Verluste taxieren". Noch lange nach der Katastrophetaxieren" sie und brauchten doch nur die Zahl der Flugzeuge festzustellen, die nicht zurückgekehrt sind. Un­ter diesen Umständen.will dann auch Per Sender London zugestehe», daß wahrschein-

gröster als die deutschen gewesen seien,

Die Hoffnung, daß man mit her zweiten Front Deutschland nur den Gnadenstoß zu versetzen brauche, sinkt für die englische und amerikanisch« Oeffentlichkeit von Tag zu Tag mehr in sich zusammen. Wenn jetzt der britische Rundfunkkommentator Patrick Lacy darüber klagt, daßaus Italien keine auf­regenden Nachrichten kommen", und daßdie erstklassigen deutschen Truppen in der Aus­bildung wesentlich besser sind als dir Trup­pen der 5. nordainerikanischeü Armee", wenn weiter ein Sonderkorrespondent derDvly Mail" jammert, dast sichdie Amerikaner mühsam auf der Straße nach Rom vor- zentimetern", und daßeine kleine deutsche Nachhut die gesamte Front zum Stehen bringe", so ist es nicht verwunderlich, wenn dieTribune" die Folgerung zieht, dast Eisenhowers Mittelmeerstrategie noch nicht einmal begrenzte Anfangserfolge auf dem neuen noch zu eröffnenden Kriegsschauplatz verspreche.

Die englische Oeffentlichkeit sucht sich unter diesen Umständen an den übertriebenen Nachrichten von der Ostfront schadlos zu hal­ten, muß sich aber auch hier von nüchternen Beurteilern zur Ordnung rufen lassen. Der Militärkorrespondent Liddell Hart warnt (Fortsetzung aus Seit» i)

öolsckevlinieruilg iislieiliscker kmüer

0/« ^intsegrünc/s c/sr Vs7rc§i/sppung nock c/sr 5oi>v/»tuni'on

Drahtbericht unseres Vertreters vr. v. T. Rom, 13. Januar. Unter dem Eindruck der Entrüstung, die die Nachricht von der Verschleppung siiditalienffcher Kin­der nach der Sowjetunion ausgelöst hat, und die den britischen Rundfunk zu häufigen De­mentis zwingt, haben die für Moskau tä­tigen Agenten die Methode der Kinder-an- werbung" geändert. Sie wurden von. dem Büro des sowjetischen Generalbevollmächtig­ten in der alliierten Jtalienkommission. Wy- schinskq, angewiesen, vorsichtiger als bisher vorzugehen. -

In neuester Zeit werden vor allem die in Waisenhäusern untergebrachten »der heimat­los umherirrenden Kinder, besonders aus Sizilien, Beute der Agenten: Durch die bri­tisch-amerikanischen Terrorangrisse und dir Kampfhandlungen auf Sizilien haben zahl­reiche Kinder Eltern und Heimat verloren. Diese Kinder irren seit Monaten bettelnd und hungernd im Lande umher,, ohne daß von feiten der Bcsatzungsbehörden, von der Vadoglio-Regierung" ganz zu schweigen, etwas für sie getan wird. Der Vorschlag, diese Kinder nach der Sowjetunion zu depor­tieren, traf aus stillschweigende Billigung der vorgenannten Behörden, die den Agen­ten allerdings Vorsicht empfahlen, um neues Aussehen zu vermeiden.

Die gebräuchlichste Form der Kinder-An- werbung" ist folgende: Den verhungernden

Jungen und Mädchen werden Lebensmittel versprochen, .wenn sie sich zum .Besuch" der Sowjetunion bereit finden. Bevorzugt wer­den Knaben von sechs bis zehn Jahren, die einen etwas intelligenten Eindruck machen. Kinder unter diesem Alter werden wegen der hohen Sterblichkeitsziffern bei den Transporten nicht gewünscht. Die'Kinder werden aufgefordert, sich an veriteckt gele­genen Sammelplätzen in der Nähe der Städte genannt 'werden Latania und Tra- pani einzufinden. In kleinen Gruppen von jeweils nicht mehr als 13 ois 29 Kin­dern werden iie vor allem nach Snrakus gebracht, um ihre Einschiffung zu erwarten. Die Transporte gehen zumeist in den frühen Morgenstunden oder auch bei Nacht vor sich, um Kundgebungen der Bevölkerung, vor allem der sizilianischen Frauen, gegen die Deportierung zu vermeiden.

Die Zahl der bisher für die Sowjetunion bestimmten sllditalienischen Linder wird auf mehr als tausend geschätzt: Entgegen den Dementis der Sowjets in Neapel ist die kommunistische Partei in Süditalieu über die Tätigkeit der Agenten völlig orientiert. Sie unterstützt außerdem die Helfer; denn diese Kinder sollen nach- entsprechenderBe­lehrung" durch Sowjetkommissar'« später als bolschewistische Stoßtrupps und Rückgrat der kommunistischen Partei in Italien gebraucht werden.

Der külirer übeireickt Oeneialmsjor -Vllslvcrt Sctiulr üs» Lictienlsub mit Sctivertern uncl Srillanten rum Ritterkreur ckas Lisernsii lireure». Wie bereils lcüvxiick gamslrtet, verlieb cker Bütirsr äem L-eneralmsjor --ukert Lebule 'als 9. Solcksten 6er ckeutscitrsri VVeirrinscbt 6ss üictierilsub rum llitterbreur. 6es Eisernen Kreuzes mit Lciirvertsru uack Lriliantsn. Der ?übrsr empking am 9. Isriuar 1941 6sri vsrckisntsv parrrerotkirier urick überreicbte 6ie Kode /lus^eicknung. Oleickreitig bskörckerte 'er ikn rum Lenerslmssar.

^ ?rcsse-llolkm->nn

tt« LÜe tieie«<e-e»id«k

Vseps/iclitsnc/sr on c/is ^ugsnc/

Was für eine erfolgreiche Kampfsllhrung die überlegene Stabsarbeit wert ist bedeutet für das Rüstungsschaffen die Tätigkeit der Wissenschaftler und Techniker. De: moderne Krieg mit seinem vielseitigen und massierten Einsatz technischer Kampfmittel stellt den Männern der Forschung und Entwicklung laufend eine Fülle von Aufgaben, von deren Lösung Entscheidungen von größter militäri­scher und politischer Tragweite abhängen. Die gigantischen Il-Boot-Bunker wie die winzigsten Einzelteile unserer Meßgeräte, die Nebelwerfer wie die panzerbrechende Mn nition, alle Waffen und Geräte unserer Sol­daten sie sind erst möglich geworden durch gründliche und oft langwierige wissenschaft­liche und technische Vorarbeiten. Für die Verbesserung vorhandener und die Entwick­lung neuer Waffen schaffen Wissenschaft und Technik die Voraussetzung; sie helfen mit, die Wirkung gegnerischer Kampfmittel abzu­schwächen und einzudämmen; sie geben un die Möglichkeit, gegenüber einer Ü.ebermacht an Quantität die unbedingte lleberlegenheit in der Qualität sicherzustellen. Dabei bewegt sich das Schassen der Wissenschaftler und Techniker innerhalb der Grenzen des Nötigen wie des Möglichen: dessen, was die Front braucht und die Heimat, leisten kann.

Indessen müssen die Forschungen und Pla­nungen der Ingenieure und Konstrukteure der jeweiligen Kriegslage stets um eine Runde voraus sein, denn was die Front morgen fordert sei es zum Angriff, §ei es zur Verteidigung, muß die Rüstung heute produzieren: was heute produziert wird, mußte aber schon gestern konstruiert worden sein. Wir wissen, wie lange Zeit der Feind

LllsckveUell üer iMdusspjäemiö in lleapsl

?ün/rigsoc/isr -4u!mo6 c/sx ^pic/«m/a im Oüctobsf Dos /°/si/. c/or koorsvs/t bringt

Stockholm, 13. Januar. Nach einer Reutermrldung aus Kairo heißt es in einer Bekanntmachung des Hauptquartiers der USÄ.-Armee im Mittleren Osten, daß jetzt in Neapel eine Typhus-Epidemie herrscht, die die fiinfzigfachen Ausmaße der Epidemie im Oktober hat. Die Bekanntmachung beruft sich aus die Aussagen des*Brigadrgenerals Leon A. Fox, der soeben au, der Typhuszone in Italien nach dem Mittleren Osten zurück­gekehrt ist. Fox erklärte:Neapel ist ernsthast gefährdet, und man kann erwarten, daß die Gefahr nach Siiditalien übergreift". General Fox fügte hinzu:Tag und Nacht gab es in den Unterkünften. Häusern. Wohnungen, Heimstätten und Villen Neapels Krankheits, fälle."

Atläntic-Charta, Unrra und ähnliche Heilsparolen der Anglo-Amerikaner haben bisher die Stichprobe auf ihre Tauglichkeit nicht bestanden. Erwiesen ist mittlerweile nur . in Indien, Nordafiika, in Iran und schließlich in Süditalien, daß sich Elend, Hunger und Krankheit ausbreiten, wo die alliierten Truppen Fuß fassen. Auf Grund englischer und amerikanischer Zeugnisse konnte in den letzten Wochen fortlausend festgestellt werden, wie sich in Süditalien eine furchtbare Katastrophe ausbreitet. Zur Verwüstung des Landes als Folge der krie­gerischen Auseinandersetzung kam die Ent­rechtung und Verarmung der Bevölkerung.

Engländer und Amerikaner verweigern aus Tonnageinangel (!)' die ursprünglich

zugesagte Hilfe. Die. sanitären Einrichtun­gen versagen oder fehlen ganz. In,Neapel einem der Zentren des Elends, breiten sich Seuchen aus, nicht erst jetzt, sondern schon seit vielen Monaten, ohn« daß die Be- sotzungsmächte fähig oder willens wären, die Epidemien zu bekämpfen. Aus keiner gerin­geren Quelle als aud dem Hauptquartier des Nahen Ostens kommt nun die Erklärung, dast heute der Typhus in Neapel fünf,zigmal stärker wüte als im Oktober des vergange neu Jahres. Welches Dokument der Hilis- losigkeit, gemessen besonders an den Doku­menten der.Anmaßungen, die Churchill und Roosevelt der Welt vorsetzten. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!

Voller lleutscdor Ldvskrerkolg de! Mopol

^'sc/stbo/ls boircbstvistircbs Vutcbb5ucbsv«,zucbs bsi VVktsbrl: vs,«,'t«!t - biobs 5sm6vsr/usts in 5üc/itc,/isn

Aus dem

F ii h r « r h a « p t q S a'r e r 13. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Nordöstlich Kertsch scheiterten erneute starke Angriffe der Bolschewiste«. Gegen den Brückenkopf von Nikopol trat der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung auf schmaler Front zum Angriff an. 2u erbitterten Kämpfen, die den ganzen Tag andauerten, errangen unsere Truppen einen vollen Ab­wehrerfolg. Bei der Fortsetzung ihrer An­griff« südwestlich Dnjepropetrowsk wurden die Bolschewisten wieder blutig abgewiesen.

Westlich Kirowograd begannen gestern er­neut mit starken Infanterie- und Panzerkräf- ten geführte somjetische Angriffe. Sie wur­den im Gegenstoß und nach Abriegelung einiger Einbrüche abgewehrt. Südwestlich Tscherkasiq blieben örtlich« Angriff« der So­wjet« erfolglos.

ri» äi« eiatnen'Gegenangriffe i« Raum von Progrebischtsche machten auch gestern gute Fortschritte. Hitrbei wurden Lt> sowjetisch« Panzer abgeschossen. Westlich Berditschew scheiterten mehrere Angriffe der Bolschrwi- sten. Im Gegenangriff wurden 18 feindlich« Panzer und 17 Geschütze vernichtet. 2m Raume westlich NowogradWolynsk und westlich Sarny stehen unjere Truppen in har­tem Kampf mit vordringenden feindlichen Kräften.

Die Sowjets setzten auch am vergangene» Tage ihr« heftigen Angriff« westlich Retschiza fort. Schwere Kämpf« sind im Gange. Bei Witebsk scheiterten erneut«, mit Schwerpunkt nordwestlich der Stadt geführt« Dnrchbruchs- versnche der Bolschewisten am zähen Wider­stand unserer Truppen. Dir Sowjets verlort» in diesem Raum 12 Panzer. Nordwestlich Newal wurden stärkere Angriffe sowsetischrr Infanterie- und Panzerkräste unter Abriege­

lung einiger Einbrüche und nach Abschuß von 11 feindlichen Panzern abgewiesen.

Die Luftwaffe griff mit starken Verbänden von Kampf- und Schlachtslugzeugen in die harten Rbwehrkämpfe bei Kirowograd, Ber­ditschew und Witebsk ei». 59 seindliche Flug­zeuge wurden abgeschossen.

Ik-Untersturmfiihrer Wittinann in einer ^-Panzerdivision schoß am 8. Januar an der Ostfront mit seinem Tiger-Panzer seinen 88. feindlichen Panzer ab.

Im Westteil der siiditalienischen Front dehnt« der Feind sein» Angriffe auch aus den Abschnitt nördlich Venafro aus. Nach starker Artillerievorbereitung vorgetragene Angriffe gegen unsere Höhenstellungcn wurde» unter Hohen Verlusten silr den Feind abgewehrt, zwei örtliche Einbrüche abgeriegelt. Vom äußerste» Westflügel werde» Vorpostenge­fecht« am Garigliano. vom Ostflügel eim er­folgreiches eigene« Stoßtruppunternehmen gemeldet.

brauchte, um etwa seine viermotorigen Bom­ber von den ersten Entwicklungsarbeiten zum Endstadium der Serienproduktion zu brin­gen. Demgegenüber beweist di« deutsche Rüstung ein bemerkenswertes Tempo und eine erstaunliche Geschicklichkeit in der pro­duktiven Verwirklichung konstruktiver Pla­nungen. die wiederum die Erfüllung takti­scher Forderungen und operativer Ent­schlüsse ermöglichen. . Der beste Panzer der Welt. unserTiger", bildet ein Musterbei­spiel für den denkbar kürzesten Weg von der Frontforderung über Konstruktionsbüro und Fertigungsbetrieb bis zum erfolgreichen Kampfeinsatz.

Die Elastizität der deutschen Rüstung steht in einem wechselseitigen Verhältnis zur schöpferischen Beweglichkeit unserer Forscher und Konstrukteure. Denn diese souveräne Be­weglichkeit des Forschens und Entwerfe»? kann sich nur der leisten, der einmal über einen umfassenden Besitz an Wissen und Kön­nen verfügt und zum anderen sich auf eine Industrie stützt, die vom Vetriebsführer bis zum Arbeiter alle neuen oder ver­änderten Produktionsprogramme schnell, zu­verlässig und störungsfrei durchführt. Von den Betriebsingenieuren werden h erbei oft Leistungen vollbracht, die etwa den Taten eines Truppenführers zu vergleichen sind, der auch bei überraschend sich ändernder Kampflage Uebersicht und Initiative behält. Solch« Leistungen sind vor allem npch Luft­angriffen festzustellen: wenn auftretende

Produktionsstörungen schnell überwunden werden konnten und das ist in den weit­aus meisten Fällen möglich gewesen, dann ist das dem Fleiß und Fanatismus der Ar-, beitec ebenso zu verdanken wie dem Jmpro- visationstalent und der Wendigkeff der Män­ner aus der Betriebsführung.

Neben dem Kampf an den Fronten läuft ein verschwiegener und verbissener Kamps der Laboratorien und Konstruktionsbüros. Es hieße, unsere eigenen Aufgaben und Lei­stungen fälsch bewerten, wenn man verschwei­gen wollte, dast wir es mit einem Gegner zu tun haben, der auch auf dem Kampfseld der technischen Vorentscheidungen unermüd­lich und mit beachtlichen Ergebnissen tätig ist. Wie bei der Auseinandersetzung mit den Wsifsen gibt es auch beim Wettstreit der Wissenschaftler und Techniker kein Er­starren der Fronten. Trotz aller Belastungen haben sich unsere Truppen die Freiheit ihrer Entschlüsse und Bewegungen nicht nehmen lassen; ebenso werden auch die deutschen Wissenschaftler und Techniker bei aller ge­botenen Anpassung an vorhandene Schwie­rigkeiten ihre lleberlegenheit wiedergewin­nen. ' , ,

Unsere Technik ist im Augenblick stark im Aufholen. Vorübergehende feindliche Ein­brüche werden auch aus diesem Gebiet, genau wie an den Fronten, abgeriegelt und im Gegenangriff bereinigt. Die Erfolge der deutschen Abwehr gegen die anglo-amerika- niichen Tcrrorbombei und gegen den Massön- ansturm sowjetischer Panzer gehen aus die Vorarbeit unserer Wissenschaftler und Tech­niker zurück.

Die moderne Forschung--- und Konstruk- tionsarbeit ist im weiten Umfange Gemein­schaftsarbeit. Wie aber- aus den tapferen Taten von Millionen deutscher Soldaten d>e besondere Einzelleistung immer wieder her- vorragt, so schließen auch Forschung' und Wissenschaft die geniale Schöpfung der -in- zelnen Persönlichkeit nicht aus. Deren Schäf­ten muß sich notwendigerweise weitgehend außerhalb des Wahrnehmungsbcreichs der Oeffentlichkeit vollziehen. Der Wiflenschaffler hat. außer dem Ruhm und der Populari­tätmanches mit dem Künstler gemeinsam. Wie dieser bedarf er einer starken, bestenfalls genialen Begabung; wie dieser wird er von reinem Idealismus und hoher Leidenschaft getrieben: wie dieser hat er. vor allem in den Anfängen seiner Entwicklung, ein An­recht auf liebevolle Betreuung.

Unsere Jugend sucht immer ideale Vorbil» der, denen sie nachstreben kann. Sie findet