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«remen: »eeren I«, Ruf 213 31; Nachtruf ^ sonntag» 217 3b; vbernft,. »8. Ruf 213 31; 8?k«: Mühlendamm 2; Vr.-Hemelingeu: Bahn» Isofstrast« S. «cke Poststrol,,. Ruf 13153: «r.» «egesack: Rohrstr. 21. Ruf 1 u. 8; «r.-BInme»- th-l: R-pt..Dallm-nn^tr. 11/13, Ruf S» »-«
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,g. «nt»,Spt«n 5ia cio» Das flmtsblatt des lieglerenden vürgermcistcrs der 5rcien fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten. Vreinens
flmtliches verkündungsblatt des Ircichsstatttzalters in Oldenburg und vremen
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« nr. 11 , 14. Jahrgang
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ITlittwoch, 12. Januar 1944
Einzelpreis 15 Npf.
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ä ?rsx„ IN cken vienoi <isr — 1 - - 7,1 - 2 — — d R u s dem Führer Hauptquartier, 11. Januar. Da^, Oberkommando der Wehrmacht gibt be-
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^L^LL-rArbiNertss »ingsil im Vsten
Durchbruchsoersuche bei Retschiza und Witebsk gescheitert
Aus dem Führerhauptquartrer, 11. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Aus dem feindlichen Brückenkopf nordöst- l) 7 sil L l li/I's'fkilich Kertfch begann gestern der erwartete > l> ^ IH l» l l»l l I I ^sowjetische Angriff. Die Kämpfe sind noch im Gange. Unsere Luftwaffe griff in diese Kämpfe ein und vernichtete zwei feindliche Landungsboote. Marine - Küstenbatterien schössen bolschewistische Truppenunterkünfte ruf der Taman-Halbinsel in Brand. Südwestlich Dnjepropetrowfk griff der z..o.cnkn.i-A 3 k>,?eind mit mehreren Divisionen, von Ar- l^ k-krLisvno/kkM«illerie und Schlachtfliegern unterstützt, auf
-sch maler Front an. Er wurde in harten
dämpfen durch Gegenstöße aufgefangen, iä feindliche Panzer wurden hierbei abgesoffen.
Nordwestlich Kirowograd zerschlugen un- rc Truppen wiederholte Angriffe der Bol- hewiften und nahmen im Gegenstoß meh- ere verlorengegangene Ortschaften wieder.
. Bei der Abwehr feindlicher Angriffe süd- M»» ütlich Progrebifchifche wurden in erbitter-
!e» Kämpfen zwei sowjetische Bataillone M^M^UJUTT»»» vernichtet. Südwestlich der Stadt warfen i^U VOkvv L X7Oii:v»"lere Truppen vorgedrungene feindliche v»>T1^.Ql0 0ck^1vD/Lnffampsgruppen trotz hartnäckigen Widerstan- .6 ?sU^sn.^obrsnp 3 pi°,;-s. Zurück. 2n diesen Kämpfen wurden . , , . ^ Mein im Bereich einer Jnsanteriediolslon
tsr umarsnsn - Usnn nslls»^ sowjetische Panzer und 1!> Geschütze ver- o nvck lsngsrl Xodlsn-zichtet.
su 6sr1 3 is nickt kslb «»! 2m Raum westlich Berditschew blieben » I . . schwächere Angrifse. der Sowjets erfolglos,
nulrl im kspisrßorb kinäs»,^ Sarny wurde auch gestern gekämpft.
N5l vsrgsuäsn wir Loli-I Westlich Retschiza behaupteten unsere Ber- -tts, Xokls unö Ltrow fiilbäude in schweren Kämpfen nach Abriege- , .. ... stung örtlicher Einbrüche ihre Stellungen
ais rLoriRsnon« wegen den aus breiter Front mit überlege-
— , .»inen Kräften angreifenden Feind.
. -„caprerkd Int Raum von Witebsk scheiterten erneute
Durchbruchsoersuche der Bolfchewiften. Be- "veitstellungen des Feindes wurden durch zu- ^ ^ Em» sammengefahtes Ihctilleriefeuer zerschlagen.
^ Bei den Kämpfen im Raum von Kirowo-
division unter Führung des Generalmajors Saqerlein besonders bewährt.
In Süditalien wurde auch gestern wieder - .im Abschnitt westlich Venasro erbittert ge- leiok: I^elne ensstgl« kämpft. Alle Angriffe des Feindes scheiter- kepbcbv/Snüen. Xkieg;- ien; zum Teil würden sie im Nalfkamps zer- vicktige K>-beii-plä,r- Klagen. Ein örtlicher Einbruch bei Cervaro u » 5^» lm ^ abgeriegelt. Im mittleren und östlichen
keine wesentlichen
-rou-bon 80.051.i-st..>m ^ta^S fanden ^ivilbereick begnügen stampshandlungen statt. vii-un 5 kle 5 kalbein. Deutsche Torpedoflugzeüge griffen'in der ubenddämmerung des 1U. Januar an der >cn.5voll mit wen g k Küste ein feindliches Nachfchub-
O5k?Kb1 - Kämpen, zeleit an und trafen fünf Schüfe mit einer Tonnage von 32ÜÜ0 BRT. Das Sinken eines Transporters von 8>M BRT. wurde beobachtet. Die Vernichtung weiterer Schiffe wahrscheinlich.
2n den Mittagsstunden des 1ü. Januar ^ ^ ^ und in der Nacht znm 11. Januar führten
britiich-nordamerikanüche Bomber Terror- clsn A4crcrsn angriffe gegen das StadtgebiM von Sofia durch. Durch deutsche und bulgarische Luft- verteidigunaskräfte wurden nach bisher vorliegenden Meldungen 13 feindliche Flugzeuge, darunter mehrere viermotorige Bomber, abgesckofsen. Die Vernichtung von neun äVsrcfclUllrissslöiurisollzvpiteren Flugzeugen ist wahrscheinlich.
In der verganaenen Nacht überflogen einzelne britische Störsluaienge das westliche und nördliche Reichsgebiet.
bannt:
In den frühen Morgenstunden des 11. Januar griffen Nordamerikanische Bomber^-einige Orte in Mitteldeutschland an. Infolge der sofort einsetzenden deutschen Abwehr kamen die Angriffe nicht zu geschlossener Wirkung. Dagegen wurden nach den bisher schon vorliegenden, noch unvollständigen Meldungen durch deutsche Jäger, Zerstörer und Flakbatterien über dem Reichsgebiet und den besetzten Westgebieten 123 nordamerika- nische Flugzeuge, in der Masse viermotorige Bomber, abgeschossen. Der Abschuß weiterer Flugzeuge konnte wegen Einbruch der Dunkelheit noch nicht bestätigt werden.
Dem außerordentlich hohen Verlust des Feindes an Flugzeugen und Besatzungen steht nach bisherigen Meldungen der Verlust der Besatzungen zweier deutscher Jagdflugzeuge gegenüber. Sieben weitere Besatzungen werden vermißt.
veutsclllsilik I-uktsImelir verslsrkl §ick
5okgsnvo//s Eonc/orisr ötztrocsitungsn utrsr c/is c/sutsclis ^ogc/wos/s
Bericht fort, datz die deutsche Luftwaffe die Stärke ihrer Jagdflugzeugverbände gegen den Westen habe verdoppeln können. Das bedeute,' daß die alliierten Bomberflotten
Berlin, 11. Januar. Die neue Londoner Einstellung zu den Problemen des Luftkrieges wird vor allein in einem Bericht des britischen .^Svenska - Dagbladet" - Korrespondenten deutlich. Darin heißt es: „In englischen luftmilitärischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß man alle Veranlassung habe, wachsam die stalte Erhöhung der deutschen Erzeugung von Jagdflugzeugen .zu beobachten. Diese Produktion sei so stark, datz die alliierten Bomb?rflot1en vielleicht nur noch eine begrenzte Zeit zu ihrer Verfügung haben, um ihre Aufgabe zu Ende zu führen." Es sei bezeichnend, so fährt der
einem ständig sich steigernden deutschen
mit
Widerstand im Eaüf^ des"Jahres 1l>44 zu rechnen hätten.
Zu ähnlichen Feststellungen kommt Frederic Tomlinson, der Lllftwaffenkorrespondent des englischen Blattes „Sunday Observer". Seiner Schätzung nach Mrfte die Produktion von Jagdflugzeugen in Deutschland im Jahre 1944 viermal größer sein als 1942. Auch er stellt fest, daß die Zahl der deutschen
Jäger vervielfacht worden sei. Schließlich gibt noch der Londoner Korrespondent der spanischen Zeitung „da" die englische Haltung wieder, daß „Deutschland auf dem Gebiet der Jagdflugzeuge,und der Luftverteidigung stärker ist. als seine Gegner". Eine zuständige britische Persönlichkeit habe erst kürzlich erklärt, daß die deutsche Luftverteidigung so hervorragend sei wie nie zuvor.
Wenn man sich erinnert, daß noch vor ganz kurzer Zeit anglo-amerikanische Berichte von einer geplanten völligen „Zerbombung" aller deutschen Flugzeugproduktionsstätten und von einer bevorstehenden Niederkämp- fung der deutschen Luftverteidigungskräfte sprachen, dann wird ersichtlich um wieviel kleinlauter und realistischer heute London und Washington unter dem Druck der stetig ansteigenden deutschen Äbwehrerfolge geworden sind.
Verrsl am Vlies lwä sm ksscllkmus gesüdnl
16 loc/srurtsi/s /n Vsrona — c/s 6ono, O/cmo, 6otkc»fc//, Satins/// unc/ ^otsscsii c/urcli Errcli/sösn slingst/clitst
Adrovo!
Druck, Lockbrsnvov, LrsckrsiL,' bsbt c/crs
Kl/gsmsivbskiocisll.
vs§ Licksnlaud verlieben
In Kpotbsksn uvä Drogsrisn srbci/tiic/i
Berlin, 11. Januar. Am 29. Dezember ?1943 verlieh der Führer dem sf-Obersturmbannführer Albert Frey, N-egimentskom- unanbeur in der st-Panzerbivision Leibstandarte ff „Adolf Hitler", das Eichenlaub znm /iVlvIM ÄLlmoK» Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Heus SiNerlrreuLträser
Führerhauptquartier, 11. Januar. Der ^fihrer verlieh am IN. Dezember das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an js-Sturm- iannführer Helmut Kämpfe, Bataillonskommandeur in der st-Panzerdivision „Das
MN,«I«3UN3M»r
iisen-SW Metalle
^^°ich"; ff-Hauptsturmführer Fritz Bier- «MB», VU« Abteilungssührer im Panzerregi-
^krent der st-Hanzerdivision „Totenkops";
ls-Hauptsturmführer Friedr. Hölzer, Kom- --^anrechef in der st-Panzer-Div. „Das Reich";
» >>0'7k:U^1'^»s'H"uptsturmführer Alfred L e r , Batl.-Fiih- I I cxr jn der st-Panzer-Division ,sDas Reich";
st-Obersturmsührer Heinrich S o n n e , K'om- oanieführer in einer st-Infanterie-Brigade smot.). Der Führer verlieh ferner am 20. Dezember 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an drei Angehörige der Leibstan- »arle st „Adolf Hitler", und zwar an ^-Obersturmbannführer Georq Schönber- „zet, Kommandeur im Panzerregiment FLeibstandarte st „Adolf Hitler"; jj-Haupt- P sturmführer Emil W! esemann. Vatterie- .(> cher in der Sturmgeschlltzabteilunq der jj- ^ Panzertzioifion Leibstandarte st „Adolf Hitler"; jj-Hauptsturmführer Karl Rettlin-
^9 er, Batterie in der Sturmgeschützabteilung » TLFSV»d Panzerdioinon .Leibstandarte st „Adolf
»»k»»' Hirler". Obersturmbannsnbrer Schönberqer , , Hauptsturmführer Wiesemann haben
iuzz vor der Verleihung der hohen Taprer- ^ keitsauszeichnung an der Ostfront den Heldentod gefunden.
Verona, 11. Januar. Das außerordentliche Sondertribunal zur Aburteilung der 18. Mitglieder des Großen Rates des Faschismus, die in der Sitzung vom 24. auf den 2b. Juli des vergangenen Jahres die Entschließung Grandis gegen den Duce unterschrieben und damit den Staatsstreich Bndoglios ermöglichten und den Duce und den Faschismus verrieten, fällte am Montag nach dreitägigen Verhandlungen seinen Urteilsspruch. Von den 19 Angeklagten wurden 18 zum Tode verurteilt, darunter 13 ln contumsclsm (in Abwesenheit).
Von den sechs anwesenden Angeklagten wurden fünf zum Tode verurteilt, nämlich der frühere Außenminister Graf Ciano, Marschall deBono, der frühere Landwirtschaftsminister Pareschi, der frühere Verwal- tungsleiter der faschistischen Partei M ar i- nelli und der frühere Leiter des Verbandes der italienischen Industrie Kottardi. Der frühere KorporationsMinister Cianetti wurde zu 39 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Staatsa.nwalt hatte für sämtliche ^19 Angeklagte» „im Namen der faschistischen Revolution in ihrer neuen republikanischen Form" die Todesstrafe beantragt.
Das Urteil ist bereits am Dienstagvormittag kurz nach 9 Uhr an de Bono, Ciano, Eottardi, Marinelli und Pareschi durch Erschießen vollzogen worden.
d. Der Verrat an dem Duce, begangen von seinen engsten Mitarbeitern und am Faschismus, ist gesühnt worden! Gesühnt die Feigheit einer korrupten Schar von Politikern, die ihren eigenen Vorteil zu suchen hofften, dabei ihr Vaterland preisgaben und unendliches Elend- für das eigene Volk heraufbeschworen. Unter den Salven des Exskutiv- kommandos erfüllte sich die Prophezeiung des Senatspräsidenten, der dem Grafen Liano nach dem Verlassen der znm Sturz des Duce führenden Sitzung des faschistischen Eroßrates am 2ö. Juli zurief: „Dieser Schritt kann nur mit Blut gesühnt werden." Alan erinnert sich ferner, des seherischen Wortes des greisen Ge
richtspräsidenten Tringali Casanova in der Nacht zum 26. Juli an Liano: „Junger Mann, vielleicht glauben Sie, daß man so Politik-macht. Ich sage Ihnen: Sie weiden nicht mehr lange zu leben haben!"
Im faschistischen Eroßrat vom 24./2I. Juli war über die Tagesordnung Grandi abgestimmt worden, die in einem militärisch und politisch außerordentlich delikaten Augenblick der Politik des Duce in den Rücken fiel und jene Umsturzpläne verwirkliche» wollte, die nach den Aufzeichnungen des früheren Mar- schalls Cavallero bereits seit dem November 1942 in intriganten politischen Kreisen Roms erörtert w.orden waren und Badoglio als Nachfolger des Duce vorschlugen, der sich auf die Seite des Feindes schlagen sollte, um so den kämpfenden Truppen in den Rücken zu fallen. Zunächst schien dieser Augenblick während der Aufgabe von Tunesien als besonders geeignet für den Sturz des Duce.
Schon damals wurde über Umberto der jedem Verrat gegen den Duce zustimmende König Viktor Emanuel entfprechnd bearbeitet, der dem Duce die Kriegführung entziehen sollte. In dem Plan hieß es: „Der Rest wird dann ganz von selbst kommen." Am 24. Juli glaubte die- Schar der Verräter dann endlich den Zeitpunkt zur Erfüllung ihrer Pläne gekommen. Unter Vorspiegelung einer „Besorgnis um das Schicksal des Vaterlandes" erreichten die Intriganten, vöm Duce die Einberufung des'Großrates, während Grand! unterwegs war, um die Unterschriften' zu seiner bekannten Entschließung zu sammeln, die den Staatsstreich Badoglios ermöglichen und zum Sturz des Faschismus und des Duce führen sollte.
Die Verräter hatten den Plan, durch Verhandlungen mit dem Feind und die Preisgabe ihres eigenen Volkes völlig eigennützige Interessen zu verbinden; eine Haltung, die vor allem für Liano sprichwörtlich geworden war. Ciano hatte sich in maßloser Ueberschützung seiner persönlichen Stellung zu Jntrig'en Hinreißen lassen, die gegen den Duce gerichtet waren und ihm selbst ein erweitertes Betätigungsfeld bieten soll-
tey, wobei vor allem seine Vorliebe für geschäftliche Transaktionen gestillt werden sollte. Zu der Eigenart Liänos gehörte es, sich nach seinem, durch zweifellos vorhandene starke Intelligenz errungenen Aufstieg mit einem Hof von bewunderndem Trabanten zu iim'geben, die durchaus snobistischen Neigungen frönten und keinen Hehl aus ihrer „Verachtung für die Masse" machten. Diese Ent. fernung von der klaren Haltung des Faschismus entfremdete Cian« weiten Kreisen des italienischen Volkes, die in seinem Streben eine Eesochr sür den faschistischen Staat sahen.
Der Urteilsspruch von Verona war die einzig mögliche Sühne, die Vaterlandsver- rätern.gebührt. Der Bildungsstand der Verräter läßt es zweifellos als sicher erscheinen, daß sie sich über die Auswirkungen im kla. ren waren, die ihr Verrat haben mußte. Ge. rade dieser bewußte Verrat ließ ihre Haltung umso -verwerflicher erscheinen. Wenn die Verräter jetzt in der Verhandlung sich dadurch von ihrer Schuld reinzuwaschen versuchten, daß sie erklärten „sich der Bedeutung und Tragweite der Entschließung Grandis nicht völlig.bewußt gewesen" zu sein, so mutz dieses Verfahren ebenso verächtlich erscheinen wie die letzte Pose Lianos,. der vor Gericht erklärte, er könne in der Jntrige hinter dem Rücken des Duce keinen Verrat erblicken, sondern stehe gegen diesen Vorwarf mit seilten, ganzen Prestige als Soldgt und Faschist.
Es mag müßig sein, die militärischen Qualitäten Lianos zu untersuchen. Auf jeden Fall erwies er sich als ein schlechter Faschist, der seinem Ehrgeiz so oft das Wohl des Vaterlandes untergeordnet hat und beispielsweise in seiner Balkanpolitik den Duce bewußt über die wahre Lage falsch unterrichter hat, um so seine Maßnahmen gegen Griechenland und die Vergewaltigung Kroatiens durchführen zu können. Sein Streben nach finanziellen Vorteilen ließ ihn sehr oft Maßnahmen der von ihm kontrollierten Industrie vertreten, die bewußt eine Ausrüstung verhinderten und so zur Schwächung des Staates beitrugen.
5l. Oebuitstgß »es keiclismiirsclislls unck ckes Reiclislslter» kosender^, 12. ck-inuar begeben iieickumsiseball Hermann (-bring uncl llsicksminmtsr ksicbslsitsi -streck llosenberg ikren 51. Osburtstag. Onssr öilcl Imlcn neigt clsn lleicksMarscksII, wie er nsek llsr Lssicbtigung.eines llüstungsverices von cier ckugencl begrüüt vvirck. 5ulii.: «ricxsber. Miel i.si>re MU) unii riesse-uoklmLan
Xete-DkiL«-
itliijoi- s. O. V 0 n K e I s e r
In keinem Volk der Welt ist das Bestreben, alle Lebensgebiete wissenschaftlich zu durch- dringen,; so stark entwickelt wie im deutschen Volk. So hat auch die „Kriegswissenschaft". di« sich mit der Geschichte früherer Kriege baschäi- tigt und daraus strategische und taktische Lehren für die Führung in künftigen Kriegen abzuleiten sucht, in Deutschland durch Ei au- sewitz, Moltke, Schliessen, Goltz, Bernhardt und viele andere berühmte Militärschr'st- steller einen Höchststand erreicht. Und dieie wissenschgftliche Behandlung des Krieges ist immer eine der Hauptursachen der Üeber- legenheit des deutschen GeNeralstabes und damit des ganzen deutschen Heeres über alle Gegner gewesen.
Seitdem aber die Kriege nicht mehr nur eine überwiegend militärische, sondern eine Angelegenheit des ganzen Volkes geworden sind, seitdem sie mit der Totalität aller politischen, wirtschaftlichen, technischen und- seelischen Kräfte des Volkes geführt werden, kann auch .die Wissenschaft vom Kriege nicht mehr ein Sondergebiet des Soldaten sein. Die den rein militärischen Faktoren der Kriegführung dienende Kriegswissenschaft ist daher zur „Wehrwissenschaft" erweitert worden, -die sämtliche Gebiete umfaßt, von denen im Frieden wie im Kriege die Wehrkraft des Volkes und damit die Verteidigungsfähigkeit des Staates abhängen. Heute, wo das großdsut- sche Volk im Kampf um die Erhaltung seiner endlich errungenen Einigung und um den Zusammenschluß Europas gegen alle seine Feinde sieht,- dürchdringen die Erkenntnisse dieser neuen Wehrwissenschaft nicht nur alle amtlichen Stellen, die in irgendeiner Form an der Kriegführung oder der Wehrhaft- machung des Volkes mitzuwirken haben, sondern sie ergreifen von hier aus das ganze Volk, genau wie die rein kriegswissenichäft- lichen Erkenntnisse vom Eeneralstab ausstrahlen bis auf das ganze Heer in allen seinen Teilen.
Die Zulassung der-Wehrwissenschaften als selbständiges Lehrfach auf den deutschen Universitäten und sonstigen Hochschulen war ein gewaltiger Fortschritt aus dein Wege, dem deutschen Volke das wehrgeistige Rüstzeug zu vermitteln, das die Voraussetzung für den Sieg im heutigen totalen Krieg ist. Wäre schon vor dem ersten Weltkriege ein solches Wehrwissen vorhanden gewesen, wäre Deutschlands Jugend auf den Schulen und Hochschulen über unsere gefährliche wehr- und geopolitische Lage, über die Kriegsziele unserer Feinde und über die wehrpolitischen und militärischen Erfordernisse eines Zweifrontenkrieges in sachlicher Weise belehrt worden, dann wäre das deutsche Volk nicht so leicht auf die Lügen der marxistisch-'üd-schrn Betrüger hereingefallen, die im Frieden seine genügende Wehrhaftmachung verhinderten und im Kriege den Dolchstoß gegen den Rücken ded Heeres führten.
Zu diesem Mangel an geistiger und seelischer Vorbereitung des gesamten Volkes auf den Krieg kam das Fehlen einer gründlichen Zusammenarbeit zwischen politischer, militärische/, wirtschaftlicher und geistiger Kriegführung, weil die politischen und wirtschaftlichen Führer den strategischen und militärischen Fragen der Kriegführung meist vollkommen ahnungslos gegenüberstanden, während wiederum die militärischen Führer in die politischen und wirtschaftlichen Bedingtheiten der Kriegführung nicht zur Genüge eingeweiht waren. Die Folge war, daß die verschiedenen Staats- und Wirtschartsstellen. Hie Oberste Heeresleitung und die Marineleitung vielfach nicht miteinander, sondern teilweise sogar direkt gegeneinander arbeiteten und die einheitliche Kesamtkriegführung dadurch stark gefährdet wurde.
Es ist mit dem Wehrwissen nicht anders als mit allem anderen Wissen auch: Nur wenn es von hoher geistiger Warte aus erläßt, systematisch geordnet und in seinem tieferen Gehalt begriffen wird, kann es auf dem Wege über die führenden Schichten des Volkes allmählich das gcistiae Denken und die seelische Haltung des Gesamtvolkcs so stark beeinflussen, daß es von entscheidender Bedeutung auch für die praktische Wehrhaftmachung wird. Um einen Begriff von dem Umfang und der Vielseitigkeit der Wehr- wissenichaiten zu geben sei hier folaende, aus dem Webrvolitischen Amt der NSDAP. stammende . Systematik der Wehrwisscnichaf- ten" angeführt, die Dr., von Frauenholz,
Prvlessor für Kriegs- und Heeresgefchicht'e ün der Universität München, in seine: Schritt „Wehrpolilik und Wehrwissen" sei- neneit veröffentlicht hat:
k. Die Lehre vom Wesen und der Führung
des Krieges:
1. Wesen des Krieges, Wehrphilosophie und Wehrvölkerrecht;
2. Kriegführung, und zwar:' a) Eesamt- kriegfllhrung. b) Politische Kriegfllh- runm c> Militärische Kriegführung, d) Wirtschaftliche Kriegführung c) Seelische Kriegführung.
-3. Wehraeschichte, und zwar: a) Geschichte des Wehrwesens, b) Kriegs- und Hee- rcsgcschichte.
4. Wehrgeographie mit ihren Neben- wissenschasten: Wehrgeologie und Weh»