Ausgabe 
(12.1.1944) 11
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GeschSft»stell««»

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pavleicmrtliciie Lcryeszettung

,g. «nt»,Spt«n 5ia cio» Das flmtsblatt des lieglerenden vürgermcistcrs der 5rcien fjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten. Vreinens

flmtliches verkündungsblatt des Ircichsstatttzalters in Oldenburg und vremen

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« nr. 11 , 14. Jahrgang

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ITlittwoch, 12. Januar 1944

Einzelpreis 15 Npf.

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ä ?rsx„ IN cken vienoi <isr — 1 - - 7,1 - 2 — — d R u s dem Führer Hauptquartier, 11. Januar. Da^, Oberkommando der Wehrmacht gibt be-

»!nä cUs

^. 51 /

^L^LL-rArbiNertss »ingsil im Vsten

Durchbruchsoersuche bei Retschiza und Witebsk gescheitert

Aus dem Führerhauptquartrer, 11. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Aus dem feindlichen Brückenkopf nordöst- l) 7 sil L l li/I's'fkilich Kertfch begann gestern der erwartete > l> ^ IH l» l l»l l I I ^sowjetische Angriff. Die Kämpfe sind noch im Gange. Unsere Luftwaffe griff in diese Kämpfe ein und vernichtete zwei feindliche Landungsboote. Marine - Küstenbatterien schössen bolschewistische Truppenunterkünfte ruf der Taman-Halbinsel in Brand. Südwestlich Dnjepropetrowfk griff der z..o.cnkn.i-A 3 k>,?eind mit mehreren Divisionen, von Ar- l^ k-krLisvno/kkM«illerie und Schlachtfliegern unterstützt, auf

-sch maler Front an. Er wurde in harten

dämpfen durch Gegenstöße aufgefangen, iä feindliche Panzer wurden hierbei abge­soffen.

Nordwestlich Kirowograd zerschlugen un- rc Truppen wiederholte Angriffe der Bol- hewiften und nahmen im Gegenstoß meh- ere verlorengegangene Ortschaften wieder.

. Bei der Abwehr feindlicher Angriffe süd- M»» ütlich Progrebifchifche wurden in erbitter-

!e» Kämpfen zwei sowjetische Bataillone M^M^UJUTT»»» vernichtet. Südwestlich der Stadt warfen i^U VOkvv L X7Oii:v»"lere Truppen vorgedrungene feindliche v»>T1^.Ql0 0ck^1vD/Lnffampsgruppen trotz hartnäckigen Widerstan- .6 ?sU^sn.^obrsnp 3 pi°,;-s. Zurück. 2n diesen Kämpfen wurden . , , . ^ Mein im Bereich einer Jnsanteriediolslon

tsr umarsnsn - Usnn nslls»^ sowjetische Panzer und 1!> Geschütze ver- o nvck lsngsrl Xodlsn-zichtet.

su 6sr1 3 is nickt kslb «»! 2m Raum westlich Berditschew blieben » I . . schwächere Angrifse. der Sowjets erfolglos,

nulrl im kspisrßorb kinäs»,^ Sarny wurde auch gestern gekämpft.

N5l vsrgsuäsn wir Loli-I Westlich Retschiza behaupteten unsere Ber- -tts, Xokls unö Ltrow fiilbäude in schweren Kämpfen nach Abriege- , .. ... stung örtlicher Einbrüche ihre Stellungen

ais rLoriRsnon« wegen den aus breiter Front mit überlege-

— , .»inen Kräften angreifenden Feind.

. -„caprerkd Int Raum von Witebsk scheiterten erneute

Durchbruchsoersuche der Bolfchewiften. Be- "veitstellungen des Feindes wurden durch zu- ^ ^ Em» sammengefahtes Ihctilleriefeuer zerschlagen.

^ Bei den Kämpfen im Raum von Kirowo-

division unter Führung des Generalmajors Saqerlein besonders bewährt.

In Süditalien wurde auch gestern wieder - .im Abschnitt westlich Venasro erbittert ge- leiok: I^elne ensstgl« kämpft. Alle Angriffe des Feindes scheiter- kepbcbv/Snüen. Xkieg;- ien; zum Teil würden sie im Nalfkamps zer- vicktige K>-beii-plä,r- Klagen. Ein örtlicher Einbruch bei Cervaro u » 5^» lm ^ abgeriegelt. Im mittleren und östlichen

keine wesentlichen

-rou-bon 80.051.i-st..>m ^ta^S fanden ^ivilbereick begnügen stampshandlungen statt. vii-un 5 kle 5 kalbein. Deutsche Torpedoflugzeüge griffen'in der ubenddämmerung des 1U. Januar an der >cn.5voll mit wen g k Küste ein feindliches Nachfchub-

O5k?Kb1 - Kämpen, zeleit an und trafen fünf Schüfe mit einer Tonnage von 32ÜÜ0 BRT. Das Sinken eines Transporters von 8>M BRT. wurde beobachtet. Die Vernichtung weiterer Schiffe wahrscheinlich.

2n den Mittagsstunden des 1ü. Januar ^ ^ ^ und in der Nacht znm 11. Januar führten

britiich-nordamerikanüche Bomber Terror- clsn A4crcrsn angriffe gegen das StadtgebiM von Sofia durch. Durch deutsche und bulgarische Luft- verteidigunaskräfte wurden nach bisher vor­liegenden Meldungen 13 feindliche Flug­zeuge, darunter mehrere viermotorige Bom­ber, abgesckofsen. Die Vernichtung von neun äVsrcfclUllrissslöiurisollzvpiteren Flugzeugen ist wahrscheinlich.

In der verganaenen Nacht überflogen ein­zelne britische Störsluaienge das westliche und nördliche Reichsgebiet.

bannt:

In den frühen Morgenstunden des 11. Januar griffen Nordamerikanische Bomber^-einige Orte in Mit­teldeutschland an. Infolge der sofort einsetzenden deutschen Abwehr kamen die Angriffe nicht zu geschlossener Wirkung. Dagegen wurden nach den bisher schon vorliegenden, noch unvollständigen Meldungen durch deutsche Jäger, Zerstörer und Flakbatterien über dem Reichsgebiet und den besetzten Westgebieten 123 nordamerika- nische Flugzeuge, in der Masse viermotorige Bomber, abgeschossen. Der Abschuß weiterer Flugzeuge konnte wegen Einbruch der Dunkelheit noch nicht bestätigt werden.

Dem außerordentlich hohen Verlust des Feindes an Flugzeugen und Besatzungen steht nach bisherigen Meldungen der Verlust der Besatzungen zweier deutscher Jagdflugzeuge gegenüber. Sieben weitere Besatzun­gen werden vermißt.

veutsclllsilik I-uktsImelir verslsrkl §ick

5okgsnvo//s Eonc/orisr ötztrocsitungsn utrsr c/is c/sutsclis ^ogc/wos/s

Bericht fort, datz die deutsche Luftwaffe die Stärke ihrer Jagdflugzeugverbände gegen den Westen habe verdoppeln können. Das bedeute,' daß die alliierten Bomberflotten

Berlin, 11. Januar. Die neue Lon­doner Einstellung zu den Problemen des Luftkrieges wird vor allein in einem Bericht des britischen .^Svenska - Dagbladet" - Korre­spondenten deutlich. Darin heißt es: „In englischen luftmilitärischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß man alle Veran­lassung habe, wachsam die stalte Erhöhung der deutschen Erzeugung von Jagdflugzeu­gen .zu beobachten. Diese Produktion sei so stark, datz die alliierten Bomb?rflot1en viel­leicht nur noch eine begrenzte Zeit zu ihrer Verfügung haben, um ihre Aufgabe zu Ende zu führen." Es sei bezeichnend, so fährt der

einem ständig sich steigernden deutschen

mit

Widerstand im Eaüf^ des"Jahres 1l>44 zu rechnen hätten.

Zu ähnlichen Feststellungen kommt Frede­ric Tomlinson, der Lllftwaffenkorrespondent des englischen Blattes „Sunday Observer". Seiner Schätzung nach Mrfte die Produktion von Jagdflugzeugen in Deutschland im Jahre 1944 viermal größer sein als 1942. Auch er stellt fest, daß die Zahl der deutschen

Jäger vervielfacht worden sei. Schließlich gibt noch der Londoner Korrespondent der spanischen Zeitung „da" die englische Hal­tung wieder, daß „Deutschland auf dem Ge­biet der Jagdflugzeuge,und der Luftvertei­digung stärker ist. als seine Gegner". Eine zuständige britische Persönlichkeit habe erst kürzlich erklärt, daß die deutsche Luftvertei­digung so hervorragend sei wie nie zuvor.

Wenn man sich erinnert, daß noch vor ganz kurzer Zeit anglo-amerikanische Berichte von einer geplanten völligen „Zerbombung" aller deutschen Flugzeugproduktionsstätten und von einer bevorstehenden Niederkämp- fung der deutschen Luftverteidigungskräfte sprachen, dann wird ersichtlich um wieviel kleinlauter und realistischer heute London und Washington unter dem Druck der stetig ansteigenden deutschen Äbwehrerfolge ge­worden sind.

Verrsl am Vlies lwä sm ksscllkmus gesüdnl

16 loc/srurtsi/s /n Vsrona — c/s 6ono, O/cmo, 6otkc»fc//, Satins/// unc/ ^otsscsii c/urcli Errcli/sösn slingst/clitst

Adrovo!

Druck, Lockbrsnvov, LrsckrsiL,' bsbt c/crs

Kl/gsmsivbskiocisll.

vs§ Licksnlaud verlieben

In Kpotbsksn uvä Drogsrisn srbci/tiic/i

Berlin, 11. Januar. Am 29. Dezember ?1943 verlieh der Führer dem sf-Obersturm­bannführer Albert Frey, N-egimentskom- unanbeur in der st-Panzerbivision Leibstan­darte ff „Adolf Hitler", das Eichenlaub znm /iVlvIM ÄLlmoK» Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Heus SiNerlrreuLträser

Führerhauptquartier, 11. Januar. Der ^fihrer verlieh am IN. Dezember das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an js-Sturm- iannführer Helmut Kämpfe, Bataillons­kommandeur in der st-Panzerdivision „Das

MN,«I«3UN3M»r

iisen-SW Metalle

^^°ich"; ff-Hauptsturmführer Fritz Bier- «MB», VU« Abteilungssührer im Panzerregi-

^krent der st-Hanzerdivision „Totenkops";

ls-Hauptsturmführer Friedr. Hölzer, Kom- --^anrechef in der st-Panzer-Div. „Das Reich";

» >>0'7k:U^1'^»s'H"uptsturmführer Alfred L e r , Batl.-Fiih- I I cxr jn der st-Panzer-Division ,sDas Reich";

st-Obersturmsührer Heinrich S o n n e , K'om- oanieführer in einer st-Infanterie-Brigade smot.). Der Führer verlieh ferner am 20. Dezember 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an drei Angehörige der Leibstan- »arle st „Adolf Hitler", und zwar an ^-Obersturmbannführer Georq Schönber- „zet, Kommandeur im Panzerregiment FLeibstandarte st „Adolf Hitler"; jj-Haupt- P sturmführer Emil W! esemann. Vatterie- .(> cher in der Sturmgeschlltzabteilunq der jj- ^ Panzertzioifion Leibstandarte st „Adolf Hit­ler"; jj-Hauptsturmführer Karl Rettlin-

^9 er, Batterie in der Sturmgeschützabteilung » TLFSV»d Panzerdioinon .Leibstandarte st „Adolf

»»k»»' Hirler". Obersturmbannsnbrer Schönberqer , , Hauptsturmführer Wiesemann haben

iuzz vor der Verleihung der hohen Taprer- ^ keitsauszeichnung an der Ostfront den Hel­dentod gefunden.

Verona, 11. Januar. Das außerordent­liche Sondertribunal zur Aburteilung der 18. Mitglieder des Großen Rates des Faschis­mus, die in der Sitzung vom 24. auf den 2b. Juli des vergangenen Jahres die Entschlie­ßung Grandis gegen den Duce unterschrie­ben und damit den Staatsstreich Bndoglios ermöglichten und den Duce und den Faschis­mus verrieten, fällte am Montag nach drei­tägigen Verhandlungen seinen Urteilsspruch. Von den 19 Angeklagten wurden 18 zum Tode verurteilt, darunter 13 ln contumsclsm (in Abwesenheit).

Von den sechs anwesenden Angeklagten wurden fünf zum Tode verurteilt, nämlich der frühere Außenminister Graf Ciano, Mar­schall deBono, der frühere Landwirtschafts­minister Pareschi, der frühere Verwal- tungsleiter der faschistischen Partei M ar i- nelli und der frühere Leiter des Verbandes der italienischen Industrie Kottardi. Der frühere KorporationsMinister Cianetti wurde zu 39 Jahren Zuchthaus verur­teilt. Der Staatsa.nwalt hatte für sämtliche ^19 Angeklagte» „im Namen der faschistischen Revolution in ihrer neuen republikanischen Form" die Todesstrafe beantragt.

Das Urteil ist bereits am Dienstagvormit­tag kurz nach 9 Uhr an de Bono, Ciano, Eottardi, Marinelli und Pareschi durch Er­schießen vollzogen worden.

d. Der Verrat an dem Duce, begangen von seinen engsten Mitarbeitern und am Faschis­mus, ist gesühnt worden! Gesühnt die Feig­heit einer korrupten Schar von Politikern, die ihren eigenen Vorteil zu suchen hofften, da­bei ihr Vaterland preisgaben und unend­liches Elend- für das eigene Volk heraufbe­schworen. Unter den Salven des Exskutiv- kommandos erfüllte sich die Prophezeiung des Senatspräsidenten, der dem Grafen Liano nach dem Verlassen der znm Sturz des Duce führenden Sitzung des faschistischen Eroßrates am 2ö. Juli zurief: „Dieser Schritt kann nur mit Blut gesühnt werden." Alan erinnert sich ferner, des seherischen Wortes des greisen Ge­

richtspräsidenten Tringali Casanova in der Nacht zum 26. Juli an Liano: „Junger Mann, vielleicht glauben Sie, daß man so Politik-macht. Ich sage Ihnen: Sie weiden nicht mehr lange zu leben haben!"

Im faschistischen Eroßrat vom 24./2I. Juli war über die Tagesordnung Grandi abge­stimmt worden, die in einem militärisch und politisch außerordentlich delikaten Augenblick der Politik des Duce in den Rücken fiel und jene Umsturzpläne verwirkliche» wollte, die nach den Aufzeichnungen des früheren Mar- schalls Cavallero bereits seit dem November 1942 in intriganten politischen Kreisen Roms erörtert w.orden waren und Badoglio als Nachfolger des Duce vorschlugen, der sich auf die Seite des Feindes schlagen sollte, um so den kämpfenden Truppen in den Rücken zu fallen. Zunächst schien dieser Augenblick wäh­rend der Aufgabe von Tunesien als beson­ders geeignet für den Sturz des Duce.

Schon damals wurde über Umberto der jedem Verrat gegen den Duce zustimmende König Viktor Emanuel entfprechnd bearbei­tet, der dem Duce die Kriegführung ent­ziehen sollte. In dem Plan hieß es: „Der Rest wird dann ganz von selbst kommen." Am 24. Juli glaubte die- Schar der Verräter dann endlich den Zeitpunkt zur Erfüllung ihrer Pläne gekommen. Unter Vorspiegelung einer „Besorgnis um das Schicksal des Va­terlandes" erreichten die Intriganten, vöm Duce die Einberufung des'Großrates, wäh­rend Grand! unterwegs war, um die Unter­schriften' zu seiner bekannten Entschließung zu sammeln, die den Staatsstreich Badoglios ermöglichen und zum Sturz des Faschismus und des Duce führen sollte.

Die Verräter hatten den Plan, durch Ver­handlungen mit dem Feind und die Preis­gabe ihres eigenen Volkes völlig eigen­nützige Interessen zu verbinden; eine Hal­tung, die vor allem für Liano sprichwört­lich geworden war. Ciano hatte sich in maß­loser Ueberschützung seiner persönlichen Stel­lung zu Jntrig'en Hinreißen lassen, die gegen den Duce gerichtet waren und ihm selbst ein erweitertes Betätigungsfeld bieten soll-

tey, wobei vor allem seine Vorliebe für ge­schäftliche Transaktionen gestillt werden sollte. Zu der Eigenart Liänos gehörte es, sich nach seinem, durch zweifellos vorhandene starke Intelligenz errungenen Aufstieg mit einem Hof von bewunderndem Trabanten zu iim'geben, die durchaus snobistischen Neigun­gen frönten und keinen Hehl aus ihrer „Ver­achtung für die Masse" machten. Diese Ent. fernung von der klaren Haltung des Faschis­mus entfremdete Cian« weiten Kreisen des italienischen Volkes, die in seinem Streben eine Eesochr sür den faschistischen Staat sahen.

Der Urteilsspruch von Verona war die einzig mögliche Sühne, die Vaterlandsver- rätern.gebührt. Der Bildungsstand der Ver­räter läßt es zweifellos als sicher erscheinen, daß sie sich über die Auswirkungen im kla. ren waren, die ihr Verrat haben mußte. Ge. rade dieser bewußte Verrat ließ ihre Hal­tung umso -verwerflicher erscheinen. Wenn die Verräter jetzt in der Verhandlung sich dadurch von ihrer Schuld reinzuwaschen ver­suchten, daß sie erklärten „sich der Bedeu­tung und Tragweite der Entschließung Grandis nicht völlig.bewußt gewesen" zu sein, so mutz dieses Verfahren ebenso verächtlich erscheinen wie die letzte Pose Lianos,. der vor Gericht erklärte, er könne in der Jntrige hinter dem Rücken des Duce keinen Verrat erblicken, sondern stehe gegen diesen Vorwarf mit seilten, ganzen Prestige als Soldgt und Faschist.

Es mag müßig sein, die militärischen Qua­litäten Lianos zu untersuchen. Auf jeden Fall erwies er sich als ein schlechter Faschist, der seinem Ehrgeiz so oft das Wohl des Va­terlandes untergeordnet hat und beispiels­weise in seiner Balkanpolitik den Duce be­wußt über die wahre Lage falsch unterrichter hat, um so seine Maßnahmen gegen Grie­chenland und die Vergewaltigung Kroatiens durchführen zu können. Sein Streben nach finanziellen Vorteilen ließ ihn sehr oft Maß­nahmen der von ihm kontrollierten Indu­strie vertreten, die bewußt eine Ausrüstung verhinderten und so zur Schwächung des Staates beitrugen.

5l. Oebuitstgß »es keiclismiirsclislls unck ckes Reiclislslter» kosender^, 12. ck-inuar begeben iieickumsiseball Hermann (-bring uncl llsicksminmtsr ksicbslsitsi -streck llosenberg ikren 51. Osburtstag. Onssr öilcl Imlcn neigt clsn lleicksMarscksII, wie er nsek llsr Lssicbtigung.eines llüstungsverices von cier ckugencl begrüüt vvirck. 5ulii.: «ricxsber. Miel i.si>re MU) unii riesse-uoklmLan

Xete-DkiL«-

itliijoi- s. O. V 0 n K e I s e r

In keinem Volk der Welt ist das Bestreben, alle Lebensgebiete wissenschaftlich zu durch- dringen,; so stark entwickelt wie im deutschen Volk. So hat auch die „Kriegswissenschaft". di« sich mit der Geschichte früherer Kriege baschäi- tigt und daraus strategische und taktische Leh­ren für die Führung in künftigen Kriegen abzuleiten sucht, in Deutschland durch Ei au- sewitz, Moltke, Schliessen, Goltz, Bernhardt und viele andere berühmte Militärschr'st- steller einen Höchststand erreicht. Und dieie wissenschgftliche Behandlung des Krieges ist immer eine der Hauptursachen der Üeber- legenheit des deutschen GeNeralstabes und damit des ganzen deutschen Heeres über alle Gegner gewesen.

Seitdem aber die Kriege nicht mehr nur eine überwiegend militärische, sondern eine Angelegenheit des ganzen Volkes geworden sind, seitdem sie mit der Totalität aller poli­tischen, wirtschaftlichen, technischen und- seeli­schen Kräfte des Volkes geführt werden, kann auch .die Wissenschaft vom Kriege nicht mehr ein Sondergebiet des Soldaten sein. Die den rein militärischen Faktoren der Kriegführung dienende Kriegswissenschaft ist daher zur „Wehrwissenschaft" erweitert worden, -die sämtliche Gebiete umfaßt, von denen im Frie­den wie im Kriege die Wehrkraft des Volkes und damit die Verteidigungsfähigkeit des Staates abhängen. Heute, wo das großdsut- sche Volk im Kampf um die Erhaltung seiner endlich errungenen Einigung und um den Zu­sammenschluß Europas gegen alle seine Feinde sieht,- dürchdringen die Erkenntnisse dieser neuen Wehrwissenschaft nicht nur alle amtlichen Stellen, die in irgendeiner Form an der Kriegführung oder der Wehrhaft- machung des Volkes mitzuwirken haben, son­dern sie ergreifen von hier aus das ganze Volk, genau wie die rein kriegswissenichäft- lichen Erkenntnisse vom Eeneralstab ausstrah­len bis auf das ganze Heer in allen seinen Teilen.

Die Zulassung der-Wehrwissenschaften als selbständiges Lehrfach auf den deutschen Uni­versitäten und sonstigen Hochschulen war ein gewaltiger Fortschritt aus dein Wege, dem deutschen Volke das wehrgeistige Rüstzeug zu vermitteln, das die Voraussetzung für den Sieg im heutigen totalen Krieg ist. Wäre schon vor dem ersten Weltkriege ein solches Wehrwissen vorhanden gewesen, wäre Deutsch­lands Jugend auf den Schulen und Hoch­schulen über unsere gefährliche wehr- und geopolitische Lage, über die Kriegsziele un­serer Feinde und über die wehrpolitischen und militärischen Erfordernisse eines Zweifronten­krieges in sachlicher Weise belehrt worden, dann wäre das deutsche Volk nicht so leicht auf die Lügen der marxistisch-'üd-schrn Be­trüger hereingefallen, die im Frieden seine genügende Wehrhaftmachung verhinderten und im Kriege den Dolchstoß gegen den Rücken ded Heeres führten.

Zu diesem Mangel an geistiger und see­lischer Vorbereitung des gesamten Volkes auf den Krieg kam das Fehlen einer gründlichen Zusammenarbeit zwischen politischer, militä­rische/, wirtschaftlicher und geistiger Krieg­führung, weil die politischen und wirtschaft­lichen Führer den strategischen und militä­rischen Fragen der Kriegführung meist voll­kommen ahnungslos gegenüberstanden, wäh­rend wiederum die militärischen Führer in die politischen und wirtschaftlichen Bedingtheiten der Kriegführung nicht zur Genüge einge­weiht waren. Die Folge war, daß die ver­schiedenen Staats- und Wirtschartsstellen. Hie Oberste Heeresleitung und die Marineleitung vielfach nicht miteinander, sondern teilweise sogar direkt gegeneinander arbeiteten und die einheitliche Kesamtkriegführung dadurch stark gefährdet wurde.

Es ist mit dem Wehrwissen nicht anders als mit allem anderen Wissen auch: Nur wenn es von hoher geistiger Warte aus er­läßt, systematisch geordnet und in seinem tieferen Gehalt begriffen wird, kann es auf dem Wege über die führenden Schichten des Volkes allmählich das gcistiae Denken und die seelische Haltung des Gesamtvolkcs so stark beeinflussen, daß es von entscheidender Bedeutung auch für die praktische Wehrhaft­machung wird. Um einen Begriff von dem Umfang und der Vielseitigkeit der Wehr- wissenichaiten zu geben sei hier folaende, aus dem Webrvolitischen Amt der NSDAP. stammende . Systematik der Wehrwisscnichaf- ten" angeführt, die Dr., von Frauenholz,

Prvlessor für Kriegs- und Heeresgefchicht'e ün der Universität München, in seine: Schritt „Wehrpolilik und Wehrwissen" sei- neneit veröffentlicht hat:

k. Die Lehre vom Wesen und der Führung

des Krieges:

1. Wesen des Krieges, Wehrphilosophie und Wehrvölkerrecht;

2. Kriegführung, und zwar:' a) Eesamt- kriegfllhrung. b) Politische Kriegfllh- runm c> Militärische Kriegführung, d) Wirtschaftliche Kriegführung c) See­lische Kriegführung.

-3. Wehraeschichte, und zwar: a) Geschichte des Wehrwesens, b) Kriegs- und Hee- rcsgcschichte.

4. Wehrgeographie mit ihren Neben- wissenschasten: Wehrgeologie und Weh»