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V arteianrtkclie Layeszettung
Las flmtsblatt des Negierenden vürgcrmcistcrs der Zielen fjansestadt IZrenien
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üer Nalionalsoziai-isten. Vremens
flmlliches verkündungsblatt des Ncichsstattiiailers in Videndurg und lZremen
7lr. 9,14. Jahrgang
Montag, 10. Januar 1944
Linzelpreis 1S Rps.
SAKS
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NachlaZien der Kampstätigteit in Italien
Aus dem Führerhauptquartier, S. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Raum von Kirowograd dauert das schwere Ringen mit unverminderter Heftigkeit an. Im Westteil der Stadt wird weiter erbittert gekämpst. Entschlossen geführte Ge- genangrifse warfen die vordringenden Bol- schewisten trotz hartnäckigen Widerstandes an verschiedenen Stellen zurück. Dabei wurden zahlreiche Panzer abgeschossen.
Südlich Kiew, südlich und westlich Pogre- bischtsche und im Raum von Berditschew zerschlugen unsere Truppen zahlreiche feindliche Angriffe. Verbände der Massen-ss warsen im Gegenstoß eine feindliche Brigade auf ihre Ausgangsstellungen zurück und vernichteten 27 sowjetische Panzer und fünf Sturmgeschütze.
Die Luftwaffe griff an den Brennpunkten mit gutem Erfolg in die Erdkämpfe ein und fügte den Sowjets hohe Verluste an Menschen und Material zu.
Westlich Retschiza ging der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung mit starken Kräften aus breiter Front zum Angriff über. Unsere Stellungen wurden unter Abriegelüng einiger Einbrüche überall gehalten.
Bei Witebsk lag der Schwerpunkt der sowjetischen Durchbruchsangriffe gestern südöstlich der Stqdt. Sie wurden trotz starken Panzer- und Schlachtsliegereinsatzes in erbitterten Kämpfen blutig abgewiesen. Die Sowjets verloren hier 84 Panzer, davon allein 57 in einem Korpsabschnitt.
An der füditalienischen Front lieg die Kampstätigleit des Feindes im Abschnitt westlich Mignano-Venafro nach. Mehrere örtliche Angriffe gegen unsere Höhenstellungen wurden unter hohen Verlusten für den Feind abgewehrt. Auch an der Adria-Küste blieb ein starker Vorstoß des Feindes ohne Erfolg. Ein eigener Stoßtrupp vernichtet« einen feindlichen Stützpunkt und sprengte Munitionslager in die Lust.
Einzelne britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben auf Orte in West- deutschland. Dabei wurde erneut der Aachener Dom getroffen.
Usus KMsrkrsurliLgsr
Führerhauptquartier, 9^.Hanuar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Richard John, Kommandeur einer Jnsanterie-Divifioni Mu- jor Beindt von Mitzla-ff, Kommandeur einer Panzcraufklärungs-Abteilung; Oberleutnant d. R. Kurt Haude, Kompaniechef in einem Panzergrenadier-Regiment; Unteroffizier Friedrich Gab, Zugführer in einer Aufklärungs-Abteilung. Oberleutnant Haude ist an der Ostfront gefallen.
Ritterkreuzträger Major d. R. Hans Helm- ling, Bataillonskommandeur im einem würt- tembergisch-badischen Grenadier-Regiment, ist am ü. Dezember an der Spitze seines Bataillons bei den weiteren Kämpfen an der Ostfront gefallen. .
„Usmvslmsnn blouiltdLllsn"
Genf, 9. Januar: Englische Berichterstatter in Washington beschweren sich über eine „giftmischerische" nordamerikanische Pressekampagne gegen den neuen Oberkommandierenden in Östasien, Lord Louis Mount- Üatton. So läßt sich „Ohio State Journal" vernehmen: „Die würdige Haltung Mc Arthurs steht in schroffem Gegensatz zu dem Auftreten des Luftikus - Mounibatton, der übrigens ein Schwager des englischen Königs ist. Es wäre tragisch, wenn die Befehlsgewalt des Generals Mc Arthur zugunsten eines Londoner Windhunds. beeinträchtigt würde." „Newqork Herald Tribune" veröffentlicht ebenfalls Leserbriefe, die den gleichen Standpunkt vertreten. In einem von ihnen heißt es: ..Wenn es sich bestätigt, daß der USA.-Held Nr.- 1 'Mc Arthur tatsächlich dem Hampelmann Mountbation untergei ordnet wird. dann wird eine Welle des Zornes über das Land hinwegfegen, die gewissen Leuten in Washington höchst unbequem werden kann."
llie^llterscklscklImvÄes ill «acksenäer ttsktjgkeii iwä Härte
5c/ivvsfSL K/ngsn ks/ /(iVovvogfae/, 5Üc///ck /(k'svv unc/ öiSfc/,'t5c/isvv unc/ ks/ v^/tsi) 5 k /^6U65 Oi/sn5/vLto6 c/s5 <5ow/6t§ W65t//c/i Kstscli/ra
Berlin, S. Januar. An den Schwerpunkten der Winterschlacht im Osten blieb das Bild der Front am 8. Januar gegenüber dem Vortag im wesentlichen unverändert, obwohl die Bolschewisten an einigen Abschnitten, so im Dnjeprbogen und bei Witebsk, ihre Anstrengungen »och verstärkten. Ihre erneuten Durchbruchsversuche blieben trotz ihres Massenaufgebotes an Menschen und Waffen erfolglos.
Besonders heftige Kämpfe .entwickelten sich im Raum von Kirowograd, und zwar vor allem auch in der Stadt selbst. Auch beiderseits der Stadt griff der Feind wieder mit starken Kräften an. Er wurde aber abgewiesen oder in Gegenstößen zurückgeworfen. Die Verluste der Bolschewisten waren schwer. Allein im Kampf um Höhen nördlich von Kirowograd betrugen sie rund tau, send Mann an Toten und Gefangenen. -
An den zahlreichen Panzerabfchiissen hat im Luvkampf eingesetzte Flakartillerie der Luftwaffe' wieder großen Anteil, so zum Beispiel eine Dessauer Flakabt-eilung unter Hauptmann Hekenholt, die vor einigen Tagen bereits in sechsstündigem Kampf 50 angreifende Sowfetpanzer abgeschossen und damit ihren All. Panzerabschuß erzielt hatte. Weitere hohe Ausfälle an Menschen und
Material hatte der Feind durch Tiefangriff« unserer Kampf- und Schlachtfliegerverbänhe gegen Panzeransammlungen, Artilleriestellungen und rückwärtige Verbindungen. Eigene Panzereinheiten meldeten dazu, daß Sowjetpanzer nach wirkungsvollen Stuka- angriffen fluchtartig den. mit Bomben eingedeckten Raum verließen.
An der südlich Kiew und Berditschew verlaufenden Front vertieften sich trotz der fortgesetzten Infanterie- und Panzerangriffe des Feindes unsere Linien immer mehr. Die Brennpunkte der Kämpfe liegen hier in den gleichen Abschnitten wie am Vortage. Südlich Kiew. mußten sich die inr Abwehrkampf schwer mitgenommenen Bolschewisten mit einigen sofort wieder abgeriegelten Einbrüchen begnügen, südlich Pogrebischtsche brachten unsere Truppen bei Gegenstößen gegen eingebrochene feindliche Kräfte 500 Gefangene ein, und südlich Berditschew scheiterten die zum Teil heftigen Angriffe der Sowjets unter Verlusten von l4 Panzern, 33 weitere Panzer und Sturmgeschlltze brachten Truppen der Wasfen-!i westlich Berditschew zur Strecke, als sie im Gegenstoß eine bolschewistische Brigade auf ihre Ausgangsstellungen zurückwarfen, und auch die Luftwaffe konnte'22 Panzer und über 100 Fahr
zeuge durch Bombentreffer vernichten. Am Westabschnitt des Einbruchsraumes von Shitomir blieb es dagegen ruhiger. Hier schoben die Sowjets Aufklärungskräfte vor, die aber nur gelegentlich in Eefechtsberllh- rung mit unseren Sicherungen kamen.
Neue harte Kämpfe entwickelten sich westlich Retschiza. Hier trat der Feind unter gleichzeitigen Fesselungsvorstößen auf die Südmestufer der Beresina beiderseits der von Retschiza nach Westen führenden Bahn in breiter Front zum Angriff an: Die nach
schwerem Vorbereitungsfeuer in zahlreichen Wellen anstürmenden Bolschewisten konnten sich jedoch nicht gegen den zähen Widerstand unserer Truppen durchsetzen. Südlich der Bahn brachen die Angriffe im Abwehrfeuer oder im Gegenstoß zusammen, und auch nördlich der Bahnlinie konnte der Feind nur einige bereits wieder abgeriegelte Einbrüche erzwingen, die in keinem Verhältnis zu seinen erlittenen hohen Verlusten stehen.
Der Frontbogen von Witebsk zieht nach wie vor die Angriffe starker feindlicher Kräfte auf sich. Nach dem Scheitern ihrer jüngsten Durchbruchsverfuche nordwestlich der Stadt verleaten die Bolschewisten am Sonnabend den Schwerpunkt ihrer Vorstöße wie- lFortletznng nuf Seite 2)
ver Lscdsller Vorn erneut bombsräiert
L)/s cwg/o omsr/kan/rc/isn t.u/kpi>crtsn sstzsn c//s ksiks /sirsr /(opi'to/vsltrrscksn mit sinsm vvs/tsksn öubsnsiück io,t
DrahtberiKt unserer Berliner Schrlftlcitiing
x»s. Berlin, 9. Januar. Der erneute Angriff der anglo-amerikanischen Luftgangster auf den Aachener Dom ist ein besonders eindringlicher Gegenbeweis gegen die immer wiederholten Versicherungen des Feindes, daß seine Luftangriffe- „nur militärischen Zielen" gelten. Man könnte es sich angesichts der greifbaren Zeugnisse des anglo-amerikanischen Zerstörerwillens und der verbrecherischen Natur der Terrorängriffe eine weitere Beweisführung ersparen. Aber die neue Zerstörung des Aachener Doms geschah unter derart eindeutigen Begleitumständen, daß der Sach- verhalt festgehalten zu weiden verdient.
Wenn bisher Meldungen über die Zerstö
rung von Domen, Krankenhäusern und Kulturdenkmälern ausgegeben wurden, so erfolgte «ruf diese Nachrichten stereotyp aus London und Washington die Antwort, es handle sich dabei um ein- bedauerliches Versehen, das aus der Unzahl der abgeworfenen Bomben oder sonstigen widrigen Begleitumständen des Angriffs zu erklären sei. Im Falle her erneuten Bombardierung des Aachener Doms handelte es sich jedoch um keinen Großangriff, es wurden nur verhältnismäßig wenige Bomben abgeworfen, die jedoch dafür auf besondere Objekte und sorgsältig gezielt geworfen wurden. Dabei sollte mit geringen Mitteln ein möglichst großer Schaden angerichtet werden. Die Ausrede, daß es sich bei der neuerlichen Zerstörung des Aachener
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Genf, 9. Januar. Die englische Wochenzeitschrift „Sphere" besaßt sich mit der Frage, was aus Deutschland im Falle eines alliierten "Sieges werden solle. Das Blatt schreibt: Eventuellen Befürchtungen, daß die Sowjets eines Tages Preußen bolschewisieren würden, müsse man gelassen gegenüberstehen. Denn es ließe sich nur sagen, ein« derartige Aussicht bestände überhaupt überall, wo die roten Armeen stehen. „Die Sowjets haben andere Ideen als wir voll einer Besetzung", so fährt die „Sphere" sort, „sie werden wahrscheinlich nicht lange planen, was die deutschen Kinder gelehrt werden soll. Viel wahrscheinlicher wird ihre Wiedererzichung die Form einer Mobilisierung der deutschen Reserven und des deutschen Geschicks zum Wiederaufbau der Sowjetunion haben."
Es ist gut. aus der Feindpresse immer wieder zu erfahren, wie man sich, blindwütig vor Haß, die Behandlung Deutsch
lands im Falle eines Sieges der Anglo- Amerikaner und der Sowjetunion vorstellt. Wir zweifeln nicht daran, daß Stalin die deutschen Kinder auch dorthin bringen lassen würde, wo bereits ein großer Teil der aus SllditalieN verschleppten Kinder weilt: nach der Sowjetunion, wo sie Zwangsarbeit leisten müßten. Gewiß stehen alle diese Zukunftspläne der Feinde auf schwachen Füßen, da ihnen zur Verwirklichung die Vorbedingung fehlt: der Sieg. Und siegen werden unsere Eeqner niemals!. Das vereitelt die deutsche Wehrmacht, die als unerschütterlicher Wall an allen Fronten steht, den wütenden Anstürmen des massiert angreifenden Feindes wohl: ausweicht, sich aber nicht überwinden läßt. Immerhin nehmen wir alle Pläne der Gegner zur Kenntnis, weil sie bezeichnend sind für deren ausschließlich auf Vernichtung Deutschlands abgestellten Nach- kriegsabsichten.
Doms wiederum nur um ein „bedauerliches Versehen" handelt, verfängt daher nicht.
Wir wissen längst, was der Feind will, er hat in unzähligen eigenen Aeußerungen zugegeben, daß sein Ziel das „Knacken von Wohnblocks", die Zerstörung der deutschen Heiligtümer, die Mißhandlung der bombardierten Bevölkerung, brutaler Mord ist, wie es ja aus der Namengebung „Murder Jncor-. porated" s„Mordverein"1 sür amerikanische Staffeln hervorgeht. Wenn London mtd Washington trotz aller sichtbar zutage liegenden Gegenbeweise niemals den Terrorcharakter ihrer Luftangriffe eingestehen wollten, so hat nicht nur jene Namengebung, sondern jetzt auch der- Charakter des neuerlichen Angriffs auf den Aachener Dom die Unwahrhastigkeit ihrer Behauptung voll erwiesen. Es kommt hinzu, daß täglich neue Meldungen sowohl aus dem Reichsgebiet als auch aus Italien und dem übrigen Europa eintreffen, die eindeutig den Terrorcharak- ier der feindlichen Luftangriffe erweisen. Das deutsche Volk hält sich demgeaenüber an das Wort des Führers, daß „im übrigen die Vergeltung kommen" wird. Es weiß, daß iedes Verbrechen, das der Feind heute ungestraft glaubt verüben zu dürfen, eines Tages nach seinem Maße bestraft werden wird.
Isriorsvsrikk suk I-uccs uvä 8sn kemo
Rom, 9. Januar. Der bekannte Badeort Sän Remo an der italienischen Riviera und die durch ihre mehrtauscndjährige Geschichte, ihre erlesenen Kunstschätze und ihre einzigartige Bauweise berühmte toskanische Stadt Lucea waren am Sonnabend das Ziel erneuter Terrorangrisse der ang-lo-amerikani- schen Luftwaffe. Vor allem in Lucea gingen unersetzliche Kunstwerke verloren. Die Zivilbevölkerung erlitt in beiden Orten schwere Verluste.
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Drahtbciiibt unserer Berliner Schriftleitnng
so«. Berlin, 9. Januar. „Die Tragödie der Welt ist. daß man in den USA. die übrige Welt nur durch ein spezifisch-amertkanisches Prisma betrachtet. Wir befürchten sehr, daß die USA.-Oeffentlichkeit eines Tages fordern wird. daß man es den Europäern überlasten soll, ihre eigenen Angelegenheiten zu ordnen. Das aber bedeutet nichts anderes, als daß die Sowjetunion dann die europäischen An- gelegenbeiten so ..ordnet", wie es Stalin paßt". Als Coreia Marques in der Listaboner Zeitung „Doz" vor einigen Tagen diese Sätze schrieb, konnte er noch nicht ahnen, daß sie unmittelbar Larauf-dnrch das Bekanntwerden eines geradezu gigantischen amerikanisch- bolschewistischen Schachers eine einzigartiae Bestätigung erhalten würden. Dieses Geschäft das in Teheran zwischen Stalin und Roose- velt persönlich ausgehandelt worden sein soll. sieht, wie wir bereits meldeten, einen sowjetischen Exportausbau in 'einer Gesamthöhe von zebn Milliarden Dollar an die amerikanische. Industrie vor. Der ganze Handel soll in den ersten drei Jahren nach Kriegsende abgewickelt werden.
Bedenkt man, daß auf der nordamerikani- zchen Industrie nach einer Aeußerung der
USA.-Zeitschrift „Time" „wie ein Albdruck" die Befürchtung lastete, die Mobilisierung und Umstellung der USA.-Jndustrie für den Krieg würde den USA.-Produktionsapparat in der Nachkriegszeit vor nicht zu bewältigende Aufgaben stellen, so werden manche Ereignisse der amerikanischen Innenpolitik, die in der letzten Zeit vor sich gegangen sind. nunmehr erklärlich. Es ist bekannt, daß Roosevelt nur eine Puppe des jüdischen Großkapitals und damit der amerikanischen Schwerindustrie ist. Wenn er in der lebten Zeit in seiner Regierung verschiedene Personalverschiebungen vorgenommen hat. die alle miteinander die Tendenz aufwieien, die Exponenten der amerikanischen Regierung dem Kreml zu empfehlen, und wenn er weiterhin einen so entscheidenden Schritt getan hat, wie er mit der Aufgabe des New Deal erfolgte, so ist die Erklärung für diese einschneidenden Maßnahmen unschwer jetzt in dem amerikanisch-sowjetischen Geschäft gegeben.
Roosevelt, der fühlt, wie seine Kriegspolitik in den USA. propagandistisch an Wert verliert, versucht im Hinblick auf die kommenden Präsidentenwahlen einen neuen agitatorischen Schachzug. indem er nunmehr mit Hilfe des sowjetischen Riesenauftrages dem
USA.-Volk für die Nachkriegszeit den Himmel auf Erden verspricht. Dem einsichtigen USA.-Bllrger war längst klar geworden, daß die Kriegsindustrie in den USA. lediglich ein konjunkturgebundenes Geschäft bedeuten kann, auf dessen Hochblüte naturgemäß mit dem Wegfall der Kampfhandlungen und der allgemeinen Rüstung eine um sä tiefergreifende Depression folgen muß. Jetzt bringt Roosevelt aus Teheran eine« Zehn-Milliarden- Abschluß mit den Sowjets für die Nachkriegszeit nach Hause und verwandelt damit den Albdruck" des amerikanischen Bürgers in einen herrlichen Traum von neuer Prosperität.
Der ganze Vertrag, den Roosevelt mit Stalin in Teheran angeschlossen hat, erhält durch die Anwesenheir Churchills am Orte des Geschäftsabschlusses eine besonders pikante Pointe. Denn ausdrücklich wird betont, daß die Verhandlungen „in aller Heimlichkeit" stattgefunden haben, so daß also auch Churchill offenbar nicht unterrichtet worden war. Diese Heimlichkeit ist um so begreiflicher, als die Amerikaner mit ihrem Zehn- Milliarden-Vertrag den Engländern gerade jenes große Geschäft vor der Nase weggeschnappt haben, auf das man in London selbst hasste und das die Engländer schon
mit Rücksicht auf den an die Amerikaner verlorenen südamerikanischen Markt dringend benötigen. England hatte in diesem gigantischen Handei. den Roosevelt nunmehr für die Amerikaner nach Hause gebracht hat, die letzte Möglichkeit gesehen, einen Ausgleich für seine riesigen Auslandsschulden zu finden. in die es durch den Krieg hineinaeraten ist. Die Rede Smuts, in der er die Sowjetunion als den neuen Europa beherrschenden Koloß ansprach, erhält unter diesem Gesichtspunkt eine neue Beleuchtung. Smuts. der von dem bevorstehenden Vertrag zwischen Moskau und Washington offensichtlich Wind erhalten hatte beeilte sich mit dieser Rede, dem Kreml englischerseits eine möglichst günstige Offerte zu machen, die aber. da Smuts bekanntlich die kleinen Staaten Westeuropas für England reservieren wollte Stalin offensichtlich nicht weit genug ging Man kann gerade aus diesem Umstände schließen, daß Roosevelt den Bolschewisten ein noch höheres Angebot aemacht haben muß. um mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Hier erhält das Wort Correia Marques seine Erläuterung, wonach auf Grund des amerikanischen Des- interessemcnts an Europa die Sowjetunion die Angelegenheiten des Kontinents eines Tages >o ordnen werde, wie es Stalin paßt.
ölicK in den Xlotorenisuin eines Sclinell- dootes. Der kwkrinsat verfolgt sin, Kskrstancl sukinerkssin seiger und Instruments, um die Leketile des kvlasckinentelsgrspksn durcd Kinrsgulieruiig der ^skrgssck 5 villdiglrslt dlitrsctrriell - susrukübrsn.
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Von Lsrnkard Lcdnospk
Die Erzeugung von Eisen und Stahl ist die Grundlage jeglicher Rüstungswrrtschaft. Ob es sich um ihre Verwendung für Waffen aller Art, Munition, Fahrzeugteile, Schiffe und andere Zwecke handelt oder ob Maschinen für die Rüstungsproduktion, Anlagen und Geräte für die Kriegswirtschaft hergestellt werden sollen, — ohne ausreichende Mengen von Eisen und Stahl müssen die kleinsten oder größten Planungen scheitern oder können nur mit entsprechenden Abstrichen und nach vorheriger Abstimmung mit den übrigen Be^ darfsträgern verwirklicht werden.
So weitreichend auch die Absichten der USA hinsichtlich der Ausweitung ihrer Kriegsproduktion waren und so laut und so oft sie angekündigt haben. Europa und Japan mit ihrer Produktjonsübermacht einfach erdrücken zu wollen, so läßt sich doch nicht verheimlichen, daß sich der zunächst verhältnismäßig ichnelle Anstieg ihrer Rllstungserzeugung immer mehr verlangsamt und schon heute an vielen Punkten die Grenze der gegenwärtig möglichen Ausweitung erreicht hat. Bereits anläßlich des letzten Kohlenarbeiterstreiks — des vierten großen im Jahre 1943 — wurden immer mehr bedenkliche Stimmen laut, die auf die Gefährdung der Rüstungsprogramme infolge Ausfalls einiger 10 Millionen Tonnen Kohle hinwiesen, zumal der Kohlenbe- darf der USA. in diesem Kriege, u. a. infolge des Oelmangels, stark gewachsen ist. An den drei ersten Streiks waren 480 000, dann 530 000 und schließlich 550 000 Ärbeiter beteiligt, und der Produktionsausfall wurde trotz der Kürze, der Streikdauer auf mindestens 25 Mill. Tonnen beziffert oder knapp 5 Prozent der Jahressörderung von 1942. Am letzten Streik waren nicht weniger Arbeiter beteiligt, die Streikdauer aber war länger, so daß mit einem erneuten Ausfall von etwa 10 Mill. Tonnen Kohle gerechnet werden kann. Wie bei den ersten Streiks wurden auch diesmal zahlreiche Stahlwerke, Hochöfen und andere Rüstungsbetriebe infolge des Mangels an Kohlen und Koks in unmittelbare Mitleidenschaft gezogen.
Aber auch ohne die. Auswirkungen der Streiks wäre die Kohlenversorgung der llSA.-Eisen- und Stahlindustrie nicht in jeder Beziehung gesichert, denn die Erhöhung der Förderung im Jahrs 1941 auf den Stand von 1937 offenbarte bereits einen empfindlichen Mangel an Arbeitskräften, der >942 und 1943 bei der weiteren Steigerung der Produktion immer drängender wurde, da die inzwischen von den Gruben zwar eingeführten arbeitssparenden Maßnahmen nicht den Abwandeninasverliist ersetzen konnten und außerdem durch Einberufungen dem Bergbau gerade- zahlreiche geschulte Kräfte entzogen wurden.
Das Kohlenproblem ist jedoch keinc«weas das einzige, mit dem die Eisen- und Stahlindustrie der USA. fertig zu werden hat. nicht weniger dringend ist die Frage der ausreichenden Schrottnerioroung. Der Hauptteil der Erzeuaung. etwa 89 Pzt.. entfällt aus Siemens-MartinStahl. der normalerweise aus einer Mischung von gleichen Teilen Robsisen und Schrott hergestellt wurde. Schon 1942 wurde aber infolge Scbrottmano.els die Roheiienbeiniischung auf 60 Pit. erhöht, was iedoch eine entsprechende Erhöbnng der Roh- eisenerienguna voraussetzt, die wiederum von einer reichlicheren Koblen- und Erzver- wraung abbängiq ist. Nach den letzten für >943 vom Bureau of MinSs sür acht Erieu- nungsmonate bekanntaegsbenen Zaklcn baben die Robeiionlieferungen aber seit 1911 nur um 7 Pzt. zugenommen, wäbrend anderer'eits d--- Schrottversorgung nicht minder schwierig ist.
Zwar waren die USA. vor dem Kriege bekanntlich das größte Schrottcrportland. Ueber 4 Millionen Metertonnen wurden im Jahre 1937 ausgeführt. Bis zum Jahre 1940 nahmen die Lieferungen an andere Länder