Ausgabe 
(6.1.1944) 5
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auf- auf den Schöpfer Der Eroßherzog blickte ^ r gedachte diese Huldig^ auf seine Weise zu krön«, hielt hinter ihm schon ^ en bereit.

l! Hoch Rietschel!" schxj,, zu Führn d" -vribüne ^ Aber wo blieb der KLich sich nicht zeigen? Irgend«, en Versammlung auf de, ßte er sich doch erheben iH

chen geschah. Immer stz,, die Rufe. und dem Höfli,, !ch. als richteten sich nd auf ihn. Er fuhr siz die Stirn und wandte siz ,deren Mitglieder des H«> r nur betreten den Koij

Erscheint 7mal w öchentlich

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Das flmlsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Zrcien fjnnsrstadl Bremen

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der NationMldziaMeri. Vremens

flmtiiches Bcrkündungsbiatt des Rcichsstattssalters in Oldenburg und Bremen

hehen? Das Komitee, d« leimiger und Schreiber dg Kanzlei mit einer Ein!« Ute den Scköpfer des Den,, und für ihn keinen Pl»t lernd stand nun der Hjjj, orngliibenden Fürsten, 'ist g den Rücken zudrehte und en einen Befehl erteilte die Hacken zusammen und lends. kehrte aber gleich eitnng eines 'hochaewachse, rück. der kühn erhobenen ' Großberzog trat.

Rietschel. Wie sich ergib, rladungskarte am Einganz abgewiesen worden s>h, iar nnr wenige von Auge, zu stolz, sich hier zu crken. o blieb er denn am Fch s unter dem einfach,

; dem er stammte und g ich auch wohler fühlte ch ackten und nniforniieri, n seinen Häupten, Er M nstlerii. die nur nach den. Zerk eifern und nicht nach -langen, mit dem man n it zu übergeben pflegt: eSgleichen tun ihre Arbei! das; der Schweiß die Stirn : Lorbeer.

der Großherzog nun mii Zlick auf den Höfling und r dem Künstler entschul- n einen hohen Orden an die andern aber. die ihm s überreichen wollte, warb sagte Rietschel lächelnd, sehen keineswegs ärgerlich :s hat mich eines gelehrt.

", so schloß er mit erhobe- in der Haltung, mit der irld auf dem Sockel den ne richtete.Mögen uns vergessen, wenn uns nur sobald unsere Stunde ge>

r Rätsels aus Nr. 3 Alpen. 1. Ibsen. 7. Diana, li. Feile. 13. Fell. 15. Bari, Aon. 20. Nabe, 23. Karte, !8. reich. 2g. Neffe, 30. Asche, ildolf, 2. Linde, 3. Nase, 8. Nacht. 10. Eisberg, iene, 1t. Leo. 16. Ära.

nie, 21. Blech, 22. Eiche, >.

Nr. 5,14. Jahrgang

Hoks Verlüde äsr Sowjets

Starke Feiiidangrifsc bei Shitomir, Verdit- schcw und Propoisk / Terrorangrifs auf Kiel

Aus dem Führerhauptquartier, 5. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:Im südlichen Teil der Ostfront kam es auch gestern nur zu Kampf­handlungen von örtlicher Bedeutung. Im Kampfraum südöstlich und westlich Shitomir wurden wiederholte starke Angriffe der So­wjets abgewiesen und eine Anzahl feindlicher Panzer vernichtet. Eigene Panzerverbände zerschlugen in überraschendem Vorstoß ein so­wjetisches Schützenregiment. Besonders im Abschnitt von Berditschcw steigerten die Bol- schcwisten ihre Angriffe. Nach erbitterten Kämpfen wurde der Ostteil der Stadt aufge­geben, während die Sowjets an den übrigen Stellen zurückgewiesen wurden. Westlich Pro­poisk trat der Feind nach starker Artillerie­vorbereitung mit mehreren Schützendivisio­nen und zahlreichen Panzern aus schmaler Front zum Angriff an. Die für die Sowjets besonders'verlustreichen Kämpfe sind noch im Gange. Versuche der Bolschewisten, nordwest­lich Wrtebsk das in den letzten Tagen von uns eroberte Gelände zurückzugewinnen, wur­den zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Nörd­lich Newel scheiterte ein mit Panzerunter- stlrtzung geführter Angriff der Bolschewisten. Marinekustenbatterien beschossen bei Kron­stadt im Eis festliegende bolschewistische Spe­zialfahrzeuge und erzielten zahlreiche Treffer auf einem Motorschiff.

An der füditalienischen Front griff der Feind westlich Venafro wiederholt unsere Ge­fechtsvorposten mit überlegenen Kräften an. Er wurde unter hohen blutigen Verlusten ab­gewiesen. Auch nordwestlich Ortona brachen mehrere feindliche Angriffe vor unseren Stel­lungen zusammen. In den Mittagsstunden des 4. Januar griffen nordamerikanische Bomber Orte in Nord- und West - deutschland an. Die Wohnviertel der Stadt Kiel waren erneut das Ziel eines schweren Terrorangriffs. Luftoerteidrgungs- kriifte schössen nach bisher vorliegenden Mel­dungen über dem Reichsgebiet und den besetz­ten Westgebieten 2S Flugzeuge, meist viermo­torige Bomber, ab. In der letzten Nacht über­flogen einige britische Störslugzeuge We st­und Norddeutschland. Deutsche Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht Cinzelziele in Slldostengland an."

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Berlin, 5s Januar. 2m Kampf gegen die kommunistischen Bauden auf dem westlichen Balkan erzielten unsere Truppen in den letz- ten vier Monaten große Erfolge. Trotz schwie­riger Gelände- und Wetterverhültnisse fügten Verbände des Heeres und der Waffen-jj, oft durch Luftwaffe und Kriegsmarine wirkungs­voll nnterstützk. den Kommunisten weiterhin starke Schläge zu. In weite Geknete des Bal­kans, die von), Terror befreit-'wurden, kehrt heute die-durch die Banditen ausgeplünderte und vertriebene Bevölkerung im Schutze der deutschen Waffen zurück.

Die Verluste der Banditen waren in den letzten vier Monaten außerordentlich hoch. lieber 10 000 gerieten in Gefangenschaft und mindestens 30 000 fielen durch Verwundung -aus, während sie über 25 000 Tote zurücklas­sen mußten. Rechnet man die Zahl der lleberläufer hinzu, so haben die Kommunisten seit September vorigen Jahres weit über 70 000 Mann verloren. Im gleichen Zeitraum wurden im westlichen Balkan 150 000 Ba- doglio-Italiener entwaffnet.

Erheblich sind auch die materiellen Ver­luste der Kommunisten und Badoglio-Ver- räter. Sie verloren in diesem Zeitraum übex 1200 Geschütze, Pak, Flak- und Granatwerfer. Weiterhin wurden 3000 Maschinengewehre, über 75 000 Gewehre und Ma'chinenpistslen. 100 Panzerkamps- und Spähwugen. 1100 Personen- und Lastkraftwagen sowie 33 Schiffe und acht Flugzeuge erbeutet. An Pferden. Mulis und Eseln büßten die BSn- diten über 7000 Tiere sowie umfangreiche Mengen an Kriegsgerät, Munition und Verpflegung ein.

Die militärische Lage auf dem westlichen Balkan hat sich hierdurch in diesen wenigen Monaten grundlegend geändert. An der Ost- adria steht an allen wichtigen Punkten die deutsche Küstenwacht, und die Verteidigungs­anlagen des weiten Raumes wurden über­all planmäßig weiter ausgebaut.

vss Liclisnlaud verlieben

Führerhauptquartier, 5. Januar. Der Führer verlieh am 30. Dezember 1913 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Heinrich Ochs, Zug­führer in einer Panzerjägerabteilung, als 360. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Leutnant Ochs war sür hervorragende Tapferkeit bei ersolgreichen Gegenstößen im Kuban-Brückenkopf, die er im Frühjahr 1013 noch als Oberfeldwebel durchführte, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden. Am 2t. Ok­tober 1013 fand Leutnant Ochs. wie bereits gemeldet, den Heldentod. Bei Beginn eines neuen feindlichen Großangriffs eilte er zu seinem vordersten Geschütz und wurde dabei von einem Granatsplitter tödlich getroffen.

Usus RittsrkrsurlrLysr

Führerhauptquartier, 5. Januar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Gottfried Frölich, Kommandeur einer Panzer-Division t Haupt­mann Karl Pabst. Kompaniechef in einem Pionier-Bataillon: Leutnant Walter Wal- lowitz, Kompaniesiihrer in einem Grena­dier-Regiment sitarb den Heldentod): Stabs­feldwebel Ernst Preuß im Bataillonsstab eines Grenadier-Regiments.

Donnerstag, 6. Januar 1944

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- Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitimg ur. v. «eil. -Berlin, 8. Januar. Der Kriegskorrespondent der englischen Wochen-. zeitschristNews Review" schreibt aus Süd­italien:Blickt einmal heute von der aus Neapel nach Rom führenden Hauptstkaße, der Via Roma, aus Italien! Geht einmal diese schöne Straße entlang, und ihr werdet erleben, daß euch innerhalb von sünfzig Metern italienische Kinder und achtzigjährige Greise mindestens zwanzigmal anhalten und um irgend etwas Eßbares flehen. Auf der gleichen Straße begegnet ihr Frauen mit ih­ren knochigen, schmutzigen und halbverhunger­ten Kindern aus den Armen, und sie flehen um eine Schüssel Spaghetti".

Der Korrespondent schildert dann weiter, wie die italienische Bevölkerung im Süden des Landes Tag sür Tag ziellos um ihr eige­nes Leben kämpfe. Die Nerven der Bevölke­rung seien restlos zerrüttet, und mit der italienischen Volksmoral sei es zu Ende. Der Korrespondent derNews Review" ist in diesem Teil Europas, wo unsere Gegner allen Anlaß hätten, ihr besseres Wollen und ihr besseres Können beispielhaft zu be­weisen, zu der Erkenntnis gelangt, daß die Briten und Amerikaner das gar nicht können und auch gar nicht wollen. Darum gelangt dieser Bericht zu einer Folgerung, die als ein gellendes Alarmsignal Europa erschrecken und aus seinen Träumen aufjagen müßte. Das italienische Volk, so schließt der Korre­spondent derNews Review", eben dieses entsetzlich betrogene, verhungerte, versklavte, verseuchte und ganz sinnlos um sein Leben kämpsende Bolk seidas Europa von mor­gen". Was er in Süditalien erlebt habe, flöße ihm Furcht und Schrecken ein.

Der Führer Hai in seiner Nenjahrsbotschaft aus die Tatsache verwiesen, daß das Kom­mando der Alliierten in Süditalien große Landstriche für die eigenen Soldaten sperren mußte, weil das grauenhaft« Elend der Be­völkerung selbst sür die hürtestgesottenen Engländer und Amerikaner unerträglich ge­worden ist. Hier wird einer der Punkte auf­gedeckt, wo die Agitation der Gegner in bru­taler Weise von den Tatsachen lügen gestraft wird. Seitdem die deutsche Wehrmacht die Briten vom europäischen Kontinent vertrie­ben hat, haben die feindlichen Hetzer in den besetzten Gebieten und in den neutralen Ländern mit der Behauptung gewühlt, daß Europa von den Deutschen systematisch' aus­geraubt und geplündert werde, uns vaß die Menschen überall darum hungern müßten, weil die bösen Nazis auf Kosten der unter­drückten Völker sich zu mästen «lichten.

In Wirklichkeit ist es so gewesen, daß die Briten mit brutaler Rücksichtslosigkeit auch die Gebiete ihrer früheren Verbündeten in die Blockade einbezogen^ haben, daß es aber dennoch in dem ganzen europäischen Bereich, der von der deutschen Organisation erfaßt wurde, bis heute möglich geblieben ist und weiter möglich sein wird. die Bevölkerung so zu ernähren, daß ihre Gesundheit und ihre Arbeitskraft gesichert blieben. Daß wir selbst die letzten sein würden, die entschei­dende Entbehrungen zu ertragen haben, war und ist ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die Notwendigkeit, gewohnte Genüsse und Annebmlichkeiten des Lebens für die Dauer des schweren Kampfes auszugeben.

StureDemokra-ten". in verstaubten Win­keln Ne.utraliens. feigeA-ttendisten" und offene oder verkappte Feinde in den besegten

Gebieten haben sich lange Zeit der Illusion hingegeben, daß die bolschewistiickie Gefahr nur ein Schreckgespenst sei. das die devrsche Propaganda an die Wand gemalt habe. Nach den heute vorliegenden Enthüllungen über Teheran, nach der Rede von Sniüts und nach der Häufung von Ohnmachtsbekennr- nissen im feindlichen Lager ist dieser Köhler­glaube schon weitgehend in sich zusammen­gesunken. Aber selbst da. wo bis heute die Hoffnung aufrechterhalten wurde, daß die Briten und Amerikaner schließlich doch noch die Dinge in Europa zurechtbiegen und die Verheißungen im Stile Her Atlantik Lharta und der Rooseveltichenvier Freiheiten" zu verwirklichen suchen würden, muß man nun allmählich doch erkennen, daß unsere westli­chen Gegner dazu überhaupt nicht gewillt und erst reckt nicht in der öage sind.

Wo die Briten als raumfremde Eroberer erscheinen, da kommen sie wie die apokalnv- tischen Reiter des Hungers und der Seu­chen. Sie versprechen den Menschen, daß sie als Missionare einer höheren Zivilisation das Paradies auf Erden bringen würden. In Wirklichkeit verstehen sie sich nur auf die Organisation des Raubes, der Erpressung und der Ausbeutung.

Wenn so'ein Engländer, wie der zu An­fang erwähnte Korrespondent derNews Review", aus dem Augenschein der Dinge in Süditalien heraus orakeln muß. was sol­len wir dann sagen? Die Ausbeutung, die Verelendung und die grausamste Vernichtung Europas kann. wie das Beispiel zeigt, auf den Spuren der britisch-amerikanisch-jüdischen Ausbeutung und der organisatorischen Ohn­macht kaum schlimmer sein als unter der bolschewistischen Schreckensherrschaft.

kirkstzlicker Leims - äse Lnäe äse Vsrrsts

Vop c/sf ^op/tu/oti'on vsssproc/isn c/is Hng/o-4mst/t:cmsi' c/sn /ta/islisrn go/c/sns ösrgs - kam c/is?s/tsclis

Noch sind erst kaum vier Monate vergangen, seitdem die Verräter um den degenerierten Snvoyer Victor Emannel und Vadoglio vor den Anglo-Amerikanern bedingungslos kapituliert haben, um sich billig aus dem Krieg herauszustehlen und durch - diese schamlose Handlungsweise dasWohlwollen" der Feinde zu erkaufen. Noch klingen dem verratenen italienischen Voll die Sirenentlänge in den Ohren, die durch Rundfunk, Flugblätter und Zeitungen zu ihm drangen und ihm den Himmel auf Erden versprachen, falls es sich dem Gegner auf Gedeih und Verderb ausliefern würde. Im Namen der Demokratie war ihm Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden versprochen worden. Und die Wirklichkeit? Sie sieht grausamer aus, als wir sie je unserem ärgsten Feinde gewünscht hätten. Noch niemals ist ein Volk schmählicher betrogen worden als das italienische von seinen sich vor der Kapitulation so großmütig gebärdenden Gegnern. Aber auch noch nirgends hat sich die Unfähigkeit der Engländer und Ameri­kaner zu Ordnung, Aufbau und sozialer Gerechtigkeit krasser erwiesen als in dem von ihnen besetzten Teil Italiens. Die nach­folgenden Gegenüberstellungen zeigen auf der einen Seite die gleißnerischen Versprechungen an das italienische Volk vor der Kapitulation und aus der anderen Seite die brutale Wirklichkeit nachher.

Ihr könnt selbst aus den Auszügen der Reden der englischen und amerikanischen Staatsmänner ersehen, die in diesem Flugblatt wiedergegeben sind, daß wir euch nicht mit eurem schuldigen Regime gleichbedeutend setzen." (Englisch-amerikanisches Flugblatt, abge­worfen in der Nacht vom 3./1. Juli 1013 über Rom.)

Wir werden sofort zu eurer Unterstützung kommen mit Lebens­mitteln und sonstigen Dingen, die wir liefern können." (Der bri­tische Gewerkschaftsführer Tom O'Brien in einer Rundfunkansprache an das italienische Volk nach Reuter vom 26. Juni 1013.Die USA, und die anderen alliierten Nationen verfügen über genügend Lebensmittelvorräte, um die Italiener vernünftig-zu ernähren. Besonders große Vorräte haben die Alliierten an Weizen. Die Re- qierungsbeamten in Washington erklären, daß die Aufgabe der Versorgung der italienischen Bevölkerung mit Lebensmitteln be­deutend erleichtert wipd, wenn Italien sofort und ohne weiteren Kampf kapituliert." (New Park Times" vom 26. Juli 1913.)

Als Beweis sür den guten Willen, der hinter den Zusicherungen Roosevelts steht, haben die Alliierten schon jetzt umfassende Vor­bereitungen für die Heranschafjnng von ärztlichen Bedarfsartikeln für die Italiener getroffen." (New Bork Times" vom 5. August 1913.)Wir werden euch sofort mit Arzneimitteln unterstützen." (Reuter vom 21. Juni 1913.)

Wir kommen als Befreier zu euch. Unsere Besetzung wird gemäßigt und gütig sein." (Botschaft General Eisenhowers an das italienische Volk über Sender Algier am 29. Juli 1913.)

Habt Vertrauen zu eurer Zukunft. Alles wird gut ausgehen. Marschiert mit euren amerikanischen und britischen Freunden vor­wärts zu Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden." (Appell Roosevelts und Churchills an das italienische Volk nach Reuter vom 11. Sep­tember 1013.

Für Italien bedeutet der Sieg Amerikas das Recht, mit all den anderen Nationen den Zugang zu den Rohstoffen und Märk­ten in aller Welt." (Flugblatt, abgeworfen über Rom in der Nacht vom 3. zum 1. Juli 1913).Wenn ihr Italien in seiner ökono­mischen Stellung wieder hergestellt sehen wollt, dann bittet um Frieden. Für das italienische Volk gidt die Atlantik-Lharta das Versprechen, mit allen anderen Staaten, seien diese groß oder klein. Sieger oder Besiegte, auf gleicher Stufe den Zugang zum Handel und zu den Rohstoffen zu erhalten." (USA.-Unterstaatssekretär Dean Acheson auf einer Earibaldi-Eedächtnisseier in Washington am 10. Juni 191ll.)

(Fortsetzung aus Seit« 2 j

Die Italiener selbst haben den Faschismus ausgebrütet, groß­gezogen und ihn dann weggeworfen. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Italiener, die heute unsere Verbündeten sind, gestern noch gehässige und hinterhältige Feinde waren. Erst mit ihrer Nieder­lage haben sie sich zu unseren Verbündeten gemacht. Jetzt sollen sie leiden und schuften wir Galeerensklaven." (Sunday Expreß" nach Radio London vom 17. Oktober 1913.)

Unter der UeverschristDie Hungersnot schreitet einher" erklärt der Leitartikel desDaily Expreß" am 29. September 1913 folgen­des:Es kommt nicht in Frage, die Italiener zu ernähren, die bis zuletzt noch unsere Feinde waren. Wir wollen ihnen nicht die Strafe für ihr Verbrechen ersparen, nachdem wir sie zur Kapitulation gezwungen haben." (Globereuter am 29. September 1913.)

Renters Sonderkorrespondent in Neapel, Cecil Sprigge, berichtet, daß die Zahl der Typhusfälle in Neapel jetzt zehnmal so groß ist, wie kurz nach der Ankunft der Alliierten. (Globereuter, 26. Dezem­ber l913.)Der Wassermangel und das Fehlen jeglicher hygie­nischer Einrichtungen beschwören in Süditalien Seuchen aller Art heraus, die nnr mit Mühe aus ihren Herd beschränkt werden können". (Mitteilung britischer Frontberichterstatter in Gibraltar in den Weihnachtsfeierta-gen 1913.)

Eine tiefe Unzufriedenheit mit der alliierten Besetzung be­herrscht die italienische Bevölkerung. Gewaltanwendung sogar gegen antifaschistische Kreise und Einrichtungen sind symptomatisch für den Stand der Dinge." (New Statesman «nd Nation" vom 18. De­zember 1913.)

Britische Soldaten, die aus Italien kommen, erzählen von kata­strophalen Zuständen in Süditalien. Man vermöge sie kaum zu schildern. Ein völliger Zusammenbruch und keine Spur von Kultur mehr sei dort vorhanden, keine Führung, keine Hoffnung auf die Zukunft. Nur ein Ziel gibt es dort für die Italiener: Lebensmittel! Um sich diese zu verschaffen, verkaufen diese Leute ihre Schwestern, Brüder, Mütter, Töchter, Söhne, ja sogar sich selbst." (Bericht in der britischen ZeitschristNew Statesman and Nation" vom 18. De­zember 1913.)

Es muß eine völlige Eingliederung des besiegten Italiens in die amerikanischen Wirtschaftsiilteressen gefordert werden. Zunächst muß Italien sich damit einverstanden erklären, seine Erzeugung und seine Ausfuhr der Entscheidung eines ausländischen obersten WirtschastsplanuNosrates zu unterwerfen. Jeder Versuch Italiens, auf irgend einem Gebiet autark zu werden, muß unterbunden wer­den. Vor allen Dingen muß Italien die Bestrebungen ausgeben, eine ausreichend« italienische Weizenproduktion auszubauen. Die Italiener werden vielmehr aufgefordert werden, sich auf Erzeug­nisse zn konzentrieren, die sür ihren Binnenmarkt am besten ge­eignet sind. Solche zulässigen Fabrikate sind u. a. Seife, Kunstseide und Banmwollwaren. Die italienische Schwerindustrie muß dazu veranlaßt werden, ihre Ausmertsamkeit dem Bau von Luxusschissen, Automobilen und gewissen Spezialmaschinen zu widmen. Für die italienische Handelsschifsahrt wird es auf den nordatlantischcn Routen nur noch einen beschränkten Platz geben. Italien soll wieder in erster Linie wie frühe: ein Touristenland werden. Die Einfuhr von Rohmaterialien wie Oel, Kohle, Baumwolle, Gummi, Eisen und Zinn wird Italien, sofern es sich allen diesen Forderungen vollständig unterworfen hat, zwar gestattet werden, aber nicht nach dem Maßstab seiner Zahlungsfähigkeit, sondern nur insoweit, wie es den als angemessen erachteten Bedürfnissen entspricht, um einer nnerwünichten Produktion vorzubeugen." (Kingsbury Smith in der Newyorkcr ZeitschriftAmerican Mercury" im Oktober 1943.)

Linzelpreis 15 Rpf.

VeLfMekiÄly

Von Carl llicbsrck osvrsr 1

Wir entnehmen dem Werk des am 11. Tktn-

, her 1hl:! im Osten als Geireiter an der Spitze seiner Gruppe qciallcnen naiionalsoziaiisti- schcn Historikers Karl Richard GanzerTas Reich als europäische Ordnungsmacht" (Han­seatische Beriagsanstalt, Hambnrzi solgendcn Abschnitt:

Indem das Reich seine ehrwürdigen Ueberlieferungen der Weite wieder ver­lebendigt, hat es Europa vor dem Schicksal des Kornes bewahrt, das zwischen den Mühleiisteinen zerrieben wird. Es zwang den einsichtslosen Kontinent mit eiserner Macht aus der Verblendung zum Leben. Dabei hat das Reichsvolk erkannt, daß die ihm zuge­messene Weite seit einem Jahrtausend der europäische Eroßraum ist. Durch seinen Aus- griff, mit dem es den Erdteil in leZ'er Stunde zur geschichtsmächtigen Gestalt organisierte, hat es, treu seinem überliefer­ten Wesen, wieder höchste Verantwortung auf sich genommen Mit dieser verbindet siH seit altersher der Auftrag zur Führung.

2n der Bereitschaft zur Führung mit ihren erhöhenden und bebürdenden Folgen erkennt das neue Keschichtsbewußtiein die stolzeste und zugleich schwerste Verpflichtung, der sich die Deutschen der Gegenwart zu unterziehen haben. Wenn sich das deutsche Volk zur Füh­rung Europas bestimmt glaubt, so ist dies nur die legitime Ernmierung einer natür­lichen Gegebenheit, die «sich seit einem Jahr­tausend in der biologischen, geschichtlichen und kulturellen Wertigkeit unseres Volkes kundtut. Der Anspruch aus Führung ent­stammt sowohl der Erkenntnis des spezifisch biologischen Gewichts wie der tausendjähri­gen Führnngsleistung unseres Volkes, Gewiß besitzt die rohe Zahl keinen endgültigen Aus­sagewert, um den Rang eines Volkes zu bestimmen: immerhin hat sie hinweisenden Charakter, Wenn das Volk, das im Ring kleinerer Nationen mit dem Gewicht seiner 90 Millionen fitzt, eben das deutsche Volk ist Volk germanischer Art, Volk des Reiches , dann hat dieser llmstand objektiv Bedeu­tung. Zahl allein ist belanglos, hohe Zahl und hohe Rasse vereint stellen bereits gültige Führungswerte dar. Den exakteren Befund gibt freilich erst der Blick auf die geschicht­liche Leistung. Er ,erhellt, daß es in der Ge­schichte Europas keine einzige Stunde gibt, die nicht die Kraft deutscherLührung gespürt hat. Nicht.Immer war diese Führung poli­tisch. Aber^selbst wenn unser Volk in eine Zone politischer Ruhe geraten war,, so hat es dennoch in anderer Weise geführt das einemal geistig, -ein andermal religiös und dann wieder künstlerisch und technisch. Die deutsche Führung war niemals uniform. Aber sie war universal llnd so sehr die deutsche Führungsgeschichte vom Bild böser Zersplitterung bestimmt ^erscheinen mag, in Wirklichkeit haben die sucherischen und er­fahrungsreichen Wege durch alle Verführun­gen des Partiellen in der Summe doch zu einer meisterschaftlichen Totalität geführt.' Nachdem das deutsche Volk die großen Le­bensbereiche vereinzelt zur höchsten Reife entwickelte, findet es sich nunmehr, vor die Ausgabe gestellt, die führerhaste Leistung in den Teilbereichen zur totalen Leistung zu vervollkommnen, die dem totalen Charakter des Reiches entspricht. Denn das verwirk­lichte Reich kennt keine Spaltungen mehr: die Kluft zwischen dem staatlichen und dem geistigen Deutschland, zwischen dem Deutsch­land der Waffen und dem Deutschland des Glaubens, dem Deutschland der irdischen Pflicht und dem Deutschland der Metaphysik ist iist Kraftfeld des Rei.ches geeschlossen, weil das Reich die totale Beanspruchung mit sich bringt. KünftigeFührung wird sich nicht mehr auf spezialistische Teilbereiche beschrän­ken. Sie wird einheitlich und umfassend sein und unserem Volke den obersten Rang erst völlig erschließen.

Auch damit wird nach langer Verbiegung der Erundverhült-nisse des Lebens nur wieder ein natürlicher Zustand hergestellt. Wie die Macht zum Grundbestände der Schöpfung gehört, und wie alle natürlichen und geschichtlichen Erfahrungen sür die Or­ganisation der europäischen Völkerwelt den Grundsatz der Weite fordern, so gehört auch das große Prinzip der Führung zu den urtümlichen Dingen. Schon die Horde der Urzeit ist nach der Elite der Leistung gestuft, aber auch die Republik der unsterblichen Genien kennt Gleichheit nur in der gegen­seitigen Ehrfurcht, doch nicht im gegenseitigen Range. Die Ordnung der Völker versucht sich dieser frühesten Weisheit des Lebens nur dann zu entziehen, wenn der irre Aufstand der Theoretiker in ihre sakralen Bezirke bricht, um das Gewachsene nach dem dürfti­gen Maß rationalistischer Wunschbarkeiteir zu modeln. Die Lehre der Gleichheit hat die organische Welt pervertiert. Die organische Wirklichkeit ist bestimstrt vom Wert, vom Rang, von der Führung.

Mit dem Bekenntnis zum aristokratischen Grundsatz der Führung steht und fällt darum auch das neue Europa. Wie die der Füh­rung zugeordneten Kräfte des Könnens, der Macht, der Ordnung und der Verantwortung vom Reich her Europa gebaut und getragen hatten, so wird auch bei jedem neuen Werk der uralte Grundsatz sich bewähren Das Prinzip der reichischen Führung hat sich während eines Jahrtausends ständig mit an­deren Ordnungsmethoden zu messen gehabt. Sie haben zuweilen gesiegt und gewisse ge­schichtliche Spannen bestimmt. Aber sie sind nicht mehr zu allgemein europäischer Ver­bindlichkeit auferstanden, nachdem sie einmal gefallen waren, der reichiiche Grundsatz der Führung ist höher als jedes Prinzip der Sekurität, höher als jedes Prinzip des mechanischen Gleichgewichts, höher als jedes Prinzip der Gewalt. Denn hinter Gewalt,