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(5.1.1944) 4
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Das flmlsdlatl des Negierenden viirgermcistcrs der Zreien Hansestadt vremen

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der NarionalldziaUsten. Vremens

flmtliches vcrkündungsbiatt des Ncichsstattstalters in Oldenburg und Dremen

7lr. 4 , 14. Jahrgang

Mittwoch, 5. Januar 1944

kinzelpreis 15 Npf.

LillköMcker.lugenä-striegseinsst;

-^nss^snnung c/s5 /(5/S95S/tt5crtzS5 c/s5 ^/it/sr-^ugsnc/ c/urc/i c/t's /?6t'c^5f69tSfung

Berlin, l. Januar. Der Ministerrat für die Neichsverteidigung hat mit Wirkung vom 11. Dezember 1!>^3 eine Verordnung.erlassen, «ach der der Reichsjugendsührer der NSDAP. und Jugendführer des Deutschen Reiches be­auftragt ist, die Verwendung der deutschen Jugend sür zusätzliche Kriegsaufgaben neben Schule und Beruf einheitlich zu lenken. Unter diesenKriegsaufgaben nebe» Schule und Beruf" ist der gesamte Kriegseinsatz der Ju- gend zu verstehen, den die Hitler-Jugend schon feit vier Kriegsjahren nach den jeweiligen Erfordernissen geleistet hat.

Unmittelbar mit Kriegsbeginn übernahm die Jugcird, die Pflichten, die ihr im Rah­men der Kriegsanstrengungen der Heimat zu- fi-elen und erhielt mit wachsender Kriegs­dauer weitere Aufgaben zugewiesen. Zu er­innern ist nur an den Ernteeinsatz, die Nach- barschafts- und Eeschäftshilfe, den Einsatz im Verkehr, die Coldatenbetreuung, an die Schnellkommandos der Polizei, die Feuer- wHrscharen, den Einsatz bei den Behörden, bei der Wehrmacht, in den Fabriken und nicht zuletzt im Luftschutz der vom Bombenterror bedrohten Gebiete. Mit besonderer Dankbar­keit gedenken ungezählte Familien und allein­stehende Mütter des Einsatzes der JugerH im Spielzeugwerk, das noch vor kurzer Zeit im ganzen Reich Freude und Frohsinn verbrei­tet hat. Was unter diesem BegriffKriegs­einsatz" als einmalige Leistung spontan aus dem Leben und der Erziehung der Jugend herauswuchs, findet nun init der genannten Verordnung seinen gesetzlichen Niederschlag und damit die Anerkennung durch die Reichs- regierung. Die Zuständigkeit des Reichs- fugendführers der NSDAP. und Jugendfüh­rers des Deutschen Reiches für den Einsatz der Jugend außerhalb von Schule und Beruf wird bestätigt und zugleich die gesetzliche Voraussetzung einer planvollen Steuerung geschaffen.

In Würdigung der bisherigen Ergebnisse des Kriegseinsatzes ist die Verordnung ent- standen. Sie kommt in erster Linie der Ju­gend selbst zugute. Es kann nun vor allem sichergestellt werden, daß eine lleberbean- spruchung einzelner, besonders einsatzberei­ter Jungen und Mädel oder ganzer Ein­heiten vermieden wird und eine möglichst gleichmäßige Verteilung der anfallenden

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Berlin, 4. Januar. Der zum Staatssekre­tär im Reichsjustizministerium ernannte Mi­nisterialdirektor Herbert Klemm wurde 1903 in Leipzig geboren. Nach Ablegung der juri­stischen Staatsexamen war er zunächst als Assessor bei der Staatsanwaltschaft Dresden tätig. Im Jahre 1933 wurde Klemm in das sächsische Justizministerium, 1935 als Ober­staatsanwalt in das Reichsjustizministerium verseht. 1939 erfolgte seine Ernennung zum Ministerialrat.

Am 27. August 1939 rückte Klemm zur Wehrmacht ein und nahm als Pionierleut­nant am Polen- und Frankreichfeldzeug teil. Nach dem Waffenstillstand mit Frankreich wurde er zum Reichskommissar Reichs- ministei Seyß-Jnquart für die Organi­sation der deutschen Justiz in den besetzten niederländischen Gebieten kommandiert. Von März 1911 bis zum 3. Januar 1914 war Klemm in der Partei-Kanzlei München als Gruppenleiter und stellvertretender Abtei­lungsleiter tätig. Staatssekretär H. Klemm ist SA.-Oberführer und Träger des Goldenen Ehrenzeichens.

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Stockholm, 1. Januar. Das USA.-Marine- ministerium gab am Montagabend zu, daß am 21. Dezember im Atlantik ein amerikani­scher Zerstörer torpediert und versenkt wor­den sei.

Wie ferner United Preß ergänzend meldet, wurden bei der Explosion eines USA.-Zerstö- rers nordostwärts ' von Sandy Hook in der Newyorkcr Bucht mindestens 50 Mann ge­tötet. Die Zahl der Besatzungsmitglieder sei noch nicht bekanntgegeben worden, doch be­trage schon die Fricdensbesatzung eines Zer­störers über 200 Mann: sie sei jedoch in Kriegszeiten noch höher. Wie das USA.- Marineministerium', inzwischen bekanntgab, .wurden 163 Mann gerettet, von denen 108 verletzt sind.

Aufgaben auf alle zur Verfügung stehenden Jugendlichen erfolgt. Der Reichsjugend­führer der NSDAP. und Jugendführer des Deutschen Reiches erhält die Möglichkeit, alle einschneidenden Fragen des'Kriegrein- satzes, wie etwa der Besoldung, Bekleidung und Verpflegung, einheitlich zu regeln, so daß ungerechtfertigte Unterschiede in regio­naler Hinsicht oder zwischen den einzelnen Einsatzarten beseitigt werden. Die Verord­nung hat also mit Rücksicht auf die Jugend selbst ausgesprochenen Schutzcharakter.

Der Reichsjugendsührer der NSDAP. und Jugendführer des Deutschen Reiches bedient sich bei der Lenkung des Kriegseinsatzes in den Gauen der Führer der Gebiete und in den Kreisen der Führer der Banne der Hit­ler-Jugend, die vurch seine tzachgeoudneten staatlichen Dienststellen nachdrMlich unter­stützt werden und mit den Hoheitstrügern der NSDAP. und den übrigen beteiligten Stel­len aufs engste zusammenarbeiten. Anforde­rung zur Heranziehung der Jugend sind an diese Zentralstellen zu richten. Es ist selbst­verständlich, daß versucht wird, alle Anforde­rungen zu erfüllen, für die ein Einsatz der Jugend geboten ist. Ueber die Reihenfolge entscheiden Kriegswichtigkeit und' Dringlich­keit der Anforderung, wobei die Kriegswich- tigkeit vom Hoheitsträger der NSDAP. zu bestätigen sein wird und bei der Entscheidung über die Dringlichkeit eine Erklärung der Arbeitsämter darüber vorliegen muß, d- der Bedarf nicht durch andere verfügbare

Kräftö gedeckt werden kann. Daß Anforde­rungen des Reichsministers für Rüstung und Kriegsproduktion und seiner Nachgeordneten Dienststellen in erster Linie berücksichtigt wer- den, ist selbstverständlich.

Durch die Ariegsein^atz sollen Schulunter­richt und Berufsarbeit nicht beeinträchtigt werden. Die ausnahmsweise Heranziehung von Jugendlichen während der Schulzeit be­darf der Zustimmung des Reichserziehungs­ministers oder der zuständigen Schulaufsichts- behörde. Die Verordnung erklärt weiterhin ausdrücklich, daß die Zuständigkeiten des Ge­neralbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz unberührt bleiben. Alle Anforderungen, die in diese Zuständigkeiten fallen, werden daher an die Arbeitseinsatzbehörden weitergegeben. Erst wenn sie auf dem üblichen Wege nicht erfüllt werden können, steht die Hitler-Ju­gend den Arbeitsämtern mit ihren Kräften zur Verfügung. Die Berufserziehung bleibt dagegen in vollem Umfang aufrechterhalten: ist sie doch selbst zusammen mit der Wehr­ertüchtigung, das Kernstück des Kriegsein­satzes der deutschen Jugend.

Von der Regelung der Verordnung sistd Heranziehungen der Jugend auf Grund der Notdienstverpflichtung und des Luftschutz- gesetzes ausgenommen. Die Hitler-Jugend steht aber auch hier im Einvernehmen mit den betreffenden Dienststellen und erhält Kenntnis von den Maßnahmen dieser Art, so daß sie ihre eigene Dienstsjestaltnng da­mit abstimmen kann. Die Bedeutung der

Hliwekrliereiter >X1Isn1llc>v<>II. Unter asm rissigen Oaati clsr1srnnsr?.s slslisn «He 5ct>u6- bsrsitsn sckvvsren östtsrisn des T^tlantilrwalls. ?n -ä'ukn.: llriexsder. viiUiüe - nn

Verordnung liegt nicht zuletzt darin, daß sie auf allen Gebieten Gelegenheit gibt, jede Ueberschneidung von Pflichten zum Wohle und im Interesse der Jugend zu verhindern. Während eine Ilöberbelastung des einzelnen Jugendlichen in > Zukunft ausgeschlossen bleibt, wird die Wirksamkeit des Kriegs- einsatzes der Jugend infolge der einbeitlichen Lenkung noch auf ein Höchstmaß gesteigert.

V-Lools vsrnkllklyu weitere secde Zerstörer

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Aus dem Fnhrerhauptquirrtier,

1. Januar. Das Oberkommando der Wehr­macht gibt bekannt:

Im Südteil der Ostfront, bis südlich Kiew, verlief der Tag bei örtlicher Kampstätigkeit im allgemeinen ruhig. Im Kampfraum von Shitomir greifen die Sowjets weiter mit starken Kräften an. Sie erlitten durch die zähe Abwehr und die schwungvollen Gegen­stöße unserer Truppen hohe Verluste. Eine größere Anzahl sowjetischer Panzer wurde dabei vernichtet.

Bei Witebsk wurden erneute feindliche Angriffe abgewehrt. Nordwestlich der Stadt drangen deutsche Jäger trotz zähen Wider­standes und mehrfacher Panzerunterstütznng geführter feindlicher Gegenangriffe weiter vor. Nordwestlich Newel wiesen unsere Trup­pen sowjetische Angrisse ab.

Von der süditalienischen Front werden keine besonderen Ereignisse gemeldet.

Im Mittelmeerraum und in den besetzten Westgebieten wurden gestern in Luftkämpfen ' vernichtet.

und durch Flakabwehr 18 britisch-nordameri- kanische Flugzeuge abgeschossen. Ein deutsches Jagdflugzeug wird vermißt.

In der vergangenen Nacht flogen einige feindliche Störflugzeuge nach Westdeutsch­land ein.

Bei der Fortsetzung ihrer Angriffe gegen die feindlichen Sicherungsstreitkriiste im Atlantik versenkten unsere Unterseeboote erneut sechs Zerstörer. Damit verlor die britisch-nordamerikanische Flotte in den letz­ten zehn Tagen durch Unterseeboote insge­samt 21 Zerstörer.

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Berlin, 4. Januar. Die im Wehrmacht­bericht gemeldete Versenkung von weiteren sechs feindlichen Zerstörern durch unsere U-Boote erfolgte in den vier Tagen vom 31. Dezember bis zum 3. Januar. Von diesen sechs Kriegsschiffen wurden fünf im Vorfeld der Biscayä und bines im weiten Atlantik

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Schnellboot-Flottillenchefs ausgezeichnet

Berlin, 1. Januar. Der Führer ver­lieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an die Schnellboot-FIot- tillenchess Georg Christ lausen als 326. Soldaten, Korvettenkapitän Bernd Klug als 381. Soldaten und Korvettenkapitän Klaus Feldt als 382. Soldaten der deut­schen Wehrmacht.

Die drei neuen Eichenlnnbträger der Kriegs­marine, vvn denen Christiansen ^reits mit Wir­kung vorn 13 November 1313 Klug und Feld! am l. Januar l!)11 ausgezeichnet wurden, ge­hören zu der anis höchste bewährten alten Garde der Schncllbvvtwasse. Pont ersten Kriegsiage on im Frvnteinsah stelzend, haben Christiansen. ge­boren am 31. Lktober ISll in Flen-jbnrg. King, geboren am 12. Dezember 1914 in Barmen, und Aeldt geboren am ll. Februar >912 in Kiel. als Schncllbootkoniiiiandante'n und später als Flot- tillenchess ihre Boote und Flottillen durch ihr glänzendes seemännisches Können und ihren dei-, spielhasten Schneid zu lzervvrrugenden Ersolgen geführt. Sie haben dabei ini Kanät vor der eng­lischen Küste, in norwegislt>en Gewässer» und im Finnischen Meerbusen Christiansen ansterbem noch im Schwarzen Meer zahlreiä>e Kriegs- und Handelsschiffe des Feindes versenkt und da­neben wichtigste Sonderausgaben mit dem Ziele der Behinderung des seindiiä>en Nachschnbverkebrs 1 gelöst. Besonders hervorzuheben ist. daß die drei

neuen Eichenlanbträger nach der Auszeichnung mit den, Ritterkreuz ihre Erfolge unter inzwi­schen wesentlich erschnviten Kampibedingnngen und dank ihrer immer größer werdenden Kanips- ersohriing weiter beträchtlich erhötien konnten.

Hatte Korvettenkapitän Christiansen schon als Kommandant im Kamps gegen den englische» Geteitverkehr, sieden Dampser mit 3N UM BRT. und gemeinsam mit einem anderen Boot zwei Zerstörer; versenkt, außerdem ein scindlichcs Tor­pedoboot während des Nvrivegen-Unternehmens, so versenkte seine Flottille im. Schwarzen Meer im Kamps gegen den Nachschnbvcrkehr der Bol- schewistcn 49 Fahrzeuge niit üt>er 6ÜUUV BAT. und ein Torpedoboot. An über üU liniernclmiiin- gen Hai Christiansen als Flvttillenchef im Schwar­zen Meer selbst teilgenommen, seinen Booten stettz voraussahrend.

Korvettenkapitän Klug versenkte als Schncll- bootkommaiidant neun Dampser mit 48 M> BRT. und einen Zerstörer, als Flvttillenches aus »« Feindsahrten >U Dampser mit 36 4W BAT.7 drei Zerstörer, vier Bewaclx'r und zivei andere Kriegs- sahrzenge. Sein Führerbvvt war an diesem sür sich selbst sprechenden Ergebnis maßgeblich betei­ligt. -

Korvettenkapitän Feldt hat. durch Mineiitreifer schwer verwundet, seine Flottille ebensalls zu grvßanigen Ersolgen gesührt. Auf 64 Felndiahr- ten versenkten seine mustergültig getühricu Boote Tampser mit 92 26U BRT., zlvet Zerstörer und zivei Bcwacher. vtt in hartem Kanipi unmittelbar unter der englisäx» Küste. Feldt steht mit diesen Ersolgen in der Spitzengruppe der Schnetibovl- Alvktillenchefs.

Einem deutschen' U-Boot gelang es trotz ungünstiger Schußbedinguugen, einen Tor- pedotreffer auf einem Zerstörer anzubringen. Der getrofsene Zerstörer sank noch vor Mit­ternacht. Bereits in den ersten Stunden des Ndujahrstages bekam eine größere U-Voot- Gruppe Fühlung mit zwei Zerstörerverbän- deu. In den Abendstunden des gleichen Tages gingen die U-Boote zum Angriff über. Noch vor Einbruch der Dunkelheit flog ein Zer­störer, von mehreren Torpedos getroffen, in die Luft. In einem besonders kühnen Angriff konnte ein anderes U-Boot. das von zwei Zerstörern hart bedrängt wurde, beide Ein­heiten durch Torpedoschüsse aus allernächster Nähe vernichten. Ins Achterschiff getroffen, sank der eine Zerstörer sofort, während der zweite infolge der durch die Detonationen erlittenen großen Lecks im Vor- und Achter­schiff zunächst kenterte. Unter den fortgesetzten' Explosionen der für die deutschen U-Boote bestimmten Wasserbomben gingen die Zer­störerwracks unter. In den Morgenstunden des 3. Januar kamen wieder zwei U-Boot- Gruppen in der Biscaya und im Atlantik in Gefechtsberührung mit einem feindlichen Unterseeboot-Jaßdverband und mit Zer­störern einer Slcherungsgruppe. Aus beiden Verbände» versenkten unsere U-Boote je einen Zerstörer.

So gelang es unseren in pausenlosem Ein­satz gegen die feindlichen Sicherungsstreit- kräste stehenden U-Booten, in nur zehn Ta­gen insgesamt 21 Zerstörer zu vernichten. Diese für die Eeleitsicherung außerordentlich wertvollen, schnellen und wendigen Schiffe,, deren Bau in England seit langem auf Ko­sten der Handelsschifssneubauten erfolgen muß, hatt«» eine Tonnage von annähernd ?>1500 Tonnen. Der Untergang dieser Kriegs­schiffe bedeutet für den Feind außerdem den Ausfall von 150 bis 180 Geschützen mit einem Kaliber von 10 bis 12 am, von über 80 vier- em-Kanonen und mindestens 160 Maschinen- lpasson, Rechnet man ferner sür jeden Zer­störer eine Mindestbewaffnung von sechs Torpedorohren und sür jedes Rohr zwei Torpedos, so ging damit die Kampf­kraft von 128 Torpedorohren und über 250 dieser kostspieligen Kampfmittel verloren. Die Zahl der von diesen Zerstörern mitge­fühlten Wasserbomben belief sich auf min­destens .1250 bis 1300. Die Besatzungen der vernichteten Zerstörer, etwa 3000 bis 3300 Mann, dürsten zumeist den Tod gesunden baden.

Seit 1838 bereiteten äie V 8 L. äsn Uoräterror vor

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Drahtbericht unterer Berliner Schrittleituna

cir. iv. scb. Berlin, 1. Januar. Trotz drama­tischer Zuspitzungen im militärischen Kriegs­geschehen bleibt für viele Betrachtungen in der Weltöffentlichkeit die Neujahrsbotschaft des Führers weiterhin im Vordergründe. Jede tiefer eindringende Beschäjtigung mit dem. was der Führer an der Jahreswende zu sagen hatte, kann nur die Erkenntnis be­festigen, daß hier dem lauten Geschrei und dem hysterischen Durcheinander der Feindagi­tation die ganze und ungeschminkte Wahrheit in zwingenden Formulierungen gegenüber­gestellt worden ist.

Ebenso wie im Hinblick auf den britisch­amerikanischen Verrat an Europa und aus die maßlosen bolichewistischen Vernichtungplänc müssen die Gegner heute fast mit jedem Wort, das sie sprechen, die grundlegenden

Feststellungen des Führers auch zu allen an­deren Problemen und Tatsachen dieses Krie­ges bestätigen. Das gilt besonders auch von dem Charakter und von den Zielsetzungen des Bombenterrors. Treffender konnte die bodenlose Gemeinheit der aNglo-amerikani- schen Kriegführung nicht gekennzeichnet wer­den. al» das in der Erklärung des Führers geschehen ist, nach der zum erstenmal in einem Kriege und in der Geschichte die Brutalität möglich wurde, daß sich der Feind auf den Krieg gegen Frauen und Kinder förmlich spezialisierte und sich selbst den Ehrennamen Mörder" beilegte.

Als ob sich die Gegenseite mit der Bestäti­gung dieser furchtbaren Anklage geradezu beeilen möchte, zeigt der nordamerikanische General Arnold jetzt in einem Bericht an sei­nen Kriegsminister, wie sich die Vereinigten Staaten aus Geheiß Rooseoelts seit langsm

auf diesen organisierten Mord votbercitet haben.«Dabei ist besonders beachtlich das Da­tum, von dem , ab diese Vorbereitungen . in größerem Maßstab eingeleitet wurden. Gene­ral Arnold berichtet, daß er selbst im Novem­ber 1938 als Chef des militärischen Flug­wesens der USA. den leitenden Persönlich- keilen der Flugzeugproduktion den Auftrag gegeben habe, ihre Fabriken so schnell wie möglich auf eine Steigerung der Produktion bis zum Dreifachen und darüber hinaus ein­zurichten. Wenig später hätten die Piloten- schulcn der zivilen Luftfahrt damit begonnen, eine stets steigende Zahl von Flugzeugführern für die Militärfliegerei auszubilden.

Wie war es bei uns im November 1938? Damals ging ein tiefes Aufatmen durch das ganze deutsche Volk. weil es nach dem Ab­schluß von München sich der Hoffnung hin­

gab, daß die europäischen Probleme nun, doch aus dem Wege der Verständigung und der Vernunft gelöst werden könnten. Kie deutsche Öffentlichkeit war sogar zum Teil darüber verwundert^ daß der Führer;knrz nach Mün­chen in einer Rede in Saarbrücken seine Worte nicht ganz auf den Erundton der Versöhnung eingestellt, hatte, sondern eine ganz eindringliche und scharfe Warnung an die Adresse der Kriegs- hetzer im anderen Lager richtete. Die Ent­wicklung hat gezeigt, wie sehr der Weitblick des Führers, wie immer, so auch damals, uns allen voraus war. Und wenn es noch einer -nachträglichen Bestätigung bedurft hätte, so wird sie in der unvorsichtigen Prahlerei des Generals Arnold gegeben.

Gerade in diesen Tagen erst hat sich Eng- (Fortsetzung aus Seit« 2)

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Von Walter llrllinsnn

2n der Not unserer Tage gibt es zwei Formen letzter Einsatzbereitschaft, das Sol- darentum und die Mutterschaft. Unser Schick­sal als.Volk wird durch Schwert und Wiege entschieden. Und so erscheint es angebracht, einmal das sehr unterschiedliche Schicksal des im Kriege geborenen und aufwachsenden Kindes wie es sich im Ersten Weltkriege und wie es sich heute darstellt, näher zu beleuch­ten. Das Schicksal des Kindes im Kriegslist durchaus nicht von zwcitrangiger Bedeu­tung: denn ihm gilt ja nicht nur in erster Linie jedes kämpferische Opfer, sondern von seiner künftigen Leistungsfähigkeit wird die fernere Zukunft abhängen.

Die moralische Stärke der Heimat ist in entscheidendem Maße von der Kraft und Zu­versicht unserer Frauen und Mütter abhän­gig! diese Kraft aber wird bestimmt von dem Glück der Gesundheit und dem Wachstum ihrer Kinder. Nach einem heiligen Natur­gesetz kämpft jede gute Mutter immer zu­erst und zuletzt für ihre Kinder. Das Glück der Kinder ist der Mütter Kraftquell, die Not her Kinder aber ihre Verzweiflung. Wenn während der moralischen Kraftprobe des Jahres 1918 die Heimat schließlich ver­sagte, dann ist dieses in entscheidendem Maße darauf zurückzuführen, daß der Hunger, das Siechtum und der schließliche Tod Hundert­tausender deutscher Kinder den Müttern Mut und Glauben nahm. Noch viele Jahre nach dem ersten Weltkrieg wurden die Jahr­gänge, die in dieser Zeit ihre entscheidende Enlwicklungs- und Wachstumsperiode durch­gemacht haben, mitleidig als dieKriegs­kinder" bezeichnet, von denen man in gesund, heitlicher Beziehung nicht viel erwarten dürfte.

Wenn auch die Folgen dieser Elendszeit in den späteren Jahren weitgehend ausge­glichen und überwunden werden konnten, wenn auch diese sogenanntenKriegskinder" in dem jetzigen Weltkrieg beispiellose Taten hervorragender Tapferkeit vollbracht haben, so kann dennoch nicht geleugnet werden, daß die englische. Blockade damals einen verhee­renden Einbruch in die gesundheitliche Ent­wicklung'unserer Jugend zur Folge hatte. In einer westdeutschen Stadt wurde damals festgestellt, daß das Durchschnittsgewicht der Schuljungen um 1,1 kx, das der Mädchen um 1,3 ks gesunken war. Die Durchschnittsgröße der Kinder wurde gleichzeitig um 1 bis 2 am geringer gemessen Das von dem Engländer Wile im Jahre 1918 verkündete Ziel ist je», doch trotzdem ein bestialischer Traum geblie­ben. Dieser menschenfreundliche Sohn Al­bions schrieb über die künftige deutsche Ju­gend:Sie möge verkrüppelt, mißgeftaltig odkr zwergwnchsig sein so viel ist sicher, daß kein preußischer Kasernenhosdrill und keine noch so eifrige Gymnastik in ihren viel ge­priesenen Turnvereinen die Arme und Beine dieser deutschen Kinder grade biegen oder rotes Blut in ihre Adern pumpen werden. Das bedeutet so schrieb dieser Engländer weiter, daß es im Jahre 1910 aller Wahr­scheinlichkeit nach nur noch ein physisch de­generierte? deutsches Volk geben wird." Dieses von ihm erhoffte physisch degenerierte Volk hat allerdings ausgerechnet im Jahre 1940 die Engländer bei Dünkirchen vom Kontinent gejagt: das Estdziel wurde also trotzdem nicht erreicht. Es kann aber in An­betracht des damals so offensichtlichen Kin- derelenbs nicht wundernehmen, daß die'ISe- 'burtensreudigkeit während des ersten Welt­krieges katastrophal dahinschwand, so daß schließlich am Ende des Krieges neben dem Verlust von rund 2 Millionen Gefallenen ein Ausfall von 3'/- Millionen Geburten zu verzeichnen war.

Mit dem Wissen um diese schweren Ver­luste an Leben und Gesundheit außerhalb des eigentlichen Kampfgeschehens, die sich letztlich in ihrer moralischen Auswirkung als kriegsentscheidend erwiesen haben, sind wir in dielen zweiten Weltkrieg hineingegangen. Der Führer gab "den Befehl, die Vorberei­tungen für einen langen Krieg zu treffen, und zwar nicht nur auf dem ^Gebiete der Auseinandersetzung mit den Waffen des Soldaten, sondern auch hinsichtlich des vom Judentum' erfundenen Kampfes gegen Ge­sundheit und Leben unserer Kinder und da»