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Parteiamtliche Tageszeitung
008 Amtsblatt des Regierenden Bürgermeister, der Freien Hansestadt Bremen Kummer 328 14. Jahrgang
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg Und Bremen
Mittwoch. 13. Dezember 1944
Einzelpreis 15 Rpl.-
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Deutschlands Programm ist Europas Rettung
Reichspressechef Dr. Dietrich zerreiDi das Lügengewebe der Feindagitaüon — „Wir wissen, dnü Deutschland siegen wird" Schorle Abrechnung
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werden"" dieses Wort aus der großen Bede des jteichspressechefs Dr. Dietrich, die Auftakt zur internationalen Arbeits- der Union nationaler Journalisten-
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ffdiande bildete, stellt gleichsam das Leit- jjtiv dieser Veranstaltung dar. per Völkerbetrug der Alliierten und dem- itgeaäber das klare Bekenntnis zu einer jenen großen Zukunft der Völker Europas, wird auf dieser Arbeitstagung von zahl- iticben führenden Publizisten des Auslandes -(teils unter dem ganz besonderen Blick- (jnkt des von ihnen vertretenen Landes auf- seigt-
In militärisch wie politisch schicksalhafter junde formen sich aus zahlreichen Vorigen führender und bekannter Journalistei# dieser Arbeitstagung Gedankengänge und -jesen, die nicht nur das Lügengewebe der lindagitation zerreißen, sondern darüber- ijBUS eine aufrüttelnde und mitreißende jmpferische Zielsetzung der ihrer Aufgabe (wußten Journalisten Europas darstellen. Reichspressechef Dr. Dietrich führte 3 s: Seitdem wir vor drei Jahren 2 mm itenmal zusammenkamen, hat der Krieg, Sr unseren Kontinent durchtobt, ein neues
Gesicht gewonnen. In dieser Zeit hat sich ein fundamentaler Wandel in der Kriegführung vollzogen. Das ganze entscheidende Merkmal der grundlegenden Wandlung, die sich in diesem Kriege zeigt, liegt nicht in dpm schnell fortschreitenden Aufbau der menschlichen Technik, sondern in dem rapiden Verfall der menschlichen Moral! Während es bislang einer der unantastbarsten Grundsätze der Menschlichkeit und eines der heiligsten Gesetze des Völkerrechts war, Kriege nur zwischen Kriegern auszutragen und Waffen nur gegen Bewaffnete zu richten, haben England und Amerika -sich jeder Würde der menschlichen Gemeinschaft entäußert, als sie damit begannen, Wehrlose niederzumetzeln, Nichtkämpfer, Frauen und Kinder durch Bomben, und Bordwaffen systematisch in den Tod zu jagen. Sie haben damit an Stelle des Kampfes als Kriegsmittel den Mord gesetzt!
In diesem Kriege ist nicht die Technik gemein geworden, sondern der Mensch! Wenn die Engländer und Amerikaner nicht entgegen allen Mahnungen und Warnungen des Führers die Gesetze der Kriegsmoral für sich außer Kraft gesetzt und das Völkerrecht mit Füßen getreten hätten, dann hätte der Krieg nicht diesfe Formen angenommen, dann würde die Menschheit vor den zukünftigen Möglichkeiten der Kriegstechnik nicht, zu zittern brauchen. Die Völker selbst haben ein untrügliches Gefühl dafür, daß in der Kriegführung die Erhaltung letzter moralischer Biridungen notwendig ist, wenn nicht das Chaos über alle hereinbrechen soll.
Härteste Strafe für Luftterror
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Aber wenn schon ‘ im Rechtsstaat jedem firaelnen Bürger das Recht der Notwehr zusteht, um wieviel mehr steht einem ganzen Volk dann das Recht zu, sich millionenfachem Mord mit wirksamen Waffen ent- gegemustellen. Wer solche Verbrechen begeht, wie England und Amerika sie mit ihrem gemeinen Luftterror gegen die Zivilbevölkerung Europas begehen, darf sich licht wundern, wenn die härteste Strafe fcr ihn hereinbricht.
llliierte Betrüger
Und genau so wie mit ihrer Moral im Bombenkrieg ist es auch um die Moral unserer Gegner in ihrer politischen Kriegführung bestellt. Wenn wir das gesamte politische Wirkungsfeld unserer Feinde in diesem Kriege überblicken und ihre Worte mit Aren Taten, ihre Versprechungen mit ihrem Handeln vergleichen, dann erkennt jeder, saß die Politik, die ihre Kriegführung be- rleiten, nichts anderes ist als der Betrug der Völker. Das gilt ebenso für die Plutokratien in Westen, wie für den Bolschewismus im Osten. Sie nennen sich „Alliierte". In der Tat, sie sind alliierte Betrüger.
Das größte Zugstück aber auf dieser wahrhaft grotesken Bühne des politischen Lebens .•! die täglich sich wiederholende Komödie Der Triumph der Moral im Leben der Völker“. Sie inszenieren die Atlantik-Charta sad das Schauspiel von den „vier Freiheiten“, und während in der Wirklichkeit s’r.on das grauenvolle Drama von Not und Tod, von Aufruhr und Bürgerkrieg, von Hunter und Versklavung bei den verführten Völkern abrollt, tönt noch immer das falsche Fathos ihrer schamlosen Phrasen über die 'Veit, gibt es noch immer ein Publikum, das inen lauscht, sich täuschen läßt und ihnen -«fall klatscht.
ftmger statt Brot
Oie alliierten Betrüger versprechen den Litern Freiheit zu bringen; sie wollten die 'hischheit einer besseren Zukunft entgegen- V'rcn. Und Was haben sie in Nordafrika, Ita-' Frankreich, Belgien, Griechenland, Bul- Wien, Rumänien, Serbien, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland den Völkern Fracht? Haben sie ihnen Arbeit gegeben "id Brot, Freiheit und Frieden gebracht? Oaben sie sie von der Furcht befreit? Haben ! ' { ihnen eine neue Ordnung und soziale Osrechtigkeit gebracht? Nein! Die nackten Tatsachen sprechen eine andere Sprache! S| 6 haben den Völkern nicht Freiheit, son- ier n Terror gebracht! Sie haben ihnen nicht Trieden, sondern Bürgerkrieg und Klassen- ■ßfopf beschert! Sie haben ihnen nicht Ar- »Mt gegeben, sondern ihren Arbeitsplatz Ihtommen. Sie haben ihnen kein Brot ge- ? ra cht. sondern den Hunger! Sie haben 4nen keine Ordnung gebracht, sondern das vtiaos, keine soziale Gerechtigkeit, sondern [aterdrückung, Rechtlosigkeit und Aus- »tutung!
, In ihrem Gefolge marschieren Sklaverei Elend, Streßt und Umsturz, Parteien- *Mnpf. Korruption und Selbstzerfleischung. f- haben den Völkern neu wieder all die gebracht, der das nationalsozialistische T'ütschland bereits ein Ende gesetzt hatte.
haben das Schicksal der Menschheit keilt, wie sie sagen, zum Guten gewendet, s Völker nicht emporgehoben,- sondern sie ’fter ins tiefste Elend zurückgestoßen! Sie j ä ver, den sozialen und wirtschaftlichen "5 st -ieg einer neuen Ordnung wieder in “jsenhafte ^Erschütterung und weltwirt- /‘äftliches Chaos verwandelt. Sie haben ff- 56 Völker nicht von der Barbarei befreit, J Mern sie den Barbaren ausgeliefert!
In der Welt der harten Tatsachen und der nackten Wirklichkeit erleben wir heute in grauenhafter Weise das Schauspiel von der Entlarvung der „Demokratie“. Sie haben den Völkern Garantien gegeben und nicht eine davon gehalten! Den Polen haben sie die Grenzen ihres Landes garantiert und ihnen jede Hilfe ’zu&esichert. Diese Garantie, die sie feierlich vor der Welt verkündeten, diente ihnen als Anlaß, den neuen Weltkrieg zu entfesseln. Und was ist von dieser Garantie, die ihnen angeblich so heilig war, daß sie um ihretwillen, das Schicksal der Menschheit ins Spiel werfen, übriggeblieben? Weniger als ein Fetzen Papier! Sie haben nicht einmal daran gedacht, ihr Wort zu halten, sie haben den Polen keine Hilfe gegeben, sondern sie sind harmlos genug, die Polen heute sogar zwingen zu wollen, sieh selbst dem Bolschewismus auszuliefern: das ist ihre Moral! Das sind die sittlichen Grundlagen angelsächsischer Völkerbeglückung!
Die Methode der Lüge in moralischer Verbrämung war schon immer das innerste Wesen der politischen Kriegführung der Angelsachsen. England hat diese Methode zur Grundlage eines politischen Handels gemacht. Es gibt kaum einen englischen Philosophen, Schriftsteller oder Dichter, der diese widerwärtige Verquickung von Religion und Moral mit den ,brutalen Absichten selbstsüchtiger Interessen und nackter Machtpolitik nicht erkannt und angeprangert hatte.
Der gleiche Betrug, wenn auch mit anderen Mitteln und anderen Methoden, ist das Kennzeichen der bolschewistischen Machtpolitik, Das Ziel des Bolschewismus ist die Aufrichtung einer Weltunion von Sowjetstaaten. Keine noch so geschickte Tarnung, keine raffinierte Theatralik, kein demokratisches Mäntelchen können darüber hinwegtäuschen. Der Ablauf des Bolschewisierungs- prozesses bei den einzelnen Völkern geht nach einem bestimmten Schema vor sich, das eine immer gleichbleibende Technik des politischen Verfahrens erkennen läßt.
Raffiniertes Moskauer Aushöhlungssysiem
Die erste Etappe dieses Planes, der die Anwendung aller Mittel der Täuschung und Lähmung des Gegners^ der Zersetzung, der Lüge und des Betruges, der rücksichtslosesten Gewaltanwendung und des Massenterrors umfaßt, ist gekennzeichnet durch den Abschluß eines „Freundschafts- und Nicht- Angriffs-Paktes“ mit dem zur Bolschewisie- rung ausersehenen Volk. Sie ist begleitet von der Gründung von „Vereinigungen zur Pffege der Freundschaft mit der Sowjetunion“. Es folgen die Zersetzung der demokratischen und marxistischen Parteien zugunsten der kommunistischen Organisationen, die Unterstützung aller klassenkämpferischen Parolert, die Finanzierung von Streiks usw. Wenn nun der betroffene Staat gegen diese bolschewistischen Wühlereien im Innern vorgeht, erklärt Moskau, daß eine reaktionäre Regierung die guten Beziehungen zur Sowjetunion gefährde und dann die Sicherheit der Sowjetunion bedroht sei. Nach dem auf diese Weise erzwungenen Rücktritt der nationalen- Regierung rasch wechselnde, immer weiter nach links abgleitende Kabinette, schließlich Übernahme der Macht durch die einheimischen Bolschewisten mit anschließender Auslieferung des Landes an die Sowjetunion. Wenn der innerpolitische Putschweg nicht zum Ziele führt, vollendet die Rote Armee, was die Agenten- Moskaus begonnen, durch bewaffneten Überfall der Sowjets auf das schon fast wehrlos gemachte Land. Anschließend Scheinwahlen unter schwerstem Terror und gleichfalls Anschluß des Landes an die Sowjetunion. ,
Dieser Weg wurde bei allen zur Bolsche- wisierung ausersehenen Völkern bisher angewandt. Mit dieser Taktik operierte die Sowjetunion gegen zahlreiche Staaten erfolgreich. So gegen die baltischen Staaten, Finnland, Rumänien und Bulgarien. So hat sie versucht, gegen zahlreiche andere vorzugehen, und so wird sie mit Sicherheit alle Nationen aushöhlen und zugrunde richten, die dieses
raffinierte System des Betruges und der Täuschung nicht durchschauen und sich dagegen ^wappnen. x -
Gemeiner Völkerbetrug
Zahllos sind die Opfer dieser politischen Selbstmord-Epidemie, und es ist nahezu unbegreiflich, daß es immer noch Nationen gibt, die Moskaus wahres Gesicht nicht erkennen. Man sollte annehmen, daß, wenn sie schon die bolschewistischen Taten nicht glauben, sie sich von den bolschewistischen Worten überzeugen' lassen, die nicht für die Außenwelt, sondern nur für den Gebrauch im eigenen Haus bestimmt waren. v .
Kaganowitsch sagte in einer Rede vor den Mitgliedern "des Politbüros im Zentralkomitee der Partei und des Exekutivkomitees der Dritten Internationale: „Genossen, glaubt doch nicht, daß wir Papierfetzen, Abmachungen, Verträgen oder Verpflichtungen irgendwelche Bedeutung zuerkennen. Es handelt sich einerseits darum, die Versuche zu solidarischem Handeln auf der Gegenseite in ihrer Basis zu untergraben, andererseits die Gegenplätze zu belegen und Konflikte zu provozieren.“
Diese Konflikte provozieren sie immer und überall, ob in Rom oder Paris, Bukarest oder Sofia, in Brüssel oder Athen — bis der Brand des bolschewistischen Aufruhrs ganz Europa umzüngelt. Und sie werden diese Konflikte stets provozieren Und dieser Brand wird nicht Halt machen vor denen, die auch heute noch die Augen schließen vor dieser tödlichen Gefahr und statt ihr entgegenzutreten, diejenigen begeifern, die berufen sind, die Menschheit von ihr zu befreien.
Wenn die gewaltigen Erschütterungen auf sozialen Entwicklungen unserer Epoche abgeschlossen sein werden und später die Geschichte diesen Weltkampf »des 20. Jahr-
(Fortsetzung auf der nächsten Seite)
Eisenhowers Festhallen am Materialkrieg
Stures Festhalten an der Durchbruchsptanung östlich Aachen — V erstarkte deutsche Abwehrkraft
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
bm. Berlin, 12. Dez. Das alliierte Oberkommando führt die vierte Großschlacht bei Aachen auf einer Frontbreite von fünfzehn Kilometer, um in einem neuerlichen Materialansturm auf begrenztem Raum jenen Zielen zuzustreben, die als lockende Ziele der ersten drei Großschlachten gelten mußten.
Als erste Etappe dieser neuen Offensive steht der Führung des Gegners der Rur- Abschnitt beiderseits Düren vor Augen, nachdem der Flüßlauf in den Kämpfen der ersten Schlachten in dem Raum nordwestlich Düren über Jülich und Linnich bis zu seiner Mündung hei Roermond in die Maas als Frontlinie erreicht wurde. Von Düren aus plant Eisenhower zweifellos den direkten Vorstoß auf Köln. In erbitterten Kämpfen konnte die deutsche Abwehr bisher 1 diese Planung des alliierten Oberkommandos zum Scheitern bringen. Der von den Nordamerikanem errungene Geländegewinn im Ansturm auf die Rur-Linie bei Düren beträgt etwa drei bis vier Kilometer, jedoch wurde dadurch der Fluß noch nicht erreicht, ganz zu schweigen von einem Durchbruch in Richtung Köln.
Die Angriffswucht der Nordamerikaner hat am zweiten Tag der Offensive bereits ein wenig nachgelassen; doch sind die Kämpfe, insbesondere an den Einbruchsstellen, noch mit großer Heftigkeit in vollem Gange. General H o d g e s als Befehlshaber der 1. USA- Armee hat hier drei Panzer- und vier Infanteriedivisionen angesetzt, die trotz stärkerer Schnee- und Regenfälle ihre Materialüberlegenheit auszuspielen vermögen. Bewegungen an den beiden Flügeln der Angriffsfront lassen vermuten, daß in Kürze auch die anscheinend im Augenblick noch nicht völlig wieder aufgefüllte 9. USA-Armee und die 2. britische Armee aktiv zu werden beabsichtigen, um im weiteren Stadium der Schlacht die Kampftätigkeit auch auf die Abschnitte südlich Huertgen und nördlich von Geilenkirchen auszudehnen.
Diese jüngste Entwicklung der anglo-ame- rikanischen Winteroffensive gegen die deutsche Verteidigungszone West verdeutlicht das starre Festhalten des nordamerikanischen Generalissimus Eisenhower an der ursprünglichen Angriffsplanung, die den Raum bei Aachen als den zweckmäßigsten Ansatzpunkt zu starken Durchbruchsangriffen ansah. E$
mochte vielleicht in den Tagen der Atem
pause zwischen der dritten und vierten Großschlacht in diesem Gebiet zwischen Geilenkirchen und dem Wald von Huertgen.den Anschein haben, als sei das strategische Schwergewicht in weiter südlich gelegene Frontabschnitte, vor allem an die Saarlinie und bedingt auch in den elsässischen Raum verlagert worden. Der neuerliche Ansturm östlich von Aachen zeigt jedoch bereits durch seine publizistische Behandlung in der anglo- amerikanischen Presse, daß die weitreichenden Durchbruchsabsichten mit der Hoffnung auf eine schnelle Kriegsentscheidung gerade auf diesem,, Raum gerichtet sind. Hier lockt die große Ebene, die nach einem Durchbruch der festen deutschen Linien die volle Entfaltung beweglicher Flanken mit den modernen motorisierten Waffen besonders begünstigen würde. Hier lockt der. Rhein mit seinen wichtigen Städten Köln, Düsseldorf und .Duisburg. Hier lockt das unmittelbar hinter dem Rhein gelegene Industriegebiet der Ruhr mit seiner Massierung von Zechen, Hütten, Industrie- und Verkehrsanlagen, und nicht zuletzt lockt hier die Möglichkeit zu einem tiefen Vorstoß in die norddeutsche Tiefebene, durch den der äußerste rechte Flügel der deutschen Abwehrfront, der im Stromsystem des Rheins und der Maas nahezu unüberwindliche Positionen verteidigt, umklammert werden könnte.
Die Tatsache, daß kaum ein anderer Ab
schnitt der Westfront nach Erringung eines Durchbruchs dem Gegner in gleichem Maße strategische Möglichkeiten zu. bieten vermag als der Raum vor dem deutschen Industriegebiet, veranlaßte das deutsche Oberkommando, gerade hier eine besondere Massierung der Verteidigungswaffen vorzunehmen, wobei die kurze Pause, zwischen den letzten Großschlachten nicht unwesentlich dazu beitrug, durch Ausnutzung der Verkehrsmög- lichkeiten an der inneren Linie hier eine weitere Versteifung der Abwehrkraft herbeizuführen.
Es mag dahingestellt sein, ob es für den Einfallsreichtum des alliierten Oberkommandos spricht, durch das sture Festhalten an der Angriffsplanung, bei Aachen einen Durchbruch mit schnellen Erfolgsmöglichkeiten erzwingen zu wollen. Sicherlich läßt sich Eisenhower von dem Gedanken leiten, daß äuch das unentwegte Trommeln auf die normannische Front schließlich doch zu dem Erfolg von Avranches führte. Er übersieht dabei jedoch die gewandelte Situation der deutschen Verteidigung, die als ungleich günstiger beurteilt werden muß, da sie Heine offenen Flanken bietet, sondern sich auf feste Verteidigungsanlagen von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze stützen kann, wobei der Vorteil der inneren Linie eine schnelle .Verlagerung von Truppen zur Bildung von Abwehrschwerpunkten gestattet.
Landverbindüitg Nordchina-Indochina hergesiellt
USA-Flugplätze auf Leyte zerstört
ep. Tokio, 12. Dez. Die von Nanning in die Kwangsi-Provinz nach Westen und von Französisch-Indochina nach Osten vorrückenden japanischen Streitkräfte haben am 10. Dezember in Suilu in Süd-Kwangsi ihren ersten Kontakt hergestellt, meldet das Kaiserliche Hauptquartier. Dieser Erfolg ist, wie amtlicherseits unterstrichen wird, für die auf dem chinesischen Festland operierenden japanischen Streitkräfte von entscheidender Wichtigkeit.
Wie Domei zur Herstellung der Landverbindung zwischen Japan und Französisch- Indochina aus Hanoi -ergänzend meldet, ist damit eins 5 000 km lange strategische Linie, die sich vom Norden Chinas bis nach Fran- zösisch-Indochlna ausdehnt, vollendet.
Zu den Kämpfen auf der Philippineninsel Leyte wird gemeldet: Der USA-Flugplatz San Pablo ist von japanischen Fallschirmjägern besetzt worden. Dies ist der dritte USA-Flugplatz auf Leyte, der den japanischen Fallschirmjägern und Luftlandetruppen ln die Hände fällt. Mit Unterstützung neuer Verstärkungen setzen die japanischen Streitkräfte im Ormoc-Abschnitt der Philippinenfront ihre heftige Gegenoffensive gegen die feindlichen Streitkräfte fort, die seit dem 9 Dezember von Ipil aus entlang der Küste der Ormoc-Bucht nach Nordwesten vorrückten. Die japanische Gegenoffensive wurde von einem Punkt im südlichen Ormoc-Abschnitt begonnen.
Feindbelrug entlarvt
Von unserem Berliner Vertreter
Dr. Walter Schneider
Reichspressechef Dr. Dietrich hat auf einer Arbeitstagung der Union nationaler Joumalistenverbände in den Mittelpunkt seiner Rede die Beweisführung dafür gestellt, daß die gegen Deutschland verbündete Koalition ihre Ziele in entscheidender Weise auf dem Wege des gemeinsamen größten Betrugs der Völker erreichen will. Er hat dieser Tatsache die These gegenübergestellt, daß mit den Methoden der alliierten Betrüger die Menschheit in ein gräßliches Chaos geführt werden würde, in dem alle moralischen Bindungen in Wegfall kämen, daß aber die Erhaltung und Steigerung der abendländischen Kultur nur möglich ist auf dem Boden der Wahrheit und einer neuen zukunftsgestaltenden Idee, wie sie der deutsche Nationalsozialismus der Welt bietet. Es handelt sich hier schon nicht mehr nur um eine These. Seitdem die Anglo-Amerikaner ihren Fuß wieder auf weitere Bereiche des europäischen Bodens gesetzt haben, erbrachten sie dort schon vollgültig den Tatsachenbeweis für die absolute Hohlheit ihrer Weltbeglückungsphrasen, für die abgrundtiefe Heuchelei ihrer programmatischen Verkündungen und für die schauerliche Betrugsabsicht in all ihren Versprechungen und angeblichen demokratischen Zielsetzungen.
Wenn Dr. Dietrich die Frage stellt, was die alliierten Betrüger den Völkern an Stelle der versprochenen Freiheit von Furcht und Not, an Stelle einer neuen Ordnung und sozialen Gerechtigkeit, an Stelle des Friedens und der besseren Zukunft in Nordafrika, Italien, Frankreich, Belgien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland gebracht haben, und wenn er darauf die Antwort gibt, daß in ihrem Gefolge Hungersnot, Terror, Bürgerkrieg und Klassenkampf eingezogen sind, so kann er sich dafür heute schon auf das vielfache Zeugnis aus dem Feindlager selbst berufen. Roosevelt, der in der ersten Rede nach seiner Wiederwahl die Tatsachen des maßlosen Grauens in den eroberten Gebieten nicht zu bestreiten wagte, wollte immerhin noch den jämmerlichen Versuch machen, der vorausgehenden deutschen Besetzung die Schuld an den himmelschreienden Zuständen zu geben. Auch dieser Trick ist von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Selbst in der anglo-amerikanischen Öffentlichkeit lehnt man es angesichts des erdrückenden Beweismaterials für das Gegenteil ah, dem amerikanischen Scharlatan bei diesem plumpen Schwindel zu folgen.
Der Londoner „Economist“ veröffentlicht einen Aufsatz unter der Überschrift „Befreiungsschmerzen“, in dem sich die Zeitschrift mit der Lage in den sogenannten befreiten Ländern befaßt. Da heißt es dann wörtlich: „Unter der deutschen Besatzung hatten Holländer, Belgier, Franzosen und Griechen immerhin stabile Verhältnisse, und die materielle Existenz der großen Masse friedfertiger und unpolitischer Bürger war gesichert. Die Geschäftsleute verdienten weiter Geld und die Bergleute beispielsweise erhielten zusätzliche Schwerarbeiterrationen. All das hat nach der „Befreiung“ mit einem Schlage aufgehört. Heute herrscht Nahrungsmittelnot, es gibt keine Kohlen und die Uberlandverbindungen sind vollständig zerstört,' so daß die wenigen Nahrungsmittel ungleich verteilt werden. Die Säuberungsaktionen bilden einen politischen Unruheherd, so daß wahrscheinlich auf viele Jahre hinaus die politische Atmosphäre vergiftet bleibt. Der Reinigungsprozeß droht sich vot einer tragischen Farce zu einer Art Hexenverfolgung zu entwickeln, zumal die Kommunisten sämtliche Gegner als Faschisten oder Mitglieder der fünften Kolonne bezeichnen. Die alliierten Kommandeure, die als Wächter der Demokratien auftreten sollen, müssen sich eher auf Hiebe als auf Lob gefaßt machen, und es droht überall in den eroberten Ländern eine politische Wendung, an der weder London noch Washington ihre Freude haben könnten.“
Hier sind naturgemäß, weil man auf der Gegenseite zunächst nur die Interessen der eigenen Kriegführung im engeren Sinne im Auge hat, die wesentlichen Dinge noch sehr oberflächlich berührt. Immerhin kann das eine nicht mehr bestritten werden, daß die deutsche Führung die Interessen unserer Kriegführung mit den Gesichtspunkten der Ordnung und des gesicherten Lebens in Europa auch unter den schwierigsten Verhältnissen, vor allem im Hinblick auf die Blockade in Einklang zu bringen wußte. Die haushohe Überlegenheit der organisatorischen Kraft auf unsere^ Seite bedarf danach wirklich keines Beweises mehr. Der Grund dafür ist in der Tatsache zu erblicken, dafl auf der Gegenseite die Kräfte der barbarischen Verneinung und des ausbeutenden Imperialismus die stärksten Triebfedern sind, daß Lug. und Trug und die grenzenlose Unmoral die, Grundlagen des geplanten Ge- bäüdes darstellen, während die Zukunft der Menschheit und insbesondere des euro» päisch-abendländischen Kulturkreises sich, wie Dr. Dietrich ausführte, „nur auf dem