Ausgabe 
(13.12.1944) 328
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

>j£i

iS

ÄS

*>■

‘4

*3

‘S?

RÄ

- ret ®t d>

, ^ i «t-

Erscheint 6mal wöchentlich

Jlpnatsbezug 2,30 RM eloschl. Zustell- biihr; Postbezugspreis monatlich jH bM (einschl. 21 Rpl. Post- jeitungsgebühr) zuzügl. 36 Rpl. Be- jtellgeld- Postscheck: Hamburg 172 72. Anze igenpreise und Aulnahmebedin- pngea laut Preisliste. Aulnahme­termine ohne Verbindlichkeit

BrcmerMtung

Tremor 9latfirid)teti **

Geschäftsste 11 e m

Bremen: Geschäftsstelle und Schrift« leitung: Geeren 6-8, Ruf 2 19 31; Vacht* rul und sonntags 2 4111; Syke* MUhlendamm 2; Bremen-Hemelingen; Bahnhofstr. 6, Ecke Poststraße. Rul 4 34 58; Bremen-Vegesack: Rohrstr. 24, Ruf 4 und 8; Bremen-Blumenthal: Kaplt.-Dallmann-Str. 41-43, Ruf 88 u. 8»

Parteiamtliche Tageszeitung

008 Amtsblatt des Regierenden Bürgermeister, der Freien Hansestadt Bremen Kummer 328 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg Und Bremen

Mittwoch. 13. Dezember 1944

Einzelpreis 15 Rpl.-

■S»

toge.

:, zfl ? s üaa

'hnbi

,ez »*

Deutschlands Programm ist Europas Rettung

Reichspressechef Dr. Dietrich zerreiDi das Lügengewebe der Feindagitaüon — „Wir wissen, dnü Deutschland siegen wird" Schorle Abrechnung

«i De

la8 m 'eit, ; J

- en

bmschrjj. 0s Wie#st, «rd ^ Oewieto riftstücj eines *

:nmg ^ s <*. Bk.

Europa ohne Deutschland ist nicht mög- . I aber auch ohne ein national- 'ojjji i s ti s c h e s Deutschland ist Europa 5 icht m ehr möglich, denn nur aus einer

neuea

Idee kann ein neues Europa geboren

r .''A»ajb

-19. De, 'Wl-SjJ

S N

..

16 , Inf. « dis

-n 1%.

«tat* »g. 2 i.mii

-Deutet IskapeB# b»s, Di* iundfunfe von Lud. äxl-Bütas.

Maimbej, r ganad s Fleisch. ® g MetJ ichwitzss, i beliebig an, kocht iSt mag

. V: Tagt . 10-15 fl, ihrfeld 41 (nincta is. Meid.

0. Ober- 39486. aine m, t, Heizg„ emann 4 . 54. - , irnen, die inen, für - ges. Ai-

f. meine g. Alfred . Nr. 60,

F 2531. d'scbwest ida. M' itstr. lft aiisrüJM

1. 2ffi2i • Fdfir. m. m, Allen-

Fnuiu sei Heu -

werden"" dieses Wort aus der großen Bede des jteichspressechefs Dr. Dietrich, die Auftakt zur internationalen Arbeits- der Union nationaler Journalisten-

ien

tarung

ffdiande bildete, stellt gleichsam das Leit- jjtiv dieser Veranstaltung dar. per Völkerbetrug der Alliierten und dem- itgeaäber das klare Bekenntnis zu einer jenen großen Zukunft der Völker Europas, wird auf dieser Arbeitstagung von zahl- iticben führenden Publizisten des Auslandes -(teils unter dem ganz besonderen Blick- (jnkt des von ihnen vertretenen Landes auf- seigt-

In militärisch wie politisch schicksalhafter junde formen sich aus zahlreichen Vor­igen führender und bekannter Journalistei# dieser Arbeitstagung Gedankengänge und -jesen, die nicht nur das Lügengewebe der lindagitation zerreißen, sondern darüber- ijBUS eine aufrüttelnde und mitreißende jmpferische Zielsetzung der ihrer Aufgabe (wußten Journalisten Europas darstellen. Reichspressechef Dr. Dietrich führte 3 s: Seitdem wir vor drei Jahren 2 mm itenmal zusammenkamen, hat der Krieg, Sr unseren Kontinent durchtobt, ein neues

Gesicht gewonnen. In dieser Zeit hat sich ein fundamentaler Wandel in der Krieg­führung vollzogen. Das ganze entscheidende Merkmal der grundlegenden Wandlung, die sich in diesem Kriege zeigt, liegt nicht in dpm schnell fortschreitenden Aufbau der menschlichen Technik, sondern in dem ra­piden Verfall der menschlichen Moral! Während es bislang einer der unantastbar­sten Grundsätze der Menschlichkeit und eines der heiligsten Gesetze des Völkerrechts war, Kriege nur zwischen Kriegern auszu­tragen und Waffen nur gegen Bewaffnete zu richten, haben England und Amerika -sich jeder Würde der menschlichen Gemeinschaft entäußert, als sie damit begannen, Wehrlose niederzumetzeln, Nichtkämpfer, Frauen und Kinder durch Bomben, und Bordwaffen systematisch in den Tod zu jagen. Sie haben damit an Stelle des Kampfes als Kriegsmittel den Mord gesetzt!

In diesem Kriege ist nicht die Technik ge­mein geworden, sondern der Mensch! Wenn die Engländer und Amerikaner nicht ent­gegen allen Mahnungen und Warnungen des Führers die Gesetze der Kriegsmoral für sich außer Kraft gesetzt und das Völker­recht mit Füßen getreten hätten, dann hätte der Krieg nicht diesfe Formen angenommen, dann würde die Menschheit vor den zukünf­tigen Möglichkeiten der Kriegstechnik nicht, zu zittern brauchen. Die Völker selbst haben ein untrügliches Gefühl dafür, daß in der Kriegführung die Erhaltung letzter morali­scher Biridungen notwendig ist, wenn nicht das Chaos über alle hereinbrechen soll.

Härteste Strafe für Luftterror

iscb. s“ 8 J; gl M M rtiftel» i aut Mf

H 1833. ins- Auge-

(hahofef 1 ;

Ä

m ! die

A“

’Vieö®’ 14 ' “ll: p»«'

99' „ n.

9- W ST

! «£

I gute »"•

9II r „- «,

fffr

Aber wenn schon ‘ im Rechtsstaat jedem firaelnen Bürger das Recht der Notwehr zu­steht, um wieviel mehr steht einem ganzen Volk dann das Recht zu, sich millionen­fachem Mord mit wirksamen Waffen ent- gegemustellen. Wer solche Verbrechen be­geht, wie England und Amerika sie mit ihrem gemeinen Luftterror gegen die Zivil­bevölkerung Europas begehen, darf sich licht wundern, wenn die härteste Strafe fcr ihn hereinbricht.

llliierte Betrüger

Und genau so wie mit ihrer Moral im Bombenkrieg ist es auch um die Moral un­serer Gegner in ihrer politischen Krieg­führung bestellt. Wenn wir das gesamte po­litische Wirkungsfeld unserer Feinde in die­sem Kriege überblicken und ihre Worte mit Aren Taten, ihre Versprechungen mit ihrem Handeln vergleichen, dann erkennt jeder, saß die Politik, die ihre Kriegführung be- rleiten, nichts anderes ist als der Betrug der Völker. Das gilt ebenso für die Plutokratien in Westen, wie für den Bolschewismus im Osten. Sie nennen sich „Alliierte". In der Tat, sie sind alliierte Betrüger.

Das größte Zugstück aber auf dieser wahr­haft grotesken Bühne des politischen Lebens .•! die täglich sich wiederholende Komödie Der Triumph der Moral im Leben der Völker“. Sie inszenieren die Atlantik-Charta sad das Schauspiel von den „vier Frei­heiten“, und während in der Wirklichkeit s’r.on das grauenvolle Drama von Not und Tod, von Aufruhr und Bürgerkrieg, von Hun­ter und Versklavung bei den verführten Völkern abrollt, tönt noch immer das falsche Fathos ihrer schamlosen Phrasen über die 'Veit, gibt es noch immer ein Publikum, das inen lauscht, sich täuschen läßt und ihnen -«fall klatscht.

ftmger statt Brot

Oie alliierten Betrüger versprechen den Litern Freiheit zu bringen; sie wollten die 'hischheit einer besseren Zukunft entgegen- V'rcn. Und Was haben sie in Nordafrika, Ita-' Frankreich, Belgien, Griechenland, Bul- Wien, Rumänien, Serbien, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finnland den Völkern Fracht? Haben sie ihnen Arbeit gegeben "id Brot, Freiheit und Frieden gebracht? Oaben sie sie von der Furcht befreit? Haben ! ' { ihnen eine neue Ordnung und soziale Osrechtigkeit gebracht? Nein! Die nackten Tatsachen sprechen eine andere Sprache! S| 6 haben den Völkern nicht Freiheit, son- ier n Terror gebracht! Sie haben ihnen nicht Trieden, sondern Bürgerkrieg und Klassen- ■ßfopf beschert! Sie haben ihnen nicht Ar- »Mt gegeben, sondern ihren Arbeitsplatz Ihtommen. Sie haben ihnen kein Brot ge- ? ra cht. sondern den Hunger! Sie haben 4nen keine Ordnung gebracht, sondern das vtiaos, keine soziale Gerechtigkeit, sondern [aterdrückung, Rechtlosigkeit und Aus- »tutung!

, In ihrem Gefolge marschieren Sklaverei Elend, Streßt und Umsturz, Parteien- *Mnpf. Korruption und Selbstzerfleischung. f- haben den Völkern neu wieder all die gebracht, der das nationalsozialistische T'ütschland bereits ein Ende gesetzt hatte.

haben das Schicksal der Menschheit keilt, wie sie sagen, zum Guten gewendet, s Völker nicht emporgehoben,- sondern sie ’fter ins tiefste Elend zurückgestoßen! Sie j ä ver, den sozialen und wirtschaftlichen "5 st -ieg einer neuen Ordnung wieder in “jsenhafte ^Erschütterung und weltwirt- /‘äftliches Chaos verwandelt. Sie haben ff- 56 Völker nicht von der Barbarei befreit, J Mern sie den Barbaren ausgeliefert!

In der Welt der harten Tatsachen und der nackten Wirklichkeit erleben wir heute in grauenhafter Weise das Schauspiel von der Entlarvung der „Demokratie“. Sie haben den Völkern Garantien gegeben und nicht eine davon gehalten! Den Polen haben sie die Grenzen ihres Landes garantiert und ihnen jede Hilfe ’zu&esichert. Diese Garantie, die sie feierlich vor der Welt verkündeten, diente ihnen als Anlaß, den neuen Weltkrieg zu entfesseln. Und was ist von dieser Garantie, die ihnen angeblich so heilig war, daß sie um ihretwillen, das Schicksal der Menschheit ins Spiel werfen, übriggeblieben? Weniger als ein Fetzen Papier! Sie haben nicht ein­mal daran gedacht, ihr Wort zu halten, sie haben den Polen keine Hilfe gegeben, son­dern sie sind harmlos genug, die Polen heute sogar zwingen zu wollen, sieh selbst dem Bolschewismus auszuliefern: das ist ihre Moral! Das sind die sittlichen Grundlagen angelsächsischer Völkerbeglückung!

Die Methode der Lüge in moralischer Ver­brämung war schon immer das innerste We­sen der politischen Kriegführung der Angel­sachsen. England hat diese Methode zur Grundlage eines politischen Handels ge­macht. Es gibt kaum einen englischen Philo­sophen, Schriftsteller oder Dichter, der diese widerwärtige Verquickung von Religion und Moral mit den ,brutalen Absichten selbst­süchtiger Interessen und nackter Macht­politik nicht erkannt und angeprangert hatte.

Der gleiche Betrug, wenn auch mit an­deren Mitteln und anderen Methoden, ist das Kennzeichen der bolschewistischen Machtpolitik, Das Ziel des Bolschewismus ist die Aufrichtung einer Weltunion von Sowjet­staaten. Keine noch so geschickte Tarnung, keine raffinierte Theatralik, kein demokra­tisches Mäntelchen können darüber hinweg­täuschen. Der Ablauf des Bolschewisierungs- prozesses bei den einzelnen Völkern geht nach einem bestimmten Schema vor sich, das eine immer gleichbleibende Technik des politischen Verfahrens erkennen läßt.

Raffiniertes Moskauer Aushöhlungssysiem

Die erste Etappe dieses Planes, der die An­wendung aller Mittel der Täuschung und Lähmung des Gegners^ der Zersetzung, der Lüge und des Betruges, der rücksichtslosesten Gewaltanwendung und des Massenterrors umfaßt, ist gekennzeichnet durch den Ab­schluß eines „Freundschafts- und Nicht- Angriffs-Paktes“ mit dem zur Bolschewisie- rung ausersehenen Volk. Sie ist begleitet von der Gründung von „Vereinigungen zur Pffege der Freundschaft mit der Sowjetunion“. Es folgen die Zersetzung der demokratischen und marxistischen Parteien zugunsten der kommunistischen Organisationen, die Unter­stützung aller klassenkämpferischen Parolert, die Finanzierung von Streiks usw. Wenn nun der betroffene Staat gegen diese bolschewi­stischen Wühlereien im Innern vorgeht, er­klärt Moskau, daß eine reaktionäre Regierung die guten Beziehungen zur Sowjetunion ge­fährde und dann die Sicherheit der Sowjet­union bedroht sei. Nach dem auf diese Weise erzwungenen Rücktritt der nationalen- Regie­rung rasch wechselnde, immer weiter nach links abgleitende Kabinette, schließlich Über­nahme der Macht durch die einheimischen Bolschewisten mit anschließender Ausliefe­rung des Landes an die Sowjetunion. Wenn der innerpolitische Putschweg nicht zum Ziele führt, vollendet die Rote Armee, was die Agenten- Moskaus begonnen, durch be­waffneten Überfall der Sowjets auf das schon fast wehrlos gemachte Land. Anschließend Scheinwahlen unter schwerstem Terror und gleichfalls Anschluß des Landes an die Sowjetunion. ,

Dieser Weg wurde bei allen zur Bolsche- wisierung ausersehenen Völkern bisher an­gewandt. Mit dieser Taktik operierte die Sowjetunion gegen zahlreiche Staaten erfolg­reich. So gegen die baltischen Staaten, Finn­land, Rumänien und Bulgarien. So hat sie versucht, gegen zahlreiche andere vorzugehen, und so wird sie mit Sicherheit alle Nationen aushöhlen und zugrunde richten, die dieses

raffinierte System des Betruges und der Täuschung nicht durchschauen und sich da­gegen ^wappnen. x -

Gemeiner Völkerbetrug

Zahllos sind die Opfer dieser politischen Selbstmord-Epidemie, und es ist nahezu un­begreiflich, daß es immer noch Nationen gibt, die Moskaus wahres Gesicht nicht er­kennen. Man sollte annehmen, daß, wenn sie schon die bolschewistischen Taten nicht glauben, sie sich von den bolschewistischen Worten überzeugen' lassen, die nicht für die Außenwelt, sondern nur für den Gebrauch im eigenen Haus bestimmt waren. v .

Kaganowitsch sagte in einer Rede vor den Mitgliedern "des Politbüros im Zentral­komitee der Partei und des Exekutivkomi­tees der Dritten Internationale: „Genossen, glaubt doch nicht, daß wir Papierfetzen, Abmachungen, Verträgen oder Verpflich­tungen irgendwelche Bedeutung zuerkennen. Es handelt sich einerseits darum, die Ver­suche zu solidarischem Handeln auf der Gegenseite in ihrer Basis zu untergraben, andererseits die Gegenplätze zu belegen und Konflikte zu provozieren.“

Diese Konflikte provozieren sie immer und überall, ob in Rom oder Paris, Bukarest oder Sofia, in Brüssel oder Athen — bis der Brand des bolschewistischen Aufruhrs ganz Europa umzüngelt. Und sie werden diese Konflikte stets provozieren Und dieser Brand wird nicht Halt machen vor denen, die auch heute noch die Augen schließen vor dieser tödlichen Gefahr und statt ihr ent­gegenzutreten, diejenigen begeifern, die be­rufen sind, die Menschheit von ihr zu be­freien.

Wenn die gewaltigen Erschütterungen auf sozialen Entwicklungen unserer Epoche ab­geschlossen sein werden und später die Ge­schichte diesen Weltkampf »des 20. Jahr-

(Fortsetzung auf der nächsten Seite)

Eisenhowers Festhallen am Materialkrieg

Stures Festhalten an der Durchbruchsptanung östlich Aachen — V erstarkte deutsche Abwehrkraft

Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

bm. Berlin, 12. Dez. Das alliierte Ober­kommando führt die vierte Großschlacht bei Aachen auf einer Frontbreite von fünfzehn Kilometer, um in einem neuerlichen Material­ansturm auf begrenztem Raum jenen Zielen zuzustreben, die als lockende Ziele der ersten drei Großschlachten gelten mußten.

Als erste Etappe dieser neuen Offensive steht der Führung des Gegners der Rur- Abschnitt beiderseits Düren vor Augen, nach­dem der Flüßlauf in den Kämpfen der ersten Schlachten in dem Raum nordwestlich Düren über Jülich und Linnich bis zu seiner Mün­dung hei Roermond in die Maas als Front­linie erreicht wurde. Von Düren aus plant Eisenhower zweifellos den direkten Vorstoß auf Köln. In erbitterten Kämpfen konnte die deutsche Abwehr bisher 1 diese Planung des alliierten Oberkommandos zum Scheitern bringen. Der von den Nordamerikanem er­rungene Geländegewinn im Ansturm auf die Rur-Linie bei Düren beträgt etwa drei bis vier Kilometer, jedoch wurde dadurch der Fluß noch nicht erreicht, ganz zu schweigen von einem Durchbruch in Richtung Köln.

Die Angriffswucht der Nordamerikaner hat am zweiten Tag der Offensive bereits ein wenig nachgelassen; doch sind die Kämpfe, insbesondere an den Einbruchsstellen, noch mit großer Heftigkeit in vollem Gange. Ge­neral H o d g e s als Befehlshaber der 1. USA- Armee hat hier drei Panzer- und vier Infan­teriedivisionen angesetzt, die trotz stärkerer Schnee- und Regenfälle ihre Materialüber­legenheit auszuspielen vermögen. Bewegungen an den beiden Flügeln der Angriffsfront lassen vermuten, daß in Kürze auch die an­scheinend im Augenblick noch nicht völlig wieder aufgefüllte 9. USA-Armee und die 2. britische Armee aktiv zu werden beabsich­tigen, um im weiteren Stadium der Schlacht die Kampftätigkeit auch auf die Abschnitte südlich Huertgen und nördlich von Geilen­kirchen auszudehnen.

Diese jüngste Entwicklung der anglo-ame- rikanischen Winteroffensive gegen die deut­sche Verteidigungszone West verdeutlicht das starre Festhalten des nordamerikanischen Generalissimus Eisenhower an der ursprüng­lichen Angriffsplanung, die den Raum bei Aachen als den zweckmäßigsten Ansatzpunkt zu starken Durchbruchsangriffen ansah. E$

mochte vielleicht in den Tagen der Atem­

pause zwischen der dritten und vierten Groß­schlacht in diesem Gebiet zwischen Geilen­kirchen und dem Wald von Huertgen.den Anschein haben, als sei das strategische Schwergewicht in weiter südlich gelegene Frontabschnitte, vor allem an die Saarlinie und bedingt auch in den elsässischen Raum verlagert worden. Der neuerliche Ansturm östlich von Aachen zeigt jedoch bereits durch seine publizistische Behandlung in der anglo- amerikanischen Presse, daß die weitreichen­den Durchbruchsabsichten mit der Hoffnung auf eine schnelle Kriegsentscheidung gerade auf diesem,, Raum gerichtet sind. Hier lockt die große Ebene, die nach einem Durch­bruch der festen deutschen Linien die volle Entfaltung beweglicher Flanken mit den mo­dernen motorisierten Waffen besonders be­günstigen würde. Hier lockt der. Rhein mit seinen wichtigen Städten Köln, Düsseldorf und .Duisburg. Hier lockt das unmittelbar hinter dem Rhein gelegene Industriegebiet der Ruhr mit seiner Massierung von Zechen, Hütten, Industrie- und Verkehrsanlagen, und nicht zuletzt lockt hier die Möglichkeit zu einem tiefen Vorstoß in die norddeutsche Tiefebene, durch den der äußerste rechte Flügel der deutschen Abwehrfront, der im Stromsystem des Rheins und der Maas nahezu unüberwindliche Positionen vertei­digt, umklammert werden könnte.

Die Tatsache, daß kaum ein anderer Ab­

schnitt der Westfront nach Erringung eines Durchbruchs dem Gegner in gleichem Maße strategische Möglichkeiten zu. bieten vermag als der Raum vor dem deutschen Industrie­gebiet, veranlaßte das deutsche Oberkom­mando, gerade hier eine besondere Massie­rung der Verteidigungswaffen vorzunehmen, wobei die kurze Pause, zwischen den letzten Großschlachten nicht unwesentlich dazu bei­trug, durch Ausnutzung der Verkehrsmög- lichkeiten an der inneren Linie hier eine weitere Versteifung der Abwehrkraft herbei­zuführen.

Es mag dahingestellt sein, ob es für den Einfallsreichtum des alliierten Oberkomman­dos spricht, durch das sture Festhalten an der Angriffsplanung, bei Aachen einen Durchbruch mit schnellen Erfolgsmöglich­keiten erzwingen zu wollen. Sicherlich läßt sich Eisenhower von dem Gedanken leiten, daß äuch das unentwegte Trommeln auf die normannische Front schließlich doch zu dem Erfolg von Avranches führte. Er übersieht dabei jedoch die gewandelte Situation der deutschen Verteidigung, die als ungleich günstiger beurteilt werden muß, da sie Heine offenen Flanken bietet, sondern sich auf feste Verteidigungsanlagen von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze stützen kann, wobei der Vorteil der inneren Linie eine schnelle .Verlagerung von Truppen zur Bildung von Abwehrschwerpunkten gestattet.

Landverbindüitg Nordchina-Indochina hergesiellt

USA-Flugplätze auf Leyte zerstört

ep. Tokio, 12. Dez. Die von Nanning in die Kwangsi-Provinz nach Westen und von Französisch-Indochina nach Osten vor­rückenden japanischen Streitkräfte haben am 10. Dezember in Suilu in Süd-Kwangsi ihren ersten Kontakt hergestellt, meldet das Kaiserliche Hauptquartier. Dieser Erfolg ist, wie amtlicherseits unterstrichen wird, für die auf dem chinesischen Festland operierenden japanischen Streitkräfte von entscheidender Wichtigkeit.

Wie Domei zur Herstellung der Landver­bindung zwischen Japan und Französisch- Indochina aus Hanoi -ergänzend meldet, ist damit eins 5 000 km lange strategische Linie, die sich vom Norden Chinas bis nach Fran- zösisch-Indochlna ausdehnt, vollendet.

Zu den Kämpfen auf der Philippineninsel Leyte wird gemeldet: Der USA-Flugplatz San Pablo ist von japanischen Fallschirm­jägern besetzt worden. Dies ist der dritte USA-Flugplatz auf Leyte, der den japani­schen Fallschirmjägern und Luftlandetrup­pen ln die Hände fällt. Mit Unterstützung neuer Verstärkungen setzen die japanischen Streitkräfte im Ormoc-Abschnitt der Philip­pinenfront ihre heftige Gegenoffensive gegen die feindlichen Streitkräfte fort, die seit dem 9 Dezember von Ipil aus entlang der Küste der Ormoc-Bucht nach Nordwesten vorrück­ten. Die japanische Gegenoffensive wurde von einem Punkt im südlichen Ormoc-Ab­schnitt begonnen.

Feindbelrug entlarvt

Von unserem Berliner Vertreter

Dr. Walter Schneider

Reichspressechef Dr. Dietrich hat auf einer Arbeitstagung der Union nationaler Joumalistenverbände in den Mittelpunkt seiner Rede die Beweisführung dafür ge­stellt, daß die gegen Deutschland verbündete Koalition ihre Ziele in entscheidender Weise auf dem Wege des gemeinsamen größten Be­trugs der Völker erreichen will. Er hat die­ser Tatsache die These gegenübergestellt, daß mit den Methoden der alliierten Betrü­ger die Menschheit in ein gräßliches Chaos geführt werden würde, in dem alle morali­schen Bindungen in Wegfall kämen, daß aber die Erhaltung und Steigerung der abendländischen Kultur nur möglich ist auf dem Boden der Wahrheit und einer neuen zukunftsgestaltenden Idee, wie sie der deutsche Nationalsozialismus der Welt bietet. Es handelt sich hier schon nicht mehr nur um eine These. Seitdem die Anglo-Ameri­kaner ihren Fuß wieder auf weitere Bereiche des europäischen Bodens gesetzt haben, er­brachten sie dort schon vollgültig den Tat­sachenbeweis für die absolute Hohlheit ihrer Weltbeglückungsphrasen, für die abgrund­tiefe Heuchelei ihrer programmatischen Ver­kündungen und für die schauerliche Be­trugsabsicht in all ihren Versprechungen und angeblichen demokratischen Ziel­setzungen.

Wenn Dr. Dietrich die Frage stellt, was die alliierten Betrüger den Völkern an Stelle der versprochenen Freiheit von Furcht und Not, an Stelle einer neuen Ordnung und sozialen Gerechtigkeit, an Stelle des Frie­dens und der besseren Zukunft in Nord­afrika, Italien, Frankreich, Belgien, Grie­chenland, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Finn­land gebracht haben, und wenn er darauf die Antwort gibt, daß in ihrem Gefolge Hungersnot, Terror, Bürgerkrieg und Klas­senkampf eingezogen sind, so kann er sich dafür heute schon auf das vielfache Zeug­nis aus dem Feindlager selbst berufen. Roosevelt, der in der ersten Rede nach sei­ner Wiederwahl die Tatsachen des maßlosen Grauens in den eroberten Gebieten nicht zu bestreiten wagte, wollte immerhin noch den jämmerlichen Versuch machen, der vor­ausgehenden deutschen Besetzung die Schuld an den himmelschreienden Zuständen zu geben. Auch dieser Trick ist von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen. Selbst in der anglo-amerikanischen Öffentlichkeit lehnt man es angesichts des erdrückenden Beweismaterials für das Gegenteil ah, dem amerikanischen Scharlatan bei diesem plum­pen Schwindel zu folgen.

Der Londoner „Economist“ veröffentlicht einen Aufsatz unter der Überschrift „Befrei­ungsschmerzen“, in dem sich die Zeitschrift mit der Lage in den sogenannten befreiten Ländern befaßt. Da heißt es dann wörtlich: „Unter der deutschen Besatzung hatten Hol­länder, Belgier, Franzosen und Griechen immerhin stabile Verhältnisse, und die ma­terielle Existenz der großen Masse fried­fertiger und unpolitischer Bürger war ge­sichert. Die Geschäftsleute verdienten weiter Geld und die Bergleute beispielsweise er­hielten zusätzliche Schwerarbeiterrationen. All das hat nach der „Befreiung“ mit einem Schlage aufgehört. Heute herrscht Nahrungs­mittelnot, es gibt keine Kohlen und die Uber­landverbindungen sind vollständig zerstört,' so daß die wenigen Nahrungsmittel ungleich verteilt werden. Die Säuberungsaktionen bil­den einen politischen Unruheherd, so daß wahrscheinlich auf viele Jahre hinaus die politische Atmosphäre vergiftet bleibt. Der Reinigungsprozeß droht sich vot einer tra­gischen Farce zu einer Art Hexenverfolgung zu entwickeln, zumal die Kommunisten sämt­liche Gegner als Faschisten oder Mitglieder der fünften Kolonne bezeichnen. Die alliier­ten Kommandeure, die als Wächter der De­mokratien auftreten sollen, müssen sich eher auf Hiebe als auf Lob gefaßt machen, und es droht überall in den eroberten Ländern eine politische Wendung, an der weder Lon­don noch Washington ihre Freude haben könnten.“

Hier sind naturgemäß, weil man auf der Gegenseite zunächst nur die Interessen der eigenen Kriegführung im engeren Sinne im Auge hat, die wesentlichen Dinge noch sehr oberflächlich berührt. Immerhin kann das eine nicht mehr bestritten werden, daß die deutsche Führung die Interessen unserer Kriegführung mit den Gesichtspunkten der Ordnung und des gesicherten Lebens in Eu­ropa auch unter den schwierigsten Verhält­nissen, vor allem im Hinblick auf die Blockade in Einklang zu bringen wußte. Die haushohe Überlegenheit der organisatori­schen Kraft auf unsere^ Seite bedarf danach wirklich keines Beweises mehr. Der Grund dafür ist in der Tatsache zu erblicken, dafl auf der Gegenseite die Kräfte der barbari­schen Verneinung und des ausbeutenden Imperialismus die stärksten Triebfedern sind, daß Lug. und Trug und die grenzenlose Unmoral die, Grundlagen des geplanten Ge- bäüdes darstellen, während die Zukunft der Menschheit und insbesondere des euro» päisch-abendländischen Kulturkreises sich, wie Dr. Dietrich ausführte, „nur auf dem