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mrden immer per,änlicher, „nd i,i chlken Urlaub trafen sie N >. Er übergab Brigitte ein W, - oder vielmehr klein-m« e. Zweifelnd öffnete sie es.
ks58ke sie. ...Darin kann d«i m lein!" ^
Bekannter", gestand er. „ha, j,i. w leider aufgelöst. Darum hat, it i Ematz gesucht." n Liliputkästchen fiel - ei» L„ >g.
ll bezweifeln, daß Brigitte d« benswert fand wie den umsitz, erggnschirm?
lng des Rätsels aus Nr. SA ht. 2. Ohlau, 3. Nitrat, t. Agil.
6. Eiland. 7. Leite, 8. Mh ll>. Teltow.
on Adel ist, wer edel tut
—o»——————
Nr. Z54 / 1Z. Jahrgang
üev Nationalsozialisten. Bremens
kmiliches NerKünDungsblatt Des Ncichsstatlhalters in Oldenburg und Vremen
Donnerstag, 2Z. Dezember 1S4Z
sfeue jsosmsclie Lrtolge sssssn 6 slett 2 üge
l,. g. zwei Kreuzer, über acht Transporter bei Kap Merkus versenkt
Tokio, 22. Dezember. Das kaiserliche Haupt- guartier gab am Mittwochnachmittag neue Erfolge der japanischen Marine-Luftstreit- lriifle gegen feindliche Eeleitzüge bei Kap Merkus bekannt. Der amtliche Bericht lautet: Die japanischen Marineluftstreitkräste die feindliche Eeleitzüge bei Kap Merkus zweimal am Morgen und am Nachmittag des A. Dezember angriffen, erzielten nachstehende Erfolge: Berienkt wurden zwei grohe Transporter. vier oder fünf Spezial-'oder mittelgroße Transporter, zwei Kreuzer und ein Landungsboot, ein Zerstörer wurde in Brand geworfen und schwer beschädigt. Ferner find «ine große Anzahl kleiner Fahrzeuge be- schädigt worden. Bei dem Angriff wurden nachstehende Erfolge erzielt: Zwei Spezial- iiansporter. zwei Motor-Torpedoboote und etwa 30 Landungsfahrzeuge wurden versenkt. Ein Zerstörer, der in Brand geworfen würd« «in U-Boot-Iäger. ein Transporter und eine große Anzahl Landungsfahrzeuge wurden beschädigt. Mehr als vier feindliche Flugzeuge find abgeschossen worden.
Zehn japanische Flugzeuge gingen bei diesen beiden Angriffen verloren, die sich enlweder freiwillig in die feindlichen Ziele stillsten oder nicht zurückkehrten.
Alle feindlichen Transporter und Lan- tmigsfahrzeuge wurden vor ihrer Landung angegriffen und waren schwer mit Truppen and Kriegsgerät beladen.
Isisv/s unä silskin eins Vsrming
Schanghai, 22. Dezember. Die Nord- amerikaner haben auf Tarawa und Makin nicht aur den Kampfgeist kennengelernt, der die japanische Wehrmacht beseelt, sondern auch an der nur einige taufend Mann starken Besatzung erfahren, wie stark der Eroß- ostasien schützend umgebende Verteidigungswall ist. Sie wissen jetzt, wie groß die Opfer iein werden, wenn sie versuchen sollte.n diesen Wall zu durchbrechen, erklärte der Sprecher der japanischen Marine, des Heldentodes der auf den beiden Eilbert-Inseln bis zum letzten Mann gefallenen Japaner gedenkend. Der Sprecher betonte ferner, daß die Bedeutung des Kampfes auf Tarawa, und Makiu nicht nnr in den großen dem Feinde zugefügten Berlusten zu suchen sei. sondern auch in seiner psychologischen Rückwirkung auf Japan sklbft und seine Wehrmacht. Durch diesen bsldenhaften.Kampf sei sie angefeuert, ihr äußerstes zur Erringung des Endsieges aufzubieten.
8eck8 Lckitks mit geraubten »slisnislHen Hinsein suegelsuten
Rom, 22. Dezember. Mit tiefer Trauer berichtet der römische Rundfunk von der jetzt znr Wirklichkeit gewordenen Verschleppung der siiditalienischen Kinder nach der Sowjetunion. In den letzten beiden Tagen seien sechs Schisse mit sizilianischen Kindern aus dem Hafen von Syrakus mit Bestimmung nach einem sowjetischen Hasen ausgelausen. Weitere Transporte seien nach zuverlässigen Berichten in Vorbereitung.
Vvgsn rsiliäbegüaatiguag bingsricdtst
Berlin, 22. Dezember. Der Dentist Wilhelm Weber aus Hannover, den der Volksgerichtshof wegen Feindbegünstigung zum !°de verurteilt hat. ist hingerichtet worden. Weber hatte einer ihm bis dahin unbekannten Patientin gegenüber, deren anständrge und zuversichtliche Einstellung er erkannt hatte, den Versuch gemacht, sie in threr Hat- tung durch He^reden und bewußte Ouaen zu «schüttern. Auch gegenüber anderen Patren- ien hatte er zerseßenöe und böswillige ^ie- densrrten gebraucht.
Lkurcdill gratuliert äem ^loräverein
^6/nc/clgktat/on Z/cb c/s/' ^/stboc/s c/sr
bs/ c/sn au/ Aemsn unc/ am
Drabtberlcht unserer Berliner SKriftleitnng
Ur, «v. sek. Berlin, 22. Dezember. Der Fieberzustand hat Churchill nicht daran gehindert, dem Chef der britischen Terrorbomber, Harns, seine Glückwünsche zu der ..Reihe großer Schlachten über Bert,» und Leipzig lowie anderen Angriffen" auszusprechen. Das waren Glückwünsche zum Massenmord, wlp er Churchill nach seinen Memoiren bereits am Cnds des ersten Weltkrieges als erstrebenswertes Ziel vorschwebte. Der amerikanische Lustgangster Williams, der bei Bremen abgeschossen wurde und die Bezeichnung „Murder Jncorporated" („Mordverein") als Firmenschild auf seiner Fliegerkombination trug, paßt zu diesem Glückwunsch Churchills.
Man könnte' über diese Symptome und Ausbrüche der Barbarei mit der Auffassung hinweggehen, daß es sich heute für die ganze Weltöffentlichkeit sozusagen. um gerichtsnotorische Tatsachen handelt, aber es gibt triftige Gründe dafür, daß jede neue Aeußerung des brutalen Mordwillens aus der Ge
genseite sofort wieder festgenagelt wird. Nach den letzten Terrorangristen auf Bremen und Frankfurt a. M. sprach das englische Reuterbüro wiederum in echter Eangstermanier von „Wohnblockknackern". Daß es sich um solche handelt, das wissen die Tausende von Obdachlosen am besten, die in diesen Tagen den Untaten des amerikanischen und englischen „Mordvereins" zum Opfer gefallen sind.
Der USA.-Journalist Walter Millis will die Terrorangrisfe damit verteidigen, daß durch sie das Leben der eigenen Väter und Brüder erhalten werden könne, und so schreibt er, „deshalb darf es kein feiges Mit-, leid mit dem Wehklagen aus Berlin geben".
Au oft ist gerade auf der Gegenseite die militärische Sinnlosigkeit der reinen Terror- angriffe festgestellt worden, als daß man darüber-noch zu debattieren brauchte. Noch in der letzten Nummer der „Jlluftrated London News" klagt der englische Militärkriti- ker Cyrill Falls darüber, daß die englisch- amerikanischen Luftbombardements in' Jta-
ksssssllmorä-LktiellgeseUsckisll
l)sp , ^lurc/sr /nc " c/sr oms,,1tor>iLc1isr> lAntsrvvs/t sntnommsri
, Vigo, 22. Dezember. Im neutralen Ausland findet die Veröffentlichung über die Gefangennahme amerikanischer Eangsterpiloten bei Bremen, die auf ihren Uniformen über dem amerikanischen Hoheitszeichen die Anschrift^ „Murder Ine." (,.Mordverein'") trugen, stärkste Beachtung. Man weist darauf hin, daß während des Krieges in Brooklyn eine aus Juden undmnderem Eangstergesindel bestehende Mörderbande entdeckt wurde, die, um Versicherungssummen einstreichen zu können. Morde buchstäblich am laufenden Band beging. 2m Verlauf her Untersuchung stellte ich Heraus, tmk ^ie Bande in allen südöst- Ikchen Großstädten der regelrechte Filialen unterhielt, um überall das Mordgeschäft im Großen betreiben zu können. Es wurden ihr über hundert Morde nachgewiesen.
Das Wesentlichste dabei ist, daß sich diese Bande selbst „Murder Jncorporated" nannte und damit der amerikanischen Judenprcsse ein neues Eangsterschlagwort lieferte. Seitdem
spricht man, wenn Massenmorde festgestellt wurden, von einer neuen „Murder Jncörpora- ted" — einer neuen Mord-Aktiengesellschaft. In gewissenloser Weise drehten dann die jüdischen Filmgesellschaften einen Eroßfilni: „Murder Jncorpotatöd", um derartige Massenmörder zu verherrlichen. Auch erschienen Detektiv- und Zeitungsromane unter diesem Titel. In kurzer Zeit war so „Murder Jncorporated" zu einem Schlagwort für alle Massenmörder geworden.
Wenn heute amerikanische Piloten, ja die Maschinen einer ganzen amerikanischen Staf- .^-Lieje.BezeiHnung trafen,, so Ht das.ein
tärischen Stellen irr Washington von dem Gedanken leiten lassen, den Mord im Großen gegen die deutsche Zivilbevölkerung zu betreiben. Diese Kreise scheinen sich noch etwas daraus zugute zu' halten, daß sie gewissermaßen das Erbe der „Murder Jncorporated", der jüdischen Gangster in Brooklyn, angetreten haben.
lien meist ganz sinnlos, ja für die eigenen Zwecke schädlich gewesen seien und nur in Wut und Verzweiflung durchgeführt würden. Den Geist, von dem die britischen und amerikanischen Bomberbesatzungen heute, erfüllt sind. charakterisiert Cyrill Falls offenbar mit Anzeichen des aufsteigenden eigenen Entsetzens folgendermaßen: „Der Geist der Zerstörung liegt in der Luft und übt seinen Einfluß' auf unsere Geistesverfassung aus."
Cyrill Falls gibt zu. daß die britisch-ame- rlkaniichen Bombardierungsmethoden oft die eigenen militärischen Absichten stärker ge- ichädigt als den Gegner getroffen hätten. Man habe Dörfer oder kleine Städte in der Absicht „umgelegt", um deutsche Verbände zu blockieren, obwohl es sich oft bloß um deutsche Nachhuten gehandelt habe während faktisch auf diese Weise der Vormarsch der ganzen englischen Armee behindert worden sei. Also lediglich eine wilde Zerstörungswut und Mordlust ohne militärischen Sinn toben nach dem Urteil einös englischen Militarkritikers die Besatzungen der feindlichen Bomberverbände aus.
.Selbst auf die Gefahr hin, daß sie die eigenen Erdtruvpen in ikren Beweanngen stören, werfen diese Ganasters ihre Bomben auf Wobn- und Kulturstätten ab. Cyrill ysalls erwähnt Pbotos von den anaerichteten Verwüstungen bei Kunst- und Altertumsichätzen in Italien und spricht in diesem Zu- mmmenhang von „einer der grimmiasten Leistungen im Sinne des modernen Krieges". Werden sich diese Leute, die die Straf« der Geschichte so zynisch herausgefordert hoben, wundern, und werden sie klagen dürfen. wenn sich nach dieser Richtung einmal eine noch „grimmigere Leistung" auswirken sollte?
3lsvsn nickt überrascht
^.T-ki-, . 22 . . Dezember.. Dj.^
„Murder Jacorporation" beigelegt haben, findet man in den offiziellen Kreisen des japanischen Jnformationsamtes nicht verwunderlich. Die dadurch zum Ausdruck gebrachte Auffassung über die Kriegführung liege auf der gleichen Stufe, wie die kllrz- liche Versenkung des javanischen Lazarettschiffes „Buenos Aires Maru".
üöttige LdvsdrkSwpks iin Osten äsusrn sn
5otv/st 6c>to///on aus c/sr Krim vernicklet - Weiterer c/sutrcksr Vorstoö bei Kirozvogroc/ - krorit/ücks ksi /?st5ckirc> c/urck eigenen Hngri/i gsLck/oL5sn. — f-sinc/angrii/s bei Witsbrlc unci k/svvs/ abgewiesen
AusdemFührer Hauptquartier,
22. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Nordfront der Krim wurde ein angreifendes Sowjetbataillon eingeschlossen und vernichtet. Gegen den Brückenkopf von Niko- pol und die Front südwestlich Dnjepro- petrowsk blieben erneute heftige Angriffe des Feindes ohne Erfolg.
Südöstlich Kirowoqrad stießen »n,crc Truppen weiter vor. Bom ö. bis 21. Dezember wurden allein im Bereich eines hier angreifenden Armeekorps 13lll> Gefangene eingebracht, 271 Panzer und 3«« Geschütze aller Art sowie zahlreiche andere Waffen erbeutet oder vernichtet. '
Im Raum nordöstlich Shitomir wehrten unsere Truppen starke feindliche Gegenangriffe ab und zerstörten 37 Sowjetpanzer.
Nordwestlich Petschiza führte ein eigener Angriff in schwierigem Gelände nach Ueberwindung zähen Widerstandes der Sowjets zur Schließung einer Frontliicke. Die Masse einer feindlichen Earde-Schützen-Division wurde dabei zerschlagen. Zahlreiche Gefangene und umfangreiche Beute wurden eingebracht.
Im Raqm nördlich und östlich Witebsk wiederholte Durchbruchsversnche des Feindes in schweren wechselvollcn Kämpfen. Oert- liche Einbrüche wurden bereinigt oder abgeriegelt. An einigen Einbrnchsstellen wird noch gekämpft. Die Sowjets verloren an diesem Abschnitt zwanzig Panzer. Auch nordwestlich Newel wurden heftige Angriffe des Feindes abgewiesen.
Aus dem Hohen Norden wird lebhafte beiderseitige Stoßtrupptätigkeit gemeldet.
Aufklärungsvorstöße der Bolschewisten scheiterten unter hohen Verlusten für den Feind.
In SUditalien flauten die feindlichen Angriffe an der Adriatischcn Küste wieder ab. Schwächere Vorstöße im Abschnitt von Ortona wurden abgewiesen. An der übrigen Front verlief der Tag bis auf erfolglos« feindliche Stoßtrupptätigkeit ruhig. Im Seegebiet von Sizilien beschädigten deutsche Kampfflugzeuge zwei feindliche Handelsschiffe mittlerer Größe durch Bombentresser schwer.
Einzelne feindliche Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben in West- deutschland.
Deutsche Flugzeuge führten in der Nacht zum 22. Dezember Störangrisfe gegen Süd- ostengland durch.
Lllgisnäs kurcdt vor äer geLcklcktljedsn Ltrsko
. , . , Ois Wsitvs,t)6LLS,6," am ^c-ngsr - Was 5ri9ic,li6 sckon vsk/orsn Kot - Otopisn krscksn rusommsn
Trahttzericht unserer Berliner Schriftleitnng
.ör.n-.sel,. Berlin, 22. Dezember. Wenn »>lht die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit an den Stellen- gefesselt wär^ wo in d'-eiem gigantischen Ringen der Voller die "tiliiärischen Entscheidungen zu erwarten 'so müßte dauernd ein Aufschrei der ^mvörung durch die Welt gellen angeiichts «eisen, was die Briten an unmsnichuchen -verzechen an dem 1 W-Millionen-Volk der -Lw- d°r auf ihr Schuldkonto geladen haben. LNe «Wiche Regierung hat natürlich das stark,te Interesse daran, diese entsetzlichen Dinge zu ^azatellisieren. denn in diesem Kriege tritt >- England wieder mit der Heuchler,,chen Häuptling auf. daß es für men,chheits- ««Mckende Ideale kämpfe.
Bor einigen Tagen bemühte sichrer eng- itiche Jndienminister Amery. die Wallachen Indien durch Zahlenangaben aus den H°ps zu stellen, die in keiner Weise der Muenhaiten Wirklichkeit entsprechen Er Wate eine Zahl von noch nicht Itlinmu "dssopfern und behauptete, daß sie nahezu, Denn auch vielleicht noch nicht restlos er- Köpfend, die Gesamtheit der Öpier umsasse. ?l.e auf Hunger und Cholera zurückzufahren !«en. Die Frechheit dieser Lüge wird letzt ^anungslos an den Pranger gestellt durch «M Bericht, den der Sekretär des Unter- Wungsausschusses der Moslemliga in Ben- Mrn der in dieser Woche in Karatschi statt-
'Mndea Sitzung der Allindischen Moslem- «g» vorgelegt hat. Die Moslemliga ist
durchaus nicht englandfemdlich eingestellt Die britische Politik des Teilens und Herrschens in Indien hat sich bisher immer wieder der Moslemliga als eines brauchbaren Instrumentes bedienen können.
Nach dem in Karatschi vorgelegten Bericht sind allein in dem ostbengalüchen Distrikt Noakhali bereits 2ö0«M Menschen gestorben während weitere 200 000 zwischen Leben und Tod schweben. 2n i^der der Städte Muna- higanj, Miphamari und Kandi werden o0 000 Todesfälle auf diese Ursachen innerhalb der letzten wenigen Monate zurückgeführt. Von Bengalen wird gesagt, daß es »»r dem physischen und moralischen Zummmenbruch stehe, und der Bericht des Liga, ekretars bezeichnet sich darum selbst a,s einen „Appell zur Rettung Bengalens". Für die. d", ersten De- zemberwochen sind allein für Kalkutta nacheinander 1Ü90, 1806 und 1105 Todesopfer ge-
^ In dem besonders bezeichneten ostbengali-
Den Plutokraten kommt es natürlich einzig daraus an, nach den großen bereits eingetretenen Verlusten im Empire-Bereich Indien so lange wie möglich als Hauptstück ihres Ausbeutungssystems in der Hand zu behalten und gleichzeitig dieses Land während des, Krieges als strategische Aufmarich- basis gegen Japan und als Reservoir für Kanonenfutter zu sichern. Die englische Oessentlichkelt ahnt längst, was der selbstverschuldete und nunmehr unvermeidliche Zu- sammenbruch des -Weltherrschaftsanspruches an Folgen nach sich ziehen wird. Das englische Volk ist schon von einer dumpfen Angst vor einer Entwicklung erfüllt, auf deren Wegen England auf die Ebene der von ihm so verhöhnten Habenichtse geführt wird.
Ein bezeichnender Astsdruck für diese Stimmung war die Rede. die vor einiger Zeit Smstts gehalten hat. und mit der sich die englische Öesfentlichkeit heute viel intensiver befaßt als mit den Erklärungen von Kairo und Teheran. Der ..Economist" schreibt.
scheu Bezirk, der nicht Monaten daß die Erklärung von Smuts als Mitglied
zuweilen hat ü"d ,n den l-tz en ^°naten, kl ^leg-kabinett- „unvermeidlicherw-is- zehn Prozent der Men chen «^rb°n ^ ^ ^-bUger Einblick in
rend weitere-zehn ^a eg sich!die britische.Haltung hingenommen werden
5raut und Knochen fern ourfien. orNövi kn» n,e-
um einen Bezirk mit insgemmt etwa zwei
sind.
muß". Ebenso erklärt der ..Statist" daß niemand bestreiken könne, was Smuls über die Zukunft Europas gesagt habe. Dieses Zukunftsbild bezog sich aber in erster Linie aus die Lage Englands, das selbst im Falle eines Sieges alle seine Machtpositionen an die USA. und an den „bolschewistischen Koloß" abgeben werde.
„Statist" ist der Ansicht, daß England bis Kriegsende all seinen Besitz in den Krieg gesteckt haben und dann arm dastehen werde. Verglichen mit dem Reichtum, den es besessen und verwaltet habe. werde es auf mehrere Generationen hinaus arm bleiben müssen. Verloren habe es die Auslandsguthaben. die Fähigkeit, unsichtbare Exporte für fremde Nationen zu liefern, und die beherrschende Stellung im Schiffahrtswesen, die an die Vereinigten Staaten übergegangen sei. Besonders interessant ist die Erkenntnis, daß.das amerikanische Pacht- und Leihgesetz durchaus nicht eine edelmütige Geste gegenüber England darstellt, sondern vielmehr aus einer raffinierten Berechnung des wirtschaftlichen Imperialismus der Wallstreet fußt. Der „Statist" gibt zu, daß die Not England zur Annahme des Pacht- und Leihiystems gezwungen und das Land um seine zuverlässigsten Absatzmärkte, vor allem in Jbero-Amerika. gebracht habe.
. Wäre es erstaunlich, wenn sich angesichts solcher Erkenntnisse immer weitere Kreise des englischen Volkes die Frage vorlegten,, ob das alles notwendig gewesen war, ob nicht vielmehr Churchill und seine Kumpane ein furchtbares Verbrechen geqon ihr eigenes Land und Volk begangen haben, als sie aus Haß- und Racheinstinkten die mögliche Verständigung mit Deutschland ablehnten und den Amoklauf des Krieges für angebliche Grundsätze begannen, die sie unter dem Diktat Stalins längst über den Haufen geworfen haben. .
kinzelpreis 15 Dps.
Die „Daekaks"
Von zv s ! I s 5 w o l r> o w s l< I
Vor einem Jahr. am 21. Dezember 1012, hatte die Weltöffentlichkeit ihre willkommene Weihnachtssensation: in den Bllroräumen des dissidentischen Obcrkommissariats in Algier wurde Admiral Darlan durch einen bis auf den heutigen Tag unbekannt gebliebenen zwanzigjährigen Mann erschossen. Kurz bevor Darlan verschied, konnte er noch mit letzter Kraft, so wurde aus Algier berichtet, die Worte flüstern, daß er sich als Opfer eines englischen Anschlages fühle. Der Mörder wurde auf Grund eines Kriegsgerichts- urteils schon am zweiten Weihnachislage hingerichtet.
Was war geschehen? Ein hoher französischer Offizier und Staatsmann, - der 'das ganze Vertrauen des greisen Staatschefs, des von den Franzosen fast wie ein Halbgott-ver- ehrten Marschalls Pelain. genössen hatte, war getötet worden. Aber von keiner Seite, weder aus Frankreich, noch aus England oder den Vereinigten Staaten, wurde auch nur ein einziges Wort des Mitgefühls oder des Abscheues laut. Nur befreites Aufatmen beiden Engländern. Wut und Enttäuschung bei den Amerikanern war die Reaktion. Ein Verräter hatte für seine Tat mit dem Tods gebüßt.
Noch ist es uns nicht möglich, bis in die letzten Winkel der vor Jahresfrist - vorgefallenen Ereignisse hineinzuleuchten. Daß Darlan aber zum Stein des Anstoßes zwischen England und Amerika, zwischen Churchill und Roosevelt geworden war, kam schon wenige Tage und Wochen nach dem Mord mit greller Klarheit zum Ausdruck. Und daß der berüchtigte Secret Service seine Hand im Spiele gehabt haben muß. bewiesen ja eindeutig die krampfhaften Bemühungen derer, die daran interessiert waren, die ganze Affäre,' den „Fall Darlan", zu vertuschen und zu verdunkeln, den Mörder umgehend als einen Namenlosen verschwinden und Gras über die ganze Sache wachsen zu lassen. Uns interessiert aber mehr noch als der Mord der Mensch, der ^.Fall Darlan" an sich.
Wenn einst die Geschichte dieses Krieges geschrieben und die einzelnen Jahre ihren hervorstechendsten Wesenszügen geordnet werden, so wird das abgelaufene Jahr in seinem großen Umriß als das Jahr des Verrates in die Geschichte eingehen. Dabei müssen wir die letzten Wochen des Jahres 1212, in'l,dos.1oAiendz>-,Jc>br..1Ää3,einhxaiebeir Kriegsjahres 1913, ihren Ursprung haben eben in dem Verrat Darlans, der den Engländern und Amerikanern den Sprung nach Französisch-Nordafrika am 8. Nooembcr'1912 ermöglichte. Der zweite große Verrat des Jahres 1913, der Dolchstoß der italienischen Militärclique um den mit dem Makel der Treulosigkeit bereits behafteten Savoycr Viktor Emannel mit Bädoglio an der Spitze, sollte das Schicksal des für Europa kämpfen- den Deutschen Reiches besiegeln. Wohl war der erste Verräter — den Engländern gelegen, den Amerikanern zu unrechter Zeit — e,allen. Aber seine Untat trug trotzdem ihre flüchte. Was liegt näher als die Annahme, daß auch die italienischen Verräter geglaubt haben mögen, auf die gleiche Weise wie Darlan handeln zu können, um zu dem gleichen Ergebnis zu kommen. So betrachtet, liegen beide Fälle auf einer Ebene, und die Vorgänge des 8. September 1913 waren nur die logijche Fortsetzung des bösen Beispiels vom 8. November 1912.
Es hat mehrere Tage gedauert, ehe die deutsche Öesfentlichkeit an einen Vorrat Darlans glauben konnte. Nach seinen seit der — immerhin unter sehr ehrenvollen Bedingungen erfolgten — Kapitulation Frankreichs im Sommer 1910 immer wieder getan?» Aeußerungen war dies eigentlich nur zu verständlich. Denn was hatte Darlan zum Beispiel noch am 10. Juni 1912 in seiner Aufsehen erregenden Rede an das französische Volk in leidenschaftlichen Worten geäußert? „Ihr stellt wohl die Frage, weshalb die Deutschen als Sieger sich mit Verhandlungen einverstanden erklären? Es geschieht, weil Deutschland die Absicht hat. Europa neu aufzubauen. und weil es das nicht kann. wenn die zur Mitwirkung aufgerufenen Nationen nicht mit voller Bereitwilligkeit mitmachen. Auch beherrscht sich Deutschland in seinem Siege, um uns die Ueberwindung unserer Niederlage zu ermöglichen. Man muß an das Frankreich von morgen denken . . . Stellt euch mutig den Tatsachen gegenüber, und überlaßt euch nicht sentimentalen Reaktionen, die nur die Folge haben würden, zu unserem eigenen Nachteil den Graben zu vertiefen. der durch so manche Kämpfe zwischen zwei Nachbarvölkern entstanden ist. und den wir um des europäischen Friedens willen auszufüllen beginnen müssen . . . Franzosen! Habt den Mut. eure Niederlage zu überwinden. Seid davon überzeugt, daß die Zukunft unseres Landes eng mit der Zukunft Europas verbunden ist . . ."
Spricht aus diesen Worten nicht die Ueberzeugung von der Notwendigkeit eines gemeinsamen Kampfes um des Neuaufbaues und einer besseren Zukunft Europas willen? Sollte Darlan wirklich so raffiniert haben lügen können? Es ist unmöglich, diese Frage heute schon zu beantworten. Wir kommen ihrer Lösung nur näher, wenn wir auf die menschliche . Seite dieses Üldmirals Darlan und damit aller „Darlans" eingehen. Und wer sind diese Darlans? Es sind jene, heute in vielen europäischen Staaten an verantwortlich führender oder doch an maßgeblich beratender Stelle stehende Politiker. Sie würden sich. selbst belügen, wollten sie nicht anerkennen, daß tatsächlich im Herzen Europas eine Kraft, ein gewaltiger Magnet ruht. dessen ausstrahlende Kraftlinien so stark sind. daß sich die anderen europäischen Staaten diesem Kraftkern früher oder später zuordnen müssen, wenn Europa wirklich „geordnet" und damit seine uralte und